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aerolith
18.05.15, 18:14
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Es gibt nicht erst seit dem 19./20. Jahrhundert dynastische Verbindungen zwischen England und Deutschland. Die Ehefrau Ottos des Großen, Editha, kam aus England. Auch Heinrichs V. Frau, Mathilde, kam aus England und kehrte nach Heinrichs Tod 1135 wieder dorthin zurück, wo sie von neuem verheiratet wurde, diesmal mit einem Plantagenet, dem Grafen Gottfried von Anjou, der später König von Jerusalem wurde. Ihren Sohn hatte sie Heinrich genannt, aber er wurde nicht Heinrich VI. und Kaiser, sondern kam 1152 als Heinrich II. resp. Henry II. auf den englischen Thron. Um seinen Thron zu festigen, heiratete er Eleonore von Aquitanien, die acht Jahre älter war, aber in die Ehe weite Landstriche im Südwesten Frankreichs einbrachte. Henry griff nach Irland über, das bis ins zwanzigste Jahrhundert Machtbezirk der englischen Krone bleiben sollte. Er erkannte, daß er das Recht einsetzen mußte, um seine Macht zu sichern und berief Juries. Das Prinzip (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=prinzip)der Rechts-Herrschaft ist einfach: Man schafft einen Zustand, den man durch Gesetze festigt und sucht sich Teilhaber an der Herrschaft (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=herrschaft), die einerseits an der Macht teilhaben und andererseits die Arbeit (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=arbeit)machen, indem sie potentielle oder tatsächliche Störer der Verhältnisse töten oder ins Gefängnis stecken oder mundtot machen. In England halfen Henry II. die Mitglieder der Juries (Geschworenen) bei der Durchsetzung seiner Rechtsvorstellungen und gewannen selber bei der Aufteilung der Beute, also des Besitzes derjenigen, die von ihnen verurteilt worden waren. Kaum hatten sie ihre Pflicht (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=pflicht)getan, wurden sie gegen ähnlich veranlagte und verpeilte Geschworene ausgetauscht, so daß Henrys Parteigängerzahl von Prozeß (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=prozeß)zu Prozeß wuchs. Die Prozedur der Rechtsverfestigung sah vor, daß sie in diesen Prozessen Tatsachen feststellten, die ein professioneller Richter dann zu einem Urteil (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=urteil)formulierte. Gerecht war dann das, was mit den Gesetzen konform ging. Erst in der Neuzeit wurde hier eine Diskrepanz zwischen Recht, Gerechtigkeit (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=gerechtigkeit)und Rechtsempfinden festgestellt, allerdings bis heute nicht ausgeglichen.


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„In England konnte sich das Willkürregiment des besiegt heimkehrenden Herrschers [Johann ohne Land; Bruder von Richard Löwenherz] nicht halten. Weltliche und geistige Aristokratie mit Unterstützung auch der Londoner Bürgerschaft rang ihm 1215 das Privileg der 'Magna Charta' ab, das in der Rückschau wegen der gesetzlichen Einschränkung der absoluten Königsgewalt zwar als Keim der konstitutionellen Entwicklung Englands betrachtet werden kann, damals aber vornehmlich eine Sicherung der Kronvasallen durch Rückgreifen auf älteres Lehnsrecht suchte und nur in diesem Sinne außerordentliche Finanzbeihilfen an deren Zustimmung knüpfte, ja gegen Treubruch des Königs ihr Widerstandsrecht guthieß. Daß man freilich in berechtigtem Mißtrauen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mißtrauen)Johann einem förmlichen Überwachungsausschuß unterordnete, war ein revolutionärer Akt, gegen den der König den Beistand des päpstlichen Lehnsherrn anrief. Indem nun Innocenc III. [der Papst und Lehnsherr des englischen Königs] die 'Magna Charta' für nichtig erklärte, deren Anhänger aber den französischen Kronprinzen Ludwig als König ins Land riefen, brach auf der Insel der Bürgerkrieg aus, der nur durch Johanns Tod (1216) ein rasches Ende fand. Jedoch konnte der [englische] Thron für dessen unmündigen Sohn Heinrich III. unter Regentschaft tüchtiger Beamten, die eine Erneuerung der um Steuerbewilligung und Überwachungsausschuß gekürzten 'Magna Charta' durchsetzen, behauptet werden. Das Reich [Britannien] lenkte so wieder in ruhigere Bahnen ein, freilich nicht ohne daß der Anteil der Stände am Staatsleben gestiegen war, die Krone eine erhebliche Schwächung erlitten und die Kurie durch ihre Legaten stärksten Einfluß gewonnen hatte.“ (Hampe, S. 381.)

