Antworten

Thema: Die SPD

Nachricht

Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

Sie können aus dieser Liste ein Symbol für Ihre Nachricht auswählen.

Zusätzliche Einstellungen

  • Wenn Sie diese Option aktivieren, werden URLs automatisch mit BB-Code ergänzt. www.beispiel.de wird zu [URL]http://www.beispiel.de[/URL].

Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 08.12.19, 20:10
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Ginge es uns allen gleich gut, ginge es den meisten deutlich schlechter als bisher. Es wird zwar gerne erzählt, dass 10% Reiche 80% des Gesamtvermögens besitzen....dabei aber vergessen, dass die gleichen Leute auch für 80% der Steuereinnahmen verantwortlich sind. Was die Abschaffung von Hartz4 angeht, da bin ich auf der Seite der SPD. Beim Mindestlohn halte ich auch 12 Euro für zu wenig. Besser 15 Euro - man muss von seinem Lohn nicht nur in Würde leben...sondern auch etwas fürs Alter zurücklegen können. Und bei der Rente sollte man sich die Österreicher zum Vorbild nehmen- da bezahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils zwei Prozent mehr in die Rentenkasse ein als wir Deutsche...dafür bekommen sie aber 50 bis 100% mehr heraus. Zwei Prozent merkt man fast gar nicht...wenn die einem gleich abgezogen werden - und man wird nicht ...wie in Deutschland der Fall.... dazu gezwungen sein Geld, das man theoretisch spart, spekulativ anzulegen.
  • 08.12.19, 17:14
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Nachdem die SPD den Gang aus der Koalition abgesagt hat - aus Angst vor Neuwahlen - und die Koalitionsgegner von KK bis hin zum neuen Führungsduo plötzlich kleinlaut von Nachverhandeln murmeln, wurde auf dem Parteitag, so wird berichtet, die Forderung nach einer Vermögenssteuer ab 2 Mill. verabschiedet. Als 12%-Partei mit weiter sinkender Tendenz kann man fordern, was man will, weil man weiß, dass man es eh nicht durchsetzen kann.

    Ich frage mich aber, was so eine Vermögenssteuer soll, wo doch er Staat in Steuereinnahmen zu ertrinken droht, man nicht mal die Kapazitäten hat, das Geld sinnvoll zu verwenden. Der einzig sinnvolle soziale Zweck wäre, wenn man die Einnahmen aus einer Vermögenssteuer zwingend dazu verwendete, kleine Einkommen steuerlich zu entlasten, höhere Freibeträge für niedrige Einkommen schafft, die Eingangssteuersätze vermindert oder das Geld aus der Millionärssteuer zum Vermögensaufbau für Leute ohne jedes Vermögen verwendet. Von all dem ist im SPD-Beschluß aber nichts zu lesen. Wenigstens wird davon nichts berichtet.

    Das ist alles so hilflos, konzeptlos, konfus und sozialpopulistisch, dass es einem weh tut.
  • 06.12.19, 09:03
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Wie Du richtig sagst; sie haben Angst vor Neuwahlen...weil man die SPD dafür verantwortlich machen wird - und weil die Regierung dann eine schwarz/gelb/grüne sein wird. dabei wäre das das beste, was der SPD passieren könnte. In der Opposition kann man sich neu aufstellen und das Profil schärfen. Aber scheinbar klammert man sich lieber kurzatmig an Posten...statt mit langem Atem strategisch zu denken...
  • 06.12.19, 08:47
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Wenn es nicht so traurig wär, komisch ist es allemal. Da wählen die SPD Mitglieder das Duo, das den Ausstieg aus der ungeliebten Koalition verspricht. Kevin unterstützt sie öffentlich. Ja der, welcher. Und jetzt, wo sie gewählt wurden, jetzt eiern sie herum. Reden von Neuverhandlung des Koalitionsvertrags, von Fortführung der Koalition unter neuen Bedingungen, bla, bla, bla. In Wahrheit ham sie natürlich Schiss, für etwaige Neuwahlen verantwortlich gemacht zu werden. Eine lose-lose-situation wie der Franzose sagt. Machen sie einfach weiter, wie bisher, fühlt sich Wähler verarscht. Gehen sie raus, wird sie Wähler bestrafen.

    Ich finde, das hamm sie sich verdient. Wer nicht weiss, was er will, wer nicht kann, was er will, wer nur noch laviert, der will Wähler zur Zustimmung bewegen, der will Vertrauen erbitten? Lächerlich.

