Antworten

Thema: AfD-Ordner

Nachricht

Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

Sie können aus dieser Liste ein Symbol für Ihre Nachricht auswählen.

Zusätzliche Einstellungen

  • Wenn Sie diese Option aktivieren, werden URLs automatisch mit BB-Code ergänzt. www.beispiel.de wird zu [URL]http://www.beispiel.de[/URL].

Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 02.12.19, 10:06
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Warum das für die AfD schwierig wird, das zeigt der gestrige Tagesschau-Kommentar:

    https://www.tagesschau.de/inland/afd-parteitag-243.html


    Man hat die Journalisten, zu 70% Links-Grüne, gegen sich - egal was man macht. Der Kommentator hätte ebenso gut die positiven Elemente des Parteitages herausarbeiten und sich an Fakten orientieren können - stattdessen befasste er sich lieber mit schwarzseherischen Spekulationen. Mag sein, dass er im Nachhinein Recht behält...aber mit solchen Vorverurteilungen ist er ein Handlanger der Altparteien.

    Immerhin trennt die ARD sauber zwischen Bericht und Kommentar, was bei der schreibenden Journaille nicht immer der Fall ist. Was dem Zuschauer oder dem Leser vor allem im Gedächtnis bleibt...das ist der Kommentar - und da wird m.E. oft Missbrauch betrieben.
  • 02.12.19, 09:28
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Ich tippe da auf Weichen gestellt Richtung Altpartei und Funktionärspartei. Wenig Alternative, viel Anbiederung. Aber solange die AfD das Migrationsthema am Köcheln hält, wird sie immer über 10% bekommen. Dass sie beim Klima einen Abwehrreflex und blinden Fleck hat, wird ihr noch leid tun. So, wie der gärige Haufen sich jetzt bewegt, geht es eher in Richtung bräsiger Haufen und wird wohl manchen AfD-Wähler weiter Richtung Obskurantismus treiben. Schade, denn die AfD hätte jetzt die Mittel und auch die Wählerzahl, wirklich an einer politischen Alternative zu arbeiten. Das wird aber wohl nix. Das System ist scheinbar immer stärker als die Alternative.
  • 02.12.19, 08:50
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Der AfD-Parteitag am Wochenende hinterläßt bei mir ein zwiespältiges Gefühl: zum einen verstehe ich die klar pragmatische Hinwendung zur bürgerlichen Ordnungspartei, die mit Disziplin, klarer Positionierung und Programmatik um Wählergunst werben will; zum anderen bedaure ich den gärigen Protozustand, den eine junge Partei nun einmal in der Frühphase ihrer Entwicklung besitzen muß, will sie eine Alternative zu den bereits bestehenden politischen Angeboten abgeben. Jede Partei ist subjektiv, also strukturell Teilwahrheit des Ganzen. Der Kampf tobt anfangs um die Bestimmung dieser Teilwahrheit. Doch wer um Mehrheiten in einem großen Land wirbt, darf sich darauf nicht so lange einlassen, muß ausschließen und seine Ziele verdichten. Die AfD will keine Kleinpartei sein, sondern Volkspartei, also mehr als 25% der Stimmen auf sich vereinen. Von daher ist es notwendig, dem wie auch immer gearteten Mehrheitswillen der Bevölkerung zu entsprechen. Die Mehrheit, die (politisch) stets Unsinn will, duldet keine Minderheitsmeinungen. Die AfD mußte sich also, um der Mehrheit zu entsprechen, von Minderheiten trennen. Tatsächlich?
    Der Dialektiker in mir widerspricht. Es sind gerade die Minderheitsmeinungen, die den Diskurs in seiner Substanz prägen, sie bestimmen nämlich die Eckpunkte, die Gegenüber, aus denen sich eine Mitte erst bestimmen kann. Wirft man sie über Bord, diffamiert sie am Ende gar, wird das Ergebnis über kurz oder lang nur ein grauer Einheitsbrei sein, der nicht in der Lage ist, Gegensätze auszuhalten und sich eben schnurstracks davon trennt.
    In diesem Sinne war klar erkennbar, daß der AfD-Parteitag am letzten Wochenende ein Funktionärsparteitag war, dem es darum geht, die errungenen Posten zu behalten und durch Anbiederung an die Mächtigen allmählich zu statuieren und auszubauen. Klug war das schon. Aber zugleich, so ist zu befürchten, war es der Anfang vom Ende der Alternative. Andererseits: konservative Veränderung beginnt immer in der Konzentration auf die Funktuationspunkte der Gemeinschaft. Wenn diese bedroht ist, wie in diesen Tagen, muß man mit den Wölfen, also der dummen Mehrheit, heulen.
    Wie gesagt, ich bin da noch nicht ganz klar, ob ich die Entwicklung goutieren oder ablehnen soll.
  • 05.09.19, 21:27
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Für den geschichtlichen Background habe ich ja Gott sei Dank dich- und was die angebliche Behauptung angeht; ich habs nachgelesen, es war "nur" eine Vermutung, was deine Behauptung, es wäre eine Behauptung gewesen, als Behauptung ratifiziert.
    Und: es ist an keinem Tag mein Tag.
  • 05.09.19, 19:36
    rodbertus

    AW: AfD-Ordner

    ad, historische Reminiszenzen solltest Du unterlassen. Der Sachsenkrieg fand in etwa auf dem Gebiet des heutigen NRW und Niedersachsens statt. Die Ostfalen haben sich unter Karl wahrscheinlich nie christianisieren lassen. Die heutigen Sachsen sind von uns, den Ostfalen, christianisiert worden und waren seinerzeit nur in sehr geringem Maße Deutsche. Erst die Besiedlung des christianisierten Gebietes durch Deutsche nach der Christianisierung um 1000 (Ottonen) machte dieses Gebiet deutsch.
    Die Renitenz richtete sich immer gegen Obrigkeit, nicht aber gegen den christlichen Glauben. Auch Luther wollte keinen neuen Glauben, sondern "nur" einen richtigen christlichen Glauben in freier Selbstbestimmung vor Gott. Die heutige AfD damit in Verbindung zu bringen, ist etwas abenteuerlich. Die AfD ist eine nationalliberale, eine bürgerliche, eigenbezügliche Bewegung, eher reaktionär als konservativ, eher populistisch als demokratisch und eher nationalistisch als konföderativ. Das hat mit dem Christentum resp. mit der Renitenz gegen Obrigkeit nur soviel zu tun wie der Mops mit den Möhren.

