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Thema: Bundestagswahl 2002

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 28.07.19, 11:03
    resurrector

    AW: Bundestagswahl 2002

    Ein Belegordner für die Tatsache, daß wir uns schon 2002 mit politischen Fragen beschäftigten. Allerdings fällt auf, wie wenig ernsthaft wir das seinerzeit taten. Der spöttische Grundton scheint doch durch beinahe jede Mitteilung durch.

    P.S. Irgendwann werde ich auch ausrechnen, wer nun am nächsten mit seiner Einschätzung lag.
  • 24.09.02, 09:45
    rodbertus

    AW: Bundestagswahl 2002

    Das muß dann mal einer ausrechnen. Wer ist bei allen fünf bzw. sechs Nennungen insgesamt am nächsten an der Wirklichkeit? Dem werden wir dann auch in Zukunft weiser gewordener (über diese Konstruktion könnte ich mich halbtot lachen - über die auch) zuhören, wenn er Meinung preisgibt.
    Also, ich warte, ob sich's einer erbarmt, das auszurechnen, dann werd ich es wohl selbst machen müssen, wie alles hier.
  • 24.09.02, 08:16
    Quoth

    AW: Bundestagswahl 2002

    Wer darf denn nun eigentlich mit Robert in Magdeburg ein Bier trinken? Er selber?
  • 24.09.02, 06:44
    eulenspiegel

    AW: Bundestagswahl 2002

    lieber robert,


    das mit den opportunistischen grünen ist leicht erklärt. die grünen traten an als alternative zur etablierten politik; heute sind sie steigbügelhalter derselben oder feigenblatt oder schlagoberskrone (sahnehäubchen) oder was weiss ich.


    die alternative hätte eben darin bestanden, mit etwas geradezu provokativ-unanständigen an die leute heranzutreten: verzicht predigen!



    • verzicht auf jährlich 3 prozent wohlstandssteigerung
    • verzicht auf jährliche 4 prozent landschaftsverbrauch
    • verzicht auf jährlich 5 prozent wachstum bei energieverbrauch
    • verzicht auf zweit- und drittauto
    • verzicht auf all das unnötige, das die welt verschandelt



    verzicht? ein unwort, ich weiss! wir, wir werden doch auf nichts verzichten! so ein reaktionäres gedankengut. wir, wir wollen alles, hier und jetzt! dann sind wir frei! sind wir?


    gruss eule.
  • 23.09.02, 20:11
    Florian

    AW: Bundestagswahl 2002

    ich werde mich kurz fassen und meinen realpolitischen nihilismus auf den punkt bringen. der realo in mir fragt: wisst ihr was ein regierungswechsel kostet? und was er im ersten jahr bringt? der fundi in mir schweigt! seid froh, dass die rot-grünen doofen zwei zentimeter vor den schwarz-gelben doofen ins ziel gelaufen sind.
    post scriptum: ich liebe herbert grönemeyers jahrhundertfeststellung: ALLES BLEIBT ANDERS!
  • 23.09.02, 20:10
    Kyra

    AW: Bundestagswahl 2002

    Robert, Deine Argumente sind richtig. Aber es geht auch um das Wesen der Politik.
    Dafür bräuchte es einen neuen Ordner. Aber bitte nicht in Philosophie, da schreibt ja kaum einer was rein.
  • 23.09.02, 19:54
    rodbertus

