aerolith

Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2016/17 - Teil II (Rückrunde)

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Die Rückrunde beim FCM beginnt mit einem Torwartwechsel. Statt des Altgedienten Glinker spielt fortan Kronprinz Zingerle im Tor. Der Wechsel scheint angesichts des sportlichen Höhenfluges meines Lieblingsvereins zu verwundern, tut es aber nicht, wenn man genauer hinschaut und sich v.a. die Spielberichte aus der Hinserie durchliest.

Mit Glinker war kein schnelles Gegenspiel möglich. Der Mann brauchte einfach zu lange, bis er sich NACH Ballaufnahme orientiert hatte. Er antizipierte schlecht und tat nichts, um das zu ändern.

In diesem Punkt ist Zingerle ganz anders, besitzt eher die Spielauffassung Neuers, der ein Meister des schnellen Umschaltens ist und das, obwohl sein Verein wohl kaum für sein Konterspiel berühmt ist, sondern für unsäglich ödes Ballbesitzspiel.

Ob Zingerle in der Strafraumbeherrschung und im MannvsMann-Spiel eben so gut spielt wie Glinker, will ich nicht beurteilen können. Jedenfalls scheint unser Trainer hier keine Leistungsunterschiede festgestellt zu haben.

Kurzum: Ich begrüße diese Entscheidung, weil sich für mich damit die Hoffnung verbindet, daß wir bei errungenem Ball schneller in die Puschen kommen. Vielleicht bringt Zingerle seinen Vorderleuten das dann auch noch bei, wo sie wann bereits zu stehen haben, wenn er den Ball höchstwahrscheinlich gleich haben wird und sich nicht erst dann dorthin bewegen, wenn er schaut, wo er hinspielen könnte. Das sind Sekunden, Sekündchen, mitunter halbe Sekunden, die aber im Leistungsfußball bereits die entscheidenden 3, 4 Meter Vorsprung für erfolgreiches Konterspiel möglich machen.

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Kommentare

  1. Avatar von aerolith
    Merkwürdige Dinge tun sich da in den letzten Tagen. Den Anfang machte der Trainer mit dem Wechselt der numero I. Die neue Nr. 1 spielte in Köln dann auch gleich mal unsicher. Schlampige Faustabwehren, mangelhafte Zuspiele mit dem Fuß: Zingerle war kein Sicherheitsfaktor in unserem Spiel. Im Spiel wechselte der Trainer dann falsch ein. Statt mit Düker rechtzeitig einen ballsicheren Spieler zu bringen, brachte er den hibbligen Tarek, dessen Stärke die Ballbehauptung mitnichten genannt werden kann. Beck blieb weiters in der Luft hängen und Kath versuchte es zu oft allein; auch Pulido, nicht bekannt als mannschaftsdienlicher Spieler, kann eben nicht auf den Ball treten, sondern will mit dem Kopf durch die Wand. Die Zeitungen schreiben was vom "Zuspätaufwachen". Ha! Das Spiel wurde einfach falsch gelesen und darum verloren. 1:2.
    Und heute lese ich, daß Ernst, der eben erst wieder an Spielstärke gewann, uns verlassen will und so ein Spielertausch vorgenommen wurde, der eher Würzburg nützen dürfte. Aber warten wir es ab, vielleicht ist der neue DM-Spieler einer, der auf den Ball treten kann. Unser Lothringer jedenfalls sah erst mal zu, obgleich das doch sein Spiel hätte sein können, denn wenn es bei uns am Sonntag irgendwo hakte, dann im DM-ZM-Bereich, wo schlichtweg keine Ruhe einkehrte.

    Der Winter in der Nähe Magdeburgs: Kloster Hadmersleben. Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte:

  2. Avatar von aerolith
    Das erste Mal trafen in Liga III die Trabantstädter aus Westsachsen gegen die Mannen aus der Ostfalenmetropole an. Im Vorfeld hatte unser Trainer wieder mal unlauteres Spiel von seiner Mannschaft verlangt. Im Vorjahr sprach er von "kratzen, beißen...", dieses Mal verlangte er eine Schindermentalität, was im Fußball bedeutet, Gegner und Schiedsrichter bewußt zu täuschen, zum eigenen Vorteil versteht sich. So was kann man vielleicht im Sachsenland von seiner Mannschaft verlangen, nicht aber bei uns in Ostfalen. Wir sind störrisch, gerechtigkeitsliebend, ja, -heischend, und wir mögen es überhaupt nicht, wenn sich jemand einen Vorteil durch unmoralische Mittel erschleichen will. Da pfeifen wir auch die eigenen Leute aus, wenn sie in den Verdacht geraten, so zu handeln. Jedenfalls etliche von uns. Es sollte mich nicht wundern, wenn diese Äußerungen Härtel irgendwann auf die Füße fallen. Offen, gerade, direkt, Frontalästhetik: so lieben wir das, das erwarten wir vom Auftreten und Spiel unserer Mannschaft und vor allem von unseren Verantwortlichen.
    Auch bei der Aufstellung der Mannschaft bewies der Trainer heute keine Souveränität, brachte im IV-Bereich den neuen Mann aus Würzburg, der gleich mal Koordinationsprobleme in den IV-Bereich brachte, ließ vorn gleich drei Fummler auflaufen, dafür aber einen Koordinatoren draußen. Das Ergebnis war Einzelkampf, zu häufig unpräzise Zuspiele und eine sich dadurch verstärkende Unsicherheit in allen Mannschaftsteilen im Laufe der ersten Halbzeit.
    Bedingt durch einen glücklichen Elfmeter zum Ende der ersten Halbzeit sah sich der Trainer offenbar bestätigt und ließ die Mannschaft unverändert weitermurkeln. Glücklicherweise stand mit Zwickau ein Gegner auf dem Platz, der sich in der Liga erst einmal einfinden muß. So spielten also Not gegen Elend. Die Fehleinschätzung der Spielsituation setzte sich auf unserer Seite fort, als Härtel für den indisponierten Fummler Farona den Nickler Tarek einwechselte, der in die Spielsituation nun gar nicht paßte. Die brotlose Kunst setzte sich also fort: Einzelgänge, Hochundweitbälle auf zugedeckte Spitzen, fehlendes Kreisen vor dem gegnerischen, statt dessen vor dem eigenen Strafraum und dann passiert eben das Wahrscheinliche: aus wenigen Chancen werden selten viele Tore. Da muß man schon mal ein System entwickeln, das mindestens sechs Chancen pro Halbzeit erzeugt, damit wenigstens zwei Tore fallen, wenn man schon 0:1 in Rückstand gerät. Mitnichten. Statt also MF-Spiel mit wechselnden Flügelläufen zu initiieren ein Gähnspiel ohne taktische oder strategische Wechsel. Es war nicht so, daß wir noch Stunden hätten spielen können, um ein Tor zu erzielen, aber vier Chancen je Halbzeit sind eben zu wenig für zwei Tore. Es fehlte also eine Halbzeit fürs zweite Tor.

    Zur Einzelkritik:
    Zingerle ein Unsicherheitsfaktor. Ohne schnelle Gegenspielmöglichkeit, denn wir stehen eben nie auf Konter. (5)
    Butzen ohne wirkliches Offensivspiel, weil die Struktur unseres Spiels die heute auch nicht zuließ. Ließ nach hinten wenig zu. (3,5) Weil mit Koordinierungsschwierigkeit, schlampigen (halbhohen) Zuspielen und wenig Impulskraft nach vorn. Kann seine Verpflichtung nicht verstehen, denn eine Qualitätssteigerung gegenüber zuhandenen IV-Spielern ist für mich nicht erkennbar. (4) Handke ohne echte Herausforderung, ohne Impuls nach vorn, ohne Präzision. (4,5)
    Kath mit Flugeinlagen. Ohne Präzision im Zusammenspiel, zu oft mit halbherzigem Flügelspiel. (5) Sowislo ohne Steigerung im Spiel und fehlendem strategischem Timbre. Verlor, was er gewann, spielte ungenau und kam zu langsam zum Ball. Das war heute ein Spiel, in dem er seine Klasse hätte zeigen müssen. (5) Löh mit solider Arbeit. (3) Schwede hätte heute kreative Momente setzen müssen. Brachte den einen oder anderen guten Ball, doch zwingendes Spiel sieht anders aus. Wirkte nicht frisch, weder mental noch körperlich. (4)
    Pulido ohne jedes Spielverständnis. Sobald er am Ball war, war der auch weg oder wurde kurz darauf wieder rückwärts gesichert. Merkwürdige Auffassung von Angriffsspiel. (5,5) Beck hing weitgehend in der Luft. Wie letzte Woche. Erarbeitete sich eine Chance, die er auch beinahe hätte nutzen können. (4)
  3. Avatar von aerolith
    Das Spiel gegen einen Konkurrenten um die Aufstiegsplätze endete mit einem klaren 3:0 für die Elbestädter. Osnabrück war im Spiel ohne Zug zum Tor, kam auch in den spielentscheidenden Zonen zu oft den halben Schritt zu spät und konnte zwar im Kleinklein in den eher zu vernachlässigenden Spielzonen punkten, doch das ist brotlose Kunst und eher kontraproduktiv, wenn der Überspielte die Igelmentalität besitzt, also schlichtweg immer wieder dasteht und irgendwann hat er ihn dann, den Ball, und einen Plan, nämlich ratzfatz nach vorne stürmen, ohne Firlefanz, dann reinflanken und da steht dann schon einer, hält die Omme hin - Tor auf Tor. Zwei Tore nach Flanken, das dritte mit dem Kopf nach Flanke prima vorgelegt. Bravo! So will ich das sehen. Und mehr will ich heute gar nicht darüber schreiben, denn während des Spiels dachte ich an etliches andere, u.a. auch über die "Ausgliederung" nach, die im Grund ja keine ist, aber dennoch die Tür weit aufstoßen würde für die Rationalisierung des Fußballs in Ostfalen, für die Angleichung hiesiger Verhältnisse an die des Westens, für die Kapitalisierung des hiesigen Fußballs, die Öffnung für die Brosamen der reichen Vereine/Kapitalgesellschaften aus aller Welt. Gar mancher in MD möchte das. Es ist ihm egal, wie der Verein aufgestellt ist, Hauptsache, er kann Profifußball schauen. Die Besonderheiten des deutschen Vereinsrechts, gottlob, allerdings lassen Satzungsänderungen nur zu, wenn eine große und breite Mehrheit der betroffenen Vereinsmitglieder diesen zustimmen. So kann es also gerade in Fußballvereinen immer wieder dazu kommen, daß die treue und lautstarke Gemeinschaft der hardcore-Fans, relativ klein an Zahl, doch eben treu und immer da, eine gegenüber der eigentlichen Quantität überproportional anteilige Machtstellung besitzt. Stimme ist eben nicht gleich Stimme. Etliche Mitgliedschaften bestehen nur auf dem Papier, greifen also nicht ins Vereinsleben ein. Das könnte sich am Sonntag für die Vereinsoberen rächen, die jetzt eine Mobilisierungskampagne auf den Weg gebracht haben und den eher kaum an Partizipation interessierten Mitgliedern Kontrolle in einem Lebensfeld konzedieren, wo dies kaum zu erwarten ist, denn wie sollte diese Kontrolle der "ausgegliederten" GmbH durch die Mitglieder praktisch umgesetzt werden? Böse Zungen bezeichnen dieses Kolportieren demokratischen Verständnisses als pure Heuchelei. So weit würde ich nicht gehen, aber es müffelt schon ein wenig nach prädisponierten Schuldzuweisungen.

