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Thema: Tagesgespräch 2019

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 17.11.19, 09:47
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Stimmt, eulenspiegel, diese Leute gibt es; die dummen...die faulen...die Verschwörungstheoretiker und die Konfliktscheuen....

    Aber man macht es sich zu einfach...will man damit alles erklären...zumal Studien zeigen, dass sowohl AfD-Wähler als auch Pegida-Anhänger über eine überdurchschnittliche Bildung und über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen. Nur die Wähler der Grünen stehen da nochmal drüber.

    Ich glaube es ist die persönliche Lebenssituation, die deine Einstellung und Haltung prägt. Und die meisten derer, die solche Diuskussionen (wie die im Krankenhaus, die ich schilderte) führen...sind noch nicht mal AfD-Wähler. Sie reden...wählen aber nicht rechts...weil sie mit Leuten wie Höcke +Co. nichts zu tun haben wollen. Zu diesen Leuten zähle ich auch mich. Ich gehe in vielen Punkten mit der AfD dacor...lehne dafür aber auch andere Punkte entschieden ab. Würde sich die AfD vom rechten Flügel trennen und den ein oder anderen wirtschafts-liberalen Standpunkt aufgeben...wäre sie meine Partei. Und so wie ich, sehen sich eben viele Menschen in einer Art Falle gefangen. Mir geht es finanziell gut, ich bin gesund,...aber ich beobachte mit großer Sorge...wie alles um mich herum verkommt und den Bach runter geht. Ich will nicht akzeptieren, dass zB Krankenhäuser an ihren Eingängen von Polizisten überwacht werden müssen. Andere haben sich an solche Bilder gewöhnt - das wird bei mir niemals der Fall sein.
  • 16.11.19, 10:54
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    Hm. Also ich weiß ja nicht wie es bei euch in der Region bzw. im Land ist, aber meine Erfahrung ist das nicht. Du musst unterscheiden zwischen dem Geraunze der Leute, die einfach selbst zu faul, feig und bequem sind, sich mit anderen ernsthaft auseinanderzusetzen. Die sind dann schnell mit Verschwörungstheorien zu Stelle, dass man nicht mehr sagen könne, was man wolle, dass man für die eigene Meinung mit sozialen oder beruflichen Sanktionen bestraft wird usw. In den meisten Fällen stellt sich heraus, dass es den Leuten einfach an Zivilcourage, Wissen oder politischer Bildung fehlt, sich auf Diskurse einzulassen. Da maulen sie lieber über die bösen Eliten.

    Davon abgesehen gibt es aber diesen unausgesprochenen Druck, der unterschwellig in den ÖR und sog. Qualitätsmedien allgegenwärtig ist, der alles als demokratiefeindlich, verfassungsfeindlich, rechtsextrem oder nur populistisch denunziert, was von dem von den Moralwächtern als demokratisch-freiheitliche Grundordnung bezeichneten, angeblichen Grundkonsens abweicht. Dieser oktroyierte Meinungs- und Diskussionskodex ist m. M. nach in D viel stärker präsent und wird auch viel strikter eingefordert, als bei uns in A. Darum sind TV-Formate wie Will, Maischberger, Lanz und Co. so peinsam und mühsam für mich. Das sind keine Diskussionen, das ist kein Meinungsaustausch, das sind ÖR gelenkte Manipulation und Erziehungssendungen.

    Also, zur demokratischen Meinungsbildung und -freiheit gehört auch ein Quantum Zivilcourage und Grundwissen und die Bereitschaft, sich auf den Partner einzulassen und seine Meinung mal als gegeben zu tolerieren. Leider wird nicht auf der rationalen und sachlichen Ebene diskutiert, sondern gleich ad personam mit moralischen und ideologischen Werturteilen zurückgeschossen. Sehe z. Zt. auch keine Besserung in Sicht. Weder rechts noch links ist bereit für eine sachliche, rationale Diskussion. Und leider sind ganz links und ganz rechts so borniert, verbohrt und ahnungslos (vor allem bei Klima, Migration und Bildung), dass mit denen eine Diskussion gar nicht möglich ist.
  • 16.11.19, 05:18
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Die Reportage war eine Reaktion auf das in weiten Teilen des Landes verbreitete Gefühl man könne seine Meinung nicht mehr frei äussern...worauf die Medien und Altparteien reflexartig antworten das wäre gar nicht so - und dann Beispiele wie das obige bringen. Anlass auch der Fall Bern Lucke, AfD Gründer - und Professor an einer Hamburger Uni...wo man verhindern will...dass er dort weiterhin lehrt.

