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howah
11.06.00, 10:20
Der Flug (Die Aufzeichnungen der Nora N., erster Teil)


Der Start des Fluges mit der Flugnummer 942 ist für Donnerstag, 8. April, 14 Uhr 25 angekündigt. Ich hatte angenommen, dieser spezielle Flug hätte eine besondere Abflugszeit, zum Beispiel 0 Uhr 0 oder wenigstens 12 Uhr mittags, auch eine besondere Flugnummer. 888 hätte ich als ideal empfunden, die Acht ist meine Glückszahl, eine wunderbare Zahl, die, wenn sie sich schlafen legt, unendlich wird. Donnerstag, finde ich auch nicht geeignet; symbolischer wäre Freitag gewesen, optimal natürlich Freitag, der 13., aber der findet sich selten, das muss ich zugeben. So deutet nichts darauf hin, welch ein besonderer, ja, man könnte sagen schicksalshafter Flug es ist.
Ich nahm der Zehn-Uhr-Maschine von München nach Frankfurt, um sicher zu sein. Die nächste Maschine wäre erst um ein Uhr gelandet, und hätte sie Verspätung gehabt und wenn ich mich nicht zurecht gefunden hätte auf dem riesigen Flugplatz - wo es schon nicht leicht ist, große Fluglinien zu finden, wie soll man dann den Schalter einer Fluggesellschaft finden, die nur ein einziges Mal startet - hätte ich ihn vielleicht verpaßt, Er wurde im Prospekt als erster Testflug dieser Art bezeichnet und sollte nicht vor Ablauf eines Jahres, vielleicht auch überhaupt nicht wiederholt werden.
Die Landung des Zubringers gelang überpünktlich, wie immer, wenn man reichlich Zeit eingeplant hat. Meine Mitpassagiere liefen zur Gepäckausgabe, ich habe kein Gepäck; ich brauche nicht mehr, als ich in meiner Umhängetasche unterbringen konnte. Die Mitnahme von größeren Gepäckstücken sei nicht notwendig, auch nicht vorgesehen, sondern ausdrücklich ausgeschlossen, hieß es in den Anweisungen der Fluggesellschaft an die Passagiere.
Tatsächlich ist die Suche nach der Mewseas mühsam, zu bewältigen mit einem handgezeichneten, vervielfältigten Plan, der sich auch bei den Reiseunterlagen befand und der laienhaft ungenau ist; noch dazu ist der endlich gefundene Schalter einer exotisch klingenden Airline, bei dem Mewseas einzuchecken plant, geschlossen und mit einem handgeschriebenen Pappschild versehen, auf dem es heißt, man sei ein Stück weiter hinten, Schalter 26. Aber auch 26 ist noch geschlossen und ohne irgendeinen Hinweis. Wahrscheinlich bin ich einfach nur viel zu früh dran.
Ich suche, mir den Rückweg genau einprägend, eine Telefonzelle, um Peter anzurufen, der in Frankfurt in einer Firma arbeitet oder eine Firma hat, die Elektroartikel vertreibt. Meistens bekommt man gesagt, er sei in einer wichtigen Besprechung und dürfe keinesfalls gestört, oder außer Haus bei einem wichtigen Kunden und könne nicht erreicht werden. Heute werde ich ohne große Umstände und Erklärungen sofort mit ihm verbunden. Er ist überrascht, mich zu hören und wundert sich, daß ich auf dem Frankfurter Flughafen bin, wo ich doch eigentlich nie verreise. "Ich mache eine Flugreise", teile ich ihm mit. Wohin? "In den hohen Norden", weiche ich aus. Ich solle mich doch rechtzeitig melden oder, noch besser, ihm jetzt gleich sagen, wann ich zurück sei, vielleicht könne man sich einmal sehen nach so langer Zeit, vielleicht ließen sich ein oder zwei Stündchen einschieben für mich, so dass ich ihn und seine Frau besuchen könne. Aber heute und so überraschend, das tue ihm wirklich sehr, sehr leid, heute gehe es wirklich nicht, er habe absolut keine Zeit, er erwarte praktisch in den nächsten Minuten einen wichtigen Kunden, mit dem er ein wichtiges Gespräch habe.
Schon gut, denke ich, ich will dich ja gar nicht sehen, ich wollte mich nur von dir verabschieden. "Ich wollte mich nur von dir verabschieden", sage ich, und ich könne ihm nicht sagen, wann ich zurück sei, und einschieben könne ich auch keine einzige Stunde mehr, auf keinen Fall. Er klingt erleichtert, als er mir gute Reise wünscht, wir wissen beide, daß aus einem Treffen sowieso nichts geworden wäre, ausgerechnet an diesem Mittwoch, oder Freitag, oder Montag, an dem ich eventuell landen würde, das ist nun leider der unmöglichste Tag der Woche, liebste Nora, vollgestopft mit den wichtigsten Terminen, äußerst wichtige Leute, weißt du, denen man nicht absagen kann. "Aber was ich noch fragen wollte, wie geht es ..äh.. wie geht es deiner Tochter?"
