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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Begründung des Islam



aerolith
16.05.15, 18:52
Die Araber blieben im Angesicht Roms (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=rom)ihren Bräuchen treu. Genau wie die Germanen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=germanen). Beide Völker sind für die Weltgeschichte (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=weltgeschichte)von Bedeutung. Währenddessen die Germanen Rom besiegten und ein neues Zeitalter (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=zeitalter)begründeten, das Mittelalter (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mittelalter), schlossen sich die Araber über den Propheten Mohammed (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mohammed)zu einem Großreich zusammen, das seit über tausend Jahren nach der Weltherrschaft strebt. Die Germanen lebten in Wäldern und Sümpfen, in die sie vereinzelte Lichtungen geschlagen hatten. Ihr Land umfaßte ca. 1000000 km², ein Fünftel Europas, dabei bewohnten dieses Gebiet nicht einmal zwei Millionen Menschen, während im nicht fruchtbareren Italien bei einer Fläche von nicht einmal 250000 km² mehr als zehn Millionen Menschen zeitgleich lebten. Die Araber siedelten in einem Lebensraum von zehnfacher Größe, allerdings war dieser Lebensraum (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=lebensraum)wenig fruchtbar, zudem sehr dünn besiedelt. Mehr als eine Million von ihnen wird es im frühen Mittelalter nicht gegeben haben, bevor ihr Siegeslauf begann. Dennoch stellten sie sehr wertvolle Dinge her: nahrhafte Datteln, wertvolle Öle und Harze, Weihrauch, Duftstoffe, Gold (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=gold), dazu blühte der Handel, der zumeist mittels Karawanen abgewickelt wurde. Die meisten Araber lebten in Stammesverbänden in der Wüste oder deren Oasen, manche aber auch in Städten an den Ufern der Meere. Sie waren untereinander verfeindet und bekriegten einander. Ihre wichtigste Stadt war Mekka, eine durch Weihrauch- und Myrrhe-Handel reichgewordene Stadt (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=stadt), wo alljährlich ein viermonatiges Friedensfest gefeiert wurde. Sie beteten Götzen an, dachten aber auch über Religionen nach, die sie durch Handelstätigkeit kennenlernten.


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Die muslimische Schöpfungsgeschichte: „In der Bibel geschieht die Erschaffung Adams [des ersten Menschen] offenbar in einem Augenblick: Gott nimmt den Staub der Erde, haucht ihm Leben ein, und schon ist der Mensch ein lebendes Wesen, das im Garten Eden spazierengeht. Bei Tabari [Dichter der muslimischen Schöpfungsgeschichte aus dem 9. Jahrhundert] geht alles sehr langsam vor sich. Gott formt Adam mit dem bunten, vom Todesengel gereichten Lehm und läßt ihn [Adam] allein. Niemand, weder die Engel noch die Dämonen, hatte je eine so gigantische Gestalt gesehen. Vierzig Jahre lang liegt sein unermeßlich großer Körper leer ausgestreckt auf dem Boden: Der Lehm wird so trocken wie ein abgefallener Palmwedel, der in der Wüste liegt, und er gibt einen düsteren Klang von sich; der Engel des Bösen tritt durch den Mund in den leeren Körper und durchforscht ihn. Zuletzt befiehlt Gott der Seele, in die ausgestreckten Glieder zu fahren. Die Seele dringt über die Kehle in den Körper ein, und überall, wo sie hinkommt, werden aus dem Lehm, dem Staub, der Erde Knochen, Nerven, Adern, Fleisch, Haut. Als sie den Kopf erreicht, niest Adam und sagt: 'Gelobt sei Gott!' Dann lehrt ihn Gott eine geheime Wissenschaft, die er die Engel nicht gelehrt hatte. Er sagt dem Riesen aus Lehm den Namen der Dämonen und der Feen, die auf der Erde hausen... [alle Namen von allen Dingen] Als der Engel des Bösen Adam und Eva in Versuchung führt, essen sie die Frucht vom Baum des Lebens und der Ewigkeit. In dem Augenblick, sagt Tabari, 'löste sich die Haut von ihren Körpern, und das Fleisch lag offen da wie das unsere heute. Die Haut, die Adam im Paradies hatte, war unseren Fingernägeln ähnlich. Als sie sich vom Körper löste, blieb nur der Rest an den Fingerspitzen zurück, wie wir ihn heute noch haben.“ (Citati, S. 244/245.)