    Was die Leute meinen...wenn sie sagen sie können ihre Meinung nich mehr frei äussern...ist etwas ganz anderes. Sie meinen damit, dass sie mit erheblichen Nachteilen zu rechnen haben...wenn sie sagen...was sie denken - zB im Job, im Verein, usw..../und das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Es geht also nicht "nur" um die Stigmatisierung...was ja schon schlimm genug ist..,sondern auch um ganz konkrete Nachteile...was das alltägliche Leben angeht.

    Als ich neulich mal wieder zum Krankenbesuch in einer der Kliniken der Verbotenen Stadt war...kam ich mit einem anderen Besucher ins Gespräch. Wir erzählten von den reizvollen Ecken, die diese Stadt einst noch hatte - fragten uns, ob davon noch etwas übrig blieb. Da meldete sich eine Patientin...bis dato noch halbtot im Bett liegend...zu Wort und sagte...dass sie in dieser Stadt lebt und wie die meisten anderen Frauen auch schon lange nicht mehr alleine auf die Straße geht. Und auf einmal stieß jeder im Zimmer ins gleiche Horn - und auch das Pflegepersonal horchte erst mit uns gab dann seinen Senf mit dazu. Und da merkte man...wie tief dieser Stachel sitzt. Aber zunächst sind die Leute erst mal ruhig...warten ab...wie der andere tickt...bevor sie sich trauen selbst was zub sagen. Das erinnert doch sehr an die DDR...nur ist das hier nicht die Stasi...die man zu fürchten hat...sondern die Vertreter einer linksliberalen Ökodiktatur.

    Also auch ich möchte von keiner Mauer umzingelt sein...aber scheinbar sieht dieser Herr Wagener...sicherlich kein dummer Mensch...keinen anderen Ausweg mehr. Wir haben es ja bei Maaßen gesehen...wie schnell selbst hochrangige Staatsdiener abgesägt werden...wenn sie nicht dem Mainstream folgen. Und Maaßen wurde durch einen Mann ersetzt...der voll auf Linie der linksliberalen Diktatur ist. Und mit jedem Maaßen, der da verschwindet, wird es immer schwieriger auf demokratischem Weg einen Gegenpol aufrecht zu erhalten.

    Merkel sagte, dass so etwas wie 2015 nie wieder passieren wird...aber wie will man das denn verhindern? Das haben wir doch alleine der Türkei zu "verdanken", dass wir da nicht schon längst komplett überrollt wurden. Und der nächste "Schwung" aus Afrika ist bereits zu Fuß unterwegs - die Bilder konnte jeder im Fernsehen sehen. Da ist der Ruf nach einer Mauer eine Art Verzweiflungstat. Man darf nicht vergessen, dass einer in der Position des Herrn Wagener über ganz andere Informationen verfügt...als wir sie haben.
  • 15.11.19, 22:15
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    Nun, was Herr Wagner da fordert, klingt für mich abstrus und ehrlich gesagt, möchte ich in keinem Land Leben, das von einer vier Meter hohen Betonwand umschlossen ist. Abgesehen davon, dass soviel Beton eine irrsinnige Ressourcenverschwendung wäre, so sie überhaupt machbar ist (Länge von Ds Grenzen: ca. 3700 km, ergibt bei 4 m Höhe und sagen wir 1 m Breite: ca. 15 Millionen Kubikmeter Beton, das ist ein Würfel von 250 m Seitenlänge), halte ich so ein Vorhaben für Wahnsinn. Man kann seine Grenzen auch anders schützen. Darum geht es aber nicht. Wenn ein Mensch die Meinung vertritt, dass sein Land schon zu viele Zuwanderer aufgenommen hat und nun genug sei, dann ist das völlig legitim und in keiner Weise zu ahnden. Auch wenn er Hochschulprofessor ist. Die Grenze ist für mich immer noch das Strafrecht. Doch in punkto Meinungsfreiheit gilt in D wohl längst ein anderes Gesetz, nämlich das des öffentlichen, stillschweigenden Konsenses, dass jeder, der eine vom mainstream (wer definiert den eigentlich?) abweichende Meinung äussert, ein Verfassungs- und Demokratiefeind sei. Und das halte ich für sehr bedenklich. In A ist es noch nicht so schlimm. Aber es gibt natürlich viele, die auch solch einen Meinungskodex vertreten und einfordern.

