Antworten

Thema: Ein Kurs in Wundern

Nachricht

Wo befindet sich Knorr von Wolkensteins Epizentrum? (samt Präposition)

 

Sie können aus dieser Liste ein Symbol für Ihre Nachricht auswählen.

Zusätzliche Einstellungen

  • Wenn Sie diese Option aktivieren, werden URLs automatisch mit BB-Code ergänzt. www.beispiel.de wird zu [URL]http://www.beispiel.de[/URL].

Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 24.09.17, 15:12
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 130 Teil 2 „Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen“. (1)

    7. „In Danksagung und Dankbarkeit geben wir heute sechsmal fünf Minuten an den Gedanken, der jedem Kompromiss und Zweifel ein Ende bereitet, und gehen über sie alle als eins hinaus. Wir wollen nicht tausend bedeutungslose Unterscheidungen treffen oder versuchen, einen kleinen Teil der Unwirklichkeit mitzubringen, wenn wir unseren Geist dem widmen, nur zu finden, was wirklich ist.

    8. Fang deine Suche nach der anderen Welt damit an, dass du um eine Stärke jenseits deiner eigenen bittest und begreifst, wonach du suchst. Du willst keine Illusionen. Und du kommst zu diesen fünf Minuten, indem du all die unbedeutenden Schätze dieser Welt aus der Hand legst. Du wartest darauf, dass GOTT dir hilft, indem du sagst:

    Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen. Lass mich die Stärke, die GOTT mir schenkt, annehmen und keinen Wert in dieser Welt sehen, damit sich meine Freiheit und Erlösung finden möge.

    9. GOTT wird da sein. Denn du hast die große unfehlbare Macht angerufen, die diesen Riesenschritt in Dankbarkeit zusammen mit dir tun wird. Und sicher wirst du sehen, wie SEIN Dank sich in fassbarer Wahrnehmung und in Wahrheit ausdrückt. Du wirst nicht an dem zweifeln, was du erblickst, denn auch wenn es Wahrnehmung ist, ist es nicht die Art von Sehen, die deine Augen allein vorher gesehen haben. Und du wirst erkennen, dass GOTTES Stärke dich unterstützte, als du diese Wahl getroffen hast.

    10. Weise jede Versuchung heute leicht von dir, wann immer sie sich zeigt, indem du dich einfach an die Grenzen deiner Wahl erinnerst. Das Unwirkliche oder das Wirkliche, das Falsche oder das Wahre ist das, was du siehst, und einzig, was du siehst. Die Wahrnehmung stimmt überein mit deiner Wahl, und Hölle oder HIMMEL, kommen als eins zu dir.

    11. Akzeptiere einen kleinen Teil der Hölle als wirklich, und du hast deine Augen verdammt und deine Sicht verflucht, und was du dann erblickst, das ist fürwahr die Hölle. Und dennoch bleibt die Befreiung des HIMMELS immer noch im Bereich deiner Wahl, um an die Stelle all dessen zu treten, was dir die Hölle zeigen will. Du brauchst nur irgendeinem Teil der Hölle, welche er auch immer annimmt, einfach zu sagen:

    Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen. Ich suche meine Freiheit und Erlösung, und dies ist nicht Teil dessen, was ich will“. (2)

    Was GOTT für uns will, ist vollkommenes und allumfassendes Glück und nichts, was dieses nicht ist, kann wirklich als Freiheit bezeichnet werden. In den folgenden drei Hörbüchern wird das Kapitel 26 abgeschlossen und zuvor kann die wirkliche Welt, die uns der HEILIGE GEIST anbieten möchte, nicht ganz gesehen werden.

    (Kap.26: IX) „Die Augenblicklichkeit der Erlösung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=rPu6...CzPxZ&index=96

    (Kap.26:X) „Denn SIE sind gekommen“:
    https://www.youtube.com/watch?v=1_2a...H0l1sbdktCzPxZ

    (Kap.26:XI) „Der verbleibende Auftrag“:
    https://www.youtube.com/watch?v=YyXr...CzPxZ&index=98

    Die wirkliche Welt ist die Welt, die wir uns niemals zu träumen lassen wagten. Wenn wir jedoch verstehen, dass die Zeit für unsere Heiligen Gäste keine Rolle spielt, ist auf jeden Fall wesentlich mehr möglich, als wir bisher für möglich hielten. Was wir nicht verstehen müssen, doch meine bescheidene Ansicht ist es, dass jeder Lektion ein dafür bestimmter „Lektionsfachlehrer“ zugeordnet ist, was insgesamt vom Heiligen Geist koordiniert wird.

