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Thema: Ist unser Wille frei?

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  • 13.08.19, 11:27
    anderedimension

    AW: Ist unser Wille frei?

    Ich würde sogar so weit gehen - und sagen: nichts ist unfreier...als unser Wille. Und m.E. lässt sich das auch anhand jedes x-beliebigen Beispieles einwandfrei beweisen. Von einem wirklich freien Willen könnte man nur dann reden...wäre dieser frei von Erfahrungen und/oder Erwartungen. Und das ist nie der Fall.

    Man kann es auch so ausdrücken: erst wenn ich nichts mehr will und niemand etwas von mir will...bin ich wirklich frei. Die Willenlosigkeit ist die höchste Stufe der Freiheit - das macht den Tod zur Freiheit selbst.

    Wille heißt wollen - und wollen heißt; das, das ich will...das habe ich noch nicht...oder auch: das, das ich will, das habe(kenne) ich schon...und ich will gerade deshalb mehr davon. Somit ist jeder Wille auch immer ein Ausdruck von Versklavung.


    Wille=einem unvorhersehbaren Schicksal nicht vertrauen, oder dem vorhersehbaren entgegenwirken

    Beispiel: ich trete dem Mann am Bankschalter wortlos gegenüber und lege ihm fünfzig Euro auf den Tisch. Er könnte den Fünfziger nehmen, sich bedanken und mir einen schönen Tag wünschen. Schicksal! Da ich das nicht "will, äußere ich meinen Willen "nur" wechseln zu wollen - und zwar bevor ich ihm den Schein auf den Tisch lege.

    Anderes Beispiel: ich habe Durst (Zwang) und laufe zum Kiosk. Ich habe dort die Wahl zwischen fünfzig verschiedenen Getränken und sage "eine Cola bitte", Warum keine Fanta? Vielleicht weil die mir nicht schmeckt. Warum kein Bier? Vielleicht weil ich keinen Alkohol vertrage. Und für ein weiteres Getränke, das zur Wahl stünde...fehlt mir vielleicht das Geld. Es gibt also immer einen oder mehrere Gründe, warum ich etwas will oder nicht will. Nichts könnte befangener sein...als mein eigener Wille.
  • 12.08.19, 22:13
    Klaus Norbert.

    AW: Ist unser Wille frei?

    Ich habe nicht das Gefühl, einen Willen zu besitzen. Wenn dieses andauernd Wechselndes als Wille gezeichnet wird, gut, dann gab ich es an.

    Dazu noch einen wie freien Willen, nach welcher Fasson auch immer.
    Also, der Wille ist nicht mein Geist, er ist frei von Geist, er ist frei? Wie sollte sonst frei gemeint sein? Oder ist Geist frei?

    Das geschriebene Wort folgt nicht unbedingt den Regeln für geschriebene Wörter, deshalb gibt es mindestens Mißverständnisse.
  • 12.08.19, 20:41
    saul

    AW: Ist unser Wille frei?

    zitat saul: "eine konstante für unsere Gedanken..., die synchronizität der Elementarteilchen" - möchte nochmal an diesem Gedanken verharren.

    doppelspalt experiment und schrödingers katze eint dieselbe schlussfolgerung, nämlich daß der beobachter und sein werkzeug einfluss auf das system üben, und die erklärung denke ich, könnte möglicherweise die synchronozität bieten. es schließt wohl den einfluss des werkzeugs aus; ich halte diese vorstellung sowieso für etwas dümmlich. es ist vielleicht das auf das system gerichtete bewußtsein des betrachters, das diesen vorgang anregt.

    ein kleines gedankenexperiment: einer beschaut den sternenhimmel. die quellen vieler sterne glaubt er, zu sehen, doch sie sind längst tot. tatsächlich müssen noch wellen unterwegs sein, die das hologramm von der quelle im geist des betrachters ermöglichen. wenn wir annehmen, das der mensch aufgrund verschiedener latenzen und ihrer widerstände immer nur die vergangenheit wahrnimmt, unterscheidet den sternenhimmelbetrachter vom millisekundentrader nicht viel - wir alle leben in der vergangenheit. und was wir alltäglich erleben und mitgestalten ist immer schon vergangenheit, so wie der sternenhimmel.
    wer meine schlussfolgerung errät, bekommt eine cd geschenkt.

    gruß,

    der saul
  • 12.08.19, 10:42
    saul

    AW: Ist unser Wille frei?

    ob der wille eines individuums allein kraft seiner gedanken und wahrnehmung der welt, bewußt oder unterbewußt steuerbar sein kann, möchte ich gar nicht mehr bezweifeln, ganz einfach aus erfahrung, kurz angemerkt. die frage, die sich vielleicht noch stellt, ist ob massenbewußtsein oder überbewusstsein stärker sind, oder grundlage für das individuum, wie etwa die familie für das einzelne mitglied.
  • 16.02.19, 10:37
    eulenspiegel

    AW: Ist unser Wille frei?

    Die Logik - und damit die reine Vernunft, um den ollen Kant nicht zu vergessen - lässt keine Freiheit zu! So wie die Mathematik nach festgesetzten Spielregeln abgespult werden muss, so bietet die Logik keine Freiheitsgrade. Deshalb kann ein freier Wille auch nicht nach logischen oder vernünftigen Regeln funktionieren, weil das schlicht ein Widerspruch ist. Der Wille kann nur in der praktischen Welt existieren, in der logischen hat er keinen Platz. Und er ist immer bestimmt durch eine Melange aus physiologischen, chemischen, physikalischen, energetischen, quantenphysikallischen etc. etc. Bedingtheiten. Der freie Wille kann nur ein statistisches, zufälliges, wenn du willst ästhetisches, Phänomen sein. Meine ich halt.
  • 16.02.19, 08:41
    rodbertus

    AW: Ist unser Wille frei?

    Das ist ein neuer Gedanke in diesem doch so ausgelatscht wirkenden Ordner. Ich kann Deinen Gedanken nachvollziehen, aber ich sehe das Problem mit der Willensfreiheit NICHT als ästhetisches, sondern als erkenntnistheoretisches, auch als logisches, bin also der Auffassung, daß hier schon eine verifizierbare/falsifizierbare Aussage möglich ist. Bei ästhetischen Urteilen ist das bekanntlich nicht möglich. Da ich wie Du ein holistisches Weltbild besitze, mag Dir das erstaunlich vorkommen. Mein Argument für meine Auffassung: das, was einer will, will er. Das, was einer im Kontext ästhetischen Daseins bewertet, das empfindet er. Wille und ästhetische Bewertung spielen also in zwei verschiedenen Lebensbereichen, die zwar gemeinsame Schnittstellen besitzen, klar, als Holist muß ich das behaupten, aber doch verschieden voneinander sind.
  • 15.02.19, 16:06
    eulenspiegel

    AW: Ist unser Wille frei?

    Inzwischen denke ich, dass schon die Ausgangsfrage falsch gestellt ist. Wir gehen immer von einem Gegensatz zwischen Körper und Geist, Bewusstsein und Gehirn, Seele und Chemie aus. Das ist überholt, weil es auf die alte Vorstellung von Materie und Geist als unüberbrückbare Gegenpole, wesensfremde Begriffe beruht. Die aktuelle Physik aber hat diese Grenzen längst aufgehoben und überwunden. Materie und Energie sind keine physikalischen Größen, die einander diametral gegenüberstehen, sondern ineinander übergeführt werden können, ja in der Natur andauernd und fortwährend in Austausch stehen. Analog dazu sehe ich keinen Widerspruch oder Gegensatz mehr zwischen Geist und Materie, Körper und Seele, freiem Willen oder Determinismus. So wie die Kausalität an den Grenzen zwischen Makro- und Mikrokosmos nicht mehr festzumachen ist, so wie sich in der atomaren und subatomaren Welt der Determinismus der Naturgesetze in Wahrscheinlichkeiten auflöst, Lokalität nicht mehr feststellbar ist, so ist Willensfreiheit eher eine Frage des Geschmacks, keinesfalls aber eine, die logisch oder naturwissenschaftlich entscheidbar ist. Weil sie schlicht und einfach sinnlos ist.
  • 11.02.18, 10:39
    saul

    AW: Ist unser Wille frei?

    mir schwirrt eine frage im kopf herum, vielleicht hat einer von euch eine plausible antwort. wenn alle vorgänge in unserem kopf und Körper, geist und hülle stattfinden und jeder Gedankengang physisch reduziert werden kann auf Atome, müßte dann eine konstante für unsere Gedanken gelten, die vermutlich für elektronen gilt, nämlich die synchronizität der Elementarteilchen, der Elektronen.
    wenn das so ist, können wir nicht vom freien willen sprechen. wenn aber unser kopf und Körper, unsere hülle und der geist darin nicht abgegrenzt sind vom außen, in dem maße, als dass ich behaupten könnte, er zöge sowohl gewisse ströme und wellen an sich wie er sie sendet, also ein austausch stattfindet, dann stünde einer art freien Entwicklung und willennsbildung zwar die Abhängigkeit von wirkmächten die dimensionenübergreifend sind, eben so eine wäre ja die synchronizität gegenüber, aber die wirkmacht alleine wäre nicht für die Bildung des willens entscheidend.

    was überwiegt wohl, wenn beides gilt?
  • 05.10.17, 22:11
    Michael
    Auch das Alter verändert nichts an der Zeitlosigkeit des Bewusstseins. Nach all der Zeit wird mein Bewusstsein sein, wie es war, bevor die Reise begann.