    Wir werden den Planeten nicht retten, die Natur wird ihn abwickeln ganz nach ihren Gesetzen.
  • 15.11.19, 21:52
    Saulchen

    AW: Tagesgespräch 2019

    wir haben keine gemeinsame sprache? krümelkacke. Wir sind übrigens schon immer ein vielvölkerland, auch wenn minderheiten gerne unterdrückt werden. zum beispiel mithilfe der achso tollen demokratie
  • 15.11.19, 09:28
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Es kommt so, wie es kommen muß. Und nach meiner bescheidenen Meinung sind weder Demokratie noch totalitäre System in der Lage, die Menschheit zu retten
    Ja- weil der Mensch ist...was er ist - ein Schimpanse...gefangen in einem begrenzten Lebensraum...der ein friedliches Miteinander nicht zulässt.

    Gestern ging es bei der TV-Sendung "Kontraste" u.a. um die Meinungsfreiheit an Universitäten - anhand einiger Beispiele wollte man aufzeigen...dass auch Professoren...die nicht dem Mainstream folgen...ihren Lehrstuhl deshalb nicht verlieren. Allerdings arbeitet man daran...denn gegen all diese Leute laufen Gerichtsverfahren.

    Beispiel:

    Zitat tagesschau.de

    Nachrichtendienst-Ausbilder fordert Mauer um Deutschland
    Der Glaube an eine angebliche "Überfremdung" Deutschlands treibt Professor Martin Wagener um. Diese sei "in Deutschland unübersehbar". Der Politikwissenschaftler unterrichtet an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und bildet dort künftige Mitarbeiter für den Verfassungsschutz und den Bundesnachrichtendienst aus. In seinem im Selbstverlag publizierten Buch "Deutschlands unsichere Grenze" fordert er "einen neuen Schutzwall".
    Im Kontraste-Interview erklärt Wagener, dass er sich diesen als dreistufiges System vorstellt: Im ersten Bereich sieht er einen Sicherheitszaun vor, "in der Mitte Annäherungshindernisse, damit Eindringlinge nicht so schnell zum letzten Hindernis kommen." Dabei handelt es sich nach Wageners Plan um eine "vier Meter hohe Betonwand". Wagener fügt hinzu: "Diese Mauer müsste man tatsächlich einmal komplett um Deutschland herumziehen, um es dann auch wirklich abzuschotten." Ohne diese Grenzanlage würde es "das deutsche Volk […] im Abstammungssinne früher oder später nur noch als eine von mehreren Gruppen des deutschen Staatsvolkes geben."

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    Handelt es sich dabei wirklich um Meinungsfreiheit...wenn ich meine Meinung zwar äußern darf...aber im gleichen Atemzug an meinem Stuhl gesägt wird...weil meine Meinung nicht dem Mainstream folgt?!? Mit Meinungsfreiheit hat das mE nichts zu tun.

    Und wie wollen wir gemeinsam den Planeten retten können...wenn wir noch nicht mal eine gemeinsame Sprache finden...?