Er hat ihren Namen vergessen, dabei ist er ihr Taufpate. Diesen mit Elektroartikeln überbeschäftigten Bruder habe ich vor ungefähr dreizehn Jahren zuletzt gesehen, bei Vaters Beerdigung. Seine zweite Frau, wie heißt sie doch gleich, Irene glaube ich oder Inge, vielleicht auch Ida, jedenfalls etwas mit I am Anfang, kenne ich nicht. Seine Geschiedene, Gertrud, hat mich einmal in München besucht, kurz vor dem Scheidungstermin. Sie hat mir etwas vorgeheult von ihrer großen Liebe, wie sie sich aufgeopfert hat für ihn, ihm ihre besten Jahre geschenkt hat, und dann diese furchtbare Enttäuschung, diese Affäre mit dieser Ina oder so ähnlich. Sie versuchte mich auszufragen über die Höhe des Erbes von einer kinderlosen Tante, das wir ungefähr zwei Jahre vor dem Scheidungsfall angetreten hatten; wobei antreten schon ein merkwürdiges Wort dafür ist, daß man Konten auflöst unter einem erloschenen Namen, und die Summen auf Konten mit den eigenen Namen überträgt; Papiere sichtet, antike Möbel, Schmuck und was sonst von Wert isein mag verkauft, und schließlich den Rest, Bettwäsche und Fernseher, Geschirr und Ohrenbackensessel, Tischdecken, Silber, ein paar Bilder, Regale, Virtrinen und kleine Tischchen verteilt und Kleidungsstöcke der Caritas spendet.
Gertrud ging es natürlich ausschließlich um das Geld, das der sich von ihr Scheidende dabei ergattert hatte, damit sie sich den Teil, der ihr ihrer Meinung nach zustand, sichern konnte. Aber ich bewies Familiensinn und sagte es ihr nicht, auch nicht, nachdem sie an meine Solidarität als Frau appellierte. Die blöde Kuh. Damals, als sich meine Tochter ankündigte, ohne dass ich den Vater vor den Standesbeamten zitierte, was ich als schmählich empfunden hätte, ich wollte nicht einer Schwangerschaft wegen geheiratet werden, war von Frauensolidarität bei Gertrud keine Rede Im Gegenteil, sie beschimpfte mich und forderte, daß ich mir völlig klar darüber werde, wie peinlich der uneheliche Vorgang für die Familie sei; sie wünschte dringend, daß ich aus der Stadt ziehe in der sie wohnte, möglichst weit weg, und spurlos aus dem gemeinsamen Bekanntenkreis verschwinde. Was ich dann auch tat. Nicht ihretwegen, natürlich, sondern weil ich es sowieso vorhatte.
Von der Mewseas-Airline ist noch immer nichts zu sehen, niemand setzt sich an den leeren Abfertigungsschalter, knipst die Lampen an, fährt den Computer hoch und nimmt lächelnd die Tickets entgegen, um den Namen darauf mit der flimmernden Liste auf dem Monitor zu vergleichen. Mewseas Airline. Ich habe im Lexikon nachgesehen, mew, stand da, heißt (Mauser)-Käfig, und sich mausern, Federn abwerfen. Federn abwerfen über der See, gefangen sein in einem Seekäfig, sich über dem Meer mausern oder im Käfig, im Meer die Federn abwerfen?
Der jüngeren Schwester gegenüber habe ich keine Verpflichtungen, sie ist nur eine Halbschwester aus Mutters zweiter Ehe, hat sehr jung geheiratet und jetzt ein halbes Dutzend Kinder. Auch nicht Ursel gegenüber. Wir werden auf der Nordroute über Hamburg fliegen, sie lebt dort mit ihrem Mann und den zwei Kindern, aber eine Zwischenlandung ist nicht vorgesehen. Sollte ich sie anrufen? An einem Werktagsmorgen ist sie allein zu Hause, der Mann sitzt im Büro, der Bub in der Schule, und das kleine Mädchen ist im Kindergarten. Aber wie sollte ich den Anruf begründen? Kann man seine Tochter, eine brave Mutter und Hausfrau, an einem Donnerstagmorgen einfach anrufen, nur weil man auf dem Flughafen ist, noch Zeit bis zum Abflug hat und in etwa eineinhalb Stunden über ihre Stadt fliegen wird? Hallo, Ursel, ich bin gerade in Frankfurt, in einer Stunde geht mein Flugzeug, ich wollte mich nur schnell verabschieden... nein, das geht nicht. Das würde sie irritieren, was wollte die Mutter nur, warum ruft sie mich an, mitten in der Woche, wo weder Weihnachten ist noch ein Geburtstag, Hans, kannst du dir denken, warum sie angerufen hat, plappert sie am Abend. Aber Hans kann es ihr auch nicht sagen, er wird müde und hungrig sein. Ich gehöre vermutlich sowieso nicht zu den Menschen, an die er freiwillig einen Gedanken verschwendet.
Wäre in Hamburg eine Zwischenlandung mit einem Aufenthalt vorgesehen, sagen wir mal, von zwei oder drei Stunden, könnte das ein Grund sein, anzurufen, sehr fröhlich, hallo, Ursel, rate mal, wo ich bin, das errätst du nie, ich bin in Hamburg. Neinnein, ich kann nicht vorbei kommen, meine Anschlußmaschine startet ja schon in zwei Stunden, klar, verstehe ich natürlich, daß du jetzt mitten in der Hausarbeit nicht alles hinschmeißen und hier rausfahren kannst, ich verstehe das wirklich, ich dachte nur, ich melde mich mal.
Außerdem kann ich den Schalter jetzt nicht unbewacht lassen, der jeden Moment aufgemacht werden kann. Die Bodenstewardess wird mein Ticket verlangen und fragen, ob ich Fenster oder Gang will, obwohl das wirklich bei diesem Flug keine Rolle spielt. Aber Raucher will ich unbedingt, das bedeutet mir viel, ich werde fast ununterbrochen rauchen, endlich eine Zigarette an der anderen anstecken, ohne die geringsten Gewissensbisse. Nur, wenn es etwas zu essen gibt, werde ich keine brennende Zigarette in den Fingern halten, aber ob sie uns auf diesem Flug noch etwas zu essen geben, ist fraglich. Vielleicht so eine Art Henkermahlzeit?
