aerolith

Notizen November 2015

Bewerten
Die innenpolitische Situation verschärft sich. Es bilden sich Bürgerwehren. Das Gewaltmonopol des Staates ist in Gefahr, weil er den Bürgern keinen Schutz mehr gewährleisten kann und die Angst wächst.

"Notizen November 2015" bei Digg speichern "Notizen November 2015" bei del.icio.us speichern "Notizen November 2015" bei StumbleUpon speichern "Notizen November 2015" bei Google speichern

Kommentare

  1. Avatar von aerolith
    Tabakiana. Als Raucher gehört man inzwischen zu einer bedauerten und gefürchteten, zuweilen auch diffamierten Minderheit. Wir werden immer weniger. Verwirrend an dem unten verlinkten Bericht ist, daß zwar etwa 30% der Bevölkerung rauchen, aber nur 13% an Krankheiten sterben, die auf Tabakkonsum zurückgeführt werden. Was denkt da der kluge Mann? Vielleicht sterben mehr Menschen daran, daß sie nicht rauchen? Genau.
    Es soll eine Sucht sein. Das kann ich von mir nicht bestätigen. Ich rauche seit 35 Jahren, aber ich rauche sehr unbeständig. Zuweilen rauche ich Wochen gar nicht, dann an einem Tag beinahe eine Schachtel, meist an Fußballtagen. Aber auch dann nicht immer, selbst wenn das Spiel spannend ist. Ist das Suchtverhalten? Ich glaube, das Rauchen ist nur für die Suchtmittel, die auch anderes süchtig konsumieren: Menschen, Alkohol, Meinungen, Informationen, Unterhaltung...

    Tabakverbauchstbericht hier
  2. Avatar von aerolith
    In den Diskussionen zur Zuwanderung wird auf beiden Seiten kapitalistisch argumentiert. Die einen behaupten, sie täte not, die anderen nennen die Kosten. Das ist keine Alternativdiskussion. Beide Seiten sollten sagen, was sie wollen und nicht eine Argumentation der Not betreiben. Deutschland wird nicht untergehen, wenn kein Zuwanderer kömmt und es wird nicht untergehen, wenn viele Zuwanderer kommen. Im einen Fall müßte man die Wirtschaftsweise in ein paar Jahren ändern und vielleicht mal ins Auge fassen, wirklich bloß das zu produzieren, was man braucht, auch im Tausch zu Gütern, die hier nicht produziert werden oder schlichtweg von den Deutschen gewollt werden, also gegen etwas getauscht werden, was andere wollen. Aber müssen wir zehn Millionen Autos mehr produzieren, als sie hier gebraucht werden?
    Ein Zuviel an Zuwanderung verträgt kein Gemeinwesen. Da gibt es immer Bürgerkrieg. Mir ist kein Fall einer friedlichen Einwanderung bekannt. Es gab immer Verteilungskämpfe.

    Mir wäre es sehr recht, wenn das kapitalistische Wirtschaften beendet würde. Mir wäre es aber auch sehr recht, wenn jedem Menschen auf der Welt das Recht zur freien Wahl seines Lebensmittelpunktes gewährt werden würde. Die Lösung? Einwanderern kein Geld geben und sie an die hier geltenden Gesetze binden. Das aber wird nicht passieren, weil das kapitalistische Denken vorherrscht.
  3. Avatar von aerolith
    Heute nacht haben meine Gingkos ihre oberen Blätter abgeworfen. Sie stehen zwei Meter voneinander entfernt, der eine windgeschützt, der andere an der Außenseite des Fensters, nicht windgeschützt. Trotzdem war es bei beiden heute an der Zeit. Sie kommunizieren.

    Draußen sind 15°. Es wird Winter.
  4. Avatar von aerolith
    Der russische Sport soll dopingverseucht sein und man fordert einen Ausschluß Rußlands bei den Olympischen Spielen.

    Uups! Das ist ja nun die absolute Überraschung. Damit rechnete ja nun niemand. China, USA, Kenia u.a. dürften wohl ähnlich dopingverseucht sein. Aber an Rußland wird jetzt ein Exempel statuiert. Verheuchelte Bande.

    Der Sport wird erst dann sauber, wenn man überall aufräumt und am Ende nur noch zehn oder zwölf Nationen bei der Eröffnungsveranstaltung einlaufen. Das aber wäre schlecht fürs Geschäft. Also nimmt man sich die sowieso vom Westen gefemten Russen und schreit als Hauptnutznießer der Kriminalität beim Sport: "Haltet den Dieb!" Der Klassiker.
  5. Avatar von aerolith
    Ein großer Politiker starb heute: Hellmuth Schmidt. Mein bundesdeutscher Lieblingspolitiker. Unvergessen bleibt mir sein Auftritt am 3. Oktober 1976, als er Kohl in der Bundestagswahl besiegen konnte und Kohl ziemlich wütend wirkte. Zu dieser Zeit feierte ich den 13. Geburtstag meiner Freundin Viktoria mit modernen Gesellschaftstänzen. Bald kam Schmidt in die DDR. Da wirkte Honnecker ziemlich proletarisch mit seiner Bäfo auf der Rübe. Schmidts Stern sank, nachdem er dem NATO-Doppelbeschluß zugestimmt hatte. Damit verlor die sozialdemokratische Politik an Überzeugungskraft und er wurde zu einem Statthalter amerikanischer Politik. Seiner persönlichen Wirkung auf mich tat das keinen Abbruch. Ich hörte ihm immer gern zu, auch wenn mir nicht alles gefiel, was er sagte. Es war das Wie. Das war eine Sprache, ein Tonfall, eine Eleganz, die kein heutiger BRD-Politiker besitzt, am ehesten noch Gysi, aber der ist mir zu verschmitzt - und das traf auf Schmidt nie zu.
    Mit Schmidt stirbt ein Stück familiäre Bindung an meine sozialdemokratische Großmutter. Ich bin heute auch ein Stück Wegs zum Grabe gegangen.
  6. Avatar von aerolith
    Über ein Lied gestolpert, das ich 1991 mal aufnahm. Bis heute wußte ich nicht, wer es sang. und - tatsächlich -, ich fand dann über den Text auch den Interpreteten, Peter Holsapple. Eine hatte sich erbarmt und Teile des Textes in einem Forum eingestellt. Nun weiß ich endlich, wozu Foren gut sind.

    Hier leider nur die youtube-Version, die schlechter ist als die von der CD. Aber es läßt sich ahnen, wie traurig das eigentlich ist. So mote I do.

  7. Avatar von aerolith
    Ich halte das für ziemlich dämlich von den Franzosen, jetzt aus der Luft Bomben abzuwerfen, um den IS zu zerstören. Will man militärische Erfolge erzielen, muß man sie zu Boden bekämpfen.
  8. Avatar von aerolith
    es finden sich doch etliche fehler in meiner weltgeschichte. heute mußte ich die begrifflichkeit "parlamentarismus" bei sieben eintragungen in beiden bänden rekapitulieren und entsprechend ändern. dabei liegt es doch auf der hand: -ismus ist immer auf ungleichgewicht angelegt.
  9. Avatar von aerolith
    Gestern viertel Vier fiel die erste Schneeflocke in mein Gesicht. Der Winter ist da. Schön.