  • 14.11.19, 23:42
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    Danke für die ausführlichen Kommentare. Nur interpretierst du in meine Ausführungen zuviel hinein, das ich weder bin, sage oder beabsichtige. Ich habe nur auf ein paar Selbstberständlichkeiten hingewiesen, die leider in der ganzen Debatte immer übersehen werden. Wir können uns noch so über Emissionswerte, Prozente oder Tonnen streiten, wir können uns noch so sehr über Technologien, Maßnahmen oder Prognosen die Köpfe heiß reden. Es ist alles schnurzegal. Die Gesetze der Chemie und Physik werden alles abwickeln, unabhängig von Meinungen, menschlichen Befindlichkeiten oder Staatsformen. Ich hab gar kein Problem mit Klimawandelleugnern und Klimaaktivisten. Es ist nämlich egal, was die meinen, was ich glaube. Es kommt so, wie es kommen muß. Und nach meiner bescheidenen Meinung sind weder Demokratie noch totalitäre System in der Lage, die Menschheit zu retten. Aber das ist nur meine Meinung. Mehr nicht. Schon die Tiefseefische, nur wenige Kilometer von uns entfernt, werden von all dem nichts mitbekommen.
  • 14.11.19, 17:54
    anderedimension
    Ihr, Du und Steinmeier, seid gar nicht so weit auseinander - nur redet er vom Machbaren und Du von einem Idealbild.

    Wenn Du vor die Tür gehst und 100% reine Luft atmest...dir aber der Nachbar eine Keule über den Schädel zieht...dann ist niemandem geholfen.

    Jeder wünscht sich chlorfreies Wasser im Schwimmbecken...aber irgendwer pinkelt immer rein, sodass Wunsch und Wirklichkeit nicht zu vereinbaren sind. Was Du willst, das ist ein Schild "Baden verboten"...oder ein Schild "nicht für Kinder und Inkontinente". Der Spaß im Leben hat seinen Preis.

    Zitat Eulenspiegel

    Letztes Jahr kam mir plötzlich die Idee, dass diese Totholzhecke (3 m hoch, 2 m breit, davon 90% dürres Holz, nur eine grüne Hülle von max. 5 cm Dicke) weg muß. Jetzt im Herbst hab ich sie eigenhändig entfernt (abgeschnitten und die Wurzelstöcke ausgegraben).


    Das war die beste Idee seit 10 Jahren. Und heute kommen Sanddorn, Weissdorn, Kornelkirsche, Schlehdorn usw. Die Vögel und Bienen werden es mir hoffentlich danken!


    Auch hier musstest Du einen Preis (Hecke) bezahlen.


    Ich glaube wir können uns darauf verständigen, dass irgend eine Generation die letzte auf Erden und eine weitere die Generation der Ungeborenen sein wird. Wenn ich dich nun frage, welche Generation soll die letzte sein...wirst Du mir keinen Antwort geben wollen/können. Aber klar ist doch, dass es für die Ungeborenen keinen Rolle spielt...wann das sein wird?!?

    Du willst für dich, für deine Kinder, für deine Enkel, für deine Urenkel...für deine Ururenkel-----------den Planeten erhalten. Wie weit in die Zukunft willst Du dir das wünschen? Und warum sollte gerade da Schluss ein? Und wenn man das so nüchtern betrachtet...wie ich das tue...spielt es letztendlich keine Rolle...wann das sein wird-denn irgendwen wird es sowieso treffen. Und warum sollten wir das Becken mit sauberem Wasser fluten...wenn wir sowieso nicht darin schwimmen dürfen?!? In einer Ökodiktatur zu leben macht definitv keinen Spaß. Da spring ich doch viel lieber vom 10-Meter-Brett in eine dreckige Brühe...als nur vom Beckenrand aus den anderen bei ihren Trockenübungen zuzuschauen...

    In der aktuell zu sehenden und preisgekrönten Doku "Warum wir hassen" (sehr empfehlenswert) wird gleich am Anfang davon erzählt, dass wir genetisch zu 99% mit den Schimpansen und den Bonobo-Affen übereinstimmen. Die Schimpansen legen aber ein ganz anderes Verhalten (dem Menschen ähnliches..) an den Tag als die Bonobo Affen. Erklärt sich wie folgt: die Schimpansen entwickelten sich in einer Welt der begrenzten Ressourcen (Nahrung...) während die Bonobos nur eine Welt der Fülle kennen. Die Schimpansen stehen also in Konkurrenz mit anderen Schimpansen - sie müssen Revier und Nahrung verteidigen...wollen sie überleben. Die Bonobos haben Nahrung und Platz im Überfluss.

    Wir, die Menschen, sind Schimpansen - und wir werden auch nie Bonobos sein/können.