Uns. Wo sind eigentlich meine Mitpassagiere? Zweimal mußte der Flug schon verschoben werden, weil sich nicht genug Mitreisende gefunden haben, wir bitten um Ihr Verständnis. Es muß sich natürlich rechnen, Mewseas kann sich keine großen Verluste leisten, bei aller humanitären Hilfsbereitschaft. Und wenn ein Teil der Gebuchten doch noch Angst bekommen hat oder in den Wartewochen zu krank wurde, um in ein Flugzeug zu steigen, oder etwas Unverhofftes geschehen ist, was ihm oder ihr die Reise überflüssig machte? Wenn der Start wieder, wir bitten um Ihr Verständnis, verschoben werden muß?
Auf den weiß gelackten Gitterstählen neben mir sitzt niemand, aber in Richtung Counter entdecke ich einige Leute, die wie unabsichtlich, wie rein zufällig in wohldosierter Entfernung voneinander herumstehen oder umher wandern. und dabei den Schalter nicht aus den Augen lassen. Nur Einzelpersonen, keine Paare oder gar Gruppen, die zusammen reden, lachen; überwiegend Frauen, ältere, formlos dicke oder dünne, ausgemergelte Frauen mit faltigen Gesichtern, grauen Haaren, eingesunkenen Augen, Dazwischen drei oder vier Männer, älter auch sie, einer im schwarzen Anzug, ein anderer in dicken grauen Cordjeans, grauem Rollkragenpullover und weißen Turnschuhen. Weißhaarige Männer, verriegelte Gesichter, fest zusammengepreßte Münder, starre Augen. Der Schwarzgekleidete sieht wie ein Priester in Zivil aus, er hat die Hände flach zusammengefaltet, wie zum Gebet, und auf seinem langgezogenen, blassen Gesicht liegt der salbungsvolle Ausdruck, der Berufströstern eigen ist.
Keine Koffer, nur Taschen, kleine, größere. Nervös traben ein paar Mitreisende in kurzen Distanzen gangauf und gangab und zappeln ziellos mit den Händen herum. Wahrscheinlich befürchten auch sie, daß der Flug nicht stattfindet, womöglich ist die Absage zuhause im Briefkasten oder auf dem Anrufbeantworter, man ist ja schon lange unterwegs. Es wäre nicht auszudenken, wo man sich doch nun einmal entschlossen hat. Jeder versucht, den Blickkontakt mit den anderen zu vermeiden, als müsse man sich schämen, hier zu sein.
Alle sind nur an dem Schalter interessiert, der geschlossen ist und an dem sich nichts tut. Nur einer kleinen, zarten Frau ist er gleichgültig. Sie ist elegant, ganz in schwarz gekleidet, mit kurzgeschnittenen, rötlich gefärbten Haaren, das Gesicht hell gepudert und die Lippen tiefrot bemalt. Sie hat nichts bei sich als eine kleines schwarzes Täschchen, ein teures Modell, dass sie am Arm trägt und steht an einer Säule, unbeteiligt lehnt sie an dem kalten Stein und schaut vor sich auf den Fußboden. Sie lächelt. Eine Frau mit voluminösen Hüften und Brüsten sitzt auf einem Rollwagen, fast völlig eingehüllt in ein graues Cape, vielleicht ist es auch ein riesiger Schal, so genau kann ich das nicht feststellen. Ihre prall gefüllte Einkaufstasche, grellbunt bedruckt mit allerlei Blumen und Blättern, hat sie eng, auf sicherer Tuchfühlung neben sich abgestellt, an ihrem Arm baumelt eine vollgestopfte Plastiktüte, aus der sie in regelmäßigen Abständen etwas herauszieht, in den Mund steckt, kaut und schluckt, ohne dass sie danach etwas zufriedener dreinschaut.
Ein unterdrücktes Aufseufzen geht durch die Gruppe, die Körper spannen sich, als eine uniformierte junge Frau herbei eilt; für einen kurze Sekunde wird ein gemeinsame Absicht, ein gemeinsames Ziel erkennbar. Die Uniformierte blickt lächelnd um sich, weist mit einer weit ausholenden Geste der linken Hand auf ein Pappschild - wieder so ein Pappschild, sie scheinen hier für schlechte Nachrichten vorgesehen zu sein, vielleicht um das Ungewöhnliche, Unerwartete einer Panne zu unterstreichen -, das sie in der Rechten trägt, stellt es auf den Counter und stöckelt schnell wieder den Gang hinunter, entzieht sich so allen unangehmen Fragen, deren Antwort sie nicht weiß.
Zögernd und verstohlen, wie nur von allgemeiner Neugier getrieben kommen die Mitflieger gerade so nahe, daß sie das Schild lesen können, die mit den schlechteren Augen oder Brillen näher, die mit besserer Sicht bleiben weiter weg. Mewseas-Airline bedauern die Verspätung und bitten noch um etwa zwei Stunden Geduld.
