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Thema: Notizen November 2017

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  • 26.11.17, 09:25
    aerolith

    Selbsterfahrung eigener Boshaftigkeit

    Gestern auf der Autobahn: regennasse Fahrbahn. Jemand fährt an mir vorbei und kurz darauf zieht er rechts hinüber, was natürlich Wasser auf meine Frontscheiben wirbelt. Ich denke: 'Blöder Arsch. Kann der nicht hundert Meter später rüberziehen?'
    Kurz darauf: ich bin bereits in meinem Zielort. Auf der Straße Pfützen, eine direkt vor der Nebenstraßenauffahrt. Ein Fahrzeug auf einer Nebenstraße wartet auf freie Fahrt. Ich fahre an der Pfütze nicht vorbei, sondern, wie ich das eben gerne mache, vollends hindurch.

    Die Wetterdaten sind getürkt, wie ich heute wieder mal feststelle. Im Wetterbericht steht unverändert was von Tiefsttemperaturen umme drei Grad. Wie kann sich dann Eis auf den Autoscheiben bilden?
  • 15.11.17, 07:31
    aerolith

    Spießertum

    Da hat mich kürzlich jemand einen Spießer genannt. Das ist mir noch nie passiert. Ich wurde schon als Arschloch, Zyniker, Pragmatiker und Romantiker beschimpft, aber noch nie als Spießer. Derweil erfülle ich doch keine der notwendigen Voraussetzungen, bin weder an Bereicherung interessiert, noch ahme ich jemanden nach und auch die dritte Notwendigkeit des Spießernaturells, die Eitelkeit, besitze ich in eher unzureichendem Maße. Na ja, ein bißchen eitel sind wir alle, die da schreiben und lieben. Aber da mir die Meinung anderer über mich vollkommen gleichgültig ist... na ja, die von den Menschen, die ich achte, nicht, aber sonst! Also, weil mir die gleichgültig sind, die da gleichgültig sind, bin ich wohl, alles in allem, kein Spießer.
    Siehste!
  • 12.11.17, 18:59
    aerolith

    AW: Notizen November 2017

    Ab und an lese ich in meinem alten Märchenbuch; heute das Märchen vom Eisenhans. Der jugendliche Held, nicht der Eisenhans, ritt auf einem dreibeinigen Gaul namens Hunkepuus in die Schlacht. Ich las dies 1970 zum ersten Mal. Es muß sich tief in mir eingegraben haben. Vor einigen Jahren hatte ich eine Schülerin: bildhübsch, aber sie fühlte sich häßlich, weil eines ihrer Beine länger sein sollte als das andere. Ich ließ sie eine Geschichte über die Nöte der Pubertät schreiben, Arbeitstitel "Unkepunz". Zufall?
  • 09.11.17, 23:56
    Klaus Norbert.

    AW: Notizen November 2017

    9. November.

    Vor 28 Jahren weckte ich meine Schwester,
    die auf meinem geliebten roten Kunstledersofa eingeschlafen war,
    der Fernseher lief weiter.

    Es war gegen 22 Uhr.
    Ich stellte fest,
    da passiert etwas.

    Wir fuhren in meinem Audi 200,
    ohne Panne,
    Bornholmer Straße.

    Es war wie im Film,
    die Grenzbeamten,
    Pappfiguren.
    Klar, einfach rübergehen.
    Gute Stimmung.

    Später die Übergangszeit,
    wie ein Leben ohne Regeln im Osten,
    gute Stimmung.

    Osten ist Westen,
    Westen ist Osten.



  • 09.11.17, 19:48
    aerolith

    AW: Notizen November 2017

    Hämling erscheint mir heute als ein Wort gustoischsten Gebrauchs.
  • 09.11.17, 06:32
    aerolith

    AW: Notizen November 2017

    Die GSOR war ein ein weltgeschichtliches Ereignis. Sie setzte eine Alternative zum Kapitalismus, blieb aber stets abstrakt, wenn es um die versprochenen Segnungen ging: Gerechtigkeit, materielle Sicherung der Lebensbedürfnisse, sozialistische Wirtschaft. Die ans Ruder gekommenen Bolschewiken abstrahierten, wo sie hätten konkret werden müssen.
    Ob ihr ein Substanzproblem innewohnte, will ich heute nicht entscheiden. Daß sie von deutsch-jüdisch-amerikanischem Geld aus ihren organisatorischen Ausgang nahm, scheint mir auch mehr als ein Webfehler gewesen zu sein.
    Ich bin nun ein konservativer Mensch, aber eines kann ich gut nachvollziehen: Krieg, Elend und Ungerechtigkeit sind schlecht, aber Wesenselemente des Kapitalismus. Ich kann den Entwurf einer auf der Diktatur der Unterdrückten basierenden Herrschaft nachvollziehen.
  • 03.11.17, 07:32
    aerolith

    Notizen November 2017

    Zwanghaftes liegt in unserer Natur. Verdrängen wir die damit verbundenen Obsessionen, stärken wir nur den Wunsch. Ist es zwanghaft, zehn, fünfzehn, hundert Mal am Tag an einen und denselben Menschen zu denken? Ist Liebe nichts anderes als eine mit gegenseitiger Libido/Verlangen geköderte Zwangshandlung? Wo liegt der Unterschied zwischen Gefühl, Gefühlsübertragung, Zwangshandlung und all dem, was man Begierde nennt?
    Ein wirkliches Gefühl soll Zwang beenden können. Wie erkennt man den Unterschied?

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