    Die SPD gibt für mich das Bild totaler Hilf- und Orientierungslosigkeit ab.
  • 02.12.19, 16:25
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Beim Thema Migration wird Kurz abwarten müssen was von der Leyen und die Mitglieder der Europäische Kommission aushandeln. Egal was dabei herauskommt, es wird Kurz bei den Verhandlungen mit den Grünen in die Karten spielen...weil die Verteilung im Sinne der Grünen ausfallen wird und Kurz die Zugeständnisse...die er ohnehin hätte machen müssen...der EU in die Schuhe schieben kann.
  • 02.12.19, 15:32
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Was du zu Kurz sagst, stimmt großteils, man wird sehen, wie weit Kurz den Grünen in den Koalitionsverhandlungen beim Thema Migration - und auch Klima - entgegenkommt. Dass er ein Bündnis mit der FPÖ eingegangen ist - was in der Bevölkerung übrigens sehr geschätzt wurde, die ZEIT ist da kein verlässlicher Kamerad, die ZEIT-Blattlinie ist ja sowas von, ja ich weiß gar nicht, wie ich dieses krause Sammelsurium aus ZEITgeist, PC, Pseudofeminismus, grün-links-konservativem Geschwurbel nennen soll - das hatte rein pragmatische Gründe. Und ich glaub, er war insgeheim froh, dass ihm Ibiza den Ausstieg aus dem Bündnis mit der FPÖ so leicht gemacht hat. Kurz ist sicher ein narzisstischer Karrierist, aber mit Gespür für die Stimmung im Wahlvolk und, ganz im Unterschied zu fast allen seinen Konkurrenten, hält er auch medialem Gegenwind Stand. Er ist rhetorisch und politisch den meisten Mainstream-Journalisten haushoch überlegen und pariert selbst die hinterfotzigsten 'Fragen' von Journalisten wie Wolf (ORF), Kleber und Co. souverän. Was mir bei Kurz fehlt, ist Handschlagqualität.
  • 02.12.19, 10:13
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Kurz zu Kurz: anfangs war Kurz ein Vertreter der Pro-Migration-Fraktion. Kurz ist als Fähnlein im Winde bekannt. Aber gerade das schätze ich an ihm - er ist wendig, agil, machtbesessen und anpassungsfähig. Es macht keinen Sinn zu längst überholten Prinzipien zu stehen. Von einem Politiker erwarte ich, dass er auf Veränderungen reagiert.



