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Thema: Theologische Dispute

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  • 19.12.20, 06:58
    Samuel
    Matthaeus 18
    …weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

    Aktuell haben wir in Deutschland eine Untersterblichkeit von 10%. Wer immer noch nicht aufgewacht ist, dem kann vermutlich der Herr auch nicht mehr helfen. Obwohl, das will ich nicht behaupten. Jedenfalls ist dieser Hoax so offensichtlich, dass es schon weh tut. Eine Pandemie ohne Tote. Dafür leere Krankenhäuser und Kurzarbeit. Unbegreiflich, wie Menschen sich belügen lassen und in kognitive Dissonanz geraten, wei sie ihre Komfortzone nicht verlassen mögen. Oder ist es tatsächlich Dummheit? Zu blöd, selbst zu recherchieren? Bundesamt für Statistik? RKI? Studien Ioanidis? Who? Alternative Medien? Freie Journalosten? Aber bitte Beeilung. Die Zensur hat inzwischen 100000 Kanäle bei YouTube gelöscht. Nicht gesperrt, gelöscht! Das können Grundschulkinder intellektuell durchschauen, nicht aber die Tagesschauglotzer, die an Merkels Zahlen hängen, wie am Tropf und dabei zusehen, wie unser Land in den Ruin getrieben wird und keine Vorstellung davon haben, warum das eine Absicht ist und keine Verschwörungstheorie. Nein, lieber rennen die Intellektuellen, die Dichter und Denker den Anweisungen der Regierung hinterher, immer der Herde nach und denunzieren brav den Nachbarn. Selbst debil grinsend unter ihren Maulkörben von 1933. Schlaft weiter.

    Kleiner Nachtrag

    https://youtu.be/fE_sP3x_Oe8
  • 18.12.20, 18:21
    Streusalzwiese

    AW: Theologische Dispute

    "Gottesdienst" hört sich komisch an. Welche Dienste glaubt man einem allmächtig gedachten Wesen anbieten zu können? Oder soll das als allmächtig gedachte Wesen Dienste an den Gläubigen vollziehen?

    Immanuel Kant war kein Freund der Gottesdienste:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Re...%9Fen_Vernunft
    „alles, was, außer dem guten Lebenswandel, der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.“
    – RGV. Viertes Stück. Zweiter Teil. §2.

  • 18.12.20, 12:42
    WirbelFCM

    AW: Theologische Dispute

    Corona ist mutmaßlich protestantisch oder gar atheistisch und meidet somit Kirchen und Gotteshäuser
  • 18.12.20, 10:01
    aerolith

    AW: Theologische Dispute

    Glauben ist immer an Gemeinschaftserlebnis gebunden. Gottesdienste benötigen wenigstens drei Gläubige, andernfalls spricht man in der Tat von Gebet, was nun auch eine Form des Gottesdienstes ist, aber eben, um es prosaisch zu sagen, die halbe Miete bringt. Das Problem scheint mir hier nicht in der Erlaubnis zu liegen, Gottesdienste abhalten zu dürfen, sondern in dem Verbot gegenüber Gastwirten und anderen Öffentlichkeit Herstellenden, die sich an die Abstandsregeln hielten und keineswegs zur Ausbreitung der Grippewelle beitrugen.
  • 18.12.20, 09:35
    eulenspiegel

    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Sehr geehrter Herr Norbert,

    ich lese ja Ihre originellen Kommentar manchmal mit Vergnügen, doch die kommunizierenden Gefäße im stillen Kämmerlein erschließen sich mir nicht ganz. Die kommunizierenden in den Gotteshäusern - ob mit oder ohne Kommunionsempfang - scheinen mir den Draht zum Chef eher im Kerzenlicht der gläubigen Gemeinschaft zu suchen, als in den Tiefen des gläubigen Herzchens.
  • 17.12.20, 21:58
    Klaus Norbert

    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen

    ... Und ich - naiver Atheist, der ich bin - dachte immer, der Gläubige könne mit Gott viel besser im stillen Kämmerlein kommunizieren. Weil Er ja in jedem von uns wohnt.
    Da hab ich mich wohl getäuscht.

    Die kommunizierenden sogenannten Gläubigen im Kämmerlein werden ja nicht gezählt.

    Ihre beobachtete Täuschung könnte eine Täuschung sein.
  • 17.12.20, 15:59
    eulenspiegel

    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Kath. Kirche hält an Weihnachtsgottesdiensten fest. Während Schulen, Pflegeheime und Spitäler geschlossen bleiben, private Kontakte weitestgehend untersagt sind, das öffentliche Leben zum Erliegen kommt, bleiben die Kirchen offen.