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Die spekulativen Religionen hatten bei den nüchternen und pragmatischen Arabern kaum Chancen. Der Araber ist skeptisch und dabei ein scharfer Beobachter, alles Mystische und Mythologische (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mythologie)ist ihm suspekt. Der einzige Mystiker von Weltbedeutung, al-Sufi (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=sufi), wurde 922 hingerichtet. Seine Lehre reflektiert auf das kosmische Herabkommen der Dinge und setzt einen Aufstieg der Seele (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=seele), der zu ihrer Vergottung führt. Diesen Entwurf einer Heilslehre konnten die Araber nicht billigen und verbrannten ihn. Letztlich ist das Komplexe einer Lehrmeinung und daraus folgender Streit nicht ihre Sache. Und schließlich fehlt dem Araber der Sinn für Ironie, was ihn von Hause aus zum Feind der Juden und Christen gleichermaßen macht. So ist auch seine Kunst nicht von Antithetik, Romantik (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=romantik)oder Raumspekulationen geprägt, sondern deskriptiv, sachbezogen, manchmal auch prononcierend. Es sind keine Opern, keine Dramen und auch keine Epen bekannt, die von Arabern hervorgebracht worden wären. Er hat keine epochalen Bilder gemalt oder architektonische Leistungen vollbracht, seine Leistungen im Sport sind marginal, philosophische Lehrgebäude sind unbekannt, seine wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Leistungen für die Welt unbedeutend, es gibt keine bedeutenden Erfindungen oder Entdeckungen, die von einem Araber geleistet worden wären... Und dennoch haben die Araber Weltbedeutung erlangt, denn im Unterschied zu den Indogermanen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=indogermanen)und Hunnen traten die Araber ihre Eroberungszüge im Namen des einen wahren Gottes, Allahs [1], an, der ihnen durch seinen Propheten Mohammed die Herrschaft über die Ungläubigen verhieß.


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Wo beginnt und wo endet Islamismus? Sind IS [Islamischer Staat], Boko Haram [islamische Bestrebungen in Afrika] und al-Quaida Islamisten, Hamas [Palästina], die Muslimbrüder [Deutschland] und die AKP in der Türkei aber nicht? Streben alle diese Gruppen nach etwas anderem als nach dem, wonach Mohammed und die erste Generation der Muslime strebten? Es waren Mohammed und seine Gefährten, die damals die Welt in Gläubige und Ungläubige unterteilten. Sie waren es gewesen, die das Prinzip (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=prinzip)des Dschihad als eine Dauerbeschäftigung der Muslime erfanden. Sie eroberten Territorien, stellten Christen und Juden (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=juden)vor die Wahl, entweder zu konvertieren, „Dschiziya“, also Kopfsteuer zu bezahlen, oder getötet zu werden. Frauen und Kinder der besiegten Armeen wurden versklavt. Wer das heute tut, ist ein radikaler militanter Islamist. Damals hieß es einfach nur Islam.
Ich würde die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus befürworten, wenn Mohammed ein Pazifist gewesen wäre, keine Kriege geführt und keine Menschen aus ihren Wohnstätten vertrieben hätte. Ich würde zustimmen, daß der IS den Koran mißbrauche, wenn im Koran stünde „Liebet eure Feinde“ oder „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“. Aber warum redet man von Mißbrauch, wenn es tatsächlich 206 Passagen im Koran gibt, die Gewalt und Kriege verherrlichen? Es gibt im Koran 25 direkte Tötungsbefehle, die Allah an die Gläubigen ausspricht: „Tötet sie!“, „Enthauptet sie!“ usw. Warum behauptet man, der IS würde den Koran falsch interpretieren? Die Gotteskrieger interpretieren gar nichts. Sie setzen nur das um, was im Koran unmißverständlich steht. (Hamed Abdel-Samad, In: Junge Freiheit 44/14, S. 18.)

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570 wurde einer ärmeren Kaufmannsfamilie Mekkas ein Sohn geboren, Mohammed. [2] Er konnte wegen Geldmangels kein eigenes Geschäft eröffnen und arbeitete bei einer reichen Witwe, die er mit 25 Jahren heiratete. Er hatte weder studiert noch Studienreisen unternommen, sondern besaß Kenntnisse anderer Religionen von Durchreisenden oder eigenen Handelsreisen. Mohammed verstand das Christentum (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=christentum)nicht, er wies Maria der Trinitätslehre (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=trinitätslehre)zu und konnte mit dem Begriff (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=begriff)des Heiligen Geistes nichts anfangen. Er unterschied sich hier nicht von Millionen anderen Menschen, die das auch nicht begriffen hatten oder von heutigen Nicht-Christen, die das ebenso nicht verstehen, aber selten eine Gelegenheit auslassen, sich darüber lustig zu machen. Mohammed machte sich nicht lustig, sondern dachte über Gott und die Menschen nach. Das Erzählen der Reisenden und wohl auch Erfahrungen aller Art auf eigenen Reisen führten zu einer Lebenskrise. Mohammed zog sich in rauhe Berge zurück und meditierte.
Als er zurückkam, faßte er es als seine Aufgabe, seinem Volk den Monotheismus zu verkünden, daß Gott alle Verfehlungen des Diesseits im Jenseits strafe (ethischer Aspekt), daß Gott allgegenwärtig sei, und er lehrte, daß Jesus und Moses [3] ebenso wie er Propheten des einen Gottes gewesen seien, die Gottes Wort den Menschen näherzubringen beabsichtigten. Mohammed betonte, daß in der Nachfolge dieser Propheten (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=prophet)deren Wort entstellt und von einer raffgierigen Priesterkaste verdorben worden sei. Und so faßte er seine Lehre leicht verständlich zusammen: Es gibt nur einen Gott, und Mohammed ist sein Prophet. – Dieser einfache Glaubenssatz hatte weitreichende Konsequenzen.
Fortan wurde von allen seinen Anhängern, den Mohammedanern, Götzendienst bekämpft, Andersgläubige vertrieben resp. getötet, wenn auch nicht konsequent – der schwarze Meteorit, die Kaaba, wird nach wie vor verehrt. Mohammed verbot seinen Anhängern viele Bräuche (Tötung von weiblichen Neugeborenen, Schändung von Gefangenen, Alkohol, Blutrache, Glücksspiel) und forderte Milde, Freigebigkeit, Tapferkeit und Ehrlichkeit. Gläubige haben sich rituellen Waschungen zu unterziehen, zu fasten und fünf Mal am Tage zu beten. Er verlangte Gehorsam, Ergebung. Das arabische Wort dafür lautet Islam [4]. Der sich Gott ergebende Mensch (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mensch)heißt Muslim. Wer Mohammed folge, so behauptete er, der komme ins Paradies. Wer ihm nicht folge, ende in der Hölle.

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Mohammed selbst hat bereits über alles entschieden, nicht nur über Geist und Schicksal, sondern auch über die weltgeschichtliche Wirkung seiner Religion, indem er in Medina, was er vor der Hidschra nicht getan hatte, den Trennungsstrich gegen Juden und Christen zog und die Blickrichtung beim Gebet von Jerusalem nach der Kaaba drehte: von nun an ist der Islam ein arabischer Glaube und ein nationaler Fanatismus, im Verhältnis zur Welt des Imperiums aber ein Fremdkörper und ein Sprengstoff. (Freyer II, S. 609.)

