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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Machtkämpfe in der Spätphase der römischen Republik (Cinna, Sulla und Pompeius)



aerolith
13.05.15, 12:29
<!--><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:AllowPNG/> </o:OfficeDocumentSettings> </xml><![endif]--> Abschnitt I: In Rom herrschte seit Sullas Abmarsch nach Asien die oligarchische (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=oligarchie)Clique. Die plebejischen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=plebs)Kapitalisten waren von der Finanzkrise um 90 v.Chr. schwer erschüttert und gegenüber den Oligarchen des Senats vergrätzt. Sulla (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=sulla)hätte ihrer Meinung nach nicht nach Asien ziehen sollen, sondern zuerst die italischen Verhältnisse ordnen müssen, was in ihrem Sinne bedeutete, er hätte die Sulpicischen Gesetze (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=sulpicius) rückgängig machen müssen. Die einstigen Bundesgenossen dagegen fühlten sich vernachlässigt und unterprivilegiert. Erwartungserfüllungsdebakel. In Rom (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=rom)Angekommene fühlten sich durch das Hin und Her ihrer Rechte genasweist, Freigelaßne um den Lebenslohn geprellt, denn auch ihnen wurden versprochene Rechte, die in den Sulpicischen Gesetzen manifestiert worden waren, kassatiert. Oligarchen des Senats und plebejische Ritter (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=ritter)zogen in Sullas Abwesenheit die Strippen, daher war Sulla, um Macht zu zeigen, versucht, diese zu stutzen.
Marius (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=marius)war es, der die Unzufriedenen einsammelte. Er landete 87 v.Chr. mit ca. 600 Getreuen an der Ostküste der italischen Halbinsel und marschierte nach Rom. Viele entlaufene Sklaven, unzufriedene römische Plebs und ehemalige Bundesgenossen schlossen sich an. Popularenpolitik. Der Senat unter Konsul Sertorius zitterte und hatte keine Entgegnung als die, den Bundesgenossen nunmehr freiwillig all das zu versprechen, was lange verwehrt wurde: Bürgerschaft Roms. Aber nur ca. 10000 Samniten und Albigenser etc. folgten dem Ruf der Senatoren. Mindestens ebenso viele zogen zu Marius, dem fast siebzigjähri*gen Feldherrn, der kam, um Rache für die Schmähungen zu üben, der kam, sein siebentes Konsulat anzutreten, wie die Weissagung es formuliert hatte. Nachdem Marius in Rom Einzug gehalten hatte, folgte dem Terror. Wer reich war und nicht zu fliehen verstanden hatte, wurde erschlagen. Der Pöbel wütete. Die entlaufenen Sklaven zerstörten, was ihnen nicht gefiel: Schändungen, Plünderung, Mord. Marius hatte seine Rache am Senatorenstand. Fünf Tage hielt das Morden an, dann war Ruhe. Doch wer glaubte, daß sich nunmehr politisch etwas ändern würde, der sah sich getäuscht. Marius hatte kein politisches Konzept, nahm sich aber sein siebentes Konsulat. Der Rachegedanke hatte ihn am Leben gehalten. Nun war sein Schicksal (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=schicksal)erfüllt und die Lebenskräfte des Siebzigjährigen erschöpft; er legte sich hin und starb.