    Es folgen dann im Textbuch noch 5 Kapitel:
    27. Die Heilung des Traums
    28. Das Aufheben der Angst
    29. Das Erwachen
    30. Der Neubeginn
    31. Die letzte Schau

    Nach der letzten Schau wird es jedoch keine Mehrzahl an Gästen mehr geben, denn jeder Gast trägt ein Stück des Selbst in unseren Geist, das in seiner Gesamtheit ein Heiliger Gast ist. Das Bewusstsein, dass sich selbst als SELBST erkennt, ist immer eine Einheit und eine Ganzheit. Gleiches gilt für die Welt der Illusionen, die auch aus einem Guss zu bestehen scheint, der jedoch auf deinem Gegenteil zur Wahrheit aufbaut und daher gegensätzliche „Mächte“ annimmt.

    Was das Ego „sieht“, kann mit einem „behinderten Götzenbild“ verglichen werden, einer „machtlosen Macht“, einem Widerspruch in sich, den es im Lichte der Wahrheit nicht geben kann. Was alle Zweifel gehen lässt. Über die Zweifel hinauszugehen, muss die Anziehungskraft der selbst gewählten Dunkelheit dadurch überwunden werden, dass die Schuld als ursachlos, Verlust als unmöglich, die Liebe als ohne Gegenteil und Gott als ohne Grenzen wahrgenommen werden. Sonst sehen wir einen behinderten Götzen, der einer Anbetung nicht würdig wäre. Von selbst sehen wir jedoch ganz automatisch ein SELBST, wenn wir ganz wir selbst sind und nicht gerade im Abseits weit „neben“ uns stehen.

    Was wir sehen, wenn wir nicht neben uns stehen und „außer uns vor Panik, Angst und blind vor Zorn sind“, zeigen die letzten fünf Kapitel auf. Es könnte als die Beschreibung der wirklichen Welt gelten, die Belohnung für all die Mühen, die unser Verstand aufbringen musste, für eine Zeit in zwei Welten gleichzeitig sein zu wollen. Eine einzige Illusion, ein kleiner Teil der Hölle, in dem noch jemand durch Schuld eingesperrt erscheint, hindern uns jedoch, der Wahrheit ein freudiges Willkommen anzubieten.

    Nach der letzten Schau wird die Frage nicht mehr sein, wie Friede möglich ist - in dieser Welt, sondern es wird klar werden, dass es mit unseren Heiligen Gästen unmöglich war, keinen Frieden dorthin zu tragen, wo ein alter Hass die Liebe lieblos und die Macht machtlos erscheinen ließ. Erscheinungen erscheinen jedoch nur wirklich, solange sie uns nicht als Illusion erscheinen. Als Illusion erkannt, verliert die Ego-Welt ihre Grundlage. Doch dahinter muss die andere Wahl gesehen werden. Was zunächst vor allem die „Augenblicklichkeit der Erlösung“, unsere „Heiligen Gäste“ und „den verbleibende Auftrag“ einzubeziehen notwendig machte.

    Vor einem Urteil über das, wovon wir kaum mehr als einen blassen Schimmer erahnen, sollten die „Belohnungen“ als Möglichkeit angenommen werden, die uns der HEILIGE GEIST in seiner obigen Frage anbietet:

    Was wollen wir gezeigt bekommen?
    Was davon sollte wirklich bewahrt werden?

    Zumindest hat sich der Leser nun zu den Belohnungen durchgearbeitet, die für die Kinder des Reinen Geistes eine Selbst-Verständlichkeit hätten bleiben müssen, wären wir nicht auf den unsäglichen und kaum denkbaren „Trichter gekommen“, eine Welt sehen zu wollen, die – für einen kleinen Augenblick in der Zeit - der Vergebung zu bedürfen schien. Doch was konnten wir verlieren, wenn wir alle genau das haben, was wir alle sind, weil wir alle waren, sind und bleiben, was wir in Ewigkeit von GOTT schon erhalten haben?

