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Thema: Blutorangensaft

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 14.07.17, 09:58
    aerolith

    AW: Blutorangensaft

    Nur, damit hier kein Mißverständnis auftaucht: Pennälerlyrik ist keineswegs desavouierend gemeint, sondern schlichtweg eine Sujetzuweisung. Es kömmt auf den Blickwinkel an: Ist man Pennäler, so ist sie das Normale. Ist man darüber hinaus, kann die Zuschreibung als Regression verstanden werden. Für einen Anfänger angemessen, einen erfahrenen Lyriker dagegen eher depremierend.
    Meiner Erfahrung nach hat mancheiner während seiner Schulzeit eine lyrsiche Hochphase, bleibt dann aber auf diesem Niveau - oder er läßt sogar nach. Talent kann eben auch verkümmern, wenn es nicht entwickelt wird.
  • 09.03.05, 00:13
    Mr. Jones

    was dann?

    auf den anfang kann auch getrost verzichtet werden, denk ich mal, auch, weil dieser anfang so stärker ist:

    Ich hatte beschlossen, krank zu sein.

    und weiter:
    In meiner Umgebung war das Chaos ausgebrochen.
    Irgendwann schlug mir alles über dem Kopf zusammen.
    Ich musste untertauchen. Um Luft zu bekommen.
    Hört sich vielleicht widersinnig an.
    Aber wenn ich meine Zimmertür schließe.
    Den Schlüssel herum drehe.
    Habe ich das Gefühl, eine wild anstürmende Woge abzuwehren.
    Sie donnert gegen meine Tür.
    Ich hole tief Luft.
    Herrlich! Sie bleibt draußen. Ich lache.
    Gemütlich ziehe ich die Beine an.
    Ziehe die Decke hoch.
    Träume mich weg.
    Aber das Fieber kam.
    Ich wurde wirklich krank.
    Es war schrecklich.
    Donnernde Kopfschmerzen.
    Tausend D?monen stürzten auf mich ein.
    Rissen Wunden auf. Grausame, eitrige Wunden.
    Wunden, die ich längst begraben zu haben dachte.
    Rissen an mir. Zerrten an mir.
    Ich wand mich. Schrie.
    Gott sei Dank, sie sind wieder verschwunden.
    Nur noch ein fahler Schatten...

    aber dann? was dann?
    ich will das unerwartete, genauer: überrasch mich bittschön!
  • 09.03.05, 00:00
    Tigerlilie
    danke schÖn. werd ich glatt drÜber nachdenken.

    Tigerlilie
  • 08.03.05, 23:15
    Paul

    kahlo

    oh, das ist aber ein schönes bild.
    die farben erinnern mich an c.d.friedrich, der kabelwust an otto dix und die frierende an frieda kahlo....
  • 08.03.05, 21:20
    Tigerlilie

    zerstört

    ja, du hast ja recht, es ist rotz.
    ich schreibe viel rotz.
    meinen stil mag ich aber.
    mit und ohne blütenkopf.

    lyrik isses sicher gar nicht.




    Tigerlilie, am Boden zerstört...

    (smile)
  • 08.03.05, 20:58
    WSAStartup

    Absicht?

    Na ja mal von dem äußerst komischen Stil abgesehen, finde ich den Inhalt ganz passend. Jeden Tag bilden sich viele Menschen Krankheiten ein und werden vielleicht wirklich krank.
    Der erste Teil des Textes ist etwas komisch. Wenn nicht aus Faulheit erkrankt, woran dann?

    Was ist die Aussageabsicht des Textes?
  • 08.03.05, 19:55
    Robert

    Pennälerlyrik

    Pennälerlyrik. Gewollt und durchschnittlich. Von diesem Zeug liegen bei hunderttausend Kids jeweils drei Schubläden voll. Und vielleicht sind zehn Texte darunter, die was taugen.

    Der taugt jedenfalls nichts.
  • 03.03.05, 02:41
    Tigerlilie

    Blutorangensaft

    Ich liege im Bett. Nein, ich bin nicht zu faul, herumzulaufen.
    Ich bezeichne mich als krank. Na ja, nicht todkrank, vielleicht.
    Aber doch kränkelnd. Woran? Gute Frage.

    Ich hatte beschlossen, krank zu sein.
    In meiner Umgebung war das Chaos ausgebrochen.
    Irgendwann schlug mir alles über dem Kopf zusammen.
    Ich musste untertauchen. Um Luft zu bekommen.
    Hört sich vielleicht widersinnig an.
    Aber wenn ich meine Zimmertür schließe.
    Den Schlüssel herum drehe.
    Habe ich das Gefühl, eine wild anstürmende Woge abzuwehren.
    Sie donnert gegen meine Tür.
    Ich hole tief Luft.
    Herrlich! Sie bleibt draußen. Ich lache.
    Gemütlich ziehe ich die Beine an.
    Ziehe die Decke hoch.
    Träume mich weg.
    Aber das Fieber kam.
    Ich wurde wirklich krank.
    Es war schrecklich.
    Donnernde Kopfschmerzen.
    Tausend Dämonen stürzten auf mich ein.
    Rissen Wunden auf. Grausame, eitrige Wunden.
    Wunden, die ich längst begraben zu haben dachte.
    Rissen an mir. Zerrten an mir.
    Ich wand mich. Schrie.
    Gott sei Dank, sie sind wieder verschwunden.
    Nur noch ein fahler Schatten.
    Das Lächeln ist zurückgekehrt.
    Mit leichten Fl?geln.
    Morgen werde ich die rote Sonne in die Hände nehmen.
    Ein Glas Blutorangensaft trinken.
    Ins frische Licht radeln.

    März 2005

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