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Der deutsche Schöffen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=schöffe)-Grundsatz dagegen sah eine ständige Beteiligung angesehener Bürger bei der Urteilsfindung im Gericht vor: deutsche Schöffen beraten mit dem Richter gemeinsam das Urteil und sind danach nicht aus der Verantwortung entlassen, sondern bleiben im Amt, bis sie selbst ausscheiden wollen oder hinausgewählt werden.
Henry II. klärte eindeutig die Regelungen bei der Bischofswahl. 1164 setzten die Konstitutionen von Clarendon fest, daß der König die Bischöfe besteuern, sie dagegen keine Untertanen des Königs exkommunizieren [aus der Kirche ausstoßen und damit zum Rechtlosen erklären] durften, ohne den König zuvor zu befragen und daß der König Streitfälle zwischen Kirchenoberen und Laien entscheide; zudem erzwang der König, daß seine Beamten die Gerichtsbarkeit der Bischöfe beaufsichtigen und Kleriker Hilfe vom Papst nur mit seiner Erlaubnis anfordern dürften. Allerdings besaß der englische König weniger Macht als der deutsche, da er nur über das Rechtsmittel des Untertaneneides verfügte, was Belehnung vorausgeht, diese aber selbst nicht bedeutet. Dieser Untertaneneid sicherte dem englischen König seit dem 11. Jahrhundert die Treue (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=treue)aller Untertanen, die allen direkten Lehnseiden vorausgeht. Doch während der deutsche König jederzeit Lehen entziehen konnte, war das dem englischen nicht möglich. Er benötigte den Umweg über den Untertaneneid und mußte Eidbrüchigkeit resp. Felonie (Treuebruch) nachweisen.
Besonders streng war der englische König in bezug auf Auslandsfahrten seiner Untertanen: Kleriker mußten dafür eine Erlaubnis des Königs einholen. Damit war die Trennung zwischen Kirche und Staat bestimmt; der Staat hatte sich die Herrschaft gesichert, indem er jeden Kleriker zuerst als Untertanen behandelte, beließ aber der Kirche Freiräume, indem er sich in Kirchenfragen nicht einmischte und erst aktiv zu werden vorgab, wenn es zu Streitfällen käme, die Kleriker mit der weltlichen Obrigkeit ausfochten. Im Reich dagegen prägte sich schon im hohen Mittelalter (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=mittelalter)das Prinzip aus, daß das Recht vom Stärksten in einem Rechtsbezirk gesprochen wurde. Der König hätte sich zwar in Streitfällen hier auch durchsetzen können, aber dies wurde nicht paraphiert. In England ging die politische Tendenz zu einem absoluten Königtum, im Reich dagegen zu einer räumlich aufgefaßten Herrschaftsform, daß also jene von dem bestimmt wurde, der in einem bestimmten Gebiet der Stärkste war.
Dieser historische Prozeß vollzog sich in England nicht ohne Kampf. Es sei das Beispiel des Erzbischofs von Canterbury genannt, Thomas Becket, der seine von Henry II. geforderte Unterschrift unter das Dokument von Clarenden verweigerte und darum vor Gericht befohlen wurde. Doch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kam es nicht. Ritter ermordeten Becket 1170 in vorauseilendem Gehorsam, um sich beim König lieb Kind zu machen, der die Tat natürlich verurteilen mußte, öffentlich Buße (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=buße)tat und sich sogar geißeln ließ, dem sie aber politisch zupaß kam. Um sich mit dem Papst auszusöhnen, gab Henry II. bekannt, mit Barbarossa (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=friedrich&s[]=barbarossa#friedrich_i._barbarossa)zusammen einen Kreuzzug zur Eroberung Jerusalems zu führen.
Doch auch dazu kam es nicht.
Henry II. hatte sich mit seinen Söhnen überworfen, nachdem er deren Frauen (!), also seine Schwiegertöchter, vergewaltigt hatte. Zwei der vier Söhne starben vor der Zeit, aber Richard (Löwenherz) und Johann (John) verbündeten sich gegen ihren Vater und holten auch den König von Frankreich mit auf ihre Seite. Henry II. verlor den Kampf und überließ seinen Söhnen die Macht. Richard setzte sich gegen seinen Bruder durch und zog als englischer König nach Palästina. [1] Er war an Ruhm und Kampf interessiert, starb kinderlos und überließ seinem Bruder John das Erbe, der es dadurch sicherte, daß er alle potentiellen Konkurrenten ermordete. Das war Johns gängige Methode, mit Widerständen fertig zu werden. Wir erkennen auch hier einen prinzipiellen Unterschied zur Politik im Reich (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=reich). Kein deutscher König ermordete einen Widersacher. Im Zweikampf besiegen, ja; auf dem Schlachtfeld einander gegenüberstehen und den Besseren ermitteln, ja. Es fällt hier eine Diskrepanz zwischen dem Intrigenspiel der Mächtigen inner- und außerhalb Deutschlands auf: außerhalb Mord und Totschlag; innerhalb Deutschlands ist ein Fall für den Tod eines Königs bekannt (Philipp von Schwaben), bei dem dieser von einem Außenstehenden getötet wurde, und dieser Tod war nicht einmal politisch motiviert (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=motiv).
John hatte keine Skrupel. Als der Papst über England das Interdikt aussprach, um die Bestimmungen von Clarenden im Sinne des Papsttums zu revidieren, ließ John den ärgsten Befürworter der Papstpartei, den Erzdiakon von Norwich, mit Gewichten erdrücken, woraufhin die englischen Geistlichen ihren Widerstand aufgaben. Der Papst beauftragte darum den König von Frankreich, der ein Auge auf die englischen Besitzungen auf dem Festland geworfen hatte, mit der Strafexekution. John ließ sich von wichtigen Untertanen Geiseln aushändigen und versicherte sich so ihrer Gefolgschaft. Die Familie einer geflohenen Geisel ließ er ermorden: sie wurden eingesperrt und verhungerten.
Johns Terror hatte Auswirkungen bis ins Reich. Heinrich der Löwe war Schwager Johns. Ein Kind des Löwen, Otto, war zum deutschen König gewählt worden. Im Reich gab es einen Opponenten, den Staufer [2] Friedrich. Otto fand in John einen Bundesgenossen, Friedrich im König von Frankreich. 1214 kam es zur Entscheidungsschlacht, in der Friedrich und Philipp von Frankreich siegten. John mußte handeln. Er unterwarf sich dem Papst und erkannte einen von dem Benannten als Erzbischof von Canterbury an. John ging soweit, daß er sein Königreich als Papstlehen anerkannte, wofür ihn der Papst vom Bann löste. Aber John glaubte sich zu früh am Ziel. Die englischen Adligen und die reichen Kaufleute aus London wollten Rechtssicherheit und sich nicht auf die wechselnden Launen ihres Herrschers verlassen müssen. Sie verbanden sich und fanden auch die Unterstützung des Erzbischofs. Vor den Toren der Stadt London zwangen sie John 1215 zu einem Versprechen, der magna charta, die bis heute als Verfassungsurkunde Englands gilt und das in dem Sinne auch sein darf, da zum ersten Mal in der englischen Geschichte Gewalt von den Unterworfenen ausging, die ihrem König den Text diktierten. Der Text enthält keine präzisen Rechtsgrundsätze, zeigt aber, was den Menschen dieser Zeit wichtig war, darum hier einige Auszüge:



Kein Polizist soll Getreide oder Vieh einziehen, ohne es sofort zu bezahlen.
[I]Nullus vicedomus noster capiat equos vel caretas alicuius liberi hominis pro cariagio faciendo nisi de voluntate ipsius liberi hominis. (Kein Sheriff darf von einem freien Mann verlangen, daß er vor einen Wagen o.ä. gespannt wird.)
In jeder Grafschaft sollen zwölf Ritter von ehrenwerten Herren (probos homines) gewählt werden, die Beschwerden gegen den Sheriff, Förster oder Beamte abstellen.
Die Strafe soll der Tat angemessen sein, durch Juries festgestellt werden, bei Adligen durch Standesgenossen (per pares suos), und den Betroffenen nicht ruinieren.
Eine Frau darf keine Anklage führen, es sei denn, ihr Mann ist ermordet worden.
Witwen müssen nicht wieder heiraten und sollen ihr Wittum erhalten.
Gericht soll an festgelegten Orten stattfinden.
Rechte dürfen nicht verkauft werden.
Nullus liber homo capiatur vel imprisonetur, aut dissaisiatur, aut utlagetur, aut exuletur aut aliquo modo destruatur, nec super eum ibimus, nec super eum mittemus, nisi per legale iudicum parium suorum vel per legem terrae. [Kein freier Mann, d.i. der Adlige, soll gefangengesetzt, in die Acht getan, verbannt oder geschädigt werden als nach dem Urteil seiner Standesgenossen und dem Gesetz des Landes. (Artikel 39)]
Der König hat seine fremden (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=fremd)Söldner zu entlassen.
Die Freiherrn Englands wählen fünfundzwanzig Freiherrn (Lords). Wenn der König einen Artikel der Charta verletzt, so sollen vier Freiherrn das dem König vortragen. Nach vierzig Tagen muß Abhilfe geschaffen worden sein, sonst sollen es die vier Freiherrn den fünfundzwanzig vortragen und diese das Recht besitzen, den König auszupfänden und ihm die Treue zu versagen. (Artikel 61)