    Das scheint heute nicht Dein Tag zu sein, ad. Ich las eben Deine Behauptung, Gretchen sei ein Kerl und wahrscheinlich nicht existent. Ich finde das sehr lustig.
  • 05.09.19, 09:38
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Wird ja oft darüber geredet warum die AfD gerade im Osten so stark ist. Da wurden schon viele Gründe genannt, die ich jetzt nicht wiederholen möchte...aber einen weiteren möchte ich noch in den Ring werfen: der Sachsenkrieg und die Christianisierung der Sachsen. Auch wenn das schon sehr lange her ist, ist dieses Ereignis noch tief im kollektiven Gedächtnis verankert - prägt es bis heute die Haltung gegenüber den Kirchen und bereitet den Boden für einen kritischen Umgang mit den Religionen. Das wird kaum einer bewusst so sehen, aber im Unterbewusstsein könnte das immer noch eine Rolle spielen.
  • 04.09.19, 06:13
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Die AfD ist keine Volkspartei im eigentlichen Sinne, aber auf eine gewisse Art dann doch...denn keine andere Partei erreicht ein solch breites Spektrum der Gesellschaft. Sie haben von links bis rechts aussen Wähler...von 18 bis 80 und vom Hartz4 Empfänger bis zum obersten Richter.
    Auch darf man nicht vergessen, dass sich viele gar nicht öffentlich zur AfD bekennen - und das aus nachvollziehbaren Gründen. Man kann also davon ausgehen, dass auch im Künstlermilieu AfD Sympathisanten zu finden sind.

    Für mich ist die AfD ein Regulativ - als solches hat sie für mich ihre Daseinsberechtigung. Vieles (das notwendig war) wäre ohne die AfD gar nicht in Bewegung gekommen. Die AfD muss als Gegengewicht einer linkslastigen Medien und Politiklandschaft rechtslastig agieren. Würde sie das nicht tun, wäre sie nichts anderes als eine FDP 2.0

    Viele Wähler, die heute die AfD wählen, waren der CDU vor Jahren noch lieb und recht...als sie noch die CDU wählten. Nicht das Gedankengut der Wähler hat sich im Laufe der Jahre verändert...sondern die Politik der CDU....die noch viel weiter links steht..als zB eine SPD vor dreißig Jahren. Nach heutigem Maßstab wäre die SPD bis in die 90er eine erzkonservative Partei gewesen. In den 70ern hätte eine Merkel in der SPD den linken Flügel vertreten - und zwar ganz links aussen...am Rand.

    Die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremen hat sich in den letzten 20 Jahren nicht verändert...liegt konstant bei 20.000/in Anbetracht der Ereignisse um 2015 kann man das als Erfolg bezeichnen. Das einzige, das sich verändert hat... ist...dass sich diese Leute nun mehr aus der Deckung trauen und offen ihren Hass zur Schau stellen. Es ist ein ERFOLG der AfD, dass sich diese Zahl nicht erhöht hat. Es ist alleine der AfD zu verdanken, dass NPD und Co. trotz der Ereignisse nicht erstarken konnten. Die AfD mit den Etablierten vergleichen zu wollen ist Quatsch, denn ließ sie sich mit diesen Parteien vergleichen...dann wäre sie überflüssig. Die schlimmsten Verbrechen gegen Migranten gab es lange vor 2015...Rostock, Hoyerswerda, Ludwigshafen usw...zu einer Zeit...in der ist die AfD noch gar nicht gab. Der aufkommende Antisemitismus hat rein gar nichts mit der AfD...sondern ausschließlich mit den vielen Muslimen zu tun...die in unser Land kamen. Bei den Vergehen Rechter handelt es sich um Beleidigungen usw...also um verbale Vergehen...während die körperlichen Gewalttaten gegen Juden zu fast 90% von Muslimen verübt werden. Zwar sind auch die verbalen Verfehlungen zu verurteilen...dennoch werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Ich kenne keine antisemitischen Äusserungen von AfD Politikern - wenn, dann vielleicht vom ein oder anderen Anhänger der AfD, aber das kann man der Partei nicht vorwerfen. Dass jemand, der gegen den Zuzug von Ausländern ist eher die AfD als die Linke wählt, das liegt in der Natur der Sache. Das sollte eine gesunde Demokratie aber aushalten können...schließlich hat sie ihre Mittel und Wege dem zu begegnen.

    Dass die Zentralräte von Juden und Muslimen wie auch beide christlichen Kirchen gegen die AfD sind...das hat monetäre Gründe, denn die AfD möchte die Positionen der Religionen insgesamt schwächen...sprich die Gelder kürzen. Das forderte die AfD schon vor 2015...und m.E. auch völlig zurecht. Hier fließen viele viele Milliarden...und es gibt sehr gute Gründe dafür...daran etwas ändern zu wollen.