Also weiter warten, sinnlose Warterei bis zum Schluss. Ich sollte Hildeli anrufen, die ältere bildschöne Schwester. Sie würde das Gespräch mit vorwurfsvollem Tadel eröffnen, wie jedes Gespräch, egal ob per Telefon oder, selten freilich, Auge in Auge, bei einem Treffen oder Besuch. Warum hast du mich so lange nicht angerufen, ich habe auf deinen Anruf gewartet. Ihre Stimme signalisiert tief enttäuscht, tief beleidigt. Ihr Warten soll mir Befehl sein, Was sie von mir erwartet, wie ich sein soll, was ich sagen soll, was ich tun soll, wie ich aussehen soll, was ich anziehen soll, wie meine Haare frisiert sein sollen, alles will sie mir vorschreiben. Als Kind, Jugendliche, noch als junge Frau habe ihr immer gehorcht, wie ein präziser Automat. Ungehorsam kam mir gar nicht in den Sinn, eher bemühte ich mich, ihre Erwartungen schon im Voraus zu erahnen, genau so zu sein, das zu tun, meine Haare zu frisieren, wie sie es wünschte.
Hildeli hat meine Psyche beackert, geeggt, saubere Furchen gezogen, gerade Furchen, ein überschaubares Grundmuster, auf dem dieser letzte Mann dann seine Pflänzchen einsetzen konnte, die so emsig wuchsen und Früchte trugen, an denen er sich satt essen konnte.
Sollte ich Hildeli von meiner bevorstehenden Reise erzählen, sie würde genau wissen wollen, warum und wieso und wohin, und wieder ihre durch mich erlittenen Verletzungen intonieren: endlich einmal reist du, und warum ohne mich, mit wem denn, wieso allein, ich wollte doch schon lange so gern mit dir verreisen. Aber Hildelis Macht über mich funktioniert nicht mehr, keinem räume ich mehr Macht über mich ein. Auch diesem Mann nicht.
Nach einem Toilettenbesuch lässt sich ein Blick in den Spiegel beim Händewaschen nicht vermeiden, und ich konstatiere mit erschrocken, wie ähnlich ich den Frauen draußen sehe; ich ziehe dem Spiegel eine Fratze, verzichte auf die Korrekturen an Frisur und Makeup. trockne nur schnell die Hände ab,
Lieber trinke ich einen Kaffee, Auf dem Weg zur Cafeteria werfe ich einen Blick auf die große Anzeigentafel, nur um ganz sicher zu sein. Der Flug ist nach wie vor aufgelistet, MS 942, mit dem geplanter Start und der neuen Verspätung. Die Zeile dazwischen, in der sonst die Zielflughafen angegeben sind, ist leer.
Eine Portion Kaffee, eine Schokoladentorte, ich balanciere das Tablett zu einem freien Tisch. Es ist ekelhaft, daß man sich heutzutage alles selbst holen, Selbstbedienung, als ob man sich selbst bedienen könnte. Oft habe ich schon daran gedacht, wie das sein wird, wenn die Schmerzen in den Händen größer werden, wenn sie vielleicht zu zittern anfangen, wenn dazu die Sehkraft noch mehr schwindet. Dann könnte ich unterwegs keinen Kaffee mehr trinken, keinen Kuchen mehr essen, unfähig zum Transport.
Aus alter Gewohnheit mahnt mich mein Gewissen, mindestens fünfhundert Kalorien, die Torte, das kannst du dir nicht leisten. Aber ich punkte es aus, jetzt spielt das ja keine Rolle mehr, sogar zweitausend Kalorien könnte ich in aller Seelenruhe verdrücken. Trotzdem ist kein wirklicher Genuß möglich, der Kuchen ist trocken und der Kaffee dünn.
Mit dem festen Vorsatz, mich mindestens die nächsten zwanzig Minuten ablenkend zu beschäftigen, die Zeit, die vergehen muss zu beschleunigen, gehe ich hinüber zur Buchhandlung. Vor allem darf den Gedanken kein weiterer Raum gegeben werden, die sich irgendwo im Gehirn einzunisten beginnen. Da rotten sich Wörter zusammen, und versuchen, sich in der richtigen Reihenfolge aufzureihen, um mich von meinem Vorhaben abzubringen: noch, Chance, vielleicht, zu spät, nicht, Schicksal, Wink.
Vor einem Regal, aha, Lebenshilfe, gebunden und kartoniert, versuche ich mich zu konzentrieren. Wie werde ich reich und glücklich? Steingarten selbst angelegt, Die Vollwertküche, Hundert hilfreiche Steuertricks, Das Mieterbuch, Gesund und Fit, Stress macht krank, Mein Kind im zweiten Lebensjahr, Mein Kind im dritten Lebensjahr, Schwangerschaft ohne Beschwerden, Schule ohne Angst, Leben nach dem Herzinfarkt, Wenn Frauen zu sehr lieben, Besser atmen, Richtig essen.
Die in unkontrollierbaren Hirnwindungen vagabundierenden Worte dürfen nicht zusammenfinden, sich ordnen, zu einem Aussagesatz werden. Wie angle ich mir einen Mann? Glück in der Ehe. Das verflixte siebte Jahr. Beim nächsten Mann wird alles besser.
Ein paar Schritte weiter unter dem gleißenden, schattenlosen Licht der Flughafenbuchhandlung, Belletristik. Romane. Liebesromane, meistens. Klassische. Moderne. Tiefschürfende, triviale. Anna Karenina. Romeo und Julia. Die großen Liebestragödien der Weltliteratur in Kurzfassung.
Bei Martin und Heide könnte ich mich melden, den beiden lieben, zuverlässigen Freunden. Wie lange es wohl dauert, bis sie merken, daß ich ausgeflogen bin, kein Licht mehr in den ersten drei Fenstern von links im zweiten Stock des Hauses schräg gegenüber, das kann doch gar nicht sein, das ist doch jetzt schon eine Woche her oder zwei, daß wir das letzte mal Licht drüben gesehen haben, angerufen hat sie auch nicht, wo mag sie denn sein, rufe doch mal an, morgen, ja, morgen rufen wir mal an, man sollte sich ein bisschen mehr um sie um sie kümmern, wo sie doch alleine steht.