    Politikversagen? Feigheit? Grundrecht auf Religionsausübung?

    Und ich - naiver Atheist, der ich bin - dachte immer, der Gläubige könne mit Gott viel besser im stillen Kämmerlein kommunizieren. Weil Er ja in jedem von uns wohnt.
    Da hab ich mich wohl getäuscht.
  • 03.11.20, 07:35
    eulenspiegel

    AW: Theologische Dispute

    Im Grunde geb ich dir recht. Auch Begriffe wie Liebe, Hoffnung und Glück sind rein subjektiv und teilweise ohne Anschauung und Empirie, als der, die wir in sie hineinlegen. Bei religiösen Inhalten (Gott, Jenseits, Hölle, Paradies etc.) ist dies allerdings fast 100%-ig der Fall. Alles ist da Spekulation und Glaube. Und ja, der Mensch kann ohne Glaube nicht halbwegs glücklich sein. Fragt sich nur, was ich mir als Glaubensinhalt wähle: Fiktionales oder Erfahrbares.
  • 02.11.20, 16:53
    aerolith

    AW: Theologische Dispute

    Das, was Du da über das Wesen der Religion sagst, daß sie nichts weiter als eine Projektion/Hirngespinst sei, ließe sich mit ähnlichen Worten auch über die Liebe, über Hoffnung und über das Glück sagen. Ich möchte Dir da nicht zustimmen, denn auch wenn man diese Dinge wie das Erscheinen eines zwei Meter und zehneinhalb hohen weißen Hasen namens Harvey bei bestimmten Menschen auffaßt, so sind diese Dinge für diese Menschen real, für andere dagegen nur ein Gespinst.
    Wie läßt sich einem anständigen Menschen erklären, was mit Fakten nicht erklärt werden kann; ich glaube, man wird es nie damit erklären können. Ich glaube, das ist auch gut so, also diese Unmöglichkeit, alles in der Welt mit Fakten erklären zu können glauben.
  • 02.11.20, 08:08
    anderedimension

    AW: Theologische Dispute

    Mit keiner anderen Gruppe ist so gut Staat zu machen, wie mit den Gläubigen. Der Gläubige ist Teil einer vor-verarbeiteten Masse, mit der sich gut weiterarbeiten lässt. So sind zB die Protestanten in den USA, die mehrheitlich Darwins Wissenschaft leugnen, die Letzte Hoffnung Trumps, doch noch zu siegen.
  • 01.11.20, 19:01
    eulenspiegel

    AW: Theologische Dispute

    Haßtirade? Nein, Tirade vielleicht, aber Haß nicht. Ich hasse Religion nicht und auch nicht Religionen. Ich kann nur nicht begreifen, wie ich mich als erwachsener, halbwegs aufgeklärter und selbst denkender Mensch mit Dingen befassen und ernsthaft abmühen kann, die doch bloß Projektionen oder Wunsch- bzw. Angstvorstellungen entspringen. Allein der Kernbegriff von Re-ligio, Gott, ist ein total leerer Begriff, dem keine Anschauung oder Erfahrung zugrunde liegt. Jeder packt da hinein, was er will, sich wünscht oder fürchtet. Die einzige Erfahrung, die man aus der Geschichte ableiten kann, ist, dass jede Form von Ideologie - und dazu zähle ich auch Religionen - so gut sie gemeint gewesen sein mögen, immer das Gegenteil dessen bewirkten, was sie versprachen: Krieg statt Frieden, Haß statt Liebe, Zwist statt Versöhnung.

    Nun kannst du den Atheismus oder die Aufklärung auch dazu zählen. Ja. Auch dafür gibt es Beispiele. Die Aufklärung hat auch viel Unheil bewirkt. Das waren zwar immer Verirrungen oder Perversionen des Grundgedankens der Aufklärung, aber das Gleiche wirst du auch für Religion in Anspruch nehmen: die Scheiterhaufen waren ja das Gegenteil dessen, was Jesus im Sinn hatte. Geschenkt.