    Noch etwas zur FPÖ: das Geheimnis ihres Erfolges sind die Burschenschaften...aus denen ihre Spitzenkräfte hervorgehen. In Österreich ist in dieser Beziehung der Zusammenhalt noch größer...als er es schon in Deutschland ist. Die FPÖ ist in der Elite überproportional vertreten - alle Spitzenämter des Landes sind auch mit Leuten der FPÖ besetzt. In Deutschland sind die Burschenschaften stark rückläufig...oder wurden (Regeln und Tradition) aufgeweicht - zudem werden einige vom Verfassungsschutz ins Visier genommen. Auch ein Mosaikstein, warum Deutschland so linkslastig werden konnte.
  • 03.09.19, 08:37
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Ich halte die AfD für keine Volkspartei. Auch sie ist ein Elitenprojekt, sie ging ja aus einer Anit-Euro-Partei des Wirtschaftsprofessors Lucke hervor. Dessen Thema Euro interessierte damals nur eine Minderheit. Lucke wurde geschasst und Petri setzte mehr auf das Migrationsthema, vorerst mit Erfolg. Als sich Petri gegen die wachsende rechte Unterwanderung wandte, wurde sie durch Meuthen, dann Gauland abgelöst. Jetzt hatten sich die 'Populisten' durchgesetzt. Die AfD ist ein inhomogener Haufen mit Alt- und Neonazis ganz rechts genauso wie Euroskeptikern oder eher liberalen Wirtschaftsleuten auf der anderen Seite. Und natürlich hat die AfD noch nicht zu allen wichtigen Themen - siehe Renten, Digitalisierung, Klimapolitik - ein erkennbares Konzept. Trotz aller Wahlerfolge ist sie keine Volkspartei, weil sie auf wichtige Fragen (noch?) keine Antworten hat. Ob sie je eine wird, wird man sehen. Ich sehe sie eher als eine Bewegung, die jederzeit auseinander und damit in die politische Bedeutungslosigkeit fallen kann. Das sieht man ja an den Beispielen Lucke und Petry, deren heutige politische Relevanz gleich Null ist.

    Die FPÖ ist dagegen, wenn schon keine Volkspartei, so doch eine fest verankerte Partei in der politischen Landschaft Österreichs. Es gibt sie seit 1949, sie dümpelte als deutsch-nationale Rechtspartei immer so zwischen 8-12 Prozent herum, bis sie Haider, der erste Rechtspopulist Europas mit politischer Bedeutung aus dem Stand auf >20% hievte. Haider war ein charismatischer Narzisst wie er im Buche steht. Dazu ein Chamäleon, das heute Nazisprüche klopfen konnte und sich morgen als Philosemit mit Kippa auf dem Kopf präsentieren konnte. Letztlich scheiterte er an seiner Egomanie. Seit Tod war auch eine 'besoffene G'schicht' um im Jargon zu bleiben. Ob er (auch) homophil war, ist mir wurscht, es spricht aber vieles dafür. Die heutige FPÖ ist ein widerlicher Haufen von korrupten Karrieristen, die auf der populistischen Antimigrationswelle reiten und ausser Narzissten und korrupten Leuten mit Selbstbereicherungsabsichten kaum politische Köpfe zu bieten hat. Ausnahme Ex-Innenminister Kickl, das eigentliche Mastermind der Partei, ein übler, tatsächlich sehr rechter Law-and-Order-Hardliner, der seine undemokratischen, totalitären Absichten trefflicht hinter populistischen Parolen verschleiern kann.

    Ich persönlich hege weder für die AfD noch für die FPÖ die geringsten Sympathien, die dümmliche Arroganz und Ignoranz der Altparteien in beiden Ländern aber macht mich wütend und pessimistisch zugleich. Wenn man - wie in D z. B. der grüne Palmer, ein recht kluger und vernünftiger Mann, so mein Eindruck - gänzlich legitime Positionen wie die Gegnerschaft zu noch mehr Migration weiter tabuisiert und ächtet, dann füttert man die populistischen Trolle. Wie das ausgeht, ist noch lange nicht entschieden.
  • 02.09.19, 17:26
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Selbst S. Wagenknecht wurde in die rechte Ecke gestellt...als sie sagte man müsse Zuwanderung regulieren und begrenzen. Das zeigt wie verblödet und oder verbohrt manche Leute sind. Hinzu kommt, dass dir von hundert Leuten auf der Straße vielleicht einer die Begriffe konservativ, national, patriotisch und rassistisch erklären und auseinanderhalten kann. Also was machen die Leute...wenn sie selbst keine Ahnung haben? Sie quatschen anderen alles nach- und wer sind diese Anderen...das sind die Journalisten...die sich zu 2/3 aus Grünen zusammensetzen. Aber, so fair sollte man sein, es gibt im Umfeld der AfD Leute...wie sie von den Medien beschrieben werden. Man sollte aber einer Partei, die erst sechs Jahre auf dem Markt ist, Zeit geben sich zu finden. Der Prozess zur Konsolidierung kann unmöglich schon abgeschlossen sein. Keine Partei hat auch nur annährend so viele Parteiausschlußverfahren laufen wie die AfD. Man kann also nicht behaupten die würden nichts unternehmen. Klar hat man zu den Wahlen im Osten nicht vorher unnötig Öl ins Feuer gegossen...wollte man die aktuelle Stimmungslage für sich ausnutzen. Aber welche andere Partei hätte das nicht getan? Man sollte sich mal daran erinnern wer sich in der Anfangszeit der Grünen dort tummelte. Grün ist ein Eliteprojekt, weshalb die sich einen Dreck für die Probleme des kleinen Mannes interessieren.

    Es gibt aber zum Glück auch anständige Journalisten, sonst würden wir zB nicht erfahren, dass es alleine in NRW und an einem einzigen Wochende 27 Polizei-Großeinsätze wegen arabischer Hochzeiten gab...wo Autobahnen blockiert werden und mit scharfer Munition geschossen wird...wo die Hochzeitsgesellschaft mit teilweise gestohlenen Fahrzeugen der Luxusklasse unterwegs ist - Menschen, die aus einem Ferrari hupen...aber bei uns Sozialleistungen kassieren. Vor zehn Jahren hätte ein einziger EInsatz wochenlang die Schlagzeilen beherrscht, während man heute versucht gleich alles unter den Teppich zu kehren.

    Ich musste meine Nichte, die mich auf der Durchreise besuchte, neulich zum Bahnhof eskortieren...so lange bis ihr Zug dann eintraf. Hätte ich sowieso getan, aber heutzutage ist das auch zwingend notwendig...da sich dort von morgens bis abends eine Herde Schwarze tummelt...um krumme Geschäfte abzuwickeln. Jeder weiß das, auch die Polizei- aber die hat, nachdem man anfangs noch sehr bemüht war, inzwischen aufgegeben. Und jeder Polizist, der mit Brennpunkten zu tun hat, wird dir unter vier Augen sagen, dass man schon lange nicht mehr Herr der Lage ist. Auch das wissen die Politiker...aber sie tun als wäre alles ok und halten die Menschen weiterhin dumm.