    AW: Bundestagswahl 2002

    Jetzt gibt's aber Haue: Wie lautete doch gleich noch einmal der Ansatz, mit dem die Grünen antraten? Alternative? Sollte das bedeuten, daß sie es genau so machen, also jedes Mittel einsetzen, um zu ihrem Ziel zu kommen, welches da wäre? Natur erhalten. Das ist alles. Das ist alles? Leben erhalten und Krankheitssymptome vermeiden, wo's eben nicht geht, umgehen... Ist das alles? Hab ich irgend etwas verpaßt? Sie wollen es genau so machen, nur ein bißchen anders, aber nur dann, wenn es sich ergibt? KÖNNTE mir jemand von Euch angemalten Orthodoxen mal erklären, worin das Alternative besteht? Vielleicht Gerechtigkeit? Vielleicht sozialer Ausgleich von Interessen? Vielleicht klare Positionen in puncto Krieg, innere Sicherheit, Souveränität oder Verteilung der Güter... Irgendwie so was hab ich da im Hinterkopf, daß es eben darum geht in der Politik. Und was bieten uns diese grün angestrichenen Kleinbürger eines zumeist quasinationalsozialistischen Elternhauses? (Auf Wunsch weise ich das nach...) Sie verdrehen die Gesichter in schmerzverzerrter Selbstlosigkeit und sagen: "Okay, dann müssen wir wohl ein paar Bomben werfen..." oder sie sagen "Okay, wir steigen aus, liebe Industrie, aber wir geben euch fünfunddreißig Jahre..." oder sie sagen "Wir haben dreihunderttausend Arbeitslose weniger - harhar - geschaffen, schaut her!" Zeitgleich sind 1,2 Millionen Leute in den Ruhestand gegangen.
    Und dergleichen mehr Verlogenheit.
    Das wäre auch nicht weiter absonderlich - für einen Politiker der westlichen Demokratie zumindest, dessen Hauptcharakterzug eben Opportunismus sein muß (!), will er erfolgreich sein, aber es ist die Krönung der Verlogenheit, seine eigene politische Ausrichtung als Alternative zu bezeichnen.


    Florian sagte auf der Fahrt von Obernberg nach Magdeburg ganz zurecht, daß die Argumentationstechnik der Parteispitze der Grünen bei der Verkündigung des Wahlergebnisses nunmehr keine Unterschiede zu dem eines kapitalistisch geführten Unternehmens abgebe. Sie sprachen von einem professionellen Wahlkampf, von ergebnisorientierter Sachpolitik und von dergleichen Dingen. Politik aber ist kein Wirtschaftsunternehmen. Ist sie es, versteht sie sich so, dann hat sie keine Intention, sondern nur Selbstreferenz. Logisch. Ein Politiker muß ermöglichen und Tore aufschließen, muß dann den Machern den Weg ebnen, muß die Widerständler überzeugen, den Weg zu gehen, braucht eine Vision, einen Traum, nichts weiter. Dafür wirbt er! An der Umsetzung arbeiten dann die Fachleute. Die Entscheidungen aber fällt der Politiker auch gegen die Gründe von Fachleuten, denn: drei Fachleute = vier Meinungen! Wenn er nur noch von ergebnisorientierter Sachpolitik spricht, ist er Bestandteil (Masseteilchen im Sinne Canettis) derselben (selbe!) Medaille, ist die Kehrseite. Er ist keine andere Medaille, die andere Werte symbolisiert und kann seine Meinung, die dann keine mehr ist, nicht mehr artikulieren, sondern nur noch in Abhängigkeit von Parametern formulieren. Die Parameter bestimmen die Umst?nde, die Fachleute, die Marktgesetze, die änderbaren. Und weil die Grünen eben den Boden selbständigen Denkens mit ihrer ubiquoken Affinität zur Realpolitik (wie sie es nennen) verlassen haben, sind sie keine Alternative, sondern die Kehrseite derer, gegen die sie vorzugehen vorgeben.


    Zitat Florian: ...das wahlergebnis ist ein produkt der ratlosigkeit der wähler..
    irgendwie glauben sie an nichts und niemanden. keiner glaubt mehr, dass politik
    wesentlichen einfluss auf die entwicklung nehmen kann... peter glotz schrieb am samstag im "standard" über die inhaltliche nähe der wirtschaftspolitik von schrö und stoi (und der muss es wissen...)



