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aerolith
24.05.15, 13:20
Luther (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=luther)betonte die Rechtfertigung des einzelnen durch den Opfertod Christi (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=jesus christus). Jeder ist dadurch gerechtfertigt, sofern er es glaubt. Glaube (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=glaube), d.i. die Vereinigung mit Christus, bewirkt Vergebung für das sündige (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=sünde)Menschengeschlecht. Vergebung aber ist ein Mittel, frei (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=frei)sein zu können. Es ist die Freiheit, die in Gott herrscht, und die der Mensch zurückerhielt, da Gott seinen Sohn opferte, also die Menschen von Schuld (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=schuld)freisprach. Luther war Freiheit (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=freiheit)an den Glauben, nicht an den Willen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=willen)gebunden. Das bedeutet, daß nicht gute Werke den guten Mann machen, sondern der gute Mann macht gute Werke. Das ist ein feiner, aber grundlegender Unterschied zu vorigen Auffassungen. Und hier liegt die große Freiheit, die der Protestantismus (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=protestantismus)den Deutschen gab: Selbstbestimmtheit!
Das bedeutete auch, daß der Protestantismus keine einheitliche oder hierarchische (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=hierarchie)Kirche ausbildete, sondern viele Richtungen. Kritiker des Protestantismus betonten die zerstörerische Seite, daß er nämlich „die Bindung des einzelnen durch außer ihm liegende, jenseitige, göttliche Gesetze zerstörte, den freigelaßnen Mensch aber sofort einer neuen Autorität, einem neuen, irdischen Gott auslieferte, dem souveränen Staat (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=staat)“. [1]

Es dauerte: 1580 einigten sich Luthers Enkel auf eine Formel, die Konkordienformel (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=konkordienformel), die den Kern des Protestantismus ausmacht. Zwölf Artikel fixierten Grundsätze über Erbsünde, freien Willen, Gerechtigkeit vor Gott, gute Werke, Gesetz und Evangelium, den dritten Gebrauch des Gesetzes, das heilige Abendmahl (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=abendmahl)Christi, die Person Christi, die Höllenfahrt Christi, Kirchengebräuche, die ewige Vorsehung und Wahl Gottes, andere Rotten und Sekten.


Aufgaben:



Finde Ausrichtungen des Protestantismus und stelle sie in ihren Grundaussagen gegenüber! (I)
Zeichne ihr Hauptverbreitungsgebiet in einer Landkarte ein! (I)



[1] Otto Flake: Das Ende der Revolution. (Berlin 1920, S. 36.)



http://vg06.met.vgwort.de/na/144526e796c84f598fabdfab46e5ac26