    Dein Wunsch, eulenspiegel, wird sich also nie erfüllen - kann er auch gar nicht - noch nicht mal theoretisch. Die Afrikaner wollen ebenso wie wir ein Auto fahren und in einer Welt der Fülle leben. Also werden sie immer unsere "Feinde" bleiben-denn das, was sie wollen, müssten wir bezahlen. In unserer Welt gibt es die Armen, die Reichen...und Robin Hood.
  • 14.11.19, 16:27
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    So, so. Der dt. BP Steinmeier warnt davor, dass Klimaaktivismus die Demokratie gefährde. Das mag ja durchaus sein. Es bleibt aber die Frage, ob der drohende Klimakollaps - mal angenommen, die Szenarien der Wissenschafter würden sich bewahrheiten - mit den bisherigen Mitteln der Politik überhaupt abgewendet werden kann. Unabhängig davon, welche Position man einnimmt, sei Herrn Steinmeier und allen Followern mal Folgendes ins Stammbuch geschrieben:

    Die Natur verhandelt nicht und schließt keine Kompromisse.
    Die Natur kennt keine Verjährungsfristen.
    Die Naturgesetze kann man nicht abwählen.
    Die Natur entzieht sich jedem Gerichtshof.
    Die Natur kennt weder Menschenrechte noch Nächstenliebe.
    Die Natur handelt nach ihren Gesetzen ohne Ansicht der Person.
    Chemie und Physik kennen weder Demokratie noch Diktatur, weder Moral noch Gut und Böse.
    Chemie und Physik sind keine Ideologie, weder links noch rechts.
    Der Natur ist es egal, ob sie einer faschistoid, linksextrem, terroristsich oder gutmenschlich nennt.
    Der Mensch ist nur ein unbedeutender Faktor in den Naturgesetzen. Eigentlich keiner.
  • 03.11.19, 20:44
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Stelle Dir mal vor wir bekommen die Erde tatsächlich blitze blank sauber...dann kommt ein Meteorit und aus die Maus...

    Wenn alles optimal und zu unseren Gunsten läuft...gibt es auf der Erde noch maximal fünf Milliarden Jahre Leben (dann erlischt die Sonne). Viel viel wahrscheinlicher jedoch...dass es uns in hunderttausend Jahren schon nicht mehr gibt. Bis dahin ist zB der Yellowstone Vulkan mindestens einmal ausgebrochen. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 99,9%, dass das bereits innerhalb der nächsten 1000 Jahre passiert - und bei 90%, dass uns dieses Schicksal bereits innerhalb der nächsten 100 Jahre ereilt. Nur eine von sehr vielen Gefahren. Aber macht es Sinn sich damit groß zu befassen? Machen wir uns es doch lieber im Hier und Jetzt gemütlich, statt uns selbst die Hölle auf Erden zu bereiten. Nüchtern betrachtet sorgen wir uns um die Zukunft derer, die wird huete noch als Sperma in den Hoden spazieren tragen. Und ob ich die nun in der Gegend verschieße und im Taschentuch entsorge....oder ob ich eine Welt zerstöre...die sie neimals betreten werden...das macht für das Sperma wohl keinen großen Unterschied.
  • 03.11.19, 16:40
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    Ich sehe das auch so. Irgendeine Generation wird die Letzte sein. Blöd halt, wenn wir selbst die Ursache für unsere Auslöschung sind und kein Meteorit oder sonst ein von uns unabhängiges Ereignis. Aber auch das ist nur ein Unterschied, den wir als Menschen machen. Kosmisch gesehen sind wir sowieso völlig unerheblich und insignifikant.
  • 03.11.19, 10:59
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Ich habe da einen anderen Gedankenansatz...weshalb es für mich fast unerheblich ist...ob die Wissenschaftler richtig liegen.