Heide kenne ich schon von der Schule her, ein paar Jahre saßen wir sogar nebeneinander am selben Pult, später verloren wir uns aus den Augen, bis wir uns im Supermarkt um die Ecke trafen und feststellten, daß wir in derselben Straße wohnen, ich auf der Seite mit den ungeraden, Heide auf der mit den geraden Nummern. Sie war gerade mit Martin zusammengezogen, sie luden mich ein, ich saß in ihrer unordentlichen Küche, Herd, Eisschrank, ein hölzernes Regal, in dem alles untergebracht war, was man so braucht, Teller und Tassen und Gewürze und Kartoffeln und ein paar Dosen mit Gemüse, Suppen und Kompott, Salz und Pfeffer. Eine gemütliche Kaffeestunde mit Kuchen, dann, auf ein Gläschen Wein, ins Wohnzimmer. Eine rot-weiß kariert bezogene Couch, zwei Stühle, ein einfacher Tisch, ein Bücherregal, und überall Kerzen, die dann auch gleich alle angezündet wurden. Keine Vorhänge. Martin, braunäugig mit rundem Gesicht trotz athletisch schlankem Körperbau, ziemlich groß und jung, gerade das Staatsexamen geschafft, Jura. Heide mit straff zurückgekämmten schwarzen Haare, Ballerinenfrisur, beneidenswerter Ballerinenfigur, noch im Studium, kurz vor dem Abschluß, auch Jura. Wir haben uns in einer WG kennengelernt, drei Jahre haben wir es dort ausgehalten, aber jetzt wohnen nur wir zwei hier, nein, heiraten wollen wir nicht, wer heiratet heute schon noch, wir haben eine freie Beziehung und leben zusammen, so lange es uns gefällt, einen Erlaubnisschein brauchen wir dazu nicht, wir wohnen zusammen, aber jeder lebt sein eigenes, individuelles Leben, kein Zwang, keine gegenseitigen Beschränkungen. Kein familiäres Ambiente mit Eichenmöbeln und Einbauschränken, alles locker, leicht, funktionell.
Wer von den beiden dann mit dem anfing, was sie Verschönerung der Wohnung nannten, weiß ich nicht mehr. Aber ich erinnere mich noch genau an das erste Prunkstück, eine ausladende, hellbeige, in Karos gesteppte Ledercouch, die sich fremd fühlte, aber nicht lange, dann bekam sie einen passenden Couchtisch, edles Holz, glänzend poliert, und zwei passend lederbezogene Sessel beigestellt. Heide hatte geerbt, Martin eine gute Stelle mit der Aussicht, verbeamtet zu werden. Heides Haar umspielte jetzt halblang und gelockt ihr zartes Madonnengesicht, und Martin zierte eine kleiner, brauner, gepflegter Kinnbart, der sowohl seine Männlichkeit als auch seinen neuen Status unterstrich. Zugleich mit den weißen Stores und gerafften Übergardinen kam die Wohnwand, in der oben die juristischen Fachbücher aufgestellt wurden, in der Mitte ein paar Nippes, Reiseandenken, urlaubsmäßige Keramik aus Griechenland, kerzenhaltende Chiantiflaschen aus Italien, dazwischen ein silbergerahmtes Foto, Heide und Martin auf einem Kamel in Ägypten. Unten, neben dem eingebauten Barschrank, ein Dutzend Kochbücher, Italienisch kochen, Griechische Küche, Chinesische Küche, und daneben, dekorativ schräg aufgebaut, ein Stoß bunter Hefte, "Moderne Innnenarchitektur".
Sie heirateten, als die Einbauküche stand, kurz bevor das neue Schlafzimmer geliefert wurde. Nur so, wegen der Steuer, weißt du, nein, ändern wird sich nichts zwischen uns, wir bleiben unseren Grundsätzen treu, jeder lebt sein Leben, aber mit der Steuer ist es doch besser, wenn man verheiratet ist, und Martin ist ja jetzt Beamter, da gibt es viele Vorteile für Verheiratete, das sollte man sich doch nicht entgehen lassen, nein, keine große Hochzeit, nur schnell aufs Standesamt, und vielleicht ein kleines Essen danach, ein bißchen wollen wir schon feiern, vormittags heiraten und nachmittags ins Büro, das geht doch auch nicht, oder, ein bißchen feiern muß schon sein, auch wenn man es nicht ernst nimmt, und wir wollten dich bitten, ob du Heides Trauzeugin machen willst, irgendeinen Fremden von der Straße wollen wir doch nicht nehmen, schließlich heiratet man ja nur einmal, haha, und ein bißchen feierlich darf das schon sein, nicht wahr, du verstehst doch. Ich verstand, begleitete sie zum Standesamt, und wurde unerwartet von Rührung ergriffen.
Ein Blick auf die Armbanduhr, der kleine Zeiger hat noch nicht einmal zwei Striche zwischen den großen, arabischen Ziffern, der große noch nicht einmal eine Runde geschafft, trotzdem laufe ich zur Anzeigentafel, es könnte sich der verspätete Abflug ja verschoben haben, nach vorne. Aber die Anzeige hat sich nicht geändert, weder vor noch zurück, und ich setze mich auf einen Wartestuhl aus weißem Drahtgitter, zünde mir eine Zigarette an, das Rauchen wollte ich mir gerade abgewöhnen, als ich das Inserat mit dem Sonderflugangebot las. Nachdem ich gebucht hatte, lohnte sich die Strapaze nicht mehr. Jetzt ist mein Mund ganz bitter von allen Zigaretten die ich heute schon geraucht habe, und meine Zunge brennt.
