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Thema: wolkenfinger

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  • 17.09.18, 06:46
    resurrector

    AW: wolkenfinger

    Ötzi ist schön zu lesen, aber nur einem sehr ausgesuchten Publikum. Es fehlt an Handlung.
  • 25.11.02, 19:00
    aerolith

    AW: wolkenfinger

    Darüber läßt sich kaum streiten, daß die Klassiker den Romantikern Formunebenheiten u.ä. vorgeworfen haben könnten. Da gab's eben kaum Qualitätsmerkmale, die nicht allen Parteien bekannt gewesen sein dürften. Heute dagegen haben wir ein Zeitalter, in dem jemand ohngestraft romantisch schreiben kann. Und oftmals wird sensible Betrachtung mit romantisch gleichgesetzt. Aber Dein Text hat nichts Romantisches, er hat nur etwas Disparates, dazu einen Gleichlauf der sich einer Entwicklung sperrt, die ein Text nun einmal mit sich tragen muß, will er vom modernen Leser angenommen werden.
    Ich möchte Dich fragen, ob Du glaubst, diese Art des Schreibens auf hundert Seiten ausbreiten zu können?

    P.S. Verwirrend ist dieses Forum allemal, auch für mich. Wenn ich nur wüßte, wer wer ist... Aber eigentlich will ich es gar nicht wissen. - Das Verhältnis vom Erzählten zum Erzähler ist eine gesonderte Betrachtung wert. In Deinem Text tritt er hinter dem Erzählten zurück; es ist ein eher deskriptiver Text ohne viel Narration.
  • 30.09.00, 20:40
    it

    AW: wolkenfinger

    guten abend.
    ich finde den stil in diesem forum fürs erste etwas verwirrend. hoffe mich aber einzufinden.


    robert, schönen dank für deinen kommentar. das mit der guten freundin usw. verstehe ich allerdings nicht. mir schien es, als wäre der autor (=julkin) über dieser rätselhaften reminiszenz für dich auch verweiblicht ("heißt sie willkommen"). daher in der hauptsache mein staunen.


    kurz schon mal zu deiner kritik: das "plätschernde" des stils ist hier eben absicht und wird von vorn bis hinten ja auch durchgehalten. ich finde es eher schwierig, angesichts einer solchen ja erkennbaren intention konträre stilmittel vorzuschlagen. so wie (nur als beispiel) die "klassiker" den "romantikern" vorgeworfen haben, nicht "klassisch" zu schreiben.


    für mich wäre hier interessanter, ob nach ansicht der kritiker der gewählte stil, die erzählweise usw. in einem möglicherweise adäquaten verhältnis zum dargestellten steht. bzw. wenn nicht, aus welchen gründen.


    bin im chat-hassen schwer zu übertreffen.


    grüße, it
  • 30.09.00, 17:54
    rodbertus

    AW: wolkenfinger

    Ich trage grüne Strumpfhosen, einen Sabberlatz und esse Kirschkuchen. Und ich gehe dahin, wo noch kein Kirschkuchen vor mir hinging. Ich esse udn esse und esse - ich bin.
    Und ich staune gar nicht. Ich hasse chat.
  • 29.09.00, 14:36
    aerolith

    AW: wolkenfinger

    Hallo it! Dein Text erinnert mich an eine gute Freundin, eine Freundin, die ich vermisse. Allerdings hätte sie sich nicht in Partizipien gebadet, vielleicht nur ein bißchen eingerieben, einzelne Worte damit geschmückt, denn maßvoll eingesetzt, kann ein Mittelwort eben genau diese Vermittlung leisten. Zu häufig benutzt, verwässert der Versuch, übrig bleibt die Indifferenz und das Spüren eines Mangels: Was wollte der Autor eigentlich? fragt sich der Leser dann.


    Du hältst die Spannung in Deinen Sätzen nicht. Sie plätschern und plätschern, zuweilen sogar bergauf. Zum Gebirge hin; wie wäre es damit, diesem Aufstieg auch sprachlich einer Erhöhung zur Seite zu stellen? Sagen wir mit einer ungewöhnlichen Wendung, einer Antithese vielleicht, einem elliptischen Kreisel vielleicht? Irgend so etwas.


    Erste Gedanken. Bitte andere.
  • 29.09.00, 10:08
    it

    wolkenfinger

    wie könnte man urteilen: über einen sehr großen menschen, eine sitzende figur, aber lebend, einen menschen aus gebirge und tal, wäldern und strömen, sein kopf hoch oben in wolken, seine züge leuchtend himmelblau. seine brüste sind berge aus weichem stein, quellen entspringen diesen bergen. die entquollenen bäche stürzen zu tal, sie plätschern über felsen, fließen durch tiefere wälder, unten im tal sind es schon ströme, die spitzwinklig auseinanderstreben, und diese ströme bilden die beine meiner sitzenden figur.
    suchst du ihren rumpf: das kann nicht sein, wie könntest du dies ungeheure gebirgsmassiv übersehen, das sich weiter oben zu jenen bergen aufspreizt und noch weiter droben den himmel auf starken schultern trägt. zwischen bergen und tal, schräg aus der hügelwand ragend, wächst natürlich der wald, von jenen flüssen genährt und selber sie nährend. tritt nur einen schritt zurück, aber mit bildlichen stiefeln, dann siehst du nichts einzelnes mehr, nur diesen dunklen gewaltigen schaft, der schräg nach oben ragt, zu den weichsteinernen brüsten, zum himmelsmund hinstrebt und sich fast unmerklich zitternd so erhält.
    dieser mensch da, meine sitzende figur, ist vollkommen, man weiß nichts über sie, weil sie vollkommen ist, kann man nichts von ihr wissen. woran denkt sie, was träumt er, was hat es zu bedeuten, für uns, wenn eine figur wie diese denkt oder träumt? nein, man weiß nichts von ihr, man kann nicht sagen: "schau, der große mann dort", wie man nicht sagen kann: "sieh an, die riesenfrau". wir krauchen herum auf meiner sitzenden figur, wir strömen zu tal auf ihrem überirdisch schönen körper, seinen brüsten entsprungene tropfen sind wir oder winzige samentierchen, die unterm himmel hinwirbeln, weil sie mit wolkenfingern den ragenden schaft anrührt, einem dunklen drang gefügig, der sie anweist, uns jetzt, in diesem moment, zu versprühen. sag doch, wie könnte man urteilen?

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