Nach Marius nahm sich Cinna (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=cinna)die Macht. Er gab vor, im Sinne der Plebejer sein Konsulat auszuüben, doch fragte er das Volk (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=volk)nach dem ersten Jahr nicht mehr nach einem Mandat, sondern übte diktatorische Gewalt aus. Das Wesen der Demokratie (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=demokratie)zeigte sich hier wieder, der Hang zur Diktatur der Mehrheit (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mehrheit)über die Minderheit. Cinna hatte wie sein Vorgänger Marius kein politisches Konzept. Er nahm den Reichen und gab es dem Pöbel, beließ aber die Strukturen, beließ die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, so daß es keine dauernden Verbesserungen für die Minderprivilegierten gab, aber auch gefragt werden darf, ob die überhaupt ein Bewußtsein (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=bewußtsein)davon besaßen, was hätte getan werden müssen, um mittel- und langfristig ihre Situation zu bessern. Es gab kein Konzept, denn bis dahin hatte sich in Rom niemand Gedanken über staatspolitische Fragestellungen gemacht. Keiner der genannten Konsuln besaß eine staatstheoretische Ausbildung oder gar einen Plan, nach dem er handelte. Sie waren alle Dilettanten oder, was sicherlich der treffendere Ausdruck für diese Machtmenschen ist: Paralytiker (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=paralytiker).
Cinna erließ, daß die Gläubiger auf drei Viertel ihrer Außenstände verzichten sollten, gleichzeitig beließ er das Prinzip (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=prinzip)der Schuldnerei. Er verteilte kein Land, beschloß keine Gesetze, die dem Übel der plebejischen Untätigkeit zuleibe rücken sollten, bewirkte keine freie und lohnenswerte Arbeit (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=arbeit). Alles blieb, wie es war. Cinna ging mit brachialer Gewalt gegen alle Widersinnigen vor und erfüllte dem Plebs jeden Wunsch, der Brot, Wein und Spiele hieß. Dann kam Sulla aus Asien zurück.
Er landete mit fünf Legionen 83 v.Chr. in Brundisium und war bereit, die oligarchische Ordnung (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=ordnung)in Rom wiederherzustellen. Seine Gegner konnten 100000 Mann aufstellen und waren nicht bereit, sich ihr Lotterleben kampflos nehmen zu lassen. Die Bundesgenossen, die nunmehr im Status des römischen Bürgerrechts in Saus und Braus lebten, eilten zu den Waffen, gegen Sulla, gegen die Restauration. Daß Sulla in Südostitalien unbehelligt landen konnte und ihm versprengte optimatische Reste zuliefen, mag hier nur kurz verwundern, denn Organisation war die Stärke der um ihre Zukunft besorgten Saufbrüder nicht. Sulla dagegen war ein Meister der Organisation. Er gab Metellus [I]in absente das Konsulat zurück und berief den Sohn Strabos, den jungen Pompeius (von Hause aus kein Unterstützer der Oligarchie, aber ebenso sicher in der Ablehnung der Pöbelherrschaft), außerdem Crassus (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=crassus)zu Heerführern, die ihn unterstützten.
Die ersten Scharmützel gewann Sulla leicht. Dann stellte sich ihm der Konsul Scipio entgegen. Sulla reichte die Hand, denn beide kannten einander. Scipio, nach Erwägungen, die nur seine Unklugheit zeigen, schlug aus. Seine Soldaten sahen das anders und liefen zu Sulla über. Scipio wurde durch Sulla gezwungen, sein Amt niederzulegen. Kaum hatte Scipio das sullasche Lager verlassen, trommelte er neue Truppen zusammen.