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Die Vorstellung des Jüngsten Gerichts, wie sie das Christentum entwickelte, besitzt im Islam eine ebenso wichtige Stellung. Allerdings fehlt der Richter. Dieser wird ersetzt durch die Abbildlichkeit des Tuns in der Minute der Entscheidung: Vor dem Tor zum Jenseits (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=jenseits)ist eine Brücke, die so dünn ist wie ein Haar. Jeder muß darüber. Der gläubige und redliche Mensch geht sicher und kommt an, der Verdammte geht unsicher und wird fallen. Und dann fällt er ins Bodenlose, in die Tiefe zur Hölle (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=hölle). – Allerdings kennt der Muslim keine Willensfreiheit, denn alles ist vorherbestimmt. Kismet. Gott hatte es beschlossen. Diese Ansicht ist vorherrschend. Der Christ setzt [5] Willensfreiheit, der Muslim kann das nicht. Zwar gibt es im Christentum auch Vertreter der Prädestination (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=prädestination), aber die Hypothese der Willensfreiheit (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=willensfreiheit)ist für viele Christenmenschen fundamental, denn sonst gäbe es für sie das Böse (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=böse)nicht. Es gäbe keine Gerechtigkeit (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=gerechtigkeit), kein Recht. Und letztlich ist genau diese Kismet-Vorstellung ein Freibrief für alle Terroristen, Anschläger und Kriegstreiber. Denn Kismet kann jeder Muslim für seine Taten reklamieren.
Der Muslim fühlt sich dem Christen überlegen, sofern der glaubt, Herr über seine Taten sein zu können. Das ist eine dem Muslim ungeheure Vorstellung, denn das widerspräche dem Willen Allahs, der alles lenkt und bestimmt. Daran hat sich seit Mohammeds Zeiten nichts geändert. Auch heute noch ist das einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Christen und Muslimen.
Doch zurück zu den Anfangsjahren des Islam. Er war wohl kein begnadeter Redner, noch weniger Schriftsteller, aber seine Persönlichkeit muß über die Maßen Wirkung erzielt haben. Sein Auftreten war überzeugend genug, die Blutrache zwischen den einzelnen arabischen Stämmen zu beenden. Damit gab er den Arabern eine Perspektive.
Doch am Anfang, um 610, in Mekka hatte er keinen Erfolg. Das wundert nicht, das Neue wird meist abgelehnt. Auch das Gleichmachende in Mohammeds Auffassungen wird der Oligarchie, die die Araber pflegten, nicht ohne Schwierigkeiten angepaßt worden sein können. Der Widerstand gegen Mohammed war so stark, daß der seinen Anhängern erlaubte, im christlichen Königreich Aksum (Nordäthiopien) Asyl zu nehmen. Mohammed mußte in Mekka aufgeben und suchte einen neuen Ausgangspunkt für seine Missionstätigkeit. Er ging am 16. Juli 622 nach Medina (Hedschra resp. Jathrib), wo er eine Arbeit als Regierungschef annahm und einen Kreis von Jüngern um sich scharen konnte. Aber Mekka war die wichtigste Stadt, wer dort herrschte, der beherrschte den arabischen Subkontinent. Hier trafen sich Handelslinien aus dem Jemen und aus Syrien, aus dem Irak, von hier aus konnte die eigentliche, die weltumspannende Mission beginnen. Also erklärte Mohammed Mekka den Krieg.

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Archäologie und neueste Quellenforschungen lassen nur den Schluß zu, daß der Prophet Mohammed keine historische Person ist. Zudem bringen es viele Suren leicht auf ein Dutzend verschiedene Interpretationen und das Koranarabische hat es um 650 nicht gegeben, weder in Sprache noch in Schrift, da es erst im 9. Jahrhundert entstand. Geschrieben wurde im arabischen Raum um 650 in aramäisch. Änderungen, Fehler, Fälschungen und Irrtümer sind zu Tausenden belegt. Nach islamischer Lehre ist jede Änderung am originalen Text eine Gotteslästerung. Nimmt man diese Aussage (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=aussage)ernst, dann ist der heute offizielle Koran eine einzige Gotteslästerung. (Norbert G. Preßburg: Good Bye Mohammed. Wie der Islam wirklich entstand. In: www.theologisches.net (http://www.theologisches.net))

