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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prosaszene



ear.th
11.08.00, 15:43
Türen,

vor verschlossenen steht meistens niemand gerne, aber oft möchte man eine jemandem vor der Nase zuschlagen, manchmal dreht sich auch mehr um die Türen in sich, kein Mensch hat die zu seiner Seele jedem geöffnet, so leben wir mit: Verbindungstüren, Schwingtüren, Gleittüren, Haustüren und gefährlichen Glastüren ungesund einzurennen. Die Tür ist die grösste menschliche Erfindung zusammen mit dem Schlüssel den keiner hat, gleich nach Mauern und Häusern jedenfalls. So leben wir mit den Türen ausgeliefert an die Empfindung der Erkenntnis, dass das Wort, mein Wort, dein Wort, nicht für sich selbst, nie für uns alle alleine stehen kann, aber für uns sein darf.

aerolith
11.08.00, 21:39
1. Manche Türen wollen sich nicht öffnen, das liegt in ihrer Natur. Auch Kafka (http://wiki.vonwolkenstein.de/doku.php?id=kafka)war sich dessen bewußt, ach, es war so, daß er es sogar unbewußt auslebte.
2. Manche Türen stöhnen leise, wenn man durch sie hindurchgeht. Sie bedanken sich sogar dafür. "Sie haben eine einfache Tür sehr glücklich gemacht."

it
11.08.00, 22:31
Schöner Gedanke, ear.th.
it

ear.th
12.08.00, 01:34
etwas hat noch gefehlt: nach
"einzurennen"
muss
"und auch Falltüren."
stehen.

ear.thly greetings

Bigvogel
12.08.00, 20:37
kafka und die unbezwingbare tür -
ja, er lebt!
ob er aber in diesem text lebt, bezweifle ich füglich.
und ob er das sich nich öffnen wollen der tür unbewußt auslebte - n a ja, wer weiß.
k. mußte schon für vieles herhalten
denkt bigvogel

rodbertus
22.02.02, 14:30
Für alle Freunde des Unaufgeschloßnen. Ich öffne diesen Ordner noch einmal.

Sie saß vor mir. Ihr Kleid fiel weich an ihr herab. Die Hände lagen im Schoß. Sie spielten miteinander. Bewegung zu mir, ein Stück. Das Kleid rutschte nach oben.
.. Türen öffnen sich zur Stadt.


https://www.youtube.com/watch?v=YIlkLP1Iess

Patina
22.02.02, 19:29
Hi, hi, das gefällt mir. Aber paß auf jetzt kommt gleich wieder Eule und sagt, du willst sie vergewaltigen...

Schwarzes Pferd
24.02.02, 11:25
schade.
robert ist mit seinen bemerkungen näher
an einem text, als jenes notat.
mensch erst träumen, dann würfeln,
dann denken, dann schreiben.
nicht immer die reihenfolge verwechseln.