    Wie sagte David Precht neulich in einer Runde mit Politikern: sagen Sie, die Politiker, den Menschen endlich die Wahrheit.
    Da ging es zwar um etwas anderes, um die Digitalisierung und wie das unser Leben verändern wird (Arbeitslosigkeit >50%), aber der Grundtenor war der gleiche. Wir werden von teilweise dummen Politikern für dumm verkauft - und das funktioniert auch noch.
  • 02.09.19, 16:30
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Das mit der AfD und den sog. Rechts-Populisten überhaupt ist eine verzwickete Sache. Ich habe und hatte da schon erbitterte Auseinandersetzungen mit meinem Sohn. Es ist den ÖR- und sog. seiösen Medien 'gelungen' - im Verein mit Grünen, Linken und linksliberalen Pseudokonservativen wie Merkel und Co. - alles und jeden, das/der für Kontrolle bzw. Eindämmung der Migration eintritt, mit dem Stigma des rechtsnationalen Ewiggestrigen, des Nazissympathisanten, des Rassisten zu belegen. Diese 'Leistung' unserer selbsternannten Tugendwächter des politischen Anstands ist natürlich eine kontraproduktive. Es muß erlaubt und selbstverständlich sein, dass man eben für eine Eindämmung bzw. gar ein Verbot von Immigration ist. Was ist daran unmenschlich? Wir haben in Wien bereits einen gefühlten Ausländeranteil von 50% - zumindest in den Öffis. Tatsächlich liegt er offiziell bei 40,2 % !!! Ich finde, das ist genug. Dennoch laß ich mich nicht als Nazi verunglimpfen. Und es macht mit deshalb auch nicht zum FPÖ-Wähler oder auch nur FPÖ-Versteher. Ist das so schwer auseinanderzuhalten? Für unsere Intelligenzia anscheinend schon.


    Wie ein 'Leitmedium' mit dem Thema umgeht - und beinah täglich trommelt - sei hier verlinkt:
    https://www.zeit.de/kultur/film/2019...ender-parteien

    Schlimmer kann man die Wirklichkeit nicht verdrehen, wenn man sich den Umgang der ÖR-Medien mit der AfD in den letzten Jahren anschaut. Fake news at its best.
  • 02.09.19, 14:38
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Ungeachtet der guten Ergebnisse der AfD: Political Correctness scheint die meisten Wähler anzukotzen, ganz gleich welche Partei sie am Ende wählten. In diesem Punkt kamen die Analysten alle zum gleichen Ergebnis. Die AfD hat in der Sache eine noch viele höhere Zustimmung...als es die Ergebnisse ohnehin schon aussagen. Hier zahlt sich die (unrühmliche) Arbeit der Medien aus, die die AfD mit Sicherheit einige Prozentpunkte kostete.Das anschließende BlaBla der etablierten Parteien bestätigt doch nur die AfD-Wähler. Deren einziges Problem ist es sich irgendwie an der Macht halten zu wollen. Das werden jetzt Linksbündnisse geschlossen...die alles andere als die Machtverhältnisse widerspiegeln. Wenn die AfD so undemokratisch ist...wie viele das behaupten...dann müsste man sie doch nur mit in Regierungsverantwortung nehmen...um sie zu entzaubern. Aber das ist eben nicht so...sowohl in den Ländern...als auch im Bund...überzeugt die AfD durch konstruktive Mitarbeit. Viele sinnvolle Gesetze wurden mit Hilfe der AfD durchgewinkt und umgesetzt. Die Partei ist gerade mal sechs Jahre alt und tausendmal weiter als es die anderen Parteien zu diesem Zeitpunkt waren. Linke und Grüne hatten nach 10 Jahren noch Terroristen in ihren Reihen - Leute, die das bereits umsetzten...was man AfD Leuten ständig unterstellt tun zu wollen. Die CDU hatte sogar in den 80ern noch echte Nazis in ihren Reihen.

    In ihrem Duktus übezrieht die AfD manchmal...aber auch nicht die AfD...sondern eine paar Leute aus dieser Partei. Doch das sind Worte...und noch lange keine Taten. Man darf, und da haben die Bürger im Osten recht, nicht mehr sagen was man fühlt und denkt. Wer ist denn hier undemokratisch?

    Aber die dümmste Aussage der Etablierten und der Medien ist die...die den Osis das Recht abspricht die Zuwanderung zu kritisieren...weil man selbst "nur" einen Ausländeranteil von 5%...und nicht von 25% hat. Das ist in etwa das gleiche als würde ich nur dann mit dem Rauchen aufhören dürfen...wenn ich bereits Lungenkrebs habe. Gerade WEIL man sieht was im Westen los ist...will man den Anfängen wehren. Und damit liegt man vollkommen richtig. Ich kennen keinen...ich wiederhole KEINEN...der unter vier Augen die hießigen (westlichen) Verhältnisse gutheißt. Niemand würde das nochmal so machen.

    Deshalb bin ich ein Freund von der Minderheitsregierung. Beispiel Mindestrente: in einer Minderheitsregierung hätten wir die schon, denn CDU, FDP und AfD hätten geschlossen dafür gestimmt...aber auch Abgeordnete von den Grünen, der Linken und der SPD. Und es wäre transparent wer für was stimmt...und wer dagegen. Eine Minderheitsregierung braucht eine solche Mehrheit auch nur bei großen Entwürfen...PillePalle Kram kann sie auch aus der Minderheit heraus verabschieden. Eine Mindestrente ohne Bedürftigkeitsprüfung ist so ziemlich die dümmste politische Forderung, die ich in dne letzten zwanzig Jahren hörte. Mit ihren paar Prozent ist die SPD da noch gut bedient. Ihr gehört abgesprochen zurechnungsfähig zu sein. Wer der Millionärsgattin eine Mindestrente überweisen will, der gehört entmündigt und weggesperrt. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass wir Millionären Kindergeld überweisen. So doof kann niemand sein...ausser der SPD.