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Wir können hier einen Unterschied zu anderen Religionsstiftern erkennen: Mohammed verstand sich auch als Staatsmann, als Krieger. Er setzte als Alpha-Männchen die Maßstäbe, bestimmte die Regeln und brachte diese in die politische Wirklichkeit.
Wie anders mutet da Jesu Wort an, der dem Kaiser geben wollte, was des Kaisers ist (Matth. 22, 21), obgleich er diesen Kaiser doch hätte hassen müssen. Aber Haß ist keine christliche Eigenschaft, eine Mohammeds schon. Er haßte die Ungläubigen, sie galt es zu besiegen und dem eigenen Machtbereich einzuverleiben, gegebenenfalls durch Totschlag, Mord und Intrigen, offenen und versteckten Krieg, Verrat (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=verrat). Mohammed wollte die politische Ordnung bestimmen. Mekka wurde zum politischen Zentrum seines Wirkens. Er trachtete danach, alle Araber unter seinem Szepter zu vereinigen, sie dazu zu bringen, ihn als einzigen Propheten Gottes anzuerkennen. So verband Mohammed alle arabischen Stämme unter dieser Idee. Es ist keine religiöse Idee (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=idee), sondern eine machtpolitische, deshalb mußten unmoralische Mittel folgen. Andererseits war diese politische Zielstellung nur ein Mittel für die Durchsetzung ethisch-moralischer. Mohammeds wichtigstes Ziel war es, Feinde miteinander zu versöhnen. Das Befolgen seiner Vorschriften soll nur dann von Wert sein, wenn Demut hinzukommt. Daneben soll der Muslim Hungrige speisen, also Almosen geben, Frieden verbreiten und Menschen zusammenführen.
All das erinnert sehr an Zielstellungen anderer Religionen auch. Der Islam jedoch verbindet weltliche und politische Eroberungsaufgaben, bei denen sittliche Fragestellungen nur eine nachgeordnete Rolle spielen, mit diesen religiös-sittlichen Zielstellungen, verbindet das Schöne mit dem Häßlichen. Der Muslim will erobern. Eine innere, vertiefende Religiosität ist überflüssig, er betont Formales zuungunsten innerer Zucht. Dem Muslim ist die rituelle Waschung nicht weniger wichtig als die moralische Gesinnung. Und hat er die nicht, kann er den Weg ins Paradies (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=paradies)immer noch über die Befolgung der äußeren Zuchtmittel erreichen. Das ist primitiv und hemmt die innere Auseinandersetzung mit Problemen. Das politische Alltagsleben ist von der Befolgung diverser Vorschriften durchzogen, so daß es keine Trennung zwischen profanen und religiösen Handlungen gibt; eine Gängelung des Menschen tritt so ein, gepaart mit strikter Kontrolle durch Staat und Gesellschaft, besonders dann, wenn Eiferer an der Spitze der muslimischen Kirche stehen. Allerdings ist dies dem Wesen nach auch ein Merkmal des westlichen Pragmatismus (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=pragmatismus), der glaubt, daß gute Gesetze die Menschen dazu erziehen, selber gute Menschen zu werden und alles Tun danach bewertet und abklopft, was es dem einzelnen und der Gemeinschaft (meist in Form von Geld) einbringt.
Ein heute oft kritisierter Aspekt des Islam ist seine Stellung zur Frau: Mohammed verbot sehr viel, die Polygamie nicht. Damit nahm er die Demut aus der Funktion, die in der Hadith (nicht im Koran, dem Lesebuch des Islam) eine expositionelle Bedeutung besitzt. Die Liebe blieb sekundär, gleichwohl etliche sie sowieso als eine Erfindung des 13. Jahrhunderts bezeichnen, man Mohammed also hier nichts anlasten kann. Der Islam ist keine Religion der Liebe (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=liebe)und keine der Gleichheit der Geschlechter. Eine Huldigung, wie sie Maria im Christentum erfährt, ist für eine Frau im Islam undenkbar. Ein Wort vom Ewig (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=ewig)-Weiblichen, das uns hinanzieht, wie es Goethe in Faust II formulierte, ist dem Muslim unsagbar. Aber unmöglich ist auch die Prostitution, wie sie jedes christliche Land kennt und wie sie im Orient (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=orient) vor dem Siegeszug des Islam in Form der Tempelprostitution bekannt war.


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Zur Geschichte des Lehnwortes „Assassin“ (Feind, Mörder): Es gab einmal eine muslimische Geheimsekte, die den Meuchelmord benutzte. Jedes Mitglied dieser Sekte war verpflichtet, einen Befehl des Großmeisters auszuführen, auch wenn er das eigene Leben kosten würde. Das bedarf großen Fanatismus'. Um diesen Fanatismus zu steigern, wurden zwei Mittel eingesetzt, ein theologisches und ein physisch-psychischeS. Das theologische Mittel bestand darin, den Sektenmitgliedern das Paradies zu beschreiben, in das sie eingehen würden, wenn sie im Dienste des Ordens handelten. Das physisch-psychische Mittel war Haschisch, womit die jungen Mitglieder des Ordens genährt wurden, anfangs ohne deren Wissen. In dergleichen Rauschzustand versetzt, fanden sich die Berauschten in Frauengemachen wieder, wo sie auf jede nur erdenkliche Art verwöhnt wurden, was sie verzückte, bis sie einschliefen. Beim Aufwachen wurde ihnen erzählt, sie seien im Paradies gewesen und hätten Paradiesesfreuden vorweggenommen. Jeder im Auftrag des Großmeisters Sterbende würde in dieses Paradies eingehen. Die Angehörigen dieser Sekte nannten sich Haschischleute oder Haschaschinen. Als die Kreuzfahrer im Orient mit ihnen in Berührung kamen, übernahmen sie dieses Wort und da die Haschaschinen ihre Gegner brutal ermordeten, blieb nur die Bedeutung ihrer Taten, aber der Bezug zum Haschisch vernebelte sich.