    Ich möchte jetzt die einzelnen Aspekte nicht durchgehen und jeweils bewerten. Entscheidend ist für mich immer nur eines, Gesellschaftsform hin oder her, die Partizipation des Einzelmitglieds einer Gemeinschaft an den Entscheidungsprozessen. Der FCM krankt an einem strukturellen Grundübel, das sich jetzt auch wieder zeigt, an der fehlenden Beteiligung seiner Mitglieder an der Bestimmung seiner Exekutive. Eben deshalb haben wir jetzt auch diesen Salat. Wenn die Exekutive von den Mitgliedern bestimmt werden dürfte, man dieser aber zugleich das Recht auf Ausgliederung jedes beliebigen Teils des Vereins konzedierte, würde das Präsidium (nichts anderes ist die Exekutive) viel freier handeln können, zugleich aber würde sie immer im Interesse der Mitgliedermehrheit entscheiden müssen. Die itzige Struktur mit einem allmächtigen AR, an dessen langen Arm die Exekutive baumelt, würde auch durch die Bildung einer mit AR versehenen SSG nicht verbessert werden, jedenfalls nicht für die MItglieder. Sie dürfen nämlich weiterhin nur indirekt über die Besetzung des AR eingreifen, allerdings darf der AR unabhängig von den MItgliedern zwei Sitze vergeben - wow, das nennt man dann ein oligarchisches Element in Reinkultur! Anders gesagt: Wenn die Mitglieder tatsächlich zwei oder drei Leute in den AR entsenden sollten, die den anderen AR-Mitgliedern nicht passen, so können die die Mehrheitsverhältnisse zu ihren Gunsten mirnichts, dirnichts durch Selbstberufung wieder regulieren, denn in keinem Jahr werden alle AR-Posten auf einmal vergeben. Wahnsinn! "Die Mitglieder bestimmen, wer den eingetragenen Verein und die SSG überwacht [die AR-Posten]. Mehr Mitbestimmung geht nun wirklich nicht." (Oesterhoff, AR-Mitglied) Der AR aber kann immer, er ist die Judikative des Vereins, dies oder jenes einbringen, erst mal einen Ausschuß bilden, er kann immer auf Zeit spielen, um einen Sachverhalt zu prüfen. Das kann dauern und erfüllt nicht die Bedürfnisse eines auf schnelle Entscheidungen drängenden Fußballfreundes.
    Der AR ist wichtig, denn eben wegen dieses Verschleppmodus wirkt er wie ein Korrektiv. Wenn aber das Korrektiv zugleich das ausführende Organ kontrolliert und dieses wiederum keine Rechenschaft gegenüber dem Mitglied besitzt, haben wir eine oligarchische Struktur, an der die "Ausgliederung" nichts ändert, ja diese sogar noch zementiert. Der AR ist also das Konstitutiv des Vereins, nicht die Mitglieder, die es doch sein sollten.
    Da zudem Leistung immer in Abhängigkeit von den handelnden Personen gemessen werden muß, spielt es auch keine Rolle, ob die SSG nun innert oder außert des Vereins wudelt. Keine erhebliche, denn jede Geselllschaftsform hat ihre Vor- und Nachteile.

    Ich blicke gespannt auf die morgige Abstimmung und tippe ein JA zur "Ausgliederung" mit über 80% der Stimmen.
  4. Avatar von aerolith
    80,7% der gültig abgegebenen Stimmen votierten für die "Ausgliederung" der SSG. Das bedeutet nichts anderes als ein Ermächtigungsgesetz für den AR und die Aushebelung der Kontrolle desselben durch die MItglieder. Im Unterschied zu dem Ermächtigungsgesetz aus Zeiten der Weimarer Republik ist die Ermächtigung zeitlich nicht begrenzt, geht also noch weiter als das Altbekannte. Allerdings besitzen die Mitglieder nach wie vor das Recht, durch einen erneuten und anderslautenden Mitgliederbeschluß von wengstens 75% der abgegebenen Stimmen diese schreckliche Entscheidung wieder rückgängig zu machen oder gar durch die einzig sinnvolle zu ersetzen, die nämlich endlich die Exekutive des Vereins der Mitgliederbestimmung überläßt, wobei diese Exekutive dann das Recht besitzen sollte, Teile des Vereins wirtschaftlich so auszurichten, daß kurz-, mittel- und langfristig keine steuerlichen oder anders generierten Finanzprobleme auftauchen können.

    Die gestrige Entscheidung wurde ohne großen Kampf eingeleitet. Die Opposition verzichtete auf ein Gewort, um unschlüssige Mitglieder von ihrer Position zu überzeugen, die ich für demokratischer und anstrengender, aber auch arbeitsintensiver halte, doch da soll es ja Menschen geben, die Arbeit nicht scheuen. Also, sie verzichtete. Warum? Um die Einheitsfront nicht zu gefährden? Hm. Um keinen Streit anzufangen? Um nicht auf verlorenem Posten zu erscheinen? Weil sich keiner fand, der die Traute besaß, sich gegen eine offensichtlich feindlich eingestellte Saalmehrheit zu artikulieren? Weiß nicht, aber enttäuschend war das schon. Darum will ich einige Worte hier verlieren, die gesagt hätten werden können, sogenannte Trepverter.