    Und noch etwas haben diese Wahlen gezeigt: der Hype um die Grünen ist ein von den Medien inszenierter - ich bin froh, dass die Osis da nicht so leichtgläubig und naiv wie die Wesis sind...die jeder Schlagzeile hinterher rennen.
  • 31.08.19, 21:24
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Ja, war ein Fehler. Da gibt es andere, die man vom Hof jagen könnte. Wenn man bedenkt...wer sich in den Anfängen der Grünen und der Linke dort tummelte...dürfte man über Wittgenstein gar nicht erst reden. Ich halte es für wichtig, dass die AfD das Nationale weiterhin betont - fährt man die liberale Schiene...hätte man sich einst nicht von Lucke trennen müssen.

    Vor zwei Jähren hätte Wittgenstein fast aus dem Nichts die Macht ergriffen...als sie auf dem Parteitag eine Rede hielt...eine, die gar nicht eingeplant war. Sie bekam stehende Ovationen - und die Führungsriege konnte nur durch eine spontane Hinterzimmerabsprache die Machtübernahme durch Frau W. verhindern. Ich glaube das ist der eigentliche Grund...warum man sie loswerden wollte.
  • 31.08.19, 19:53
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Ich glaube, der Ausschluß von Sayn ist ein Fehler - im Sinne der AfD. Die Begründung steht auf schwachen Füßen. Die Frau war zudem nicht Mitglied in dem genannten Verein, sondern hat ihn nur mit einer Spende fördern wollen. 2014. In jenem Jahr ist der Verein noch ein e.V. gewesen, wurde also öffentlich gefördert. Aber das nur am Rande. Wichtiger scheint mir zu sein, was der Ausschluß - zu diesem Zeitpunkt vor den Wahlen in Sachsen und Brandenburg - eigentlich bedeutet. Im kann nur zweierlei vermuten, wer weiß schon, was tatsächlich stattfand. Entweder hat diese Entscheidung jemand gefällt, der die unentschlossenen Wähler noch von der AfD abrücken möchte - ODER aber es geschah aus Dummheit. So oder so war diese Entscheidung eines Gremiums der AfD parteischädigend, denn weder wird der Ausschluß von Sayn dazu führen, daß die AfD von den Systemparteien nunmehr höhergeachtet werden wird, noch dürfte sich damit eine klarere Linie in der Partei fahren lassen. Die Entscheidung über die Linie der Partei wird erst nach der Thüringen-Wahl getroffen werden. Siegt Höcke, was erst dann der Fall ist, wenn er MP wird, dürfte sich der Flügel durchsetzen. Andernfalls, was wahrscheinlicher ist, dürften die nationalliberalen Leute um Meuthen den Sieg davontragen.
    Abgesehen davon glaube ich, daß die Schnurzelmentalität der protestierenden Ost- und Mitteldeutschen eher trotzig reagiert und nunmehr die AfD erst recht wählt, was aber weder in Sachsen noch Brandenburg für einen Politikwechsel ausreichen dürfte, sogar bei 35% AfD wird da nichts passieren, weil die LINKEn dann sogar mit der CDU zusammengingen.

    Bald wissen wir mehr.
  • 08.07.19, 13:26
    rodbertus

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Danke. Ist ne gute Idee, sich hier mal dezidiert zu äußern. Meine +/0/- bekömmste bald.
  • 08.07.19, 13:16
    anderedimension

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Aus dem Grundsatzprogramm (Programm für Deutschland) der AfD

    Teil 1


    Demokratie und Grundwerte


    1.1 Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild
    1.2 Schlanker Staat für freie Bürger
    1.3 Die Gewaltenteilung gewährleisten
    1.4 Trennung von Amt und Mandat
    1.5 Macht der Parteien beschränken
    1.5.1 Parteienfinanzierung dem Verfassungsrecht anpassen
    1.5.2 Freie Listenwahl und freies Mandat
    1.5.3 Verkleinerung des Bundestages
    1.5.4 Wider das Berufspolitikertum: Amtszeit begrenzen
    1.5.5 Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk
    1.6 Lobbyismus eindämmen
    1.6.1 Private Rentenvorsorge für Parlamentarier
    1.6.2 Einführung eines Straftatbestandes der
    Steuerverschwendung


    Europa und Euro


    2.1 Ein Europa der Vaterländer
    2.2 Kompetenzen an die Nationalstaaten zurückgeben
    2.3 Bündelung gemeinsamer europäischer Interessen
    2.4 Volksabstimmung über den EURO
    2.5 Keine deutsche Haftung für ausländische Banken


    Innere Sicherheit und Justiz


    3.1 Polizei stärken und Strafjustiz verbessern
    3.2 Weisungsfreie Staatsanwälte, unabhängige Richter
    und parteiferne Rechnungshöfe
    3.3 Angriffe auf Amtspersonen härter bestrafen
    3.4 Opferschutz statt Täterschutz
    3.5 Waffenrecht muss nicht verschärft werden
    3.6 Kein Datenschutz für Täter
    3.7 Organisierte Kriminalität nachhaltig bekämpfen
    3.8 Zivil- und Fachgerichte sind ein Standortfaktor
    3.9 Deutsche Grenzen schützen


    Außen- und Sicherheitspolitik


    4.1 Vereinte Nationen reformieren
    4.2 NATO als Verteidigungsbündnis
    4.3 OSZE und europäische Sicherheitsstruktur
    4.4 Bundeswehr stärken
    4.4.1 Keine europäische Armee
    4.4.2 Wehrpflicht wieder einsetzen
    4.5 Entwicklungshilfe


    Arbeitsmarkt und Sozialpolitik


    5.1 Arbeitsmarkt von unnötiger Bürokratie befreien
    5.2 Bundesagentur für Arbeit auflösen und kommunale
    Jobcenter aufwerten

