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submit
25.10.01, 19:30
ich weiß, du fühlst,
verstehe, du meinst,
befindlichkeiten
unter deinen füßen,
im regenmantel du,
is klar, alles dunkel,
grau, schuldig,
suchst raum in mir,
nun gut, kannst haben,
gästetoilette,
per favore

uisgeovid
25.10.01, 20:44
Da scheint mir jemand aber ziemlich fertig zu sein mit etwas, ziemlich abgeschlossen zu haben, so dass er den anderen auf das Gästeklo abschieben will. Liebes submit, das ist ein merkwürdiges Elaborat. Ich mag übrigens keine Texte, die mit "ich weiß" beginnen, das klingt so sehr wenig nach Not und Gedicht und Verdichtung. Ich mag auch nicht gern Texte, die fremdsprachlichen Einflüssen sich aussetzen, noch dazu in einer letzten kulminanten Zeile den Leser mit Einsprengseln dieser Art allein lassen.
Ich weiß auch noch nicht, ob ich diesen Text mögen soll...
herzlichst uis

submit
27.10.01, 17:16
liebes uisge

was Dich stört, sollst Du nicht leiden.
doch manchmal gibt es gedichte, die wollen halt stören. und dieses stört. doch was sagtest Du? mit etwas fertig sein? in der tat hast Du wenigstens dies verstanden.
mein ich doch diese seelen, die das herz des anderen als Abort benutzen. kennst die net?

herzlichst sub

uisgeovid
27.10.01, 18:53
Liebe submit,
wenn Du mich so nennst, komme ich mir vor wie ein Gespenst, "liebes uisge", huiiii. Ich nehme einmal an jetzt, dass Du weiblichen Geschlechts bist, obwohl das aus Deiner recht ungewöhnlichen Bezeichnung für Dich nicht hervorgeht.
Ja, das Gedicht stört ziemlich, und das ist erstmal gut. Weniger gut ist, wie bereits gesagt, der Anfang. Wie wäre es denn mit umstellen. Probier's halt mal... Fang entweder mit der "befindlichkeiten" oder mit "im regenmantel" an. Und dann: muss es denn wirklich am Ende so sizilianisch zugehen. Hat das einen tieferen Sinn?
herzlichst uis

Hannemann
27.10.01, 22:56
Es stört? Befindlichkeiten?
Überhaupt nicht, ganz natürlich, was der Regenmanteltyp empfindet
...und, pinkelt er wenigstens im Stehen?

aerolith
28.10.01, 00:11
hingeschludert, nicht einmal sehr inspiriert
- kann ich nicht mögen
Wo sind die freitragenden Gedanken?

Frauen schreiben anders, wenn sie schludern.

Paul
28.10.01, 10:35
klingt, als käme es aus dem mund desjenigen, der da hinten an der theke baumelt, vor ihm bereits eine große pfütze, auf dem barhocker neben ihm eine, deren schminke vom gemisch der tränen mit dem schnaps schon völlig verschmiert - beide wollten das schweigen suchen, doch der seelenfisch zappelt noch...

submit
28.10.01, 16:08
mal kuken, werds ändern, uisgen, ich mein, ich mags auch nicht, wenn jemand mir antwortet und mit "ich weiß" anfängt. der kriegt erstmal eine ohrfeige. so wie diese edjuschka, die mit freitragenden gedanken rumpathetisiert und keine ahnung davon hat, wie schöns rumsch ludern ist.
paul, nein so nicht.

lieblichst, submit

hootch
28.10.01, 22:43
WAS HÖRT MEIN OHR? WAS MUSS ICH SEHN?
Zu deinem Henker sollst du gehn!
So sprich, Vermaledeiter!
(sonst werd ich nie gescheiter)

uisgeovid
28.10.01, 22:49
Manchmal bist Du schon zähneknirschend kryptisch, lieber hootch. Deinem Kommentar in diesem Ordner mangelt es an konkretem Bezug. Was soll submit denn jetzt dazu sagen?

hootch
29.10.01, 19:04
huch,

[..] submit, wenn ich nicht wüßte, daß ich mir manchmal dinge einbilde, könnte ich schwören, daß du roberts alter ego bist...

submit
30.10.01, 13:45
verstehe, du meinst,
du fühlst, ich weiß,
befindlichkeiten
unter deinen füßen,
im regenmantel du,
is klar, alles dunkel,
grau, schuldig,
suchst raum in mir,
nun gut, kannst haben,
gästetoilette,
bitte


liebes uisge, is so besser?? anfangs verstehen und am ende bitten, is doch nett?

hootch sei ein fall für die putzfrau.

hannemann: danke für Deine prädikativen auswürfe

uisgeovid
30.10.01, 14:09
Hallo submit!

Ich finde den Text jetzt besser.
Habe ihn inzwischen ja auch schon mehrmals gelesen. Es ist ein Stück dahingesprochene Gedankensprache ohne Schnörkel, ohne große, pathetische Bilder. Ein scheinbar unscheinbarer Text, der an der Stelle unter die Haut geht, wo einem gewisse Dimensionen klar werden.
Ein Autor eines solchen Textes mag in erster Linie versucht haben, nicht einem Gefühl Ausdruck zu verleihen, es bildhaft zu kleiden, um es "schön" zu präsentieren, ein Autor mag hier versucht haben, ganz lapidar einmal das Gegenteil von Liebe auszusprechen. Oder war es eine Autorin? Wie auch immer, ich mag dieses abstoßende Knallharte jetzt, leider, denn mutig ausgesprochen, befreit es den Sprecher, lässt aber den Leser mit einem Loch im Bauch zurück.
herzlichst uis

submit
31.10.01, 18:10
hm..loch im bauch, wir kann ichs wieder stopfen??
danke, uisge, für Deine ausführung. denke hier nun abzuschließen.

herzlich submitin

[..] mit 19 ist die welt noch rosarot, bis die farbe der realität durchdringt, so mitte dreissig vierzig?
das wort emanzipation stört mich. gilt doch das grenzensetzen für beide geschlechter.

schönen novemberabend wünsch ich

uisgeovid
31.10.01, 19:08
Mein Loch im Bauch, liebe submitin, füllst Du am besten mit Texten hier, also mach mal weiter, aber versuch mal eine etwas verdichtetere Sprache, damit ich in Bildern schwelgen kann, auch in weniger schönen, die treffen meistens direkter.

submit
31.10.01, 19:21
punktuell dies anspringen
wie gesagt? zeronnen
nicht zu fassen dich,
mit absicht porengleich
ich solls nicht merken,
doch am rand - ich denke -
spür ich willkür wie
ein wind, flüsternd,
fang ich den hauch ein,
solange
bis du kondensierst ..

uisgeovid
31.10.01, 20:16
Die letzten drei Zeilen erscheinen mir unlogisch, submit, überleg mal, das geht so nicht.

submit
31.10.01, 20:25
wieso??? :verwirrt:

hootch
03.11.01, 00:11
...weil submit eine Scheibe aus Glas ist?

Die Putzfrau war da. Man sieht wieder viel besser nach draußen,

geläutert, h.