    Der Präsident versicherte hier, wie sehr der Verein die Ausgliederung brauchen würde. Er benutzte das Wort "alternativlos" zwar nicht, aber nichts anderes versuchte er hier zu vermitteln. Im Raum steht weiters sein Rücktritt, falls wir dem Satzungsänderungsvorschlag nicht zustimmen. Im Raum steht weiters der Rücktritt des ARs und der von Kallnik, steht die ausbleibende Vertragsverlängerung von unserem Erfolgstrainer, stehen wohl auch etliche Spieler, die im Falle einer Reprofessionalisierung unseres Vereins hier nicht weiter spielen würden.
    Im Ernst? Merkt ihr es noch, wie ihr hier manipuliert werdet? Glaubt hier jemand im Ernst, daß dieses Schreckensszenarium Wirklichkeit werden würde, wenn wir hier heute der Kapitalisierung unseres Vereins die Rote Karte zeigen würden? Ja, aber... Welches Aber? Wir sind doch nicht die Rückschrittlichen, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen und hier Verhältnisse wie zu Zeiten der Regionalliga haben wollen. Wir wollen nicht nach Meuselwitz fahren, sondern nach München, Hamburg und Köln. Glaubt hier jemand, daß die Weichen dafür durch einen Beschluß gefaßt werden, der die Mitglieder entmachtet und den AR endgültig zum Alleinherrscher des Vereins macht, der dann jedweden Geldscheinwinker unter Maßgabe des Totschlagarguments in den Verein läßt, der da lautet: "Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir..." Schafscheiß, Genossen! Entscheidend ist nicht der Investor, sind nicht Gelder von sonstwo, sondern die harte sportliche Arbeit auf dem Platz und der Zusammenhalt auf den Rängen. Dann hauen wir jeden weg. Und Geld? Das kommt automatisch mit dem sportlichen Erfolg, dafür muß man keinen Investor ins Boot holen, jedenfalls keinen, der erst einmal Forderungen nach einem AR-Platz stellt, der ihm jetzt OHNE Mitgliederbefragung gegeben werden darf, denn was anderes bedeutet es, wenn ZWEI zusätzliche Posten im AR OHNE Mitgliederbefragung erteilt werden dürfen? Von wem erteilt? Vom AR selber oder dem von ihm abhängigen Präsidium. Und weil wir Mitglieder dann nur noch einige AR-Mitglieder bestimmen dürfen, jedenfalls nicht alle auf einmal, werden kurz vor der Wahl zwei Rücktritte erfolgen, wir wählen dann zwei neue AR-Plätze, die dann durch zwei vom AR selber ergänzt werden. Und schon haben wir unsere Macht ausgespielt. Wollt ihr das? Ja, die meisten nicken. Sie haben Vertrauen in die Tätigkeit der Segensträger. Ja, die meisten wollen Profifußball in Ostfalen sehen, koste es, was es wolle. Und wenn das so ist, dann ist der FCM bald nur noch ein Verein wie jeder beliebige andere auch. Gute Nacht!
    Oder aber, ihr stimmt gegen die "Ausgliederung" und für eine Rückgliederung der SSG in den Verein, der dort vom hauptamtlichen Präsidium geführt wird. Die können Überschüsse vor Steuer in Unternehmen ausgliedern, die gewinnträchtig arbeiten. Da können wir sie kontrollieren, da brauchen wir keine windigen Geschäftemacher, da können wir uns weiter systematisch entwickeln, unser Marketing verbessern, unseren Ruf erhöhen, v.a. unser Spiel verbessern: Schritt für Schritt. Das muß die Zukunft des FCM sein. Die Kapitalisierung des FCM lehnen wir ab.
  5. Avatar von aerolith
    Das zu befürchtende Ergebnis in einem zu erwartenden Spiel trat ein. Unser ausrechenbarer Trainer brachte die Elf aus Duisburg und ließ auch so spielen. Einzig Niemeyer rückte für den erkrankten Kath in die Startelf. So bildeten Tarek und Butzen rechts ein Angriffsduo, links spielten besagter Niemeyer und Schwede Ringelpietz. Wie schon in Duisburg kam KEINE Flanke von der Grundlinie zum eigenen Mann im gegnerischen Strafraum. Statt dessen Halbfeldflanken. Leicht zu verteidigen. Die in der Luft stehenden Flankenwechsel aus unserer IV-Reihe sahen zwar schön aus, blieben aber fruchtlos, weil der Ball schlichtweg zu lang in der Luft war und so die schnellfüßigen Verteidiger in die Gefahrenzone eilen konnten. Da auch aus dem zentralen MF präzise Zuspiele in den Lauf unterblieben, kam so etwas wie Handballstimmung auf. Immer schön ringsum um den gegnerischen Strafraum, wo kernige IV-Verteidiger standen und alles weghauten, was da (aus dem Halbfeld) reinkam. Die eher schwächlichen mainzer Außenverteidiger spielten die Igel, wurden aber kaum gefordert, jedenfalls auf unserer rechten Seite nicht, da Tarek und Butzen schlichtweg nicht zusammenpassen und Verständigungsprobleme zu besitzen scheinen. Alles okay, wenn dann aber kein taktischer Wechsel erfolgt, denn das muß ein Trainer doch erkennen, daß sich da etwas ändern muß und man nicht stur einfach weiterspielt, dann wird so ein Spiel eben verloren. Da muß kein Cwielong eingewechselt werden, der NICHT auf den Ball treten kann, sondern eher ein dynamischer Spieler zu sein scheint, der Unruhe verbreitet und in Spielsituationen, in denen es läuft, sicherlich eine gute Wahl ist, nicht aber in einem Spiel, in dem es nicht läuft. Da muß man sich zurückziehen, wie man seit wenigstens zwanzig Jahren weiß, und den Gegner ein bißchen kommen lassen - dann gegenstoßen. Auch bei Rückstand, denn damit rechnen die jungen Burschen nicht! Statt dessen? Mainz war dem dritten Tor näher als wir dem Ausgleich.

    Noch ma: man muß die Burschen kommen lassen, ihnen aber auf den Füßen stehen und den Zahn ziehen, sie also nur scheinbar ins Spiel kommen lassen. Man darf sich nicht auskontern lassen, sondern muß über schnelle Außen kommen und flanken. Man muß taktische Wechsel im Spiel vornehmen, denn meist sind II. Mannschaften inhomogen und haben mit ebenjenen Wechseln Schwierigkeiten.
    Und was taten wir? Wir spielten Handball, brachten keine Flanken in den Strafraum und änderten unsere Spielweise auch nach dem erneuten Rückstand nicht.

    Wenn das ein Bewerbungsvideo für Härtels Verlängerungsansinnen sein sollte, dann bitte nicht verlängern. Der mainzer Trainer dagegen hatte seine Hausaufgaben gemacht und darf sich verdient über drei Punkte freuen. Bin pappesatt. Ich erwarte entsprechende Lehren aus diesem Spiel.

    Zur Einzelkritik:
    Zingerle ein Unruheherd. Stand oft zu weit vor seinem Kasten und eilte zudem überflüssigerweise hinaus, womit er den technisch starken Gästen die Aufforderung zu Weitschüssen mitteilte. Einer schlug dann auch ein. (5)
    Weil mit sehr ansehnlichem Halbfeldpaßspiel. Ich sehe seine Verpflichtung dennoch kritisch, weil er am Mann zwar stark ist und auch manierlich passen kann, aber schlichtweg keine Pace besitzt, sondern von hinten schon die Struktur zum Umdenstrafraumgespiele gibt. Spielt eher nach Außen statt präzise in den Fuß des stürmenden Mitspielers. Damit nimmt er strukturell Fahrt aus unserem Spiel. (4) Hammann dito, aber deshalb etwas besser zu bewerten, weil er viele Pässe zu den Außen brachte, die dann aber viel zu wenig daraus machten. (3,5) Handke konnte sich in diesem Spiel nicht einbringen. Vielleicht wäre es besser für ihn gelaufen, wenn Hammann Libero gespielt hätte und er einen von zween IVs? (4)
    Tarek keineswegs grottenschlecht, aber: brachte keine Flanke zum eigenen Mann, verhaspelte sich, brachte keine Koordination in das Zusammenspiel mit egal wem und verlor etliche Bälle. Kämpfte aber gut und brachte manchen verlorenen Ball wieder zurück. War für das heutige Spiel der erwartbar falsche Mann. (4,5) Butzen spielte mit angezogener Handbremse. Ich hatte das Gefühl, daß er nicht wußte, wann er wo hinzulaufen hatte. Dabei hätte er heute mit seinen angeschnippelten Pässen sicherlich gute Vorlagen geben können... (4,5) Schwede mit einigen guten Aktionen, aber wenig Zwingendem. Muß wie sein Pendant rechts an seiner Flankengenauigkeit arbeiten. (3,5) Niemeyer mit gutem Beginn. Nach 60 Minuten platt. (3) Löh mit mäßiger Leistung. Spielte mir zu oft den sicheren Paß statt dem MF-Spiel Geschwindigkeit zu geben. Passable Defensivleistung. (3,5) Sowislo heute zu oft überfordert. (5)
    Beck wich aus lauter Verzweiflung auf den linken Flügel aus. Wenig Erfolgreiches heute. (5)
  6. Avatar von aerolith
    FCM vs. Münster 1:0, 10.3.2017
    17800 Zuschauer, 4° C
    Tor: Weil

    Das Spiel der Ost- gegen die Westfalen endete mit einem verdienten Sieg der Ostfalen. Die Westfalen waren zu lange darauf orientiert, die Null zu halten und begannen erst nach dem Rückstand, offensiver zu agieren. Doch die Festung der Festungsstädter stand, so daß sogenannte Hundertprozentige nicht einmal konzediert werden mußten. Das lag an unserer stabil aufgestellten Verteidigung, in der Weil, Handke und Hammann nichts zuließen und es den westfälischen Außenspielern auch nicht gelang, entscheidend hinter den Mann zu kommen. Einzig in Einszueins-Situationen konnte sich der pummlig wirkende 11er das eine oder andere Mal behaupten, kam aber nur in abschlußfernen Gegenden des Spielfelds dazu.
    Das Spiel allerdings wirkte über weite Strecken ermüdend. Härtel hatte aus dem vorigen Spiel eher wenig gelernt und ließ wieder langatmig angreifen, allerdings diesmal mit halblangen Pässen unseres solide spielenden Lothringers Charles Laprevotte, den ich kurzerhand Karl nennen werde, und eher weniger Kleinklein. Da sich weder Kath links noch Tarek rechts in Szene setzen konnten und die direkten Zweikämpfe unserer Offensive nicht ausfochten, blieb es wieder mal bei einfach zu verteidigenden Halbfeldflanken auf unseren zugedeckten Mittelstürmer. Da bedarf es schon einigen Glücks für einen Treffer. Da aber Münster viel zu wenig fürs eigene Offensivspiel tat, läßt sich das Spiel auch so interpretieren, daß es nur eine Frage der Zeit sein mußte, bis wir irgendwann einmal frei zum Schuß oder eine gefährliche Situation würden erzeugen müssen. Wir spielten nicht stur auf das eine Tor, aber einfallsreich geht anders. Das Glück/die Wahrscheinlichkeit war mit uns. Ein Quergeher nach einem erstmals halbwegs geradlinig vorgetragenen Angriff lag auf Tareks Fuß. Der gegnerische Verteidiger war in seinem Strafraum dumm genug, den vom Tor wegdriftenden Ball dem diesen hintereilenden Angreifer von hinten aus vom Fuß spitzeln zu wollen. Das geht in 99 von 100 Fällen schief. Pfiff, Elfer, versenkt. Bravo! Jetzt, ab MInute 67, wurde es endlich ein Fußballspiel. Mainz griff nun an. Wir versuchten zu kontern, konnten das aber nicht, weil es an einer Grundaufstellung zum Konterspiel fehlt. Da Münster aber das Angriffsspiel ebenfalls nicht erfunden hat, kamen sie zu keinen nennenswerten Chancen. Sieg! Platz 2.

