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Thema: adieu sentiment

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 03.08.01, 10:23
    buh

    AW: adieu sentiment

    Lied für eine Dame

    Lied für eine Dame im sehr kurzen pinkfarbenen Mini mit schmutzigweißem Cocker-Spaniel im Korb auf dem Fahrrad, geschrieben von buh, der vor dem Deli 0,25l Cabernet-Two-Oceans trinkt:

    Sie zeichnet Sinuskurven
    aufs Pflaster
    mit Hochprofilreifen
    fünf Meter von mir
    zwei Ozeane weit

    Vater Zeus
    weiß nichts von ihr
    auch der Parfumschöpfer nicht
    der sie in Wolken hüllt

    Pünktlich verließ sie
    das Sonnenstudio
    was wäre sonst
    aus diesen Zeilen
    geworden?

    Dieser Song wurde ihnen präsentiert von: Colnago-Bikes, Emilia Calotti Schamhaarfrisuren, Deli-Bar, Givenchy, Sun-World
  • 29.07.01, 18:22
    Robert

    AW: adieu sentiment

    Hallo buh! Es freut mich, Dich hier springen zu sehen. Schattenspringer im niederen Gestrüpp.
  • 29.07.01, 12:54
    buh

    AW: adieu sentiment

    sag mir
    Liebe ist nicht Ei nicht Huhn
    s'ist nur etwas
    das wir tuhuhun
  • 23.07.01, 12:36
    uisgeovid

    AW: adieu sentiment

    Hallo buh!
    Ich kenne den Text seit einiger Zeit schon aus einem andern Forum. Fand ihn damals schon schön...allerdings nicht unbedingt als Gedicht in dieser Form. Ich würde es lyrisch-sentimentale Impression nennen, die durchaus in prosaischem Gebinde daherkommen kann. Damit vermeidest Du des Roberts baedekernden Kommentar. Anatolische Ballade fordert geradezu nach einem einem durchgängig geschriebenen Schriftstück. Es machte es noch dichter, den Leser weniger ratlos als an einigen Zeilenumbrüchen hier.
    Und: rundgesichtige Lehrerinnen waren mir schon in meiner Kindheit ein Greuel und sind es mir noch heute, ich glaube, die tragen alle Faltenröcke oder so....
    herzlichst uis
  • 23.07.01, 10:02
    Robert

    AW: adieu sentiment

    RUNDGESICHTIGE Lehrerinnen nehm ich Dir nicht ab, nicht in dieser Ausschließlichkeit; was sage ich: Ich glaube nicht, daß Rundgesichtigkeit ein Indiz für irgendwas ist. Daß den Türken das Bewußtsein ihrer größten welthistorischen "Leistung" abhanden gekommen sein soll, will mir auch nicht so recht einleuchten.
    Fazit: Du sielst in Voreinstellungen, schärfer, in Prolegomena des Schnöden. Willst Du literarisieren oder baedekern?

    [Diese Nachricht wurde von Robert am 23. Juli 2001 editiert.]
  • 22.07.01, 21:41
    buh

    AW: adieu sentiment

    anatolische ballade

    ein grasmeer zwischen grünen hügeln
    fließend, und die berge baumlos schuppige buckelquader
    zu sehen winzig
    vier gestalten
    heilige könige
    hodschas oder hirten
    vier aufgerichtete
    den schwerpunkt senkrecht
    über der erdmitte
    ihr scrotum lassen sie hängen
    im dunkeln versteck
    und ihre gedanken darüber
    sie werden
    gewiss
    das ufer erreichen
    vier russen am tisch
    vielleicht
    die füße abgespreizt
    oder drei anatolier
    und ein gelbblonder aus sivas
    ich weiß, denkt der eine,
    was der unterschied war:
    ich war stolz auf dich
    aber du
    du schämtest dich meiner
    eine kleine zeltstadt steht
    verloren am rand
    vor dem schatten der welt
    ich will,
    denkt der andere,
    kurzhaarige linke rundgesichtige lehrerinnen
    aber die sind im yol in kreuzberg
    oder an alis dönerbude in klosterneuburg
    so wie der himmel heut ist
    hat gott bei seurat oder pisarro kopiert
    Allah
    Bismillah
    denkt bildlos der dritte
    und der vierte freut sich
    auf seine ziegen
    die lehrerinnen verblassen
    ihnen jetzt schon
    und dass sie vor wien standen
    ist ihnen kaum mehr bewusst
  • 22.07.01, 10:26
    uisgeovid

