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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Azrael III - zu neuen Ufern!



Ghosty
20.07.00, 21:17
Was war geschehen? Azrael erwachte aus einem heftigen Alptraum und erwachte in einem neuen. Die Erde hatte sich verdunkelt. Nur schwarz war die Welt und kein Licht am Horizont.
Doch da! Ein ferner Schimmer zeigte ihm den Weg und er befand sich urplötzlich in einem scheinbar anderem Universum, daß ihm neue Möglichkeiten zu versprechen schien und das Buch der Vergangenheit schloß.
Hier war er...bereit zu neuen Abenteuern und gewillt, alles zu tun, was ihm aufgetragen.
Welchen Weg würde man ihn gehen lassen...und wer würde man/frau in diesem neuen Universum sein...?

Bigvogel
21.07.00, 20:19
das waren freilich eher theoretische überlegungen. wie man weiß, verfügte azrael durchaus über einige humanoide bedürfnisse, deren befriedigung allerdings mehr als unsicher war. so konnte er sich kaum vorstellen, daß es in dieser welt hummer gab, an die er sich zwischenzeitlich doch sehr gewöhnt hatte. auch fehlten ihm einige jungautoren beiderlei geschlechts, die sich früher um ihn gekümmert hatten und immer wege fanden, ihm einen gewissen lebensstandard zu gewährleisten. um es deutlich zu sagen: azrael hatte heimweh nach litcaf und dachte ernsthaft darüber nach, bei wolfgang tischer um asyl nachzusuchen. aber erst einmal mußte er licht anmachen, es war grausam dunkel. er wußte noch, wie es vor langer zeit gott gemacht hatte und wiederholte den einfachen ritus: er stellt sich aufrecht hin, streckte die arme nach beiden seiten aus und sprach bedeutungsvoll die Worte: ES WERDE LICHT!
und es war ein rauschen um ihn in der luft wie von tausend flügeln. ehe er sich versah...

Pen
21.07.00, 23:41
..donnerte eine göttliche Stimme: "Dann drück doch den Schalter, Du Trottel!"
Azrael fühlte sich betrogen. Irgendwie hatte er sich das alles ganz anders vorgestellt. Romantischer. Besser. Bewegter. Geistvoller... Azrael gähnte und...

Bigvogel
22.07.00, 22:31
suchte den schalter. freilich hatte er seine zweifel, daß das die lösung des problems sein konnte. außerdem entsprach das wirklich nicht seinen vorstellungen von einem neuen universum, abgesehen von den entbehrungen, die zu tragen ihm auf unabsehbare zeit beschieden zu sein schien. als er den schalter gefunden hatte und drückte, tat sich erwartungsgemäß nichts. er resignierte vor der aufgabe. er hatte auch keine lust, mit dem göttlichen ritual von vorn zu beginnen und haderte, lauter als bisher, mit seinem schicksal. außerdem fühlte er, daß er allein war. das war eine völlig neue erfahrung für ihn und er überlegte, ob dem nichts positives abzugewinnen sei.
aber da gab es ja noch die stimme, die vorhin gedonnert hatte. also ...

Ghosty
22.07.00, 22:49
...war er doch nicht ganz alleine. Eine innere Stimme sagte ihm ständig das Wort "Romantik" ein und er vermutete, daß es die weibliche Stimme in seinem Echsenkörper sein mochte...


Als er aufsah, aufgeschreckt durch ein bekanntes, aber tief in seiner Erinnerung vergrabenes Geräusch, sah er sich an einer Straße stehen. Die Stadt, sowie die Straße waren ihm unbekannt und dennoch fühlte er sich heimisch. Es war ein wunderschöner Sommerabend, gerade warm genug, um draußen zu sitzen und einer Eingebung folgend schlurfte Azrael über die Straße auf ein kleines Restaurant zu. Er hatte Hunger und "Der kleine Italiener" lockte mit Wohlgerüchen und einer gemütlichen Terrasse, umgeben von einer Gitterwand, die von dichten Ranken bewachsen war. Er setzte sich an einen freien Tisch und blätterte die Karte durch, die vor ihm bereit lag.
Er entschied sich für Linguine ai frutti di mare und Lobster termidor...dazu einen gut gekühlten Vernaccia.
Azrael hatte zwar nicht die geringste Ahnung, wie der das bezahlen sollte, aber darüber machte er sich keine weiteren Gedanken - er hatte schon größere Probleme gelöst.
Nachdem er bei einer freundlichen, mittelalterlichen Blondine bestellt hatte, schloß er die Augen und lauschte dem Sound des Sommers.
"Darf ich mich zu Ihnen setzen?"
Er öffnete die Augen und sah vor sich eine atemberaubende Schönheit, die ihn vielsagend anlächelte.
"Selbstverständlich! Bitte sehr...!"
"Es ist sonst nicht meine Art...", säuselte die schöne Fremde, "...aber Sie strahlen irgendwie etwas Besonderes aus...!"
"Mein Gott! Sie kommen aber schnell zur Sache!"
Sie lachte auf: "Nein, wirklich, das habe ich sonst noch nie gemacht...aber Sie müssen zugeben, daß ein attraktiver Mann mit Schuppenhaut und langem Echsenschwanz nicht gerade üblich ist...oder?"
Sie lies langsam die Zunge über ihre feuerroten Lippen gleiten und Azrael bezweifelte, daß es sich nur um ein Befeuchten selbiger handelte...
"Darf ich Sie zum Essen einladen? Wo Sie nun schon mal hier sind...?"
"Aber gern...!"
Azrael lies sie auswählen und bestellte nach.
"Mein Name ist Azrael..."
"Welch' ungewöhnlicher und passender Name...!" flötete die Schöne.
"Ich heiße...

Pen
23.07.00, 14:21
"Marie Antoinette Exenmeuchel..". Sie blies sich eine Strähne ihrer Mähne aus dem Gesicht und fügte mit einem geradezu überdeterminierten Unterton hinzu "...aber Du darfst mich gerne Rotkäppchen nennen". Ihre grossen Augen strahlten geradezu vor Unschuld, wohingegen ihre rotgefärbten Lippen sinnlich süsses Wasser durch den Strohhalm sogen. Azraels Testosteronspiegel stieg. Sein Puls ward schneller. Seine Hirnwindungen pirouettierten. Er verschluckte einen Eiswürfel und hustete...

Ghosty
23.07.00, 21:46
...jetzt mußte er aufpassen. Es war ihm schon klar, daß hier das wahrscheinlich leidenschaftlichste Abenteuer seines bewegten Lebens lockte, doch störte ihn irgendetwas an ihrem Namen - es fiel ihm nur beim besten Willen nicht ein, was...!?!
Das Essen kam und für einen Moment war die Situation eine andere. Azrael schien zu erwachen und die Dinge klarer zu sehen...eben, als er einen deutlich warnenden Gedanken fassen wollte, verschwand die Bedienung wieder und die Marie Antoinette holte zum nächsten Schlag aus.
Sie schob erregend langsam eine Gabel Nudeln in den Mund, zog die leere Gabel noch langsamer heraus und hielt sie ihm hin: "...möchten Sie auch mal probieren, Azrael...?"

Bigvogel
24.07.00, 11:00
azrael war gewarnt. hatte sie ihn nicht soeben als attraktiven mann mit langem echsenschwanz und schuppenhaut bezeichnet? er hätte das gern überhört und der borniertheit einigen seiner übereifrigen autoren zugeschoben. ja, wenn sie auf seine schwimmflossen angespielt hätte! aber so! seine schuppen hatte er seit längerer zeit unter kontrolle, auch sein schwanz war eigentlich gut unter der hose verborgen ... andererseits war da etwas an ihr, was sein blut in wallung brachte und alle echsenthesen zu widerlegen schien, er spürte, wie es heiß durch seine adern ran.
und er hatte ein ungutes gefühl dabei. wo waren die zeiten, als er sich mit blondchen seinen harmlosen spielen hingeben konnte, als die sirenen ihn betörten und schautimmernuraufeinestelle ihn mit ihrer entwafnenden naivität becircte?

Pen
24.07.00, 12:22
..in seiner Nervosität trat Azrael versehentlich auf den Schalter und..

sid
24.07.00, 15:33
...fand sich auf der couch einer altbekannten mitautorin wieder. "mensch, azrael- was machst du für sachen" meinte diese. "endlich triffst du ein anbetungswürdiges meuchelwesen und denkst nur an blondchen? Dir ist wirklich nicht zu helfen". Azrael richtete sich betroffen auf- irgendwie hatte er sich eine psychositzung anders vorgestellt. "und was machen wir jetzt", fragte er hilflos. "nichts- ich knips dich wieder zurück und hoffe, dass dir deine männlichen mitschöpfer etwas mehr grips und phantasie mitgeben", schmunzelte die schreiberin und schickte azrael abermals ins dunkel...

Pen
24.07.00, 16:54
Die besagte Jungautorin entledigte sich ihrer Couch, sprach ein Gebet und sogeich er schien er - der Herr. "Ich will aber kein österreichischer Postbeamter mehr sein", sagte er. "Auch aus politischen Gründen nicht". "Na gut", erwiderte die Schreiberin: "dann sei halt ein italienischer Polizeibeamter!"


Schmollend nahm Gott die Gestalt des italienischen Oberinspektors Bruno Mimetti an. Er erschien im Strassencafe, stellte sich breitbeinig vor Marie Antoniette auf und fragte: "Dürfte ich bitte mal ihre Lizenz zum Meucheln sehen?" Marie-Antoniette errötete. "Wer wird denn gleich den Kopf verlieren" versuchte Mimetti die Schöne zu beruhigen, die wie ein aufgescheuchtes Huhn in Ihrer Krokodillederhandtasche zu wühlen begann. Azrael blickte auf. Irgendetwas beunruhigte ihn. Wenn er nur wüsste, was...


Marie-Antoniette hüstelte und reichte Mimetti einen leuchtendgrünen Schein, der mit den Worten "Lizenz zum Heucheln" überschrieben war. Azrael blickte noch irritierter. Mimetti noch strafender: "Na haben, wir da nicht etwas verwechselt..?"

sid
24.07.00, 17:19
Marie erhob sich anmutig von ihrem stühlchen, so dass mimetti nicht nur ihre ganze körpergrösse bewundern konnte. "soll ich es ihnen beweisen, signore mimetti", flötete sie gefährlich. Mimetti wurde ganz schwindling- schon alleine, wie sie seinen namen aussprach- mi-metti- mit offenem "e" und die ts warf sie beinahe entwürdigend lasziv in den raum das konnten nur wenige! und dann noch diese einsicht in ihr dekollete. Mimetti wusste, wenn er jetzt nicht ginge würde er den rest des lebens in der hölle schmoren, oder tat er das nicht bereits? Azrael inzwischen, war bereits so unkonzentriert, dass er beinahe vergass, seine echsenschwanzlänge kurz zu halten. Tja, und wie so häufig in unglaublichen situationen sollte eine kurzzeitige flucht ins bagno so manche klärung bringen...

Ghosty
24.07.00, 21:29
...als er zurück kam, waren der Inspettore und Madame de Meuchel noch immer dabei, Artigkeiten auszutauschen. Marie suchte verzweifelt ihren Ausweis der Mördergilde, der Italiener wollte ihn unbedingt haben...
Azrael langweilte sich und beschloß, einzugreifen.
"Entschuldigen Sie, Inspektor Colu....Mimetti...wäre es zuviel verlangt, wenn Sie diese Geschäftlichkeiten ein anderes Mal regeln? Wir hatten bisher ein wundervolles, nur zu therapeuthischen Zwecken unterbrochenes Abendessen und würden jetzt gerne diesen Abend...sagen wir...in Würde beschließen. Wenn Sie also so freundlich wären...!?"
Mimetti war verunsichert. Unter normalen Umständen hätte er diesem Echsengesicht die Meinung gesagt und ihn mit aufs Revier genommen. 'Sie haben das Recht, die Aussage...' lag ihm schon auf der Zunge, aber irgendetwas in Azrael' Stimme gefiel ihm nicht... ließ ihn seine Standardprozedur vergessen. "In Ordnung, Signore...?"
"Ja, Danke!...kommen Sie, meine Liebe...ich kenne einen gemütlichen Nachtclub...!"
Das war zwar schon mehr als gelogen, denn er wußte ja nicht einmal, wie dieses Kaff hieß, aber die kleine Unwahrheit erfüllte ihren Zweck und irgendwo würde es schon eine Bar geben...
"Sehr gern...!", hauchte sie in ihrer unnachahmlichen Art und sowohl Azrael, als auch der Inspektor standen wie verhext um den Tisch und starrten erst der davonschwebenden Meuchel-Marie und anschließend einander an.
Azrael erwachte wieder aus diesem seltsamen Zustand und eilte, einen nicht ehrlich gemeinten Wiedersehensgruß in Richtung Mimetti nuschelnd, hinter ihr her.
Alle Beteiligten wußten, daß dies nicht das letzte Zusammentreffen gewesen war...