    Mensch ist nun mal so. Irrational, emotional, instinktgeleitet, impulsgetrieben. Für mich aber dennoch kein Grund, Religionen oder Gott ernst zu nehmen. Mann kann sich auch bemühen, ein anständiger Mensch zu sein, ohne die Androhungen eines Höllenfeuers.
  • 01.11.20, 08:47
    aerolith

    AW: Theologische Dispute

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen
    Ich halte das ganze Geschwurbel um Feindesliebe für verlogen und verheuchelt. Der kat. Imperativ, der für mich das beste Vademecum für den Umgang mit meinen Mitmenschen darstellt, verlangt keineswegs, seine Feinde zu lieben. Denn die lieben mich ja auch nicht. Er verlangt lediglich, dass ich auf meine Feinde nicht blind einschlage oder sie vernichte. Er verlangt aber den achtsamen Umgang und Vorsicht und er erlaubt die Notwehr. Das ist jetzt physisch wie mental zu verstehen. In diesem Sinne ist die hyperchristliche Ausweitung der Nächstenliebe auf Feindesliebe im Grunde gegen die Goldene Regel gerichtet. Und auch die verordnete Nächstenliebe geht schon zu weit. Ich darf meine Nächsten natürlich lieben, muß aber nicht. Und auch nicht alle gleich. Dahinter steht wohl die Erkenntnis, dass Kooperation allen nützt und besser ist als Konfrontation. Also im Grunde wieder Egoismus. Geht's allen besser, geht's auch mir besser.
    Das mit der Feindesliebe wird oft falsch verstanden. Jesus sagt ja nicht, daß der Feind aufhört ein Feind zu sein und wir einander am Ende alle in einem Eiapopeia liebhaben. Nein, Feindesliebe muß antithetisch verstanden werden. Der Feind bleibt der Feind, solange er eben die Merkmale des Feindes trägt: Menschenhaß, Selbstliebe, die sieben Todsünden lebt etc., aber dadurch, daß ich das, was er ist, liebe, nämlich das Anderssein, kann ich erst selber meine Entwicklung vorantreiben, es ist wie die Anerkennung dessen, was mich erst ausmacht, in einer Art von antinomischer Verschränkung. Dadurch wird das, was der eigentliche Feind ist, die Gleichgültigkeit, die Unfähigkeit, Unterschiede zu erkennen, als Selbwert anerkannt, was bedeutet, man erkennt an und liebt es, wenn sich das Andere auslebt, denn nur so wird Entwicklung möglich, wird Leben möglich. Und das bedeutet nicht, daß man es vernichten will! Das denke!

    Zu Deiner Religionshaßtirade, Till: Mir sind wiedergeborene Atheisten allemal lieber als trauschauwemaffine Heuchel"christen" oder sogenannte Sonntagskirchgänger, die sich ihr Seelenheil erkaufen wollen, indem sie gutmenschlich würken.
  • 31.10.20, 15:26
    eulenspiegel

    AW: Theologische Dispute

    Also mal ganz ehrlich. ich hab ein Problem mit Religionen ganz allgemein und auch mit dem Protestantismus im Besonderen. Bin zwar katholisch indoktriniert, getauft, gefirmt, Erstkommunion und das ganze Programm, österr. Grßmutter war eine Betschwester, 4 Jahre katholisches Internat (zwar kein sex. Mißbrauch, aber sonst alles, was du dir wünschen kannst, von körperlicher Züchtigung, Schlägen bis zu seelischem Mißbrauch alles dabei) und habe den lutherischen Protestantismus immer für fortschrittlicher und irgendwie mit der Aufklärung vereinbarer erlebt. Doch ich glaub, ich hab mich geirrt. Was gerade in sog. Freikirchen und klerikalen Kreisen abgeht, das sprengt jede Vorstellungskraft und müsste großteils strafrechtlich geeahndet werden. Das ist teilweise ignorantes Sektierertum bis zum Gehtnimma. Mein Kirchenaustritt kam zwar viel zu spät, doch es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

    Der gute Martin hat sicher ehrenhafte Absichten gehabt. Wie der legendäre Jesus vllt. auch. Man sieht ja, was draus geworden.

    Ich halte es da mit Marx: Religion ist Opium fürs Volk.

    Sorry, hier steh ich und kann nicht anders.
  • 31.10.20, 12:43
    WirbelFCM

    AW: Theologische Dispute

    Ist das nicht aus Sun Zu's "Die Kunst des Krieges"? "Wenn ich meinen Feind so gut verstehe, daß ich ihn besiegen kann, dann kann ich ihn auch lieben?" (sinngemäß)