    https://www.zeit.de/politik/ausland/...n-strache-fpoe

    Zitat zeit.de

    Wundersam wandelbar


    Plötzlich gibt es keinen entschlosseneren Gegner der teils rechtsradikalen FPÖ als Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Dabei war man sich doch so ähnlich geworden.
  • 01.12.19, 22:17
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Das stimmt schon. Allerdings wäre es ja nicht verboten, wenn die SD rechts der Mitte Stimmen fischen würde. Denn, es gibt gute Argumente dafür. Ein Sozialstaat mit Rentensicherheit, Mindestsicherung und Notfallversorgung geht nur, wenn man a) die Zuwanderung von auf dem Arbeitsmarkt Unvermittelbaren in Grenzen hält, b) die Umwelt intakt hält - Stichwort Selbstversorgung, was künftig immer wichtiger werden wird und c) die Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit umbaut. Das wären drei Herkulesaufgaben, wo sich die SD führend einbringen könnte. Dazu ist sie aber zu feig, zu visionslos, zu schwach. Wenn sich die SD endlich zu einer vernünftigen Politik in der Migrationsfrage aufraffen könnte, hätte sie schon die halbe Miete. Kurz in Österreich ist NUR wegen seiner strikten Haltung beim Thema Migration Kanzler geworden!
  • 01.12.19, 21:34
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Die Wählerwanderschaft....zB von der Linken zur AfD...zeigt, dass es links und rechts so gar nicht mehr gibt, wie wir das lange kannten. Die Wähler sind geschmeidiger geworden. Die FfF -Bewegung steht gar nicht so sehr hinter den Grünen...wie man das vermuten könnte. Denen sind selbst die Grünen noch zu wirtschafts-liberal. Ich vermute, dass sich schon bald eine neue Partei gründen wird, die mit solchen Bewegungen im Rücken Erfolg haben kann. Links von der Mitte wird noch mehr zersplittern...als das bisher der Fall ist. Rechts von der Mitte bleibt einigermaßen stabil. Entweder wird sich die AfD entschlacken um regierungsfähig zu werden, oder sich in zwei Parteien aufspalten. Aber die Stimmen bleiben rechts von der Mitte erhalten.
  • 01.12.19, 21:01
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Das hört man vielerorts, die SPD/Ö müsste nur linke Positionen besetzen, nach links rücken usw., dann würde das schon wieder. Ich bin gar nicht sicher, ob das hülfe. Bei der SPÖ vielleicht noch eher, denn wir haben keine andere linke Partei in Ö - die Grünen ausgenommen, die gesellschaftlich linke Positionen besetzen. Bei der SPD würde das erst recht nicht hinhauen. Denn da sind 2 andere Parteien, die links der Mitte stehen, die Linke und die Grünen. Eher müsste die SPD nationale und sog. populistische Positionen besetzen, so wie die SPÖ im Burgenland, die sowas wie die sozialdemokratische FPÖ dort gibt. Dabei muß die SD allerdings aufpassen, nicht vom medialen Gegenwind in die rechtspopulistische Ecke gedrückt zu werden. Die Zeiten sind halt schlecht für die SD. Der Zeitgeist ist kein Sozi. Dagegen kannst du nicht anstinken. Eher sehe ich in einer Verbindung von klimarettenden und sozialdemografischen Agenden - Migrationsbegrenzung, Rentensicherheit, Spekulationsbekämpfung bei Mieten und Vorsorge, Pflegeproblematik etc. - eine Chance für die SD.
  • 01.12.19, 19:02
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Ich bin ebenso der Meinung, dass die SPD eher linke Positionen besetzen sollte - das ist ihre DNA. Nur, das tut sie ja bereits - aber eben in einer Koalition mit einer CDU...die ebenfalls links blinkt. Was da im Koalitionsvertrag ausgehandelt wurde...das ist fast alles links zu verorten. Die SPD hat sich doch nahezu in allen Punkten durchgesetzt...und im Nachgang sogar noch mehr herausgeholt. Die Erfolge sind also da - nur werden sie nicht der SPD zugesprochen. Die SPD muss aus der Koalition raus...aber eben erst in zwei Jahren...und nicht jetzt. Und danach sollte sie sich als eigenständige Partei konsolidieren und profilieren...und nicht direkt ins grüne Lager wechseln...dann wieder als Juniorpartner.

    Ich vermute: 16 Jahre Opposition unter Helmut Kohl waren für die SPD so traumatisch, dass man auf keinen Fall mehr in die Opposition möchte. Wohl ein Fehler, denn was könnte der SPD gelegener kommen...als eine Regierung Schwarz/Grün. Sind maximal vier Jahre, die man da ausharren muss...aber danach ist man so stark wie selten zuvor...ohne selbst etwas tun zu müsseen.
  • 01.12.19, 13:23
    aerolith

    AW: Die SPD

    Das sehe ich anders. Die gute alte Tante SPD, die Basis, hat eine richtige Entscheidung getroffen. Linkes Denken wird es immer geben. Es beinhaltet Veränderung, Gleichheitsphantasien, Gerechtigkeit schwingt da mit und bei der SPD spätestens seit 1914 auch immer das staatstragende Element, das von Hause aus eher konservativ und national angelegt ist. Übrigens ist das nur in Deutschland so, womit ich auch Östreich meine. Andere europäische Sozialdemokratien haben sich immer an der deutschen orientiert, was ihre nachlassende Bedeutung in den letzten Jahren erklärt, denn seit Schröders Agenda betreibt die SPD keine sozialdemokratische Politik mehr. Die CDU rückte nach links, was Platz für die AfD machte. Die GRÜNEN und die LINKEN bedienen sich bei der SPD, die sich kaum bei CDU-Wählern bedienen kann. Sie hat also bloß eine Chance, sie muß wieder nach links rücken und den eigentlichen 5%-Parteien (LINKE und GRÜNE) die zu ihnen gewanderten politischen Eliten wieder abjagen. Das würde sie jedenfalls auch für mich wieder wählbar machen. Im Augenblick ist sie für mich nicht wählbar.
    Mit der Bestimmung der beiden Hinterbänkler zu ihren neuen Segensträgern, wobei das ein Parteitag ja noch auf der Funktionärsebene bestätigen muß, besteht zumindest die Hoffnung, daß die unsägliche Koalition mit der CU beendet wird und die SPD sich endlich neu definiert. Das kann nur bedeuten, daß sie konsequent kriegsfeindlich, arbeitnehmerfreundlich und zunehmend auch umweltpolitisch präzisieren muß, was die Zukunft dem Reich bringen soll.
  • 01.12.19, 10:59
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Die neue Führung ist ein Zeichen für die Grünen: "seht her, wie hübsch wir jetzt sind - ihr könnt auch mit uns"