Du isolierst dich zu sehr, tadelte Ursel vor einem Jahr, tatsächlich lebte ich, wie man sagt: zurückgezogen, ich zog mich zurück und in mich hinein. In Frankfurt kannte ich viele Leute, aber jetzt, auf dem gitternen Wartestuhl, fällt mir kein Name ein, erscheint kein Gesicht in meinem Gedächtnis, keine Stimme, kein Mensch, den ich anrufen könnte, möchte. Oder doch: Elli Beinlein fällt mir ein, der merkwürdige Name, aber kein Gesicht dazu, nur Kartoffelpuffer. Apfelwein und Kartoffelpuffer, das ware die kulinarische Ausstattung unserer Feten. Und dazu noch Klaus-Bernd, auch zu diesem Namen stellt sich kein Gesicht, aber eine warme, sonore Stimme ein. Ich liebte ihn eine Zeit lang, bis er Elke, die hochbeinige, makellos geschminkte und frisierte, tüchtige und immer fröhlich lachende Hotelfachfrau kennenlernte. Sie schliefen miteinander in meinem Bett, aber was machte das schon, schließlich war ich eine patente Frau, immer zuverlässig und hilfsbereit, ein Mordskerl, ein richtiger Kumpel, der nichts übel nahm, auf den man immer zählen konnte.
Freuen über einen Anruf von mir würde sich der kleine, stille Mann, der auch ein bisschen hinkt, auch eine kleine Glatze hat, eine Tonsur vorläufig nur, die sich aber mehr und mehr breit und rund macht auf seinem Hinterkopf, und der verbliebene Haarkranz, blond, spinnwebfein, wird auch immer dünner. Mein jahrelang treuer Verehrer, Anbeter; ein unglücklicher Nervtöter, ungeschickt vor allem was sein unerwartetes Auftauchen oder Anrufen bei mir betraf, immer im falschen Moment, immer störend, so daß er abgewimmelt werden musste, kurz abgefertigt, abgehängt. Trotzdem wurde ich ihn nicht los, glücklicherweise. Ich ging nie zu weit mit der Abweisung, immer nur an den Rand des Erträglichen f?r ihn, oder nur ein winziges Stück darüber hinaus. Ich brauchte ihn, er ist er einzige Mensch, der mich rundum gut findet, schön, interessant, begehrenswert. Er richtete mein Selbstbewußtsein auf, ich wuchs, wurde noch schöner, noch besser, hochinteressant in seiner Gegenwart, ich erzählte Witziges, gab, mir selbst erstaunt zuhörend, abenteuerliche Geschichten aus meinem Leben wieder, genoss vor seinen anbetenden Augen, geduldigen Ohren mein forsches Auftreten, meine schlagenden Antworten. Voll aufgebaut fand ich ihn dann doppelt langweilig, penetrant, meiner nicht würdig.
Gerade jetzt könnte ich etwas Aufrichtung gut gebrauchen, könnte mich ein kleiner Trost bis tief ins Herz erreichen. Aber heute, vor diesem Flug, nur, weil ich warten muß, will ich ihn nicht noch ein letztes Mal mißbrauchen, da bin ich abergläubisch, die Rache des Schicksals, die Strafe des Himmels fürchtend. Hallo, Franz? Nein. Sogar sein Name ist abscheulich. Er spielt Klavier, mit viel Pedal.
Endlich der Aufruf. Die Passagiere des Mewseas Sonderfluges 942 werden gebeten. Schweigend sammeln wir uns, laufen, zum ersten Mal zusammen, eine Gruppe Gleichgesinnter, durch die Gänge. Müde, mutlose Frauen mit hängenden Schultern. Weißhaarige Männer mit verriegelten Gesichtern, fest zusammengepreßten Mündern.
Ein fest verschlossener Eisenriegel: "Darüber möchte ich nicht sprechen." Die barsche, drohende Stimme, die halb zusammengekniffenen Augen, die mich straften, wie ein störrisches, allzu neugieriges Kind. Die Worte landeten wie harte Schläge auf meinem Magen, schnitten mir die Luft ab, verteilten sich vom Solarplexus aus strahlenförmig über meinem Körper und lähmten ihn Stück um Stück. Ich spürte mein Gesicht zerfallen, die Mundwinkel sich senken, die Augen matt werden, und konnte nichts dagegen tun. Alles musste ungesagt bleiben. Distanziert bleiben, keine Vertrautheit aufkommen lassen, nichts Verbindendes.
Zuvor lagen wir beieinander, nebeneinander, aufeinander, ineinander, einer genoss des anderen Lust wie die eigene, wir bejubelten den Aufruhr unserer Körper, ihren übereinstimmenden Rhythmus, die Spannung, die Lösung. Und dann wieder diese Fremdheit, die der korrekt Bekleidete beim starken, schwarzen Kaffee, beim Rauch der Zigaretten sorgsam aufbaute, Die Schläge.
Ausführlich Gerede über Nichtigkeiten. Über den Zustand seines Autokühlers und Zylinderkopfes etwa, über die neue Freundin eines Freundes, den Erfolg der uns bekannten Pianistin, das Pech eines Bekannten mit seinem neuen Wagen, das Wetter in den vergangenen Wochen, gestern, morgen, in der Stadt, in den Bergen. Mitten im Satz stand er auf, räumte die Tassen und den Aschenbecher in die Küche, und verschwand. So unerwartet, wie er gekommen war.