    [Diese Nachricht wurde von Aerolith am 23. September 2002 editiert.]
  • 23.09.02, 19:03
    hootch

    AW: Bundestagswahl 2002

    Hm. Grummel. Ich hab's vergeigt. - Krieg ich nicht noch einen Ehrenpunkt für exaktes Prozentrechnen und einen (a propos "Krieg") für verrufen schlagkräftige Connections im Kriegsfall, namentlich die Mitglieder des Motorradclubs "SPIRITS Heidelberg" extra? Nein?


    Scheisse. (Die Jungs liegen sowieso irgendwo unterm Tisch und sind nicht ansprechbar.)


    So sich bis zum amtlichen Endergebnis nix Entscheidendes mehr ändert, erkenne ich also andere als Wettsieger und die Wahl per se an und trinke bei nächster Gelegenheit freiwillig einen Sprudel. Lieber wäre mir allerdings, ich wäre jetzt der Kandesbunzler. Na, wart's nur noch eine Persiloturegilade ab, armes Deutschland! Oder wie das heisst.


    Nach der Lektüre von Quoths Statement werde ich mich hüten, über aller Ehren werte Anhänger Edmunds herzuziehen oder mich gar öffentlich darüber zu freuen, dass letzterer Gaukler nun im Glauben leben wird, zumindest die bairische Entropie lenken zu können -

    - Es lebe die Diplomatie, deren man zuweilen nicht mächtig scheint, denn der Kampf um die Überhand zwischen Grössenwahn und Paranoia scheint trotz Edmunds Drohung um weitere vier Jahre vertagt. Lasst uns sehen, wohin sie führen.


    ([i]plopp[/[i] ...quatsch! Ich würde mich hüten, nahe Heidelberg irgendwelche Sektkorken knallen zu lassen!)
  • 23.09.02, 18:27
    Eulalie

    AW: Bundestagswahl 2002

    nö. das ist mir zu unbestimmt. etwas mehr strohhalm braucht eulalie schon, um sich zu hause zu fühlen in unserer demokratie.
    es gibt grundsätzliche überzeugungen, die immer "wahr" sind, sein werden. z .b. dass krieg, als politisches mittel, die konflikte dieser welt zu lösen, immer abzulehnen ist. immer. egal, was, wann, wie, wo, wer, warum&wieso und so kanns auch nicht weiter gehen, bla ...


    stellt sich eulalie vor, george w. hätte es für angemessen gehalten, das terroristennest an der tu harburg durch eine bombe für immer dem erdboden gleich zu machen. mich hätte es auch erwischt.
    glück nur, dass hamburg in deutschland liegt und nicht neben kabul oder im irak oder oder.
    gerhard s. hat nach dem wtc-attentat für die mehrheit der deutschen gesprochen, als er sagte: wir stehen voll zu unseren verbündeten (ist das tatsächlich so (einfach)?) und joschka fands auch klasse. was interessiert den sein schnack von vorgestern.
    gestaltungskraft - schön&gut. ganz ohne moral gehts trotzdem nicht.
  • 23.09.02, 17:46
    Quoth

    AW: Bundestagswahl 2002

    >>>>Was anderes als ein verlogenes Häufchen können die Grünen denn sein?
    Und jetzt zwinge mich keiner, das zu exemplifizieren, nur zu gerne würde ich es tun.<<<<


    Wahrheit und Politik sind Feinde in allen politischen Lagern, und das hat Gründe, die in der Sache liegen. Immer wird gehandelt und auf Zukunft orientiert, alles ist unwägbar, kann anders herauskommen, als man denkt, dann wird gerechtfertigt, beschönigt, entstellt - v o n a l l e n . Die Grünen sind in diesem Punkt weder besser noch schlimmer als andere. Politiker primär an der Wahrheit messen, ist ein unpolitisch-moralisierender Ansatz. Entscheidend ist allein ihre Gestaltungskraft.
  • 23.09.02, 17:19
    rodbertus