    5.3 Mindestlohn beibehalten
    5.4 Reform der sozialen Sicherungssysteme
    5.4.1 Finanzielle Benachteiligung von Familien beseitigen
    5.4.2 “Aktivierende Grundsicherung” - Arbeit, die sich lohnt
    5.4.3 Kinder und Erziehungsleistung bei der Rente
    berücksichtigen
    5.4.4 Pflege durch Angehörige aufwerten


    Familien und Kinder


    6.1 Bekenntnis zur traditionellen Familie als Leitbild
    6.2 Mehr Kinder statt Masseneinwanderung
    6.3 Mehr Unterstützung für Familien
    6.4 Wirtschaftliche Zukunft trotz Demografiekrise
    6.5 Diskriminierung der Vollzeit-Mütter stoppen
    6.6 Alleinerziehende unterstützen. Familien stärken
    6.7 Willkommenskultur für Neu- und Ungeborene

    Kultur, Sprache und Identität

    7.1 Deutsche Kultur, Sprache und Identität erhalten
    7.2 Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus 47
    7.3 Die deutsche Sprache als Zentrum unserer Identität
    7.4 Kultur und Kunst von Einflussnahme der Parteien befreien
    7.5 Für eine zeitgemäße Medienpolitik: Rundfunkbeitrag abschaffen
    7.6 Der Islam im Spannungsverhältnis zu unserer Werteordnung
    7.6.1 Der Islam gehört nicht zu Deutschland
    7.6.2 Kritik am Islam muss erlaubt sein
    7.6.3 Auslandsfinanzierung von Moscheen beenden
    7.6.4 Keine öffentlich-rechtliche Körperschaft für
    islamische Organisationen
    7.6.5 Keine Vollverschleierung im öffentlichen Raum


    Blau= bin dafür
    Rot= bin dagegen
    Rest= ist bereits gelebte Realität, oder ich habe keine Meinung dazu, oder ich halte das für Worthülsen


    Liste ist nicht vollständig - Rest folgt später
  • 08.07.19, 12:28
    aerolith

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Richtig, ad. Ich korrigiere: neoliberal. Das Neoliberale setzt das pragmatische Politisieren vor das grundsätzliche, auf den Namen "Freiheit" zu fixierende. Die von der AfD affizierten Maßnahmen zielen auf den Schutz des Staates BRD in der Form, wie sie ihn verstehen. Liberale Politik hätte niemals nur einen Staat im Blickfeld, sondern das Wohl aller. Die Neoliberalen begrenzen ihre Maßnahmen auf eine Teilganzheit. Eben das macht sie zu Neoliberalen. Sie sind so etwas wie die Bolschewiken, die, nachdem sie erkannt hatten, daß die Weltrevolution eben nicht nur eine Initialzündung in einem Land benötigt, sich dann eben auf diese Revolution in einem Land konzentrierten und damit die Grundidee des Kommunismus aufgaben. So ähnlich ist das bei den Neoliberalen. Sie gaben den liberalen Grundsatz, sich für alle Menschen einzusetzen, zugunsten eines reduzierteren auf, eben für eine bestimmte Klientel nur noch dazusein. Die AfD ist eine klassische Klientelpartei, eine mehr im Spektrum der Parteienlandschaft der BRD. Eine konservative "Partei", eigentlich auch so ein Widerspruch in sich selber, sehe ich in der BRD nicht. Die letzte wahrlich konservative Partei, die wir in Deutschland hatten, verlor so um 1900 ihr politisches Gepräge, als sie sich den Bürgerlichen annäherte. Aber das muß ich noch genauer untersuchen.
  • 08.07.19, 11:53
    anderedimension

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Sehe ich anders. Unter Bernd Lucke war sie eine liberal-konservative Partei, jetzt ist sie eine national-konservative Partei. Verkürzt: national=die Ausrichtung (Germany first) und konservativ=die Mittel. Eine liberale Partei ist die AfD auf keinen Fall...dem widersprechen Parteiprogramm und Realpolitik. Eine Partei, die in der Überwachung aufrüsten...dem Staat mehr Befugnisse einräumen möchte...die kann nicht als liberale Partei bezeichnet werden. Und auch gerade beim Thema Ausländer wird das sehr deutlich. Die Gruppenvergewaltiger von Mallorca, auf allen Bildern klar als Araber zu erkennen, werden in den Medien als Deutsche bezeichnet. Bei der AfD hätten die erst gar keinen deutschen (Doppel) Pass. Und die bulgarischen Jugendlichen, die vergangenes Wochenende mutmaßlich eine 18-Jährige vergewaltigten...wären erst gar nicht in unserem Land. Nur bei allen anderen Parteien ist so etwas möglich.
  • 08.07.19, 11:17
    rodbertus

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Du vertrittst keine konservativen Positionen, ad, sondern national-liberale. Die AfD ist keine konservative Partei, sondern eine national-liberale. In ihr tummeln sich einige wenige Konservative, die offenbar nicht sehr tiefgründig über ihre politischen Ziele nachdachten oder hoffen, sie könnten aus National-Liberalen Konservative machen, was ungefähr so wahrscheinlich ist wie Schnuseduse. Patrioten sind keine Nationalisten, sondern Humanisten. Das National-Liberale ist im Grunde eine c.i.a., denn man kann nicht liberal sein, zugleich aber sich aufs Nationale beschränken wollen. Wer liberal sein will, der kann in einem "Nationalstaat" kein politisches Ziel fixieren wollen, der will immer den Weltstaat und auch den nur als Übergangslösung. Wer konservativ sein will, der sieht im Nationalen einen viel zu großen Rahmen, der will kleine funktionierende und v.a. überschaubare Lebensgemeinschaften; er ist v.a. apolitisch.
    Du solltest nicht immer alles in einen Topf werfen wollen.
    Um beim Thema "Ausländer" zu bleiben: bei denen gelten die gleichen Regeln. Auch unter diesen gibt es Konservative, Nationale und Liberale. Es soll sogar ausländische Demokraten geben.