    Man spekuliert ganz klar auf eine ROT/ROT/Grüne Regierung - und eine solche wäre eine Katastrophe für unser Land. Die SPD macht sich also fit für den Untergang. Das Modell Bremen-niemand will (mehr) R/G...und so kommt es mit R/R/G noch schlimmer als zuvor. Wie auch immer...dank der SPD...werden die Grünen künftig an jeder Regierung beteiligt sein.
  • 01.12.19, 10:31
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Die neue SPD-Führung ist zwar sympathisch, aber völlig ungeeignet, den weiteren Niedergang der SD zu stoppen. Die SD in allen westlichen Industriestaaten hat vor allem ein demografisches Problem. Die jungen Leutchen interessieren sich nicht für Politik und schon gar nicht für so 'ne altmodische Agenda wie Solidarität, Gerechtigkeit und Gleichheit. Die meisten Jungen sind unpolitisch in Bezug auf Parteien. Die, die politisch aktiv sind, wandern zu den rechten oder linken Rändern, da ist mehr Randale. Der große Rest verkriecht sich im Netz, in a-sozialen Medien oder ergibt sich dem Konsumismus. Internetshopping ist geiler als Internationale.
  • 25.11.19, 15:53
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Wünschen darfst du dir viel, allein die Zeiten, als wünschen noch half, sind vorbei.

    Ich sage der SPD mit der neuen Doppelspitze, egal, wer es wird, einen weiteren Niedergang voraus. Auch hier, erst gestern, geht der Abstieg der SD ungebremst weiter. Die Grünen haben in der Steiermark, auch wenn sie grüne Mark genannt wird, beileibe kein Kernland der Grünen, kräftig zugelegt.

    Die politischen Schlachtfelder der nahen Zukunft werden aber weniger auf traditionellen SD-Themengebieten stattfinden, sondern auf den schmelzenden Eisschollen der Klimaproblematik. Da wird sich das politische und ökologische Überleben entscheiden.
  • 25.11.19, 09:00
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Gerade weil ich aus dem konservativen Lager komme...wünsche ich mir eine starke SPD...weil das die Grünen schwächt.
  • 24.11.19, 11:57
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Was die SPD aktuell abliefert, muß den letzten getreuen Sozialdemokraten endgültig in die Flucht schlagen. Dieses miese, schmierige Kandidatenspektakel für die Vorsitzwahl, die Doppelspitze (männlich-weiblich, wie's die PK verlangt), dieses Herumgeeiere zwischen sozial und liberal, zwischen wirtschaftsorthodox und klimaverschwitzt, diese offenkundige Verlogenheit in fast allen Positionen, dieses stumm-lauthals schreiende 'Bitte habt uns lieb, wählt uns wieder', diese unsägliche Profillosigkeit ist fast schon unerträglich. Man muß kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass nach der Vorsitzwahl das erbärmliche Gezänk und Gerangel in der Partei weitergehen wird. Die Konkurrenz wird es freuen.
  • 01.11.19, 22:47
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Schade, denn wir brauchen eine (starke) SPD - doch die sitzt in der Falle...denn inzwischen ist es uncool die SPD zu wählen...egal wie gut und erfolgreich die ihr Geschäft betreibt...SPD-Bashing ist in. Das gegenseitige duzen gehört zum Markenkern der SPD...soll zeigen, dass alle auf einer Augenhöhe sind und jeder mitreden darf. Aber gerade das wird ihr heute zum Verhängnis. Man meint jedem gerecht werden zu müssen. So kann man aber heute keine Politik mehr betreiben...so verliert man sich in der Masse. Und macht die CDU weiter wie bisher...droht ihr das gleiche Schicksal.