    AW: adieu sentiment

    Mag sein, Robert, dass der Text schlecht ist, das hindert mich aber nicht daran, eine eventuelle Neubearbeitung ins Auge zu fassen, weil ich Tendenzen wahrnahm, die lohnend mir erschienen. Narzissmus? Ohjemine! Jedes Schreiben ist narzisstisch! Jedwede Besch?ftigung mit Literatur frönt den narzisstischen Trieben. Das sollte bekannt sein. Außerdem ist Narzissmus kein Schimpfwort, weil jeder Mensch, Männlein und Weiblein, narzisstische Elemente in sich trägt, ja, sie zum Leben braucht wie den Sauerstoff zum Atmen. Bei Freud, auch wenn es Euch nicht schmeckt, könnt Ihr's nachlesen, aber das gab's schon vorher. Also komme mir niemand mit Narzissmus. Es sei denn, man meint den krankhaften Narzissmus, der pathologisch übersteigert bis zum Suizid führen kann. Also: tout le monde frönt dem Narzissmus!!!

    Marina, was ist, bitteschön, am Ausgraben verwerflich? Spurensuche hier im Forum zeigt Prozesse auf. Sicherlich auch Unbequemes, doch dient es einem Zweck. Also komm mir nicht mit kryptischen Verweisen, werde konkreter, wennst magst.
    Schade, buh, Deine Antwort ist leider zu hermetisch, Robert könnte sagen, zu elitär. Die ersten zwei Zeilen treffen noch den Ton, ich fand sie gut und spannend, aber dann gehst Du in die Tiefen Deines Schneckenhauses, in dem nur Du Dich auskennst, ist doch klar.

    herzlichst uis
  • 21.07.01, 22:48
    buh

    AW: adieu sentiment

    das vergessen vergessen
    stetig auf der kante der welt
    mutieren
    von zu
    neigung
    leben
  • 20.07.01, 22:17
    Marina

    AW: adieu sentiment

    Da kommen die Ausgräber des Weges. Sie tragen ihre Waffen bei sich. Stumpfes Werkzeug.

    Wer den König trifft, ist sehr glücklich und lacht mit ihm, wenn sie will.
  • 20.07.01, 21:50
    rodbertus

    AW: adieu sentiment

    Stimmt, Uis, viele viele Mißverständnisse, die nicht weiter und tiefer thematisiert wurden. Müssen sie auch nicht, aber Kommunikation bedarf mehr als eines angezeigten Mißverstehens, man muß sich schon unterhalten können.

    Ich halte den Ordnereingangstext nach wie vor für ausgesprochen schlecht. Da ist nichts Gelungenes, kein Fluß, keine Verdichtung, nur Narzißmus, bestenfalls, diese behäbige Überbeugen des Geistes über die Ungeistigen bzw. des Geistes Losen.
  • 20.07.01, 18:55
    uisgeovid

    AW: adieu sentiment

    Ein Ordner gespickt mit einigen Missverständnissen. Angesichts der guten Flussprosa hole ich ihn wieder hoch, um die Gedanken an Lyrik nicht untergehen zu lassen.

    Man liest das Nena-Zitat und erwartet etwas Anderes, auch noch nach dem "adieu". Dann aber kommt ein geradezu gehetzt und redundant sich verabschiedender Sprecher bis in die letzte Zeile. Das Gedicht ist einziger Ausdruck des Ringens nach Form für einen verlorenen Inhalt, von mir aus für eine verlorene Liebe, für ein verlorenes Gedicht, für ein verlorenes Bild, das nur schemenhaft in den Erinnerungstiefen evozierbar erscheint. Deshalb muss ein "Lektor" hier zuerst einmal sich vor den Kopf gestoßen fühlen. Aber halt, das war nicht fürs Lektorieren gedacht, sondern, wie die Fußnote sagt, fürs Singen. Aber auch hier sucht der Barde noch nach passender Form für die Minne und muss am Ende das Unmögliche einsehend sich von ihr verabschieden; insofern auch ein poetologischer Ansatz.
    Manchmal sind Gedankengedichte gut, wenn sie aus dem Augenblick geboren dann auch sofort aufgeschrieben werden. In diesem Falle aber hätte ich buh empfohlen, das Ganze ruhig noch ablagern zu lassen. Ich gehe mal davon aus, dass er heute daraus etwas Anderes machen würde, und es lohnte sich. Das Nena-Zitat bliebe, allein schon wegen der naiven Perspektive, dann folgte ein entschlackter und komprimierter Sechszeiler, in dem alles, alles stünde... ja, das wäre Ihr Preis gewesen.
    P.S.: bei der Aufzählung guter Dichter (Bob Dylan und so) fehlt noch einer: Schaut Euch mal ein paar von Grönemeyers wirklich tiefen Texten an und lasst Euch dann von der passenden Musik dazu weitertragen...
  • 06.07.00, 17:35
    buh

    AW: adieu sentiment

    Lieber Edgar,
    damit kann ich was anfangen, ich denke ich kann vielleicht genau das hier ein wenig lernen. Ausruhen. Erholsam schreiben. Einen Gedanken sich wie eine Taglilie, langsam, aber doch leuchtend sich entfalten lassen.
    Exkurs: bitte denk nicht ich sei ein Verächter des klassischen und romantischen Poems.
    "Füllest wieder Busch und Tal..." oder: "Gelassen stieg die Nacht ans Land...." oder "Meine eingelegten Ruder triefen...." machen mich tief ausatmen und weiten mein Herz.
    Alle Dichter, ich glaube so etwas ähnliches sagt oben auch Suse, stehen aber in einer Evolutionskette, reichen etwas an die nächsten weiter ebenso wie sie Altes auch in ihr Schreiben aufnehmen.
    Und da gibt es eben nach Goethe und Mörike und Meyer...usw.usw. inzwischen auch Trakl, Domin, Sachs, dann Brinkmann! Auster, Grünbein, Kling. Da ist die Welt drastischer geworden. Ein Liebesgedicht müßte (?) im Jahr 2000 auch ganz harte, ganz alltägliche, bitterböse Passagen enthalten, bis zum Abgrund (oder zur Gosse gehen und wäre doch, so empfinde ich es, ein ganz anrührendes Liebesgedicht. Von Ice-T oder Fettes Brot zu schweigen. Ja, hast recht, ich mache soooo gern Seitensprünge zum Trash! Sag, was hältst Du von Bob Dylans Texten?? Sind natürlich noch besser als meine.
    Das zum einen.
    Zum anderen: ich bin zwar, was die Haarfarbe angeht, schon der "Sale e Pepe"-Altersklasse zugehörig,aber was das Schreiben betrifft junger Wein! Brausend und unausgereift. Ich weiß, dass ich noch viel an meinen Texten entwickeln muss, ich rechne mit Deiner Hilfe! Gut, werde mal zuallererst (hier) einen nicht drängelnden Text versuchen. Nicht böse sein, wenns erst im 20 Anlauf gelingt, ja?
    Grüße und Versfüße
    buh
  • 05.07.00, 22:34
    aerolith

    AW: adieu sentiment

    SuseL? Ist das hier von Dir?
    Zitat: SuseL
    In sich selbst zurückkehren,
    in einen vertrauten Gasthof.
    Dort schlägt die Artistin
    um die Amsel
    einen Bogen.
    Hier bin ich
    öfter.
    Wenn ja, will ich Dich auch herzlich begrüßen, SuseDuse. Auch wenn Du Dich nicht anmeldest, was aber Deiner Gastrolle keinen Abbruch tut, sofern Du nicht eigene Ordner eröffnen möchtest.

    Dieser obige Eingangstext (vom 28. März 1999) hatte mir dato gut gefallen. Er hat Verve, ist aber nicht ausgereift. Da steckt viel drin, viel Gore. Erzähl mir ein bißchen davon!

    Doch hier sind wir bei buh zu Gast. (Entschuldige, buh!)

    Ich weiß nicht, buh, ich habe Schwierigkeiten mit Deinem zuweilen drastischen Schreiben. Du stößt und drängelst mich. Ein Schauplatz jagt den nächsten, ein komplexer und zuweilen auch schöner Gedanke stößt den anderen weg. Ich habe gar keine Zeit, mich mal ein bißchen aufzuhalten. Warum eilst Du immer so?
  • 05.07.00, 19:59
    buh

    AW: adieu sentiment

    [..]Hallo,

    Hier möchte ich eine weitere Variante zu "Wind" vorschlagen. Und, Buh, wärs nicht spannend, einmal einen Ordner aufzumachen, wo über Kriterien der Lyrik diskutiert würde?

    gänsemagd

    im feld hüt ich worte
    für die leblosen dinge
    dem torbogen sag ich
    und dem ofen den vers

    es gibt kaum mehr zauber
    ich weiß keine sprüche
    das alte vergass ich
    bis auf meinen kamm

    der wind nimmt dem kärtchen
    seine hoffnung sein hütchen
    ich schreibe ich schreibe
    und stecke mein haar auf
  • 05.07.00, 01:02
    buh

    AW: adieu sentiment

    ok buh, nicht analysiern, keine Geschraubtheiten, ein, zwei Ortsnamen seien Dir gestattet.

    Cafe, Windsbraut

    gefühlte wärme: körpergleich
    weht sie, die windsbraut
    durch die arkaden, läßt des alten manns ausdruck
    unsicher werden
    da er sie träumte, so wie sie über ihn kam
    leger wie das ende der tage

    meine wahl ist sie nicht
    doch tränen die augen mir
    dass sie mich trockne

    den kopf im nacken erscheint mir stuttgart
    ein san francisco des mittags
    die menschen bei mir fühlen ihn ähnlich
    den wind, wie er sagt:
    komme gleich wieder ums haus oder:
    alles vergeigt

    du wirst requisiten brauchen um dies zu lesen
    eine kellnerin, einen hund, einen schloßpark
    russisch mußt du nicht sprechen
    aber mit händen sie greifen

    die luft, prall, nackt, kollernd , geschmeidig
    ja sie gehört uns die braut
    wenn sie uns fliehend umarmt


    [Diese Nachricht wurde von buh am 05. Juli 2000 editiert.]
  • 05.07.00, 00:56
    aerolith

    AW: adieu sentiment

    [..]

    Daß Sissy ausgerechnet den Teint vollends austankt, das mag noch hingehen, aber, Franziska L, ich habe da das bange Gefühl, daß bei Dir das Gefühl doch eher in der Zwerchfellgegend sitzt, nicht aber im cerebralis maximus. Wo auch immer!
    buh, die Gedankendichte Deines trash-textes bist Du schuldig geblieben. Nein, Du sollst jetzt nicht analysieren. Ich glaube, es ist andersherum: Du hast vorab analysiert, dann geschrieben. Ist das nicht -die- unsere Berufskrankheit?
  • 04.07.00, 21:56
    buh

    AW: adieu sentiment

    Das ordentliche deutsche Stück Literatur ist recht gut gebaut, kann relativ stimmige Dialoge aufweisen und leistet sich kaum Ausrutscher. Zu dieser Art von Konstruktion gehört, dass man sich nicht kontrollierbaren Einflüssen gegenüber abdichtet, dass, vor allem bei den jungen Autoren, ein äußerer Erfahrungsraum eher stört. Man geht kein Risiko ein. Man bleibt clean.
    (Fr vom 4.7.2000, Bericht vom Bachmann Preis)

    Jeder Dichter bildet ein Glied in einer Kette, die nach ihm weitergeht. Es mag vielleicht großartig klingen, so von der Dichtung zu sprechen, aber eines ist es gewiß nicht: akademisch. Ich meine, Akademiker wissen in der Regel sehr wenig über Dichtung, sie erfahren sie nur von außen. Gewisse Akademiker sind ideale Leser, das schon, aber ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, Zusammenhänge aufzuzeigen. Das ist ihre Art zu lesen, so müssen sie lesen. Aber gibt es einen Grund, weshalb die Lesart eines Akademikers zum Paradigma dafür werden soll, wie wir ALLE lesen müssen?
    (Mark Strand)
    Dies als Anregung für Lektoren
    Kann es selbst nicht so gut ausdrücken, ähm, doch: ist nicht ein Kennzeichen von Neuem, dass es nicht GANZ verstanden wird?
    Freundliche Grüße

    Hi Sissy,

    hm, mit dem Lesefluss, das könnt schon sein. Obwohl: sieh mal vom Inhalt ab? Der Rhythmus?
    Über den Teint der Verdammnis denk ich mal in meiner Künstlergarderobe, vor drei bis vier Spiegeln, die mich gnadenlos aus verschiedenen Perspektiven mir selbst zeigen, nach. Ok? Resultat: stimmt, hab viel Vaseline zum Abschminken gebraucht! (g)
    Zu Nena: kennt ihr Henri Rousseau, den Zöllner? ähnlich geht es mir bei ihr. Es gibt eine Naivität, die unerreichbar schön ist. Da sind wir verbildet

    Buh (Trash-Liebhaber)
  • 04.07.00, 19:35
    Sissy

    AW: adieu sentiment

    ja, nena: geil, gell?
    *gg*

    hat ein paar knackige stellen, der text, buh.
    allem voran natürlich: der teint der verdammnis.

    als ganzes kann ich den text allerdings nicht sehen. dafür hauts mich zu oft raus aus dem lesefluss.
  • 04.07.00, 10:03
    Wolfgang R

    AW: adieu sentiment

    etwas manieriert vielleicht und absichtsvoll originell, aber die geschichte mit dem sentiment in unserer zeit lohnt durchaus lektüre und nachdenken.
    ein gedicht mit diesem nena-zitat einzuleiten ist natürlich der hammer...

    wolfgang
  • 03.07.00, 21:49
    Daphne

    AW: adieu sentiment

    Robert!!
    Ich will ja nicht meckern, mag Dich auch leiden, aber manchmal hast echt einen in der Pfanne! Was ist das für ne Art?? Geziemt sich das einem Lektor? Kann er seinen Unmut nicht etwas unprolliger veranstalten?
    Haste Frust? Keinen manierlichen Abgang?
    Kannst das nicht anders ventiliern?

    Böse guckt
    Daphne
  • 02.07.00, 21:38
    Robert

    AW: adieu sentiment

    Darüber muß ich erst einmal nachdenken, ob sich darüber das Nachdenken lohnt.

    später...

    Also buh! Das ist doch nicht dein Ernst? Ist ja furchtbar.

    Zitat:alle vermutungen haben den teint
    der verdammnis
    Was hat dich denn da gebissen? Da stülpen sich ja die Fußnägel um! Der TEINT der VERDAMMNIS??? Da les' ich gar nicht weiter.
    Willst du mich verarschen? Nun red mal! Was hast du dir dabei gedacht?
  • 02.07.00, 18:54
    buh

    adieu sentiment

    adieu sentiment

    hast du etwas zeit für mich
    singe ich ein lied für dich
    (nena)


    adieu
    sage ich dir vom abgesplitterten tischrand
    aus, greife jedoch bis zum kap
    und zu den äußersten sehnen
    meines erinnerungsleibes
    unvermutet sind wir
    im abschied wieder vereint

    nirgends narben wie hier
    nirgends spreche ich leiser
    alle vermutungen haben den teint
    der verdammnis und weder
    werd ich dich suchen, noch tauchst du
    in meiner wohlaufgeräumten welt
    wieder auf.

    (alle engel sind schrecklich
    doch rilke ist nichts
    als des gefühlvollen anfangs
    und wie gerne baden wir heut
    im sentiment
    des letzten jahrhunderts
    welches gelassen verschmäht
    uns zu verfolgen)

    neue reime sind binnen
    und um nicht opfer zu sein des entleerten
    hohlgeflossenen lebens
    bleiben wir kalt noch
    im weinen

    von einander
    gingen wir doch schon im anfang
    nie war asymptotisch der drang
    in unseren adern, prall mit blut
    zwar bis zum zerstieben
    blieben wir form, unverrückt, lange geplant
    sag ich adieu dir
    heut abend und immer

    (aus:chansons de braves, von buh geschrieben im abend)

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