Sulla nahm mit seinen Truppen das Winterquartier. Das nächste Jahr würde die Entscheidung bringen. Gaius Marius jr. und Carbo brachten sich gegen Sulla in Stellung und verstanden es, die Plebs zu motivieren. Sie schürten die Angst vor einer oligarchischen Restauration (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=restauration), die in der Tat vorhanden war, denn Sulla verlor langsam die Geduld und hatte vom verräterischen und glanzlosen Spiel seiner Landsleute genug.
82 v.Chr. zogen beide Konfliktparteien mit verstärkten Kräften gegeneinander. Sulla teilte seine Armee, gab Metellus den Auftrag, Oberitalien zu erobern, und zog selber nach Rom. Marius' Sohn trat Sulla mit 40000 Mann gegenüber – und verlor. Truppenteile des Marius jr. traten über. Sulla war auf dem Vormarsch. Die plebejischen Politiker waren unfähig. Rom war offen und nicht gerüstet: keine Versorgung, keine Bürgerwehr, keine innere Ordnung. Statt dessen Plünderungen und Raubzüge der Popularen gegen mutmaßliche Gegner, die bald zu Hauf im Tiber trieben. Marius jr. mit der Kriegskasse auf der Flucht. Sulla siegte und ließ alle Gegner massakrieren.
Vor dem Sieger stand nun die Aufgabe, Rom eine neue Verfaßtheit zu geben. Die demokratischen Kräfte hatten versagt, doch die nach Rom zurückkehrenden alten oligarchischen Patrizier hatten zu sehr in den vergangenen Jahren ihr Mäntelchen in den Wind gehängt. Sie waren politisch verbraucht. Sulla mußte ein effizientes Repräsentativ- und gleichzeitig ein repressives Präventivsystem entwickeln, damit Rom zur Ruhe käme und etwas Neues installiert werden könnte. Er besaß keine Vollmacht zur Einrichtung eines neuen Staats, war lediglich Prokonsul. Er schrieb dem Senat und verlangte die Vollmacht eines Diktatoren, allerdings nicht nur für ein halbes Jahr, wie es die Verfassung vorsah, sondern solange, bis etwas Neues in Rom errichtet worden sei, das gleichermaßen gerecht und fortschrittlich sei und auch die angestammten Rechte berücksichtige, etwas, das Rom Frieden und Wohlstand, Sicherheit und Expansion sichere.
Sulla ließ Listen anfertigen (proscriptiones), auf denen die Beamten der demokratischen Partei standen. Alle wurden für vogelfrei erklärt, ihr Leichnam dem Überbringer mit einem Durchschnittsgehalt für ein ganzes Jahr vergütet. Das Vermögen der Geächteten fiel an den Staat, bis ins dritte Glied erhielten dessen Verwandte keine Anstellung vom Staat und besaßen keine Rechte. 4700 Namen standen auf dieser Bluttafel, Anhänger des Marius und Cinnas, deren Massaker nun gerächt wurden. Das Jahr 81 v.Chr. ging vorüber mit dergleichen Säuberungen, die von Kelten ausgeführt wurden, damit es künftig keine neuen Racheakte gegen Römer geben könnte.
80 v.Chr. setzte Sulla die alte Verfassung der Zeit vor den Gracchen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=gracchus)wieder ein, lehnte die Wahl zum Konsul des Jahres 79 v.Chr. jedoch ab, da sie sich mit der Verfassung (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=verfassung)nicht vertrüge. 78 v.Chr. starb er. Aus seinem blonden Haar war schlohweißes geworden, das er gegen die römische Sitte (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=sitte)lang trug, die blauen Augen blitzten nicht mehr, die welkige Haut soll sehr hell gewesen sein; er hatte seinen Frieden gefunden und starb als der große Restaurator der Oligarchie, die jedem eine Chance auf Wohlstand und Recht ließ. Sulla sah sich als Glückskind, Freund der Liebesgöttin, als ironischer Schelm, dem nichts etwas anhaben könnte. Gefragt, wie hoch die eigenen Verluste bei der letzten Schlacht gewesen seien, antwortete er: „Nullus!“ Diese Antwort gab er immer.


