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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spiel mit dem Feuer



Paul
08.03.01, 21:07
Spiel mit dem Feuer


Du spielst mit dem Feuer,
gar lieblich Kind, und
kannst es nicht lassen,
weil Dein Durst unstillbar,
Dein Sehnen grenzenlos... -


Du spielst mit dem Feuer,
gar lieblich Kind,
hell erflackert das Niemandsland und
nächtens sieht man Deine Silhouette ein
gar wildes Tänzchen wagen... -


Du spielst mit dem Feuer,
gar lieblich Kind,
forderst den Zoll wie das Tribut,
weil Wissen nur in der Transzendenz weilt,
alles andere ist Raum wie Traum... -


Du spielst mit dem Feuer,
gar lieblich Kind,
und solltest Du verbrennen,
kleiner, heiliger Schatz,
so liegts an Deiner Dreistigkeit, die bar jeglicher Angst... -


Du spielst mit dem Feuer,
gar lieblich Kind,
und tränkst die Blumen mit Tränen,
die alt schon, alt wie der Tag,
der ewig funkelt wie Musik... -


Du spielst mit dem Feuer,
gar lieblich Kind,
der Wind ist Dir Nahrung,
die Nacht Element und
Wasser, je tiefer... -

uisgeovid
08.03.01, 21:33
In der dritten Strophe ist mir "Transzendenz" in Kollokation mit "Wissen" ein wenig zu verkopft und zu wenig bildlich. Stört ein wenig den auch den ansonsten liedhaft-beschwörenden Eindruck des Ganzen ... Könntest Du da nicht noch was machen, denn ansonsten mag ich den Text!

aerolith
09.03.01, 09:03
Das Element NACHT ist Thema. Wohl weil das Äquinoctium ansteht?


Paulchen, versuchen wir Hölderlins Geburtstag ehern zu feiern. Suchen wir die Dichte des Ausdrucks im befreiten, vom Fremden befreiten Wort!


Ich bin gegen den dichterischen Gebrauch des Wortes T., es stößt mich in einen ungeratenen Sumpf; ein Weg aber ist doch wohl auch aus diesem nur zu suchen und nicht zu finden.


GRENZENLOS
ANGST
DREISTIGKEIT
TRAUM


sollten umschrieben und nicht genannt sein.

Paul
31.12.03, 01:01
blubb-blubb-blubb-
muß ich erst einmal aus den tiefen empor -
hat jemand gerufen?
hat jemand was gefragt?
nicht?
so welche antwort sollt ich hurtigst?
selbstinterpretation?
das übergeb ich ich meinem psychoanalytiker.
oder soll ich hausaufgaben machen.
wörter ersetzen.
die transzendenz vorweg.
im neuen jahr dann.
wohlan.
so viel schon itzt:
es ist mir eins meiner nahen.
meiner inneren.
meiner heiligen.
aufgeschnappt aus dem moor.
weit weit draussen.
man könnte auch wagen:
ich nur medium.
der sinn mir verschlossen.
nur ahnung wie feuer.
wagnis allemal.
tänzchen obendrein.
und lust.
reicht soweit?
wünsche gute verdauung und viele mosaiksteinchen aus dem letzten jahr, die ins neue eingepasst werden können und das bild wieder ein stück voran... :banana:

herzlich
pawel