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Thema: Wahlomat

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  • 25.09.17, 20:24
    aerolith

    AW: Wahlomat

    Ja, ich spürte bei ihm eine große Befreiung. Die SPD darf wieder Oppositionspartei sein und die Arbeit leisten, die ihr zusteht: Einsatz für die kleinen Leute. Ich habe diese Arbeit in den letzten Jahren sehr vermißt. Die basis sollte auf jeden Fall noch befragt werden. Ich bin mir sicher, daß sie den Schritt weg von der Union goutieren wird. Es ist der SPD noch nie bekommen, sich mit der CDU/Zentrum zu arrangieren. Das ging 1930/32 schief, funktionierte mal 1966/69, aber funzte in den letzten Jahren überhaupt nicht. Immer, wenn sich die SPD als staatstragend in einem kapitalistischen Gemeinwesen begreift, schadet das nicht nur dem Gemeinwesen, sondern v.a. ihr selber. Ich hoffe sehrlichst, daß sie sich wieder ihrer Kernaufgabe widmet. Das würde sie für meinesgleichen wählbar machen.
  • 25.09.17, 19:17
    Streusalzwiese

    AW: Wahlomat

    Bemerkenswert fand ich, dass Schulz das erste Wahlversprechen schon vor der ersten Hochrechnung gebrochen hat. Er wollte eigentlich die Mitglieder über die Fortsetzung der großen Koalition entscheiden lassen.
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1167832.html
    Davon war nach der ersten Wahlprognose keine Rede mehr.
    Bemerkenswert war auch sein Auftritt in der Elefantenrunde. Wenn er schon im Wahlkampf so offensiv aufgetreten wäre, dann wäre die Wa<hl möglicherweise anders gelaufen.
  • 25.09.17, 14:57
    aerolith

    AW: Wahlomat

    Die Prognosen erwiesen sich als weitgehend richtig. Erstaunlich. Kleine Abweichungen.

    Bei der Elefantenrunde gab es Vorwürfe an die AfD, rassistisch zu sein, in ihren Reihen antidemokratische Elemente zu goutieren und dergleichen mehr. Meuthen reagierte defensiv, gab sogar vor, konstruktive Oppositionsarbeit machen zu wollen. Warum? Warum gab es keine Offensive in dem Sinne, als daß doch jeder sein Recht habe, im Diskurs gerade die Kraft der Demokratie läge, wenn sie es aushält, daß eben auch etliche gegen sie sind, jedenfalls gegen das, was landauf, landab als Demokratie bezeichnet wird. Das genau muß doch eine alternative Partei leisten, eben KEINE Parteidiszplin, die doch nur wenigen nützt, aber dem Diskurs am Ende schadet, weil alles dieser Mehrheitsmeinung untergeordnet werden muß.

    - NACHHER MEHR -
  • 24.09.17, 00:34
    saulchen

    AW: Wahlomat

    ich glaube die wahl wurde vor den augen aller 1990 im westen entschieden.
    ich glaube nicht an den wahlomat; ich plädiere für die autonomie der entscheidung des menschen gegenüber der entscheidung eines taschenrechners mit plastikaugen und falschen wimpern, bin auch gegen die ganzheitliche digitalisierung, sowieso gegen die geheimdienstverseuchte silicon valley ware.

    ich bin für die autonomie.
    ich geh doch nich wählen, ich bin doch nich blöd.
  • 23.09.17, 11:20
    aerolith

    AW: Wahlomat

    In den letzten drei Wochen übertreffen sich die Wahlforschungsinstitute mit rückläufigen Zahlen für die Systemparteien, die FDP ausgenommen.

    erstellt von ntv:

    Merkel und ihre Union gehen mit Vorsprung in den Umfragen in die Bundestagswahl am Sonntag. Allerdings müssen CDU und CSU mit Verlusten im Vergleich zum Ergebnis von 2013 rechnen. Letzte Umfragen sehen die Union zwischen 34 und 36 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte sie 41,5 Prozent bekommen.
    Nach aktuellen, am Freitag veröffentlichten Umfragen steht die SPD bei 21 bis 22 Prozent. Die AfD käme auf 11 bis 13 Prozent, die Linke auf 9,5 bis 11, die FDP auf 9 bis 9,5 und die Grünen auf 7 bis 8 Prozent. Realistisch erscheinen vor allem eine große Koalition aus Union und SPD oder ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen. Rund 61,5 Millionen Deutsche sind zur Wahl aufgerufen. Die Wahllokale haben von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
    Ich glaube, die Wahl wird diesmal im Westen entschieden, genauer in NRW. Das Stammland der SPD wird die SPD abwählen, die froh sein kann, wenn sie 20% schafft. Ich tippe auf 17%. Zu wenig überzeugend war Schulz, dem man seinen Einsatz für Deutschland schlichtweg nicht abnimmt und dessen Attitüde, fortan besser zu regieren, unglaubwürdig bleiben muß, denn die SPD regiert letztlich seit 20 Jahren.
    Die GRÜNEN könnten ihre Klientel noch einmal aktivieren, also die 5% schaffen. Es wäre allerdings besser für sie, wenn sie, wie die FDP in den ltzten Jahren, in die APO geriete, denn dann müßte sie sich neu aufstellen.
    Gewinner dürften vier Parteien werden: CSU, AfD, LINKE und FDP. Ich sehe die FDP auf Platz drei, vielleicht sogar Platz 2. Viele haben sie im Fokus und glauben den Versprechungen Lindners. Ich glaube ihm nicht.

    Jedenfalls bin ich gespannt, wie die Wahl ausgehen wird.
  • 03.09.17, 15:13
    aerolith

    Wahlmanipulation der Systempresse

    erstellt von handelsblatt

    Einen Monat vor der Bundestagswahl weiß nach einer Umfrage fast die Hälfte der Wähler noch nicht, für wen sie am 24. September stimmen will. Mit 46 Prozent sei der Anteil der Unentschiedenen so kurz vor der Wahl so hoch wie noch nie in den vergangenen 20 Jahren, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwoch), die die Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegeben hatte.






    Gleichzeitig sei auch der Anteil der Wähler, die den Ausgang der Wahl schon vor dem Wahltag für entschieden halten, mit 45 Prozent so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung.
    In der Sonntagsfrage liegt die Union in der Allensbach-Umfrage gegenüber dem Juli unverändert bei 39,5 Prozent, währen die SPD einen halben Punkt auf 24,5 Prozent verliert. Die FDP würde mit zehn Prozent drittstärkste Kraft vor der Linkspartei (acht Prozent) und den Grünen (7,5 Prozent). Die AfD, die in einer Umfrage Anfang des Jahres noch drittstärkste Kraft war, würde nach dieser Umfrage nun mit sieben Prozent als kleinste Partei in den Bundestag einziehen.
    Was stimmt hier nicht? Klar, da wird dem Leser suggeriert, daß etwa 40% für die CDU seien. Zugleich sollen 46% der befragten Wähler oder der Befragten generell, das ist aus dem Text nicht herauszulesen, angegeben haben, noch unentschlossen zu sein.

    Streichen wir die Unentschlossenen heraus und setzen deren Anteil bei der CDU auf 0, was unrealistisch ist, aber hier erst einmal das Klare vom Unklaren scheidet, so verringert sich der Anteil der CDU-Stimmen auf 21,9%. Mit 21,9% läßt sich allerdings keine Wahl gewinnen. Wir sind hier nicht in Holland. Wahrscheinlich ist, daß eher weniger als 40% von den unentschlossenen 46% ihr Kreuzchen bei der CDU machen, denn die CDU ist eine Partei, bei deren Nennung gegenüber einem Befrager man keine Angst haben muß, in irgendeiner Weise gescholten zu werden, also dürfte der Anteil der CDU-Ja-Sager bei den Unentschlossenen eher niedriger ausfallen. Zudem dürften sich viele sagen, da sie annehmen müssen, daß die Wahl ja eh entschieden sei, daß sie dann auch das wählen dürfen, was sie eigentlich wollen. Ich tippe demnach auf ein grandioses Ergebnis der FDP, zumal ich schon drei FDP-Wähler kenne, die bei der letzten Wahl dort NICHT ihr Kreuzchen gemacht haben, diesmal aber schon so wählen wollen. Die GRÜNEN dürften es diesmal nicht schaffen, obgleich sie in dieser Umfrage mit etwa 8% verortet werden, d.s. tatsächlich 4,3%. In diesem Bereich verorte ich sie auch. Die SPD dürfte abstürzen, wahrscheinlich unter 20%. Da wette ich drauf. Spannend bleiben für mich die Anteile der AfD und der LINKEn. Ich tippe bei beiden auf etwa 12%. Sahra ist das Original, Schulz wird nichts reißen. Und die AfD wird klar erkennbar als einzige wirkliche Oppositionspartei wahrgenommen, also viele Protestwähler binden. Mich nicht. Ich bin zwar auch Protestler, kann aber mit liberal-nationalistischem Getöse nichts anfangen, eben weil ich ein Patriot bin. Ich wähle konservativ, also eine der kleinen Parteien, die über den parteipolitischen Tellerrand hinausgucken und das Ganze im Blick haben.

    Klar jedenfalls dürfte sein, daß die Wahl offensichtlich noch lange nicht entschieden ist, denn weder kennt man die Wahlbeteiligung, noch weiß man, ob von den Unentschlossenen dann ebenfalls wenigstens 40% für Merkel stimmen werden.

    P.S. Kein Wunder, daß die Prognostiker beinahe immer danebenliegen.
  • 02.09.17, 10:20
    Michael

    AW: Wahlomat

    Aber hat man in der ehemaligen Welt der Pionierleiterin nicht einen permanenten Wahlkampf um die Köpfe der Menschen betrieben?

    Ob die Orwell´schen "Unsinnssprüche" nicht am Ende doch aus dem gleichen Gedankenministerium stammen?

    Wir leben in einer Zeit, in der privatisierte Gedankenministerien uns vorgaukeln, eine Wahl zwischen Graden von Fehlwahrnehmungen zu besitzen.

    Wie es halt gestern ein Bürger in Aachen beim Abholen seiner Jodtabletten formulierte:

    "Wenn "die Situation" wirklich so dramatisch ist, DANN läuft hier etwas falsch". Wenn es einem Staat nicht mehr gelingt, die berechtigten Lebensinteressen seiner Bürger international (gegen Konzerninteressen) juristisch durchzusetzen, leben wir in einem bedeutungslosen Staat, der die berechtigten Ängste und Lebensinteressen seiner Bürger auszublenden gezwungen ist.

    Wenn die Illusion verkauft wird, wir hätten die Wahl (und die Pflicht nach Verfassung), uns für den Schutz des Lebens einzusetzen, verstößt die Regierung in vielen Fällen gegen die geltende Verfassung. Es ist mit meiner Würde nicht vereinbar, das Recht auf Leben, Würde und körperliche Unversehrtheit an "Investoren" auszulagern, die, im "Schadensfall" (ohnehin gänzlich unversichert) ganze Teile der Republik unbewohnbar machen werden.

    Wenn wir nicht die Wahl haben, eine Politik zu wählen, die dafür "sorgen" kann, in einem Land zu leben, das nicht dem Terror der Ökonomie unterworfen ist, sind Wahlen ebenso unnötig wie damals in der Welt unserer Pionierleiterin. Mir fiel gar nicht auf, dass das Wahlplakat ein Fake sein könnte; es wurden doch immer "Wahlergebnisse" veröffentlicht, obwohl wir - wie jetzt auch - im Prinzip nur für die Fortführung der Verwaltung des bewusst in Kauf genommenen Totalausfalls des Lebenssystems stimmen können.

    Es gibt keine Partei, die, falls sie an die Macht käme, die Macht besäße, tatsächlich den Inhalt "beider" Plakate aus zeitlich verschiedenen Gedankenministerien umzusetzen. Es wird die Illusion verkauft, wir könnten ruhig weiterschlafen, halt nur nicht mehr in Aachen...

    Wenn die Frage, ob wir hier "gut und gerne" leben können, von der Willkür fremder Mächte und "Dämonen" abhängt, wie frei sind wir dann in unserer Wahl überhaupt? Warum sollte ich etwas legitimieren, das nicht die Macht besitzt, der Verfassung Gültigkeit zu verleihen? Wäre dies nicht am Ende gar der Verfassung widersprechend?

    Ob Klima, Wirtschaft und Arbeit, Finanzen und Soziales, Bildung und Kultur, Sicherheits- und Außenpolitik, es gibt keinen Bereich, in dem uns wirklich "reiner Wein" eingeschüttet wird. Doch "Märkte" und "Demokratie" haben eines gemeinsam: Sie können nur funktionieren, wenn vollkommene Information und damit Transparenz gegeben ist. So können wir zwar für einen Slogan des Gedankenministeriums stimmen oder nicht, dem Gefangendilemma, das unser "gut und gerne" hier nicht unser eigener freier Wille sein kann, entkommen wir dadurch zumindest nicht.

    So müsste der Slogan eigentlich heißen: "Für ein Deutschland, in dem internationale Investoren gut und gerne leben". Doch kann die Made im Speck unbegrenzt wachsen und dieses Wachstum erfolgreich Erfolg nennen? Wohin laufen wir denn?

    Das, was sie zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Gedankenministerien verlauten ließen, lag und liegt nicht in ihren Händen. Was anderes als Angst und den Zwang zur Ausblendung berechtigter Lebensinteressen - der Bürger um Aachen und die ASSE herum - kann die Politik gewinnen, die vorsätzlich unhaltbare Versprechen gibt?

    Was - außer Angst - kann die bewusste Lüge daher einbringen? Ein bedeutungsloser Staat innerhalb einer global identischen Machtstruktur erzeugt Angst. Für die Politik muss es daher ziemlich blöde sein, Dinge versprechen zu müssen, von denen sie ganz genau wissen, dass es nicht in ihren Händen liegt, sie einzuhalten.

    Wer Illusionen vorspiegelt, wird Angst ernten. Die Angst der Politik vor dem Bürger, die zu allen Zeiten die Notwendigkeit für Gedankenministerien bedeutete. Ist die Politik wirklich frei, das umzusetzen, was sie verspricht? Wenn sie bewusst das Blaue vom Himmel herunterlügt, führen sie ihr Volk jedoch vorsätzlich hinter die Fichte. Wer glaubt, alle für immer hinter die Fichte führen zu können, braucht nur in den Wald zu rufen, um den Fluch des Verrats am eigenen Gewissen als lautes Kriegsgeschrei zurückschallen zu hören.

    "Sie verkaufen uns für blöd", ist also nicht ganz richtig: Sie verkaufen uns an Hein Blöd, wie im Norden gesagt werden würde. Fragmente von Wahrheiten können kein ganzes Bild ergeben und wie Wahrheit zu dem wird, was grad nutzt, zeigte mir mein flachbrüstiges "Hereinfallen" auf ein Wahlplakat, das keine Wahl bot.

    Und es ist schade, dass es sich nicht um SELBST-Herrlichkeit handelt. Es ist das dickfellige Ego, welches "herr"-lich wirken möchte. Wenn wir jedoch bewusst Illusionen wählen, können wir "hinterher" nicht wieder sagen, wir "hätten nichts gewusst"...

    Nee, wir wussten nichts und meinten, eine Entscheidung treffen zu können, über Dinge, die wir bis jetzt nicht in ihrer Ganzheit sehen...
  • 01.09.17, 17:55
    aerolith

    AW: Wahlomat

    Willi, Du solltest als jemand, der die Macht der Rhetorik kennt, schon differenzierter argumentieren. Daß es sich bei dem "DDR-Plakat" um ein Fake handelt, liegt auf der Hand, da in der DDR kein Wahlkampf betrieben wurde, sondern Parolen dafür da waren, die führende Rolle der SED zu preisen. Aber eines gab es in der DDR auch sehr oft, die Betonung des Stolzes über die erreichten Leistungen, immer im Kontext des Schulterschlusses von Partei und Volk.

    Genau die gleiche Rhetorik ist es, die Merkel resp. die CDU hier verwendet. Sie tun so, als ob die CDU für Deutschland stünde, imgleichen Deutschland ohne die CDU ohne Kuschelattitüde auskommen müßte. Ein Wahlplakat sollte auf die politischen Ziele einer Partei hinlenken und keineswegs dem Personenkult frönen, zumal in Deutschland keine Direktwahl des Kanzlers stattfindet, sondern nur Parteien und Einzelpersonen in den Wahlkreisen gewählt werden können.

    Staat- und Parteilichkeit sind auf dem Merkelplakat eins geworden. Das ist typisch für Diktaturen, auch wenn sie in der BRD sanft daherkömmt, so bleiben doch die frappanten Rechtsbrüche der Exekutive allen im Gedächtnis, die Rechtsbewußtsein besitzen und für die Gewaltenteilung kein Fremdwort ist. Zwar besitzt der Kanzler der BRD das Recht, politische Entscheidungen zu fällen, die aber dürfen meines Wissens nicht im Gegensatz zu Verträgen und Gesetzen stehen. Da diese Gesetze auch aposteriori nicht geändert worden sind, bleibt der Rechtsbruch (die Grenzöffnung für Flüchtlinge aus sicheren Drittländern) evident.

    Für mich rundet sich mit dem CDU-Plakat das Bild. Die Kanzlerin kehrt an die Ursprünge ihrer Wesensbildung zurück. Und auch wenn das DDR-Plakat ein Fake ist, so kann ich mir doch vorstellen, daß es in der DDR gestanden haben könnte, nein, andersherum, ich könnte mir beinahe vorstellen, daß das CDU-Plakat in der DDR hätte gestanden haben können, wenn da nicht das Wort "Deutschland" stehen würde.

    Und das ist doch sehr bedenklich, daß ich mir vorstellen kann, es könnte so eine translatio regni geben, und mit mir können das etliche ältere Herrschaften in meiner Familie (das Photo schickte mir ein Onkel), die bislang stets CDU wählten, das in diesem Jahr aber nicht tun werden, weil sie die Politik und das Gebaren (die Rhetorik) der Kanzlerin allzusehr an DDR-Selbstherrlichkeit erinnern. Wie gesagt, Du solltest das unterscheiden können. Habe ich Dich etwa überschätzt?
  • 01.09.17, 16:39
    Willi Wamser

    AW: Wahlomat

    Bisschen schwachbrüstige Kommentare absetzen, sich nicht so intensiv vergewissern, ne deliberative Floskel spenden, damit man auf keinen Fall auf die Nase fällt, breitbeinig davonstaksen.

    https://www.merkur.de/politik/entlar...r-8639377.html

    https://www.mimikama.at/allgemein/11-parteitag-der-sed/
  • 01.09.17, 10:29
    Michael

    AW: Wahlomat

    Das ist wirklich bizarr. Aus welchem Jahr stammt denn der "Grundgedanke"?

    Es ist zumindest einmal eine Wahl, bei der der Herr Horst schon vorab den Innenminsister fordert.

    Und Herr Gabriel verkündet die Wahlniederlage gleichfalls vorab. Alles gut, wird uns gesagt...

    Wann wird der neue Vierjahresplan verkündet? China, unser neuer großer Bruder hat es auch nicht so mit Wahlen, die einen offenen Ausgang besitzen.

    Ob uns unsere Pionierleiterin nicht doch zum Sieg der kommunistischen Weltrevolution führen möchte? Jetzt stehn wir hier, vor schuld´ger Tür und wollen die Geister nicht gerufen haben...

    Spannend ist nur das Abschneiden der AfD, ich tippe mal auf 11,5 %... Gähnende Langeweile, schauen, was Sonntag folgt...

    Fragmente von Schwachsinn und substanzloser Bockmist. Was lernen wir daraus?
  • 01.09.17, 06:51
    aerolith

    AW: Wahlomat

    Ich glaube, wir brauchen für die diesjährige Bundestagswahl keinen neuen Ordner. Der Wahlkampf ist gähn. Ich kann keine mich goutierende Bewegung erkennen, die, dem undemokratischen Wahlgesetz sei Dank!, Einzugschancen in den Bundestag hat. System allerorten, mehr oder weniger liberal ist jede der aussichtsreichen Parteien, auch die sogenannte AfD ist KEINE Alternative, weil kapitalistisch-liberal-nationalistisch orientiert. Wahrscheinlich werde ich es nicht mehr erleben, daß sich eine wahrhaftig konservative Bewegung auf den Weg macht, um für ALLE Menschen hierzulande und die Welt eine politische Grundordnung zu schaffen, in der jeder sein Glück finden kann. Ich kann nur Einzelinteressen, Parteiinteressen, Teilinteressen und dergleichen Bockmist erkennen.
    An der Spitze der Regierung die Pionierleiterin aus alten Tagen, die es nun sogar schaffte, einen Slogan aus der sie prägenden Zeit in die BRD zu übertragen. Wer kann zu dem folgenden Slogan schon nein sagen?

    Anhang 340

    Oder ist das ein Fake? Mich würde das jedenfalls nicht überraschen.
  • 05.09.16, 10:16
    andere-dimension

    AW: Wahlomat

    Ich bin nach wie vor ein Befürworter der natürlichen Selektion - leider gibt es dafür am Wahlomaten keine Partei. Wenn sich der Löwe ein Bein bricht, dann wird er in sengenden Hitze verrecken. Kein anderer Löwe wird ihn füttern. Der Mensch hat sich schon immer "nur" um seine eigene Gruppe gekümmert. Der Staat ist als große Gruppe zu sehen. 47% der in dritter Generation hier lebenden Türken stellen die Scharia über unser Grundgesetz. Eine erschreckende Zahl. Bei den Neuankömmlingen dürften es wohl 90% sein, die ihre Religion über unser Grundgesetz stellen. Sie passen also nicht zu unserer Gruppe, haben auch mehrheitlich kein Interesse daran etwas zu ändern. Sie ihrem Schicksal zu überlassen wäre eine Form der natürlichen Selektion - das ist nicht christlich, aber auch nicht unmenschlich. So oder ähnlich denken 20% der Europäer...Deutschland ist da nur ein Nachzügler. Die AfD war längst überfällig und unterschwellig schon immer da. Wenn das Rettungsboot voll ist, dann müssen alle anderen mit dem Schiffe sinken und ertrinken...ansonsten kentert das Rettungsboot und alle sterben. Das sind unbequeme Wahrheiten, aber Wahrheiten - diese auszusprechen muss erlaubt sein. Die Etablierten sind nicht weniger populistisch als die AfD. CDU/CSU hatten bis in die 80er Nazis in hohen Ämter, Die Grünen wollten das Kinderficken legalisieren, Die Linken beheimaten Stasi-Funktionäre und Terroristen, die SPD hält nach wie vor Sarrazin in der Partei..und und und...

    Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Das Ergebnis in MVP repräsentiert 1,2 Millionen Wähler und 3 Millionen Bürger. Das wird Frau Merkel noch nicht mal ansatzweise erschüttern. Bei der Bundestagswahl wird die AfD einstellig bleiben. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Wahrheiten von der Regierung unter den Teppich gekehrt - danach kommt das böse Erwachen. Eine weitere GROKO wird das Land in eine tiefe Depression stürzen unbd die Menschen werden wie Zombies durch die Straßen laufen.
  • 05.09.16, 09:46
    Michael

    AW: Wahlomat

    Meck-Vo-Pom zeigt auf, dass eine prominente Person auch hier gewählt würde, obwohl einem "beim Lesen des Wahlprogramms nur schlecht würde" (O-Ton AfD Wähler)

    Die Lehrerin daneben fragte sich, wie sie die "Wahl" ihren Schülern erklären solle...

    Ja: Wie wollen wir friedliche Koexistenz und eine freiheitliche Grundordnung vermitteln, wenn diejenigen gewählt werden, die für Intoreranz, Abgrenzung und restriktive Unfreiheit stehen?

    Vom grünen Vorsprecher hörten wir kleinlaut die "Stilfrage". Wenn 16 % keinen Politikstil finden, zeigt dies die auffasernde Struktur des demokratischen Lobbyismus.

    Als "mehr" kann ich diese Form von "Politikstil" nicht empfinden.

    Daneben wird immer deutlicher, dass diese "Formen von Stilen" nicht geeignet sind, die tatsächlichen Probleme zu lösen. Wenn jetzt 20 % Wählerstimmen im Parlament jede Regierungsbeteiligung ablehnt, weil Gauland die EU- und Bundesgesetze nicht "machen darf", wird die Ego-Überschätzung deutlich, die Menschen zu nestbeschmutzenden AfD-Meckerziegen macht. Was jedoch ihr unveränderbares Selbst nicht verändert, jeder Irrtum ist zeitlich begrenzt.

    Für 2017 sehe ich Ähnliches wie in Spanien auf uns zukommen. Meine Prognose: Sie finden bald keine Marionetten mehr, die für die Strippenzieher an den Fäden des Theaters die Kastanien aus dem Feuer holen.

    Politische Diversifizierung ist ein Synonym für das Auseinanderbrechen der Gesellschaft aufgrund einer rein physischen Weltsicht.

    Der Geist, der bei den G-20 gestern abschließend verkörpert wurde, zeugt vom verlogenen Materialismus. Dem Glauben, das Bewusstsein wäre von physischen Strukturen abhängig und darin determiniert.

    Die Physis, die bei solchen "Treffen" im Geist entsteht, findet halt keine PArteien mehr, die dieses vertreten könnten. Der Spalt, der zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft, ist durch politische Programme auf physischer Ebene nicht zu kitten. Es ist ein geistiges Problem, dass wir unregierbar geworden sind und es ist ein geistiges Problem, letztlich nur handlungsunfähige Parteien zur Auswahl zu haben.

    Ein globaler Wahlomat könnte bessere Lösungen hervorbringen, als die "Hungerspiele mit Menschenmaterial", die von den G-20 aufgeführt werden. Ohne eine globale Interessenvertretung, die den Strippenziehern des demokratischen Lobbyismus Grenzen aufzeigen, wird es bis zum Jüngsten Tag so weitergehen. Halt, nur solange, wie sie Marionetten finden, die mitmachen...

    Was ist die Lösung: Die panische Suche nach Wachstum!

    Dann halt Krieg, Hunger, Vertreibung, Menschenmord und Gewalt - um dieses Wachstum zu generieren.

    Auf die Idee, den Planeten zu reparieren, kommen die göttlichen Kleinkinder in ihrem Machtwahn noch nicht.

    Von den 1.5 Grad Celsius haben wir 1,2 auf der Uhr. Und ab 2050 wollen wir dann aber beginnen, uns verantwortlich zu verhalten. Bis dahin alles "freiwillig"...

    Wenn sich also knapp 20 % in diesem nihilisitsch suizidalem Possenspiel nicht beheimatet fühlen, ist es letztlich ein Fortschritt.

    Wohin uns die Bilderberger-Inszenierungen führen, die G-20 genannt werden, ist, dass nationale Demokratien bewusst an die Wand gefahren werden.

    Dann wird die These des "Staatsversagens" vom Monetariat in den Raum geworfen und die Parteien a´la AfD springen in diese Bresche, die vom übernationalen Kapital geschlagen wurde.

    Dieser Staat tut all-so alles, um sich selbst zu destabilisieren und kommt damit den Forderungen nach, sich selbst abzuschaffen.

    Meck-Vo-Poms neuer AfD König soll Radiosprecher sein. Seibert, unser Regierungssprecher wurde ja auch beim Staatsfernsehen abgeworben.

    Ja, es gewinnen die besten Lügen. Was soll die Lehrerin da noch erklären?

    Wenn die besten Lügen gewählt werden, sind wir jedoch unregierbar...
  • 05.09.16, 08:29
    andere-dimension

    AW: Wahlomat

    Sehe ich auf der einen Seite auch so - andererseits bringt es auch nicht viel...wenn mir das Mandat für meine Stimmen fehlt. Mit 1% werde ich gesehen, aber nicht gehört. Und Direktmandate sind ja auch heute schon möglich, auch für nicht im Parlament vertretene Parteien. Der Haken an der Sache; ich benötige die Mehrheit bei den Erststimmen.
  • 05.09.16, 06:34
    aerolith

    AW: Wahlomat

    Zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ich empfinde das nach wie vor als unglaublichen Skandal, daß in einer Gesellschaftsformation, die auf der Demokratie beruhen soll, 16,4% der abgegebenen Stimmen parlamentarisch NICHT abgebildet werden, d.i. jede sechste Stimme!
  • 16.03.16, 20:06
    Michael

    AW: Wahlomat

    Bleibe dabei: ein Wahlomat sollte von Zielzustand ausgehen.

    Fragmente von Zielzuständen, in "Teilmengenlehre" ausgedrückt,

    erzeugen noch keine belastbaren Schnittmengen.

    Von dauerhaften Schnittmengen ausgehend,

    könnte der Politik ein Handlungsrahmen aufgezeigt werden,

    der legislaturperiodenübergreifend eine Resonanz im Wählerbewusstsein findet.

    Ich finde die AfD nur in einem Punkt hilfreich:

    Als dritte Kraft im rechten Spektrum zerreißt sie die CDU / CSU Fraktion.

    Frau Merkel, als im Prinzip parteilose Kanzlerin, freut sich schon auf ihren Zapfenstreich 2017

    - danach geht uns das poliitsche Personal (Helmut Schmidt) leider völlig aus.

    Wahlomat wie infantilo Flasche leer, Struunz....
  • 15.03.16, 08:08
    Demokrat für Deutschland
    Die AfD will gar nicht (direkt) mitregieren - und das ist auch richtig so. Die AfD muss zunächst mal schrumpfen um (dauerhaft) zu wachsen. Klingt vielleicht komisch, ist aber logisch; jede der etablierten Parteien hat in ihren Anfängen einen Konsolidierungsprozess durchlaufen. Am Anfang docken sich alle möglichen Gruppierungen an, dann muss man schauen wen man gebrauchen kann und wen nicht - wer einen weiterbringt und wer einem schadet. Für die AfD heißt das, dass man sich von Leuten wie Höcke trennen sollte. Das wird die Prozentzahl zunächst halbieren, aber auf Dauer wird man wachsen.

    ...aber ebenso, und das hat der Sprecher der AfD richtig bemerkt, sollte jede Partei...bevor sie auf die AfD zeigt...erst mal bei sich selbst schauen. Die SPD hat einen Sarrazin und einen Edathy in ihren Reihen...die LINKE Stasis und Terroristen in Führungspositionen, die Grünen Junkies und Leute die Sex mit Kindern legalisieren wollen...die CDU hatte über Jahrzehnte wichtige Ämter mit Nazis besetzt...und welche Kriminelle zur FDP gehörten...das weiß auch jeder. Da kann ich von der AfD nicht verlangen, dass die auf Anhieb eine weiße Weste vorzeigen muss - dazu braucht sie Zeit und die Geduld ihrer Anhänger - in einer Demokratie sollte das möglich sein.

    Übrigens stimme ich aerolith zu, dass das Potential der Protestwähler wesentlich höher ist...als es sich im Wahlergebnis der AfD ausdrückt.
  • 14.03.16, 19:10
    Michael

    AW: Wahlomat

    Zitat Zitat von Demokrat für Deutschland Beitrag anzeigen
    Wir zeigen mit dem Finger auf Ungarn und die Türkei und meinen mit unserer Medienlandschaft wäre alles ok?!?
    Dahingehend stimme ich mal uneingeschränkt zu: Wir haben nicht nur ein Demokratieproblem, es fängt bei der Medienlandschaft an.

    Ob jemandem das Wahlergebnis gefällt, oder eben nicht - der Wille des Wählers ist zu be-achten. So wunderte es mich schon, dass keine Koalitionsmöglichkeiten mit der AfD in Erwägung gezogen wurden. Wenn der Wille des Wählers unbeachtet bleibt und sogar aktiv abgelehnt wird, ist die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft nicht verwunderlich. Volksherrschaft kann es nicht mehr wirklich genannt werden, wie der Wille des Souveräns aufgefasst wird.

    Diese Überheblichkeit wird in weiteren "Protestwählern" ihren Ausdruck finden. Immerhin: Aus dem Stand auf 25 % zu kommen, ist nicht einmal der NSDAP gelungen. Zumindest eine historische Klatsche für die vorgeblich demokratische Mitte.

    Ihr Ego ist angepisst und daher sind die Reaktionen derart dämlich. Sie stärken den Protest durch das Nicht-Wahrhaben-Wollen der ursächlichen Probleme. Das würde Eigenverantwortung bedeuten, untergräbt aber gleichzeitig den Absolutismus ihres Glaubens an diese Form von illusionärer Ideologie.

    Kurz: Sie müssten IHRE Wahrnehmung berichtigen. Damit würde das Eingeständnis historisch gewachsener Fehler einhergehen. Nun werden ihnen ihre Irrtümer auf dem Silbertablett präsentiert und doch wollen sie die Wahrheit weiterhin abwehren.

    Die Wahrheit ist, dass alle einem defizitären Grundparadigma auf den Leim gegangen sind. So kann sich dieser Staat nicht reorganisieren.

    Ihre Abwehrhaltung ist eine kindliche Trotzreaktion. Mit der AfD "spielen wir nicht". Auch wenn es 25 % der Wähler so wollen. Hätten sie (theoretisch) eine absolute Mehrheit errungen, müsste die AfD dann wie die Mursi-Brüder geköpft werden?

    So arbeitet der Selbsterhaltungstrieb ihres unerkannten Gruppenegos gegen sie, sie bemerkeln es halt nicht. Unterhalb dieser Bewusstseinsschwelle befindet sich die Erkenntnis, es (mit bisherigen "Rezepten") nicht auf die Reihe kriegen zu können. Doch würde dieses offen gesagt, müssten wir die fehlerhaften Grundparadigmen verändern.

    Widerstand gegen die offensichtlichen Wahrheiten führt zu deren Stärkung. Sie hassen sich selbst (für ihre anhaltende organisatorische Dummheit) so sehr, dass sie sich am liebsten abschaffen würden. Da sie es nicht können, stärken sie die Gegenkraft.

    Alles wiederholt sich, bis die Ursachen auf den Tisch kommen. Wenn wir zum dritten Mal dieses Muster erleben wollen, sollten wir mit diesem Schwachsinn weitermachen.

    Ein Wahlomat müsste die langfristigen Ziele definieren und damit eine Handlungsanweisung des Volkes abbilden, an der die Politik nicht vorbeikommt.

    Sie ziehen sich etwas unglücklich aus der Affäre, ist aber letztlich der erste Schritt zur Besserung.
  • 14.03.16, 16:57
    Demokrat für Deutschland

    AW: Wahlomat

    Bei den Bürgern im Osten des Landes gibt es keine "Wahltradition" - das sehe ich als Vorteil für die Menschen dort.. Im Westen ist man da oft seit Generationen auf eine Partei festgelegt. Opa hat CDU gewählt, der Vater ebenfalls - und so hat auch der Sohn gefälligst CDU zu wählen. Deshalb halte ich die Ergebnisse im Osten für realistischer - näher an der Wirklichkeit. Dass auch viele Linke zur AfD wechselten sehe ich nicht als Widerspruch. Die einen haben nichts und die anderen Angst davor das bisschen was sie haben zu verlieren.
    Der "Wettbewerb" findet in den unteren Schichten der Gesellschaft statt. Oben gibt es keine Verteilungskämpfe.
  • 14.03.16, 16:56
    aerolith

    AW: Wahlomat

    Pillepalle, AD2. Diese Belästigungen werden fortdauern und im Sommer verstärkt auftreten.

    Zur Wahl in Ostfalen: Zwei Dinge finde ich bemerkenswert:

    1. Von den 2016 zur Wahl gegangenen Nichtwählern des Jahres 2011 wählte KEINER (!) eine der Systemparteien, sondern entweder die AfD oder eine der anderen kleinen Parteien. Rechne ich das hoch, gehe ich bei den immer noch 40% Nichtwählern von einer satten Mehrheit für die Gegner des Systems aus. Das zeigt sich beinahe schon bei dieser Wahl, denn die LINKE wird hierzulande keineswegs als "Systempartei" begriffen - was sie de facto aber ist. So gesehen sind es schon bei 60% Wahlbeteiligung beinahe 50% Gegner des politischen Systems der BRD. Ich schätze den Anteil der "Protest"wähler auf weit mehr als 24,2%, wahrscheinlich etwa 70%. Die Systemparteien haben kein Interesse an einer hohen Wahlbeteiligung, sind also im Grunde demokratiefeindlich.
    2. Ich frage mich, warum es im ZDR Parteien gab, die Staatsfeinde waren, im Reichstag saßen und deren Anhänger weitgehend ihren Beschäftigungen nachgehen konnten. Wer heute als Staatsfeind gilt, hat es da viel schwerer. Ist das eine Nachwirkung der Nazizeit, die den Begriff des "Staatsfeindes" totalisierte und keine Binnendifferenzierung innerhalb ihres Machtbereiches zuließ? Welche Partei ist heute staatsfeindlich? Dürfte eine staatsfeindliche Partei wie seinerzeit die SPD heute überhaupt zur Wahl antreten? Ist unsere politische Freiheit geringer als die zu Wilhelms Zeiten?
  • 14.03.16, 08:16
    Demokrat für Deutschland

    AW: Wahlomat

    Die Etablierten geben der AfD die Schuld an deren Erfolg, anstatt die Schuld bei sich selbst zu suchen. Das dürfte all die Protestwähler, und nach den Analysen handelt es sich vor allem um Protestwähler...und nicht um Rechtsextreme, in ihrer Wahl bestätigen. Trotz Denkzettel glauben die Etablierten einfach so weitermachen zu können, da sie selbst ja alles richtig gemacht haben - Vollverarschung, oder Dummheit?!? Schaut man sich die Wahlbezirke an... wo der Ausländeranteil sehr hoch ist, wie z.B. Mannheim in BW oder Ludwigshafen in RLP...dann erzielte die AfD in diesen Bezirken besonders hohe Ergebnisse - das widerlegt die Etablierten in ihrer Meinung... Ausländerfeindlichkeit wäre gerade dort sehr verbreitet...wo man gar keine Berührung mit den Ausländern hat. Ist ja genau das...was man den "Ossis" immer unterstellt...nach dem Motto: "Wer selbst keine Kinder hat, der weiß nichts von Erziehung"

    folgende aktuelle Meldung wurde vor den Wahlen bewusst unterschlagen:

    http://www.focus.de/regional/oberhau...d_5354096.html

    Das war am Wahlmorgen bis 7:00 noch im Videotext von nt-v zu lesen, wenn auch verschachtelt und unter ferner liefen - wurde dann aber schnell gelöscht. Die Öffentlich Rechtlichen hatten das erst gar nicht veröffentlicht. In nt-v war auch zu lesen, dass es sich bei den 8 Männern um "Zuwanderer" handelt. Ich bin mal gespannt ob die Medien auf dieser Schiene weitermachen und wann der erste dagegen klagt. Wir zeigen mit dem Finger auf Ungarn und die Türkei und meinen mit unserer Medienlandschaft wäre alles ok?!?
  • 11.03.16, 20:20
    aerolith

    AW: Wahlomat

    Der Historiker in mir sieht einen absehbaren Lagerwahlkampf in der BRD. Die Vorboten sind schon da: Diffamierung des politischen Gegners, der aus dem Diskurs genommen werden soll, indem man ihn in Fernsehtalkshow bloßstellen möchte, in den Medien diffamiert oder halbwahre Details zu Ganzheitlichem erklärt. Diese Techniken wandten die damals "Systemparteien" genannten Verfechter der Weimarer Republik ebenfalls an. Das Ergebnis ist bekannt. Am Ende schlugen die Gefemten zurück und schafften alle anderen PArteien außer ihrer eigenen ab. Nun ist die AfD keine NSDAP, aber das Behandlungsmuster ihr gegenüber ist das gleiche. Genau wie in der Weimarer Republik ist es auch die SPD, die bei abnehmender Zustimmung nun immer mit im Boot der Regierung sitzen dürfte. Ich wette, daß sie am Ende des Wahltages dreimal an Stimmen verloren haben dürfte, aber in allen drei Wahlbezirken die Regierung stellt. Eigentlich müßte ja jeweils der Sieger in die Regierung. Aber das ist wohl zu demokratisch gedacht.
  • 11.03.16, 13:51
    Michael

    AW: Wahlomat

    Könnte es nicht sein, dass gerade die ultimative Irrationalität der Situation die Sehnsucht (also die Sogwirkung) nach Veränderung auslöst?

    Den Begriff der Koinzidenzien finde ich überdenkenswert. Kohärente konstante Koinzidenz könnte Kunst kreieren.

    Es wird gesagt, die Kunst würde die Welt aus den Fängen der rationalen Irrationalität befreien.

    Es könnte von der Irrationalität der reinen Rationalität gesprochen werden.

    An das Gefühl hat die Kunst zu appelieren. Nicht vom Verstand lebt die Wahl, sie wird vom Gefühl geleitet.

    Welches Lebensgefühl würde gewählt, wenn Wahlen etwas ändern dürften?
  • 11.03.16, 13:11
    saulus

    Wahlomato als ultimo irratio

    Über die Aristokratie und ihre Gegner, verfaßt am frühen Morgen des elften März 2016

    Bei Wahlen politischer Ämter geht es um den Gewinn und leider auch um den Triumph, im Grunde also um antidemokrtisches Verhalten.
    Bei uns in Deutschland strebt schließlich jede Partei für sich die Macht an. Die Linke selbst ist stets Opposition und muß sich so zu verstehen geben,
    was etwas irreführend ist, bleibt doch das Selbstverständnis einer Partei, der Anspruch zu regieren. Was den Unterschied der Linken Aritokratie in Hinblick auf die übrigen Parteien ausmachte, gilt es zu vermitteln. Sie fordern ihrem Verständnis nach gerechte Verteilung der Güter, Dienstleistungen und humanitärer Versorgung.
    Dem Bildungsbürger samtig seiner konservativen Bedürfnisse, müßte das wohl recht gefällig sein.
    Mir als Künstler, und das ist mein Plädoyer, gefällt das überhaupt nicht. Es widerspricht das Linke Verständnis von Gerechtigkeit dem animus der Kreativität, welche wiederum zu jeder Zeit unser aller liebenswertes humanistisches Gut wie in einer Sogwirkung hervorbringt. Die Künste.
    Ich finde im Umkehrschluss keine Partei, deren höchstes Ziel die Beförderung dieser Sogwirkung ist. Die Politik scheint mir vielmehr aus zufälligen Koinzidenzien diesen Sog etwas zu fördern, doch bleibt es Abfallprodukt und wird vernachläßigt.
  • 08.03.16, 08:52
    Demokrat für Deutschland

    AW: Wahlomat

    Hier ist alles mit Wahlplakaten zugepflastert, aber es ist nicht ein einziges Wahlplakat der AfD zu finden. Vermutlich hält man das nicht für nötig, da man sowieso in aller Munde ist. Vielleicht brauchen sie die Kriegskasse für andere Dinge, wie z.B. für gute Anwälte. Nach der Kommunalwahl in Hessen warnen SPD und CDU vor der AfD und sie werden darüber hinaus nichts unversucht lassen um die AfD bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor Gericht zu zerren. Statt mit eigener Politik zu überzeugen...macht man lieber den Gegner nieder.
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