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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ironie des Schicksals



Sternchen
08.02.03, 11:56
Ironie des Schicksals (G. M.)


Nach all den Plagen ...
Ein Neuanfang,
lange geplant,
endlich gewagt
mit Tatendrang angegangen,
voller Eifer umgesetzt.
Zahlreiche, frische, neue Ideen im Kopf.
Mit Überschall an neue Ufer eilend,
trete ich im Laufschritt
zielstrebig auf der Stelle.

rodbertus
08.02.03, 12:24
das will gekonnt und kann ab einem gewissen Niveau sehr unterhaltsam sein

Sternchen
08.02.03, 12:46
Entdecke ich da einen Hauch von Voyeurismus? *feix*

uisgeovid
08.02.03, 21:10
Kafkaeskes Wortgeplänkel mit aphoristischer Attitüde.

Sternchen
09.02.03, 09:46
Boah ... klingt jetzt aber ganz schön Wortgewaltig lieber Uis. Soll ich das jetzt als Kompliment werten oder ist es eine Art Stempel, mit dem man einem Produkt ein "Gütesiegel" verpasst um es dann nie wieder zu Gesicht zu bekommen?

7schwerter
11.02.03, 14:32
Auf die Antworten wäre ich auch mal gespannt.

traumtänzer
11.02.03, 14:36
also, wenn ich mal kurz mein senf... ich weiß ja bekanntlich nicht was "wahre kunst"... aber das gedicht, das find ich gar nicht so übel... was ist schlecht an kafka? was ist schlecht an aphorismen? fragt sich einer, der bekanntlich keine ahnung hat, was "wahre kunst".

decariot
11.02.03, 15:04
erfrischend unelitärer beitrag voller gelebter emotionalität. gute wortmalerei.es berührt den leser und lässt ihn mitfühlen.mehr kann man nicht verlangen. keine kalten unverständlichen wortspielereien, sondern gelebtes im wort kanalisiert und komprimiert.
gratulation.....und weiterhin viel emotional umsetzbare kreativität

Mr. Jones
11.02.03, 16:32
Ironie des Schicksals (G. M.)




>>>
streichen tät ich "Zahlreiche, frische, neue Ideen im Kopf": da wirkt die pointe nicht ironisch drauf zurück am schluss.
zuviel redundanz dünkt mich auch: mit Tatendrang angegangen / voller Eifer umgesetzt / Mit Überschall an neue Ufer eilend: hier würd ich mich von mindestens einem der drei sätzchen trennen, aber nicht vom letzten.


kafkaeskes entdeck ich hier nicht, geplänkel schon, aber das mag ich verzeihen.


mir gefällts durchaus. nicht so sehr in der machart, aber von der idee her. und die ist manchmal und hier mehr wert als der stil und die form. es leuchtet ein. deshalb: mir gefällts durchaus.


Mr. Jones

Sternchen
11.02.03, 16:54
Erstmal Dank an Euch alle für Eure Kommentare.


@Mr. Jones: Dir meinen Dank für Deine sehr konstruktive Kritik. Die erste Streichung mag mir sogar einleuchten und über die zweite denke ich noch nach. :knutsch:
Auf jeden Fall kann ich mit Deiner Aussage etwas anfangen. Bin ja noch lernfähig. *zwinker*

Trist
11.02.03, 22:36
Hallo Stern,


da ist mir zu viel Drumherum um einen Gedanken. Und zu wenig für einen Titel, der über das Schicksal schreiben will.


Lieben Gruß von
Trist

Sternchen
12.02.03, 18:00
So sind die Geschmäcker eben verschieden.
Dennoch Danke für Dein Urteil, Trist.

Trist
13.02.03, 20:56
Hallo Stern,


den Geschmackssinn ziehe ich bei meiner Beurteilung von Lyrik als letztes zu Rate. Eigentlich ziehe ich ihn hierzu gar nicht zu Rate. Er entscheidet, vielleicht, über das, was ich gerne lese, aber nicht über das, was ich als gut geschrieben befinde. Hier hilft mir eher meine Erfahrung, mein Wissen, mein Sprachgefühl.


Lieben Gruß von
Trist

Sternchen
14.02.03, 12:02
Ich sage ja schon ... ich habe keine Ahnung von "wahrer" Kunst, so wie die meisten hier von Euch.
Und meine Erfahrungen sind eben auch ganz anders als die Deinen.
So ist nun mal unser Leben. Dein Weg ist nicht der Meine und umgekehrt und dennoch führen beide Weg zum Ziel.

decariot
14.02.03, 14:08
hallo trist......
nun. wenn es zu wenig scheint für ein solches thema, dann müßten viele gedichte der weltliteratur entfernt werden. wie schlecht muß dir da das gedicht von ernst ferstl erscheinen, der ein gedicht über liebe schrieb.auch ein kapitel, das sich mit so umfassendem beschäftigt. ferstl schreibt als gedicht (ICH ZITIERE IN VOLLER LÄNGE)
der titel des gedichtes fällt mir gerade nicht ein.


es gibt viele wege zu denken und somit gleichviel wege zu schreiben.
ich denke eher gegenteilig was die länge eines gedichtes betrifft.
und egal wie man es schreibt.
wie kurz, wie lang ... - es bleibt immer nur bruchstückhaft.
ein gedankenanstoss.
und genau das soll lyrik ja bewirken, oder?

es gibt viele wege zu denken und somit gleichviel wege zu schreiben. ich denke eher gegenteilig. und egal wie man es schreibt.wie kurz,wie lang..-es bleibt immer nur bruchstückhaft.ein gedankenanstoss. und genau das soll lyrik ja bewirken. oder?

Mr. Jones
14.02.03, 14:19
meinst, decariot? bitte sich den ordner "kunst des gedichts" (http://forum.vonwolkenstein.de/threads/2402-diE-KuNst-dEs-GEdicHts) anzuschauen, im forum leiden schafft.


Mr. Jones

decariot
14.02.03, 15:46
nun,mr jones
ich habe in der von dir vorgeschlagenen rubrik nachgesehen.ein von die iniziierter versuch,dem wesen der dichtung näher zu kommen? was ist dichtung.was ist ein gedicht?.........vielleicht liest du hierzu mal den beitrag,den ich von hermann hesse hierzu einstellte.
gruß............decariot

decariot
14.02.03, 18:28
nun bin auch ich dem AOL browser zum opfer gefallen und daher das gedicht von ferstl nun endlich und in voller länge.


Aus Liebe.
Liebe.
Aus.

Trist
14.02.03, 18:40
Du solltest dringend den Titel mit zitieren, decaroit. Lyrik ohne Titel ist kopflos. Hier sagt er übrigens sehr gut aus, wie Ferstl sein Textlein gelesen sehen möchte:


KÜRZESTE FASSUNG EINER LIEBESGESCHICHTE


Aus Liebe.
Liebe.
Aus.




Ferstl versteht sich allerdings weniger als Lyriker, denn als Schreiber von Aphorismen.


[Diese Nachricht wurde von Trist am 14. Februar 2003 editiert.]

Mr. Jones
15.02.03, 01:18
Trist schrieb:


"...da ist mir zu viel Drumherum um einen Gedanken. Und zu wenig für einen Titel, der über das Schicksal schreiben will."


das tät ich allerdings unterschreiben. ohne mir zu widersprechen, übrigens.


Mr. Jones

Sternchen
15.02.03, 09:11
Das ist schon bei mir angekommen. Doch momentan werde ich es nicht ändern, da ich das erst einmal sacken lassen möchte.


Happy weekend!


Sternchen