Aufgaben:



1. Erzähle die Ereignisse des römischen Bürgerkriegs aus der Sicht eines Sklaven nach! (II)



2. Stell dir vor, du seiest ein Senator. Entwickle einen Plan zur Erringung und Behauptung deiner Macht. Welche Änderungen würdest du im römischen Staat dieser Zeit vornehmen? (III)


Abschnitt II: Gnaeus Pompeius war 28 Jahre alt, als Sulla starb und galt als kein großer Geist (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=geist): ein Sportler und zudem gußeiserner Befehlshaber. Das Fremde reizte ihn nicht, er war keiner der römischen Glücksritter, schlug ein Geschäft aber auch nicht aus. Ihm fehlte die Freude an der Intrige; das Sicherste, was von ihm gesagt werden kann, ist, daß er kein politisches Ziel verfolgte und beredtes Schweigen seine große Stärke war. Nein, dumm war er nicht, nur eben eher der sportliche Typ. Dumm für Rom war dagegen, daß dieser Pompeius in die Fußstapfen seines Ziehvaters Sulla trat. Rom hätte nach der sullaschen Restauration eine starke Hand zur Initiierung einer politischen Perspektive nötig gehabt, einen Idealisten mit Visionen, der das steinreich und supermächtig gewordene Rom eingesetzt hätte, um es vor sich selbst zu schützen. Zu viel verlangt? Pompeius (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=pompeius)hielt sich an die Richtlinien Sullas, eines Optimaten!, hielt sich an das Regiment des Senats und zeigte sich als prunkvoller Ritter der Öffentlichkeit. Machterhaltung statt Machtausübung, Konzeptlosigkeit statt Plan.
Crassus, ein anderer wichtiger Politiker jener Jahre um 70 v.Chr., entstammte ebenfalls dem hohen römischen Adel, war aber auch kein visionärer Politiker, doch von Ehrgeiz angetrieben. Sein Interessen hießen Spekulation und Bodenerwerb. Er wurde innerhalb weniger Jahre durch Vermischung politischer und geschäftlicher Verbindungen zum reichsten Römer, ca. 17 Mrd. € reich, und hätte die Kontributionen des Punischen Krieges (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=karthago)mehrfach allein bezahlen können. Dabei lebte er eher ärmlich, was aber typisch für die Spekulanten jener Zeit war. Crassus war so reich, daß er von den Zinsen seines Vermögens ein Heer aufstellen und unterhalten konnte. Er arbeitete an einem Klientensystem, das in Rom zwar usus war, aber Crassus stieß auch hier in neue Dimensionen vor. Er unterhielt ein Netz aus Zuträgern, das ihm immer neue Fälle zutrug, wodurch er Hilfestellungen gab, Gefallen, die sich ihm irgendwann als nützlich erweisen sollten. Der halbe Senat war bei Crassus verschuldet, entweder in Form von Geld oder mit einem Gefallen. Keiner traute sich an Crassus heran. Der Pate. Die Grundstruktur der Mafia (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mafia). Kapitalismus (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=kapitalismus). Plutokratie (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=plutokratie). – Crassus sah sich schon bald am Ziel angelangt, der Krone.
Der junge Gaius Iulius Caesar (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=caesar)sah das und erkannte, daß er bei der oligarchischen Partei keine Zukunft besaß. Also diente er sich bei den Demokraten an, den Popularen. Deren Stimmen waren zu kaufen, wie alles in Rom. Auch half ihm seine Verschwägerung mit Marius und Cinna. Doch Caesar ist bei Sullas Tode erst 24 Jahre alt und damit zu jung für wichtige Ämter. Also macht er das, was ein kluger Mensch in einer solchen Situation tut: er stellt sich hinten an und wartet.
In diesen Kreis der Machthungrigen drang nach Sullas Tod der Demokrat Sertorius. Er hatte sich jahrelang gegen Sulla behauptet, war in Spanien reich geworden und nun, nach Sullas Tode, liefen ihm die versprengten demokratischen Haufen zu, mit denen er von Spanien aus Rom erobern wollte. Er gründete in Spanien einen eigenen Staat (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=staat)und verstand es, die keltiberischen Ureinwohner peu-a-peu zu romanisieren. Spanien wurde somit zum ersten romanisierten Land. Das bedeutete im Fall Sertorius' nicht die Ausrottung der Urbevölkerung und die Ansiedlung italischer Emigranten, sondern es bedeutete, die Ureinwohner mit den Verhältnissen Roms zu konfrontieren, sie dem auszusetzen: politisch, sozial, religiös und rechtlich.
Die Oligarchen waren an einer Romanisierung und der damit verbundenen rechtlichen Gleichstellung der Bevölkerung der eroberten Gebiete nicht interessiert. Ihnen waren die eroberten Gebiete Rohstoff- und Nahrungsquellen, Gebiete, ihren Reichtum zu mehren, Kolonien.
In Rom war Sulla noch nicht begraben, da regte sich schon der Plebs und forderte in Straßenreden die Wiederherstellung der kostenlosen Getreideverteilungen, die Wiedereinsetzung der Tribune in ihre Macht, die Rückkehr der Verbannten und die Rückgabe der konfiszierten Ländereien. Die Demokraten bildeten ein Netzwerk mit Gleichgesinnten in Norditalien, Gallien und Spanien. Sie gewannen in den Wirtshäusern und an den Straßenecken die Meinung der Öffentlichkeit. Der Senat gab punktuell der Stimmung nach, ließ Korn verteilen und diskutierte über die Wiedereinführung der Tribunengewalt. Ein Demokrat namens Lepidus erhielt prokonsularische Gewalt, um Aufständische in Etrurien (Toskana) zu zähmen. Man machte den Bock zum Gärtner! Kaum war er in den aufständischen Gebieten angekommen, schickte er Boten nach Rom und verlangte vom Senat, die Forderungen der Demokraten zu erfüllen. Für sich verlangte er die Wiederwahl zum Konsul, das war ein glatter Gesetzesbruch, zumal hinter Lepidus' Forderung die Drohung eines Marsches auf Rom stand. Bürgerkrieg. Der Senat mobilisierte die Veteranen und schickte Pompeius. Der siegte. aber die Kriegskasse mit dem Unterführer Marcus Perpenna kam in die Hände Sertorius', der nun neue Truppen ausheben konnte. Lepidus starb. Sertorius stand allein.
Pompeius wollte nun nach Spanien und begehrte den Auftrag dazu. Der Senat gab diesen Auftrag und Pompeius zog im Sommer 77 v.Chr. über Alpen und Pyrenäen. Er ließ sich Zeit und baute die Straßen durch die Südalpen an der Sonnenküste aus, strukturierte die Herrschaftsverhältnisse in Südgallien neu und benötigte ein gutes Jahr, bis er die Pyrenäen überschritt. Der Krieg zog sich bis ins Jahr 72 v.Chr. hin, dann erledigte ein Verräter Sertorius. Pompeius stand als großer Sieger da. Damit hatten die Demokraten vorerst ausgespielt. Oder?
Die Römer befaßten sich in den folgenden Jahren vornehmlich mit zwei außenpolitischen Problemen: mit dem Machtzuwachs der Armenier und mit der Piraterie. Den Armeniern, die sich nach Kappadokien und in den Iran ausgebreitet hatten, begegnete man mit der Schaffung von Pufferstaaten oder Klientelkönigreichen, den Pi*raten weniger erfolgreich. Genannt seien die Korsen, deren Macht nicht gebrochen werden sollte, jedenfalls nach Ansicht des vom Senat mit der Piratenverfolgung zwar beauftragten Marcus Antonius, doch hatte man vergessen, ihm die Schiffe entsprechend auszurüsten. Als der im Jahre 70 v.Chr. starb, besetzte man seinen Posten nicht neu. Das ging wohl auf Bestechung durch kretische und korsische Gesandte zurück. Ein Jahr später gab es doch einen Senatsbeschluß, der die Kreter aufforderte, 20000 Talente zu zahlen und alle Schiffe mit mehr als vier Rudern abzuliefern. Kreta (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=kreta)lehnte ab, was den Prokonsul Quintus Metellus veranlaßte, 69 v.Chr. in kretischen Gewässern mit einer Flotte aufzutauchen. Die Römer wollten so etwas beseitigen, das sie selbst herangezüchtet hatten. Waren die Piraten nicht reich und mächtig geworden, weil sie den Römern Sklaven lieferten? War das Räuber- und Piratenwesen nicht fester Bestandteil des römischen Wirtschaftslebens? Zielgerichteter Menschenraub bildete dafür einen fundamentalen Bestandteil wie die imperiale Ausdehnung, Ausbeutung und das betrügerische oder gewaltsame Aufbürden von Lasten auf andere. Das war Rom, römisches Naturell. Die Römer lebten seit zweihundert Jahren im Überfluß, doch sie brachten weder eigene Literatur noch Philosophie hervor, sie konzipierten keine eigene Architektur und waren bis dahin nicht in der Lage gewesen, musikalisch, politisch oder künstlerisch eigene Aspekte zu entwickeln. Aber sie taten eines, sie wurden reicher und reicher und traten, um diesen Reichtum zu mehren und zu sichern, zunehmend als Ordnungsmacht auf. Also handelten sie auch gegen die Piraten, denn schließlich wuchs ihnen deren Macht über den Kopf; es wurde also Zeit, diese Macht zu stutzen.
Nun kann man die Kretenser nicht als ein friedliches oder auch nur zivilisiertes Volk bezeichnen. Sie waren Räuber, Lügner und Piraten, ihrer einstigen Höhe entfremdet, plündernd, raubend und mordend machten sie das Mittelmeer unsicher. Aber sie besaßen Mut (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mut)und stellten sich mit 24000 Mann auf Kreta den Römern. Es half nichts, sie wurden besiegt und versklavt.


Aufgaben:



1. Nenne und charakterisiere drei römische Politiker und ihre Ziele! (I)



2. Vermute Gründe für das Desinteresse der Römer jener Tage an philosophischen, kulturellen und diplomatischen Leistungen! (III)




3. Argumentiere zu der These: „Die Zeit von Sulla bis zu Caesar läßt sich als Zwischenzeit beschreiben, deren Kennzeichen 'Konzeptlosigkeit' ist!“ (II)


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