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Thema: Wasser, Wasser, Wasser!

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 19.07.19, 12:36
    resurrector

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Das war der Hochwasser-Ordner. 2002 kam es zum Hochwasser, dann noch mal 2013. Ich kann mich noch erinnern. 7,20 m wurden erreicht, nicht nur 6,90 m.
  • 07.09.02, 08:28
    rodbertus

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    ich wußte doch, das konnte mit Ali nicht alles sein. ein hurra auf raschid! ein dreifaches. da muß ich doch gleich mal zu meinem lieblingspakistani fahren und die von Achtpanther so warm angebotenen krähenfüße probieren.
  • 07.09.02, 08:20
    Kyra

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Warum Pakistaner in Sachsen-Anhalt Gulasch kochten


    Von Rüdiger Strauch


    Als in Ostdeutschland den Menschen das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand, kamen Hilfsangebote selbst aus den ärmsten Ländern der Welt. Für das Dorf Prettin entpuppte sich einige Pakistaner als wahre Engel - unermüdlich pumpten sie Keller aus, füllten Tausende Suppenteller und spendeten obendrein Kleider im Wert von 200.000 Euro.



    Pakistanische Hilfe für deutsche Soldaten im Hochwassereinsatz: Humanity-First Mitarbeiter bei der Essenausgabe


    Prettin - Zuerst waren die Menschen in Prettin, einem kleinen Ort an der Elbe, ein wenig verwundert. Die dunkelhaarigen Hochwasser-Helfer, die soeben in Gummistiefel geschlüpft waren und sich Handschuhe angezogen hatten, um beim Ausräumen der überschwemmten Keller zu helfen, waren plötzlich verschwunden. Die ersten Zweifel kamen auf, ob man sich auf die Hilfe der Freiwilligen auch wirklich verlassen könne.


    Gebetspausen im Katastrophengebiet


    Doch dann standen Raschid Nawaz und seine Kollegen plötzlich wieder im Keller und packten beherzt mit an. "Sie hatten einfach ein stilles Örtchen gesucht, um ihre kurze Gebetspause einzulegen", erklärt Erhard Brauße verständnisvoll. Der Rentner aus dem Dörfchen in der Nähe von Wittenberg mit seinen knapp 2400 Einwohnern gerät immer noch ins Schwärmen, wenn er an die unglaubliche Hilfsbereitschaft der 84 Freiwilligen von der deutsch-pakistanischen Hilfsorganisation "Humanity First" denkt. Und kann es kaum fassen, dass Pakistaner und aus Pakistan stammende Deutsche eigens in die ostdeutsche Flutregion aufgebrochen sind, um mittellos gewordenen Menschen zu helfen.


    "Das ist doch eine Selbstverständlichkeit", entgegnet Raschid Nawaz. Der 30-Jährige, der zurzeit an der TU im sächsischen Freiberg an seiner Doktorarbeit schreibt, möchte den Leuten in Deutschland etwas zurückgeben. Aus, wie er selbst sagt, Dankbarkeit dafür, dass er hier mehr als nur Zuflucht gefunden hat. "Meine zweite Heimat" nennt er die Bundesrepublik.


    Verfolgt und vertrieben


    Vor sieben Jahren floh Raschid Nawaz alleine aus Pakistan. Einem Vielvölkerstaat, in dem religiös motivierte Unruhen an der Tagesordnung sind. Nawaz gehört der islamischen Reformgemeinde der Ahmadiyya Muslim Jammat an. Ihre Angehörigen treten für eine strikte Trennung von Politik und Religion ein und fordern die Menschen auf, sich selbstlos zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Wie im sachsen-anhaltinischen Prettin. In Pakistan allerdings werden die Ahmadiyya-Muslime für ihre Lebenseinstellung nicht gemocht. Sogar verfolgt. Unter dem Einfluss religiöser Fanatiker betreibt die dortige Regierung eine Politik, die viele Gemeindemitglieder ins Exil treibt. In mehr als 120 Länder der Erde sind die Ahmadiyya-Muslime vertreten; vor allem in Großbritannien, wohin 1984 auch Hazrat Mirza Tahir Ahmad, der gewählte Nachfolger des verheißenen Messias, auswanderte.


    Auch in Deutschland fanden sich zahlreiche Ahmadiyya-Gläubige zusammen und gründeten 1997 die Hilfsorganisation "Humanity First". Rund tausend Mitglieder gehören ihr an, zumeist pakistanischstämmige Deutsche, die mit großem Engagement für mehr Menschlichkeit eintreten. "Bei uns kann jeder mitmachen, und wir helfen auch jedem", sagt Mansoor Ahmad, Vorsitzender von "Humanity First" in Frankfurt und bekennt, dass er nie daran geglaubt hätte, dass ein Einsatz auch einmal in Deutschland notwendig werden würde.





    DPA

    Land unter im Kreis Wittenberg: Die Elbe setze weite Teile der Umgebung unter Wasser




    Und noch dazu war es einer der größten in der kurzen Geschichte von "Humanity First". Etwa hundert Helfer schufteten mehrere Wochen, schleppten Sandsäcke und kochten in improvisierten Suppenküchen für Hilfsbedürftige. "Am ersten Tag haben wir noch pakistanische Gerichte gekocht", erzählt Raschid Nawaz. Allerdings habe er sehr schnell bemerkt, dass die vorderasiatische Küche nichts für jeden deutschen Gaumen sei. "Wir wollten keine Unruhe stiften und haben dann eben nach deutschen Rezepten gekocht." Schnitzel, Gulasch, Eintopf. Schließlich versorgten sieben Helfer bis zu tausend ostdeutsche Flutopfer.


    "Humanity First": Weltweit im Hilfseinsatz


    Genug Erfahrung jedenfalls brachten die Angehörigen von "Humanity First" mit. Nach den schweren Erdbeben in der Türkei, in Indien und Japan rückten sie von Deutschland in die Katastrophengebiete aus. Auch in Afrika war die muslimische Hilfsorganisation bereits aktiv. In den Dürrezonen Äthiopiens, im vom Bürgerkrieg gebeutelten Sierra Leone - und in Mosambik. Dort, um den Hochwasseropfern mit Nahrung und Hilfsgütern beizustehen.


    Eigentlich macht der Einsatzort für die Angehörigen der Ahmadiyya-Gemeinde keinen Unterschied. In Prettin, gibt Mansoor Ahmad zu, war das ein bisschen anders. "Es ging auch um Patriotismus. Das sind unsere Landsleute, die in Not gekommen sind", sagt er. Viele der ehemaligen Pakistaner haben inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie alle spendeten Zeit und Geld, um vor Ort Hilfe leisten zu können. "Humanity First" nutzt das bislang geringe Spendenaufkommen gerade deswegen so effektiv, weil die Freiwilligen weder Verpflegungskosten noch Verdienstausfall erhalten. Jeder arbeitet unentgeltlich. "Unsere Verwaltungskosten liegen bei unter einem Prozent", verweist Mansoor Ahmad auf die Bilanz seiner Organisation.



    Bleiben in Prettin unvergessen: Humanity-First-Vorsitzender Mansoor Ahmad (Mitte) und seine Mitstreiter




    "Wir werden das gutmachen"


    Erhard Brauße aus Prettin interessiert dies nur am Rande. Er hat noch die bewegenden Bilder der fremdländisch aussehenden Helfer vor Augen, die seinem Schwiegersohn halfen, den Keller auszupumpen. Am Sonntag werden die Prettiner noch mehr Grund zur Dankbarkeit haben: Dann wird ein deutsch-pakistanischer Unternehmer seine Spende übergeben: 5657 Jacken, 30.000 Hosen, Blusen und Hemden - insgesamt Kleider im Wert von 200.000 Euro. Neuwertig versteht sich. Kein Wunder also, wenn Brause meint: "Wir werden traurig sein, wenn sich Raschid und die übrigen am Sonntag wieder auf den Nachhauseweg machen." Wenn sich Prettin, wo 600 der insgesamt 720 Häuser vom Elbe-Hochwasser überflutet wurden, wieder erholt habe, dann erst werde wohl allen Bürgern bewusst, wie groß die Hilfsbereitschaft sei. "Wir werden das gutmachen", erklärt Brauße. Wenn Pakistan von einer Naturkatastrophe heimgesucht werde, dann werde das Spendenaufkommen in dem kleinen Dorf bundesweit am höchsten sein, ist er überzeugt. Brauße geht sogar noch weiter: "Dann werden wir nach Asien fahren."
  • 06.09.02, 22:58
    rodbertus

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    kurzer Nachtrag zum Thema AUSLÄNDISCHE MITBÜRGER:

    Ich habe mich bezüglich der Hilfsbereitschaft der Neubürger geirrt. In der unvollständigen Liste der sachsen-anhaltischen Spender für die Hochwasseropfer, die heute in der VOLKSSTIMME abgedruckt war, stand ein nichtdeutscher Name, Ali Faroukh. Immerhin! Er spendete mit seiner Frau Karin 50 Euro. Die anderen 2212 Namen dieser Liste, die 1.000.000 Euro zusammenbrachten, konnten nicht zweifelsfrei als nichtdeutsch identifiziert werden.
  • 27.08.02, 22:07
    Bauer Hans

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Es regnet in Sturzbächen. Gänse, Enten, Pillhühner und Schwäne schwimmen, wo sonst meine Radieschen wuchsen. Mir doch schnurzpiepegal, Berg Tabor harrt in stoischer Ruhe. Juchheißasassa, ich baue die Arche, auch Weltgeschichte ist nur Wiederholung.
  • 26.08.02, 13:53
    Achtpanther

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Linneweber [berichtete über intensive nachbarschaftliche Hilfe und nannte diese ein Relikt aus DDR-Zeiten] ist ein netter Kerl und intelligent dazu. Du kennst doch Journalisten...


    Im übrigen die DDR-Vergangenheit wird seit geraumer im Volke heftigst verklärt, vielleicht hat er garnich mal so Unrecht.


    Besser wär aber "..haben also Tugenden gespürt, von denen sie glauben, sie hätten früher in der DDR eine größere Rolle gespielt"

    Katastrophentourismus pur: willy war zu Besuch und tieftraurig - absolut nichts mehr vom Hochwasser zu sehen!
  • 24.08.02, 15:02
    Kyra

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    erstellt von Dickes Beh:
    ...Hey Kyra, enttäuscht über Onkel Güsis Rückzug ins Private?



    ja, bin ich. Aber es war schon richtig. Mußte er wohl. Nur gibt es für ihn keinen Ersatz bei der PDS. Seufz....
  • 23.08.02, 14:50
    Dickes Beh

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Dank Dir, Kyra, für das Mitgefühl. Woher weißt Du??? Ich wohne tatsächlich in einem vierstöckigen Haus, unter dem Dach. Verfügst Du über übersinnliche Fähigkeiten? Hast Du eine Kristallkugel und diverse Warzen auf der Nase? Einen Buckel wie einst Tschernjenko, bei dem man mutmaßte, sein Herzschrittmacher würde mit Braunkohle betrieben?
    Auch wenn mich die Fluten erfaßt hätten, wäre ich doch bojengleich flußabwärts getrieben und in Hamburg an Land gegangen. Ich bin doch ein Dickes Beh, nicht wahr.
    Hey Kyra, enttäuscht über Onkel Güsis Rückzug ins Private?
  • 22.08.02, 08:38
    willieh

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Angola und Mosambique.. wir sollten über unsre Fernsehbilder nachdenken.. ohjee.
  • 21.08.02, 17:47
    rodbertus

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    zu Achtpanther: Ich berichte aus eigener Anschauung, Du vom Hörensagen. Hast Du denn während Deines eifrigen Helfens Deinen türkischen Nachbarn an Deiner Seite gewußt? Hoppla, Du hast ja nicht mitgeholfen. Abgesehen davon: die maulenden Ostfalen meinten die Bayern mit den Schwarten, Keule! Alles, was südlich vom Thüringer Wald lebt, ist südländisch, also dunkelgrün.


    Die Karawane ist weitergezogen. Das Haus einer Freundin bei Tangermünde wurde ein Stück vom Wasser emporgehoben und weitergetragen, steht jetzt beim Nachbarn. Das nenne ich Fortpflanzung.
    Mein Damm hält. Mein Keller bleibt wohl trocken. Damit hat sich das Thema erst einmal für mich erledigt.
  • 21.08.02, 15:50
    Hannemann

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    ... und der Bürgermeister, der mir 1000 Euro gebracht, war auch noch nicht da.
    übrigens, es regnet in Strömen. Endlich frisches Wasser im Keller, das alte hatte schon unseren Fußgeruch angenommen.
  • 21.08.02, 14:49
    Achtpanther

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Der "Depp" hat also keine Ausländer am Deich gesehen - seltsam, seltsam. Zumal sich in Ost-Ostelbien ganze Dorfgemeinschaften bei der Einsatzleitung über schwarte Hilfskräfte (kräftige Nigerianer) beschweren.

    So ein Hochwasser kann ungerecht sein: bayerische THW-Helfer pumpen in Magdeburg und Hannemanns Keller versäuft!
  • 21.08.02, 10:28
    Kyra

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    .....Lienus, ein vietnamesischer Galerist aus Augsburg, der vorhat, nach Dresden zu ziehen, schrieb mir gerade, daß er 10% seines Umsatzes spendete.

    Hut ab! Bei einem durchschnittlichen Gewinn von ca 25% des Umsatzes (höchstens) soll er sich damit nicht übernehmen. Aber vielleicht verkauft er ja mit besseren Margen als wir.
  • 20.08.02, 18:36
    Mark

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Lienus, ein vietnamesischer Galerist aus Augsburg, der vorhat, nach Dresden zu ziehen, schrieb mir gerade, daß er 10% seines Umsatzes spendete.
    Ich habe schon immer geahnt, daß Leon im Grunde seines Herzens ein total netter Kerl ist. Schade, daß ich so wenig mit seinen Internet-Experimenten anfangen konnte. Schade, daß er so wenig mit meinem Unverständnis seiner Internet-Experimente anfangen konnte.
    Was die blöden Gaffer betrifft: Na ja, mal halblang mit dem Entzug der Staatsbürgerschaft und dem Abtransport in den Steinbruch. Aber einen kräftigen (und unvergesslichen) Tritt in den Arsch hätten die schon verdient - unabhängig von ihrer Herkunft.
    Tja, nun stellt sich natürlich die Frage, worin so ein unvergeßlicher Tritt in den Arsch bestehen könnte. Vielleicht doch...

    Mark
  • 20.08.02, 15:26
    willieh

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    @Hannemann: bin zwar kein Kind der Berge, aber wenn's passt.. Iss ja nicht alles schlecht, was aus Bayern kommt

    @Robert: mdr-Ticker: "Russischer Zivilschutz schickt 15 Lastwagen mit Pumpen, Lüftern und Generatoren nach Deutschland" ... DUUU DEEEPPP!! Und wenn du meine Prognose wissen willst: die haben bestimmt mehr Erfahrung und wissen also auch besser damit umzugehen.
    Aber ich könnte heulen - die kommen, uns zu helfen, und haben selber mit Sicherheit mehr Probleme.. Du Depp, ich bleib dabei.
  • 20.08.02, 11:58
    Kyra

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Aber was die Gaffer angeht, da muß ich Dir recht geben. De gibt es in Köln bei Hochwasser auch immer - eine wahre Plage für die Leute die in den überschwemmten Bereichen wohnen. Allerdings ist da alles recht gut durchorganisiert, weil "einmol im Johr kummt der Rin ussem Bett...".
    Da ist spontane Bürgerhilfe weniger gefragt. Nur sehen es Kölner als ihr Wochenendvergnügen an, auf den Brücken zu stehen und Hochwasser zu gucken. Die direkten Anwohner hassen sie dafür. Verständlicherweise. Aber ich habe mich schon oft gefragt, warum Menschen, fast alle Menschen, so interessiert am Unglück anderer sind. Siehe auch Staus auf der Gegenseite, wenn es einen Unfall gab. Ich will so etwas gar nicht sehen, außer ich kann etwas tun. Mich deprimiert das nur, bei so etwas passiv sein zu müssen. Entweder etwas tun, oder weg. Aber DAS ist nicht normal.


    [Diese Nachricht wurde von Kyra am 20. August 2002 editiert.]
  • 20.08.02, 11:49
    rodbertus

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    ..vielleicht unterscheidet sich der magdeburger Ausländer von anderen? Lienus, ein vietnamesischer Galerist aus Augsburg, der vorhat, nach Dresden zu ziehen, schrieb mir gerade, daß er 10% seines Umsatzes spendete. Nun weiß ich nicht, um welche Summe es sich handelt, aber die Geste ist sehr schön.
    Ist jetzt auch egal. Vielleicht habe ich da eben nicht alles mitbekommen. Ich will das jetzt nicht vertiefen...


    Wie soll ich das mit der Schwiegermutter verstehen? Sind die nicht alle gaga?
  • 20.08.02, 11:38
    Lester

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    ..ist ja seltsam, die hilfsbereitesten Leute, die ich kenne, sind die Türken, mach Ausnahmen geben, wie es immer Ausnahmen gibt.
    Andererseits, meine erste Schwiegermutter war aus MD, da verstehe ich so manches...
  • 20.08.02, 11:33
    rodbertus

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Na ja, Kyra, zum gaffen und photographieren hatten sie Mut genug.
    Es ist auch nur mein Eindruck, vielleicht war es andernorts anders. Aber in meinem Abschnitt war keiner, dafür standen sie auf den Brücken und behinderten mit dem deutschen Plebs die Arbeit. So wenige Ausländer gibt es in Magdeburg auch nicht, mindestens zehntausend, würde ich meinen. Nicht nur einer. Es waren auch Touristen, Amerikaner und weißdergeierwelche darunter.
    Ortswechsel, vielleicht verstehst Du dann besser, was ich meine: Im Fernsehen war diese Frau aus Kalifornien zu sehen, die STOLZ berichtete, daß sie so was wie in Passau noch nie gesehen habe und daheim berichten könne. Und für die Kinder sei es auch sehr schön gewesen... Was meinte sie? Einstürzende Gebäude zu sehen, verelendigte Menschen, traurige Gestalten, die das letzte Bißchen aus ihren eingestürzten Häusern zerrten, unterspülte Keller...
    Der Frau sollte die Einreise nach Deutschland für mindestens fünfzehn Jahre untersagt werden. Und dazu noch ein Satz warme Ohren, nein, man sollte sie bis zum Hals in die Scheiße stecken. Und deutschem Proll, der die Arbeit durch Gaffen behindert... die sollten Arbeitseinsätze bekommen. Jeder, der auf der Brücke oder Zufahrtsstraße rumsteht und gafft und die Arbeit behindert (wohl gemerkt, nur dann!), sollte hundert Stunden gemeinnützig arbeiten. Allerdings schere ich nicht alle über einen Kamm. Manch einer muß sich informieren, ob er selbst gefährdet ist, wie die Lage überhaupt ist... Diese Leute meine ich nicht. Ich spreche von diesen Arschlöchern, die eigens wegen so was anreisen oder sich am Elend anderer ergötzen.
    Ich bin gestern abend auch aus meinem Haus zur Elbe gegangen und habe nachgesehen, wie hoch sie nun ist, ob die Klosterberge noch halten... Und wenig später höre ich im Fernsehen eine blöde Tussieh aus Magdeburg berichten, daß die Magdeburger das alles ganz ruhig nehmen, einen Abendspaziergang machen, eben zur Elbe. Klar, habe ich auch gemacht. Und das war auch mein gutes Recht. Als Anwohner werde ich mich doch wohl mal erkunden dürfen. Diese blöde Tusse schert alle über einen Kamm. Nicht jeder Gaffer ist einer.
    Und, es war ein schöner Anblick. Ein breiter und friedlicher Fluß, über dem der Mond stand, Vögel schwirrten. Sanfte Brise. Wundervoll. Und viele Menschen, manche hatten sogar eine Flasche Wein dabei und sangen. Ich war dabei, einige kannte ich von der Arbeit am Damm. Keiner hatte mehr wirkliche Furcht, man wartet jetzt auf die Spätfolgen, den erhöhten Grundwasserspiegel. Aber das liegt nicht mehr in unserer Macht. Wir müssen jetzt abwarten. Und dennoch war da auch die Angst, daß alles Vorgeleistete nicht ausreichen möge.
  • 20.08.02, 11:05
    Kyra

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    ..... Türken, Russen, Albaner, Vietnamesen, Afrikaner aus Magdeburg nicht.


    vielleicht weil die sich bei Euch nicht mehr auf die Strasse trauen? Außerdem gibt es ja auch kaum welche dort. Was die Hilfsbereitschaft angeht, kann jeder Deutsche sich von den Türken z.B. eine dicke Scheibe abschneiden!
    Vielleicht solltet Ihr mal Euren Umgang mit Ausländern überdenken. Bei uns sind sie die ersten die helfen!


    [Diese Nachricht wurde von Kyra am 20. August 2002 editiert.]
  • 20.08.02, 10:54
    rodbertus

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Andere fordern auch einen Ausbaustopp, u.a. die PDS. Soll ich die jetzt deswegen wählen? Auch die Nazis wollen keinen Elbausbau, die DVU hat sich auch entsprechend geäußert. Nur die großen Parteien, wenn ich FDP mal dazuzähle, wollen Steuergelder verflüssigen, langfristig aber die Elbe trockenlegen, aufbocken, einen Bock schießen... Ich werde gerade wütend. Wenn wir dieses Unterelbegebiet nicht gehabt hätten, wäre MD geflutet worden. Punkt. Und für zehn Schiffe am Tag laß ich mir die Elbe nicht kaputt machen. Da leg ich eher Wasserbomben an die Schiffe, die durchfahren wollen.


    Es ist, wie Achtpanther eingangs schon sagte: Wiking-Jugend und Spartakus-Bund bilden eine Kette, tragen Sandsäcke, stehen bis zum Hals im Schlamm, um ihre verschißne Stadt zu retten, der vollgefreßne Bürger (CDU-, FDP-, SPD-Wähler) steht zumeist - einige Ausnahmen gibt es immer - daneben und gafft. Ich habe viele Menschen anpacken sehen, vor allem die ärmeren (wenn ich nach der Ausstrahlung und dem Gesicht - Lavaters Lehre - gehe), aber auch ein paar Berufsrevolutionäre, aber Ausländer, die hier leben wollen, nicht. Hat denen das jemand verboten zu helfen? Geht die das nichts an?
    In Brandenburg kommen sie aus dem ganzen Land, ihre Dämme zu schützen. Hier in Magdeburg waren Leute aus Braunschweig und Hannover, aus Berlin und Hamburg. Nicht nur Berufsfreiwillige, sondern einfaches Volk wie meinereiner. Türken, Russen, Albaner, Vietnamesen, Afrikaner aus Magdeburg nicht. Warum ist das so? Ich habe sogar ein paar stadtbekannte Schläger mit ziemlich großer Fresse gesehen, die mit anpackten. Alles kleine Hauke Heins? Bei ca. tausend Gesichtern hätte ich doch wenigstens einen unserer neuen Mitbürger sehen müssen, oder? Doch, ein paar standen auf den Zufahrtswegen neben dem deutschen Pöbel und hatten ihre Kameras dabei. Ich hab, glaube ich, einen umgefahren. Nomasters.
  • 20.08.02, 10:38
    Kyra

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Diese Aussichten wären sogar für Euch ein Grund die Grünen zu wählen:
    http://www.n-tv.de/3058116.html
  • 20.08.02, 08:50
    Achtpanther

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    Im Wesentlichen hat der Deich ja gehalten - sogar dort wo Robert mit angepackt hat. Oder bist *DU* etwa für das Überfluten des Vorlandes verantwortlich!?


    Jedenfalls betrifft es auf Roberts Karte den Bereich der Legende, unterhalb von Heyrothsberge. Speckgürtel, Stadtflüchter - nich wirklich schade drum. Wir sind sozusagen mit dem blauen Auge davongekommen, selbst wenn vielleicht noch ein, zwei Deiche aufweichen.


    Mit der Bahnanbindung sieht nicht ganz so gut aus. Züge aus Richtung Süden fahren erstmal nur bis Schönebeck, Züge aus Osten bis Burg, aber das ist sozusagen in Sichtweite, Nahverkehrsentfernung.


    Und in Ostelbien sollte man zu DDR-Zeiten wohl vor allem wegen der großen Russen-Garnison nicht unbedingt wohnen.
  • 19.08.02, 21:56
    rodbertus

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    wie ich schon sagte: in ostelbien wohnt man nicht

    westlich des ufers wohnen ungefähr 90% der magdeburger, auch alle anderen magdeburger forumatiker, aber stella ist betroffen, die arme wohnt bei pechau in ostelbien
    ich wohne im gründerzeitviertel am hasselbachplatz in der dritten etage eines fünfstöckigen miethauses aus dem jahre 1888
  • 19.08.02, 21:04
    Kyra

    AW: Wasser, Wasser, Wasser!

    mdr:
    18:30 Uhr

    Krisenstab entscheidet bis 19 Uhr über Teil-Evakuierung von Magdeburg. Stadtteile östlich der Elbe betroffen.

    Ich hoffe ihr wohnt alle unter dem Dach, in vierstöckigen Häusern!

    mdr:
    20:03 Uhr

    Vorerst keine Evakuierungen in Magdeburg

    ein wenig beruhigt.
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