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Thema: Vom Fluß

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 05.02.19, 17:13
    resurrector

    AW: Vom Fluß

    Obwohl mir Grundstimmung, Botschaft und Wortwahl gefallen, mißfällt mir das Ganze. Es ist erstaunlich, aber ein in seinen Teilen Schönes kann durchaus als Ganzes häßlich sein.
  • 14.07.11, 16:49
    emily

    AW: Vom Fluß

    ich finde es sehr schön. es entspricht der differenztheorie rawls und enthält zum wenigsten eine metamorphose, aber eigentlich sind es drei.
  • 11.07.11, 05:17
    Ofterdingen

    AW: Vom Fluß

    Da ist ein bisschen Werther, ein bisschen Artuslegende und ziemlich viel tümelnde Sprache und Denke ohne viel lyrischen Verstand, aber wer weiß, vielleicht kam der gute Mann ja bloß zweihundert Jahre zu spät.
  • 10.07.11, 14:18
    rodbertus

    AW: Vom Fluß

    das ist meine erkenntnis des tages: wer sich gegen die erschaffung der welt wendet, jenen jüdisch-christkirchlichen irrglauben (gleichwohl sich jesus nicht darüber äußerte, war das ein dogma, dem sich angeschlossen werden mußte. bruno argumentierte entsprechend dagegen und wurde verbrannt.
  • 06.06.03, 11:55
    rodbertus

    AW: Vom Fluß

    Ja, leicester, wahrscheinlich ist es in der Tat ein wenig viel des Guten auf einmal. Der Gral wirkt antiquiert, schlimmer noch: überspannt. Dennoch kann sich kaum einer des Reizes entziehen, den ein Wort wie Gral ausübt.
    Ich wünschte, Steffen würde an seinem text arbeiten wollen.
  • 03.06.03, 12:25
    Lester

    AW: Vom Fluß

    1. Eindruck:
    ...das Wasser (und der Stein) als handelndes Subjekt: es 'sucht', es 'dient', es 'nimmt', es 'küsst'..
    Das Gedicht lebt vom 7. Vers, auch der 8. ist pfiffig, obwohl ich Adjektive nicht sehr mag, hier ist es ok, das ist gut und neu. Mein Gefühl: der Rest ist darum herumgestrickt. Vom Tal kam man auf Gral, schon war der Himmel da, es wurde göttlich und dann ein Lehrgedicht.
    Was ist denn zu lernen? Noch mal das 'O Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser...'?


    Beim 2. Lesen:


    Vers 2 und 3 sind inhaltlich falsch (ich kenne Kanäle, es gibt sie, und ich kenne Täler, in die man Flüsse geleitet hat, ungestraft).
    Ach ja, das 'halt' im 5. ist Füllsel, kann raus.
    Es reimt sich, was mir durchaus gef?ält (keinreim auf die erste Zeile, aber das ist wohl der Titel).


    Mein Gefühl:
    Etwas viel: Himmel und küssen und Gral und göttlich.
  • 03.06.03, 11:56
    uisgeovid

    AW: Vom Fluß

    Es ist aber auch eine Frage der Sprache und der Sprachverwendung. Wenn ich heute einen Ausdruck wie "heiliger Gral" in einem solchen Gedicht konventionell verwende, d.h. ohne ihn zu verfremden bzw. ihn zu entmythologisieren, dann muss ich sehr vorsichtig sein, nicht in den Bereich parodistischer Formen eingeordnet zu werden.
  • 03.06.03, 09:21
    aerolith

    AW: Vom Fluß

    Das LEUTE HÖRT! muß nicht wieder aufgenommen werden. Nicht bei dieser Länge des Textes.
    Ich habe hier aber das bange Gefühl, daß da einer große Rhythmusprobleme besitzt, mehr will, als er eigentlich kann. Okay, das denken wir irgendwie alle von uns, insofern gehört der gute St. schon unserer schreibenden Zunft an. Aufgenommen wurde nichts? Oh doch! Der Gedanke wurde durchgeführt. Vom Fluß ausgehend, sich in ihn hineindenkend und aus dem Fluß herausgehend, da ist eine logische Kontingenz. Aber der Takt stimmt nicht.
  • 03.06.03, 04:48
    uisgeovid

    AW: Vom Fluß

    Das ist als Einübung ins Schreiben ganz brauchbar an sich. Romantischer Pantheismus, Goethe "meets" Eichendorff oder so. Dieses "Leute hört..." macht neugierig, ist marktschreierisch und ... enttäuscht, denn es wird nicht wieder aufgenommen, weil das Ich sich danach vollkommen zurückzieht und nur noch die oben erwähnten Zusammenhänge klischeeartig bedient. Natürlich kann man so schreiben, nur ergibt sich die Frage nach der Mitteilung. Nicht nur Wasser ist heilig, Dachpfannen auch.


    herzlichst uis
  • 02.06.03, 21:57
    Steffen

    Vom Fluß

    Leute hört, ich lern vom Fluß!
    Man kann ihn nicht in Kanäle zwängen
    Und nicht ungestraft in Täler drängen.
    Wenn sich ein Stein ins Flußbett legt,
    Sucht sich's Wasser halt einen andren Weg.
    Das Wasser dient dem göttlichen Gesetz.
    Es nimmt vom Berg und gibt dem Tal.
    Der Fluß, der geduldigste Steinmetz,
    vollendet bedächtig den heiligen Gral,
    damit Wasser den Himmel küssen kann,
    wird aus dem Fluß ein Ozean.

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