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Der Islam brachte nie die Kraft auf, sich zu reformieren resp. erlebte nie eine Renaissance. Reformation (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=reformation)und Renaissance (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=renaissance)prägten das heutige Menschenbild der Individuation, der Selbstverwirklichung, der nationalen Eingebundenheit, der Verantwortung (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=verantwortung)und der Selbsthinterfragung, der Kritik, im christlichen Teil der Welt. Die Unfähigkeit zur Reform liegt in der Grundlehre des Islam, die eben Ergebenheit in das durch den Propheten verkündete (und im Koran schriftlich fixierte) Wort Gottes fordert, was KEINE Interpretationsmöglichkeit läßt und somit eine Diskursethik (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=diskurs)von vornherein unterbindet, währenddessen der Christ nicht das Wort Gottes in seinem Neuen Testament liest, sondern von Gott inspirierte Wörter, was etwas fundamental anderes ist und eben viele Interpretationen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=interpretation) möglich macht. Auch sind die Texte des Neuen Testaments nicht von Jesus selbst verfaßt worden, sondern von seinen Jüngern, die des Evangelisten Johannes sogar erst vierzig Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung, so daß selbst die frühen Christen diese Texte von vornherein eher kritisch als ehrfürchtig lasen und schlichtweg darüber auf vielen Konzilen debattierten, wie heilig sie ihnen sein sollen. Doch auch im Westen gibt es den Hang zur Indoktrination und Einpassung der Menschen in ein System (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=system), es fungiert nur anders und nennt sich Aufklärungskultur, die immer im Zeichen der Rationalisierung (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=rationalismus)der Welt steht, letztlich der Entindividuation. Die Formulierung objektiver Ordnungen führt dazu, den einzelnen einzupassen und zu einem Teil desselben zu machen. Die orientalische Kulturentwicklung dagegen betont das Seelische, den Abgrund des Subjekts, wie der Islam auch ein Absinken in das Formlose, Seelische zum Ziele hat, was nur erreicht werden kann, wenn sich der einzelne seiner Individualität bewußt ist.


Aufgaben:



Fasse Mohammeds Leben in zehn Stichpunkten zusammen! Benutze eine zweite Quelle (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=quelle)! (I)
Erkläre die Schwierigkeiten, die Mohammed lösen mußte! (II)
Diskutiere die Unvereinbarkeit der im Text beschriebenen Systeme und biete eine Lösung an, die beide Seiten für die Zukunft existieren läßt! (III)
Formuliere Gründe für die Unverträglichkeit einer humanistischen Weltanschauung mit den Paradigmen des Islam! (II)



[1] Alaha nannten die syrischen Christen ihren Gott.

[2] Der Islamforscher Luxenberg behauptet, Mohammed habe es nie gegeben.

[3] Moses war der erste Prophet, der Gott singularisierte: es kann nur Einen geben! Moses war es auch, der Gott als rein geistige Macht außerhalb der Stoffwelt stellte, die diese schuf und beherrscht. Gott ist somit auch Garant der sittlichen Ordnung, der den Menschen Regeln gibt und Gehorsam verlangt. – Mohammed erkannte Moses als Propheten an.

[4] ein Lehnwort aus dem Aramäischen, salam (Heil), was im Griechischen swthria lautete

[5] Die Frage nach der Freiheit des Willens wird von Christen unterschiedlich beantwortet. Seit Jahrhunderten wird dieser Streit nicht nur theologisch, sondern philosophisch geführt. Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht.




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