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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : satzfetzensalat



froggie
12.10.01, 23:56
frieden

ich ging raus und sah
am zeitungsstand die nachricht
der frieden sei
ausgebrochen und
man habe sich ruhig zu verhalten
kein grund zur panik denn
die regierung werde schon fertig
mit dem guten das da
anrücke richtung hauptstadt und
die allgemeine unsicherheit gefährde
vertraut uns bürger
gab es da zu lesen
tatsächlich die allgemeine nüchternheit
schien zu weichen einer
neuen offenheit schockiert
blieb ich stehn
pflichtbewußt bedacht ein unfreundliches
gesicht zu wahren lehnte ich das
schokoladenstück ab
das ein staatsfeind mir anbot
da kamen sie auch schon und
nahmen ihn fest
und rotteten ihn aus mit stumpf und stiel
die wilde blume
ein hund lief vorbei und
pisste gemähchlich auf die schlagzeile
in der vom ausbruch des friedens
die rede war
erleichtert dachte ich, das gute hat
noch nicht gesiegt
tief befriedigt sah ich über den dächern der stadt
die tränengaswolken, die vom untergang des bösen
erzählten, die polizei kämpfte
macht sie fertig, jungs, rief ich
und ging heim
meine frau schlagen.

rodbertus
13.10.01, 08:33
Muß ein sensibler Mensch seine Frau schlagen? Muß ein Mensch Frau haben? Warum Zeitung lesen? Gibt es nichts Interessanteres?
Also, ich verstehe "Satzfetzensalat" weder frogmal, psychologisch oder gar weltanschaulich.

Hannemann
13.10.01, 10:29
Frauen, Rotbartus, mit Frauen geschlagen zu werden, sind unumgängliche Prüfungen auf der weiten männlichen Reise in die Erlösung. Frauen sind ein notwendiger Teil vom Sinn des männlichen Lebens, doch niemals die Erlösung selbst. Daher sind Frauen auch beliebig austauschbar...
Du verstehn?

Liz
13.10.01, 12:32
Oh weh, Herr Robert, so viele Fragezeichen, wo bleibt das gewetzte Schnitzelmesser, um den Text zu tranchieren?

Hannemann sucht die austauschbare Frau , ablegbar wie ein altes Kleidungsstück.
Nur zu, versuchs, Mann kann sich ja ein neues kaufen.

uisgeovid
20.10.01, 21:45
Tritratrullalla... das Sandmännchen ist da.. oder so. Also beileibe kein Gedicht. Profanes ist ausgeschüttet worden, um es zusammenzusammeln.