    AW: Bundestagswahl 2002

    Till, diese Geschichte mit den opportunistischen Grünen mußt Du mir mal erklären. Die Klerikalfaschistoiden (wow! Was für eine Konstruktion!) dürften es ihrem Wesen nach immer gewesen sein, was ja den Aufschwung Haiders erklärt, aber opportunistische Grüne? Ich meine, entweder ist das eine Tautologie oder aber derartig bemerkenswert, daß Du es bemerken wolltest. Was anderes als ein verlogenes Häufchen können die Grünen denn sein?
    Und jetzt zwinge mich keiner, das zu exemplifizieren, nur zu gerne würde ich es tun.
    Das mit dem Haider interessiert mich schon. Ich besuchte ihn auf einer Wahlveranstaltung des Bundes freier Bürger, die in Sachsen-Anhalt leider keine große Begeisterung auslösten. Derweil müßte das doch die Bestimmung des Menschen sein, auf freiem Grund mit freiem Menschen stehen... Halt! Was soll da der Bürger? Also, eine Partei sollte heißen: Bund freier Menschen. Würd ich sofort wählen. Wenn sie's denn wollten. Einen Bund freier Bürger kann ich nicht wollen. Halt! Wo war ich? Ach so. Der Haider-Jörg war also in Tangermünde/Elbe und hielt eine Rede, nachdem der Möllemann gerade meine Schule besucht hatte... Der Haider-Jörg sprach sehr gut und die norddeutschen Bauern hörten zu, scharrten mit den Füßen und puhlten in der Nase. Der Haider-Jörg sprach vom Filz und von der Atomenergie, vom freien Lauf des Flusses... Dann wachte ich auf. Er war doch bloß auf dem Plakat mit den freien Bürgern zu sehen. Also, was will uns denn der Haider-Jörg mitteilen, das es uns möglich macht, ihn zu wählen?
  • 23.09.02, 14:18
    Quoth

    AW: Bundestagswahl 2002

    Ich finde, die Grünen haben nichts verraten, sie haben kräftig hinzugelernt. Deshalb hab ich sie gewählt. Als idealistisch-basisdemokratische Fundamentalisten waren sie mir immer suspekt. Fischer macht vor, wie man so einem Sauhaufen Vernunft beibringt.
  • 23.09.02, 13:48
    Eulalie

    AW: Bundestagswahl 2002

    warum haben die grünen eigentlich so gut abgeschnitten?
    kapier das nicht.
    was müssen die eigentlich noch alles verraten, um endlich mal die quittung zu kassieren ??? 4.9% aus die maus!
  • 23.09.02, 09:52
    eulenspiegel

    AW: Bundestagswahl 2002

    weiss nicht, wie ich dieses ergebnis nun nennen soll: kontinuität des stillstands oder wie joschka dem gerd das politische überleben rettete? jedenfalls sieht es eher nach langsamem todeskampf als überleben aus.


    da gehts uns ja noch gut im ostreich; wir können uns wenigsten an der selbstzerfleischung der haider-partie erfreuen; obwohl, abschreiben würd ich die noch nicht, denn die alternativen sind gar schröcklich: eine geriatrische sozialdemokratie, die sich eher sozialdemoskopie nennen sollte (populismus in rosa) und eine verkalkte, klerikalfaschistoide, konservative volkspartei neben opportunistischen grünen; graus!


    wir haben keine wahl!


    gruss aus südosten,
    eule.
  • 23.09.02, 09:30
    Hannemann

    AW: Bundestagswahl 2002

    Dumpfbackentum geht weiter.

    Mein lieber Quoth, ich werde mir erlauben, Dich gelegentlich auf dem Weg in den Staatsbankrott an Deine Freude über das Wahlergebnis zu erinnern.