    Zur Trainerproblematik:
    Das Spiel erhellte in erschreckender Weise, wie wenig unser Trainer zu lernen bereit ist. Er ließ das gleiche Spiel gegen Münster spielen, das letzte Woche gegen Mainz schiefgegangen war, nahm allerdings zwei Personalveränderungen vor. Kath und Karl rückten für Löh und Schwede in die Anfangsformation. Beide spielten gut. Dennoch kann ich die weitverbreitete Lobhudelei für Härtel nicht mittragen. Schaut man sich den Stamm der Mannschaft an, so hat sich da seit Härtels Engagement bei uns kaum etwas getan. Die Achse unseres Spiels bilden nach wie vor Spieler, die Petersen verpflichtete. Die Heranführung neuer Leistungsträger an den Stamm der Mannschaft erfolgt schleppend. Hinsichtlich der taktischen Variabilität hat die Mannschaft eher eingebüßt. Taktische Wechsel, die ich vor ein, zwei Jahren noch zuweilen erkennen konnte, werden nun nur durch veränderte Spielstände vom Gegner aufgezwungen, nicht aber selber initiiert. Das ist ein großes Manko, das schleunigst beseitigt werden sollte. Es gelingt zudem nicht mehr, unseren MS entscheidend in Szene zu setzen, statt dessen erfolgte eine spielerische Anpassung an die Spielweise der meisten Mannschaften der Liga. Das kann nicht unser Weg sein. Auch gelang es Härtel nicht, Spieler aus unseren Jugendmannschaften an die erste Elf heranzuführen. Statt dessen wurden etliche Spieler verpflichtet, die nicht einschlugen, eh nur auf der Durchreise waren oder bestenfalls Ligamittelmaß abbilden. Eines aber spricht für Härtel. Der Tabellenplatz. Vergessen wir jedoch nicht, daß alles sehr eng beieinandersteht und wir ebenso auf Platz 14 stehen könnten und noch landen können.
    Kurzum: wenn ich alles abwäge, komme ich zu dem Schluß, daß Kallnik besser daran täte, einen Trainer zu verpflichten, dessen taktische Variabilität bekannt ist, einen Taktikfuchs. Mit Härtel steht die Entwicklung weitgehend.

    Zur Einzelkritik:
    Zingerle hielt die Null. Was Spärliches aufs Tor kam, hielt er sicher fest. Trödelte nicht, hastete aber auch nicht. (3)
    Hammann mit guter Leistung. Solides und nicht übertriebenes Landpaßspiel, sichere Defensivleistung mit gutem Stellungsspiel. (2) Weil stark. Sogar mit Vorwärtsdrang! (1,5) Handke solide und eher unterdurchschnittlich gefordert. Wenn er am Flügel auftaucht, wirkt er immer wie ein Bärchen im Porzellanladen. Ich mag das. (2,5) Butzen ohne Verve. Zu oft mit technischen Problemen im Angriffsspiel, fehlender Abstimmung mit Tarek und Ungenauigkeiten. Hinten aber solide. (3,5) Niemeyer hielt diesmal durch, spielte aber weniger auffällig. Etliche technische Fehler im Zusammenspiel, auch einige Stellungsfehler. (4)
    Sowislo mit etlichen technischen Fehlern, aber starker Defensivleistung. Wirkte heute einige Male zu langsam. (3,5) Karl mit solidem Spiel. Ist kein Lenker, eher der Typus passiver Aufbauspieler, wenn es so etwas überhaupt gibt. Legt den Ball eher nach hinten oder zur Seite und wirkt staksig, aber auch schwer ausspielbar. (3) Tarek mit den üblichen Nickeleien, für die er eine Gelbe verdient gehabt hätte. Fehlende Geradlinigkeit, dafür aber auch großer Einsatz. Kann nicht mit anderen zusammenspielen, weil es ihm an Raumverständnis und Technik fehlt, geht aber immer drauf, wenn er draufgehen kann und ist dadurch im OM-Bereich ein ständiger Unruheherd für die Gegner. Ich bin mir bei seiner Beurteilung eher unschlüssig, denn einerseits mag ich Spielertypen, die nie aufgeben und immer draufgehen, aber wenn ich sehe, wie Tarek flankt oder mit anderen zusammenspielt, geht mir die Hutschnur hoch. Holte aber auch den Elfer raus. (3) Kath mit viel Aufwand und wenig Zählbarem. Brachte keine Flanke von der Grundlinie in den Strafraum, geschweige denn auf den Nüschel Becks. (4,5)
    Beck hing wieder mal in der Luft, hatte aber auch einige gute Szenen, in denen er auf den Flügeln angriff, was aber nicht seine Aufgabe sein sollte, denn wer soll dann seine Flanke verwerten? (4)
  7. Avatar von aerolith
    FCM vs. Wehen Wiesbaden 0:0
    19. März 2017
    15300 Zuschauer, 6° C, Regen

    Das erwartet schwere Spiel gegen den sich zuletzt steigernden Abstiegskandidaten aus Hessen endete torlos. Das Gute am Anfang: in nicht allzufern zurückliegenden Zeiten hätten wir so ein Spiel 0:1 verloren. Wir müssen uns also verbessert haben. Bloß wo? Stehen wir hinten besser als vor Jahresfrist? Nö. Was ich heute an Fehlpässen aus dem IV-Bereich sah, was an raschem Spielaufbau fehlte und fehlendem Vorwärtsgang, der mal die Hessen zum Rausrücken hätte zwingen können, das gab es auch schon im Vorjahr. Aber die Null stand. Wir ließen auch nichts zu. Und das ist ja nun mal die Hauptaufgabe des Verteidigungsverbundes. Allerdings habe ich bei unserem Spiel zunehmend den Eindruck, daß das die Hauptsache für alle sein soll, daß also Angriffe nur deshalb initiiert werden, um hinten keinen reinzubekommen, so nach dem Motto: Wer angreift, kann hinten keinen reinbekommen. Der Angriff ist also Teil des Verteidigungskonzeptes und keineswegs dazu da, ein Tor zu erzielen. Ein erzieltes Tor ist Akzidenz, nicht aber Substanz unserer Angriffsbemühungen. Kernziel ist die Null. (erinnert mich irgendwie an die CDU-Politik: der geht es auch nicht um gesellschaftlichen Fortschritt, sondern um die schwarze Null) Entsprechend halbherzig werden die Angriffe dann auch vorgetragen, mit ner Bremse im Hintern. Immer zuerst den Blick nach hinten, ob abgesichert sei, ob man es vielleicht eventuell wagen könne, mal einen Gegenspieler auszuspielen, wenn dagegen nur die Ahnung eines Ballverlustes besteht, sofort, aber sofort zurückpassen. Beamtenfußball. Und dann, wenn sich die Möglichkeit ergibt, wird sich in den Mann hineingedreht, fallengelassen oder zuweilen auch in den Gegner hineingeworfen. Ich weiß nicht, ob mir das gefallen soll. Ich glaube, nicht. Ich verstehe unter Fußball was anderes.
    Im Mittelfeld kreist der Ball nach wie vor nicht. Wir benutzen zwei Methoden: entweder fummeln sich auf den Außenpositionen zwei (fast immer sind es zwei) Spieler durch, bleiben aber zu oft stecken, oder aus dem IV-Bereich wird ein in der Luft stehender Ball auf einen Außenspieler geschlagen, der diesen selten genug erreicht, meist nur dann, wenn er diagonal geschlagen wird, also so, daß der gegnerische Verteidiger die Flugbahn ziemlich präzise einschätzen kann und meist dann vor dem "Angreifer" zum Ball kömmt. Ich habe in dieser Saison, glaube ich, drei Mal Dreieckspiel mit abschließendem Flachpaß innen Fuß eines Angreifers erlebt. Wir können es also, benutzen dieses Mittel aber nicht. Ich habe auch heute wieder vergeblich auf einen finalen Paß von der Grundlinie gewartet. Da kam nichts durch. Und dann hängt unser MS beinahe in jedem Spiel in der Luft, weil auch aus dem OM-Bereich viel zu wenig Brauchbares kömmt. Ist ja nicht so schlimm, daß wir keinen OM-Bereich haben; da gibt es doch Alternativen. Keine Alternative ist es, wenn von hinten auf Beck hoch gespielt wird, denn auf WEN soll er denn ablegen? Sowislo und Löh sind defensiv orientiert und wagen sich nur selten nach vorn. Die Außenspieler sind mit ihrem Ringelpietz beschäftigt und Ernst spielt erfolglos in Würzburg. Fuchs ist in Rente und Pulido/Düker sitzt auf der Bank. Auf wen also soll Beck ablegen? Auf gedoppelte Außenspieler, die zudem meist hinter dem Mann von ihm aus stehen? Oder auf den nicht vorhandenen zweiten Stürmer? Wohin nur? Ergo: gedachte Annahme, Beck gewinnt das Kopfballduell... der Ball ist dann jedenfalls weg - so oder so. Intelligentes Spielen geht anders. Ich kann nur schwer hoffen, daß dieses Gegurke bald der Vergangenheit angehört.
    Als der Schiedsrichter dann aus einer Gewohnheit heraus für uns kurz vor Ende auf den Punkt zeigte, konnte ich nur hoffen, daß Weil versemmelt. Denn wenn er getroffen hätte, wäre nicht nur die Schwalbe belohnt worden, sondern unsere (heutige) Art zu spielen ja auch noch. So dachten wohl auch die meisten der ostfälischen Zuseher, denn die Enttäuschung über den verschossenen Elfer hielt sich sehr in Grenzen; ich konnte im weiten Rund beinahe Erleichterung spüren, denn so bleibt die Mannschaft in der Pflicht, ihr Spiel zu verbessern. Und das ist entscheidend.