    Zitat eulenspiegel:

    Die dogmatische Verweigerung der CDU gegen Kooperation mit der Linkspartei halte ich für dämlich und absolut hirnrissig
    Mit Ramelow würde man ja...aber eben nicht mit dessen Partei - so wie man in BW mit Kretschmann kann...und seine Grünen nur deshalb in Kauf nimmt...weil die in BW nicht wirklich grün sind. Das zeigt, dass die Parteien als solche in Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden. Es werden Gleichgesinnte miteinander koalieren...egal für welche Partei diese letztendlich antreten. Die Grünen sind die ersten...die das verstanden haben. Die Grünen halten sich alle Optionen offen und haben diejenigen abgesägt...die dafür nicht offen sind. Wohl haben die Grünen noch einen linken und einen rechten Flügel...aber diese Flügel haben keine Gesichter mehr...an denen man sich reiben könnte.
  • 01.11.19, 16:59
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Ich schaue gelegentlich deutsche TV-talks und Infotainmentformate (Illner, Lanz, phoenix-runde etc.). Obwohl das meiner Gesundheit gar nicht gut tut. Am liebsten würd ich nach 5 Minuten abdrehen oder weiterzappen. Auch gestern habe ich weite Teile von Illner und Lanz geschaut. Von Lucke ist eine Quasselstrippe bis zur Besinnungslosigkeit, dessen offensichtliche Parteilichkeit für linksgrün ihn eigentlich als Politikwissenschafter disqualifiziert. Die dogmatische Verweigerung der CDU gegen Kooperation mit der Linkspartei halte ich für dämlich und absolut hirnrissig. Aber bitte. Deutschland ist geprägt von einer neurotischen, ja psychotischen politischen Korrektheit, die schon pathologisch ist. Man muß kein Sympathisant neonazistischer oder faschistoider Gesinnung sein, wenn man findet, der Zuwanderung wäre genug. Von echtem Asyl (Rettung aus Lebensgefahr) mal abgesehen, die ist klar ein Gebot der Menschlichkeit. Man ist auch kein Extremist, wenn man findet, dass Verfassung und Gesetze für alle gleich zu gelten haben und wenn man die Auffassung vertritt, dass Ökologie vor Ökononmie geht.

    Doch zurück zur SPD. Es wäre imho eine Chance für die SPD, sich auf einen radikalen ökosozialen Neustart zu fokussieren und die offene Debatte zu führen, wie solidarisch und sozialverträglich eine Wirtschaft sein kann, die auf Massenkonsum, Geiz-ist-geil und totale Marktdiktatur setzt. Aber dazu haben diese Sozis weder den Verstand noch die Eier.

    Letzte Meldung: Schulz empfielt seiner Partei auf Scholz zu setzen. Das kann ich nur sagen: Loser setzt auf Loser! Viel Glück, das ist der Highway to hell, liebe alte Tante SPD.
  • 01.11.19, 09:31
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Die Globalisierung ist für so manches Übel verantwortlich, ohne jetzt jedes einzelne aufzählen zu wollen.

    Ich habe gestern viele kluge, aber auch saudumme Sätze gehört. So hat zB in der Phoenix Runde ein Publizist behauptet der Osten wähle rechts...weil die schlauen Ossis alle in den Westen gezogen sind und nur noch die Dummen im Osten verweilen. Und das hat dieser mit einer solchen Arroganz gesagt, dass einem da fast die Worte fehlen. Also eine saudumme Aussage.

    In einer anderen Runde sagte ein Politikwissenschaftler, dass die Groko nicht unerhelblich daran schuld sei...dass sich die Menschen in ihre eigene Meinungswelt zurückziehen. Er nannte Merkel und Schulz...die da gleichgeschaltet und Hand in Hand unser Land regieren. Dem stimme ich zu. Die Menschen bekommen gar nicht mehr vorgelebt...wie man "richtig" streitet. Habeck, Schulz, Merkel, Ramelow,....da ist doch überhaupt nicht mehr zu erkennen wer zu welcher Partei gehört.

    Die Analysen zeigen: die Arbeiter wählen Linke oder AfD. Die SPD ist schon lange keine Arbeiterpartei mehr. Für mich ist sie eine Erfüllungsgehilfin der CDU.

    Aber was hat das mit unserem Konsumverhalten zu tun? Jeder zeigt auf den anderen...ohne mit diesem in den Dialog treten zu wollen. Unhaltliche Diskussionen sind viel zu antrengend...ausserdem weiß man gar nicht mehr...wie man diese anständig führt. Also verharrt man in seiner eigenen Welt und macht weiter wie bisher - die Schuld tragen die Anderen - und mit denen kann man sowieso nicht reden.

    Schauen wir uns die Fridays for Future Bewegung an: diese jungen Menschen kennen gar nichts anderes als die Groko- und selbst ihre Eltern kennen kaum etwas anderes.
  • 31.10.19, 20:18
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Exakt, da bin ich bei dir. Geht ja auch aus meinem Posting hervor. Ich finde allerdings, dass es Aufgabe der Politik ist, den Leuten die Zusammenhänge ihres Konsumverhaltens mit den Konsequenzen daraus - Billiglöhne, soziale Erosion, Niedrigrenten, abgesehen vom Mist, den sie konsumieren - zu erklären und für entsprechende Bedingungen zu sorgen, damit das Ärgste verhindert wird, was vorrangig Investitionen ins Bildungssystem bedingte!