    Hannemann, der sich ernsthaft Sorgen macht.
  • 23.09.02, 05:05
    Quoth

    AW: Bundestagswahl 2002

    Hier freut sich einer, dass uns die Stoiberei erspart bleibt. In vier Jahren ist er hoffentlich in Rente.
    Obgleich es schwer wird mit nur 4 Stimmen über der absoluten Mehrheit zu regieren - 5 Abgeordnete können die Regierung schon unter Druck setzen.
    Das folgende aus web.de zitiert:


    Rot-Grün kann weiter regieren - SPD stärkste Fraktion


    Berlin (dpa/WEB.DE) - Die rot-grüne Koalition kann weiter regieren. In einem spannenden Wahlkrimi schaffte die SPD in der Nacht noch den Gleichstand mit der CDU. Beide erhielten jeweils 38,5 Prozent.


    Das vorläufige amtliche Endergebnis: Die SPD kommt auf 38,5 Prozent, die Grünen auf 8,5 Prozent. Die Union erzielte ebenfalls 38,5 Prozent, die FDP 7,4 Prozent. Die PDS kam auf lediglich vier Prozent.


    Allerdings erreichte die PDS zwei Direktmandate in Berlin.


    Die Wahlbeteiligung lag bei 79,1 Prozent, das sind rund drei Prozent weniger als 1998. Bis zuletzt hatten Prognose und Hochrechnungen keine eindeutigen Tendenzen gebracht und machten diese Bundestagswahl spannend wie selten zuvor.


    Vorläufiges amtliches Endergebnis der Bundestagswahl

    Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kann nach einem knappen Sieg bei der Bundestagswahl die Koalition mit den Grünen von Außenminister Joschka Fischer fortsetzen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom frühen Montagmorgen wird Rot-Grün mit 306 Sitzen und einem Vorsprung von 11 Mandaten vor Schwarz-Gelb (295 Mandate) weiterregieren. Dem neuen Bundestag werden 603 Abgeordnete angehören. Die absolute Mehrheit liegt damit bei 302 Sitzen - Rot-Grün hat 4 Mandate mehr.
  • 19.09.02, 18:46
    Eulalie

    AW: Bundestagswahl 2002

    in hamburg pfeifen es die spatzen vom springerhochhausdach:

    unser (noch) bundeskanzler hat ne neue


    lg
    e.
  • 19.09.02, 12:00
    Quoth

    AW: Bundestagswahl 2002

    Angesichts des Kopfankopfliegens bin ich sicher, dass es (wie bei der Präsidentenwahl in den US) zu Schummelei kommen wird. Die Frage ist nur, ob sie rauskommt - ob sie sich die Waage hält - und ob es nicht egal ist.
  • 19.09.02, 10:09
    Dickes Beh

    AW: Bundestagswahl 2002

    Nun gut, Robert, sollst Deinen Willen haben:
    CDU/CSU: 39 %
    SPD: 39 %
    F.D.P.: 8 %
    Bündel 90/ Grüne: 6 %
    PDS: 4 %, zieht aber durch 3 Direktmandate wieder als Gruppe in den Bundestag ein.
    Wenn ich nicht völlig verkehrt liege, dann hat keine Koalition eine Mehrheit, bis auf die große. Insofern bekommen wir dann Weihnachten Neuwahlen oder so.
  • 17.09.02, 13:49
    Kyra

    AW: Bundestagswahl 2002

    39.5 % SPD
    37.0 % CDU/CSU
    8.2 % FDP
    8,5 % B90
    5,0 % PDS


    Ich will, daß die PDS reinkommt und die Grünen besser abschneiden als die Gelbsucht.
  • 17.09.02, 13:29
    hootch

    AW: Bundestagswahl 2002

    Ich verschenke mal Punkte und hol mir dann ein Bier in Magdeburg ab:



    • Andere:2,3 % Davon dem Bündnis ÖPD/PBC glatte 90 % für schnucklige Wahlwerbung.
      PDS:4,7 % Tscha, Gregor, selber Schuld - ihr seid zu gut für diese Gesellschaft.
      B90:8,3%
      FDP:9,4% Kacke, ja. Guido vor Joschka, schon ärgerlich. Aber so hab ich's im Urin, dem gelben.
      CDU:36,1% Schade, Hannemann. Kasperle Stäuber macht sich aus dem Stoibchen.
      SPD:39,3%


    Die Wahlbeteiligung wird bei 68% liegen, insgesamt werden aber 100,1% aller Bundestagssitze zu vergeben sein. Irgendwo muss sich die Mühe schliesslich niederschlagen, die man sich bei potentiell progressiven Stimm-Inhabern in den vergangenen Wochen gemacht hat, um um deren reges Wahlverhalten zu buhlen. Hier ist das konservative Volk, das die Kreuzchen direkt im Anschluss an den Kirchenbesuch malt, meist überlegen.

    Also, Kinnings: Am Samstagabend bitte zwoi Viertele weniger, damit der Kater noch vor Schliessung der Wahllokale abgeklungen!
  • 13.09.02, 09:39
    Achtpanther

    AW: Bundestagswahl 2002

    98%-Parteien hatten wir schon, war nicht so toll...und die Arbeitslosenzahlen sind (so schlimm sie sind) etwa auf dem Niveau der Vorgängerregierung- und die hatte 16 Jahre. Vom Hocker gerissen hat die Schröder-Truppe bestimmt niemanden, aber ist der KanzlerKandidatderUnion (KaKadU) wirklich *DIE* Alternative? Wirtschaftlich ein leichtes Plus, mehr Zustimmung beim Stammtisch - dafür aber mehr Schulden und mehr Schläge für die Kleinen - wer soll sich da entscheiden...der Osten und andere Randgebiete gehen eh den Bach runter, wo viel ist kommt ein wenig dazu. Nennt man das Wahlmüdigkeit? 60-80% der Entscheidungen werden sowieso durch Brüssel maßgeblich bestimmt.


    39.5 % SPD
    39.0 % CDU/CSU
    8.5 % FDP
    7.2 % B90
    4.5 % PDS
    1.3 % Andere
  • 13.09.02, 09:32
    Hannemann

    AW: Bundestagswahl 2002

    Sind wir wenigstens ehrlich: Dies ist keine Wahl vernünftiger Vorschläge für die Lösung drängender Probleme, diesmal ist es eine reine Gefühlsduseleiwahl, personifiziert. Schröder hat die entscheidende Frage gestellt: Wollt ihr mich oder einen aus Bayern. Nicht die SPD, von der und deren schwindenden Mitgliedern ich eigentlich unabhängig, nein nur mich und allenfalls noch Doris, erfahrene Journalistin und meine liebe Ehefrau?
    Damit hat er seine Chance genützt, die bösen Buben vor der Öffenlichkeit versteckt. Wer hat in letzter Zeit was von Münti gehört? Niemand, der Typ paßt nicht in die schöne Welt großäugiger Versprechungen. Schröder, der Überkanzler, Partei, Parteiprogramme völlig wurscht. Er setzt auf das Mißtrauen, auf die Angst vor den Schwarzen, die im Süden. Angst vor potenten Negern!
    Nein, dies ist nicht die Wahl vorgezeigter Erfolge, diesmal solidarisieren sich Verlierer gegen Gewinner, gewinnen die Schlacht, verlieren gerne den Krieg.


    Ich wette: Im Januar 5 Millionen Arbeitslose, trotz des 54zigsten Konzepts. Ich wette, diese Regierung erhält den blauen Brief aus Brüssel, wenn erst einmal die wahren Zahlen auf dem Tisch. Keine Ausreden wegen der Flut, andere Länder hatten ebenfalls ihre Überschwemmungen und stehen nicht so beschissen da!
    Ich erinnere, wie sehr sich Schröder und seine mannhaften Mannen am Anfang ihrer Regierungszeit an Toni Blairs Brust gedrückt, Sieg des europäischen Sozialismus! Nun gehen wir mal eben Deutsche Wege... vor der Wahl!