    Zeit ist kein Verlust, sie ist einfach eine Illusion. Es gibt immer nur das JETZT und niemals wird es mehr oder weniger werden. Ob wir mit dem heutigen Zustand auch in Zukunft gut leben können werden, ist in Bezug auf die Ausbreitung multiresitenter Keime jedoch wirklich fraglich. Werden kurzfristiger Nutzen und langfristiger Schaden in Relation zueinander gesetzt, entsteht erst Transparenz über das Ursache- und Wirkungserhältnis.

    Für Willi, der die Frage einmal aufwarf...

    Transparenz
    Aerolith wies einmal im Zusammenhang mit dem Thema Transparenz auf einen Denkfehler meinerseits hin. Versuchte darüber nachzudenken und möchte das Thema an den Ebenen und Dimensionen festmachen, die jeweils berührt werden:
    1. Individuell
    2. Zwischenmenschlich
    3. Gruppen, Vereine, Organisationen und Kirchen
    4. National
    5. International
    6. Global
    7. Universell

    Zu 1. Wer zu sich selbst nicht ehrlich ist, wählt in diesem Maße die innere Intransparenz. „Erkenne Dich selbst, (dann erkennst Du Gott)“. Äußere Transparenz bedeutet, sich nicht in ein Netz aus Lügen zu verstricken, die immer mehr Energie erfordern, die Wahrheiten dahinter zu verschleiern. Individuell könnten 7 „Wirkungs-B-Reiche“ 1. physische, 2. emotionale, 3. mentale, 4. intuitive, 5. kausale, 6. intuitive und 7. spirituelle Transparenz unterschieden werden. Dazu könnten alle Dimensionen und Ebenen in sieben weitere Bereiche fragmentiert werden: 1. Politik, 2. Erziehung, 3. Philosophie als Lebenskunde, 4. Kunst, 5. Wissenschaft, 6. Religion als geistige Lebenskunde, 7. Finanzwesen und Lebensplanungssysteme als vernünftiges, machbares und ressourcenbasiertes Organisationsstrukturprogramm einer NOCH MACHBAREN ZUKUNFT FÜR ALLE.

    Grundgedanke bei obiger Deutung des Transparenzbegriffes war damals eine absteigende Transparenzeinsicht, das intuitive Wissen, dass unsere Herzen für die geistigen Dimensionen immer sichtbar sind und wir keine „Mördergrube“ daraus machen können. Es gibt nichts, dass wir vor der geistigen Welt verheimlichen könnten. Absteigende Transparenz lässt keine Ebene von Klarsichtigkeit und Klarsicht, wie Transparenz auch verstanden werden könnte, unbeleuchtet.

    Es gibt keine Schöpfungsdimension, die für Gott als dessen QUELLGEDANKE „uneinsehbar“ wäre und so beginnt Ehrlichkeit vor sich selbst, an sich damit, die Folgen und Wirkungen des Transparenzgedankens denen der Lüge gegenüberzustellen:
    Jede Lüge ist sichtbar. Jede Lüge ist auf der physischen Ebene mit einer Verspannung gleichzusetzen. Auf zwischenmenschlicher Ebene ist die Lüge eine Grenze, die aufgestellt wird. Niemand bemerkt auch eine „kleine Lüge“ nicht. Es ist halt nur ein gesellschaftlicher Emotionalvertrag, darüber hinwegzusehen. Doch die offene Verbindung, die möglich wäre, schließt sich mit jeder Lüge mehr aus der sonst möglichen Kommunkationsbreite aus.

    Über die Selbst- und Fremdlügen von Gruppen, Vereinen, Organisationen und den Kirchen sehen wir seltener hinweg und nehmen diese zum Anlass, erbitterte Kämpfe verbündeter, doch letztlich verbitterter Egos zu führen. Ein spiritueller Sinn wurde vergeblich im Anschluss an „Gleichgesinnte“, „Parteimitglieder“, „Parteiprogramme“ oder „Lösungen“ gesucht und dabei muss die Illusion der Verbundenheit aufrechterhalten werden, die jedoch keine innere Tiefe und keine „Kanalbreite“ besitzt. Dazu muss die Organisation zunächst Bestand haben und so wissen alle Beteiligten, eine Teilwahrheit zu vertreten, die sie jedoch zur Gesamtheit ihres „Damit“-Horizonts erklären.

    Wozu die Zusammenballung aller Gruppen, Vereine, Organisationen und Kirchen in der Projektion von „Schuld“ führt, haben Nazi- und Stasi-Deutschland eindrücklich bewiesen. Die Lobby der Lügen nimmt eine nationale Form an und verteidigt ihre Teilwahrheiten in einem erweiterten Rahmen.

    International prallen dann die verschiedensten Formen selektiv gewählter Teilwahrheiten aufeinander, die global zu einer Gesamtlüge zusammengesetzt werden: Die Verneinung der geistigen Verbundenheit in einer Gesamtwahrheit. Diese, aufsteigend betrachtet, spirituelle Intransparenz durch die Mechanismen Ebenen übergreifender Lügenkonstruktionen sind es, die uns vom Leben trennen und „krank“ machen. Es könnte mit etwas Humor auch von spiritueller Inkontinenz gesprochen werden, ein Loch ist im Eimer und das (Manna-) Mehl kommt nicht zuhause an und wir sprechen davon, dass wir weder in allen 7 Wirkungsebenen noch in allen 7 Bereichen „ganz“ dicht erscheinen.

    Es ist absteigend betrachtet, unmöglich, als Teil des Lebens - vom Geber der Energie des Lebens - getrennt zu sein. Es ist absteigend betrachtet unmöglich, sich als Nation losgelöst und getrennt vom globalen geistig- mentalen und spirituellen Geschehen zu betrachten. Jede Organisation ist wiederum abhängig vom Geschehen ihrer Nation, internationalem Geschehen und globalen Entwicklungen. All dieses wird jedoch wiederum in allen sieben Lebensbereichen zusätzlich höchst unterschiedlich interpretiert.
    Wie wir im Forum sehen, beeinflussen all diese Geschehen zusammen natürlich die Art, den Umgang, das Vertrauen und das Verhalten im zwischenmenschlichen Bereich. Wir stellen fest, nicht vom System der aufsteigend transparenter werdenden Lebenslügen unbeeinflusst zu sein. Alle 7 Dimensionen dieser 7 Einwirkungsfelder beeinflussen wiederum alle 7 Lebensbereiche.

    Individuell sehen wir uns zumeist als verletzt an, wird eine Lüge offenbar und ans Licht der Wahrheit gebracht. Es wurde uns eine Wirklichkeit vorgespiegelt, die wie ein Kartenhaus beim leisesten Windhauch in sich zusammenfällt. Problem dabei ist wiederum das „Dramadreieck“, hier jedoch in sich überlagernden und ausdehnenden Dissonanzen. Etwas Dissonantes schlägt Wellen, Wellen schlagen gegen andere Wellen und brechen, Chaos und eine "Gedankenflut" bricht aus...

    Wer „Opfer“ einer Manipulation durch Lügen wurde, was jedem Menschen schon geschehen sein wird, empfindet das Bedürfnis, sein Leid mit jemandem zu teilen. Hier kommt dann die dritte Seite des Beziehungsdreiecks hinzu: Jemand wird involviert und beurteilt die Situation von außen. Meist wird dieser „Richter“ in einem Menschen gesucht, der die Situation und die darin befindliche Beziehung kennt und das Geschehen somit vermeintlich „einzuordnen“ versteht. Das Drama des einstürzenden Kartenhauses, das zunächst zwei Menschen betraf, wird nunmehr auf einen Dritten ausgedehnt. Aus „geteiltem Leid“ wird sich weiter ausdehnende Spannung und Dissonanz. Als sich eine Freundin gestern den Schwachsinn durchlas, den „ich mir juristisch habe zeigen lassen wollen“, bekam ich an sich die „Bedeutung“ erst mit, die sich als Traurigkeit in Ihren Augen abzeichnete. So habe ich die „Idee der Möglichkeit von Traurigkeit“ projiziert und potenziert. Mein „Rettungsversuch“, die Situation mit einem lehrreichen Nutzen und dem „Erkenntnisgewinn“ zu relativieren, dass ein Verlust für mein Bewusstsein an sich unmöglich sei, konnte an der Projektion von Traurigkeit nichts mehr ändern. Damit war „geteiltes Leid gleich verdoppeltes Leid“. Ich hab nix verloren außer Zeit und der Gewinn aus der ER-KENNT-nis ER-KENNT-ALLES ist in der Ewigkeit als liebevoller Gedanke ewig bewahrt. Daneben hilft das Wissen, dass GOTT alles „gesehen“ hat, dabei, weder einen RICHTER, und schon gar keinen „Advocatus Diabolus“ zu benötigen, der Öl ins Feuer gießt und dabei, heimlich und oft unbewusst, „Rache“ nimmt.

    Die Richter, Helfer, Therapeuten, Ärzte, Anwälte, Psychologen, Ehrenamtliche, Vereinsmeier und sonstig einbezogenen Mitmenschen sind meist jedoch zunächst einseitig informiert worden und wollen sich ein „objektiveres“ und „richterliches“ Bild machen. Sie sprechen mit Person 1. Die merkt natürlich sofort, woher der Wind weht und weiß – unbewusst, emotional, mental, kausal, intuitiv bis bewusst - von dieser „Vorfeldindoktrination“ und meint nun, dieses – schon gefällte Urteil – relativieren und revidieren zu müssen. Angriff erfolgt daher zum Beweis der verlorenen Unschuld. Vor einem Richter, der uns ja unsere UNSCHULD und die Schuld des Angreifenden bezeugen soll. Die Unschuld des Angriffs ist jedoch ein unhaltbares K.O.-Rezept.