    Wen Du die gleichen Wissenschaftler fragst...ob die Erde ewig von Menschen bevölkert wird...auch wenn sich das Klima nicht verändert...werden 100% diese Frage mit "Nein" beantworten. Also irgend eine Generation wird so oder so die letzte sein. Und wo ist da der Unterrschied... ob wir das sind...oder eine Generation 10 Millionen Jahre in der Zukunft?!? Den Ungeborenen wird es nichts ausmachen...weil sie davon nie erfahren werden. Also wovon reden wir überhaupt? Wir wollen eine Lebensqualität a zu einem Preis b. Wenn wir daran etwas ändern...dann haben wir einen Lebensqualität x zu einem Preis y. Wir wollen unsere Kinder retten (natürlicher Instinkt)...und wenn uns das gelingt...dann wollen die Geretteten ebenso ihre Kinder retten...usw. Irgendwann geht die Rechnung nicht mehrauf...das ist Fakt. Und wann sollte das deiner Meinung nach sein?
  • 03.11.19, 10:07
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    Hier ein link zu einem Interview von Carola Rackete im österreichischen TV:
    https://kurier.at/kultur/medien/oeko...ment/400662788

    Ich bin zwar mit Frau Rackete mit fast allem, was sie so sagt und tut, nciht einverstanden, doch im Grunde hat sie recht. Vorausgesetzt, die Klimakrise kommt, so wie von den meisten Wissenschaftern vorausgesagt, dann gibt es auf demokratischem Weg keine Rettung aus der Katastrophe. Da aber eine globale Ökoditatur nicht durchsetzbar ist, bzw. in einen Weltkrieg münden würde, gibt es imho keine Rettung mehr aus der Klimakatastrophe. Wie in einer griechischen Tragödie tun wir traurigen Helden alles, was die Tragödie befördert. Genauer gesagt, alles, was wir tun, führt nur schneller und tiefer in die Katastrophe.

    Das mag keiner hören. Ich bin mir aber bei wenigem so sicher, wie in diesem Fall.
  • 03.11.19, 09:33
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Diese Gefahr will ich auch gar nicht wegdiskutieren. Ich kann aber nicht verstehen...warum man nicht erst mal eine NPD verbietet, die nachweislich eine faschistische, von Neo-Nazis geführte Partei ist, statt sich mit der AfD aufzuhalten. An die AfD geht man doch nur deshalb...weil diese sehr erfolgreich ist und bei den anderen Parteien wildert. Combat 18, blood an honour und andere Verbindungen, die nachweislich nicht auf dem Boden unserer Verfassung stehen...die maßgeblich für Gewalttaten von rechts verantwortlich sind...werden alle von der NPD finanziert...arbeiten eng mit dieser Partei zusammen. Diesen Sumpf muss man austrocknen...das kann doch nicht so schwer sein...dann ist viel gewonnen. Was dann noch übrig bleibt, das hat auch seine Daseinsberechtigung. Man darf gegen gewisse Gruppen von Ausländern sein...siehe Macron....das ist nicht verboten...auch wenn das vielen nicht passt. Das auszuhalten und auszudiskutieren gehört zu einer gesunden Demokratie mit dazu. Ich persönlich will keine Diktatur von rechts...aber auch keine von links. Und was wir momentan erleben...könnte sich zu einer linken Diktatur entwickeln.
  • 02.11.19, 11:14
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    Es gibt eine konkrete Gefahr von rechts, ja. Es gibt mehr und mehr Grenzüberschreitungen von den extremen Rändern, die uns alle betreffen. Von Islamisten, nahöstlichen Clans über organisierte Kriminalität bis zu den rechten Gewalttätern. Was da aber in Dresden geschah, ist reine Symbolpolitik und ein Beleg für die Ratlosigkeit und Angst der sog. Mitte. Wenn denen nicht mehr einfällt, ist das ja geradezu eine Einladung an die Wirrköpfe und Gewaltbereiten aller Lager.
  • 02.11.19, 09:02
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Das ist, muss man leider so sagen, typisch deutsch. Ganz nüchtern betrachtet sind in fast allen europäischen Ländern die Rechten stärker vertreten als in Deutschland. Ein Macron, von den Deutschen verehrt und gefeiert, machte die Tage eine rassistische Aussage...für die man ihn bei uns sofort abgesetzt hätte. Ebenso Fakt ist: seit vielen Jahren ist die Zahl der Rechtsradikalen in Deutschland konstant. Freital, NSU usw...das gab es alles schon lange vor der AfD. Ich behaupte: alleine der AfD ist es zu verdanken, dass nicht noch viel mehr passiert ist. Klimanotstand, Nazinotstand...das alles ist dem Willen zum Machterhalt geschuldet. Da versucht einer den anderen zu überbieten. In zwei Jahren sind Wahlen - und wer geht da, viele zum ersten Mal, wählen? Genau...die Vertreter der FfF Bewegung. Aber: ich will den aufkommenden Faschismus nicht verharmlosen...da besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf. Aber sowohl Medien als auch Altparteien müssten doch langsam mal merken, dass sie mit ihrer Vorgehensweise alles nur noch verschlimmern. Die Spaltung des Landes haben Medien und Altparteien zu verantworten...aber gewiss nicht die AfD. Die bietet den Frustrierten "nur" ein Forum - das haben sich Medien und Altparteien aber auch "verdient".
  • 02.11.19, 08:11
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2019