    Ich habe gestern Abend Eichel gesehen, er schwitzte, fühlte sich als Lügner nicht wohl. Das wenigstens ehrt den Mann.
  • 13.09.02, 04:46
    rodbertus

    AW: Bundestagswahl 2002

    7% für die PDS? Bern., hast Du nicht mitbekommen, daß sie bei der Flut im Osten völlig versagt haben? Das kostet sie mindestens 7% (ein Dritteil ihrer Gesamtstimmen im mittleren Osten) der Stimmen im mittleren Osten.


    Ich habe mir gestern diese auf ntv laufende EMNID-Sendung angeschaut. Der Mann ist ziemlich klug. Gefiel mir. Er meinte, daß es die CDU bis heute nicht verstanden habe, die Sachfelder mit eigener Kompetenz zu füllen. Er fragte, wo die Plakate seien, die Auswege zeigten! Es gibt sie nicht. Nur dieses eine mit Stäuber als KOMPETENZ FÜR DEUTSCHLAND (korrekt muß es heißen für die BRD). Dahinter bleibt für die CDU-Verantwortlichen im logischen Freiraum der gute Ruf, den Bayern in Deutschland besitzt, solange man sich südlich der Donau befindet. Glücklicherweise ist Deutschland ein wenig umfangreicher als Sueddanubien, auch wenn manch einer in diesem Forum das nicht glauben will. Der Ansatz des "Kompetenz"-Teams Stäubers ist also falsch. Ganz sachlich gesehen. Es müßten bundesweit Plakate geklebt werden, die Bildungs-, Wirtschafts-, Finanz- und Außenpolitik mit klaren CDU-Vorgaben füllen. Sie haben keine Alternative! Das ist das Problem der CDU. Und es ist noch nicht so lange her, daß sie bundesweit regierten. Und die SPD spricht sich wenigstens gegen den Krieg aus und weiß in Krisensituationen (Flut) sich gut zu präsentieren. (Ich schreib das so, nicht anders.) Es liegt also auf der Hand, daß die CDU die Wahl verlieren wird. Oder passiert ein paar Tage vor der Wahl noch was? Holt Stäuber noch eine Leiche aus Schröders Keller? Er muß, anders kann ich mir seine gleichgültige "Kompetenz"-Politik nicht erklären. Wäre ich Kanzler-Kandidat, dann würde ich aber zur Zeit die Puppen tanzen lassen, ich würde meine Mannschaft derartig mit Aufträgen und Konzepterarbeitungen beschäftigen (eigentlich müßten sie sie zu diesem Zeitpunkt des Wahlkampfes schon der Öffentlichkeit vorgelegt haben), daß jeden Tag neue Ideen zur Sprache kämen, der politische Gegner überhaupt nicht mehr nachkäme, sich für seine Politik zu verantworten. Aber nix geschieht...

    Abgesehen davon besteht in Deutschland ein Widerwille gegen sueddanubische Gernegrößen. Die wurden noch nie gewählt.
  • 12.09.02, 21:07
    bernouilly

    AW: Bundestagswahl 2002

    da wir jetzt in der uno, darf es mir nicht mehr schneuzelchen und drum überwachen wir grad auch euch teutschen und dir östreicher grad mit, vorallem grad jetzt, da rumpelstilzchen ännet der grenzen wieder haidert, dass nicht wie schon in kalifornien sträflichst beschissen!


    und mein tipp:


    spd : 40,03
    cdu : 38,25
    grün: 6,87
    fdp : 6.21
    pds : 7,13
    sonstiges, schlingesief vielleicht? : 1,51


    im übrigen ist es wohl zynischzionistisch zu behaupten, ein jedes volk hat die regierung, die es verdient. ja, das ist blöd.


    nouveauunoment b.
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