Wie kompliziert die englische Politik dieser Jahre war, erhellen die Reaktionen auf diese Charta [3], die nie in Kraft (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=kraft)trat und dennoch eine ungeheure Wirkung auf die englische Geschichte ausübte. Der Papst erklärte sie für ungültig und John nahm den Kampf gegen seine Lords wieder auf. Die erklärten ihn kurzerhand für abgesetzt und wählten den Sohn des französischen Königs zum Herrn. John starb bald darauf; sein neunjähriger Sohn Henry wurde König, Henry III.. Man einigte sich: Der Papst ließ einen Vormund einsetzen, der Gegenkönig kehrte gegen eine Immunitätserklärung [ihm sollte nichts passieren] nach Frankreich (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=frankreich)zurück. Jetzt bestätigte der Papst die magna charta, ließ aber die wichtigsten Artikel der politischen Mitbestimmung und der Verteilung von Steuergeldern außer Kraft. Dieses Spiel dauerte die nächsten Jahrzehnte an; insgesamt wurde die magna charta 38mal bestätigt, nie aber für alle Teile. Die Freiherrn (Lords) und reichen Londoner Kaufleute konnten den Gedanken einer politischen Mitbestimmung nie wieder aus ihren Köpfen bannen und kamen gegebenenfalls darauf zurück, vor allem dann, wenn der König Geld brauchte, was oft der Fall war. So kam man in England über den Umweg der Gewährung von Geld (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=geld)allmählich zu Zuständen der Machtteilung (Partizipation (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=partizipation)), wie sie in Zentraleuropa in Ansätzen schon unter dem Merowingern (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=merowinger)ausgebildet worden war, als die Grafen einsetzten, um in die Einzelteile ihres Reiches Ordnung zu bekommen, was sie u.a. damit bezahlen mußten, daß sich diese Grafen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=graf)allmählich, zu Herzögen aufgestiegen, das Recht erkämpften, den König wählen zu dürfen. In England dagegen gab es keine regionalen Selbständigkeiten, sondern regierte der König mit straffer Hand durch seine Beamten. Es gab von alters her eine angelsächsische Form des Parlaments, die Witan, in der sich alle Grundbesitzer treffen durften, um über anstehende Fragen zu sprechen. Doch dies war jetzt im 13. Jahrhundert nicht mehr angemessen, auch zu viele hätten daran teilnehmen dürfen. Dieses altgermanische, auf Gleichheit der Besitzenden beruhende Recht hatten die normannischen Eroberer verdrängt und statt dessen die straffe Hand eines selbstgewissen Königs gesetzt. Wie sollte also nun ein Kompromiß aussehen, da der Stammesgegensatz zwischen Normannen und Angelsachsen im Laufe der Jahrhunderte einem allgemeinen englischen Bewußtsein gewichen war?