    Dümmer geht nimmer, ging mir durch den Kopf, als ich die Schlagzeile las. Dann korrigierte ich mich, denn dümmer geht offenbar immer! Wie der Dresdner Stadtrat bewies. Eine Koalition aus Dummköpfen, Schwachköpfen und Scheinheiligen hat den 'Nazinotstand' ausgerufen! Das ist nicht nur rechtlich totaler Unfug und fahrlässiger Umgang mit einem sensiblen Rechtsmittel, das ist politischer Offenbarungseid völliger Hilflosigkeit. Dass der Antrag für diesen Knieschuß vom Vertreter der 'Partei' stammt, macht den Wahnsinn nicht besser.

    Wenn tatsächlich Notstand herrschte, dann müssten konkrete, sofort geltende Maßnahmen wie Ausgangssperren, Demonstratinsverbote, ausgeweitete Polizeibefugnisse etc. ergriffen werden! So aber ist das ein dem Ruf der Stadt schädlicher politischer Schabernack, der das tatsächliche Problem mit rechten Umtrieben verharmlost und einer Kapitulation davor gleichkommt.

    Offensichtlich verkommt die Politik in Deutschland aus Hilflosigkeit und Ratlosigkeit immer mehr zur Farce. Das ist gefährlich, nicht nur für D, sondern für ganz Europa.
  • 01.11.19, 13:41
    saul

    AW: Tagesgespräch 2019

    hab es bei abebooks für 90 cents bestellt. schaun wa ma. wenn es mir sinnvoll erscheint, soll ich das hier mal rezensieren? wird zwar schwierig, weil ich es nicht als ebook habe, und mir auch nicht doppelt kaufen werde, aber dann eben auf wesentliches konzentriert. gruß und danke für den tip,

    saul
  • 31.10.19, 18:07
    aerolith

    AW: Tagesgespräch 2019

    Empfehle Dir Novalis: Heinrich von Ofterdingen. Im übrigen empfehle ich Dir, Dich mit der Burgherrin von der Neuenburg in Verbindung zu setzen. Der Sängerkrieg fand nämlich nicht auf der Wartburg statt, sondern dort. Sie weiß da einiges zu erzählen, sofern es sie noch gibt. Ich traf sie 1994. Ist ne Weile her, ich geb es ja zu.
  • 31.10.19, 10:37
    Saulchen

    AW: Tagesgespräch 2019

    an alle reformierten: heil
    kann mir hier jemand voller güte gute texte zum sängerkrieg empfehlen? Das Thema, speziell der klingsor scheint mir besonders interessant. vielleicht überlieferte noten, texte und ähnliches...

    Gruß,

    saulchen
  • 27.10.19, 13:41
    aerolith

    AW: Tagesgespräch 2019

    Das mit der "Aufarbeitung" der Stasi-Verbrechen ist politisch nicht gewollt. Dafür hat die Stasi zu viele Westpolitiker und Industrielle ausspioniert und kennt deren Leichen im Keller. Bei der Bestrafung von Besiegten gibt es einen Rechtsgrundsatz - nulla poena sine lege -, der nur von einem Hinweis aufs Völkerrecht durchbrochen wird, was immer auf schwachen Füßen steht, denn, so gesehen, müßte dann beinahe jeder Luftwaffeneinsatz bestraft werden.

    Heute bewegt mich aber was anderes: Die CDU-Chefin AKK regte eine durch die BRD sicherzustellende Schutzzone in Nordsyrien an und stieß damit ein Türchen für all diejenigen auf, die die BRD in Fahrwasser der USA bringen wollen, allerdings unter dem Deckmantel europäischer Interessen, was immer das auch sein mag.