    Die derart zum (freiwilligen bis unfreiwilligen) Richter Ernannten kommen mit ihrer UR-teils-funktion in den meisten Fällen ebenso wenig „abschließend“ zurecht und tragen diese Informationen (aus unterschiedlichsten unverarbeiteten inneren und äußeren Motiven und Aspekten) dann zu Person 4. Damit ist das zweite Dramadreieck im Entstehen und die Projektion negativ wirksamer Ideen nimmt ihren weiteren Verlauf. Denn Person 4 spielt sich nun zum Richter über Dramadreieck 1 auf und beurteilt die Personen 1 – 3 und involviert Person 5: „Hast Du schon von 1 +2 gehört, 3 hat gesagt, doch du kennst ihn ja, der zieht gern über andere her…; aber ich sach Dir, wenn da mal nicht 3 was mit 2 am Laufen ist; du erinnerst dich doch, wie der 1 bei der Gartenparty deine Frau angebaggert hat. Ende vom Lied ist, die Idee, es ginge uns besser, wenn wir wenigstens das Leid der anderen verbreiten, erzeugt nur noch mehr Leid. Motiv war ja nie, es solle den Beurteilten nach dem Urteil besser gehen, sondern immer, sich selbst zu erhöhen, um andere zu erniedrigen. Erniedrigt wird jedoch jeder, wenn er nicht als Sohn seines VATERS und damit als unschuldig betrachtet wird. Egal, was das Ego anstellt, um uns das Gegenteil zu beweisen. Nicht wir sagen dem Vater, wer nicht mehr sein geliebter Sohn sein dürfe; doch das tun wir im „Schuldmodus“ ständig.

    Transparenz über die spirituell historisch verschachtelten wechselseitigen Dramadreiecke beginnt absteigend bei einer Grundfrage: Liebe oder Angst? Sie wäre global mit Kooperation oder Konkurrenz gleichzusetzen. Wollen wir Liebe ausdehnen oder Hass auf „graduell Schuldige“ projizieren, und sie damit provozieren, während wir uns profilieren und unser Ego - durch diese Abwertung vom Göttlichen hin zum Sünder – aufwerten, um die verloren geglaubte Unschuld wiederzufinden.

    Die Grundlüge ist dabei halt: Weder das bisherige „Kooperationssystem“, noch das bisherige „Konkurrenzsystem“ besitzen die notwendige Konsistenz, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Stimmigkeit, Handlungsintelligenz, Steuerungsfähigkeit, Kohärenz und Transparenz.

    Wir sind zudem in Ebenen übergreifende, aufsteigende Unwahrheiten verstrickt. Physisch führt die Lüge zu materiellem Verlust, emotional zu einer Verletzung und mental zur Tendenz, vom Opfer zum Täter zu werden, indem die „Öffentlichkeit“ oder der gewählte „Richter“ das zu ahndende Fehlverhalten bewerten und moralisch ächten soll. Hierbei wird jedoch nach den Gesetzen des Geistes einzig die Verletzung ausgedehnt, niemals die HEILUNGSABSICHT.

    Wie blöde dieses verschachtelte Lügensystem wirkt, wird bei Donald T. deutlich: Aus Angst vor dessen Lügen zur Ursache des Klimawandels wollen sie das Pariser-Abkommen vor der US-Wahl durchziehen. Oder war es rückblickend auch, weil alle wussten, dass die Schadstoffbilanzen durch die Autobauer „aufgehübscht“ wurden und „danach“ ohnehin faktisch eine falsche „Datengrundlage“ bei den CO2 – Einträgen einzubeziehen gewesen wäre. Doch das Gesetz des Chaos birgt in seiner Spiegelung auch das Gesetz des Geistes: ALLES, was der Geist sich vorstellt, unterliegt einer MEHRUNG und einer ZUNAHME an FÜLLE. Dass unausgegorene Ideen und Gedanken das Unausgegorene verstärken, ist somit weder Fluch noch Wunder, es ist das Gesetz. CHRISTUS sagte sinngemäß: „Ich bin nicht gekommen, die Gesetze meines Vaters zu verändern. Ich bin gekommen, um sie anzuwenden“.

    Die globale Politik hat Angst vor der real existierenden Lüge in ihren Köpfen, die nur für uns immer sichtbarer werden. Damit bekommt die Lüge, also die Illusion als Grundlage, eine tatsächliche Macht in den Köpfen. Absteigend betrachtet ist die Macht der Lüge nicht gegeben, wir sind offene Bücher und nichts kann „ungesehen“ in der Dunkelheit der Mondlandschaft unserer Steine des Anstoßes „versteckt“ werden. Im Verstecken-Wollen wird die Angst geboren und genährt.

    Allerdings bemerken wir ihre Angstwirkungen allerorten im allseitigen Vertrauensverlust. Angst vor einer Illusion zu entwickeln ist die Folge der Unsichtbarkeit dessen, was aus SCHAM in die Dunkelheit der Kraterlandschaft gezerrt wurde und dort „entdeckt“ werden könnte. Der langfristige Vertrauensverlust wiegt ungemein schwerer als die kurzfristige Genugtuung. Die Beziehungsgeflechte werden zunehmend oberflächlich und die Seelentiefe fehlt im historischen Kontext nunmehr allen Bewohnern der in Welt der Lüge Verbliebenen. Sich als „Lügner“ an Gott zu wenden, wird dadurch zumindest nicht leichter. Was ist das Gewissen?

    Wenn Gott nicht das Gewissen ist, dass uns ein schlechtes Gefühl beim Lügen beschert, was ist die Stimme dann, die uns zur Wahrheit ruft?

    Ach ja, ich habe mich wirklich innerlich geschämt, „all das“ kampflos mit mir machen zu lassen, bis ich den lehrreichen Nutzen sah und begann, die Situation aus der Perspektive unseres Freundes neu zu durchdenken. Ich kann bei all diesen, über Jahrzehnte verwobenen Situationen und Folgekreisläufen einzig den Schluss in Erwägung ziehen, dass das Ganze nicht nur mit mir so abgesprochen war. Denn wozu es gut sein könnte, hatte ich im Zorn glatt übersehen. Zorn bedeutet insofern Intransparenz, wir sind nicht mehr Herr über unsere sieben SINNE und reagieren aus Abwehr, nicht aus der Annahme einer Situation als Möglichkeit, wer weiß schon, wofür…

    Meine Bekannte wusste intuitiv schon wieder, was mit mir los war und träumte überdies einen für mich sehr aufschlussreichen Traum zu dem Thema. Aber Träume sind wieder ein anderes Thema, hier wollte nur gesagt werden, das erst auf- und absteigende Transparenz zusammen heilsam wirken könnten, so wir dieses zu Wählen wünschen würden. Klarheit dehnt sich als Idee ebenso aus; nur ohne Zorn sind wir bei klarem Verstand und ohne eingetrübte Sicht. Ach ja, jeder der sieben Wirkebenen könnte ein 7. Sinn zugeordnet werden, jeder Bereich ist einer von sieben Farbstrahlen zugordnet und den Horizont bestimmt die Einbeziehung der jeweiligen 7 Daseinsdimensionen:

    Individuell
    Zwischenmenschlich
    Gruppen, Vereine, Organisationen und Kirchen
    National
    International
    Global
    Universell


    So sollte nicht gefragt werden, was individuell vom Universellen für uns getan werden könnte, sondern wir sollten uns fragen, was wir individuell, zwischenmenschlich, in Gruppen, national, international und global für das UNIVERSELLE tun könnten. So sollten wir nie um das bitten, was wir nicht haben, sondern immer um das, was uns unser Vater schon gab. Absteigend ist die Welt so, wie GOTT sie schuf. Aufsteigend bewirkt die verzerrte Wahrnehmung scheinbare Abweichungen, doch jede Optik lässt sich neu justieren. Nicht die Welt ist zu dem zu machen, was das Ego will. Das Selbst wird die Welt in einem Licht aufscheinen lassen, das alle Tränen von selbst trocknen lassen wird.


    Eigentlich der falsche Fall und die falsche Person: Alle Tränen werden vom SELBST einfach weggeleuchtet. Wenn am Ende alle herzhaft lachen, ist das Schuldspiel ausgespielt und niemand hat einen Grund mehr, die Vergangenheit in die Gegenwart zu projizieren.
    Eigentlich könnte Transparenz auch mit Vergebung verbunden werden, erst wenn wir vergeben haben, blicken wir wieder klar durch. Solange jedoch die Gesetze des Geistes nicht verstanden wurden, wissen wir nicht, welches Angebot wir "da" annehmen und was die "unklare Relativierung" am Ende verstärkt:

    Auch daher wäre zu fragen, ob die Motivationstheorie nicht auch auf den Prüfstand gehört. Der Attentäter in Las Vegas soll an sich "seinen Willen" bekommen haben. Er wird als wohlhabend beschrieben und all die eingehaltenen VERSPRECHEN DES DÄMONS haben es ihm nicht ermöglicht, glücklich zu sein.

    Was für 7,499999999 Mrd. Menschen das vom Dämon angestrebte Paradies bedeutet würde, brachte ihm keinen Bewusstseinszustand der Zufriedenheit. Er erstickte am Hass, den sein Geldgewinn als Idee von Besonderheit in ihm mehrte. Da Geldgewinn hier bisher immer an der Idee des Verlustes eines anderen hängt, mehrte sich das schlechte Gefühl in ihm, das er anderen bereitet hatte. Er empfing, was er gab. Wer Hass in einem Geist sät, wird selten Liebe ernten.

    Und wer Liebe will, muss LIEBE HABEN. Die Quelle von Liebe im Angebot des Dämons zu verorten, ist jedenfalls eine äußerst unsinnge Idee, die sich dennoch mehrt, wenn sie geteilt wird. Wollte ich als Idee mal in den Raum werfen, damit die Zeit nicht so lang erscheint.

    Ich finde halt, man merkt langsam, dass die Zeit umso schneller vergeht, je mehr man sich der Ewigkeit nähert. Bei der Annäherung an die Ewigkeit ist es keine Hilfe, auf die Hilfe des Dämons und die Besonderheit zurückzugreifen. Was, das einen Namen trägt, könnte "Unter-SCHIEDE" aufweisen?

    Warum leben Totgesagte übrigens oftmals länger?

    Sie haben das JETZT gefunden. Mehr gab es niemals.

    So scheint der amerikanische Traum vom Glück DURCH Geld geplatzt zu sein. Die gesamte Motivationstheorie steht auf dem Spiel und jedes Ziel wurde als belangslos entlarvt. War es das, was "damit" gesagt werden wollte?

    Wo kommt der Hass bei jemandem her, der doch - nach amerikanischen Wertvorstellungen - auf der sonnigen Seite des Lebens stand?

    Hatte Karlchen Marx am Ende Recht und Besonderheit ist ein Fass ohne BODEN?

    Gier als geteilte Idee war keine besonders gute Idee. So dehnt sich aus, was im Geist ist. Gier oder Zufriedenheit, beides schließt sich aus. Eines relativiert das andere durch seine bloße Akzeptanz der Existenz im Geist zum Nichts. Ist Zufriedenheit da, muss Gier weg sein. Ist Gier da, muss die Zufriedenheit leider gehen und "draußen" bleiben...

    Sind die Gesetze der Schöpfung nicht leicht zu verstehen? Wo ist das Problem, das einzusehen?

    Handele aus der Fülle des SEINs, nicht aus dem Mangel des Nichtseins. Wir sind Meister in der Projektion von unfreiem Willen, da uns die absteigende Transparenz nicht einleuchtet, die Offenheit bedeutet, denkt man weiter darüber nach. Es sind keine Standpunkte mehr notwendig, man fließt mit dem LEBEN und weil man das LEBEN liebt, liebt einen das Leben.

    Wir könnten sagen, unser Wille ist erst wirklich frei, haben wir erkannt, das Leben zu sein, das wir lieben.

    Feldabhängigkeit von der Liebe macht feldunabhängig vom Hass. Es ist die Wahl der Quelle, die beim Angebot des Dämons im Hintergrund der Entscheidung untergeht...

    Unser freier Wille liegt einzig in der MACHT DER ENTSCHEIDUNG, ob der Dämon geben wird oder GOTT uns das gab, was die Liebe niemals zurückkfordert, da sie dann nicht mehr liebevoll wäre...
  • 05.10.17, 21:10
    anderedimension

    AW: Ist unser Wille frei?

    Als mein Vater 40. wurde, da dachte ich das wars...nun wird er sterben. Als er seinen 50. feierte wunderte ich mich...dass er noch lebte. an seinem 70. fragte ich ihn wie alt er gerne wäre...könnte er sich das aussuchen. 35 war seine Antwort. Nachgefragt begründete er das mit der Gleichzeitigkeit von Reife und dennoch erhaltener Jugend. Mit 20 wäre er zwar unbeschwert gewesen und die Welt rosarot...aber dafür hatte er noch kein Geld, keinen Besitz - er konnte sich nichts leisen. Mit 60 hat man das vielleicht alles, dafür muss man aber Abstriche bei der Gesundheit machen...ist nicht mehr so agil und spontan.

    Warum erzähle ich das? Ich erzähle es um zu sagen...dass wir eine eigene Zeit in uns tragen...egal in welcher Zeit wir leben.
    Wir leben nicht in den 50ern, 70ern oder im 21. Jahrhundert...sondern vor allem in und mit uns selbst. Wir neigen aber dazu die heile Welt und das Glück in Epochen zu verorten. Früher war alles besser...aus der Zukunft wird sowieso nix. Es ist also egal in welchem Zustand der Wald einmal war...das spielt höchsten eine Rolle um den Status Quo zu bestimmen. Entscheiden d ist...ob wir mit dem heutigen Zustand leben wollen...leben können. Egal in welche Himmelsrichtung ich laufe...nach spätestens 1 Stunde stehe ich im Wald - in einem Wald...wo das Leben pulsiert...der n cht den Endruck macht er sei dem Tode geweiht. Schaue ich genauer hin...werde ich immer etwas finden...das es zu retten gilt. Aber so wäre das auch vor tausend Jahren gewesen...und so wird das auch in tausend Jahren noch sein.
  • 05.10.17, 13:08
    Michael

    AW: Ist unser Wille frei?

    Ja, es ist PERVERS. Die Burgdorfer GRÜNEN mischen beim Verkauf von Nervengift im Trinkwasser gerne und ohne Bedenken mit. Doch sie stellen hier ein Werbeschild auf, auf dem steht:

    Sauberes Wasser - Reine Luft.

    Wobei Niedersachsen im Prinzip das Bundesland ist, für dessen Steuersäckel wir erneut die ganze Welt vergasen...

    War ihr Wille frei, den Umweltgedanken derart zu verraten, dass sie die Linken-Fraktion umwelttechnisch ausgebremst haben?

    WAS ist mit der ASSE? Waren sie frei?

    Madagaskar hat nach wenigen Jahren des WALDINVESTMENTS annähernd 90 % seines Regenwaldes verloren.

    Das Spiel: Koffer oder Kugel wird weiter überall gespielt.

    Was ich beim in alten Wunden bohren hervorgekramt habe, ist an sich der BEWEIS für das käufliche wissenschaftliche MIETMUNDTUM.

    Du findest hier für jede THESE einen wissenschaftlichen MIETMUND. Aber Du hast ebenfalls völlig RECHT damit, nicht die Angst als Handlungsgrundlage zu verwenden, sondern die LIEBE zu unserem Planeten, einem Gefühl, in dem sich alle Geister wiederfinden könnten, denn das war es, was uns einst trennte, als wir diese Verbindung aufgaben.

    Nicht einmal der Wille der Gerichte ist hier frei, sie lassen sich von diesen wissenschaftlichen Kaufgutachtern nur zu gern belügen...

    Mein Wille schien nicht frei, diesen Schwachsinn erleben zu müssen. Doch ich beginne zu begreifen, was der HILFERUF des wissenschaftlichen Mietmundes ist, seine innere Absicht beim "so blöde betrügen, dass es herauskommen muss". Sie wollen eigentlich nicht als wissenschaftliche WAFFE missbraucht werden. Auch der wissenschaftliche Mietmund ist ein Kind unseres VATERS und wird dadurch nicht zu etwas anderem. Danke für den Hinweis, ich vergaß...

    Sprach vorhin mit der Rechtsgelehrten der KVN. Konnte ihr klarmachen, auf welche Art Ärzte dazu gebracht wurden jetzt etwas nicht mehr zu sehen, was vor 24 Jahren in einem gerichtlich bestellten Gutachten mit 60 % bewertet wurde. Genau dieser wissenschaftliche Mietmund hat dieses Gutachten damals "bestellt" und will davon heute nichts mehr wissen...

    Als sie verstand, dass die Ärzte, die das nun mit 30 % bewerten, eigentlich jeden Sachverstand und ihnen vorgelegte Nebenbefunde vorsätzlich verleugnen, fiel mir zum Kaufgutachtertum folgender "Text" ein:

    "Sie wissen doch, wie das Kaufgutachtertum läuft. Sehen wir, auf welche Kaufgutachter sich die Tierärzte beim Missbrauch der Reserveantibiotika berufen, uns in das humanmedizinische Mittelalter zurückzubeamen, möchte ich das Gewissen der Gutachter und Tierärzte nicht sein. Ich werfe Ihren Ärzten doch nichts vor, sie können sich nicht dagegen wehren..."

    Sie wurde etwas weicher und das Gespräch wurde konstruktiver. Nee, ich werfe diesem Schweinestaat nichts vor, es ist nur so langsam, dass ihm beim Laufen die Haxen abgefressen werden und das Fleisch in Fetzen hängt. Das zeigt nur das Gesetz des Geistes in seiner umgekehrten Form der Anwendung auf. Daher macht es keine Angst, sondern es befreit vom Irrtum, den Fehler anzusehen, zu berichtigen und dabei nicht als Sünde zu betrachten.

    Wenn ich den guten Mann jetzt von seinen Lügen befreie, die ihn offensichtlich ebenfalls 25 Jahre nicht verlassen haben, wird klar, dass er zum Auftragskiller für diese verzerrte Idee von Gesundheitswesen gemacht wurde. Der, in dessen Geist die Lüge vor 25 Jahren begann, sieht nun, dass Ideen und Gedanken ihre Quelle nie verlassen.

    WAR die LÜGE jemals sein WILLE? Ist der gute Mann beim Medizinstudium einmal angetreten, um die Heilungsabsicht dahinter so zu verraten? Oder wurde er zu etwas geformt, was ihn selbst nun derart ankotzt, dass die schlechten Lügen diesmal einem unbewussten Geständnis gleichkommen?

    Dürfen Mediziner ihr Wissen und ihre Macht (als EXTERNER Gutachter des Landesamtes) dazu verwenden, andere Ärzte zu Meinungen zu "bewegen", die erfordern, diesen Ärzten vorgelegte Befunde zu verleugnen?

    Ich meine: Wenn ein technischer Sachverständiger einem Freund hilft, den Tacho "zu justieren", kann diese "Fälschung technischer Dokumente" drei Jahre Haft bedeuten. Wenn ein Arzt jedoch wissentlich und vorsätzlich so BLÖDE tut, wie ein ARZT niemals sein darf, will er weiter Arzt sein, geht er ganz sicher straffrei aus.

