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Thema: blutnacht

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Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 13.02.18, 00:03
    Patina

    AW: blutnacht

    dank euch allen... michael wie immer... robert für seine konstruktiven anmerkungen und auch d.p......
    Ich glaube, ich habe während des Schreibens gar nicht so viel gefühlt... es war eher so ein Ding, das man in den Jahren mit sich herumschleppt, weggesperrt hat und dann mal wieder hervorgeholt hat... und ich gehe tatsächlich an krücken die letzten monate, was ziemlich beschwerlich ist... deshalb hab ich glaub eher die krücken rausgekotzt...
  • 12.02.18, 23:57
    Patina

    AW: blutnacht

    Hier nochmal überarbeitet... ich schreibe gerade nicht sehr viel, da mein Roman "Schreibblockade" zur Überarbeitung ansteht....

    blutnacht


    die krücken donnerten auf den boden
    und ich tippte mit meinem zeigefinger auf den schalter


    klick machte es im hirn


    im aufzug roch es nach zwiebeln


    auf dem klo oben fiel mein halbgefrorenes
    eiswürfelblut in den äther



    das mondskelett hing abgemagert am fenster
    halb aufgegessene wolkenkäsehälften trieben am himmel


    und wieder hatte er meinen stift
    von dem kleinen glastisch verräumt


    der ärger über den unauffindbaren stift
    ließ mein hirn zu einem furunkel anschwellen
    .
    .
    .
    als ich mich hinlegte,
    roch das wärmekissen nach frischem brot



    das bett war frisch bezogen
    warum nur


    in der nacht fühlte ich wie meine vagina
    blutegel kotzte


    aus meiner brust floss kochendes kolostrum


    und dann eruptierte mein hirn eiter auf das weiß der kissen


    ich stand auf und wunderte mich


    da waren weder blut noch milch noch eiter


    doch die wolken redeten mit mir
  • 12.02.18, 20:40
    Michael

    AW: blutnacht

    Hallo Patina,

    schön, mal wieder was von Dir zu lesen. Hab mal von einer Theorie gehört, wonach jede Frau eine spezifische Schoßzelle für jeden im Gesamtbewusstsein vorhandenen männlichen Geist besitzt. Was dann in den Blutnächten bei Euch auftaucht, seien unsere Gedanken. Immerhin werden zunächst 30 Milliarden Eizellen bereitgestellt, wovon dann rund 900 (2 pro 13 Monde* ca. 40 Jahre) tatsächlich dauerhaft "eingelagert" werden. Sind übrigens die einzigen Zellen, die sich ihre Unsterblichkeit bewahrt haben. Bei unseren Gehirnzellen leider nicht mehr ganz erhalten, diese Fähigkeit...

    Gut, es spricht etwas für die These: Im Prinzip lässt sich ebenfalls eine Anziehungskraft und Verbindungsmöglichkeit zu jedem Schoß in meinem Geist finden, sonst könnte Mann ja kaum fast alle Frauen anziehend finden.

    Was verstörend wirken könnte, ist die Wahrnehmung dieser Verbindungslinien, die auch als das Gewebe des Lebens aufgefasst werden könnten, einem Kontinuum von Werden und Vergehen. Wenn der Spalt zwischen den Welten an den Tagen dünner wird, nehmt ihr das Gewebe des Lebens wahr, was zuweilen chaotisch und verstörend wirkt, weil es die Kraft ist, durch die Geist in die Form geboren wird.

    Wenn sich der Schleier zwischen den Welten lüftet, sind auch Initiierungsprozesse leichter möglich. Im Prinzip nehmt ihr dann wahr, was die Männerwelt so über euch denkt. Wobei es dann nicht erstaunt, wenn es verstörend wirkt. An den anderen Tagen ist eine "Abschirmung" unerwünschter Gedanken leichter möglich. Man könnte es als freischwebende männliche Gedankenwelt auffassen, die die Weiblichkeit ins Chaos stürzt, auch, da sich der männliche Geist in seiner Gesamtpartition der Wirkungen seiner Gedanken nicht bewusst ist.

    Naja, wollte nur sagen: All dieser mentale männliche Schwachsinn ist dann für die Weiblichkeit leichter wahrnehmbar. Chaos wahrzunehmen, dann eher natürlich als verstörend. Ist jedoch nur die Urkraft des Lebens, die uns zuweilen bedrohlich erscheint.

    Wir lehnen es jedoch insgesamt leider zu häufig ab, die Wolken zu uns sprechen zu lassen. Gab ja immerhin ein Happy-End. Hat mich zumindest zum Nachdenken angeregt und die "Schoßzellen" in Erinnerung gerufen. Im Gewebe des Lebens könnte die Einheit mit allem Leben leichter anschaulich nachvollzogen werden. Dann wirkt unsere kollektive Verstörung gar nicht mehr so verstörend, sondern eher als Flucht vor der Urkraft allen Lebens. Wir haben Angst, uns darin aufziulösen und zu verlieren, wie sich Wasser im Element Luft zur Wolke verliert.

    Verstörend ist insofern nur die Angst, die wir angesichts der Urkraft allen Lebens zu empfinden wählen.
  • 12.02.18, 18:12
    aerolith

    AW: blutnacht

    verstörend.
    erst im zweiten teil verdichtet, anfangs wirr und nur numerisch. zu viele wie. die kunst des metaphorischen schreibens besteht in der vermeidung des wie.

    beim rammelnden zeigefinger bin ich mir nicht sicher, ob der IN den schalter hineingerammelt werden muß, um das bild auszulösen. tippen/tasten war dir wohl zu schwach?

    daß hirntumore merkwürdige geruchswahrnehmungen auslösen sollen, habe ich gehört. glücklicherweise schwingt in diesem text nicht nur wut mit, sondern du öffnest hier auch einen kleinen spalt für die romantiker. der text athmet sehnsucht.
  • 12.02.18, 18:10
    d.p.

    AW: blutnacht

    Aber hallo! Dicht gestaffelter Gedankeninhalt (einer missbrauchten?? Frau)
    Brachial und wortgewaltig in Szene gesetzt und doch... auch verstörend.
    Heftig... ja! Zu heftig... nein, weiß zu gefallen!

    d.p.
  • 11.02.18, 13:18
    Patina

    blutnacht

    blutnacht


    die krücken donnerten auf den boden
    und ich rammte meinen zeigefinger in den schalter


    klick machte es im hirn


    im aufzug roch es nach zwiebeln


    auf dem klo oben stieß ich mein halbgefrorendes blut
    wie eiswürfel in den äther


    der mond hing wie ein skelett abgemagert am fenster
    die wolken trieben wie halb gegessene käsehälften am himmel


    und wieder hatte er meinen stift
    von dem kleinen glastisch verräumt


    der ärger über den unauffindbaren stift
    ließ mein hirn zu einem furunkel anschwellen
    .
    .
    .
    als ich mich hinlegte,
    roch das wärmekissen nach frischem brot



    das bett war frisch bezogen
    warum nur


    in der nacht fühlte ich wie meine vagina
    blutegel kotzte


    aus meiner brust floss kochendes kolostrum


    und dann eruptierte mein hirn eiter auf das weiß der kissen


    ich stand auf und wunderte mich


    da waren weder blut noch milch noch eiter


    doch die wolken redeten mit mir

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