Pen
24.07.00, 21:45
...Azrael und seine Schöne baten Wolfgang Tischer, ihnen aufzutischen. Widerwillig räumte er ihnen einen Platz in seinem neuen Forum ein, dass er zur Abschreckung ganz braun gestrichen hatte. "Aber nicht miteinander reden!" sagte er "ausser wenn es um Literatur geht natürlich." "Und das da auch nicht" fügte er mit einem strafenden Blick auf Azraels Finger hinzu, die sich unterdessen...

sid
24.07.00, 21:46
...was vermutlich eher dem krampfhaften glauben schwacher seelen an die wiederholbarkeit- magischer- momente -im leben entsprungen sein dürfte. mit wissen hatte es wohl kaum zu tun. Nun, das sei dahingestellt und kann unbeantwortet stehen bleiben. tatsache war jedenfalls, dass azrael sich beim verlassen des italienischen restaurants seinen schwanz kläglich bei der kleinen, leicht vergammelten tür einklemmte und aufgrund dieses kurzen zeitverlustes marie-antoinette von und zu meuchel aus den augen verlor...

Pen
24.07.00, 21:59
..und sie darauf im LC wiederfand, wohin sie von einer vorübergehend orientierungslosen Jungautorin mit einer ordentlichen Portion schlechten Gewissens verschleppt worden war..
Azrael zögerte. Wohin sollte er sich wenden?
Zu den alten Hasen? Oder zu den jungen, die unentwegt hoppelten und dabei alle herumliegenden Erdbeeren anknabberten?
Unter die Fittiche jenes Tischleindeckdichs, das schon mehr als einmal in einen Anfall Beleidigtenleberwurstdaseins alle Pforten seines L-kaffs fest verschlossen hatte?
Ja, das sogar seinen Namen gewechselt hatte, und hinfort von allen nur noch mit den Worten "Mein Gott Walter" angesprochen zu werden verlangte? Wo doch jeder eifrige Leser wusste, dass Gott in wirklichkeit Mimetti hiess und ihm aufgrund seiner göttlichen Fügung schon sehr bald wieder begegenen würde?

Ghosty
24.07.00, 22:05
Azrael überlegte angestrengt und eine Stimme in ihm rief so etwas, wie "seßhaft werden...!"
War es ihm bestimmt, jedenfalls für eine unbestimmte Zeit, ein ganz normales Leben zu führen und vielleicht seine Memoiren zu schreiben? Wie lange würde es ihm vergönnt sein, in der alten Heimat aufgenommen und nicht von heute auf morgen wieder in den Abgrund der Finsternis gestürzt zu werden?
Azrael war unsicher...aber warum diese talentierte Jungautorin mit einem Hang zu österreichischen Beamten ein schlechtes Gewissen hatte, das war ihm nun nicht so klar...

Pen
24.07.00, 22:23
...mittlerweile hatte die Jungautorin schon seit mehreren Minuten aufgehört, ein schlechtes Gewissen zu haben. Sie verwendete die auf diese Weise frei gewordenen Energien, sich ihre roten Haare zu raufen und lauthals zu entrüsten:
"Ich habe gar keine Neigung zu österreichischen Beamten! Ich hasse sie vielmehr." Sie atmete tief durch. "Es war Gott. Gott wollte es wissen. Wie es ist. Wollte einmal in seinem Leben Briefmarken kleben... Ich bin doch nur sein Werkzeug!" Sie schluchzte. "Und begabt bin ich auch nicht", fügte sie hinzu, während sie ihr Arbeitswerkzeug zerrupfte, bis die Federn flogen...
Und überhaupt! "Ich komm hier gar nicht vor!" sagte sie dann noch. Und hetzte einen bissigen Maulwurf, den sie ganz zufällig in willis Kneipe gefunden hatte auf ihre Mitautoren.


Azrael...

sid
24.07.00, 22:32
...seßhaft werden......normales leben führen....von ferne drangen die gesprächsfetzen des nichtmüdewerdenden jung/mittel/altautoren an azraels ohrenöffnungen wie eine drohung. "mein gott" schrie er händeringend "das hab ich doch schon alles versucht und bin gescheitert, ich kanns zwar nicht beweisen, da dieser teil meines lebens irgendwie geschlossen wurde, trotzdem ist es wahr: ich bin für ein normales, seßhaftes leben, vielleicht auch noch mit blondchen (lebte sie überhaupt noch?) komplett ungeeignet!". Als azrael in so grosser verzweiflung zu versinken drohte, entschied er sich für einen kleinen ausriss- er würde auf die seite der autoren wechseln, nur für kurze zeit... wie war das möglich? Azrael war dieser, zugegebenermassen mehr als zweifelhafte, gedanke gekommen, als er, mitten in seiner verzweiflung, heiteres lachen von seinem trauerrand hörte. Als er neugierig nachsah, erblickte er eine seiner mitautorinnen, der vor lachen tränen in den augen standen. Verwundert fragte azrael: "wie kommst DU hierher? Das ist meine seite der geschichte!" "azrael, verzeih mir, lachte die schreiberin weiter, ich musste kurz flüchten- stell dir vor, ich hab einen hang zu österreichischen beamten plus schlechtem gewissen ...das is doch echt zum schiessen....

sid
24.07.00, 22:33
DAS DARF DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN! ich bin ständig zu langsam...grml...

Ghosty
24.07.00, 22:38
Azrael beschloß, sich wieder in seine Geschichte zu beamen...auf der schreibenden Seite schien es recht stressig zuzugehen...außerdem irritierte ihn das häufige Vorkommen österreichischer (Post-)Beamter...da bevorzugte er doch sein geruhsames Kathastrophendasein...
Also - wie sollte es nun weitergehen? Azrael wußte es - er mußte diese Marie wiederfinden...

sid
25.07.00, 14:00
Doch wie sollte er das bloss anstellen? Er wusste rein gar nichts von ihr. Sie war schlicht und einfach in sein leben geplatzt- niemand hatte ihn gewarnt, es wäre auch sinnlos gewesen. Zu perfekt war diese frau zu sehr erfüllte sie die illusionen der männer und träume der frauen. Marie war geradezu höllisch. Höllisch! Das wars! Azrael musste den teufel getroffen haben. Schon klar das dabei selbst gott mimetti ins schwitzen kam. Musste sich azrael nun in die hölle begeben um sie zu finden? Nein, das konnte es nicht sein. Es musste einen grund geben, warum marie auf erden wandelte. Wen wollte sie meucheln? Warum quälte sie azrael durch ihre abwesenheit? So in grübeleien versunken übersah azrael den laternenpfahl, der ihn unsanft in die wirklichkeit zurückholte. Benommen starrte dieser seinen widersacher an, als er ein verhuzzeltes plakat daran kleben sah: DRAGQUEEN KOMMT NACH ÖSTERREICH ! und darunter unverkennbar- marie! SEINE marie! Das konnte nicht sein- azrael blinzelte und las noch einmal- DRAGQUEEN KAM NACH ÖSTERREICH und kleingedruckt: aufgrund des einreiseverbots war die berühmte dragqueen marie-antoinette gezwungen ihren auftritt am diesjährigen fetischball in wien abzusagen, und ihre route nach paris zu verlegen... Erleichtert seufzte azrael, zum glück musste er nicht nach österreich, das hätte noch gefehlt, zu uninteressant war dieses land um noch länger strapaziert zu werden. Aber paris, ja, paris!....

Pen
25.07.00, 22:47
Azzi trat den Fusschalter, beamte sich auf den Eifelturm und suchte sein Glück, Marie und sein Portemonaie.
..dort stiess er auf Pen, die gerade ihr F suchte. Azrael wich erschrocken zurück, fiel über die Brüstung und landete inmitten einer Haufen junger, keinswegs unhässlicher Menschen, die merkwürdige Verrenkungen durchführten und dazu Hip Hop Musik hörten.
Azrael, der von Gott und seinen Autoren mit überdurchschnittlicher Intelligenz ausgestattet worden war, durchschaute rasch die Signifikanz der ihn umgebenden Muskelzuckungen. Er eruierte zwei Grundbotschaften, welche da lauteten 1. "Ich bin cool" und 2. "Ich will ficken". Diese erklärten jedoch nur rund 85% der durchwegs komplizierten Bewegungsabfolgen. Während ein differenziertes System von Armausstreck- und Winkbewegungen den Grad der Collness zu umschreiben schien und die heftigen Hüftschwungsakkaden keiner weiterer Erklärungen bedurften fand sich noch ein drittes Element: Das Treten auf der Stelle. Hier konnten zwei Varianten, nämlich das nervös-breitbeinige Hin- und Herwanken und das einbeinige Hin- und Herhüpfen unterschieden werden. Azrael musste seine (naheliegende) erste Interpretation verwerfen, nachdem er fünf voll funktionstüchtige WC-Container in unmittlebarer Nähe gesichtet hatte. Er erkannte...

Bigvogel
25.07.00, 23:18
daß die container nur zu touristischen zwecken aufgestellt worden waren und schlenderte über den trocadero, wo er sich in eine cinemathek zurückzog, um in ruhe über die verheißungsvollen botschaften der hip-hop-jünger nachzudenken. außerdem fiel ihm auf, daß er soeben vom eifelturm gestürzt war, ohne sich verletzungen zuzuziehen. instinktiv hatte er seine schwimmhäute gespreizt und sah den geglückten beweis erbracht, daß seine vorfahren flugechsen gewesen sein mußten.
er bezweifelte jedoch, daß diese erkenntnis ihm nützlich sein konnte bei seinen zwischenmenschlichen beziehungen, die er bezüglich marie anstrebte, die ihm gänzlich abhanden gekommen schien. er nahm ein taxi zum louvre, weil er marie für so gebildet hielt, daß nur dort der adäquate treffpunkt zwischen ihnen sein konnte. aus einem gefühl, daß aus seinem echsenschwanz zu kommen schien, begab er sich in die hellenistische abteilung, wo ...

Pen
26.07.00, 08:38
..wo er am Feigenblatt einer gut erhaltenenen Aphrodite herumnestelte. Und dabei eine höchst erstaunliche Entdeckung machte.
Azrael rang nach Luft. "Nein so etwas aber auch! Also wirklich! Also nein!"
Er suchte Trost bei der Joconde. "Warum grinst die bloss so?" fragte er sich. "Mona Lisa Nihon jin desu" erläuterte eine schlitzäugige Touristin. Aber Azrael wollte dieses einmalige europäische Kulturdenkmal nicht kampflos als zeremoniekundige Grünteetrinkerin identifizieren. Sicherlich gab es noch eine andere Erklärung? Hatte er ein derartiges Lächeln nicht schon irgendwo gesehen, fragte er sich, während er an der Porträts der 12 Kinder der österreichischen Landesmutter Maria Theresia vorbeispazierte. "Aber wo?" fragte er sich, als er vor dem Bild eines anmutigen Mädchens stehen blieb, das mit "Marie Antoniette, spätere Königin von Frankreich" unterschrieben war. "Ja wo nur.....

Bigvogel
26.07.00, 19:31
es war das selbstzufriedene lächeln einiger jungautorinnen, das azrael in den sinn kam. kein wunder, daß er so ziellos zwischen den welten herumgedotzt wurde. aber er hatte keine wahl, sein letzter versuch, sich von denselben zu emanzipieren war kläglich gescheitert. das mußte mal energisch mit gott besprochen werden, obwohl der alte herr lagsam etwas senil wurde und selbst nicht so recht wußte, was sich in seinem dominium abspielte. übrigens war marie auch nicht bei den alten griechen gewesen, aber er hatte noch mehrere feigenblätter gelüpfet und hatte mit den kleinasiatischen bildhauern noch ein hühnchen zu rupfen. aber jetzt war er erst mal in paris und fuhr ohne verzug mit der metro auf den monmatre, wo er direkt am pigalle herauskam. an der ecke stand bill ramsey und intonierte etwas von einer mausefalle, im übrigen liefen dort die absonderlichsten gestalten herum.
"hallo, süßer, willst du mal meinen schwanz anfassen?" sprache ihn eine derb geschminkte schöne an. azrael war verblüfft. sollte dieses wesen ebenfalls von echsenabstammung sein? "nun komm schon", sagte das wesen einladend. zögernd hängte sich azrael in den dargebotenen arm ein und ließ sich einige meter in die rue monmatre ziehen. allerdings ...