Aufgaben:



1. Liste wenigstens drei deutsch-englische Adelshäuser-Verbindungen auf! (I)




2. Differenziere das englische Jury- vom deutschen Schöffensystem! (II)



3. Beschreibe die Politik Henrys II. und die seines Sohnes John! Welches Ziel verfolgten sie? (II)




4. Erkläre die Bedeutung der magna charta mit Hilfe wenigstens dreier Artikel! (II)



5. Nenne den wichtigsten Artikel der mc und begründe deine Entscheidung! (III)



B. Frankreich
Das französische Königtum bildete sich über die zentrale Besitzungen der mächtigsten Familie (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=familie)um Paris, dem Zentrum Frankreichs. Wann der Begriff Frankreich entstand, ist nicht ganz klar, jedenfalls nach der Entstehung Deutschlands am Ende des zehnten Jahrhunderts und jedenfalls durch Erweiterung eines geographischen Begriffs für das Gebiet um Paris, der Ile de France, dem Kernstück der westfränkischen Herzöge, von dem ausgehend in einer Art Kreise ziehenden Eroberung eine Landschaft nach der anderen erobert wurde, entweder durch militärische Annexion, Erbfall oder Kauf. Das anfangs schwache Königtum konnte sich behaupten, weil es zu wenige Widersacher gab, die in Frage kamen, denn der mittlere Adel bekriegte sich unaufhörlich, ohne daß sich einer von ihnen emporschwingen oder dauerhaft durchsetzen konnte. Als im 12. Jahrhundert Eleonore von Aquitanien die Möglichkeit besessen hatte, mit Hilfe des von ihr geehelichten französischen Königs ein Herrschaftsgebiet herauszubilden, das an das heutige Frankreich hätte erinnern können, zog sie es vor, sich von ihrem mönchisch lebendem Mann zu trennen und den acht Jahre jüngeren Heinrich Plantagenet aus England zu ehelichen, dem sie sieben Kinder schenkte. Nunmehr besaßen die Briten einen Rechtsanspruch auf Gebiet in Frankreich, das größer war als das des französischen Königs. Krieg darum unausweichlich. Der ließ aber noch auf sich warten, weil das französische Königtum jener Zeit keine Chance gegen das britische oder deutsche besessen hätte und nur darauf hoffen konnte, mit dem einen oder anderen Partner den Gegner auszustechen.





[1] John blieb als Regent in England. Er führte die Geschäfte so schlecht, daß es zu Aufständen kam. Am bekanntesten wurden die Ereignisse im Sherwood Forest in Mittelengland, die sich um einen Kleinadligen namens Robin Hood ranken.

(http://www.vonwolkenstein.de/forum/#_ftnref2)[2] Das schwäbische Grafengeschlecht der Hohenstaufer, kurz Staufer, verschob den politischen Machtschwerpunkt des Reiches vom Nordosten (Ostfalen (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=ostfalen)) in die fränkische Mitte (eine Achse Regensburg-Nürnberg-Würzburg-Frankfurt/Main). Seit Konrad III. bestand Anspruch auf das Reichsgut, nicht jedoch auf das Hausgut der Salier (http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=salier)oder Lothars von Süpplinburg. Die Aufenthalte Konrads III. um 1140 in Sachsen deuten darauf hin, daß er dort Reichsrechte wahrnehmen wollte, die ihm die sächsischen Adligen kaum gegeben haben werden. Im Rheintal setzte er Akzente in Speyer und Straßburg, mithin salischen Kernlanden. In den vierzehn Jahren seiner Herrschaft reiste er allerdings nicht soviel wie seine ottonischen und salischen Vorgänger.


[3] Die Charta verbürgte den Besitzenden und Adligen Schutz vor dem König oder auch seinen Sheriffs. Dem einfachen Manne wurde kein Schutz zugesagt.


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