    Aber was haben wir in der EU? Neoliberale Wirtschaftspolitik, Öffnung und damit Wettbewerb mit globalen Märkten, die weniger soziale, ökologische und Lohnstandards haben. Kann ja nicht gut gehen.
  • 31.10.19, 19:32
    anderedimension

    AW: Die SPD

    "Gesocks" schließt deutsches Gesocks mit ein - da mache ich keine Unterschiede.


    Zitat Eulenspiegel:

    Es ist traurig und ein Offenbarungseid europäischer Politik, dass wir keine heimische Bekleidungsfirmen mehr haben,
    Veto! Das hat mit Politik nichts zu tun - das ist ein Versagen der Gesellschaft. Ich bin kein Freund davon alles auf die Politik oder auf die Politiker zu schieben. Das ist oft nur ein Alibi für das eigene Versagen.

    Das hat mit unserem Konsumverhalten zu tun, dass es keine einheimische Bekleidungsfirmen mehr gibt. Das ist der Geiz ist geil Mentalität und unserer Faulheit geschuldet.
  • 31.10.19, 16:10
    eulenspiegel

    AW: Die SPD

    Nun, ich denke, dass es sich bei den Wahlerfolgen der SD in den Südländern um Linkspopulismus handelt: den Leuten einfache Lösungen für komplizierte Fragen zu präsentieren. Gutes Leben, hohes Einkommen, Massenkonsum, Billigtextilien, Billigurlaube, Billigfraß, Billigenergie usw. Das geht nicht zusammen. Eine Sozialdemokratie, die es ehrlich meint und den Mut hat, den Leuten die Zusammenhänge zwischen Billigkonsum und Lohnniveau/Sozialstaat und ihre Auswirkungen auf den Staatshaushalt zu erklären, die gibt es weit und breit nicht mehr. Eine Sozialdemokratie, die den Namen verdient, müsste den Menschen reinen Wein einschenken: du kannst nicht Billigstartikel beim Discounter einkaufen und gleichzeitig ein hohes Lohnniveau, umfassende Sozialleistungen und hohe Renten genießen. Schon gar nicht unter den Bedingungen globalisierten Wettbewerbs, wo System höchst unterschiedlicher Qualität und Quantität miteinander konkurrieren. Da lassen wir mal Migration und Klima aussen vor.

    Wer 3 T-shirts um 10 € kauft, die nach zweimal Waschen nur mehr als Putzfetzen zu gebrauchen sind, statt 1 T-shirt um 20 €, das man 10 Jahre tragen kann, der darf sich nicht wundern, wenn sein Lohn kaum zum Leben reicht! Es ist traurig und ein Offenbarungseid europäischer Politik, dass wir keine heimische Bekleidungsfirmen mehr haben, dass wir keine europäischen Elektroartikel des täglichen Gebrauchs mehr erwerben können - von Nischen abgesehen -, dass wir mehr und mehr von ausländischen Nahrungsmittelimiporten abhängig werden usw. Geiz-ist-geil führt zu Job-ist-weg.

    Schade, dass die Sozialdemokratie offenbar unwillig und zu feig ist, Leuten solche Zusammenhänge zu erklären.
  • 31.10.19, 10:49
    anderedimension

    AW: Die SPD

    Das lässt sich relativ einfach erklären: sind Siesta-Länder, denen die Sozialdemokraten (dort Linke) den Mittagsschlaf und die Rente ab 50 garantieren - natürlich zu Lasten von Ländern wie Deutschland oder den skandinavischen Nationen. Ist vergleichbar mit den deutschen Schmarotzer-Ländern...wie z.B. Berlin und Bremen...wo die Sozialdemokraten ebenso...und auch aus dem gleichen Grund...noch stark sind. Müssen Sozialdemokraten sich autark ernähren...sind sie auch schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. Linke Politik, egal wo auf der Welt, führt immer ins Verderben.
  • 31.10.19, 09:40
    rodbertus

    AW: Die SPD

    ja, schon, Till, aber wie erklärst Du Dir den Erfolg sozialdemokratischer Parteien in Italien, Spanien oder Griechenland?
Dieses Thema enthält mehr als 25 Antworten. Klicken Sie hier, um das ganze Thema zu lesen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •