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Thema: aber zeit

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 19.01.19, 10:52
    resurrector

    AW: aber zeit

    Vergänglichkeit im Kontrast zum "Weißt du noch..." beschreibt Jonathans literarische Welt. Hier eine gelungenere Version der Sinnsuche in einer Welt aus Schein und Seyn.
  • 28.03.03, 01:17
    Mr. Jones

    AW: aber zeit

    lieber uisgeovid, liebe/r un,


    dank euch für die kommentare.


    es ist zu fassen wie eine schneeflocke, was ich will mit dem gedicht. aber wenn ich glaube, näher rangekommen zu sein, werde ich es hier posten, gern.


    und, un, wenn du schreibst "Bei der ersten Version würde ich die zweite Strophe streichen" dann denk ich ja, hast sicher recht damit. thanx.


    dear greetings,
    Mr. Jones
  • 27.03.03, 09:51
    un

    AW: aber zeit

    Hallo Mr. Jones,


    mir gefallen beide Gedichte. In der ersten Version würde ich die vorletzte Strophe streichen. Wie wichtig ist Dir die Reihenfolge in der zweiten Version? Einiges darin gehört gestrichen und anderes umgestellt. Warum beginnst Du es mit einer Frage? Ist sie nicht vollkommen überflüssig oder warst Du noch zu sehr in der ersten Version verhaftet? Die Stimmung erinnert mich an Finistere. Gehört das Gedicht zu deiner Maturaarbeit? Wenn Du an der zweiten Version schon weiter gearbeitet hast, kannst Du sie hier posten bitte? Ein Tryptichon wäre nicht schlecht. Das letzte Gedicht nur aus ihrer Perspektive vielleicht. Außer Du schaffst eine Version die diese beiden überflüssig macht.


    Korrektur: bei der ersten Version würde ich die zweite Strophe streichen


    Gruß
    un
  • 26.03.03, 16:51
    uisgeovid

    AW: aber zeit

    Lieber Jones,
    Weizenfelder, die vom Mond fallen und Meere von Vergissmeinnicht - der Stoff aus dem Deine Träume sind, dazwischen wirre Nachtfalter ohne Perspektive und einsam verglimmende Zigaretten eines Zeitreisenden...das ist ein Zuviel an Bildlichkeit mit zu wenig Verdichtung drumherum, aber das führtest Du ja bereits aus. Langsamkeit...soso...Mein Tipp: Lass es einstweilen ablagern über die Monate eines Jahres und dessen Jahreszeiten, aus dem Sediment kannst dann eine gute Strophe formen vielleicht.


    herzlichst uis
  • 22.03.03, 23:30
    Mr. Jones

    AW: aber zeit

    (ich gestatte mir, hier eine weiterverarbeitung einzustellen. ist noch ohne titel und freut sich über allerhand verbesserungsvorschläge und / oder meinungen...)


    ________________________________


    Weisst du noch,
    damals
    am Vergissmeinnichtmeer,
    als Nebel schwieg mit den Muscheln?
    Kein Zeichen haben wir uns gegeben,
    uns nichts gesagt,
    uns kaum gedacht,
    nur einmal zuviel gelacht
    und ganz unabsichtlich
    eine Wahl getroffen,
    die erste,
    wie Adam und Eva,
    uns einfach so eine Welt erschaffen
    aus nichts als Zeit,
    du und ich:
    Das Wetter, die Musik, die Malerei,
    ein Zettel mit einer Notiz,
    eine Fruchtschale,
    Topfpflanzen,
    die Stubendecke,
    ein Bett
    und immer wieder
    eine unendliche Geschichte,
    wo alle Wege aufhören
    im Fehlen eines Horizonts.
    Das Jetzt, denke ich, gehört
    dem Perspektiventanz des Nachtfalters,
    wenn er orientierungslos im Blau des Fernsehlichts flattert.
    Dann gehe ich,
    schaue immer wieder
    nicht zurück nach dir,
    und immer wieder allein
    berührst du die Dunkelheit
    mit deinen kleinen Händen,
    mit deinem kleinen Herzen.
    Das Jetzt gehört nicht mir,
    während unberührt
    die Zigarette
    verraucht im Aschenbecher;
    mir ist, als verschwinde ich,
    wie eine Reise.
    Als sei nie etwas gewesen,
    als werde nichts mehr kommen,
    keine Welt.
    Aber Zeit,
    Zeit vielleicht.
    Und ab und an ein Weizenfeld,
    das vom Mond fällt,
    rätselstill
    in Sternenschweigen.

    postscriptum:
    ich erachte die obige version, das muss ich noch sagen, nicht als fertig oder so, der prozess ist sehr wohl noch im gange - ich fühle die mangelnde verdichtung. tja. ich bin eben langsam, langsam, langsam! und ja, dankbar für vorschl?ge, wie gesagt.


    Mr. Jones
  • 07.03.03, 08:44
    tonja

    AW: aber zeit

    happy...


    1. Preis (Besuch der Klagenfurter Literaturtage):
    Mr. Jones, Finistere


    Tonja...
  • 07.03.03, 02:28
    decariot

    AW: aber zeit

    nicht so geladen,mr. jones.. oder willst du es dem alten decariot gleichtun? ich hab nicht beleidigen wollen und empfand meine kritik nicht als solche...-was die prosa anbelangt,so denke ich,das meine variante weit davon entfernt ist.

    gruß decariot-klaus
  • 07.03.03, 02:16
    Mr. Jones

    AW: aber zeit

    merci für die anmerkungen, mesdames, messieurs.


    gegenströmung, schön durfte ich dich wärmen. doch muss ich gestehen, wärme war recht eigentlich nicht beabsichtigt mit diesem gedichtelein. gerade darum ist dieser dein kommentar für mich der wichtigste: ich werde nochmals dran arbeiten. aber zeit...


    decariot, ich weiss nicht, wie wichtig oder wie nichtig und klein du tatsächlich bist. hier jedoch liegst ziemlich daneben. poesie und prosa sind nicht untrennbar, aber recht eigentlich zielen sie in verschiedene richtungen. deine kritik behandelt mein gedicht - nach meinem verständnis - wie einen prosatext. deine alternativ-version bestätigt mir das. vielleicht liest du dir beizeiten halt gottsname mal den ordner "die kunst des gedichts" in ruhe durch? noch was: bitte, spar dir endlich sprüche mit inhalten wie "hoch literarisch" und so weiter. das geht mir am arsch vorbei. zumal ich wirklich nicht weiss, was literatur ist und was nicht. ich schreibe, und was ich schreibe, versuche ich kinnhakenmässig hinzukriegen. das ist alles.


    uisgeovid, was weiss der geier, das sagt er nicht. soviel zum rätsel der zeit. sieht so aus, als packte ich - scheinbar - zuviel hinein. dabei will ich nur auf eines hinaus. das hab ich nicht geschafft. Ich ahne, nicht zuletzt dank deinem kommentar, warum. Ich danke dir und mach mich gern nochmal über dies gedichtelein her. das monierte und wird dann verschwinden, versprochen!


    lächelnde tonja, zeigst mir mit deinem kommentar die zähne, oder weiss der geier mehr? Ich schreib das lächelnd und fast wissend, ich versichers dir.


    allerleirau, ein traumbild, ja, unbedingt. die bewältigungsphase hab ich aber, wie gesagt, noch vor mir, denn wahrgenommen wills anders werden als wies wahrgenommen wurde von euch, offenbar. dank auch dir.


    dear greetings,
    Mr. Jones
  • 06.03.03, 19:37
    allerleirau

    AW: aber zeit

    das anfängliche bild erscheint mir wie aus einem traum - da gibt es auch bilder, die sich jeglicher "vernünftigen" interpretation verweigern, und dennoch weiß irgendetwas in uns damit umzugehen. so ging es mir hier.
    alles andere wirkt wie unter dem eindruck tiefer seelischer erregung, die nicht als das wahrgenommen werden will, was sie wirklich ist, sich sozusagen verschleiert in die bewältigungsphase begibt.
  • 06.03.03, 16:39
    tonja