rodbertus
11.06.00, 10:45
Howah, Spatz, was erwartest Du: Textarbeit, Meinungskundgebung, Weiterschreiben?


Ich stehe Dir für alles zur Verfügung. Ich denke, Du möchtest eine Meinung. Doch da halte ich mich erst einmal zurück, um hier nicht immer den Vorsprecher zu mimen.

howah
11.06.00, 14:51
Was ich erwarte? Textarbeit nein, wäre eine unverschämte Zumutung (als Zumutung empfand es auch der Ordner, der streikte, also blieb mir nix anderes übrig, als auf zwei zu verteilen.)
Meinung: gerne, wenn's beliebt.
Gegenleistung: ich verspreche, weder Teil II noch je wieder so was Langes zu schicken.

Pardone, pardone und extra schönen Gruß ausm Spatzenkäfig

Daphne
11.06.00, 20:29
Howah!


Das war sehr unfremd, was ich da las.
Ich merkte schon, dass es mich mitriss vom Handlungsablauf her, weils ähnlich die Gedanken mit mir trieben.
Hildeli, Heide, ja sogar der kleine, stille Mann, die sind mir ebenfalls begegnet, vom letzteren Eisenriegel ganz zu schweigen.
Die Absorbtion der Umwelt im Gedankenspiegel der Wahrnehmung, dieses Dazwischendenken mit all seinen Verknüpfungen hast Du prima geschildert.
Werd jetzt zum zweiten Teil schlendern


und sei dazwischen lieb gegrüsst!

aerolith
12.06.00, 08:24
Ich liebe lange Texte, und wenn Du sie ins Forum stellst, dann ist es keine Zumutung. Dann würde ich ihn sogar durchgehen. Keine Frage.
Nun, Du wolltest eine Meinung: Du schwankst zwischen beinahe hastigem Beschreiben und längerem Verweilen beim Detail. Geschnatter. Darin eine Spannung, die Du durch die Liebenswürdigkeit der Beschreibenden/Erzählenden überbrückst. Der Handlungsablauf ist eben nicht straff wiedergegeben, aber das liegt in der Sache selbst.


Das will sie doch gar nicht.


Warum dann aber die bisweilen festzustellende Hast?
Liebevoll ist der Text, sympathisch die Heldin, sehr sympathisch. Sie plaudert, und sie plaudert angenehm. Ich möchte betonen, daß ich nicht SCHWATZEN meine, nein plaudern resp. schnattern, also sie will etwas um einer Kommunikation willen mitteilen.
Wie Daphne werde auch ich jetzt zum zweiten Ordner schlendern. Mal sehen, ob mich da noch eine Überraschung erwartet.

Im unteren Teil hätte ich mir einen kleinen Aufbruch der Erzählhaltung gewünscht; diesem blöden Mann müßte etwas Außergewöhnliches passieren.

Daphne, was ist der Unterschied zwischen "unfremd" und "bekannt"?


Ja, scheint eine gelungene Adaption ungelungenen Abhebens zu sein. Zwischen Himmel und Erde schwebend, verliert deine Beschreibung nie den Bioss, will heißen den Wirklichkeitsbezug. Im Gegenteil nach anfänglicher Klischeeisierung des Umfelds, ja Beliebigkeit, kommst du allmählich in Schwung. Dennoch würde ich im ersten Teil so manchen Satz streichen, da ist mir eben doch das ein oder andere Unnötige drin.

Daphne
13.06.00, 10:34
der Unterschied ist eine kleine Gemeinsamkeit.
Ein Unfremdes kann zwar genauso bekannt sein wie Fremdes, weil bekannt von Kennen her alles impliziert, was in uns einmal gewirkt, obs als körpereigen oder körperfremd assoziiert wird, is egal, da is ja das Verstehen für zuständig, dass Fremdes bekannt zu machen imstande sein kann.
Also unfremd ist insofern bekannt, als das der Sinn sich verarbeitend in den Synapsen der Erinnerung miteinverleibend trägt.
In diesem Kontext ist unfremd gleich bekannt. Es gibt aber noch andre Formeln, wo unfremd gleich unbekannt ist oder fremd bekannt ist. Kommt halt drauf an, welche Worte du wie logarythmisch ausrechnest.

howah
13.06.00, 12:40
Vielen Dank Daphne, Ed


Daphne, Dein "Dazwischendenken" hat mir gefallen, das war auch meine Absicht. Was einem so alles so durch den Kopf geht in so einer Situation!


Ed, zuerst ein Protest: richtig ist zwar, dass im unteren Teil noch etwas passieren sollte, aber nichts "Außergewöhnliches" mit dem "blöden Mann"; zumindest nichts Böses, ganz einfach deshalb, weil solchen Typen nichts Böses geschieht; ich denke auch sonst nichts Überraschendes (Chaos?), bzw. weil sie es nicht wahrzunehmen sondern wegschieben.
Daphne, was meinst Du dazu??


Ed, richtig, da kann einiges weg (ich darf löschen!), ein Teil ist schon weg.


Recht schöne Grüße Euch.

Daphne
13.06.00, 16:33
Daphne, was meinst Du dazu??




Dieser Typ, also so?n ****** wo der da redet, da denk ich doch, dass der einfach begrenzt ist und mit seiner Unverbindlichkeit eine synapsenproduzierende Kommunikation meidet. Da kann ja nichts aussergewöhnliches passieren, aber Chaos! ja! ich wüsst auch schon wie :schreiben:
denn so monotonstereotyp is kein Mensch, dass man ihn nicht aus seiner eingeschweissten Fassung bringt? Natürlich nicht mit dem Erfolg einer seelischen Vereinigung, eher ein erfolgreicher Schnitt.
Howah, ich weiß, ich laber. Aber sowas indifferentes, ob bei Mann oder Frau, geht mir auf den Nerv. Hab lieber Heiss oder Kalt, no Laodicener.

Eulalie
14.06.00, 14:32
hallo howah,


uff, am bildschirm lesen ist ätzend!
aber, alleine, dass ich den ersten teil geschafft habe, zeigt, wie gut es mir insgesamt gefallen hat. ganz besonders die selbstgespräche - wen könnte sie anrufen? und was würde dann sein? sehr schön!
bei einigen beschreibungen, wie es wo aussieht oder wie wer aussieht, hab ich gemerkt, dass meine augen weiter wandern wollten, fand ich manchmal etwas langweilig.
ist vielleicht auch eher mein problem :hilfe:
so, gehe jetzt noch rüber zum abflug. bis gleich ;)