    Ich halte aus drei Gründen nichts davon:
    1. wir sind keine Weltpolizisten und haben militärisch im Ausland nichts zu suchen - es ist kein Fall bekannt, daß internationale Schutztruppen irgendwo zur Befriedigung beigetragen hätten -; haben diese Leute denn nie star trek geguckt?
    2. die Bundeswehr ist militärisch nicht in der Lage, diesen Schutz zu gewährleisten und
    3. eine solche Politik spielt Putin in die Hände, der nun mit Erdogan seine Politik durchsetzen kann, zudem bleibt die BRD politisch durch die Türkei erpreßbar, da die Türkei jederzeit die sich stauenden Migrantenströme durchlassen kann.
  • 22.10.19, 12:35
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Der Erziehungsgedanke ist hier der falsche, das stimmt-aber nicht (nur) weil die Tat so weit in der Vergangenheit liegt, sondern weil sich nur dann ein Erziehungserfolg einstellen kann...wenn derjenige, der erzogen werden soll, jene Alternativen auch tatsächlich hat...die man ihm aufzeigt. Für mich wäre das die entscheidende Frage..."hatte der junge Mann überhaupt die Möglichkeit sich anders zu entscheiden, ohne sich selbst oder seine Familie in ernsthafte Gefahr zu bringen?".
  • 22.10.19, 11:40
    Streusalzwiese

    AW: Tagesgespräch 2019

    http://www.bpb.de/izpb/268248/ziele-...afrechts?p=all
    "Die Anwendung des Jugendstrafrechts soll vor allem erneuten Straftaten eines Jugendlichen oder Heranwachsenden entgegenwirken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Rechtsfolgen und unter Beachtung des elterlichen Erziehungsrechts auch das Verfahren vorrangig am Erziehungsgedanken auszurichten", heißt es in § 2 Abs. 1 des Jugendgerichtsgesetzes.

    Dementsprechend gilt das Jugendstrafrecht traditionell als Erziehungsstrafrecht. Dem oder der Jugendlichen soll – in Abweichung vom Erwachsenenstrafrecht – im Hinblick auf die Entwicklung zum Erwachsenen jugendadäquat begegnet werden. Dies erfordert sowohl ein pädagogisch befähigtes Personal, ein besonderes Verfahren als auch entsprechende Reaktionen. Abschreckende Wirkungen dürfen mit dem Jugendstrafrecht nicht verfolgt werden.
    Das verdeutlicht die Absurdität derartiger Prozesse. Ganz abgesehen davon, dass man den damaligen Reifegrad des Angeklagten nicht mehr feststellen wird können.
  • 18.10.19, 08:56
    anderedimension

    AW: Tagesgespräch 2019

    Hat "nur" einen symbolischen Charakter. Von den "wahren Schuldigen" hätte man...mit dem dazu notwendigen Willen dahinter...viel mehr...und diese viel früher erwischen können. Ob ein damals Siebzehnjähriger überhaupt die Wahl hatte einen solchen "Job" abzulehnen...ohne harte Konsequenzen befürchten zu müssen...da habe ich meine Zweifel. Nichts desto trotz hatte er sich schuldig gemacht. Und ob Jugend-oder Erwachsenen -Gericht, da werden unsere Gesetze wohl nur wenig Spielraum lassen. Was mich wundert...ist...dass man in Sachen Aufarbeitung von "Stasi -Verbrechen" die gleichen Fehler wieder machte.
  • 17.10.19, 21:47
    Streusalzwiese

    AW: Tagesgespräch 2019

    Bei solchen Meldungen:
    https://www.sueddeutsche.de/politik/...thof-1.4645184
    stellen sich einige Fragen.

    Wie lange kann eine Straftat zurückliegen, dass man noch strafen darf? Schließlich verändern sich Personen im Laufe der Zeit.
    Welche Strafzwecke werden noch erfüllt, wenn es zu einer Verurteilung kommt? Bessern wird man über Neunzigjährige nicht mehr.
    Ist es sinnvoll, Fälle greiser Angeklagter vor Jugendgerichtskammern zu verhandeln?
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