    AW: aber zeit

    Tonja lächelt.
  • 06.03.03, 15:54
    uisgeovid

    AW: aber zeit

    Nein, lieber Jones, vom Mond fällt niemals im Leben ein Weizenfeld, und wie Du mir das erklären willst, weiß der Geier. Aber Du willst es ja gar nicht erklären, für Dich war es einfach da, ich weiß es und bin kein Geier. Du setzt hier eine Spannung, denn Du erzeugst ein durchaus anti-romantisches Bild, will nicht sagen, expressives Bild, und kommst mir in der nächsten Zeile gleich mit dem Weichspüler. Hatten wir mal über Farben in Gedichten gesprochen? Hatten wir. Man soll sie nicht benennen. Das fahle Mondlicht und das gelbe Weizenfeld. Ich nehme doch an, dass Du an ein gelbes Feld dachtest und nicht an ein grünes, weil jetzt Frühjahr ist. Es ist aber unser Mond und nicht der von Alpha Centauri, der grünes Licht ja bekanntlich wirft. Du siehst, ich reibe mich an der ersten Zeile sehr, finde sie aufreizend provokativ und wenig ersprießlich. Die zweite stimmt dagegen ein, versöhnt mich wieder mit gelungener Sprachschöpfung.
    Dann kommt Hilflosigkeit, die Angst des Torwarts beim Elfmeter, verursacht durch diese miese kleine Konjunktion hier. "ünd" stört. Klar, Du suchst nach dem bombastischen Beginn danach, Dein Ich unterzubringen, klammerst es an ein "und" und pardautz wird's gewöhnlich wieder. Du willst aber nicht gewöhnlich sein, wie die nachfolgenden Strophen zeigen. Vier und fünf sind äußerst gelungen und schön, davor und danach: gewöhnliche Betrachtungen.
    Wann ist man/frau vergesslich, frag ich mich? Unterstrichene Aussage durch ein Ausrufezeichen: "vergessliche Du!" Ja, das wirkt schon. Das wirkt sogar so im Zusammenhang mit der vierten und fünften Strophe, dass ich den Beginn, das Weizenfeld, schon vergessen habe. Am Ende eines Gedichts will ich aber immer noch und immer wieder zum Anfang zurückkehren können und dürfen. Ich will Geschlossenheit, erwarte Geschlossenheit der Gedanken. Hier bin ich ein wenig enttäuscht, denn nichts, aber auch gar nichts will mich recht zum Weizenfeld, zum Mondlicht, zum Rätseln zurückbringen. Natürlich setzen wir hier dann auf den Effekt, der uns die letzte Zeile noch deutlicher verstehen macht. Ja, wir haben fertig, wir haben "vergessen", vergessen, wie schön einst der Anfang war. Für mich dann doch ein versöhnlicher Schluss, allerdings ein sperriges Gedicht, dessen ganz so warmes Gefühl nicht aufkommen will bei mir, weil in der Mitte...da war doch noch was... irgendwie wieder mal von der abstrakten Größe der Zeit die Rede ist. Packst viel hinein hier, lieber Jones, für meinen Geschmack etwas zuviel des Guten.

    herzlichst uis
  • 06.03.03, 15:36
    decariot

    AW: aber zeit

    Original erstellt von Mr. Jones:





    vom mond fällt ein weizenfeld
    rätselstill in sternenschweigen.


    und ich
    schaue nicht
    zurück nach dir.


    nichts ist gewesen,
    denn nichts ging vorbei.


    aber zeit,
    zeit vielleicht.


    und jetzt berührst du die dunkelheit
    mit deinen kleinen händen,
    mit deinem kleinen herzen
    und weisst nicht, was da war.


    vergessliche du!



    tja.....ich fühle mich nichtig und klein,denn diesen text versteh ich nicht.
    weizenfelder die vom mond fallen,
    weizenfelder, die in sternenschweigen fallen,und das auch noch rätselstill...ich blick's nicht.das ist mir zu abgefahren.


    der rest des gedichtes zeigt gefühl (ist das nicht verwerflich????) sentimentales blickt energisch durch.gefährliche kiste,denn gefühle lassen abgleiten von literarisch hochstehendem????
    ohne die weizenfelder und ohne das "vergessliche du" (was sicher ein pointierter schluss sein soll, den ich wieder nicht mitbekomme) find ich's gut und lese mir den teil auch gerne durch.doch dieses unerschließbare drumherum nimmt mir die lust auf dieses werk. denn verstehen möcht ich dann doch schon halbwegs beim ersten lesen.ich will nicht ein werk zweimal lesen müssen (um zu verstehen) sondern zweimal lesen wollen.

    diese version würde für mich persönlich halbwegs sinn machen


    ich schaue nicht zurück
    nach dir.
    nichts ist gewesen,
    nichts ging vorbei.
    vielleicht zeit.
    jetzt berührst du die dunkelheit
    mit deinen kleinen händen,
    deinem kleinen herzen.
    weisst nicht mehr,
    was war.
    (oder vergessen sein will) [als zusatz oder alternative]


    gruß: decariot
  • 06.03.03, 07:26
    Gegenströmung

    AW: aber zeit

    Es klingt so warm in mir nach!
  • 06.03.03, 02:32
    Mr. Jones

    aber zeit

    vom mond fällt ein weizenfeld
    rätselstill in sternenschweigen.


    und ich
    schaue nicht
    zurück nach dir.


    nichts ist gewesen,
    denn nichts ging vorbei.


    aber zeit,
    zeit vielleicht.


    und jetzt berührst du die dunkelheit
    mit deinen kleinen händen,
    mit deinem kleinen herzen
    und weisst nicht, was da war.


    vergessliche du!

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