Pen
26.07.00, 21:08
...wurden all seine Hoffnungen übelst enttäuscht! Das sirenehafte Wesen war nämlich gar keine Echse. Und ausser ein paar angeklebten Schwanzfedern hatte es rein gar nichts zu bieten! Und die Farben war auch nur aufgemalt!
Azrael war so betrübt. "Woran glauben?" fragte er sich wieder einmal und immer und immer wieder. "An das hellenistische Ideal des Wahren Guten und Schönen?" Er gedachte Louvre's Aphrodite. Und suchte neue Lösungen. "Gott?" "Vergiss es!" meinte Mimetti, der für diese Worte in Paris erschienen war. Doch er hatte die Rechnung ohne seine Schöpfung gemacht: Azrael krallte sich mit beiden
Klauen tief in den Trenchcoat des Gesetzeshüters und und machte keinerlei Anstalten seinen Griff zu lockern. Auch nicht nachdem Mimetti ich höflich aber bestimmt darauf aufmerksam gemacht habe, dass er nun siebenundsiebzigmal "Gegrüsset seist Du Maria" sagen müsse, um vor anhaltenden und siedend heissen Höllenqualen bewahrt zu werden. "Maria?" fragte Azrael. "Wo ist Marie-Antoniette? Wo ist mein Engel?" Mimetti blickte sehr missbilligend drein und vergass vorübergehnd, dass er so vergesslich war, dass er alles vergass: "Maria ist kein Engel!" stellte er fest. "Sie ist vielmehr..."

Bigvogel
27.07.00, 18:33
der geneigte leser wird nie erfahren, wer maria war, jedenfalls nicht in dieser fortsetzung, es sei denn, einer der autoren verplapperte sich und verriet eins der bestgehüteten geheimnisse des fischerverlags. in diesem moment nämlich nahte sich eine kohorte von leichtgeschürzten und langbeinigen und mit gewaltigen hüten und zigarettenspitzen ausgestatteten zwittrigen wesen, die den bürgersteig nach einer androgynen echse absuchten und aufgeregt mit den wimpern klimperten. minelli, der die situation blitzartig erkannte, gelang es, azrael in den eingang einer picquerie zu ziehen und damit gewissermaßen zu retten, was aber azrael zuerst gar nicht begriff, ja von ihm geradezu als eine art störung mißverstanden wurde. die wesen klapperten mit ihren stöckelschuhen suchend über den bürgersteig und verloren sich in richtung place du tetre.
minetti lockerte seinen griff um azrael und sagte: "so". azrael war wieder einmal gerettet.

Pen
05.08.00, 10:05
allerdings konnte er diesen furchtbaren Anblick nicht vergessen. "Sie kommen wieder!" rief er aus. Mimetti nickte wissend. "Sie waren furchtbar und werden furchtbar sein". Mimetti nickte erneut. Er zwang Azrael den Pu-Erh Tee aus seiner Thermosflasche auszutrinken. Und zerrte ihn weiter. "Aber die Sommermode wird weniger schlimm" sagte er. "Azrael misste sich erbrechen. Wenigstens hatten die Couturiers in ihrem Revival der graunhaften 80er die Schulterpolster weggelassen. Wnigstens etwas, dachte Azrael.

Azrael verkraftete diesen gesellschaftlichen Trend zur Aufhebung des Geschlechtsunterschiedes nur mit grösster Mühe. Hermaphroditen befande er, waren anders als in Platos Gastmahlweniger Ausdruck der Vollkommenheit als vielmehr Unglücksraben oder "schräge Vögel".
Er entzündete eine Zigarette und sann ob der Geschlechtsidentität: Mann bleibt Mann da helfen keine Pillen. Eine Drag Quenn ist keine Frau, sondern eine Phantasie eines Mannes, der versucht eine Frau zu sein. Er zog und paffte. Er sann. Er rechnete. Mit allem. Aber nicht mit Blondchen. Jedoch war es gerade letztere, die plötzlich wie aus dem nichts materialisierte und empört auf seinen Glimmstengel wies. Blondchen geiferte und fauchte. Azrael war Asthmatiker und durfte nicht rauchen. Das wusste er und wusste sie. er tat es trotzdem. Das was das Ende ihrer Beziehung. Blondchen schluchzte. Alles andere hatte sie hirgendwie hinnehmen können. Aber das nicht. vielleicht waren sie sich nie wirklich nahe gewesen. Vielleicht war er zuoft gereist und hatte sich zu häufig verwandelt. Sie wusste es nicht. Es war aus. Sie heulte. Sie erpresste ihn noch mehr. Er war wütend. "Blondchen" sagte er: "misch Dich nicht in meine Autonomie" "Doch" sagte Blondchen. "Ich werde all das öffentlich machen, das niemand hören sollte" Azrael hörte sie nicht mehr. Er war...

Ghosty
05.08.00, 20:23
...wech!!!...befreit...!
Eine Zigarette - auf das Einfachste kommt man immer erst zum Schluß!


Da stand er nun mit seiner Freiheit, einem mißglückten Versuch in der Modebranche und keiner Ahnung, was er nun machen sollte.
Die Welt - nein, das ganze Universum - stand ihm offen und dennoch...
Er wünschte sich seltsamerweise, diesen komischen Q mal wieder zu sehen - er hatte zwar miese Manieren, aber oft gute unterhaltende Ideen.
Aber er ließ sich nicht blicken...!
Azrael entschied sich erstmal wieder für einen Urlaub. Er mußte nachdenken, brauchte Freiraum für das Wirrwarr in seinem Kopf. Er entschloß sich, wieder mal die Staaten zu besuchen.
Er fuhr an die französische Atlantikküste und sprang ins Wasser - er hatte schon lange nicht mehr seine amphibischen Eigenschaften genutzt.
Gemütlich überquerte er die stürmische See und landete bei Sonnenuntergang auf auf dem äußersten Zipfel von Cape Cod, wo er sich erst einmal an den Strand legte und die Ruhe genoß.
Er schlief ein und ein Traum formte sich...

Pen
05.08.00, 20:48
...ein Krankenhausbett mit einem Beatmungsgerät, in dem ein augemergelter Mann mit Schwimmhäuten an 7 verschiedenen Schläuchen hing. Eine Wiener Krankenschwester (blond!!) leerte gerade sein Harnsäckchen. Ihre Mundwinkel sanken nach unten als sie kurz und fachfauisch den Sitz seines Katheters überprüfte.
"So Herr Azrael, haben wir gepieselt?" fragte sie. Azrael nickte, und versuchte ein Minimum an Würde zu vermitteln, was ihm jedoch nicht gelang. Blondchen kam auf Besuch und brachte ihm eine Bonbonniere mit handgefertigten Pralinen, die liebevoll mit den Worten "selber schuld" verziert waren...

Ghosty
05.08.00, 20:52
"AAAAAAAAAAAhhhhhhhhhhh...!!!"


Azrael stand senkrecht am Strand und blickte wie eine gehetzte Eidechse nach links und rechts und griff in Panik an die Stelle, wo er den Katheter vermutete...
"Alles nur ein böser Traum...!" stellte er beruhigt fest. Er mußte hier weg...was essen...was trinken (vor allem!) und lief den Strand entlang auf der Suche nach einem angenehmen Restaurant.
Links sah er plötzlich ein beleuchtetes Schild vor einem großen Bau auftauchen..."Vienna Hospital"...er hüpfte instinktiv einen Schritt nach rechts und umging das Gebäude anschließend in einem großen, in wieder durch das Wasser führenden Bogen. Vielleicht sollte er doch lieber weiterschwimmen...!

Pen
05.08.00, 21:02
dachte er und stürzte sich in den Atlantik. Er schwamm und schwamm. Dabei stiess er auf Bill Clinton und ein paar amerikanische Kampfschwimmer, denen er schon in einem früheren Abenteuer begegnet war. Nachdem er die Leiche von Maos Witwe identifiziert hatte und einem chinesischen U-Boot im letzten Augenblick ausgewichen war, wurde er von einer heulenden Jungautorin nach Los Angeles verfrachtet, wo er auf Aki Kuramäki traf, der ihn geradewegs den Leningrad Cowboys vorstellte. Azrael bestrank sich besinnungslos und sank neben einem Haufen leerer Bierdosen erschöpft zusammen. Plötzlich erschien ihm ein Transvestit, der einen kleinen Brief zwischen den Zähnen und eine Rose hinter den Ohren trug. Das Meer rauschte...

Ghosty
05.08.00, 21:07
...und Azraels Kopf mit...!


Er öffnete den Brief und durch Nebelschwaden versuchte er, den Brief zu lesen. Das Rauschen in seinem Kopf schwoll zu einem gefährlichen Donnern an und er hatte Mühe, den Sinn des Briefes zu verstehen.
Er las ihn fünfmal und begriff endlich. Dies war eine Danksagung des Präsidenten für die Identifizierung von Maos Witwe und eine Einladung ins Weiße Haus, um die Ehrenmedaille des Kongresses entgegenzunehmen.
Azrael wünschte sich nichts sehnlicher, als eine Familienpackung Aspirin und die heulende Jungautorin, die ihn jetzt doch bitte nach Washington D.C. transferieren sollte.
M?glichst direkt ins Oval Office, da es um das Weiße Haus so gut wie nie einen vernünftigen Parkplatz gab...!

Pen
05.08.00, 21:17
doch da hatte er nicht mit dem abgrundtiefen Männerhass der heulenden Jungautorin gerechnet. Diese setze ihn geradezu zu Fleiss in einen klapprigen dubnkelroten Chevrolet und liess ihn fünf Mal das weisse Haus umkreisen, bis er schliesslich versuchte, seinen Wagen heimlich im Vorgarten zu parken. Das gab natürlich unheimlich Aerger. Und dann wollten die ihn gar nicht erst hineinlassen. Und hübsche Praktikantinnen gab es auch keine mehr! Irgendwann erbarmte sich eine pferdeschwänzige Rosszahnträgerin des kopfschmerzgeplagten Echsenmenschen und schleifte ihn ins Allerheiligste. Dort sassen Billy und Hilly und schlürften grünen Tee. "Störe ich?" fragte Azrael vorsichtig. "Aber nein", sagte Clinten "S i e stören überhaupt nicht" und sah Hillary mit einem vielsagenden Blick an. Sie verstand und verschwand. Clinton atmete erleichtert auf und bot Azrael eine Zigarre und eine rothaarige Nachtclubtänzerin an (die er beide im Schrank versteckt hatte). Azrael fragte vorsichtig nach einem Aspirin...

Ghosty
05.08.00, 21:26
Clinton fand das sehr ungewöhnlich, aber er hatte sich ja bereits ein ebensolches Bild von Azrael gemacht.
"Nun erzählen Sie doch mal von Ihren Abenteuern, Aziboy!"
Azrael war sich nicht sicher, ob er diesen Namen mochte, aber cool gab er zurück: "Sorry, Mr. Präsident, aber so lange sind sie nicht mehr im Amt!"
"Ja,..." sagte Billy nachdenklich..."da könnten Sie recht haben...! Aber dann erzähle ich Ihnen etwas...!"
Azrael horchte auf - was mochte nun kommen?
"Ich habe Sie nicht nur herkommen lassen, um Sie auszuzeichnen oder mit Aspirin zu füttern..." er machte eine rhetorische Pause.
Nach fünfzehn Minuten fühlte sich Azrael dann doch genötigt, die Pause zu unterbrechen..."Ja...und?"
"Ich dachte schon, Sie würden diese Pause nie unterbrechen! Wie auch immer - ich möchte Sie mit einer Mission betrauen, für die Sie der geeignete Kandidat sind."
"Aha!", sagte Azrael und tat so, als wäre er beeindruckt.
"Sie sollen die Beweise dafür finden, daß George W. Bush ein Außerirdischer ist und damit den Wahlkampf sabotieren!"
Azrael verstand - er hatte schon immer so etwas geahnt...
"Aber haben Sie dafür nicht den CIA, das FBI, die NSA, den Secret Service...die Nationalgarde...den Ku-Klux-Clan...?"
"Das wäre zu auffällig. Diese Operation muß diskret ablaufen. Sind Sie einverstanden? Sie erhalten alle Unterstützung, die Sie brauchen!"


Azrael dachte nach...

Pen
05.08.00, 21:55
Azrael räusperte sich. Er rang nach Luft, so lange ihn sein Asthma ringen liess. Dann räusperte er sich nochmals. Er wartete auf eine Eingebung. Es kam aber keine. Er sandte eine Stossgebett an Mimetti. Der war aber beschäftigt machte lieber Handschellenspiele mit zwei(fel)geschlechtlichen Geschöpfen. Maos Witwe war tot. Was blieb? Azrael dachte und dachte. Alles was er sehen konnte waren blonde Haare.
"Yeah" sagte er. "This mission, Mr. President" must be undertaken by a very bond woman. Accidently I know one (I have no former use of) and ..
Bill dachte nach. Eine Blondine. Wollte azrael ihm da tatsächlich sein abgelegtes Blondchen andrehen, von dem der Geheimdienst soviel berichtet hatte? Er zuckte mit den Achseln "Well.." murmelte er. "Actually I'm quite unwell and would very much like to have some aspirin" erwiderte Azrael. Bill zuckte erneut mit den Achseln und scheuchte ihn in ein entlegenes Winkelchen des ovalen Büros. Er lies Blondchen materialisiere und unterbreitete ihm seinen Vorschlag. Blondchen (die schon immer die intellektuellere von den beiden gewesen war) hielt den Pan des Präsidenten für nicht ganz so gerissen, wie es auf den ersten Blick den Anschein hatte.
"Aliens sind aus der Mode" sagte sie. "Dass er ausser Smilen nicht viel mit seinem Kopf anfangen kann ist bekannt.." sann sie weiter. "Ich habs! " sagte Blondchen: "Wir faken einen Gentest, demzufolgen Bush eine seltene und unbehandelbare Stoffwechselkrankheit hat, die langsam aber sicher das ganze Hirn zerfrisst..."
Clinton nickte. Er konnte grossbusigen Frauen einfach nichts abschlagen. "Wir könnten ja auch Katzen auf ihn hetzen?" wandte er vorsichtig ein..

Ghosty
05.08.00, 22:03
Azrael, der diese Unterhaltung mit gemischten Gefühlen verfolgt hatte, war sich zumindest sicher, daß Blondchen einen neuen Ernährer gefunden hatte. Bill würde das Hilly schon irgendwie klar machen.
Außerdem war er plötzlich froh, daß die Weltmacht USA demnächst nicht mehr von diesem Kennedy-Verschnitt regiert wurde.
Er verließ die beiden, die bereits an einem Gencocktail mixten und schlich sich an den Secret-Service-Kleiderschränken vorbei hinaus auf die Pennsylvannia Avenue.
Was nun? Sollte er noch auf einen Sprung in Arlington vorbeischauen und JFK guten Tag sagen?
Nein - er war in gewisser Weise deprimiert - wußte aber beim besten Willen nicht, wieso!
Er suchte sich ein kleines Bed&Breakfast außerhalb von Washington und wollte nun erst einmal über alles Geschehene in Ruhe nachdenken.
...und die Ehrenmedaille hatte er nun auch nicht bekommen...!

Pen
05.08.00, 22:11
Und dann regnete es auch noch! Azrael wurde nass und nässer. Seine Stimmung passte sich zunehmend der Farbe des Himmels an. Kein Glaube. Kein Ziel. Kein Bett. Kein Frühstück...Zum Glück führte Azrael eine erdadaptierter Minitiaturausgabe des Hitchhikers Guide through the galaxys" mit sich herum, in dem er die Adresse einer kleinen Frühstückspension fand. Er lenkte sein Cabriolet mit dem klemmenden Dach in die richtige Richtung, stieg aus und trat ein und bewunderte den immensen Buckel des Butlers, der ihn sein Zimmer zuwies. Er passierte ein gerahmtes Plakat "Meucheln leicht gemacht" , zwei Spiegel und eine leicht spooky anmutende Ahnengalerie, bevor er schliesslich erschöpft in sein Bett sank und...

Ghosty
05.08.00, 22:56
...träumte, er sei Arthur Dent, dem gerade das Haus abgerissen wird.
Zaphod Beeblebrox erschien mit zwei Köpfen von Blondchen und schon war Azrael wieder wach...


So wurde das nie etwas mit einem erholsamen Schlaf. Er griff in die Hausbar, entnahm ihr eine kleine Flasche ohne Aufschrift, deren Inhalt jedoch seltsamerweise zu dampfen anfing, als er sie in ein Glas schüttete.
Das Gebräu schmeckte seltsam - aber nicht schlecht und Azrael fiel wieder in einen tiefen Schlaf.Nun erschien ihm Herman von den Munsters und lud ihn zu einem Friedhofsbesuch ein. Dort traf er den lange verschollenen Flaschengeist wieder und einem Grab entstieg eine Mumie, die ihre Bandagen vom Kopf wickelte. Darunter kam das grinsende Gesicht von Blondchen hervor....


Azrael war wieder wach und stand senkrecht im Bett....das konnte ja prima werden...Schlaflosigkeit bis in Ewigkeit...!

Pen
06.08.00, 09:18
Als die Ringe unter seinen Augen immer tiefer wurden, als alle Hopfen- Baldrian und Passionsblumextrakte sich als völlig wirkungslos erwiesen hatten, erkannte Azrael, dass Hopfen und Malz verloren waren. Er wusste nicht mehr weiter. Er hustete. Er halluzinierte. Er las Stephen Kings Novelle "Insoomnia" und begann seinerseits, langsam leuchtende Energiefelder um seine Mitmenschen wahrzunehmen. Was ist entspannender als eine goldenglänzende Aura! Was irritierender, als neben einer ältlichen Dame mit schwarzgefleckter Dunkelgiftgrünenergiehülle im Bus zu fahren!

Ghosty
06.08.00, 09:34
...von solcherlei Gedanken geplagt bekam Azrael Hunger! Er schlich am Portier vorbei in die Hotelküche und fraß sich durch den Kühlschrank. Danach war ihm leicht schlecht und es gelüstete ihn nach einem Spaziergang durch die kühle klare Nachtluft.
In das Hotel wollte er eh nicht mehr zurückkehren - wozu auch - und so lief und lief und lief er immer weiter und die Bilder der letzten Monate flogen wie Stechmücken durch seinen Kopf und hinterließen auch tatsächlich schmerzhafte Beulen. Seine Seele schien ihm eine Mischung aus schwarzen Löchern und kleinen Pest-Beulen zu sein. Zwischen beidem kein Zusammenhang und doch am Ende beides Ausdruck absoluter Vernichtung. Das war er, das war Azrael.
Er seufzte. Was konnte ihn in dieser Verlorenheit nun noch retten. Blondchen sicher nicht. Diese Haß-Liebe, die er für sie empfand, schien im keine Basis zu sein. Ein Therapeut? Was konnte der ihm schon sagen, außer: "Sie sind eine Amphibie mit einer seelischen Krise, erzählen Sie mir von Ihrer Mutter...!" Neinnein...das mußte er sich nicht antun - außerdem kannte er seine Mutter gar nicht!
Er konnte sich nur selbst retten!
Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Q, oder der Geist, oder die talentierte eidgenössische Jungautorin! Vielleicht auch Gott, aber Azrael wollte nicht zuviel erwarten. Außerdem schien ihm der alte Herr bei seinem letzten Besuch schon selbst genug emotionale Probleme zu haben...

Pen
06.08.00, 11:15
Hilflos faltete Azrael die Hände über seinen knurrenden Magen. Zum Glück hatte eine Jungautorin an anderer Stelle Pizza gebacken, mit der sie ihre Kreatur nun leibevoll fütterte, um den Mangel an anderen Zuwendungen auszugleichen. Dann liess sie Q erscheinen, der Azrael ein laserbestücktes Schweizermesser schenkte, das noch leistungsfähiger war als jenes, das er damals auf der spanischen Galeone gefunden hatte. Mit dem Laser konnte man nämlich höchst wirkungsvoll Stossgebete in den Himmel schreiben. Und das war eh das einzige, was Azrael noch übrigblieb. Leider wurden seine Stossgebete jedoch von einem intergalaktischen Psychiater (eben jenem, der auch die Poesie der Vogonen zu ihren fürchterlichen Blüten angestachelt hatte) erhört. Dieser war nicht bereit, ein zahlungsfähiges Opfer mit den Worten "Erzählen Sie mir von Ihrer Mutter" abzuspeisen. er wollte mehr. Er versetzte den insomniegeplagten Protagonisten unter Hypnose. Azrael regridierte. Er war eine Eidechse. Er wurde geküsst. Er ward zum bis an die Zähne bewaffeneten Söldner. Er eilte durch die Kontinenete, den Weltraum und das LC, wo er auf WT traf, der seine Vergangenheit einfach herzloa ausgelöscht hatte, ohne sie auf CD zu brennen. Er stolperte über Maulwürfe, rang mit Gottt und Jungautoren, seufzte, durchlebte seine Träume, sein Gedächtnis, und seinen Hummerhunger neu. Alles war gleich. Alles war anders. Der Psychiater nickte zufrieden und weckte seinen schläfrigen Patienten. "Und?" fragte er, nachdem er Azrael zum besseren Verständnis einen Babelfisch überreicht hatte. "Und?" fragte Azrael. "Was wollen jetzt Sie noch von mir?" Ihr laserlastiges Taschenmesser sagte der Psychiater und streckte seine Hand aus. Azrael...

Ghosty
06.08.00, 11:22
...gab es ihm. "Verbrecher", dachte er laut und machte sich auf den Heimweg. Alle gleich, diese Psychofritzen, fluchte er unaufhörlich vor sich hin.
Unterwegs begegnete ihm der Geist und munterte ihn auf: "Verzage nicht, Azrael, denn auch wenn WT Dich gelöscht hat, ich habe noch die letzten sechs Kapitel in meiner Wunderflasche gesichert. So bleiben Deine Abenteuer der Nachwelt erhalten und Du brauchst Deine Memoiren nicht zu schreiben."
Mit diesen Worten verschwand der Geist und Azrael überlegte, ob ihn das nun wirklich getröstet hatte.
Er ging weiter und weiter und kam schließlich wieder ans Meer.
Nostalgie machte sich in ihm breit...von hier war er gekommen und hierhin sollte er vielleicht auch wieder zurückkehren. In der Tiefe des Meeres mochte es ruhiger zugehen und so sprang er hinein...und tauchte immer tiefer...

Pen
06.08.00, 11:39
..er tauchte erst an der ligurischen Küste wieder auf, wo er andächtig den Liebesliedern der Walfische lauschte.
Dann macht er eine kurzen Abstecher in das kleine Nobeloertchen Portofino, das jedoch ausser einem Yachthafen, zwei hypereleganten Strandbädern und einigen Superluxusboutiquen wenig zu bieten hatte. Azreal erkannte in den Schaufenstern von Chanel, Louis Vuitton und Hermes mit grossem Schrecken eben jene grauenhafte Herbstmode wieder, vor der er gerade geflüchtet war. Dann traf er auch noch auf eine rothaarige Jungautorin, die zufrieden eine Erdbeerfruchtschale schlürfte und das Zeitkreuzworträtsel löste. Sie trug einen orangeschwarzkarierten Karorock! "Die neue Mode" erklärte sie achselzuckend und wendete sich fünf senkrecht zu "Wesen, dem man nach Möglichkeit nicht über den Weg laufen sollte, 8 Buchstaben, 2. x, letzter ein d. "Ist da noch frei?" fragte eine sympathische Stimme und Pen blickte auf einen braungebrannten schönnasigen Menschen mit ultrakurzen Haaren und elegant gerahmten Brillengläsern. Sie guckte so böse sie konnte und füllte nur mässig zufrieden die Buchstabenfolge "Exfreund" in die dafür vorgesehenen Kästchen. Derselbige zündete sich eine Zigarette an und sah die Schöne provozierend an. Sie ignorierte ihn. Er aschte versehentlich über ihr rechtes Handgelenk. Sie ignorierte ihn noch heftiger. Er hustete. Sie verlor die Geduld. "Herrgottsakradi, Kruzitürken, verflixtnochamoal" begrüsste Pen den Störenfried. Der schwenkte die weisse Fahne. Sie sah nur den weissen Rauch und damit rot.
"Kennen wir uns?" fragte sie bestimmt aber höflich und saugte nochmals an ihrem erfrischenden Erdbeergetränk. "Aehem, ja, man könnte meinen..." druckste er herum. "Schon gut" meinte Pen, wühlte in ihrer Handtasche, fand seinen Wohnungsschlüssel, und schob ihn in seine Richtung. Er fiel prompt zu Boden, was Pen aber nicht weiter zu bedauern schien. Sie beobachtete lieber die pathetisch anmutenden Snobs, die ihren Yachten entstiegen und ihre Statussymbole zur Schau trugen. Dann fiel ihr Blick auf Azrael. "Kill him" befahl sie ihrer Kreatur und blickte dem Echsenmann und unschuldig in die Augen. Dieser jedoch...

Ghosty
06.08.00, 11:50
...überlegte! Sollte dieses nächste Kapitel seiner Geschichte ihn zum Killer machen? So eine Art Stallone-Assassin? Ein Leon für Arme? Der Schakal, der eine Echse war?
Warum eigentlich nicht?
Er sah den Bürstenschnitt vor sich an, der erneut seine Asche über der Jungautorin verstreute und merkte plötzlich, daß ihm die Bedeutung des Wörtchens "Skrupel" entfallen war. Er setzte schon an, seinem Gegenüber das alte, schartige Messer an die Kehle zu setzen, das er noch von dem alten Schiff hatte, als plötzlich wieder der Geist auftauchte.
"Halt!!! Warte!!! Du bist hier in Portofino! Ist zwar ein langweiliger Ort mit viel zu viel Touristen, aber Du kannst nicht einfach die sauberen Straßen mit Blut beflecken. Das gibt eine Ordnungsstrafe!!!"
"Und was schlägst Du vor?" fragte Azrael ratlos.
"Ich lasse ihn einfach in meiner Flasche verschwinden! Dort gibt es noch ein kleines, unbewohntes Verlies. Ich lasse ihn dort für alle Zeiten bei fauligem Wasser und hartem Brot, während auf seinen Zellenwänden die Wirklichkeit als Film abläuft. Das ist eine viel bessere Strafe, als ihn einfach und kurz abzumurksen!"
Das gefiel Azrael und auch die rotmähnige Jungautorin fand das lustig - nur der Betroffene stand weiterhin nur da und verstand überhaupt nix von dem, was hier gerade ablief. Das war jedoch auch nicht mehr notwendig, denn einen Moment später löste er sich in Zigarettenrauch auf und die Flasche des Geistes sog ein ein.

Pen
06.08.00, 12:06
der Gefangene war überglücklich. Er fand sich in einer Phiole voller Qualm wieder, in der seine mitgebrachten Zigaretten nicht weiter auffielen. Entspannt rauchte er eine Zigarette nach der anderen (so weit sein heftiger asthmatischer Husten dieses zuliess) und fühlte sich ganz frei und autonom. Niemand redete ihn drein. Niemand beschnitt seine Freiheit. Er konnte tun und lassen, was er wirklich wollte, ohne durch irgendwelche Rücksichten oder vorwurfsvolle Blicke dabei eingeschränkt zu sein. "Wollte die mich doch allen Ernste ändern" befand er kopfschüttelnd "was glaubt die eigentlich" ich bin ein freier Mann. Marlboro Cowboy und er waren eine Person. Was sollte da diese merkwürdige Sprechblase: "Bob, I've got emphysema?" Warum ging dieser Verweis auf Krankheit nicht weg, wurde so kleine, wie es sich gehörte "Das Bundesgesundheitsministerium weist sie darauf hin.." Intelligent wie er von Natur aus war, versucht er dem hässlichen Bilde einfach auszuweichen, um in Ruhe weiterschloten zu können. Erst jetzt wurde ihm gewahr, dass seine Bewegungsfreiheit leicht bis sehr stark eingeschränkt war. Er war gar nicht frei! Er war vielmehr gefangen! In weiter Ferne konnte er seien Traumfrau vergnügt mit fremden Geistern flirten sehen. "Du müsstest doch einfach nur ein bisschen toleranter sein" versuchte er ihr zuzurufen. Aber seine Stimme schien nicht zu ihr durchzudringen. auch wirkte sie merkwürdig vergnügt und leuchtend. Wie begehrenswert sie doch war. Und das trotz der neuen Herbstmode! Azrael hatte sich unterdessen mit der Besatzung eines britischen Luxusliners angefreundet. Zufällig war Q ein Mitglied der Gästeliste und begrüsste Azrael mit einem offenen Lächeln. "Herzlichen Glückwunsch mein Lieber!" bemerkte er. Das haben Sie wieder meisterhaft gelöst! Während der Reinigungsdienst von Portofino eine unauffällig wirkende Flasche in den dafür vorgesehenen Altglascontainer entsorgte, wurde das Klirren derselbigen nur durch den Liebesgesang der Walfische übertönt. Der Ex war nun zwar wieder befreit, fand sich aber dort wieder, wo er immer schon hingehört hatte: In einem Müllhaufen! Zum Glück fand er ein wenig abgestandenes Bier in einer halbleeren Falsche, schlürfte diese zufrieden aus und versank in einen tiefen Schlummer, über den ihm die Entleerung seines Containers in eine riesige Müllkippe entging. Erst beim Erwachen musste er feststellen, dass die Altglascontainer nur zur Irreführung umweltbewusster Schweizer Touristen aufgestellt worden waren, während deren Inhalt keineswegs recycelt, sondern gemeinsam mit dem Hausmüll entsorgt und verbrannt wurde. Verbrannt??!
Q unterdessen...

Ghosty
06.08.00, 12:19
...amüsierte sich galaktisch! So kannte er die Menschen und er freute sich immer, wenn seine Vorurteile nicht enttäuscht wurden. Schließlich wollte er als Überwesen immer recht behalten.
Er lud Azrael zu einem pangalaktischen Donnergugler auf Zeti Alpha drei ein und fragte auch die hinreißende Rothaarige, ob sie mitkommen wolle. Sie zögerte einen Moment - war nicht sicher, ob sie mit der gegenwärtigen Herbstmode dort nicht misdressed war - entschied sich aber dann doch für den Sonntagsausflug und *schwupp*...waren die drei im Delta-Quadranten.
Sie gingen in das erstbeste Lokal, das zum Befremden der Jungautorin "Schweizer Garde" hieß und bestellten sich das Getränk, das der ehemalige galaktische Präsident Zapod B. berühmt gemacht hatte.
Sie sangen fröhlich alte Seemannslieder und amüsierten sich darüber, daß nichts deplazierter gewesen wäre als das.
Ein seltsames Elefantenwesen, das Azrael schon einmal in einem Starwars-Film gesehen und schon damals für dilettantisch gehalten hatte, näherte sich mit schweren Schritten und trompetete: Ihre Zimmer sind fertig!
"Noch näscht!", lallte Q überraschend menschlich..."...wir sind noch nicht fertig genug...!"
Die drei lachten hysterisch und erinnerten sich plötzlich, warum es nicht ratsam war, mehr als 12 der pangalaktischen Donnergurgler zu trinken...doch für diese Erkenntnis war es nun zu spät...!

Pen
06.08.00, 12:38
..Zum Glück stiess just in diesem Augenblick ein gewisser Arthur Dent auf die Gruppe und bekehrte sie zum evolutionär hochstehendsten Durstlöscher der Galaxien, zur Krönung der Schöpfung. Nicht nur um fünf Uhr. Nicht nur bei der Schweizer Garde. Schwarztee. Auch in diesem abgelegen Teil des Weltraums war es der Firma Lipton gelungen, ihre Vormachtstellung zu behalten und auszubauen. Nach diesem erfrischenden Zaubertrank gelang es den dreien, Haltung anzunehmen. Dies war auch bitter nötig, den in diesem Augenblick erschien die Empress, die sich aus den Star Wars Filmen in dieses politisch neutrale Refugium flüchten wollte. Zu Pens grosser Erleichterung trug sie einen grün silber karierten Maxirock mit Pelzbesatz und einen Muff aus schwarzschimmernden Kaninchenfell. Die Herrscherin erläuterte, ihr Reich werde von einem merkwürdigen, krebsartigen Leiden befallen. Ganze Landflecken gingen ihn Rauch auf und formten sich zu knollenartigen Erdschollwucherungen um, die nur gelbgrünlich schimmerndes Getreide ohne jeglichen Nährwert hervorbrachten. Und dann diese stakkatoartigen Erdbeben! Q erkannte rasch, dass zeitgleich mit dem Beginn dieser Katastrophe ein gewisses Fläschchen zerbrochen war.
War etwa ein asthmatischer Raucher in einem Paralleluniversum Schuld an dem Leiden im Reich der jungen Kaiserin? Wie konnte das Böse endgültig besiegt werden? Würde die intergalaktische WHO sich jemals den Beeinflussungen durch die Tabakindustrie entziehen können? Gab es kein Gesetz, dass kranken Menschen verbat, sich noch kränker zu machen? Sollte man auf all diese Fragen Nicht doch lieber einen pangalaktischen Donnergurgler trinken?

Ghosty
06.08.00, 12:48
...um weiteren ideologischen oder medizinischen Diskussionen aus dem Weg zu gehen, entschied sich unsere kleine Reisegruppe zu letzterem und keinem wäre der Gedanke gekommen, daß der Konsum von irdischen oder galaktischen Donnergurglern auch nicht den Gesundheitsempfehlungen der EU entsprochen hätte, wenn es denn solche gäbe und in diesem Teil der Galaxie sich überhaupt irgendjemand darum scherte, was ein winziges Gebiet, genannt Europa, auf einem unbedeutenden Planeten, genannt Erde in einem ganz unwesentlichen Sonnensystem überhaupt dazu zu sagen hatte.
Wie auch immer - die rothaarige Eidgenössin und Q hoben gerade zu Donnergurgler Nr. 24 an, während Azrael mal für kleinen Echsen mußte. Der Schwarztee wollte sich nicht halten.
Als er erleichtert zurückkam, lagen sich seine beiden Weggenossen in den Armen und nur das für den Donnergurgler typische Symptom des Armzuckens ließ darauf schließen, daß sie sich noch in diesem Teil des Universums befanden.
Schleunigst griff auch Azrael zu den reichlich mit Hieroglyphen verzierten Maßkrügen (er sollte erst viel später ihre Bedeutung erfahren: "Der Rat der galaktischen Torwächter teilt Ihnen mit: Alkohol kann die Bevölkerungsexplosion verhindern...!") um den Rückstand aufzuholen.
Kurze Zeit später lag auch er schlaff im Sessel und sein Arm zuckte...!

Pen
06.08.00, 16:35
...nachdem die drei Helden der Geschichte dermassen ausser Gefecht gesetzt waren, das sie definitv nichts mehr zur Bevölkerungsexplosion beitragen konnten (auch wenn sie das vielleicht gewollt hätten) wurden sie von der Firma Bauyer als zahlungskräftige Zielgruppe für den Verkauf von Kopfwehtabletten identifiziert. Diese Prognose sollte sich nur zu bald als richtig erweisen. Das Wort "Kater" ist definitiv zu harmlos, um die körpelichen Missempfindungen unserer Helden zu beschreiben. Aber sie hatten es ja gewusst. es war ja ihre eigene frei Entscheidung. "Freiheit ist eine Illusion" bemerkte Pen und nahm sich die Freiheit, wieder aus der Geschichte zu verschwinden.

sie überliss sich selbst ihrem Schicksal, und dieses verliess sie, aber das ist eine andere Geschichte...
Azrael hingegen gelobte Besserung. Nie wieder wollte er dem profanen Genuss des verlockenden intergalaktischen Donnergurglers frönen. Er schluckte eine Packung Aspirin, trank sieben Tassen Kaffee und begann, sich fast wieder frisch zu fühlen. Dann leistete ihn ein liebreizender Roboter mit dem Namen Marvin Gesellschaft und....

Ghosty
08.08.00, 18:15
...beide philosophierten über das Leben...:


"Weißt Du, Marvin, ich habe nun wirklich schon viel erlebt! Aber irgendwie weiß ich nicht, wohin das alles führen soll, was der Sinn meines Lebens ist...!" Azrael sah in die großen mechanischen Augen des manisch depressiven Roboters, der in üblich mürrischer Weise seine Weisheit zum besten gab:
"Leben? Ach, erzähl Du mir nichst vom Leben. Sieh diese Tür! Es ist ihr eine Freude, sich für Dich zu öffnen und ebenso freudig schließt sie sich wieder. Das nenne ich ein erfülltes Leben. Und ich? Ich - mit einem Gehirn von der Größe eines Planeten? Ich stehe hier und höre mir Deine profanen Fragen an. Das nenne ich Tragik".
Azrael war zu belustigt, um beleidigt zu sein. Jedoch fiel ihm die Therapeutin wieder ein und er war sich nun sicher, daß er seine Probleme und Fragen selbst lösen mußte.
Jedenfalls Roboter, Therapeuten und Blondinen würde er aus seinen Überlegungen streichen.
Sein Vater, der mächtige Bigvogel hatte auch schon lange nichts mehr zu seiner Entwicklung beigetragen und die talentierte Jungautorin schien sich mit ähnlichen Problemen herumzuschlagen. Der Geist stellte auch immer nur Fragen, statt seine zu beantworten und Q war eh nur der Unterhaltungschef. Aber ein bisschen Unterhaltung würde er jetzt durchaus schätzen und so ging er ins nächstbeste Programmkino und sah sich das Double Feature von Jurassic Park I + II an. Er fühlte eine seltsame Verbundenheit mit den Sauriern und in seiner gegenwärtigen Stimmung gefielen ihm die Saurier-reißt-Mensch-auseinander-Szenen besonders gut...

Bigvogel
10.08.00, 20:04
zwischwenzeitlich hatte sich azrael, einer einflüsterung bigvogels folgend, in eine virtuelle kneipe begeben, die einem gewissen ghosty gehörte, der auch schon mal an ihm rumgebastelt hatte. danach hatten sich beide in eine tour durch einige andere virtuelle und schlimmere kneipen begeben und liegen gerade am ufer eines blauen sees, wo manna vom himmel träufelt und engel hossianna singen. Azrael spreizt vorsichtig seine schwimmhäute und hält sie vor seine augen. bigvogel merkt noch garnix.

Pen
14.08.00, 17:43
da beginnt auch Azrael zu zweifeln. Welche wirklichkeit war wirklich. die seineige, oder die des grossen Vogels? Wer war real, wer virtuell? Kontne das Paradies etwas anderes als ein Wunschtraum sein? Azrael verbrannte seine Bibel und die seiner Autoren, wärmte sich am Lagerfeuer und versengte Bigvogel ein paar Federn. Dann machte er Bratkartoffeln und suchte nach einem Hummer. Plötzlich versank er in einen tiefen, erholsamen Schlaf. Er träumte von der Wiedereröffnung gewisser Geisterkneipen, die er während seiner ausgiebigen Sauftour mit bigvogel kennen und schätzen gelernt hatte. Von einer kleinen Klause in dem Odenwald, wo sich ein Teil seiner Autoren zu treffen schien, von Blondchen, das sich wieder einmal um sich selber drehte, und von Marie.Marie war fast an sich selbst und dieser Welt zerbrochen. Sie war zu zart. Ihre Feinnervigkeit liess nicht zu, dass dii grobe Aussenwelt stets nur auf ihr Gehänge schielte. Sie war Frau. Wahrhaft Frau, denn sie war eine Frau, die sich ein Mann erträumte.
Nachdem sei die Bank von Malaysia ausgeraubt hatte unterzog sie sich eienr Vaginoplastik und fühlte sich nun fast komplett. Es fehlte nur der Prinz im Bett. Der liess allerdings lange auf sich warten. Denn....

Ghosty
15.08.00, 10:58
...Azrael war nach seinen letzten Ausflügen in die Romantik zu verunsichert und wagte nicht die Selbstverwandlung in einen Prinzen (...obwohl dies seiner Geschichte durchaus eine interessante Wendung geben konnte...).
Er dachte darüber nach, doch wohl nur der Geist oder Q vermochten dies zu bewirken, doch beide ließen ihn bei dieser Entscheidung alleine...
Doch es gab auch Licht am Ende seines Lebenstunnels, denn er hörte von der Rückkehr eines bestimmten Wirtes und der Wiedereröffnung des Lokals, in dem er mit seinem Schöpfer so ausgelassene Stunden erlebt hatte. Dieser, so erfuhr er, hatte auch den - einstmals konsequenten - Geist bei einem Geheimtreffen im Odenwald davon überzeugt, wieder in sein Inn zurückzukehren.


So begab sich Azrael erstmal dorthin und genoß die belebende Wirkung eines doppelten Espresso und blickte auf den Himmel hinaus, der sich nicht entscheiden mochte, ob er nun Sonnenschein oder Regen bringen sollte.
...und Azrael sah sein Leben...

Pen
15.08.00, 18:13
beinahe rosig und versöhnt.
Das war bevor seine rothaarige Mitschöpferin in der Kneipe auftauchte, die Almdudlervorräte ausschöpfte, den glücklich wiedergefundenen Wirt zufrieden zuprostete und über die Grausamkeit der Welt im Allgemeinen und die der Raucher im besonderen zu jammern begann. Azrael gähnte und sehnte sich nach der friedvollen Ruhe eines 8000ers. er beschloss, sich Messners Expedition als Hilfs- und Hummerkoch anzuschliessen, und auf ein Sauerstoffgerät zu verzichten.

Ghosty
15.08.00, 19:15
...das jedoch war keine so gute Idee und Azrael dachte zerknirscht darüber nach, ob dieser Versuch, ihn umzubringen, der Phantasie einer rothaarigen Jungautorin in ihrer offen gezeigten Abneigung gegen die Smoker entsprungen sein mochte...
Während er also ächzend, aber tapfer hinter der Expedition durch den Schnee stapfte, fragte er sich voller Angst, welche Gletscherspalten seine Autoren weiter für ihn vorgesehen hatten: "Gehen denen denn nie die Ideen aus...?", fluchte er leise vor sich hin. Plötzlich entstand vor ihm im Schnee ein Wirbel, aus dem sich schnell ein Bild...ein Hologramm herausbildete. Bigvogel, Pen, Sid, Ghosty und einige andere strahlten ihn an und riefen fröhlich im Chor: "Nein!!!"

Pen
16.08.00, 18:44
dann erschien ein gigantischer Papierberg über der rothaarigen Jungautorin und liess ihr Bildnis mit einem leichten Seufzer in sich zusammensinken. Azrael atmete erleichtert auf: "eine weniger" dachte er, und nutzte den dramatischen Augenblick um sich kurzerhand abzuseilen: Er befestigte seinen Karabiner an einer Eisnase und versuchte, sich im Alleingang an der Steilwand hinunterzuhanteln. Allerdings unterlief ihm dabei ein dramatischer Fehler: Er zündete sich nämlich in einem Augenblick, in dem er sich weitgehend unbeobachtet wähnte, eine Zigarette an. Deren stinkigkratziger Giftqualm erweckte seine gefürchtete rothaarige Mitautorin zu neuem Leben, in welchem sie sogleich die wacklige Eisnase durch die aus dem Zigarettenglimmen folgende Lufterwärmung zum Schmelzen brachte. Es kam wie es kommen musste....

Ghosty
16.08.00, 19:16
...der Geist erschien...lässig eine Lucky rauchend blickte er auf den armen Azrael hinunter und schickte ein freundliches "...so nicht, Schätzchen!" in Richtung rothaarige eidgenössische Jungautorin!
Mit seinem kalten, rauchigen Atem ließ er die Eisnase wieder ihrem Namen gerecht werden und hob Azrael mit einem Lupfer auf den Gipfel.
"Und was soll ich nun hier?" fragte der Gerettete undankbar.
"Nun, mein Freund! Erstmal rauchen wir eine und überlegen gemeinsam, was wir als nächstes mit Dir anstellen...auf dem Gipfel wird's mit der Zeit ja auch langweilig...!"
Während die rotmilitante Antismokerin unter dem Gipfel wütende Blicke und Flüche nach oben schickte, kratzte sich Azrael am Hinterkopf.
"Naja...in der Wüste war ich noch nicht, aber..."
Plötzlich saß er im Sand! "...da wollt' ich auch nicht hin...!"
Er hörte noch das Lachen des Geistes, daß in einer Sandhose das Weite suchte und dann...war er alleine...mit Zigaretten...aber ohne Feuer!
Ach ja...Wasser hatte er auch keines...!

Pen
16.08.00, 20:51
"So ist es im Leben", dachte Azrael. "Nicht jeder, der wie ein Lebensqqualitätsetter aussieht, hält auch tatsächlich, was man sich von ihm verspricht." "Vor allen Dingen nicht wenn er eine Lucky Strike im Mundwinkel hängen hat!" ergänzte eine müde und überarbeitet klingende Stimme mit unüberhörbaren österreichischen Akzent. Azrael hielt sich beide Ohren zu und verhinderte auf diese Weise ein hilfreiches Eingreifen des Kriminalistengottes Bruno Mimetti, der noch einige Eigenschaften aus seiner letzen Inkarnation als österreichischer Postbeamter mit sich herumtrug, da er langsam alt und vergesslich wurde. "Ich hätte eh nicht an Dich geglaubt, Du alter Tattergreis", zischte Azrael aus trockener Kehle und versuchte eine Klapperschlange zu schlachten, da er von der heilsamen Wirkung des Schlangenbluts gelesen hatte und sich zumindest einen leicht durstlöschende Effekt erhoffte. Dieses Attentat auf ein schätzenswertes (und ausserordentlcih kommunikatives, da rasselfreudiges) Mitreptil konnte durch das gerade noch rechtzeitge Eintreffen eines Skorpions verhindert werden, der von Azrael aus Gründen akuter Hirndumpfheit bei ausgeprägter Dehydratation bedauerlicherweise als Hummer verkannt wurde....

Ghosty
16.08.00, 21:01
...doch hatte er endgültig die Schnauze voll von Hummer ohne Butter, weswegen er den Skorpion folgerichtig ignorierte. Was Stil doch alles bewirken konnte... http://www.vonwolkenstein.de/ubb/wink.gif


Klapperschlangen, Hummer...Azrael fragte sich verzweifelt, in welchem Winkel der Welt er wohl gelandet sein mochte, wenn so unterschiedliches Getier vereint im Sande kroch.
Doch selbst sein dumpfer Schädel erkannte klar: er brauchte Wasser...und Feuer!
Seinen Hunger bekämpfte er damit, daß er auf einer kalten Zigarette herumkaute, was ihm jedoch einen nervösen Magen und noch mehr Durst einbrachte.
So lief er weiter und immer weiter, bis er glaubte, vor sich eine Oase zu sehen.
Mit letzter Kraft schleppte er sich dorthin und staunte nicht schlecht, ein blankgeputztes Coca-Cola-Schild zu sehen. "...die sind auch wirklich überall...!" brachte er noch eben über seine aufgeplatzten Lippen und bestellte sich eine Coke on ice...er nahm einen tiefen Schluck und hatte, kurz bevor er ohnmächtig wurde, eine Vision. Hinter dem Thresen glaubte er Blondchen zu sehen, die dreckig grinsend und viel zu fröhlich sagte: "Das macht eintausend Dollar, mein Lieber...!"

Pen
16.08.00, 21:23
..Du mit Deiner Anspruchshaltung! schimpfte Azrael. "Du mit Deiner Eurocard" erwiderte die blonde Kellnerin. "Entweder sie haben eine..." Azrael bat um Feuer und probierte Visa. Dies misslang. Die Kippe war schon ziemlich aufgeweicht, als er auf die glorreiche Idee kam, seine beinahe vergessene Option auf eine Ehrenmedaille lässig-locker ins Gespräch zu werfen. Die Schankfrau liess jetzt Busen sehen, doch der war kleiner als bei Blondchen, weshalb folgte.. "Marie!" stöhnte Azrael "Ja Sie!". "So ein Zufall" antwortete die Barmaid........

Ghosty
18.08.00, 22:57
...diese Worte begleiteten Azrael in die endgültige Ohnmacht...


Er erwachte nach einem langen, erholsamen Schlaf und fühlte sich überraschend frisch.
Schnell war auch der Grund dafür klar: Sein Echsenkörper lag in einem wohl temperierten Whirlpool. Dieser befand sich in einem geräumigen Schwimmbad mit einem Fünfzig-Meter-Becken, sowie einer einladenden langen Bar.
An jener entdeckte Azrael Marie. Es war also kein Traum. Zwar war kein Anzeichen der Wüste zu erkennen, durch die er gekrochen war, aber er hatte in seinem bisherigen Leben gelernt, alles Schlechte klaglos zu ertragen und alles Gute hinzunehmen, wie es kam.
Er erhob sich aus dem Sprudelwasser und ging langsam zu Marie. Sie wandte ihm den Rücken zu, aber er war sicher, daß sie ihn gehört hatte.
"Was möchtest Du trinken, mein Lieber?"
Die Frage klang kühl und abweisend. Azrael wußte nicht so recht, was er von der Situation halten sollte, aber er hatte Durst und antwortete so cool, wie es ihm nur möglich war: "Martini Wodka...geschüttelt...nicht gerührt...!"
"Natürlich...!" sagte Marie, drehte sich um und bot ihm den flachen Kelch an.
"Du bist nicht zufällig hier gelandet, nicht wahr?" Ihre Stimme hatte einen wissenden Unterton, so, als wüßte sie ganz genau, warum er hier war.
Das allerdings hätte Azrael auch gerne gewußt...
"Nein...bin ich nicht!" log er, und legte wie zufällig eine Hand auf ihren Oberschenkel.
Er wünschte sich sehnlichst, das Drehbuch ausleihen zu können, von wem auch immer. Welcher dieser geisteskranken Autoren mochte ihm nun diese Szene wieder eingebrockt haben?
Und wer würde sie weiterschreiben. Er ahnte es schon...es war...


[Diese Nachricht wurde von Ghosty am 19. August 2000 editiert.]

Pen
19.08.00, 11:42
Pen. Diese war gerade bei der Arbeit eingetroffen und hatte beschlossen, nicht zu arbeiten, sondern viel mehr zu auszudrucken, einzupacken und wegzufahren. Aufgrund ihres akuten schlechten Gewissens hatte sie Erbarmen mit der Kreatur. Sie verschob die Enthüllung einiger unerfreulicher Details auf später, füllte Azrael mit MartiniWodka ab, und gab ihm kurz Gelegenheit, zu hoffen, dass seine Träume wahrgeworden wären. Azrael..

Ghosty
19.08.00, 11:46
...verharrte in der Szene, die bewegungslos auf die Einfälle einer Rothaarigen wartete.
Die Zeit stand still...

Pen
19.08.00, 12:15
..doch die Gucci-Uhr der Rothaarigen lief weiter. Pen hatte unterdessen auch einen Teil Azraels bewegter Geschichte ausgedruckt und fragte Ghosty, ob er ncoh Zeugnisse früherer AzraelInkarnationen besass und wenn ja, ob er ihr diese vielleicht bitte mailen könnte. Dann entsann sie sich wieder ihrer Pflichten als Mitautorin. Sie verdichtete die Wolken der Unwissenheit, die Azrael umgaben und tauschte mit Marie ein kurzes Flüstern aus. Marie war einverstanden. Der Plan stand. Die beiden Rothaarigen umarmten sich dermassen pseudosolidarisch-beinaheglücklich, wie es nur unter Frauen möglich ist. Sie versuchten alle etwaigen Rivalitätsgefühle zu vergessen, was zu Folge hatte, dass sie auf der Stelle ihren Plan vergassen, und Azrael nervös-kichernd entgegentraten...

Ghosty
19.08.00, 12:31
...während der Geist ein dickes Paket an Azrael-Vergangenheit auf den Weg geschickt hatte...


Ghosty fühlte sich einen kurzen Moment in Versuchung, das Schicksal von A. weiterzubestimmen - war dann aber doch zu neugierig darauf, was in der Phantasie von Marie&Pen stattfinden würde...

Pen
19.08.00, 12:36
..die ihrerseits auf seine Eingebung warteten...

Ghosty
19.08.00, 12:41
...und so kam es, wie es kommen mußte: Die Geschichte bekam einen leicht erotischen Touch...

Die beiden Damen schienen in eindeutiger Absicht Azraels Nähe zu suchen und er war auch durchaus nicht abgeneigt, diese Einladung anzunehmen...ein Gläschen Champagner im Whirlpool, ein nettes Echsenspiel, das die beiden sicher noch nicht kannten und vieles mehr, was Azraels Gedanken noch entspringen würde...
Doch dann gedachte er - nein: nicht Blondchen - sondern der Konsequenzen und außerdem traute er diesen beiden nicht so recht...was konnte einem Mann Schlimmeres passieren, als von zwei verbündeten Frauen, die vorher nicht allzuviel füreinander übrig gehabt hatten, nun möglicherweise reingelegt zu werden?
Er sah sich schon unter Wasser angekettet sein Leben aushauchen...als halbmenschliche Kroko-Tasche mit der Aufschrift Gucci...und es fiel ihm noch mehr ein...
Deshalb zögerte er noch, bis Marie plötzlich sagte...

Pen
19.08.00, 12:57
"Nicht Gucci! Armani!"
Diese vielleicht eher oberflächlich anmutende Aussage hatte zwei tiefgreifende Folgen:
1. Azrael vermutete zu Recht, dass Marie mit einem "Telepathor-ex" ausgestattet war.
2. Marie und Pen rissen sich gegenseitig rote Haare aus...

Ghosty
19.08.00, 13:01
...ganz Gentleman genoß und schwieg Azrael und gönnte sich an der Bar noch einen Martini Wodka...das einzige, was noch fehlte, dachte Azrael...war eine Schlammpfütze...aber auch so hatte die Rot-Schlacht ihren Reiz und er benannte sie in seiner Erinnerung "Unternehmen Barbarossa", auch wenn dies eine sehr freie Auslegung war...

Bigvogel
19.08.00, 13:53
und die beiden rothaarigen keifend einen solchen lärm machten, daß azrael nichts sehnlicher wünschte als dieses spektakel zu beenden. er konzentrierte sich auf seine amphibischen fähigkeiten, stürzte in den pool und trank das becken in einem langen zug aus. daraufhin rülpste er einige male vernehmlich und hatte das gefühl, sich doch irgendwie übernommen zu haben. dann spuckte er pen aus, die sich in einem seiner kiemen verfangen hatte und nahm ihr bei dieser gelegenheit ihre aktentasche weg, in der sich ein skript mit dem hoffnungsvollen titel "azrael 4" befand. erleichtert fand er in der aktentasche noch die schreiben einiger angesehener verlage, die unter dem betreff "azrael" ihr höfliches bedauern zum ausdruck brachten. irritierend fand er allerdings die lakonische mitteilung, daß er nicht in ihr verlagsprogramm passe. darüber dachte er längere zeit nach, bis ...

Pen
22.08.00, 17:15
er entdeckte, dass es hierbei weniger um ihn persönlich als vielmehr um Pens Abhandlung über das Liebesleben der Stubenfliege ging, in welcher sie zwei diametral entgegengesetzte Neigungen unterschied, nämlich die des Herumflatternwollens und die des Sichniederlassenmöchtens. Obwohl ihre Abhandlung ohne Zweifel sachlich richtig und auch wissenschaftlich gut untermauert war, so vermochte doch deren Ende (eine schläfrige Eidechse öffnet den Mund und frisst sämtliche Fliegen) die gestrengen Lektoren des Springer Verlags nicht ganz zu überzeugen.

Pen tauchte in der Folge unter (wobei sie jedoch Swimming Pools tunlichst zu vermeiden suchte) und wartete, bis ausreichend Gras über die Sache gewachsen war. Die Aktentasche jedoch überliess sie Azrael, der..

Ghosty
23.08.00, 20:52
...nicht so recht wußte, was er damit anfangen sollte...!
Auf der Tasche selbst war "Gucci" aufgeprägt und innen drin fand er nur einen kleinen Zettel, auf dem stand:


...und sie gehört doch mir!!!
Bigvogel


Azrael hatte schon im Schwimmbad das Gefühl gehabt, in einem frühen 007 gelandet zu sein und nun schien die Geschichte weiterzugehen...
War dies vielleicht eine geheime Botschaft des längst vergessen geglaubten KGB? Gehörte Pen in Wirklichkeit nicht zum "Club der Echsenfreunde", sondern war nur eine Reinkarnation von Ernest Stavro Blofeld?
Und war dieser komische Geist nichts anderes, als das berüchtigte "Phantom"?
Ihn verwirrte dies alles kolossal, jedoch versäumte er nicht, seine Beretta zurechtzurücken und sich lässig eine Zigarette aus dem silbernen Etui zu nehmen, das natürlich zusätzlich noch ein Springmesser, ein zwölfschüssiges Magazin mit Sprengmunition und einen Notfallschirm beinhaltete.
Sich so langsam in seiner Rolle wohlfühlend begab er sich nun in das Spielcasino "Le Zoc", das er rein zufällig direkt neben dem Schwimmbad entdeckt hatte.
Er gefiel sich außerordenlich in seinem Smoking und fragte sich gar nicht erst, woher der auf einmal gekommen war. Schließlich hatte Kain seine Frau auch nicht gefragt, ob sie aus einer Nachbarschöpfung gekommen war...
Er betrat souverän den wohlgefüllten Spielsaal und setzte sich an den freien Platz am Black Jack-Tisch - normal so selten, wie ein Parkplatz in der Innenstadt - und zauberte recht große Chips aus seiner Tasche. Er setzte fünfhundert und blickte der hübschen Croupesse in den Ausschnitt, der ihm seltsam vertraut vorkam...als sein Blick das Gesicht erreichte, erschrak er, denn es war...

Bigvogel
26.08.00, 17:52
ihm wohlbekannt aus einem früheren leben aus einer zeit, als einer im lc auf die idee gekommen war, eine geschichte namens "bandwurm" zu schreiben und in einem vollbesetzten omnibus durch die stadt fuhr. es war nämlich keine geringere als die busfahrerin (nein, reingefallen, nicht blondy!) die sich allerdings damals mit einer nebenrollen begnügte. umso mehr erstaunte es azrael, als sie nunmehr als croupeuse auftrat und ihn gewinnend anlächelte. es wäre gegen seine natur gegangen, wenn er nicht ebenso zurückgelächelt hätte und es ergab sich, daß sie just zu der zeit von einem übellaunigen kollegen abgelöst wurde.
bald darauf saßen die beiden an der bar und tranken caipinhiri, wo azrael auf die idee kam, demnächst mit ihr ghostys inn aufzusuchen und sie seinen autoren vorzustellen. dieser gedanke und der genossene caipinhiri machten ihn übermütig und ....

Pen
27.08.00, 16:32
beschwingt. Dazu kam noch die gute Musik in der Kneipe - kurz und gut - Azzi lies sich gehen.
Als er wieder zu sich kam, hatte er einen Kater, keine Aktentasche und kein Geld. Pens Gucci-Uhr (die zuvor auf diversen Umwegen in seine Hosentasche gewandert war) war auch verschwunden. Trotz ihrer latenten (und nicht ganz unbegründeten) Aggressionen erbarmte sich Pen seiner und schrieb ihm eine Schachtel Aspirin in die andere Hosentasche, welche ihn erstmals über das Schlimmste hinweghalf. Daraufhin zog sie sich kurz zurück über die Ungerechtigkeit der Welt im Allgemeinen, die der Männer und ihrer Exfreunde im besonderen, und die ihres aktuellsten Exfreundes im ganz besonderen, nachzusinnen und sich auszujammern. Währenddessen liess sie den armen Ex-Man Azrael in fiesen Flammen schmoren, Schwefeldämpfe einatmen und auch ansonsten in der Hölle braten. Das hätte er schliesslich verdient, befand die frustrierte Jungautorin, der zudem zur Zeit die Worte und Ideen nicht recht fliessen wollten, da sie sich mit sich und allen anderen in sehr erbitterten Kampf befand. Azrael ärgerte sich unterdessen, das Wasser aus dem Swimming-Pool so leichtfertig verscheludert zu haben, welches ihm in seiner aktuellen Lebenssituation vielleicht recht hilfreich hätte sein können. Pen sprach von Gerechtigkeit, von Reinigung, von Läuterung, kurz von der Besserung der Welt. Allerdings musste sie nach einigen Ueberlegen zugeben, dass ihre Methode sich schon im 17. Jahrhundert als völlig ineffizient bis kontraproduktiv erwiesen hatte und im 21. Jahrhundert zusätzlich noch reichlich antiquiert und altbacken erscheinen musste. so löschte sie denn schweren Herzens die Falmmen, schnappte sich Uhr und Aktentasche, und zog sich aus der Geschichte zurück, um an anderen Orte ausgiebig und genussvoll zu schmollen. Azrael...

Bigvogel
27.08.00, 16:58
kaute schwer an pens enthüllungen. war er hier als "exmann" bezeichnet worden, hatte er etwa in einer fortsetzung etwas verschlafen oder war die vorsilbe "ex" eine plumpe anspielung auf sein äußeres? außerdem war die busfahrerin sehr abrupt verschwunden, wobei er nicht wußte, ob sein dank pen wieder gebesserter zustand mit dieser oder gar mit pen selbst zu tun gehabt hatte. außerdem war er begierig, einen von pens exmännern kennen zu lernen, möglicherweise konnte er diesen einige tricks beibringen. alles in allem aber fühlte er sich im moment ausgesprochen leer.
da sah er, wie sich von ferne ein omnibus näherte. begierig sprang er auf diesen zu und ...

Ghosty
27.08.00, 20:10
...wurde prompt überrollt!


Als sich Azrael wieder aufrappelte, fiel ihm wieder ein, warum nicht nur rothaarige Jungautorinnen mit einer Haß-Liebe zu österreichischen Postbeamten nichts mehr von Beziehungen hielten...
Das Wort Ex-Freund ließ sich ohne Schwierigkeit durch Ex-Freundin oder Ex-Frau ersetzen...
Nun fing auch er einmal mehr an, über die Ungerechtigkeit der Welt nachzudenken, im Besonderen darüber, daß er kürzlich wieder einmal für etwas leiden mußte, was er gar nicht verursacht hatte...nur, weil eine, seiner Autorinnen Rachegefühle hatte...
Jaja...so war das...wahrscheinlich war er eben von dem Bus überrollt worden, weil ein anderer Autor gerade einen Unfall gehabt hatte...
War sein Leben nur ein Spiegelbild des Frustes, denn seine Schreiberlinge angesammelt hatten? War sein Leben nur ein "Rabattmarkenbuch" anderer Leute...er, der Prügelknabe für diejenigen, die in der anderen Welt lebten?
Mit diesem Gedanken schlich er in Ghosty's Inn, nickte dem gläserpolierenden Wirt zu und verkroch sich mit einer Flasche Strohrum und ein paar Streichhölzern in die hinterste Ecke...sollte dies das Ende sein...?

Robert
27.08.00, 22:59
Denn mit Azrael kam der Tod zu den Menschen, zeitigte sie, auf daß sie wurden zu Vergänglichem.
Und das Ende der Zeit wurde Not, wurde Befehl verfloßnen Irrens.

Pen
28.08.00, 07:31
Azrael kam bei den letzten Worten nicht ganz mit, verschüttete seinen Drink, und wendete seine Aurmerksamkeit den auf diese Weise verflossenen Spirituosen zu.
Im Hintergrund hörte er Pen abermals beteuern, sie möge österreichsiche Postbeamte eigentlich gar nicht. Und überhaupt sei das "Ex" in diesem ganz besonderen Fall eindeutig als verkürztes "Echs" zu erkennen gewesen.
Und noch überhaupter habe Azzi in den weit über 100 DIN-A-4 Seiten seiner bisherigen Existenz mehr als genug gesündigt..
Dann verstummte sie plötzlich, und reflektierte über die Auswirkungen ihrer katholischen Erziehung auf ihre heutige Existenz. Das liess Azrael etwas Luft und Spielraum. Er schnappte sich eine Netzwerkkarte und Pens Laptop, zog sich ins Nebenzimmer zurück und schrieb...

Bigvogel
31.08.00, 19:48
eine email an blondie, deren adresse sie ihm bei ihrem letzten treffen heimlich zugesteckt hatte.
die mail wurde ziemlich schwermütig, er kotzte alles aus sich heraus, was sich in den letzten wochen in ihm angesammelt hatte. so füllte er seite um seite, bis pens laptop plötzlich abstürzte. fassungslos starrte er auf den leeren bildschirm, wo plötzlich eine schrift auftauchte: "ihr system ist soeben zusammengebrochen, bei wiederholungen dieses vorgangs wenden sie sich bitte an den händler, bei dem sie ihr gerät erworben haben"
azrael schrie auf wie eine gepeinigte creatur, stürzte in den gastraum, sprang auf die theke und trat zwischen die gläser, die der wirt generalpoliert hatte, versenkte pens laptop im gläserspülbecken und sprang hinterher. als geübter schwimmer tauchte er durch den abfluß und hatte bald das offene meer erreicht. er wollte sein glück bei den reptilien suchen und konnte nicht mehr verstehen, was ihn zu den menschen getrieben hatte.

Pen
01.09.00, 14:41
..Azrael verfing sich in Pens Netzwerkkabel, riss sich los und einen Teil des Kabels mit sich mit, versenkte sich und schwamm. Er schwamm wie wahre Helden schwimmen, verbissen, enttäuscht und ein bisschen besoffen.
Er landete schliesslich auf den Galapagosinseln, flirtete mit einer attraktiven Leguanin und liess sich die Sonne auf sein kleines Bäuchlein scheinen. War dies das wahre Glück? "Es gibt kein Bier auf Hawaii" summte er zufrieden vor sich hin....

Ghosty
03.09.00, 19:37
...bevor er jedoch völlig der animalischen Schönheit erliegen konnte, dachte sich ein wohlbekannter Geist eine weitere Gemeinheit für den Topsider Azrael aus:


Er schickte ihn in die allseits bekannte "Lindenstraße"! Das einzige, was dieser Geist davon wußte war, daß jede Randgruppe der Welt in dieser Straße wohnte - also mußte auch Azrael dorthin.
Nun blieb der Ghostwriter jedoch mangels Kenntnis auf der Strecke und hoffte auf die Eingebung eines Mitautoren oder einer Mitautorin mit einer Affinität zu österreichischen Staatsbediensteten mit philatelistischer Neigung...

Bigvogel
06.09.00, 17:43
in den ordner spring, suchend umblick.
"hallo, verzeihung, ist hier die lindenstraße?"
vollbärtiger passant:
"ja, haben gesehen vorhin. ist da drüben in der kneipe, uozzo trinkend ..!
bigvogel, kneipentür aufreiß und schrei:
"AZRAEL!"
Azrael - mürrisch -
"du bist auch einer von den autoren! ich hab die nase voll von euch!"
Bigvogel: "Azrael, du hast den preis für den besten ordner im forum! das wollen wir feiern und noch einiges andere, der wirt hat eingeladen!"
Azrael: "na gut, zeig mir den weg ..."
bigvogel und azrael ab ...

Pen
06.09.00, 19:44
Pen (dunkle Ränder unter roten Augen):
"Ich will auch feiern!"
Azzi: "Mit Dir feire ich nicht. Du schreibst mir immer so böse Sachen!
Pen (dramatischhysterischschluchz)
"Keiner liebt mich! Keiner versteht mich!"
(AzraelscihabwendundGrappatrink)
Pen (nochunglücklicherseialsvorher)
Na warte! Wenn ich Dich wiederfinde! Ich schreibe Dich in...

Ghosty
06.09.00, 20:38
:klatschen:
"Komm' Azrael! Wir geh'n in meine Noch-Kneipe einen saufen!"
"Na gut, Geist! Nachdem Q mich schon verlassen hat, sauf' ich halt mit Dir!"


...und beide wankten ins "Inn" und griffen zur gerade bereitgestellten Endlos-Whiskey-Flasche...und luden denn doch noch die rotäugige und -haarige Jungautorin und Azraels Schöpfer mit ein...es sollte ein denkwürdiger Abend werden...
War dies wieder mal das (vorläufige) Ende von Azraels Geschichte...?

Bigvogel
08.09.00, 19:37
wahrscheinlich schlafen die irgendwo ihren rausch aus ...
macht nix, ihr verpaßt erst mal nix!

Pen
11.09.00, 09:26
*hämischneueabenteuerausdenk*

Bigvogel
11.09.00, 11:31
ja ja,
das wird ein furchtbares erwachen geben!
dann mach mal!

Pen
23.09.00, 15:09
*ganzfestnachdenk*
Also, das Allerschlimmste sind Doublebinds. (z.B. ein Ex, der einen ständig verliebt anschaut, und einem dazu erklärt, dass er keine Beziehung mehr will). Nun, das geht bei Azrael nicht so einfach: Blondchen hat diesen Effekt nicht mehr, Marie ist ins Drag Queen Milieu abgestürzt, Schautimmeraufeinestelle war eh nie ganz ernst zu nehmen, und Maos Witwe ist endgültig tot.
Was dann? Politische Verfolgung? Azrael in Afghanistan? Im aufrichtigen Kampf gegen die Taliban, die sämtliche Jack Daniels Falschen in seinem Handgepäck konfisziert hat?

Azrael wurde von Pen, die mittlerweile fliessend Arabisch sprach, aus den Klauen der Taliban gerettet, reanimiert, geküsst und verführt. Dann überliess sie den armen Helden wieder seinem traurigen Schicksal, welches wohl in einem anderen Literaturforum stattfinden würde...

Bigvogel
23.09.00, 17:24
andererseits verstand azrael durchaus, die ruhe zu nutzen und hing vorwiegend seinen gedanken nach, wenn er nicht gerade seine erfahrungen nutzte und die fortsetzung der apologie schrieb, die auch dieses mal nicht zu einem guten ende führte, was vor allem an der witwenverbrennung in indien lag. es fiel ihm schwer, nach so viel ereignissen in die jetztzeit zurückzufinden.

Pen
07.10.00, 12:01
Nun hatte Azrael in der Zwischenzeit tatsächlich ein Eigenleben entwickelt, das seine liebsbekümmerte Mitautorin nicht wenig irritierte. Wann war er in Indien gewesen? Warum hatte sie ihn dort bei ihren Yoga-Kurs nicht getroffen? Wer hatte wessen Witwe verbrannt und warum? Und was hatte ein geheimnisvoller beflügelter Literat mit der ganzen Sache zu tun? Warum war bigvogel registriert und sie nicht? Fragen über Fragen. Aber keine Antworten.

Pen fasste Azrael bei beiden Händen. "Das Gras" sagte sie "war hier auch nicht grüner"
"Reich mir die Hand mein Leben" erwiderte Azrael "komm ins LC mit mir".

Bigvogel
19.10.00, 19:32
azrael hatte natürlich schon längst mal ins lc reingeschaut und so war ihm nicht entgangen, daß dort - vermutlich durch eine emsige mitautorin - ein neuer ordner aufgemacht worden war, der seinen namen trug. das war etwas neues für ihn: sollte es möglich sein, gleichzeitig an zwei orten zu existieren? dieses problem erschöpfte ihn, so sehr es ihn auch faszinierte. eine neue qualität seiner existenz schien anzubrechen ... allerdings war das nur der anfang. allerorten schossen azraelordner aus dem boden. er hätte nichts gegen eine dominanten schizophrenie einzuwenden gehabt, aber jetzt begann er sich überfordert zu fühlen. das mußte er noch lernen. er richtete ein netzwerk ein und und fing an seine foren zu vernetzen. er hatte die netzliteratur erfunden! er legte links zu allen wichtigen homepages und traf dabei elfriede. hier brachte er allerdings nur ein verwirrtes "küssdiehand" heraus und fand sich kurz darauf im blauen forum wieder. so saß er nachdenklich am donaustrand und beschloß wieder einmal, gründlich über sich nachzudenken.

Ghosty
23.09.02, 08:15
Azrael knutschte Wölki noch einmal und verschwand nach Amerika.

resurrector
10.06.19, 11:16
Ein weiterer, einst sehr zugriffsstarker Ordner.

Ich glaube, Azrael I und II waren Ordner im LC. Nachdem es um Frühjahr 2000 die Pforten kurzzeitig geschlossen hatte, trafen sich einstige LCler hier im Wolkenstein. Ihr Aufenthalt dauerte nicht lange, denn sie konnten sich mit den Plänen, dem Ton und der Beharrlichkeit des Hausherrn nicht anfreunden. Als das LC dann im späten Sommer 2000 erneut öffnete, trieb es sie wieder zurück, dort Azrael IV eröffnend. Auch andere Foren kamen in den Genuß der Lindwurmgeschichte.