    Ich finde, da ist schon was dran. Letztendlich sollte man aber Kommunikation der Konfrontation immer vorziehen. Das setzt natürlich voraus, daß mein Gegenüber an Kommunikation interessiert ist. Tut er das nicht, dann ist laut Bhagavad Gita auch der Krieg, also das Töten erlaubt. Im Hinduismus zählt ja nur das Wirkliche (=Unvergängliche) und nicht das Unwirkliche (=das Vergängliche) und da man dort dementsprechend davon ausgeht, daß die (wirkliche) Seele den (unwirklichen) Körper überlebt und man somit die Seele des Feindes von seinem verirrten Körper befreit, tut man ihm damit quasi sogar noch einen Gefallen. So sprach zumindest Krishna
  • 31.10.20, 07:02
    aerolith

    AW: Theologische Dispute

    Danke, Martin!
  • 17.08.20, 11:10
    anderedimension

    AW: Theologische Dispute

    geht's allen besser, geht's auch mir besser
    auf diesem Gedanken baut der Kapitalismus auf
  • 16.08.20, 01:19
    Lene

    AW: Theologische Dispute

    Nur weil es die Folge ist (geht's allen besser, geht's auch mir besser), muss es nicht gleichzeitig der Grund gewesen sein.
  • 14.08.20, 07:44
    eulenspiegel

    AW: Theologische Dispute

    Ich halte das ganze Geschwurbel um Feindesliebe für verlogen und verheuchelt. Der kat. Imperativ, der für mich das beste Vademecum für den Umgang mit meinen Mitmenschen darstellt, verlangt keineswegs, seine Feinde zu lieben. Denn die lieben mich ja auch nicht. Er verlangt lediglich, dass ich auf meine Feinde nicht blind einschlage oder sie vernichte. Er verlangt aber den achtsamen Umgang und Vorsicht und er erlaubt die Notwehr. Das ist jetzt physisch wie mental zu verstehen. In diesem Sinne ist die hyperchristliche Ausweitung der Nächstenliebe auf Feindesliebe im Grunde gegen die Goldene Regel gerichtet. Und auch die verordnete Nächstenliebe geht schon zu weit. Ich darf meine Nächsten natürlich lieben, muß aber nicht. Und auch nicht alle gleich. Dahinter steht wohl die Erkenntnis, dass Kooperation allen nützt und besser ist als Konfrontation. Also im Grunde wieder Egoismus. Geht's allen besser, geht's auch mir besser.
  • 13.08.20, 13:45
    WirbelFCM

    AW: Theologische Dispute

    "Sei Deinen Freunden nah und Deinen Feinden noch viel näher" (Sun Tzu "Die Kunst des Krieges")



    btw: Sun Tzu lebte ein paar Jahrhunderte vor der Bibelschreibung, dürfte also sinnigerweise sogar als zuverlässigere Quelle dienen
  • 13.08.20, 11:50
    aerolith

    Feindesliebe

    Carl Schmitt macht auf einen möglichen Übersetzungsfehler aufmerksam: Die apostrophierte "Feindesliebe" basiert auf Matth. 5,44 und Luk. 6,27: im Original steht αγαπατε τους εχθρους υμων und bedeutet die Aufforderung, die eigenen Feinde zu lieben, wobei nicht die politischen gemeint sind, sondern die einem persönlich bekannten → die deutsche Sprache differenziert nicht zwischen persönlichen und politischen Feinden, d.i. die (kämpfende) Gesamtheit von Menschen, die einer anderen (kämpfenden) Gesamtheit gegenübersteht. Feindesliebe bedeutet also nur die individuell zu fassende, die auf den Menschen bezügliche Liebe, nicht aber die politische, die Liebe einer Gesamtheit, einer im Verbund kämpfenden Gruppe von Menschen.

    Ich glaube, das ist ein grundsätzlicher Unterschied.
  • 27.07.20, 07:27
    anderedimension

    AW: Theologische Dispute

    Eine gute Gelegenheit...um eine Lanze für das Huhn zu brechen:

    Zitat undekade-biologischevielfalt.de

    Studien belegen, dass das sprichwörtlich dumme Huhn intelligenter ist, als viele denken. Hühner kommunizieren auf komplexe Art und Weise, sind gut in Mathe und können zukünftige Ereignisse einschätzen. Sie sind sich außerdem über soziale Positionen bewusst und haben Charakter.