    Zur Einzelkritik:
    Zingerle ohne Fehler. Mußte keine Parade zeigen. Brachte die ruhenden Bälle regelmäßig zum Gegner. (3,5)
    Hammann mit sehr guter Defensivleistung und unzureichendem Paßspiel nach vorn. (3,5) Weil heute unsicher. Mehrere Situationen, die er hätte souveräner lösen müssen. Wenig Zug nach vorn. Elfer müssen sitzen. (4,5) Handke solide. (3) Butzen mit verbessertem Zusammenspiel mit Tarek. Vergab unsere beste Chance aus dem Spiel. keine Flanke zum MS. (3,5) Schwede mit Firlefantenspiel. Wenig Zug, viel Kleinklein, keine Chance. (4,5)
    Kath mit Indenmanndrehern und einer Form von Schaulaufen, die mir nicht gefällt. Vorn ist das Licht! (5) Tarek heute nicht so nicklig wie sonst. Auch sein Zusammenspiel ist besser geworden. Wenn er jetzt noch flanken könnte... (3) Sowislo wieder mit tadelloser Leistung im DM-Bereich, aber unübersehbaren Schwächen bei der Verteilung der Bälle im Offensivbereich. (3,5) Löh manierlich. Bekam eine Gelbe, die er nicht verdient hatte. Es fehlt ihm an Dynamik im Vorwärtsgang, dafür immer zuerst nach hinten orientiert. Ja ja, die Null muß stehen. (3,5)
    Beck ohne Torchance und einigen haspligen Bällen. Braucht einen Partner. (5)
  8. Avatar von aerolith
    Boykott ist nichts Progressives, sondern auf Schädigung orientiert. Wer soll hier durch den Boykott geschädigt werden? Die Saalefront? Ein Zeichen setzen! wird geantwortet. Welches Zeichen? Das einer Einheitsfront? Die gibt es nur in einem Punkt beim FCM, in der Unterstützung der blau-weißen Krieger. Das ist ein Kennzeichen großer Vereine, daß Vielfalt existiert, Menschen aller Glaubensbekenntnisse, Wertvorstellungen sozialer Schichten und ethnischer Herkunft sich unter einer Idee vereinigen, eben die eigenen Farben zum Sieg zu brüllen und dann gemeinsam zu feiern oder neue Ziele zu fixieren. Wenn einer gewaltsam (durch gegnerische Haufen) aus den Reihen dieser Gemeinschaft gerissen wird, dann soll damit ja eine Schwächung dieser Gemeinschaft verbunden sein. Die Antwort darauf darf nicht Rückzug und Boykott heißen, sondern Angriff, stimmungstechnischer und unterstützungslauter Angriff. Das gegnerische Stadion sollte von uns überschwemmt werden und unsere Mannschaft sich fühlen, als ob es keine Gegnerunterstützung gäbe. Freiwilliger Verzicht durch fehlende Unterstützung dient letztlich denen, die diese Schwächung herbeiführten, also hier der Saalefront, die sofort aufgelöst und verboten werden sollte, sofern es feststeht, daß sie verantwortlich für den Tod von Hannes zu machen ist.
  9. Avatar von aerolith
    Das Spiel der Ostfalen gegen die Mannen aus der gegenwärtigen thüringischen Landeshauptstadt endete mit einem Sieg für blau-weiß. (In meiner Studentenzeit skandierten die Jenenser immer, wenn sie gegen Erfurt spielten: "Ihr seid keine Thüringer!", was ich als Historiker gut nachvollziehen kann und mich deshalb hier auch weigere, die Erfurter als Thüringer zu bezeichnen.) Gut 20500 Zuschauer sahen eine erst in der zweiten Halbzeit ansehnliche Drittligapartie, deren Entscheidung durch zwei Geniestreiche Hammanns begünstigt wurde, der einmal mit einem präzisen Außenristpaß den linken Flügel in Szene setzte, was Niemeyer zu einem Paß von dort in den Rücken der Abwehr nutzte und Pulido abschloß; ein anderes Mal erkannte Hammann die schlecht postierte gegnerische Abwehr, spazierte durchs MF und paßte präzise auf den im Zentrum mit dem Rücken zum Tor stehenden Beck, der gekonnt per Rückzieher in den Winkel abschloß.

    Das Spiel gegen Erfurt ähnelte auch in diesem Jahr dem vom letzten. Erfurt allerdings schwächer, ohne Virtuosität, dafür viel Meckerei, was bei dem kleinlichen Schiedsrichter Wirkung hätte zeigen können. Der Ball kreiste brotlos, Strafraumszenen blieben Mangelware, klare Einschußmöglichkeiten gab es nicht. Wir standen weder auf Konter noch waren wir in der Lage (besagte Ausnahmen), Angriffe zu inszenieren. Bekamen wir bei gegnerischem Angriff den Ball, hatten wir keine Spieler, die wir im Umkehrspiel hätten anspielen können. Also Pirouette oder Spiel zurück. Kam der Ball doch einmal in eine angriffsentscheidende Zone, so stand der Gegner da und konnte im Kleinklein oft genug die Walstatt als Sieger verlassen. Pulido verpißte sich hinter den Mann, bot sich also auch nicht im Zentrum an; Karl aus Lothringen spielte zwar eine solide defensive Partie, war jedoch nicht in der Lage, das Spiel vor sich aufzubauen und Sowislo, der das vielleicht hätte übernehmen können, blieb diesmal beim Motto des Tages: "Die Null muß stehen!" So plätscherte die Partie dahin und ich begann meinen Ausflug zu bereuen, denn meist gehen solche Spiele dann dümmlich 0:0 oder 0:1 aus. Glücklicherweise spielte Hammann nach der Pause einen geilen Paß zu Niemeyer, der das Spiel aufbrach und uns die Führung schenkte. Erfurt mußte aufmachen, was uns mehr Spielraum verschaffte und das Spiel ansehnlicher werden ließ. Am Ende kam der Sieg nicht mehr in Gefahr, was uns den zweiten Platz sichert und den Blick auf den uns zustehenden Platz richten läßt. Gehen wir es an!

    Zur Einzelkritik:

    Zingerle mit einigen guten Paraden. Wirkte sicherer als zuletzt. Die Bälle kommen zu oft zum Gegner. (2,5)

    Hammann mit solider Defensivleistung und zwei Geniestreichen. (1,5) Weil (nur 20') wirkte nicht so souverän wie zuletzt. (o.B.) Handke solide. Sucht immer wieder Beck, was sein Spiel vorhersehbar macht. (3,5)

    Butzen heute eher defensiv orientiert. Traute sich nicht. (3,5) Pulido mit viel Schatten, aber einmal lief er richtig. (4) Schwede ist ein aggressives Element in unserem Spiel nach vorn. Es fehlt ihm dennoch an Zielstrebigkeit. So sieht sein Spiel ansehnlich aus, aber gefährlich wird es selten. Sollte es aber. Er ist schließlich Angreifer. Schaulaufcharakter. (4) Niemeyer mit guten Szenen. Hat mehr Zug zum Tor und kann auch flanken. Sollte öfter eingesetzt werden, den Ball in den Fuß, aber zugleich in den Lauf. Dann wird das was. (3) Sowislo mit solider Defensivleistung. mehr nicht. (4) Karl mit Paßsicherheit, solange er nicht initiieren soll. Reicht mir nicht, was er zeigt. (4,5)
    Beck heute mit einigen guten Szenen und einem wunderbaren Tor. (2)
  10. Avatar von aerolith
    FCM vs. Regensburg 1:2
    Tor: Puttkammer
    Zuschauer: 19600, 18° C sonnig