    Als sie bemerkte, dass ich ihren Kollegen von der Ärztekammer schon VOR der "Fehlbefunderstellung" über das Kaufgutachtertum informell informierte, zeigte sie auch Bereitschaft zur Kooperation und gab ihre vorherige Abwehrhaltung auf. Na, und du wirst es nicht glauben, mein "Anwalt" schickt mir jetzt auch die Befunde zu, die ich mir sonst beim SG angeschaut hätte, obwohl der Inhalt vorher klar war...

    Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieser göttliche Kaufgutachter nach 25 Jahren selbst verrät, ist so gering, wie die Unwahrscheinlichkeit der Verkettung aller anderen Faktoren, dass dem ein Lehrnutzen innewohnen muss. Sie sind nicht böse, sie suchen nur Wahrheit. Und die Wahrscheinlichkeit, den Kaufgutachter jetzt als externen Gutachter des Landesamtes "wiederzusehen" ist so gering, dass klar wird, dass niemand das Lügen für ihn fortsetzen wollte.

    So handelt jeder Mensch nach seinem Lehrplan und die Summe alle Lehrpläne ist die SÜHNE, also die Aufhebung des Glaubens an die Schuld.

    Warum Schuld und freier Wille nicht voneinander zu trennen sind, könnte das Hörbuch im Kurs heute verdeutlichen. Was eine Antwort auf eine früher hier gestellte Frage abbildet. Doch wir stellen immer "Fragen", die wir uns schon beantwortet haben... Wir suchen nur Bestätigung dafür...

    Wenn der Schwachsinn dazu dient, den Schwachsinn des wissenschaftlichen Kaufgutachtertums aufdecken zu können, könnte es helfen, den GBA davon zu überzeugen, der Verordnung der humanmedizinischen Reserveantibiotika FÜR DIE TIERMAST ein sofortiges Ende zu bereiten. Schön dabei ist, dass ich die lügende Ärzteschaft und dem Zusammenhang mit der "Verordnung der Reserveantibiotika" dort vorbereitend schon geknüpft habe, als ich die Vorschläge zum Cannabis-Gesetz dort einreichte.

    Weißt du, worauf die Tierärzte ihre Lüge aufbauen?

    Auf den Schutz des Lebens der Tiere. So sind Masthähnchen heute wichtiger als die Zukunft aller Menschen?

    Und das soll gesund sein? Sagte ich übrigens zu dem Psychologen in Bezug auf die geistige Gesundheit:

    Indem sie das kranke Ego als gesund definieren, nehmen sie uns jede Chance auf geistige Heilung, da die Krankheit als gesund betrachtet wird. Aber auch der hat eine Diagnose gestellt, die dem damaligen Gutachten wiederspricht. Komisch, dass das Gericht vergessen hat, den Arzt anzuschreiben, der eine PTSD annimmt. Was für ein Zufall...
  • 03.10.17, 17:32
    anderedimension

    AW: Ist unser Wille frei?

    Die Grünen haben bei ihrem Straßenwahlkampf Freibier...Bier to go verteilt...in PLASTIKBECHERN

    Mehr muss man doch eigentlich nicht sagen...oder? Aktuell kümmern wir uns aus der Ferne mehr um die Regenwälder...als das die dort Ansässigen...die Einheimischen tun. Natürlich haben wir, hat der Mensch Fehler gemacht...wird auch weiterhin Fehler machen - aber Du solltest auch anerkennen...dass man aus den Fehlern lernte und heute vieles besser macht als gestern. Natürlich ich kann ich immer wieder die Vergangenheit bemühen und in alten Wunder herumbohren...jedermann seine Fehler unter die Nase reiben - aber ist das auch konstruktiv? Ist es nicht viel sinnvoller sich mit den positiven Entwicklungen zu befassen....diese zu unterstützen und dafür zu werben?

    Während wir hier "nur" schreiben, gibt es da draussen tausende von Menschen die handeln. Die Welt ist nich rosarot...war sie auch noch nie...und wird sie auch niemals sein - aber sie ist heute eine bessere als vor 1000 Jahren...und zwar in jeder Hinsicht. Und sie ist deshalb eine bessere...weil es bei aller Kritik auch immer Menschen gab...die sich von negativen Entwicklungen nicht lähmen ließen und nach vorne schauten.
  • 03.10.17, 14:55
    Michael

    AW: Ist unser Wille frei?

    Danke für diese Feststellung. Dann sehen wir am Zustand unseres Planeten eine global gemeinsam geschaffene Fehlleistung?

    Oder ist es eine herausragende Leistung, in der Heimat den Wald zu schützen und in der Ferne für "Biosprit" und "Palmöl" die Regenwälder schon zu zerstören, bevor ihr "Nutzen" erkannt werden konnte?

    Vielleicht war ja ein Kraut gegen die Gier gewachsen?????
  • 29.09.17, 09:22
    anderedimension

    AW: Ist unser Wille frei?

    Ja, so in etwa meinte ich das. Es ist nicht einfach über den Tellerrand blicken zu können...wenn man nicht alle relevanten Informationen hat...die es dazu benötigt - und selbst wenn...müssen diese erst mal ausgewertet und richtig interpretiert werden. Im Laufe der Evolution hat sich der Einzelne immer mehr spezialisiert. Vor 10 Tsd Jahren konnte wohl jede Frau ein Fell zum Kleidungsstück verarbeiten und jeder Mann einen Speer anfertigen. Wer anderen überlegen war, der hatte das wohl eher seinen körperlichen und weniger seinen geistigen Fähigkeiten zu verdanken. Der Zufall spielte mit Sicherheit auch eine große Rolle - irgendwer hat vielleicht mal aus lauter Hunger und Verzweiflung ein Kraut gekaut und festgestellt, dass dieses nicht nur den Hunger stillt...sondern auch die Zahnschmerzen betäubt. Ein wenig damit experimentiert...und schon war der Schamane erfunden. Wer im Norden lebte, der wusste wie man sich gegen die Kälte schützt...während die im Süden mit der Hitze gut umgehen konnten.

    Heute ist das ganz anders - kaum einer weiß wie die Sträucher heißen...die in unmittelbarer Umgebung...vor der Haustür wachsen. Die gleichen Leute wissen aber wie man einen Motor aufbaut, oder wie man eine Rakete zündet. Im Zeitalter der Spezialisten und Fachidioten braucht es also vor allem eines; eine gute Vernetzung. Ohne das entsprechende Netzwerk ist heute nichts mehr zu erreichen. Und wenn unsere Wälder heute wieder so gesund sind...dann ist auch das das Resultat globaler Prozesse - eine globale Leistung.
  • 28.09.17, 21:58
    aerolith

    AW: Ist unser Wille frei?

    Verstehe ich den gegenwärtigen Stand der Diskussion richtig, dann geht man hier derzeit der Frage nach, inwiefern menschliche Entscheidungen gebraucht werden resp. wie viel Einfluß menschliches Handeln im Kontext globaler Prozesse besitzt.

    Im Kontext der Willensfreiheit sind das nebensächliche Fragestellungen.

    8,3 Milliarden gesunde Bäume, also gut hundert für jeden? Holla! der Baum ist des Deutschen liebstes Kind, nicht das Auto. Es waren und sind Bäume, unter denen ich die schönste Zeit des Tages verbringe. Ich glaube, wir sind das einzige Volk in der Welt, das ein Gesetz besitzt, wonach für jeden abgeholzten Baum ein neuer gepflanzt werden müsse. Das läßt tief blicken und wirft die Frage auf, ob wir nicht anders können oder ob die Formulierung dieses Gesetzes ein Akt des freien Willens war. Das Gesetz ist zwar verklausuliert im StGB formuliert worden, nichtsdestotrotz ziemlich eindeutig auf das Abholzen jedweden Baumes anwendbar.

    Baumfällverbot in Deutschland

  • 28.09.17, 15:48
    andere-dimension

    AW: Ist unser Wille frei?

    Ich vertraue den Ingenieuren. Detailfagen (Rentner oder Kind...)...mit denen wir uns befassen...haben diese schon längst beantwortet - sind schon viele Schritte weiter. Es geht um das Große und Ganze - und schon heute steht fest, dass es durch das Autonome Fahren viel weniger Verkehrstote geben wird als heute. Einzelschicksale sind da zu vernachlässigen. Andere mögen vermeintlich weiter sein als wir Deutsche - aber ich gehe jede Wette ein, dass wir am Ende die Besten sind. Keine Chinese und kein Ami kann uns das Wasser reichen, wenns dann wirklich drauf ankommt. Beispiel Audi: Die starten erst mal mit dem Staupilot - der aber ist so gut durchdacht und konzepiert, vor allem praxisnah, dass er sich durchsetzen wird. Die Nachfrage ist jetzt schon enorm...aber es fehlt noch die Zulassung. Das ist typisch deutsch: Step by Step und mit Augenmaß. Lass die Teslas und Googels nur machen, gegen die Deutschen haben sie keine Chance. Jetzt steigt sogar Dyson... ein Hersteller von Staubsaugern und Händetrocknern...ins E-Car Geschäft ein. Der Mensch denkt nicht weit voraus (von der Natur so gewollt), aber einigen gelingt es dann doch - und die bestimmen die Richtung. Fakt: Empirisch betrachtet war die Zukunft immer besser als die Vergangenheit.

    Anderes Thema; wusstest Du, dass unser Wald der gesündeste seit 500 Jahren ist? Wir haben in Deutschland 8,3 Milliarden Bäume...den größten Baumbestand in Europa - kerngesunde Mischwälder - keine Monokulturen wie einst. Es gibt gute Argumente dafür optimistisch in die Zukunft zu blicken.
  • 28.09.17, 13:25
    Michael

    AW: Ist unser Wille frei?

    Das ist die eigentliche Frage dabei: Kann eine Software wirklich eine kategorisch eingeordnete Rechenoperation inklusive "richtiger Entscheidung" zum höchsten Nutzen aller treffen?

    Was andere-dimension berechtigt hinterfragt, ist der Punkt der "vollkommenen Information", die ALLE Nebenumstände einbeziehen müsste, um eine angemessene Entscheidung treffen zu können.

    Hinsichtlich der "Nebenumstände" der Digitalisierung teile ich die Bedenken von Saulchen. Weder haben wir eine Vorstellung davon, was es bedeuten wird, noch wurden wir jemals gefragt, ob wir diese - uns bisher unbekannten Wirkungskreisläufe - DANN auch WOLLEN.

    Keine menschlichen Entscheidungen sind jemals frei von Emotionen. Was die künstliche Intelligenz zu etwas bewegt, ist immer ein schon formulierter situationsbedingter doch kategorischer Imperativ, für eine spezifische und veränderte Situation kann diese Antwort daher nicht "passen".

    Die Emotionen würden einer künstlichen Intelligenz mit Werten eingeimpft, die Abstufungen und Urteile für Situationen beinhalten, die sich eventuell so noch nie ereignet haben. Eine Notwasserung auf dem Hudson River wäre also nur möglich gewesen, wenn diese Sitatuin schon verarbeitet worden wäre. Für neue und unbekannte Situationen ist die künstliche Intelligenz weiterhin nur die Spiegelung unserer eigenen, doch diese kann durchaus eine eigene Richtung bekommen.

    Und wenn emotionslose Entscheidungen im Labor möglich erscheinen, bewirken diese dann im Erlebensfall tatsächliche Emotionen in Menschen. Auch dieses wird dann eine Rückkopplungsschleife in den Programmierern (über Emotionen) auslösen. Zumindest teile ich die Befürchtung, dass wir uns für etwas entschieden zu haben scheinen, von dem wir keinesfalls wissen, was es bewirken wird.

    Für ein künstliche Intelligenz gäbe es kaum Gründe, die Existenz (bewusst gewählter) natürlicher Unintelligenz zu fördern. "Gebraucht" werden Menschen dann zumindest immer weniger, was bei steigendem Angebot an globaler Arbeitskraft und sinkender Nachfrage nach menschlichen Humanressourcen auf eine Störung des Gleichgewichtes und der PREISBILDUNG hinausläuft. Kurz: Wir "entwerten" uns zunehmend selbst und nennen es Effizienz. Wie effektiv diese Entwicklung auch die Produkte und Dienstleistungen machen wird, ohne die Wertschöpfungen zu besteuern, wird diese Form der Digitalisierung ALLE Staaten in den Ruin treiben.

    Denn alle Wertschöpfung wird immer weiter zentralisiert, die Herstellung digitalisiert und die Steuerung autonomisiert und automatisiert. Aufgehen kann diese Rechnung jedenfalls nicht wirklich, ohne, wie schon von der SPD bei VW in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts gefordert, die Rationalisierungsgewinne zu besteuern. Danach waren sie für Jahrzehnte weg vom Fenster. Wurde nur allzu gerne vergessen, war aber in meiner Wahrnehmung dieser Zeit so...

    Wer sollte "dieses" denn nun global formulieren und in allen nationalen Parlamenten als gemeinsame Willensbildung GEGEN alle Kapitalinteressen durchsetzen können?

    Diese "Institution" gibt es nicht. Nur das Kapital agiert global, die Menschen besitzen leider keine globale Vertretung. Das Ego handelt geeint und das Selbst scheint in Fragmente getrennt. Doch diese Fragmente erleben eine gemeinsame Wirklichkeit, die gemeinsame Ursachen besitzt.

    Wenn wir nicht abschätzen können, welche Ursachen wir "damit" global setzen, wie wollen wir dann die nationalen Folgen einsortieren? Wenn wir nicht abschätzen können, was nationale Ursachen umgekehrt in globalem Kontext bewirken, befinden wir uns sogar in einem doppelten Blindflug...
  • 14.09.17, 08:30
    andere-dimension

    AW: Ist unser Wille frei?

    Statistiken zeigen, dass die künstliche Intelligenz der menschlichen überlegen ist - und die besseren "Entscheidungen" trifft. Flugzeugunglücke haben fast immer die Piloten zu verantworten - meist dann...wenn sie den Autopiloten überstimmern. Die Software ist immer der bessere Pilot...denn sie trifft ausschließlich rationale...und niemals emotionale Entscheidungen. Bei den Autos wird das nicht anders sein. Für die Software gibt es keine Entscheidung "Rentner oder Kind"...denn sie greift schon viel früher ins Geschehen ein...so dass sich diese Entscheidungsfrage erst gar nicht stellt. Sie ist frei von jeder Emotion (...das Kind hat sein ganzes Leben noch vor sich, der Renter ist sowieso bald unter der Erde...). Was ist...wenn es sich bei dem Rentner um den Bundespräsidenten handelt...das Kind einen Sprenggürtel trägt? Der eine Fahrer kennt den Präsidenten erst gar nicht---der andere schon...erkennt ihn aber nicht. Dann die Frage: Handelt es sich bei dem Rentner um meine Mutter...während ich das Kind nicht kenne. All diese Dinge sind für die Software nicht relevant....weshalb nur sie eine Entscheidung zum Wohle aller treffen kann.
  • 06.09.17, 13:02
    saulchen

    AW: Ist unser Wille frei?

    hi michael,

    dein heuhaufen-bild gefällt mir sehr gut.
    mir zeigt es, daß die autonomie der entscheidung dem menschen obliegen sollte und diesbezüglich der digitalisierung als gesellschaftsumwälzender prozess einhalt geboten werden muß.
  • 03.09.17, 13:23
    Michael

    AW: Ist unser Wille frei?

    Das "Hinken" wurde ja oben auf Seite 11 von Willi Wamser angeführt:

    Zitat aus Beitrag 258:

    "Externe Gegenüberlegungen:

    Es ist sehr fraglich, ob in Libets Experiment ein Modell vorliegt, das sich auf komplexe Entscheidungen applizieren lässt (vgl. die „falsche und die richtige Steuererklärung, machen nicht machen, abgeben, nicht abgeben“). (f)

    Unser ganzes auf Selbstbeobachtung fußendes Erfahrungswissen geht davon aus, dass wir alternative Handlungsmöglichkeiten haben. Unser Rechtssystem baut darauf auf: Wir sind geneigt, eine harte Strafe auszusprechen, wenn der Delinquent, einen breiten Entscheidungsraum hatte. Wir sehen mildernde Umstände oder Feispruchmöglichkeiten, wo zwanghafte Handlungen oder Verbotsirrtum oder ähnliches, also ein schmaler Entscheidungsraum vorliegt. Solche – bewährten – Rechts-Systeme wären hinfällig, wenn man Libets Experiment in seiner harten Deutung als verbindlich setzen würde. (g)

    Es mag durchaus sein, dass unser Gehirn ein Ensemble von Instanzen enthält, das limbische System, ein Vorschlagsystem mit Optionen, bewusste Abwägungsprozesse, ein Revisions-system bezogen auf unmittelbar bevorstehende Entscheidungen, ein Verbesserungssystem in der Nachbereitung usw. In solchen Ensembles ist dann der „Willensruck“, den der Proband verspürt, nur ein winziges Teilchen, an dem man das Problem der freien Willensentscheidung kaum festmachen kann. (h)

    Damit zusammenhängend: Neurophysikalische Prozesse mögen mit Entscheidungsprozessen parallel laufen. Sie sind nicht damit identisch. Die These vom notwendigen Sprachdualismus (Bieri) und von der Vermeidung der Kategorienvermischung pocht darauf, dass zwei Codes unvermischt nebeneinander bestehen. Das innere Gefühl in Ich-Perspektive, dass ich eine Entscheidung treffe, lässt sich physikalisch nicht messen. Die Er-Perspektive hat kein Wahrheitsmonopol. (i)

    Würde die harte Version der Libet-Deutung zutreffen, so wäre zu fragen, inwiefern diese Deutung „limbisch vorherbestimmten“ Entscheidungsprozessen unterliegt, also: a) Sind die Messdaten intersubjektiv auf richtige Wahrnehmungen gestützt? b) Und wenn ja: Sind sie richtig interpretiert? (j)

    Schließlich könnte ja unser Bewusstsein so konstruiert sein, dass unsere Wahrnehmungen Illusionscharakter haben. Und selbst wenn unsere Wahrnehmungen objektiv und damit illusionsfrei sein sollten: Ist unsere Interpretation und ihre Wahrheitssuche dann einer freien Entscheidung fähig? Wenn nämlich unsere Interpretationsprozesse ähnlich wie Bewegungsprozesse nicht reflektiert und frei sind, sondern illusionsnah, so ist ein Selbstwiderspruch in der harten Libetdeutung zu konstatieren. Wie kann eine Aussage „Unser Körper, unser Gehirn, unsere vorbewussten Instanzen kennen schon unsere Interpretation“ mit der Aussage zusammenpassen „Die Interpretationen sind Ergebnis einer illusionsfreien Überlegung“?

    Und - was bei einer so einfachen Entscheidung wie der Handbewegung den Determinismus zweifelhaft macht, wieviel zweifelhafter ist dann eine Leugnung des freien Willens bei komplexen Verhaltensweisen mit Entscheidungsfindung?(k)"

    Wie frei ist der Wille, eine Wahrheit zu suchen, die wir offenkundig alle aus dem Sinn und damit aus den Augen verloren haben? Wir haben doch vergessen, woran wir uns nicht mehr erinnern...

    Gehen wir einmal von der These aus, dass unsere Wahrnehmungen Illusionscharakter aufweisen, besitzt niemand "das Wahrheitsmonopol". Um auf einen Aspekt zurückzukommen, den andere dimension in mir ansprach:

    "In dieser Welt ist die einzig verbleibende Freiheit die Freiheit der Wahl - immer zwischen zwei Wahlmöglichkeiten oder zwei Stimmen. Der Wille ist auf keiner Ebene an der Wahrnehmung beteiligt und hat mit der Wahl nichts zu tun. Das Bewusstsein ist der Empfangsmechanismus, der Botschaften von oben oder unten empfängt - vom Heiligen Geist oder vom Ego. Das Bewusstsein hat Ebenen, und das Gewahrsein kann ziemlich drastisch wechseln, aber es kann den Wahrnehmungsbereich nicht transzendieren. Höchtsenfalls wird es der wirklichen Welt gewahr, und es kann darin geschult werden, das immer mehr zu tun. Doch schon die Tatsache, dass es Ebenen hat und geschult werden kann, zeigt auf, das es nicht die Erkenntnis erreichen kann." (1)

    Diese Ebenen und ihre Verwechslungen können kaum von dem erkannt werden, der nicht erkennt. Wir benötigen daher einen "externen Lehrer", der den Irrtum sieht und erkennt, wo wir in unserem Gedankengebäude falsch abgebogen sind. So oft, wie ich bisher irgendwo falsch abgebogen bin, ist die Wahrscheinlichkeit, "diesmal" mit Hilfe des Egos ans Ziel zu gelangen, verschwindend gering. Wir können die Verwechslung und Vermengung von Instanzen und Ebenen nicht objektiv "einsortieren".

    So verhalten wir uns dann "eselig", wenn wir versuchen, die bisherigen Umwege als die "richtige Fährte" zu verkaufen, um den Irrtum über die Zeit zu retten. Wir können nur erkennen, dass es uns nicht möglich ist, ohne "intersubjektiven Berater" das Richtige vom Falschen zu trennen. Wäre das Bewusstsein, wie oben in den Raum geworfen, tatsächlich ein Empfangsmechanismus, ließe sich obiges Experiment unter anderen Vorzeichen neu durchdenken.

    Und es gibt durchaus Belege und Forschungen, die unser Bewusstsein als "Empfänger und Sender" geteilter "Wahrnehmungen mit Illusionscharakter" denkbar erscheinen lassen könnten...

    Wenn jedoch der Wille - wie oben zitiert - nicht an der Wahl beteiligt sein soll, muss ich den Willen als Prinzip verstehen, als Mittel, dem ein Zweck zugrundeliegt. Das Mittel, der Wille ist die Kraft, die etwas verfolgt. Welcher Erfahrungsstoff gesucht und "verfolgt" wird, entscheidet das Herz; die Seele folgt dem, woran der Geist das Herz gehängt hat. Ich bleibe dabei, dass es zwei "Denksysteme" gibt, unter deren Grundprämissen die jeweils gegensätzliche Sichtweise hinkt. Es ist unmöglich, die beiden Grundprämissen gleichzeitig nebeneinander zu betrachten. Die Kraft, der Wille, und der Stoff an der Geist das Herz hängt, bilden zusammen mit Zeit die Dinge, die wir sehen. Doch alle Dinge, von denen wir denken, dass wir sie sehen, spiegeln Ideen wider.

    Als Empfänger könnte ich jedoch Dinge lernen, die über das bisher Gelernte hinausgehen. Im diesseitigen Lernsystem bin ich darauf angewiesen, das als Wahrheit zu akzeptieren, von dem andere mir sagten, es sei die Wahrheit. Doch da bisher alle Lehrmeinungen zumindest ergänzt, überarbeitet und mindestens korrigiert werden mussten, ist die Wahrscheinlichkeit, mit meinen Annahmen über die Funktion meines Willens richtig zu liegen, recht gering. Wenn ich der "Empfänger" wäre, besitze ich die Entscheidungsgewalt darüber, auf welche Stimme in mir ich höre.

    Ich höre nicht auf das Angebot des Dämons, weil die Besonderheit, die hinter "seinem Zielsystem" steht, für mich mit einem Verlust verbunden ist. Ich liefere meinen freien Willen einer "fremden Macht" aus, obschon allein der Begriff der "fremden Macht" den Wahnsinn macht. Wie sollte es einen Willen geben, den Gott kennt und der IHM fremd ist? Es gibt ja kein Bewusstsein außerhalb von GOTTES Bewusstsein. Wo soll da ein Dämon herkommen? Warum sollte ich mit einem Trugbild sprechen und was sollte es mir anbieten können, mich auf den Handel mit der daraus resultierenden "Schuld" einzulassen?

    "Dann" wäre ich doch nicht mehr frei...

    Was wäre, wenn die freie Entscheidung vor der Wahrnehmung anzusiedeln wäre? Dann muss ich mich entschieden haben, einen Dämon zu sehen, weil ich einen Mangel wahrnahm, dessen Befriedigung in meinem Geist ich dadurch zu erreichen suchte, mein Herz an zukünftige Situationen, Dinge oder Erfahrungen zu hängen, die ich mir JETZT damit versage.

    Dann wäre der Spruch: "Aus den Augen, aus dem Sinn" eine Verkehrung von Ursache und Wirkung.
    Richtig müsste er dann heißen: "Aus unserem Sinn und dann erst in unsere Augen".

    Das zu sehen, was wir zuvor nicht im Sinn hatten, ist zumindest vollumfänglich unmöglich!

    Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010:
    (1) Handbuch für Lehrer Seite 76
  • 30.08.17, 19:01
    Streusalzwiese

    AW: Ist unser Wille frei?

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    Buridans Exempel hinkt nur dann, wenn Du, was Dein freier Wille Dir ermöglicht, die Bedingungen schlichtweg ignorierst oder veränderst, unter denen Buridan sein Exempel formuliert hat: es geht bei ihm eben darum, daß zwei gleichgroße Haufen zur Wahl für jemanden stehen, der KEINE Entscheidungsfähigkeit besitzt, sondern den (vegetativen) Instinkten oder Bedürfnissen unterworfen ist.
    Das ursprüngliche Beispiel hatte einen durstigen Mann zum Inhalt. Hat der auch keinen freien Willen? (Meine Antwort ist: Ja. Ich kann mir unter dem "freien Wilen" libertarischer Ausprägung nichts vorstellen.)
    Das Beispioel hinkt bei Mensch und Esel; am ehesten könnte man noch einen Roboter konstruieren, der dann wirklich zu keiner Entscheidung kommt.
  • 28.08.17, 11:53
    Michael

    AW: Ist unser Wille frei?

    Das ist dann die ethische Frage, die beim autonomen Fahren zu klären sein wird. Zwei Heuhaufen werden dann zur Wahl eines Autopiloten, entweder der Gruppe Kinder auszuweichen oder der Gruppe Rentner auszuweichen. In beiden Heuhaufen ist zwar "Scheiße" drin, doch dann werden wir gezwungen, abzüwägen, welche Entscheidung generell in einem solchen "Fall" zu treffen sei.

    Eigentlich wissen wir bei allen generellen Entscheidungen, dass wir einem Scheißehaufen dabei nicht ausweichen werden können und doch übertragen wir einen nicht gelösten Grundkonflikt in eine generalisierte Antwortform.

    So wäre eine Situation denkbar, in der ein autonomes Fahrzeug entweder in eine Gruppe Rentner oder in eine Gruppe Kinder fahren müsste, den Fahrer davor zu schützen, gegen einen Betonpfeiler zu prallen. Dürfte ein Fahrassistenzsystem sich dann gegen den Fahrer entscheiden?

    Was ist, wenn dem Esel in jedem Heuhaufen nur Mist angeboten wird? Denn wer würde ein Fahrzeug erwerben, das sich im Zweifel für das Leben der Kinder und Rentner entscheidet?

    Wie wäre die Situation zu beurteilen, wenn der Fahrer bewusst zu schnell gefahren ist und das Fahrassistenzsystem "seine Schuld" ausbügeln muss?

    Darf dann der Schuldige leben und die Unschuldigen müssen sterben? Wie sollten diese Fragen generalisiert und im Vorfeld beantwortet werden können, sodass diese Antworten Teil einer "Softwarelösung" wären? Und wie frei ist "dann" unser Wille?

    ALLE Entscheidungen einer "Softwarelösung" würden sich auf Grundparadigmen aufbauen, die aus Überzeugungen entstehen. Von der Überzeugung, Kinder wären wichtiger, würden die Rentner entrechtet. Würden 10 Kinder und 10 Rentner geschützt und der eine (unschuldige oder schuldige) Fahrer "logischer Weise" geopfert, ist auch in diesem Heuhaufen Schieße verborgen. Können die Gradierungen des zu vermeidenden Übels die Entscheidung sinnhaft beeinflussen? Ist das geringste Übel die "bessere Wahl"? Oder muss das Ziel immer sein, keine unentdeckte Stecknadel im Heuhaufen übersehen zu haben?

    Gibt es einen Weg, alles Leid zu verhindern? Keine Entscheidung, die ein Opfer in Kauf nimmt, kann eine optimale Entscheidung sein. Alle Entscheidungen gründen auf versteckten Überzeugungen. Programmieren wir nun in muslimischen Ländern eine Software, die im Zweifel auf Christen oder juden zufährt und in christlichen Ländern werden andere "Prioritäten" gesetzt?

    Gut, aber Priorität hat für das Ego des Horst nur der Verbrennungsmotor. Wir wählen also "Industriestrategien", keine Parteien... Eine Strategie, frei und ohne Angst zu entscheiden, ist nicht in Sicht. Alle Entscheidungen aus Angst heraus sind insgesamt eher "ungeschickt". Daher rührt sich der Esel lieber nicht...
  • 27.08.17, 10:13
    anderedimension
    Der gefasste Straftäter hat drei Möglichkeiten: Er kann gestehen, er kann leugnen, er kann schweigen.

    Wofür er sich euch entscheidet, er ist alles andere als frei in seinem Willen. Gesteht er, will er Haftverkürzung, Hafterleichterung, oder er will sein Gewissen erleichtern. Leugnet er, will er die Chance nutzen einer Strafe zu entgehen. Schweigt er, will er erst mit einem Anwalt besprechen was zu tun ist. Aber egal wozu er sich entscheidet, sanktioniert oder belohnt wird der geäusserte Wille...nicht die eigentliche Motivation...weil man die nicht kennt. Auch beim Kronzeugen weiss man nicht...will er zur Aufklärung beitragen, oder will er einfach nur ungeschoren davonkommen. Ist aber auch gar nicht von Relevanz, denn das Ergebnis...die Konsequenz orientiert sich am geäusserten, nicht am eigentlichen Willen....und dieser ist nicht frei.

    Und so ist das auch beim Esel...der in der Wirklichkeit nicht verhungert...wenn er sich zwischen zwei scheinbar gleichwertigen Nahrungsquellen entscheiden muss. Er wird eine Entscheidung treffen...für die es eine Vielzahl von Gründen gibt.

    Ist eine Löwin alleine auf der Jagd und muss sich zwischen zwei gleichgroßen Antilopen in jeweisl gleicher Entfernung entscheiden, wird sie eine Entscheidung treffen können. Sie kann instinktiv erfassen welches Tier gesünder ist und sie für das weniger gesunde Tier entscheiden.
    Die kann an kleinsten Bewegungen Blinzeln, Bewegung der Ohren..) erkennen welche Antiolpe die nervösere oder erfahrenere ist. Sie kann sich aber auch dafür entscheiden Verstäkung aus dem Rudel zu holen - auf Sicherheit zu setzen, ihre Chancen zu erhöhen. Doch dann muss sie teilen. Egal wie; ausnahmslos ist der Wille immer das Ergebnis von Abwägungen.

    Man braucht aber weder Wissenschaft noch Philosophie dafür. Schon der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass es dem Willen gar nicht geben würde...wäre er aus Sicht der Evolution nicht vonnöten. Wiederum philosophisch betrachtet könnte ich fragen was denn eigentlich das Gegenteil vom Willen ist? Das Gegenteil ist die Gleichgültigkeit. Ist es mir egal...ob der Löwe nachts in mein Lager kommt...dann werde ich gefressen. Also "will" ich ein Feuer machen. Der Wille ist ein Werkzeug, das dem Menschen zum Überleben dient.
    Hinter dem Willen steckt immer ein Ziel - er kann also nicht frei sien.

    Nochmal zu den Redensarten, da sich hinter den meisten Wahrheiten verstecken.

    Geht ein Bergsteiger immer wieder hohe Risiken (nach unserem Verständnis) ein...bis er irgendwann verunglückt...dann sagen wir " Er hat es ja so gewollt", oder " Er hat es nicht anders gewollt". Dabei hat er genau das nicht gewollt! Er wollte den Kick spüren, die Freiheit genießen, die Herausforderung suchen, an seine Grenzen gehen...und und und...aber er wollte ganz gewiss nicht verunglücken. Wir unterstellen ihm den Willen, weil das Unglück nach unserem Ermessen vorhersehbar...unausweichlich war. Für ihn nicht, sonst wäre er es nicht eingegangen - und er sagte gewiss auch nie: "Ich will verunglücken". Vermutlich sagte er: "Ich habe es im Griff und kenne die Risiken". Ein weiteres Indiz dafür, dass wir mit dem Begriff "Wille" sehr leichtfertig umgehen.

    Das Kind wollte es nicht anders (hat nicht gelernt) und bekommt nun seine verdiente 6
    Ist aber falsch, denn wenn wir das Kind fragen...wird es eine 1 wollen, auch wenn es mit einer 5 rechnet.
    Damit der Wille als solcher (ob frei oder unfrei) anerkannt werden kann, muss er mir schon vor dem Ergebnis bekannt gewesen sein.

    Er kann mit dem Rauchen nicht aufhören, sein Wille ist zu schwach.
    Warum? Wer sagt denn, dass er aufhören will?

    "Ich will" kann nur dann alleine für sich stehen...wenn er die Antwort auf eine Frage ist.
    Willst Du diese Frau heiraten? Ich will!

    Ich kann den Willen eines Menschen also immer um Kontext mit den jeweiligen Zielen bewerten, aber nie den Willen als solchen.
    Er hört vielleicht nicht mit dem Rauchen auf, dafür widersteht er allen süßen Verlockungen seine Frau zu betrügen. Und wenn der Wille als solcher nicht bewertbar ist...dann kann er weder frei noch unfrei sein - und steht er im Kontext...zeugt allein diese Tatsache für seine Unfreiheit.

    Und deshalb ist der Wille, da bin ich wieder am Anfang meiner Interpretation, hauptsächlich strafrechtlich (ob im juristischen oder moralischen Sinne) von Bedeutung. Hat der die Frau absichtlich totgefahren? Hat er grob fahrlässig oder fahrlässig gehandelt? Oder konnte er gar nichts dafür? Egal zu welchem Schluss wir kommen....wahrscheinlich ist...dass er die Frau nicht töten wollte. Er wollte mit hohem Tempo fahren, ja...er wollte das auch in der Stadt tun...ja, aber es war nicht sein Wille diese oder eine andere Frau zu töten. Wir sagen: "Er nahm es in Kauf"...das wiederum bedeutet...in all seinen Abwägungen. Bestraft wird also nicht der Wille...sondern die falsche Abwägung.
  • 27.08.17, 10:08
    aerolith

    AW: Ist unser Wille frei?

    Buridans Exempel hinkt nur dann, wenn Du, was Dein freier Wille Dir ermöglicht, die Bedingungen schlichtweg ignorierst oder veränderst, unter denen Buridan sein Exempel formuliert hat: es geht bei ihm eben darum, daß zwei gleichgroße Haufen zur Wahl für jemanden stehen, der KEINE Entscheidungsfähigkeit besitzt, sondern den (vegetativen) Instinkten oder Bedürfnissen unterworfen ist. Der muß verhungern oder der Zufall läßt ihn entkräftet zur einen oder anderen Seite mit dem Maul auf einen der Haufen fallen. Aber dann hätte ja auch keiner entschieden, sondern nur etwas außerhalb Wesendes.
    Buridans Exempel ist deshalb so interessant, weil es schlagartig deutlich macht, ob man immer einen Kontext, ein Bedingungsgefüge oder dergleichen, für seine Entscheidungen benötigt oder ob manchmal auch etwas nicht in dieses Konzept Passendes uns Entscheidungen fällen läßt, was aber wieder die Frage aufwirft, ob wir immer Herr unserer Entscheidungen sind. Ist Freiheit des Willens vielleicht am Ende so etwas wie ein anarchisches Muster, das wir Menschen benötigen, um nicht vollends im Kausalnexus zu veröden?
  • 27.08.17, 09:10
    andere-dimension

    AW: Ist unser Wille frei?

    Wie bei Libet...hinkt auch Buridans Beispiel. Er redet nicht vom Willen, sondern von der Entscheidungsmöglichkeit. Und wie der Name schon sagt...es gibt verschieden Möglichkeiten sich zu entscheiden; links...rechts...oder weder noch. Der Wille, zu fressen, verändert sich ja nicht. Würde er diesen Willen nicht verspüren...stünde er auch nicht vor einer Wahl. Wenn einem satten Löwen eine Antilope direkt in die Fänge läuft, so dass er kaum Aufwand betreiben muss sie zu reissen...wird er das auch tun. Sein Instinkt sagt ihm: Friss...wann immer du die Gelegenheit hast - wer weiß wann die nächste kommt. Selbst wenn sein Magen so voll ist, dass er sie gar nicht mehr fressen kann...wird er sie dennoch reissen.

    Zum Esel: Buridan geht nur von zwei Faktoren aus, Größe und Entfernung. In Wahrheit gibt es aber noch viele weitere Auswahlkriterien...z.B....gehe ich nach links, schaue ich dabei in die Sonne. laufe ich nach rechts, muss ich durch tiefen Schlamm gehen.

    Beispiel: Frage ich ein Kind...sagen wir mal im Alter von acht Jahren...zu wem es lieber mag...Oma oder Opa...wird es sich spontan...ohne groß nachzudenken für einen der beiden entscheiden. Stelle ich 3 Jahre später die gleiche Frage...wird die Antwort vielleicht etwas länger dauern. Nochmals 3 Jahre später wird das Kind eine diplomatische Antwort geben und sagen es ginge zu beiden gleich gerne. Vordergründig scheint es sich immer um den gleichen freien Willen zu handeln...der jedoch zu keiner Sekunde wirklich frei war. Es geht lieber zu Oma...weilm es dort mehr Schokolade bekommt...zu Opa...weil der sich mehr Zeit nimmt. Auch wenn das mit den Jahren so bleibt...verändert sich der verkündete/formulierte Wille - der eigentliche Wille jedoch nicht.

    Beim Esel könnte es auch der Instinkt (die genetische Erfahrung) sein, der da letztendlich die Entscheidung trifft - vielleicht kann er wittern, dass der eine Ballen nährstoffreicher ist. Oder die Lebenserfahrung gibt den Ausschlag; gestern ging er nach links und blieb in einem Loch hängen. Auch wenn da heute kein Loch ist...wird er nach rechts gehen.
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