    P.S. Ein Beitrag von "saulchen", in dem er (zurecht, denn die Not ist bei beiden Gruppen) zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und politisch Verfolgten keinen Wesensunterschied festzustellen mutmaßte, ist beim freischalten verschwunden. Tut mir leid. Muß an meiner Blödheit liegen oder ist einem Systemfehler zuzuschreiben. Ich empfehle "saulchen", unter seinem angemeldeten Nick "Saul" zu schreiben, das sichert den Beitrag im System, ohne daß ich erst prüfen und freischalten muß.
  • 08.07.19, 11:16
    eulenspiegel

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Nun, bei euch die AfD, bei uns die FPÖ - viel älter als die AfD, mit vielen wirklich nazi-affinen Leuten durchsetzt - sind leider für einen halbwegs bei Vernunft befindlichen Wähler keine Option. Da die ehemals konservativen Kräfte längst im grün-rosa mainstream baden, hat man es schwer als sozialpolitisch links, wirtschaftspolitisch eher liberal und gesellschaftspolitisch moderat konservativer eine wählbare Partei zu finden.
  • 08.07.19, 10:30
    anderedimension

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Leider docken sich auch Rechtsradikale bei solchen Themen an, was es fast unmöglich macht sachlich darüber zu diskutieren. Deshalb sollte es im Sinne aller...auch im Sinne der Nationalisten, Patrioten und Konservativen sein...dass man diese Radikalen identifiziert und eliminiert. Zum Teil passiert aber genau das Gegenteil...wie man aktuell bei der AfD NRW sieht...wo sich aktuell die radikalen gegen die gemäßigten Kräfte durchsetzten.
    Das ist schade...da klammert man sich an "schmutzigen" 12%, statt auf Basis von "sauberen" 8% gesund wachsen zu wollen. Damit liefert man linken Kräften jede Menge Futter und macht es konservativen Bürger schwer bei der AfD eine Heimat zu finden. Themen gäbe es genügend...um eine sachlich fundierte rechte Politik zu betreiben.
  • 15.12.18, 10:50
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Die Verweigerung der Kartellparteien, die zweite Kandidatin der AfD zur Besetzung im Bundestagspräsidium, mehrheitlich zu wählen, ist zwar kein Skandal, aber schon dünkelig-perfide zu nennen. Wenn die größte Oppositionspartei keinen Sitz im Präsidium bekommt, dann muß man am demokratischen Grundverständnis derjenigen, die das verhindern, schon zweifeln. Nun mag man einwenden, daß es eben das Recht eines jeden Abgeordneten ist, seine Stimme nur dem zu geben, dem er sie geben möchte. Sic! Korrekt und richtig. Eben so wichtig sollte es aber sein, daß man eine ausgewogene Besetzung des Präsidiums konzediert, auch wenn oder eben weil ein politischer Gegner des einzelnen Abgeordneten diesen Platz beansprucht.
    Mich deucht, die Regelung, daß die Abgeordneten ihr Präsidium selber wählen, sollte zugunsten eines Besetzungsrechtes jeder Fraktion getilgt werden.
  • 12.10.18, 15:00
    aerolith

    AW: Rechtspopulismus oder Nationalkonservatismus: die AfD

    Ostfälische Schüler sollen petzen!

    erstellt von MZ:
    Wer kritisch ist, soll gemeldet werden: Die AfD will in mehreren Bundesländern, auch in Sachsen-Anhalt, Internetportale einrichten, auf denen Schulkinder AfD-kritische Lehrkräfte notieren können. AfD-Bildungspolitiker Hans-Thomas Tillschneider sagte, Lehrer müssten die politische Neutralitätspflicht wahren. Es solle nachvollziehbar werden, welcher Lehrer sich wann und wo AfD-feindlich äußere. Ein Beschluss für ein solches Portal sei in der Fraktion gefasst worden, „nun geht es um die technische Umsetzung“.
    Während Bildungsminister Marco Tullner (CDU) den Vorstoß als unnötig bezeichnet, spricht die Linke von „Denunziantenplattformen“. Sie seien „unanständig und verantwortungslos“. [..] Tillschneider sagte, derlei Internetseiten seien mitnichten als „Stasi 2.0“ zu betrachten, „sondern als zivilgesellschaftliche Notwehr“.
    Das findet nicht meinen Beifall. Wer sich als Lehrer dem Neutralitätsgebot widersetzt und Unterricht macht, der parteiaffinin ist, der sollte von den Kollegen und Chefs ermahnt usw. werden, nicht aber vom Schüler angezeigt. Ein Fehler der AfD, die damit unethisches Verhalten fördern will. Abgesehen davon hat das ein Geschmäckle. Ich denke an Sulla zurück, der als erster Proscriptionen in den politischen Diskurs brachte, was der Errichtung seiner Diktatur durchaus nützte, in postmoderner Zeit dagegen kein politisches Mittel mehr sein darf.
  • 09.07.18, 23:59
    Klaus Norbert.

    AW: AfD-Ordner

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen

    ... Wer wird nach Merkel die CDU führen?

    - entscheidet man sich für eine Frau voll das Leiden...


    Sie könnten Ihre Gynophobie überwinden.
  • 09.07.18, 20:02
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Es wird immer wieder vergessen, dass die AfD eine noch sehr junge Partei ist - in einem Findungsprozess gibt es zwangsläufig ganz unterschiedliche Meinungen...wohin man eigentlich will. Wenn Stresemann völkisch dachte...na dann passt er doch erst recht zur AfD. Man muss sich nur die Vita jedes einzelnen Führungsmitgliedes betrachten...dann erkennt man auch die vielen unterschiedlichen Strömungen...die in diese Partei hineinwirken.

