aerolith

Notizen Feber 2016

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Dieser Friedrich II. der Große war schon ne Mauß. Stand im Sommer um drei Uhr morgens auf, winters gegen vier. Ein König in legerer Kleidung, aber stets mit Zopf und Dreispitz, dazu ungeputzte Stiefel, die rot schimmerten. Ein Mann, der wenig Wert auf höfische Sitten legte, aber eine strikte Trennung der Stände wollte. Ein Mann, der bürgerlichen Reichtum ablehnte und gleiches von seinen Adligen erwartete.
An solchen Leuten müssen die Nachkommen zerbrechen, wenn sie nur nachahmen und keine eigenen Lebensmuster hervorbringen.

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Kommentare

  1. Avatar von aerolith
    Habe meine Grenzen beim Nieten meiner Fahrradkette erkannt. Das, was so leicht in Lehrvideos beschrieben wird, ist es nicht. Herausgedrückte Nieten lassen sich NICHT wieder einnieten. Ergo: Was Hänschen mal konnte, kann Hans nimmermehr.
  2. Avatar von aerolith
    Die Forderung nach Chancengleichheit ist ein ungerechter und menschenverachtender Ansatz, denn er verkennt Lebensleistungen und will alle Menschen über einen Kamm scheren. Diese Forderung ist Ausdruck der Gender-Ideologie. Ich lehne sie ab. Abgesehen davon ist Gleichheit biologisch unmöglich, auch wenn man Chancengleichheit politisch oder gesetzlich fixiert. Allerdings aber gibt es Ideologen genug, die sie trotzdem fordern.
    Am Ende regieren Schweine oder Amöben, weil die am gleichesten sind.
    Nein, der Weg einer apostrophierten Chancengleichheit ist neoliberales Geschwafel, das vorgibt, eine gerechtere Welt schaffen zu wollen und am Ende nur denen MEHR Chancen einräumen muß, die eben von Natur, durch wirtschaftliche Voraussetzungen oder die richtige Hautfarbe (und damit meine ich nicht weiß, sondern alle anderen) oder das richtige Geschlecht (und damit meine ich nicht männlich oder weiblich, sondern die 222 Mischformen, die von den Gleichheitsjägern zwischenzeitlich fixiert worden sind und bald in den politischen Diskurs geprügelt werden) mehr Chancen bekommen, weil sie eben zur Chancengleichheit bestimmt werden.
    Eine scheußliche Welt wird da entstehen. Ein dystopischer Entwurf, der alle erbrachten Leistungen und Fähigkeiten einem Diktat unterordnet, das den gleichgeschalteten und in vorauseilendem Gehorsam sich windenden Opportunisten geradezu heranziehen muß. Links ist das jedenfalls nicht, rechts aber auch nicht. Es ist, wie gesagt, liberales Gewäsch, das sich ein linkes Mäntelchen umgehangen hat und in Folge des dieser Tage obwaltenden quasilinken Geseires der regierenden Parteien politisch opportun wurde. Am deutlichsten zeigt sich die Verlogenheit dieses Ansatzes darin, wie mit den politischen Gegnern umgegangen wird. Ihnen werden keineswegs die gleichen Chancen eingeräumt. Für die gilt Chancengleichheit nicht, die werden sogar aus Talkrunden ausgeladen - um ihnen kein Podium zu geben, also: um ihnen keine Chance zu geben. (Und damit das hier klar ist: Ich halte die AfD für eine liberale Partei, also für keineswegs aufgeschlossener oder wählbarer als die etablierten.) Es gab Zeiten, da scheute sich die SPD nicht vor der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner. Ich erinnre an Kurt Schumachers Rede im Reichstag 1930, wenngleich auch damals schon eine wirklich inhaltliche Auseinandersetzung weitgehend ausblieb.

    Mache ich es ein wenig konkreter: Dieser Tage wird von den Chancengleichheitsanhängern wieder viel davon gefaselt, daß Assad und Putin in Syrien Bombenteppiche knüpften und es etliche Gegner des Freihandels gäbe. Damit werden die Ursachen des Weltelends in bestimmten Regionen erklärt und zugleich wird behauptet, daß es solche Dinge seien, die Chancengleichheit verhinderten und Flüchtingsströme erzeugten.
    Das ist natürlich eine Lüge.
    Die tatsächlichen Ursachen liegen nicht bei Assad oder Putin (obgleich die natürlich auch keine Unschuldslämmer sind) oder einer Ablehnung des TTIP, sondern bei den westlichen Imperialisten, die seit Jahrzehnten Kriegsgebiete erzeugen, Unruhezonen, die sie dann mit Krieg überziehen und ihre Interessen durchsetzen. Freihandel fördert zudem keine Chancengleichheit, sondern nutzt den Großkonzernen, denn er verhindert, daß regionale Anbieter Marktanteile behaupten oder ausbauen können, fördert also die Arbeitslosigkeit gerade in den ärmeren Weltregionen, die dann ihrerseits politische und soziale Unruheherde schaffen, an deren Ende Flucht oder Vertreibung steht... wohin, natürlich in die Regionen, die für das Elend verantwortlich sind. Und die BRD macht dieses Scheißspiel kräftig mit. Jetzt sogar militärisch!
  3. Avatar von aerolith
    Die erste Kalenderwoche des Jahres ist die Woche, in der der 4. Jänner liegt.

    Merke: Das Jahr beginnt also nicht am 1., was all diejenigen freuen wird, die sowieso der Meinung sind, man müsse nicht unter die besten Drei kommen, um ein Sieger zu sein. Der olympische Gedanke gilt somit auch beim Kalender.
  4. Avatar von aerolith
    Es ist erstaunlich, wie ähnlich Melissentee mit einem halben Teelöffel Honig und Hustensaft schmecken.
  5. Avatar von aerolith
    In Magdeburg erkennt man "Wessiehs" am falschen Zungenschlag. Sie sprechen den Namen der Stadt im Sinne der Magd als Maaagdeburgk aus. Derweil bezieht sich Magde in Magdeburg nicht auf die junge Hofangestellte, sondern auf die Macht, die Karl der Große bei der Gründung der Stadt im Jahre 805 seiner Neugründung gegen die die Elbe überquerenden Slawen angedeiht wissen wollte.

    Der Wiener Hans Moser wußte das offenbar. Denn ganz gegen den süddeutschen Zungenschlag, der aus Münnchen Mühnchen macht und aus Stuttttgart Stuhtgard, sprach der Mann Magdeburg im 1950 gefilmten "Jetzt schlägt's Dreizehn" vorbildlich als Maggdeburg aus, als er ein kriminalistisches Buch mit dem Titel "Der Würger von Magdeburg" anführte, ein Krimineller aus den 1920er Jahren war eigentlich ein Mann aus Rottmersleben/bei Magdeburg. Aber das ist eine andere Geschichte. Wofür meine Heimatstadt auch immer herhalten muß!
  6. Avatar von aerolith
    Doppelter Geburtstag: Mein Vater wäre heute 80 Jahre alt geworden. Mein Lieblings-Beatle George hätte heute seinen 73. Geburtstag gefeiert. Ich höre den ganzen Tag seine Lieder. Mein liebster ist "Isn't it a pity". Famos.

  7. Avatar von aerolith
    Küßchen für mein Söhnchen zum Geburtstag.

    Ich frage mich, wann ich mal wieder ein schönes Buch lese. Ich müßte mich verdoppeln können, dann könnte der eine R. die Schönheit des Lebens auskosten, der andere würde die Leseleiste abarbeiten. In Anbetracht der Situation habe ich mich für die Leseleiste entscheiden müssen. Pflicht und Neigung koinzedieren nur unzureichend.