    Der Kindertag beim FCM führte viele Eltern mit ihren Kindern ins Stadion. Die lieben Kleinen schwenkten die Fahnen und wurden durch Maskottchenpuppen unterhalten. Vom Spiel dürften sie, wie auch die sie begleitenden jungen Mütter, nicht viel mitbekommen haben. Das nimmt überhaupt überhand, also der Anteil des Nichtfachpublikums. Diese Leute bringen zwar Geld, vermanschen aber die Atmosphäre. Sie sind nicht mit dem Spiel befaßt, sondern dieses dient vielmehr dazu, ihre koordinierten Mitmach- und Bespaßungsaktionen zu unterstützen. Darum geht es ihnen, nicht um den Sport, nicht um den FCM, nicht um Gedeih und Verderb. Für sie ist Fußballgucken so ungefähr das gleiche wie ein Ausflug ins Kino oder in den Zoo. Die Akteure auf dem Platz dienen ihrer Unterhaltung. Wenn die das nicht leisten, ist das nicht weiter schlimm, dann unterhalten sich die lieben Eventis eben selber.
    Alles nicht weiter schlimm. Schlimm wird es nur, wenn man in der Klubchefetage nicht erkennt, daß Fußball zuerst einmal ein Basissport ist, der nur dann funktioniert, wenn man einen Kern im Stadion hat, der den Fußball mitlebt und entsprechend eine Grundstimmung im Stadion schafft, die eben die besondere Fußballatmosphäre ist, ein Leben und Leiden mit der unterstützten Mannschaft, die NICHT der Unterhaltung dient, sondern Ausdruck eines allgemeinen Willens ist, den Fußball auf die und keine andere Weise zu interpretieren. Ein Wechselspiel zwischen Mannschaft und den Mannen auf den Rängen, das unverträglich ist mit der langsam obwaltenden libertösen Äquilibristik um Geld, Einfluß, Mehrwert und Selbstdarstellung.
    Zum Spiel: Wir bekamen das Spiel nie in den Griff. Unser unpräzises MF-Spiel brachte die quirligen Ostfranken immer wieder in Ballbesitz, die ihre MF-Überlegenheit auch zu zwei schönen Toren aus der Spielzone nutzten, in der wir unsere größten Probleme haben, dem ZM/OM-Bereich. Da es uns nicht gelang, ein Außenspiel zu initiieren, imgleichen nicht gelang, den Ball selbst in Überzahl einfach kreiseln zu lassen, auf den Ball zu treten und den zwangsläufig existierenden freien Mann zu finden, hätten wir uns sogar über ein 1:3 oder 1:4 nicht beschweren dürfen. Dabei war es nicht einmal so, daß unsere Abwehr schwamm, nein, das Spiel wurde heute im MF verloren, wo wir weder durch Pulido oder Schwede und schon gar nicht durch den teilweise arg überforderten Brandt zu Gegenspiel hätten kommen sollen. Dabei fehlte es nicht an Einsatz. Mit Wohlwollen sah ich Pulido grätschen und taktisch Abwehrabwehrarbeit machen, als einer unserer Verteidiger kurzzeitig derangiert wirkte; das gleiche tat Sowislo, als er sich nicht zu schade war, den rechten Verteidiger zu mimen und hier zeigte, daß er keineswegs zu langsam für diese Liga ist. Daß das Spiel auch von unseren Trainern falsch gelesen wurde, zeigte die taktische Ausrichtung Müllers, der prompt das Falsche tat, als er Unruhe verbreitete. Wir hätte jemanden gebraucht, der auf den Ball tritt und ruhig die Überzahl ausspielt. Statt dessen Hektik, Angstfußball und Unübersichtlichkeit. So wird's nix mit dem Aufstieg.

    Zur Einzelkritik:
    Zingerle sah bei beiden Gegentoren nicht gut aus, wenngleich sie eben auch genau paßten. Wirkte nicht souverän, war aber auch kein Unruheherd. (4,5)
    Handke ließ wenig zu, denn wirkliche Strafraumszenen für die Oberpfälzer gab es auch nicht. Stand gut. Hatte auch Spiel nach vorn, muß da aber besser abgesichert werden. Wirkte manchmal etwas hölzern und pomadig. (3,5) Puttkammer mit einigen guten Offensivaktionen, statischer Verteidigung und einfallslosem Paßspiel. Stand hinten gut. (3) Hammann heute ohne Glück bei seinen Pässen. Muß manchmal eher rausrücken und zumachen. (4,5)
    Butzen mit mehr Schatten als Licht. Wirkte heute zuweilen gehandicapt. Keine Ausflüge anch vorn, kein Zusammenspiel. (5) Schwede mit Kleinklein. Will ich so nicht. Sollte sich nicht immer wieder darauf einlassen, sondern seine Stärke, das zielstrebige Angreifen, öfter einsetzen. (5)
    Brandt überfordert. (5,5) Sowislo mit mannschaftsdienlichem Spiel, aber ohne Ordnungskraft im MF. Die hätte heute spätestens nach dem 1:1 notgetan. (4) Pulido mannschaftsdienlich. Seine Entwicklung gefällt mir. Hatte heute kein einziges Mitdemkopfdurchdiewandgespiele, sondern setzte sich immer zuerst für die Mansnchaft ein. Wenn er eine Position hinter den Spitzen avisiert, muß er das Paßspielen üben. Innen Fuß, nicht geschnippelt, sondern sanft gestreichelt mit dem Innenrist. Ich sehe hier durchaus Potential. (3,5)
    Beck lamentierend und trotzig. Die Folge von ständiger Meckerei mit Schiedsrichter, Gegnertrainer und Mitspieler ist sich auf ihn übertragende Nervosität. Dieselbe ließ ihn auch die Großchance zum Ausgleich vergeben. (5,5)
  11. Avatar von aerolith
    FCM vs. FSV 1:1
    6. Mai 2017
    17100 Zuschauer
    Tor: Beck

    Unsere Mannschaft spielte mit drei Offensiven im Zentrum, die sich zwangsläufig auf den Füßen standen. Zudem fehlte es an Ordnung im DM-Bereich. Karl war hoffnungslos überfordert und spielte auch falsch. Er stand nicht dort, wo er hätte zum Spielaufbau stehen müssen, gewann so gut wie keinen Kopfball im Defensivspiel, paßte lausig und hatte zudem die Fallsucht wie ein Verlierer, der nur zusieht, daß man ihm den Ball nicht wegnimmt und sich lieber fallen läßt. Das passierte nicht nur einmal, daß er sich in den Gegner warf und einen Freistoß erbettelte. Ich will nicht, daß wir im DM-Bereich so spielen. Eigentlich will ich so ein Gespiele in keinem Mannschaftsteil sehen. Dem Trainer schien es zu gefallen, denn er wechselte Karl nicht aus und stellte ihm auch niemanden an die Seite, statt dessen brachte er mit Tarek und Razeek zwei Spieler, die nicht durch Ordnungssinn, sondern eher für Unruhe und Unordnung stehen. Das ist manchmal auch gut, solche Spieler zu bringen, nämlich dann, wenn die eigene Ordnung stimmt und die beim Gegner weggecrasht werden muß. Heute aber hätten wir einen Systematiker gebraucht, der die unsichere IV entlastet hätte, einen Mann wie Puttkammer vielleicht, auch Löh wäre wohl eher der Mann, der den labilen Hessen auf den Füßen hätte stehen können. Karl war das heute nicht - und das zeichnete sich bereits nach wenigen Minuten ab, als unser erster Angriffsschwung sich als laues Lüftchen erwies, der uns zwar ein optisches Übergewicht (das schreibt man so, aber was bedeutet es?) verschafft hatte, aber, wie das im Fußball fast immer so ist, zu keinen Toren geführt hatte. Danach waren die Hessen näher am Tor als wir. Und die sind abgestiegen und spielten für die Galerie!
    Nö, das war gar nichts - und es wurde immer schlümmer. Auch mental scheint da was im argen zu liegen. Wo war das Aufbäumen nach dem Ausgleich? Nix. Nado. Nothing. Ich kann der Mannschaft keine spielerischen Fortschritte attestieren. Ich sehe keinen unbedingten Siegeswillen, ich sehe keine taktischen Fortschritte und ich kann nicht erkennen, wohin sportlich die Reise gehen soll. Und wenn ich da etwas erkenne, das sieht das für mich nach angepaßtem Fußball aus: ligaadaptierter Durchschnitt ohne eigenen Biß und Charakter. Ih ba ba. Umdenken. Nicht wir richten uns nach dem Gegner, die spielen eh alle (fast) gleich. Wir müssen unser Spiel entwickeln und das funktioniert nicht mit Tiefstapelei gegenüber dem eigenen Vermögen und Lobhudeleien gegenüber dem kommenden Gegner, daß er so schwierig zu bespielen sei und überhaupt... Wir müssen unser Spiel entwickeln und ab und an mal den Kopf aus der Brühe heben und schauen, ob da jemand gefährlich werden könnte. Wir dürfen aber nicht so auftreten, als ob wir uns erst mal erkundigen wollten, ob wir auch mitspielen dürften und überhaupt: Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll nur lobhudeln den nächsten Gegner anheim...

    Zur Einzelkritik:
    Zingerle schwach. Langsam im Denken und Handeln, unpräzise in den Zuspielen, unabgestimmt mit seinen Vorderleuten. Schwache Entwicklung. (5)
    Schiller nicht auf dem Damm. Unsicher und mit Abstimmungsproblemen. Ohne Vorwärtsdrang und mit Fallsucht im eigenen Strafraum. Ich will meinen alten Schiller wiederhaben. (5) Handke heute offensiv. Anfangs. Dann spielte er wie ein bedröppelter Tanzbär. (5) Hammann mit etlichen Abspielfehlern, Ungenauigkeit und falschem tempus bei der Einschätzung von offensiven Spielsituationen. Im Defensivverhalten heute unser "Held der Arbeit", aber noch lange nicht gut. (4) Butzen mit viel Halbgewalgtem. Ließ sich hinten nicht ausspielen und startete manchen Ausflug nach vorn, immer aber vorsichtig. Janz oder jar nich, sag ich da. Grausige Flanken. (4) Niemeyer mit guten Momenten. Wechselte die Seiten, brachte aber keine Sache wirklich zu Ende. (3,5)
    Sowislo mit sehr guter Defensivarbeit, aber extraschlampigem Angriffsspiel. Stakste da herum und brachte weder Ordnung in die eine noch in die andere Sache. Als Scharnierspieler heute unbrauchbar. Wirkt fit, brachte aber nicht die notwendigen Rhythmuswechsel in unser Spiel. (4) Cwielong ganz schwach. Hatte keinen Platz in der Mannschaft, stand fast immer falsch, wirkte zugleich wie aufgedreht, ohne Unruhe in die gegnerische Abwehr zu bringen. Da ist mir Tarek lieber, bei dem habe ich wenigstens den Eindruck, daß er Zug zum Tor haben will. Bei unserem Polen habe ich eher den Eindruck, daß er Eindruck machen will. In seinem Alter sollte er ein Spiel lesen können und sein taktisches Verhalten ändern können. Heute hätte er nach einer Viertelstunde merken müssen, daß da einer zuviel im OM-Bereich herumwudeln will und hätte sich zurücknehmen müssen. Offenbar gab es auch keine Anweisung vom Trainer, also spielte er weiter den Spielzerstörer, meist unseres eigenen Spiels. (5) Karl ganz schwach. (5,5)
    Düker ein Lichtblick, zuweilen aber mit zuviel Hacke, Spitze und Gestupse. (3) Beck mit solider Stürmerleistung. Darf aber auch mal seine Stürmerkollegen stellen. Er ist unser, sagt man das so?, Sturmführer. (2,5)

  12. Avatar von aerolith
    Aalen vs. Magdeburg 2:2, 13. Mai 2017
    Tore: Beck, Wassim

    Das enttäuschende Auftreten von Fans und Mannschaft in der Ostalb wurde mit dem Verlust der Selbständigkeit in puncto Aufstieg bestraft. Das taktische Armutszeugnis zeigte sich von Beginn an. Statt den Gegner als Heimmannschaft kommen zu lassen, versuchte man stümperhaft die Fäden im MF zu ziehen. Dazu stieß Schiller immer nach vorn, was grundsätzlich eine gute Methode ist, WENN das MF funktioniert und im Angriff die Laufwege stimmen, so daß die darauf ausgerichtete Grundordnung des Gegners durch den Vorstoß aufgewühlt wird und, falls der Vorstoßer weiß, wo wer hinläuft, er dann im entscheidenden Augenblick auch den Paß in den bezugsfertigen Raum spielen kann, wo dann die eigenen Stürmer Verwertungsarbeit verrichten mögen. So aber, ohne Anbindung an Sturm oder MF, kann das nix werden und bleibt stereotype Kraftansage, die einem auf Konter stehenden Gegner Gegenspiel erlaubt. Auch Sowislo stolperte sich in Einzelaktionen durchs gegnerische MF und Löh/Brandt wiesen einmal wieder ihr ungenaues Paßspiel nach. Da auch die Pässe von Hammann aus dem Rückraum nicht ankamen, entwickelte sich ein verhastetes, zerfahrenes Spiel. Spätestens nach der glücklichen frühen Führung hätte der Trainer auf Konterspiel umstellen müssen. Er tat es nicht und ließ einen brotlosen Kraftfußball ohne Präzision oder gar taktische Finesse spielen. Die zahlreichen mitgereisten Anhänger des FCM gingen in ihren Reaktionen nur gelegentlich auf Spielereignisse ein. Sie waren mit der Choreographie ihrer ermüdenden und monotonen Anfeuerungsrufe beschäftigt, die wohl mehr ihrer Unterhaltung als der Unterstützung der Mannschaft galt, andernfalls würden sie öfter auf Spielereignisse eingehen und durch entsprechende Reaktionen die gegnerische Mannschaft verunsichern oder den Schiedsrichter in seinen Entscheidungen zugunsten der eigenen Mannschaft manipulieren, indem sie dessen Entscheidungen zuungunsten des FCM ausbuhen, was den früher oder später zu einer psychologischen Entsatzhandlung veranlssen dürfte. Wenn man schon in der numerischen Überzahl im gegnerischen Stadion aufschlägt, dann sollte man diesen Vorteil auch nutzen und nicht Papier in die Luft werfen und (profanisierten) liturgischen Wechselgesang üben, der aufgrund fehlender Steigerung oder Dynamik nur, wenn überhaupt, geringe Anfeuerung für die eigenen Mannschaft bewirkt.
    Die falschen Wechsel bedeuteten dann wieder Stärkung der Unruhe statt Systematik und konnten das Spiel nicht verändern, eher noch in seiner Zerfahrenheit bestärken. So gab es bis zum Ende keine wirklichen Chancen, nur Zufallsprodukte.
    Ich empfinde es als erbärmlich, wie kläglich die gute Chance zum Aufstieg verspielt worden ist. Regensburg wird sich in Münster den Sieg nicht nehmen lassen, wir werden, wenn sich nicht schleunigst etwas in der Spielauffassung ändert, noch den 4. Platz verspielen. Selbstverschuldetes Elend.

    Einzelkritik spare ich mir. Keiner besser als 4.
  13. Avatar von aerolith
    Schlechter Start - Stabilisierung - Regression - Stillstand.
    So in etwa läßt sich die Saison in Kapitel unterteilen. Der Verlauf war nicht gut, was eine Frage sich verschlechternder Mentalität war. Das Vonspielzuspieldenken erwies sich als unzureichend, wenn man sich systematisch entwickeln will. Daß es Rückschläge gibt, liegt auf der Hand. Jede Mannschaft der Welt zeigt im Laufe einer Saison Leistungsschwankungen. Aus Krisen herauszukommen, das zeigt den Meister. Spieler immer wieder zu bringen, die in entscheidenden Situationen versagten, zeugt entweder von Nibelungentreue oder Starrsinn. Eine nachhaltig positive sportliche Entwicklung mit der Zielvorgabe "Aufstieg" konnte aus verschiedenen Gründen nicht erfolgen. Da ist zum einen die Spielphilosophie des Trainers:

    Zitat Härtel im Podcast zur Saisonauswertung beim MDR:
    Wir wollen weiter aktiv pressen und gegen pressen. Und im nächsten Schritt dann hier und da besser Fußball spielen. Im letzten Drittel wollen wir noch mehr Abschlüsse generieren und mehr tödliche Pässe spielen. Aber jemand der sich nur offensiv beteiligt wird bei uns nicht funktionieren, dass würde auch dem Charakter der Mannschaft nicht gerecht werden. Deshalb erwarten wir auch von Neuzugängen, dass sie unsere Spielweise annehmen.
    Nix gegen pressen und gegenpressen. Das ist Fußball nach meinem Geschmack. Wo kämen wir denn hin, wenn wir dem Gegner gestatten würden, sich die Molle ungeniert im MF zuzuspielen, uns quasi zurechtzulegen, um dann irgendwann den tödlichen Paß zu spielen? Oder?
    Na ja... Wird das zur Methode, sind wir ausrechenbar. Und das ist das Schlimmste. Also nix da mit strukturellem Pressen/Gegenpressen, ein Rhythmus muß her, den ein Führungsspieler vorgibt. Gegner kommen lassen und dann Gegenspiel einleiten. Völlige Verunsicherung! Zuerst bei unseren Spielern, die derlei nicht kennen, aber kennen lernen müßten. Das bringt auch die Zuschauer extrem hinter die Mannschaft, wenn sie den Rhythmus spüren, der in unserem Spiel wabert. Nichts liebt der Ostfale mehr als den präzisen und blitzschnellen Konter. Da gehen die Emotionen hoch, da schreit das ganze Stadion. Wie langweilig nimmt sich dagegen das Ziehharmonika-Gespiele aus, das Härtel als seine Spielphilosophie preist! Nein, in diesem Punkt muß grundsätzlich umgedacht werden. So, wie Härtel das hier sagt, spielt die Liga; eigentlich habe ich keine Mannschaft gesehen, die so nicht spielt. Zwei, drei Mannschaften (u.a. Hansa) ließen zwei Leute am Mittelkreis, spieleten aber keinen Konterfußball. Das wird dann, wenn das System Härtels weiter greift, entsetzlichen Gähnfußball geben, ein Gelauere und Gesteche im MF, der zuweilen auch schön anzusehen ist, nicht aber, wenn es das ganze Spiel so zugehen soll. Neutralität, Einfallslosigkeit, Kraftfußball, uninspirierter Abnutzungskampf... Eilf Mann im eigenen Strafraum, kein Draufgehen auf die zweiten Bälle - logo, denn die eigenen Leute stehen ja alle um den Fünfmeterraum herum -, keine Konterstellung mit zwei schnellen Leuten am Mittelkreis usw. Welche Entwicklung kann es da schon geben? Am Ende führt das zu einem System Fußball, in dem die Wirtschaftskraft des Vereins noch mehr entscheidet, nicht aber die Spielkunst der Mannschaft. Letzten Ende führt eine solche Spielstrategie dazu, daß Jahr für Jahr zig Spieler ausgetauscht werden müssen, aber letztlich durch nicht bessere ersetzt werden, weil es ja egal ist, ob nun Hinzpeter oder Kotujewitzsch spielt. Alle spielen ungefähr gleich. Der Trainer als Hanswurst der Beratungsindustrie und des DFB, der genau das möchte: Uniformität der Ligen. Dann bleiben die Machtverhältnisse nämlich so, wie sie jetzt sind. Gängelbandfußballindustrie. Ih ba ba.

    Wir hätten nun die wunderbare Chance, uns hier wieder Meriten zu verdienen und dem FCM Alleinstellungsmerkmale zu verschaffen, die unseren Ruhm mehren und v.a. die Anhänger in Scharen ins Stadion ziehen. Wir haben nämlich gut gewirtschaftet - Dank an Kalle! - und sind itzo in der Lage, een oder zween Führungsspieler zu holen, die wir brauchen, um während des Spiels taktisch umzuschalten. Ob die geholt werden, daran messe ich den Erfolg der Verpflichtungen für die kommende Saison.
    Eine verfehlte Einkaufspolitik im letzten Sommer gab den zweiten Grund für den Nichtaufstieg ab. Statt dessen wurden Auslaufmodelle wie Cwielong und Müller verpflichtet, die hier weder den Status des Leitwolfs noch das fußballerische Können besaßen, uns sportlich voranzubringen.
    Einen dritten Grund gab die zuweilen unmotivierte Destabilisierungspolitik des Trainers ab, seine Mannschaftsführung. Ein Leistungsträger wie Puttkammer wurde weichgespült, statt dessen erhielten nickelnde Spieler wie Tarek oder anfangs Kath oder der zuweilen mit dem Kopf durch die Wand wollende Pulido immer wieder Einsatzzeiten, die sie nicht durch Leistung bestätigen konnten. Dafür wurde Düker auf die Bank gesetzt und damit die Chance verkleinert, das Zusammenspiel von zwei Stürmern systematisch zu entwickeln. All das waren Fehler, die einer strukturellen Verständnisschwäche unseres Trainers zuzuschreiben sind: nämlich seiner auf Kraft und Gegnerzerstörung aufbauenden Spielauffassung.

    Man verstehe mich hier nicht falsch: Fußball baut (auch) auf Kraftentfaltung und Gegnerzerstörung auf, aber das ist nicht die Quintessenz. Die liegt in der Erzielung eigener Tore. Anders gesagt: Spielzerstörung des Gegners nur zu dem Zweck, ein eigenes Spiel durchzusetzen, also Tore zu erzielen. Bei uns funzt das genau andersherum, was heißt: es geht dem Trainer um die Konstruktion der Null. Und erst wenn diese Null weitgehend gesichert scheint, darf auch mal angegriffen werden. Deshalb müssen alle Spieler bei gegnerischem Angriff verteidigen, also auch die Stürmer wertvolle "Körner" verpulvern und in ihrem Kopf den Gedanken entwickeln, Tore zu verhindern. Das muß dann zwangsläufig zu einer geteilten Spielerpersönlichkeit führen, die kontextabhängig handelt, also schon mal durcheinander kommen könnte, weil sie im Augenblick nicht weiß, ob sie jetzt im Angriffs- oder Verteidigungsmodus handeln soll. Und da der Trainer die schwarze Null als Nonplusultra verkauft, bedeutet das im Klartext, daß der Stürmer nicht an Toren gemessen wird, sondern daran, wie häufig er im eigenen Strafraum "aushalf". Dann wird er gelobt.

    Ich nenne das einen falschen Ansatz.

    Trotzdem halte ich Härtel für den besten Trainer, den wir seit Heyne haben. Ich glaube, er muß genau an der Stelle, die ich gerade anführte, von der Richtigkeit überzeugt werden, daß wir angreifen müssen und die Verteidigung als gelegentliches Übel begreifen. Ich habe ihn im Verdacht, daß er das eigentlich auch weiß, aber sich nicht traut, den Gedanken taktisch umzusetzen. - Ich beobachte das.

    Eine dezidierte Auswertung zum Leistungsstand und zur -entwicklung unserer Spieler folgt, wobei ich hier nur auf die Spieler eingehen werde, die uns auch in der kommenden Saison erfreuen sollten.
  14. Avatar von aerolith
    Glinker: Wurde zur Halbserie zurecht aus der Stammelf gekickt, da sich seine Spieleröffnungen nicht besserten und er zu wenig Einfluß auf dieselbe nahm. War zu passiv und auch beim Abschlag zu oft ungenau. Verhielt sich jedoch weitgehend professionell und dürfte sich für die neue Saison empfehlen.
    Cichos: War da, wenn man ihn einsetzte. Ich würde ihn ja gern als Stammtorwart sehen, denn ich glaube an sein Potential.
    Schiller: Spielte sich in der Rückrunde in die Mannschaft, konnte aber nicht an bereits bekannte Leistungen anknüpfen. Muß an seiner Schnelligkeit verstärkt arbeiten, denn schneller ist er nicht geworden. Neigte zuletzt zur Fallsucht und überhibbeligen Ansagen. So etwas muß man behutsam einsetzen, damit es seine Wirkung nicht verliert. - Sehe ihn in der neuen Saison vielleicht sogar im DM-Bereich.
    Handke: Ein Mann, der sich peu-a-peu verbessert. Freue mich auf die neue Saison mit ihm.
    Hammann: Ein Mann, der Höchstleistungen bringen, kann, aber auch schlampampert. Sehe ihn nicht als Auslaufmodell oder gar zu langsam für die Außenverteidigerrolle. Mancheiner scheint bei berechtigter Kritik an seinem Spiel zu vergessen, daß er der Vorlagenkönig der Liga ist. Sollte es aber mit dem Langpaß nicht übertreiben und statt dessen gelegentlich Zusammenspiel im DM-Bereich suchen, wenn er den Ball nach vorn tragen will.
    Butzen: Hat sich in dieser Saison eher nicht positiv entwickelt. Steht im Defensivbereich gut, wagt sich aber zu selten und dann im falschen Augenblick nach vorn. Ich erinnre mich an Querläufe, die mich begeisterten. Das kann er üben, denn langsamer scheint er nicht geworden zu sein.
    Niemeyer: Positive Entwicklung. Eindeutig. Manchmal zu verspielt, aber grundsätzlich gut udn wirkungsvoll. Auch im Defensivverhalten gut.
    Hennecke: Keine Einschätzung möglich. Gute Beßrung!
    Sowislo: Der alte Mann macht seine Sache gut, aber nicht sehr gut. Hätte er sie sehr gut gemacht, spielten wir nächstes Jahr eine Klasse höher. Als Führungsspieler muß er mehr bringen, den Takt vorgeben und entsprechend vorangehen. Das tat er auf zu niedrigem Niveau. Wird im nächsten Jahr wohl öfter auf die Bank müssen.
    Karl: Anfangs dynamisch, aber ohne jedes Spielverständnis. Dann nahm er Dynamik heraus und spielte taktischer. Das bekam seinem Spiel und uns besser.
    Müller: Ein dynamischer Spieler, der seinen Leistungszenith bereits überschritten hat. Ich kann seine Verpflichtung nachvollziehen, muß allerdings Enttäuschung äußern. Konnte niemals das Spiel so lesen, wie wir das gebraucht hätten. Er ist schnell mit dem Ball, aber er erfaßt die Spielsituation nur unzureichend. Da wir auch keinen Konterfußball spielen, mußte er sich zu oft festrennen. Kann mir für die neue Saison nur wünschen, daß er seine Spielweise ändert, denn schnell mit dem Ball ist er.
    Beck: Unser Torgarant. Hätte sicherlich noch zehn Buden mehr gemacht, wenn ihn Härtel nicht immer zum Verteidiger modeln und ihm statt dessen einen zweiten Mann zum Konterspiel an die Seite stellen würde, immer, nicht nur manchmal. Fiel am Anfang der Saison zu oft und haderte zu oft mit dem Schiedsrichter. Schiedsrichterschelte ist was für Weicheier. Will ich nicht sehen.
    Tarek: Nimmt eine gute Entwicklung. Seine nicklige Spielweise ist zwar nichts für meines Vaters Sohn, aber ich respektiere ihn, weil er kämpft und den Gegner mürberennen kann. Sollte das technische Spielenwollen unterlassen und seine Stärken betonen, also rennen, grätschen und kontern.
    Düker: Guter Mann, der zunehmend besser wurde. Freue mich auf die nächste Saison mit ihm.
    Schwede: Stieg steil auf, fiel aber auch aufgrund mangelnder Selbstdisziplin schnell wieder. Muß sich kontrollieren lernen, ohne seinen Biß im Spiel zu verlieren. Wirkte zuweilen wenig integriert. Hat viel Talent, aber auch noch viel Arbeit vor sich.
    Pulido: Das wird wohl nichts mehr. Anspruchsdenken und Wirklichkeit klaffen hier zu weit. Nur ein Wunder wird ihn in Magdeburg halten. Sollte sich darauf einstellen, daß der Ostfale eines nicht leiden kann: große Rosinen und Kopfdurchdiewand-Gerenne. - Ich sah von ihm aber auch das Bemühen, sich zum Spielgestalter zu modeln, also den Ball auch mal abzugeben, bevor der Gegenspieler als Opfer auftaucht, befürchte jedoch, daß er hierbei gegen seine Natur handelte. Sehe baldigen Abschied.

    (Ich hoffe, ich habe itzo niemanden vergessen...)

    Zum Stadionumbau äußerte sich unser OB Trümper dezidiert.



    Kommentar: Sachlich und konstruktiv. Über die Höhe der Selbstverpflichtungen kann man nur spekulieren, sie dürften erschwinglich sein, zumal auch die Sponsoren des Vereins Interesse an einer stimmgewaltigen Stehplatzfront haben dürften. Einziger Wermutstropfen: Trümper scheint davon auszugehen, daß Fußballanhänger stramm in ihren Sitzschalen sitzen bleiben. Ich erinnre, daß bereits beim Stadionneubau eine ausgiebige Stehplatzfront gefordert worden war, die aber abgelehnt wurde. Zudem sollte der OB seine Ostfalen gut genug kennen und wissen, daß wir hier den Fußball leben. Da bleibt keiner stille sitzen!