    Im letzten Presseclub kam man der Wahrheit sehr nahe. Man hat erkannt...dass es ausser der AfD kein weiteres konservatives Angebot gibt - und das seit Jahren...schon lange vor September 2015. Man war sich einig, dass es neben der AfD eine Alternative für Deutschland braucht. Die Abschlussfrage des Moderators lautetet: "Tragen auch die Medien an dieser Entwicklung eine Schuld?". Alle nickten zustimmend - der Journalist des Ciceros brachte es dann auch verbal auf den Punkt. Er sagte, dass mindestens 60% der Journalisten die Grünen wählen (manche Studien sagen sogar 70%), während diese Partei aber nur von 12% der Bevölkerung gewählt wird. Alleine daran lässt sich eine Schieflage in der Berichterstattung ablesen. Der Begriff "Lügenpresse" mag provokant und überzogen sein...aber er kommt der Wahrheit sehr nahe.

    Mal angenommen Anfang 2016 hätte die NPD eine Zustimmung von 60% der Medienvertreter gehabt...wie hätten da die Talkshows ausgesehen? Man hätte nicht eine perfekt deutsch sprechenden Arzt aus Syrien präsentiert...sondern einen mehrfach vorbestraften Afghanen - diesen als typischen Vertreter der Flüchtlinge verkauft. So wie das eine falsch war...wäre das andere falsch gewesen. Die Wirklichkeit holt die Menschen ein. Und wenn die Leute merken...dass sie verarscht wurden...dann drehen sie sich nicht selten um 180 Grad. Und genau das ist passiert. Die Medien haben eine erhebliche Schuld an der heutigen Entwicklung - nicht nur ander Entwicklung in Deutschland...sondern an der Entwicklung der ganzen Welt. Die deutschen Medien haben den Brexit, die Regierungen in Polen , Ungarn, Tschechien, Italien zu verantworten. Die deutschen Medien haben Europa gespaltet. Und ohne die Entwicklung in Europa würde es vermutlich auch keinen Trump geben.

    Ja, man kann auf die AfD schimpfen...Anlass dafür wird sie immer wieder liefern...aber die Fehler wurden ganz woanders gemacht. Die AfD ist nicht Ursache eine Problems...sondern nur eine von vielen Auswirkungen....

    Für die Etablierten ist die AfD auch eine Art Glücksfall...denn was würden diese 16% der Bürger wohl wählen...gäbe es keine AfD?!? In Österreich lachen sie über die AfD...für Ösis ist die AfD mehr Bachblütenteetrinker-Partei als Hardliner. Wir sollten froh sein, dass wir die AfD haben...denn lieber 16% bei der AFD...als 10% bei NPD oder bei der Dritte Weg...denn das sind wirklich rechtsradikale Parteien. Wer die AfD mit diesen Parteien gleichsetzt...der hat nun wirklich keine Ahnung...outet sich als unreflektierter Nachplapperer.

    Das soll aber auch dir, aerolith, einen Denkanstoß liefern...wie leichtfertig mit dem Begriff "staatstragend" umgegangen wird - denn stelle dir mal vor Du wärst Lehrer unter einem Nazi-Regime---was wäre denn da für dich eine staatstragende Haltung?!?...staatstragend kann also nur heißen: "im Sinne unserer Verfassung", aber nicht: "im Sinne der Herrschenden oder der vorherrschenden Meinung".

    Viele Leute fragen sich warum gerade im Osten die AfD so stark ist. In S.A. stärker als die CDU.

    Die Antwort ist sehr einfach: Im Osten gibt es keine verpflichtende Tradition. Dort herrscht die Stunde Null. Ich habe viele Leute aus der Mitte der Gesellschaft gefragt warum sie CDU/SPD wählen. Die meisten konnten keine vernünftige Antwort liefern. 90% kennen noch nicht mal ansatzweise das Programm ihrer Wahl. Im Osten haben eben nicht Urgroßvater, Großvater, Vater die SPD gewählt. Dieser Faktor wird oft unterschätzt.

    ***Nachtrag

    Ob sich die AfD etablieren kann...das wird von zwei Faktoren abhängen:

    1. Wer wird nach Merkel die CDU führen?

    - entscheidet man sich für eine Frau voll das Leiden...wird die AfD zulegen.

    2. Werden wir die gleichen Probleme bekommen wie sie Frankreich heute schon hat?

    - hier liegt wohl die größere "Gefahr", denn das wird kaum zu vermeiden sein.

    Die CDU muss weit...aber vor allem schnell nach rechts rücken. Ob ihr das gelingt...ob sie das überhaupt will? Wir werden sehen...
  • 08.07.18, 12:43
    aerolith

    AfD und die nationalliberale Tradition

    Im Kontext der parteinahen Stiftungen beschloß die AfD auf ihrem jüngsten Parteitag die Etablierung einer Stresemann-Stiftung und betonte dabei dessen mutmaßlichen Nationalliberalismus, kurzum, die AfD reklamierte den Nationalliberalismus für ihre politischen Intentionen.

    Dazu drei kurze Anmerkungen:
    1. Stresemann war sicherlich auch (kurzzeitig) nationalliberal gesonnen, kann aber als deutschvölkischer Politiker gelten- Um zu wissen, welche politischen Ziele er verfolgte, lese man seine Gambrinus-Rede, die er 1926 in Genf vor der deutschen Kolonie hielt. Hier sagt er, was er tatsächlich will. Das ist NICHT nationalliberal, sondern völkisch.
    2. Der Nationalliberalismus ist die Pest. Die Nationalliberalen verstanden schon zur Kaiserzeit mehrheitlich nichts von Deutschland, nichts von seinem Wesen, dem Föderalismus, der Reichsidee. Sie waren preußisch affizierte Großkopferte, die sich mit dem preußisch-deutschen Militärstaat zu verbinden suchten und darüber Nationales ebenso wie Liberales zugunsten einer bloßen Erwerbs- und Machtethik aufgaben. Sie waren "seichte Schwätzer und falsche Propheten, in Schafskleidern einherschreitend, innerlich aber reißende Wölfe" (Frantz).
    3. Nationalliberalismus ist engstirniges und pragmatisches Politisieren, undeutsch und westlich. Wenn sich die AfD dieses Schild umhängen will, wird sie keine Volkspartei werden können, sondern Klientelpartei bleiben.
Dieses Thema enthält mehr als 25 Antworten. Klicken Sie hier, um das ganze Thema zu lesen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •