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Thema: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 06.10.19, 06:37
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat eulenspiegel

    Nun kann es aber interessieren, welch unterschiedliche Voraussetzungen die Vereien mitbringen: Finanzlage, Spielerkader, Stadiongröße, Fansupport etc. etc. Und das kann dann unter Umständen dazu führen, dass man mehr weiß, warum eine Mannschaft in der Tabelle dort steht, wo sie steht. Und darauf kommt es in der Politik und Gesellschaft an
    Das ist richtig - und der SC Freiburg das beste Beispiel dafür. Dort wird in allen Bereichen nachhaltig gearbeitet. Kontinuität und Vertrauen stehen an erster Stelle. Man muss weder Meister werden...noch ist der Abstieg eine Tragödie. Alle mögen die Freiburger...haben nicht nur für den Verein...sondern für die ganze Region Sympathien. Der Schwarzwälder ist sehr bodenständig...aber kein Hinterwäldler. Freiburg ist eine weltoffene Universitätsstadt mit Charme...aber auch mit einer sehr hohen Lebensqualität. Dort eine Wohnung zu finden ist mit der Situation in München vergleichbar. Freiburg gehört zu den Städten mit den meisten Sonnenstunden in Deutschland...gleichzeitig hat man aber auch Skipisten vor der Haustür - und da ist natürlich noch die unmittelbare Nähe zur Schweiz und zu Frankreich. Auf der einen Seite lassen die Schweizer viel Geld im Schwarzwald...auf der anderen Seite arbeiten viele Schwarzwälder in der Schweiz...wo die Löhne etwa doppelt so hoch sind wie bei uns...während die Franzosen die handwerklichen Fähigkeiten der Deutschen schätzen. Das heißt den Menschen dort geht es relativ gut. Man hat in der Region keine Großindustrie...aber dafür viele sehr gesunde mittelständische Unternehmen - ist also nicht abhängig vom Erfolg weniger Big-Player. Und der SC Freiburg hat eine eigene Abteilung...die sich "nur" darum kümmert...wie man als Verein mit der Umwelt umgeht.

    Jetzt das Aber: auch in Freiburg regiert der Kapitalismus - gelten dessen Regeln. Und so ist dieser Club das beste Beispiel dafür, dass der Kapitalismus nicht per se eine schlechte Sache ist...es kommt eben auf die handelnden Protagonisten an...wie er gelebt wird.
  • 05.10.19, 10:15
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Eine Statistik sagt dann was über die Faktenlage, wenn ich alle Rahmenbedingungen, also Zeitspanne, Anzahl Personen/Meßdaten/Vergleichswerte etc., Einschränkungen, Voraussetzungen etc. etc. kenne und berücksichtige. Eine Fußballtabelle ist ein sehr gutes Beispiel, zeigt sie doch, wie unterschiedlich die Perspektiven und Randbedingungen sind. Klar ist, dass nur die Punkte und Tore zählen. Das führt zu der Tabelle, das sind die hard facts. Nun kann es aber interessieren, welch unterschiedliche Voraussetzungen die Vereien mitbringen: Finanzlage, Spielerkader, Stadiongröße, Fansupport etc. etc. Und das kann dann unter Umständen dazu führen, dass man mehr weiß, warum eine Mannschaft in der Tabelle dort steht, wo sie steht. Und darauf kommt es in der Politik und Gesellschaft an. Natürlich kann ich alle Menschen nach ihrem Einkommen, Vermögen, ihrer Steuererklärung einteilen und reihen. Dann krieg ich eine 'Fußballtabelle'. Das sagt nichts aus, über den sozialen Status, den Familienstand, den Bildungsgrad, die Gesundheit, die Konsumgewohnheiten etc. etc. des jeweiligen Menschen. Gerade das ist aber interessant für Politik und Gesellschaft.

    Na gut, es ist genug. Wenn sich alle einig wären, bräuchten wir ja keine Meinungsfreiheit! :)
  • 05.10.19, 09:48
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Dir ist aber schon klar, dass auch an der sinnlosesten Diskussion immer mindesten zwei Parteien beteiligt sind?!?

    Ich bringe mal wieder ein Beispiel aus dem Fußball, weil ich der Meinung bin...dass man mit Hilfe des Fußballs alle Frage dieser Welt veranschaulichen kann:


    Du bist der Meinung...Paderborn müsste, so schön wie sie spielen, und unter Berücksichtigung falscher Schiedsrichterentscheidungen, mindestens auf Tabellenplatz zehn stehen. Die Statistik sagt sie haben nur einen Punkt geholt und stehen auf Platz achtzehn. Ob sie absteigen oder die Klasse halten, darüber entscheidet die Statistik.

    Wenn ich nun statistische Erhebungen aus seriösen und offiziellen Quellen ins Feld führe, dann um das...was wir meinen, glauben, fühlen...mit der Wirklichkeit abzugleichen. Statistiken sind nüchtern und nehmen auf Emotionen keine Rücksicht. Statistiken müssen auch nicht gerecht sein.
    Und von Phrasen wie " glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast"...halte ich gar nichts. Das sind die Totschlagargumente derer, die in Abwesenheit eigener Argumente ihre Ziel dennoch erreichen möchten. Eine nicht hundertprozent genaue Statistik ist immer noch besser als nur das reine Bauchgefühl.

    Wir sind vom Thema abgekommen...weil wir von unterschiedlichen Fakten ausgehen. Und was die Faktenlage angeht...da werden wir wohl auf keinen gemeinsamen Nenner kommen...was es in der Tat schwer macht diese Diskussion fortzusetzen. Ist aber nicht schlimm, so ist das immer wieder mal im Leben. Und das sehen wir...aberauch ganz Europa schon an der Vielzahl von Parteien...die eine heterogene Gesellschaft wohl auch benötigt. Also alles ist gut.
  • 05.10.19, 08:53
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Der Flüchtlingsstrom setzte 2015 in voller Stärke im August ein! Und ich sprach von Asylanträgen in Ö und D und nicht temporären Aufenthalten.

    Wenn es dich wirklich interessiert, dann kannst du dich hier ausführlich über die österr. Asystatistik der letzten 15-20 Jahre informieren:
    https://www.bmi.gv.at/301/Statistiken/

    Das sind genau jene Diskussionen, die von Statistik ausgelöst werden: sinnlos, beliebig, endlos und uferlos. Denn zu jeder Statistik gibt es eine Gegenstatistik. Damit kann man alles beweisen und nichts. Das ist das Gleiche wie mit den Studien, die wie eiin Tsunami über uns hereinbrechen. Sind ja auch eine gute Einnahmequelle, diese sog. 'Studien'. Doppelblind und evidenzbasiert, versteht sich! Und morgen gibts die nächste Studie, die genau das Gegenteil von dem aussagt, wie die von heute.

    Tatsache ist, dass Kurz maßgeblich dafür gesorgt hat, dass die sog. Balkanroute dicht gemacht wurde, wofür er von Merkel und Co. mit Häme und Kritik bedacht wurde, insgeheim aber diese Pharisäer froh waren, dass endlich kaum mehr Flüchtlinge über die Grenze kamen. Das ist widerlich.

    So das war's erst mal, es wird nämlich langsam öde, dieses ganze fruchtlose Hin und Her.
  • 04.10.19, 15:03
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Mein Lieber, da machst Du aber Rechnungen auf! Dir ist schon klar, dass der Flüchtlingsstrom, von dem wir reden, "erst" Ende 2015 einsetzte?!?

    Das ist in etwa das gleich als würde ich sagen " nimmt man nur die ersten 10 Minuten eines Spiels zum Maßstab, wurde Mainz 2018/19 Deutscher Fußballmeister"

    Das ist der Grenzsituation geschuldet, dass sich 2015 temporär mehr Flüchtlinge (pro Kopf) in Österreich aufhielten...als zB in Deutschland. Entscheidend ist wie viele Asylanträge angenommen...wie vielen stattgegeben wurde.
  • 04.10.19, 14:45
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Naja, ich sprach von 2105 und nicht 2018. Da lag Ö deutlich vor D, was die Anzahl der Asylanträge betraf. Österreich 2105 88159, Deutschland 476508. Pro Kopf sind das in Ö etwa doppelt so viele wie in D.
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%...Europa_ab_2015
  • 04.10.19, 11:16
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat eulenspiegel


    Was soll das? Mir gehen diese ganzen Rankings sowas auf den Senkel. Da werden immer Äpfel mit Birnen verglichen
    Ich halte solche Statistiken schon für sehr wichtig - gerade in der heutigen Zeit...wo die gefühlte Wahrheit von der tatsächlichen oft stark abweicht.
    Mit einer Statistik hat man zumindest mal ein Gerüst zur Orientierung. Und da komme ich auch direkt schon zu "deiner Wahrheit":

    Kein Land hat pro Kopf so viele Flüchtlinge aufgenommen wie ....? Na?
    https://de.statista.com/statistik/da...n-europa-2010/

    Wie Du sehen kannst...Österreich liegt auf Platz 10

    Die mit Abstand meisten Flüchtlinge hat die Türkei aufgenommen, aber die ist kein EU-Land und taucht somit in der Statistik nicht auf

    Momentan kommen in der Türkei, in Italien und in Griechenland fast so viele Flüchtlinge wie 2015/16 an. Deutschland hat sich dazu verpflichtet jeden vierten Flüchtling aufzunehmen. Was die deutsche Bevölkerung dabei vergisst; nach dem Prinzip "Ene, mene, muh, und raus bist du" nehmen wir nicht "nur" jeden vierten Flüchtling auf, sondern mindestens jeden vierten...denn die, die raus sind, kommen ja trotzdem nach Deutschland. Und so war das mal wieder eine saublöde Idee (Maas)...sich zu einer solchen Quote zu verpflichten. Ohne Verpflichtung hätten wir auch mindestens jeden vierten Flüchtling aufgenommen (weil außer uns niemand so bescheuert ist)...so werden es jetzt aber definitiv mehr. Die Kriege, (Afghanistan, Syrien, Irak usw...)sind längst beendet, aber die Argumente sind die gleichen wie 2015. Ich denke noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte agierte eine Nation so dermaßen suizidal...wie das die Deutschen gerade tun.
  • 04.10.19, 10:32
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Was in Deutschland gern vergessen oder übersehen wird: Kein Land hat pro Kopf so viele Flüchtlinge aufgenommen wie ....? Na? Überraschung: Österreich.

    Was soll das? Mir gehen diese ganzen Rankings sowas auf den Senkel. Da werden immer Äpfel mit Birnen verglichen. Kein Land hat soviel ankommende Flüchtlinge über die Jahre wie Italien, wie Griechenland ..... Möchte sehen, wenn täglich soviele boat people an der Ostsee ankämen. Ob da einer Frau Rakete auch mit standing ovations gehuldigt würde ....

    Das bringt doch alles nix.

    Warum kriegste Schanppatmung bei FfF? Ich halte das Ganze inzwischen auch für Kindesmissbrauch und eine riesen Fakemaschinerie. Doch, wenn wer was ändern wird, dann nur die Jungen. Die Älteren ab 40 und überhaupt die Alten, die das alles verbockt haben, sind leider gewissenlose Egoisten und Opportunisten. Durch die Bank.
  • 04.10.19, 10:00
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Tugenden

    Ein Link zu den preußischen Tugenden...bzgl. deiner Frage

    Welcher Komplex treibt so viele Deutsche an, immer die Besten, Gutesten, Tüchtigsten, Mustergültigsten glauben sein zu müssen??? Oder heisst es '... zu sein glauben müssen??' :)
    damit lässt sich einiges, aber sicherlich nicht alles erklären.

    Der Weg...hin zu Deutschland...war ein steiniger - vielleicht wusste man deshalb besonders zu schätzen...was man hatte. Die deutsche Sprache (Identität) gab es schon lange vor dem Staat der Deutschen - kurzum; was wir uns einst so hart erarbeiten mussten, das geben wir so schnell nicht wieder her - die obigen Tugenden helfen uns dabei.

    Deutschland ist in meinen Augen die liberalste und weltoffenste Nation Europas. In jedem anderen Land, dem 2015 gleiches wie uns widerfahren wäre, würde eine Partei wie die AfD bei mindestens 30%...eher aber bei 40 bis 50% Stimmenanteil liegen.

    Deutschland gehört zu den umweltfreundlichsten Ländern der Erde (Platz 6), Stand 2015

    https://www.ingenieur.de/technik/fac...-laender-welt/

    Wenn ich heute schon wieder die Äußerungen der FfF-Bewegung höre, könnte ich k....

    Diese vorlauten, pubertierenden Rotznasen haben keine Ahnung...sind einseitig oder gar nicht informiert. Sie können stolz auf ihr Land sein, sollten sich aber ihrer grünen Eltern, von denen sie instrumentalisiert werden, schämen.
  • 03.10.19, 19:31
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat andi: 'Ich bin ganz locker, eulenspiegel ...'


    Na also, geht doch. :)


    Wir können gern über Kapitalismus reden. Ich bin kein Ideologe, weder Marxist noch Sozialist, weder Verfechter irgendeines -ismus noch einer -logie. Der herrschende 'Kapitalismus' trägt in sich halt ein paar verhängnisvolle Webfehler, die im Ergebnis zu dem irrsinnigen Dogma vom 'grenzenlosem Wachstum' führen: Globalisierung und ungeregelter Wettbewerb. Globalisierung führt zu einem Sog nach den niedrigsten Lohn-, Umwelt- und Sozialstandards. Ungeregelter Wettbewerb ist der Motor dieser Entwicklung. Ich hätte nichts gegen einen Kapitalismus, der sich auf vergleichbare Wettbewerbsbedingungen stützt, auf Mindestlöhne, Umwelt- und Tierschutzstandards, die ihren Namen auch verdienen. Was wir aber heute haben ist ein globaler Wettlauf hin zu genau den niedrigsten Standards in jeder Beziehung. Nur der Profit wird maximiert. Das kann es nicht sein. Da aber eine globale Einigung auf genau diese Standards so wahrscheinlich ist wie die jungfräuliche Mutterschaft Mariens, ist der Kapitalismus eben nicht vernünftig zu regeln und damit nach meiner bescheidenen Meinung die Ideologie der Unweltzerstörung und damit der Grundlagen unserer Zivilisation.

    Und nun noch einen Gruß über die Grenze zum Tag der deutschen Einheit.
  • 03.10.19, 12:52
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ich bin ganz locker, eulenspiegel, und auch Realist. Erwähne ich deshalb...weil Du nun endlich zum eigentlichen Punkt kommst...der dich scheinbar treibt: der Kapitalismus ist es...klar...das musste kommen. Nenne mir nur eine einzige realistische Alternative zum Kapitalismus. Siehste, es gibt keine. Und da kommt eben der Realist ins Spiel; ich versuche maximal einmal mit Kugeln einen Turm zu bauen...dann lege ich sie zur Seite und greife zu einem anderen Baumaterial. Und so ist das mit dem Kapitalismus...alles andere sind nur Kugeln. Das mag also alles richtig sein...was Du sagst, aber es ändert sich nichts daran, dass wir damit leben müssen (deine Sicht)...bzw damit leben dürfen (meine Sicht). Und so stimme ich dir gerne zu...dass wir beide daran nichts ändern werden/ wir gehen "nur" unterschiedlich damit um.

    Und was die Deutschen dazu motiviert immer an erster Stelle stehen zu wollen, das weiß ich auch nicht. Müsste man die Historiker fragen.
  • 03.10.19, 09:00
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Liebe/r andi, du kannst einem schon fast leid tun. Kannst du oder willst du es einfach nicht verstehen?

    Unser globales Wirtschaftssystem ist suizidal, unser Konsumgewohnheiten sind es ebenso. Das Projekt Kapitalismus, egal ob sozial, ökologisch, ökosozial oder neoliberal eingefärbt, ist eines, das nur funzt, wenn es andauernd wächst (was in einem begrenzten Rahmen wie Erde nunmal nicht gutgehen kann). Das liegt einerseits an vielen intrinsischen Faktoren wie Zinswirtschaft, Produktivitätsfortschritt, Inflation und vor allem im Wettbewerb. Das sind die systemischen Faktoren. Dazu kommt der alles entscheidende Faktor Mensch. Und der trägt in sich geradezu eine ganze Büchse der Pandora voll tragischer Eigenschaften. Früher hießen sie Todsünden oder so, ich habs nicht mit Religion, ich nenne mal die 3 schlimmsten: Dummheit, Gier und Selbstüberschätzung. Das zusammen gibt einen tödlichen Cocktail, der die Lebengrundlagen für den Menschen und viele Arten zerstört. Bei einer Zahl von nahe 10 Milliarden Menschen ist das geradezu ein Turbo in den Overkill.

    Und ja: wir haben fast alles falsch gemacht. In beispielloser Selbstgefälligkeit und wahnsinniger Arroganz gepaart mit Ignoranz haben wir, also die Generationen seit etwa 100 Jahren, die Welt zu einer Räuberhöhle und Müllhalde gemacht. Und für unsere Enkelgenerationen bereiten wir gerade eine Klimahölle. Ich willl mich nicht 100-mal wiederholen, es ist alles gesagt. Wer aber glaubt mit Klimapaketchen, co2-Steuerchen oder E-mobilität das Ruder herumzureissen, muß schon gehörig naiv und blind sein. Sorry. Und selbst die windelweichen und nichts ändernden Klimaziele verfehlen wir.

    Aber lassen wir das. Wie auch schon x-mal gesagt, unsere Meinungen und Diskurse ändern nichts an den Abläufen. Die Tragödie läuft so oder so.

    Und ich weiß nicht, warum du immer die Mustergültigkeit deutscher Politik und Wirtschaft, die Vorbildlichkeit deutscher Tüchtigkeit bemühen musst. Niemand bezweifelt das. Welcher Komplex treibt so viele Deutsche an, immer die Besten, Gutesten, Tüchtigsten, Mustergültigsten glauben sein zu müssen??? Oder heisst es '... zu sein glauben müssen??' :)

    Also, bissl locker bleiben.
  • 02.10.19, 10:27
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ja, ich rede über das Chaos...usw, aber im Konjunktiv. Aktuell ist diese Gefahr gebannt - dank unserer Regierung, die in diesem Punkt sehr vernünftig agiert.

    Doch wenn ein Zurechtrücken von völligen Schieflagen schon als Strafe empfunden wird
    wie falsch wir unsere ganze Wirtschaft aufgezogen haben
    !


    Das klingt...als hätten wir all die Jahre entweder nichts...oder wenn, dann nur Fehler gemacht. Das ist Linkspopulismus...denn es ist A. inhaltlich falsch und wird B. in seiner Vereinfachung dem komplexen Sachverhalt in keinster Weise gerecht. Kaum ein Land auf dieser Erde hat so viel für den Klimaschutz getan wie Deutschland. Das aktuelle Nachhaltigkeitsranking habe ich doch gerade erst vor ein paar Tagen hier veröffentlicht. Wie wir Plastik aufbereiten und wiederverwerten...das ist weltweit einmalig und vorbildlich. Unsere Industrie investierte in Filteranlagen...wie keine andere Nation dieser Erde. Ich könnte hier unendlich viele Beispiele aufzählen...die alle in die gleiche Richtung gehen.

    Die Bayern haben gestern Tottenham abgefertigt...weil Kovac in der Halbzeit nicht das Negative kritisierte...sondern weil er die positiven Elemente in den Vordergrund stellte. Das nennt man Motivation. Und genau so sollten auch Politiker agieren. Diese Schwarzseherei, Panikmache und Hysterie der Aktivisten ist destruktiv und ruft höchstens Angst hervor - und die, das wissen wir, lähmt.
  • 01.10.19, 22:26
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Natürlich soll und darf niemand 'bestraft' werden. Doch wenn ein Zurechtrücken von völligen Schieflagen schon als Strafe empfunden wird, zeigt das doch wie falsch wir insgesamt liegen mit unserem (Land)Wirtschaften und Konsumverhalten. Du redest andauernd von Chaos und Wohlstandsverlust, vom Untergang der Demokratie, wenn auch nur vorsichtig versucht wird, Dinge wieder ins Lot zu richten. Das beweist doch nur, wie falsch wir unsere ganze Wirtschaft aufgezogen haben!

    Selbstverständlich darf nicht eine Gruppe allein - wie z. B. die Bauern - die Lasten tragen, sondern müssen alle ihren Beitrag leisten. Zuvörderst die Konsumenten, die durch ihr aberwitziges Konsumieren von Waren und Dienstleistungen, von denen 90% unnötig und überflüssig sind, erst zu dem Schlammassel führten, in dem wir stecken.

    Da, und hier beisst sich die Katz ja wieder in den Schwanz, da aber keiner der lieben Konsumjunkies auch nur ein klein bissl von seinem Überfluß und Luxus abgeben will, wird das ganze Welt- und Klimarettungsprojekt scheitern. Denn so viel Zeit haben wir nicht mehr, bis der letzte Dolm kapiert hat, dass er seinen Arsch bewegen muß und seine Konsumgewohnheiten ändern muß.
  • 01.10.19, 12:38
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    ...abgehakt - zurück zum Thema:

    Zitat Handelsblatt 01.10.2019 09:34 Uhr

    Protestierende Landwirte haben ein Verkehrschaos in den Niederlanden ausgelöst. Aus dem ganzen Land seien mehr als 2000 Bauern auf Treckern seit Dienstag unterwegs nach Den Haag, meldet das Verkehrsministerium. Die großen Zufahrtsstraßen nach Den Haag seien verstopft. Insgesamt hätten die Staus eine Länge von mehr als 1000 Kilometern.
    Die Bauern wollen in Den Haag gegen einschneidende Maßnahmen gegen die Landwirtschaft protestieren. Die Landwirtschaft wird nach ihrer Sicht einseitig für Umweltprobleme wie den Klimawandel und den zu hohen Stickstoffausstoß verantwortlich gemacht.
    Die Organisatoren der Proteste erwarten mehr als 10 000 Teilnehmer an der Kundgebung in Den Haag
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Und genau davon rede ich. Einschneidende Maßnahmen, wie sie so mancher Klimaexperte oder Grüne fordert...würden unser Land ins Chaos stürzen. Das mag sich alles schön anhören...was die so fordern...aber es ist nicht umsetzbar. Und die Politiker sollen sich bitte mit dem Machbaren befassen...und keinen Spinnereien nachjagen. Der Klima-Forscher ist eben kein Techniker - er weiß was gemacht werden muss, aber nicht was gemacht werden kann.

    Als vor 14 Tagen bei der Sendung "Presseclub" die Journalisten verschiedener Leitmedien über E-Autos diskutierten...waren sich einig, dass das E-Auto im Jahr 2030 die Autos mit Verbrennungsmotor ablösen kann. Als dann zum Ende der Sendung ein Zuschauer eine kritische Frage stellte...schauten sich die Journalisten gegenseitig an...denn keiner von ihn konnte die Frage beantworten. Alle zuckten mit der Schulter...von der Technik hätte man keine Ahnung. Und genau das ist der Punkt: es ist schon aus technischen Gründen völlig ausgeschlossen, dass auch nur jedes zweite Auto im Jahr 2030 ein E-Auto sein wird. Das scheitert nicht am Auto selbst, sondern an der Peripherie. Stecker in die Steckdose stecken, damit ist es nicht getan. So viele Trafostationen...wie wir dafür benötigen...können wir noch nicht mal bis zum Jahr 2050 bauen. Und selbst wenn, fehlt es immer noch an der Infrastruktur innerhalb der Gebäude.

    Und ich gehe dabei davon aus, dass alle 83 Millionen Bundesbürger am selben Strang ziehen - was natürlich nie der Fall sein wird. Also wo immer eine Infrastruktur aufgebaut werden muss, steht eine Bürgerinitiative schon bereit. Übrigens liegt es vor allem an den Grünen, dass wir unser Klimaziele verfehlen...weil sie so gut wie jedes Wind-oder Wasserkraft Projekt sabotieren.
  • 01.10.19, 09:17
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Na, da muß ich aber dagegen halten. Was du mir da 'unterstellst', kann ich nicht auf mir sitzen lassen, als ebenfalls manchmaliger Wortklauber!

    Es hieß 'Manchmal glaube ich, ...', das ist was anderes als 'manchmal denke ich'. Es ist mehr ein Gefühl, als eine Gewißheit.

    Der Satz drückt mitnichten aus, dass immer, wenn ich daran denke, ich glaube, es ginge dir nur um Wortklauberei, sondern er sagt aus, dass ich eben manchmal glaube, es ginge dir nur um Wortklauberei. Manchmal glaube ich das eben nicht. Es hängt halt davon ab, was du schreibst!

    Ich glaube jetzt gerade, dass damit genug gesagt sei.
  • 30.09.19, 20:45
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Siehst Du, da "nötigst" Du mich direkt zur nächsten Wortklauberei:

    Manchmal glaub ich, es geht dir nur um Wortklauberei.
    Sind zwei für sich alleine stehende Aussagen.

    Manchmal denke ich.
    Es geht dir nur um Wortklauberei.

    Heißt also: wenn Du darüber nachdenkst, dann kommst Du auch zu dem Schluss es handelt sich dabei immer und ausnahmslos (nur) um Wortklauberei. Du denkst halt nur nicht auch immer darüber nach...aber wenn, dann kommst Du stets zum gleichen Ergebnis. Also wie hättest Du dich ausdrücken müssen...damit ich das auf Anhieb so verstanden hätte...wie Du es verstanden haben wolltest?

    Manchmal, wenn ich darüber nachdenke, habe ich das Gefühl es handelt sich bei dir um Wortklauberei.

    "Ja, manchmal ist das der Fall"...wäre eine mögliche Antwort gewesen...

    Aber auch andernorts führe ich Diskussionen um "nichts"....

    Stein des Anstoßes folgende Formulierung:

    Unter Menschen stehen
    nichts mehr als das Opfer sehen
    mit den Augen in es gehen
    ich reklamiere "nichts" und sage es muss "nicht" heißen...oder wenn "nichts"...dann in Verbindung mit "weiteres"...aber keinesfalls mit "mehr"

    an solchen Dingen kann ich mich aufgeilen - gerade dann, wenn es sich auf der Gegenseite um promovierte Germanisten handelt.


    Ich weiß, musst es nicht aussprechen...in dieser Hinsicht bin ich wohl eher ein Fall für einen Facharzt...
  • 30.09.19, 20:11
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ich schrieb ja auch 'Manchmal' und nicht allein 'nur'. :)
  • 30.09.19, 17:36
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    "nur um Wortklauberei" ist ein schwerer Vorwurf. Nein, das läuft so nebenbei mit - da denk ich nicht groß drüber nach. Als Lyriker, verzeih, gehört das wohl auch irgendwo mit dazu.
  • 30.09.19, 16:21
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Manchmal glaub ich, es geht dir nur um Wortklauberei. Tatsächlich ändern Meinungen nichts an den Gesetzen der Physik. Der Unterschied zwischen Meinen und Handeln, zwischen Labern und Tun ist dir aber schon klar? So, nun aber genug davon.
  • 30.09.19, 11:07
    anderedimension

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat eulenspiegel

    unsere Meinungen , werden nichts verändern.
    wenn alle diese Meinung vertreten, dann wird sich tatsächlich nichts verändern
  • 30.09.19, 09:13
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ja, wie bereits mehrfach wiederholt, unsere Meinungen , werden nichts verändern. Die Katastrophe wird wie in der griechischen Tragödie sehenden Augen über uns kommen. Egal, was wir tun, weil, wenn überhaupt, nur eine globale Diktatur vielleicht noch etwas daran ändern könnte. Wir stecken schon viel zu tief im Klimaschlamassel, vielleicht hat es sich längst versebständigt. Das weiß keiner so genau. Fakt ist, meine Generation hat das zu verantworten, hat das verschissen.
  • 29.09.19, 23:57
    Klaus Norbert

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen

    ... Wenn es jetzt nicht wehtut, wird es in 30 Jahren noch viel mehr wehtun.

    ... Deshalb wird sich jetzt nichts ändern.

    Wenn wir einfacher lebten, wäre etwas zu erreichen, wofür die eventuellen Menschen in hundert Jahren dankten. Aber es passiert nichts, die Masse weiß nicht einmal, um was es geht. Sie weiß irgendetwas, wenn es wehtut. Nur dann ist eh gar nichts mehr zu machen.

    Wir könnten die Diskussion auch abschließen.
  • 29.09.19, 11:53
    eulenspiegel

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ach was. Dann kauft der Student halt nur 6 Eier pro Woche und nicht jeden Tag.

    Blabla. Fakt ist, dass keine Partei, auch nicht die Grünen, Gerechtigkeit herstellen wollen. Gerechtigkeit für Nutztiere, Bauern, bei der Steuerpflicht, beim Konsum etc.etc.

    Niemand muss hungern und niemand muss frieren, wenn wir faire Preise zahlen. Und wenn, dann wäre genug Geld da, die Ärmsten zu unterstützen.

    Wenn es jetzt nicht wehtut, wird es in 30 Jahren noch viel mehr wehtun.
  • 29.09.19, 11:33
    rodbertus

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Das mit der Einsicht funzt aber nicht, ad. Daran scheiterte (u.a.) die DDR, denn sie setzte auch genau darauf, daß die Einsicht in die Notwendigkeit einer historischen Mission der Arbeiterklasse früher oder später so weit greifen würde, daß den Sozialismus in seinem Lauf weder Ochs noch Esel aufhalten würden. Der ochse aber wurde schon wenig später zur Schlachtbank geführt - für ein paar Kröten Westgeld und neue Versprechen von blühenden Landschaften.
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