    Ob das reicht um in den Himmel zu kommen? Wenn das Huhn nicht in den Himmel kommt...dann komme ich da auch nicht hin - ich bin schlecht in Mathe...kann künftige Ereignisse nur schwer einschätzen (Grüße an die Ex-Frau)...und der vermeintliche Charakter wird mir ständig abgesprochen..
  • 26.07.20, 23:26
    Lene

    AW: Theologische Dispute

    "lieber" Enno Ahrens,

    ich gebe es offen zu und du hast es sicher bemerkt: dein Schreiben provoziert mich. da freust du dich vielleicht sogar. du erinnerst mich an Albert Speer oder auch an einen meiner zahlreichen Ex-Männer (von denen mich auch einer an Speer erinnerte). du bist nicht blöd und wahrscheinlich sogar recht begabt und hast zu allem Überfluss auch noch das Bedürfnis, (in deinem Fall mit Worten) Formen zu schaffen, die entfernt an Kunst erinnern. aber ich finde deine Seele nicht. vielleicht findest du sie selbst nicht und denkst deshalb, sie ist auch bloß eine Erfindung im Großhirn??

    deine Zeilen "für mich" vom Grinsemann im Einkaufszentrum hab ich übrigens zur Kenntnis genommen. immerhin, darüber kann man nachdenken.

    L.
  • 26.07.20, 08:37
    aerolith

    AW: Gottfindung gottverlassen

    Eine Ausschließlichkeitsdebatte mit ungleichen Gesprächspartnern und einem Autoritätsargument, dessen Verifizierung aussteht. Ich verschiebe den Text mal in den Theologie-Ordner.
    Es wird nicht klar, ob Du über Gott, über die Hackordnung in der Natur, über Gerechtigkeit oder Gehirntätigkeiten psilophieren möchtest. Aber da Du hier sowieso nicht diskutierst, ist das eine rein theoretische Frage.
  • 22.07.20, 12:56
    Enno Ahrens

    Gottfindung gottverlassen

    Gottfindung gottverlassen

    „Oh gottegott“, schrie das Huhn.
    „Beinahe hätte ich den Wurm vertilgt.
    Liegt auch direkt neben dem Korn.“
    Der Wurm mit asthmatischer Stimmlage:
    „Tu dir nur keinen Zwang an, friss mich.“
    „Nein, nein“, antwortete das Huhn, „wenn
    ich dich töte, komme ich nicht zu Gott.“
    „Hahaha“, lachte der Wurm und schüttelte den
    Kopf. „Es gibt keinen Himmel für Hühner. Gott
    ist in den Großhirnen der Menschen. In deinem
    Hühnerhimmel ist aber keine Menschenseele, und
    somit kein Gott.“
    Das Huhn wurde böse. Kurz darauf beklagte es bedauernd:
    „Oh gottegott, jetzt habe ich den Wurm verschluckt.“
    Der Wurm aber, der das hörte, lachte höhnisch.
    Er pilgerte in den Eileiter, nistete sich ein in ein Ei,
    welches später ein Mensch aß, pilgerte weiter ins Großhirn.
    Jedoch schien ihm die Gegend gottverlassen.
    Er fluchte den Fluch eines Ungläubigen.
    Und eine Stimme sprach zu dem Wurm:
    „Gott ist in den Gehirnen der Menschen.
    Geht das nicht in dein Gehirn rein?!”
    Da fraß der gottlose Wurm
    an der Großhirnrinde und
    fuhr zur Hölle.
  • 25.02.20, 02:13
    aerolith

    AW: Theologische Dispute

    Das 18. Logion (so etwas wie eine Sinneinheit im Thomas-Evangelium) befaßt sich mit Jesus' Auffassung zum Anfang und Ende des Lebens, allen Lebens. Es ist nichtjüdisch. Die Juden gingen bekanntlich in ihrem Welterschaffungsmythos (1. Buch Mose) von einer Art Urknall aus, dem sich evolutionäre Abläufe anheimstellten, bis am sechsten Tage die Krone der Schöpfung, der Mensch, entstand. Jesus sieht das anders, er verfolgt den Kreislaufgedanken der Griechen oder auch Buddhisten, also eine Welt ohne Anfang und Ende. Ich glaube, schon dieses 18. Logion konterkariert geradezu kontradiktorisch das AT und belegt die Unmöglichkeit, Jesus in eine Linie mit demselben zu stellen. Kein Wunder, daß das Thomas-Evangelium keine Aufnahme in der Bibel fand.

    Textquelle:
    erstellt von Thomas:
    18. Die Jünger sagten zu Jesus:

    Sage uns, wie unser Ende sein wird. Jesus antwortete: Wenn ihr den Anfang entdeckt habt, warum sucht ihr dann schon wieder das Ende? Denn da, wo der Anfang ist, wird auch das Ende sein. Beglückwünscht denjenigen, der sich zu Beginn an den Anfang halten wird, und wird er das Ende erkennen, so wird er den Tod nicht schmecken.
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