    Was wäre als zu vergebender „Straftatbestand“ im HIMMEL in Frage gekommen, außer der Vorstellung MEHR als ALLES (in der Besonderheit des Entzuges der Göttlichkeit durch einen Schuldvorwurf) NUR FÜR SICH zu erlangen? Es muss einen Teil in uns gegeben haben, dem alles nicht genug war. Ein Teil, der - um die Schuld sehen zu wollen - die notwendig war, den Nutzen der Vergebung aus der Zeit in die Ewigkeit zu tragen; und dadurch diese Frage eindeutig und endgültig ein- für allemal beantwortet zu haben. Wir hatten ein Bedürfnis, dem GOTT nachkam, obwohl ER dieses an sich wahnsinnige Bedürfnis, erst Schuld empfinden zu müssen, um später Vergebung erlernen zu können, wahrlich (didaktisch) nicht teilte.

    ER benötigte die Erfahrung des Vergessens der GÖTTLICHKEIT nicht, wir benötigten die Erfahrung (der Gegenform) letztlich ebenso wenig, was uns wohl langsam endgültig klar geworden sein sollte. Wir glaubten nur, diese Erfahrung machen zu wollen. Jetzt haben wir diesen kurzen Augenblick des Vergessens so oft und lange inszeniert, dass wir glauben, die Darbietung des Egos sei die Wirklichkeit. Nein, wir haben damals im Himmel jemanden gefunden, der hier unten etwas tun wollte, was der Goldenen Regel der Wahrnehmung widersprach und Schuld hervorrief. Wir haben nur vergessen, dass wir unseren Schuldigern JETZT sagen wollten, dass wir sie einst darum gebeten haben, dies zu tun, DAMIT wir Vergebung als Erfahrung fest in der Erde verankern können und aus einem Guss eine Welt entsteht, der schon vergeben war, als die Frage aufkam, wie sich Vergebung wohl anfühlen würde.

    An einem Ort, an dem es weiterhin nichts gibt, was zu vergeben wäre, konnte der Nutzen von Vergebung nicht gespürt werden. Dazu benötigten wir die „Gegenform“ der Ego-Welt, fest gemauert in der Erde, die uns zeigt, was wir brauchen, den Ton der Glocke zu vernehmen, die uns sanft aus der langen Zeit des selbst gewählten Vergessens aufweckt, so wir dieses nicht mit Furcht verbinden. Die Wahrheit kommt nicht dorthin, wo sie gefürchtet wird, da sie eine Macht darstellt, die sich einer Illusion nicht widersetzt. Warum sollte die Wahrheit sich einer Illusion aktiv widersetzen? Sie bleibt in alle Ewigkeit die Wahrheit und durch alle Zeiten hindurch sie selbst. Wie die Liebe kann Wahrheit nur total sein.
    Der HEILIGE GEIST ist unser Lehrer für die Totalität GOTTES, die wir nicht sehen können, solange wir GOTT fürchten, statt ihn mit Freude zu begrüßen.

    Bevor schon ein Urteil darüber gefällt wird, was die Welt jenseits dieser Welt beinhalten wird, sollte von unserer Warte noch nicht beurteilt werden, was unser Ego darin vermutet. Hab die restlichen Seiten des Textbuches erneut gelesen und damit auch das Textbuch drei Mal durchgehend durch, zusätzlich mehrmals die Hörbücher. Wieder und wieder konnte ich weitere Inhalte entdecken, die mein Ego vorher geflissentlichst „überlesen“ wollte und die offensichtlich „damals“ noch nicht am „Zensor“ vorbei in mein Bewusstsein gelangten. Ich merke ja meistens nicht, dass ich etwas gerade nicht bemerke. Erst wenn wir merken, etwas nicht gemerkt zu haben, offenbart sich ein Irrtum als illusionäre „Erscheinung“, vorher hat es den Anschein, als sei die Ego-Welt das einzig Wahre und ohne wählbare Alternative für die GÖTTLICHKEIT in jedem Teil einer verbundenen Familie, die sich leider noch nicht ganz so sieht. Was in die Gesamtweltweitsicht noch als schon vorhanden zu integrieren wäre, sind die restlichen fünf Kapitel.

    27. Die Heilung des Traums (Träumer oder Traum?)
    28. Das Aufheben der Angst (Aufgabe der Ego-Werte und der Angriffsgedanken, Erlangung von „innerer Sicherheit“)
    29. Das Erwachen (die Welt des Traumes, der EINZIG Bewahrens wertes enthält)
    30. Der Neubeginn (die Entscheidungsregeln für eine andere Wahl)
    31. Die letzte Schau (das, wonach wir wirklich suchen; doch was wir dort suchten, wo es nicht zu finden war – in der „Denkhalbwaisendunkelkammerwelt“ des erst halbweisen Halbwaisen - dem Ego)

    Was sich offenbaren könnte, muss begrüßt werden. Gott widersetzt sich dem Widerstand des Egos nicht. GOTT greift das Ego nicht an, auch wenn das Ego dies in seiner bisherigen geistigen Umnachtung glauben mag, und daher eine Heidenangst vor Gott besitzt. Wie gesagt, auf die Idee, dass wir das Ego für diese Erinnerung an die Gegenform durchaus lieben könnten, WEIL dies die Möglichkeit der Erinnerung BEWEIST, kommt es in seiner panischen Angst noch nicht. Es glaubt ja nicht an die Macht, die mit der Vergebung einhergeht und Hand in Hand mit liebender Gerechtigkeit. Warum sollte sich GOTT jedoch nicht grenzenlos freuen, wenn wir einen Irrtum mit der Hilfe des HEILIGEN GEISTES als nur IRRE-TUN erkennen. Wir haben nur so getan. Als hätten wir vergessen, was wir vergessen mussten, um die Schuld ganz kurz als wirklich „begründet“ zu empfinden, was uns den Nutzen der Vergebung ermöglichte. Daher freue ich mich unbändig, mich bisher vollständig geirrt zu haben und behaupte fortan das genaue GEGENTEIL eines illusionären Gegenteils.

    Welcher nicht gänzlich behinderte Halbgott würde ein Gegenteil von sich selbst erschaffen, mit der Macht, seinem Willen ewiglich (und noch dazu aus der Zeit heraus) zu trotzen? Wir sind alle Trotz-Kisten voller erlernter Ego-Inhalte, die uns niemals wirklich ausfüllten. Was alle aus- und auffüllt ist, auf eine uralte Liebe zu schauen, die kurz vom Hass verdunkelt schien. Doch es ist wie eine dunkle Wolke, die am Himmel kurz vor der Sonne entlangzieht: Der Himmel ist zu groß, um ihn mit einer Wolke ganz und dauerhaft zu überdecken. Und selbst jetzt ist die Sonne hinter den Wolken immer noch die Sonne, die sie wieder sein wird, wenn der Wind – das himmlische Kind – die Wolken - als substanzlos bewiesen - einfach zur Seite fegt. Warum hätte der Himmel also eine Hölle erschaffen sollen? Das wäre doch sowas von beschränkt, dass diese „Idee“ nur vom Ego stammen kann. Und das tat sie auch…

    Es wird noch ein Wert in dieser absurden Idee (der Ego-Welt) gesehen, sonst würden wir nicht mehr sehen, was wir schon lange nicht mehr wirklich sehen wollen. Wir sehen noch nicht, dass alle Dinge, von denen wir denken, dass wir sie sehen, in Wahrheit nur die Ideen und Gefühle spiegeln, die damit in uns verbunden werden.

    Wie der Skorpion, der zu dringenden Geldgeschäften auf eine Insel im großen Teich reisen musste und eine allseits als gutmütig und hilfsbereite bekannte Kröte fand, die ihm die Überfahrt trockenen Fußes ermöglichen sollte. Denn der Skorpion konnte selbst nicht schwimmen. Die Kröte war zwar gutmütig, doch nicht vollkommen blöde und fragte den Skorpion ganz offen, welchen Grund es denn für ihn geben könnte, sie unterwegs nicht zu stechen. Denn genau das war es, was die Kröte bisher über den Skorpion gehört hatte. „Liebe Kröte“, sprach der Skorpion, „sei kein Frosch. Warum sollte ich dich denn stechen, dann würde ich doch selbst ertrinken. So dumm werde ich doch nicht sein“. Als sie mit einem Frosch verglichen wurde, kam die Kröte natürlich in Zugzwang und willigte ein. Mitten auf dem Teich fühlte sie einen höllischen Stich auf ihrem Rücken. Sie konnte noch sagen: „Du Narr, jetzt werden wir doch beide sterben“. „Ja“, sagte der Skorpion, „ich weiß, aber ich konnte nicht anders“.

    Das Ego konnte nicht anders, als genau dieser Narr zu sein, damit wir daran erkennen können, was wir schon mal auf gar keinen Fall sind. Und erst wenn wir das genau wissen, könnten wir uns angemessen verhalten. Vorher wissen wir - im wahrsten Wortsinn - nicht was wir tun, denn wir wissen nicht mehr, wer wir sind, wenn wir nicht das Ego sind. Wir stehen zu weit neben uns selbst, als wir uns selbst noch als unser Selbst erkennen wollen könnten, obwohl es natürlich unser Wille ist, uns UND unser SELBST wahrheitsgemäß zu erkennen. Wer würde bewusst eine Illusion wählen, wurde sie erst als Irrtum und erblassende Erblast der kognitiven Dissonanz erkannt. Als zu schweres Joch für einen leichten Weg, der meist etwas verspricht, was in der Zukunft liegen muss und daher JETZT nicht sein kann, was es schon ist…

    Wir wussten halt nicht, warum wir immer so erb-lassen, beim „unser Erbe lassen“. Das Erbe nicht anzutreten, hebt die Existenz der gegebenen Gaben jedoch nicht auf. Es verzögert die Annahme der Gaben eventuell für eine Zeit, sie als nicht als gegeben anzusehen, doch die Möglichkeit, das gegebene Erbe anzutreten, bleibt bestehen. GOTT kennt keinen Entzug von Gaben, die gegeben wurden, bevor die „Zeit des Vergessens“ geboren wurde. Wenn allen Kindern einer gleichwertigen Familie alles gegeben wurde, welchen Grund sollte es geben, einen kleinen Teil davon als „besonders“ anzusehen, indem er anderen entzogen wird? So entzieht der Entzug eines Einzelnen allen immer das Ganze.

    Was an die Stelle all des Ego-Schwachsinns treten wird, ist die einzig gerechte und liebevolle Assoziation, worin die freie Entwicklung aller, die Bedingung für die freie Entwicklung eines jeden Kindes GOTTES ist. Was wir einem Teil von GOTTES Familie entziehen, entziehen wir daher allen Mitmenschen und so erfahren wir die Wirkungen unserer Gedanken und Urteile niemals allein. Daneben bleibt auch das schwarze Schaf einer jeden Familie immer ein Teil der Familie, auch wenn alle anderen Familienmitglieder dies nicht so sehen mögen; für einen objektiven Beobachter, wäre zumindest kein anderes Urteil möglich. Objektiv ist ein Beobachter, wenn er, wie der HEILIGE GEIST, Fehler als Fehler betrachtet und dahingehend berichtigt, dass der zugrundeliegende Irrtum niemals wieder „plausibel“ erscheinen kann, egal aus welcher Perspektive die Objektivität nun hinterfragt werden könnte.

    Die objektivierbare und liebevolle Gerechtigkeit unseres Vaters wird erst deutlich, wenn wir anerkennen, dass jedes Kind unserer Familie alle Merkmale unserer Familie besitzt, die darin jetzt möglich sind und die es jemals sein werden. Daher ist die „Augenblicklichkeit der Erlösung“ eine weitere Schlüsselstelle des Kurses, denn wir sollten uns niemals mit zukünftigem Glück zufrieden geben.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seiten 237 / 238
    (2) Ebd.
  • 24.09.17, 11:33
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Lektion 130: „Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen“ (1)

    Es wird in ersten Absatz dieser Lektion gesagt, unsere Wahrnehmung sei konsequent. Was wir „sehen“ spiegele unser Denken wider, wobei das Denken die Wahl dessen abbilde, was wir sehen wollen. Insofern ist die „Wahl der Welten“, die wir zu sehen wünschen, maßgeblich von den „Werten“ beeinflusst. Was wir „wertschätzen“ und daher „sehen“ wollen, wird bestätigt und bezeugt, indem wir glauben, das, was wir sehen, sei wirklich da. Wenn ich mein Ego „wertschätze“, „sehe“ ich eine Welt, die von den Ego-Gesetzen bestätigt und bezeugt wird, und indem wir daran glauben, die Welt des Egos sei wirklich (in GOTTES GEIST) nehmen wir an, einem Irrtum würde kraft unserer Wahl eine Wirklichkeit verliehen. Wir können durchaus einen Irrtum „wollen“, doch dadurch wird keine Wahrheit aus einem fehlerhaften Selbstkonzept. Die goldene Regel der Wahrnehmung bleibt weiterhin die Richtschnur für die Unterscheidung des Wirklichen vom Falschen: Wir können uns nicht angemessen verhalten, wenn wir nicht „richtig“ wahrnehmen. „Richtig“ meint, dass, da wir alle gleichwertige Kinder unseres VATERS sind, wir uns so verhalten, wie wir wahrzunehmen wünschen. Sehen wir uns nicht als gleichwertige und ebenbürtige Kinder eines Vaters, wählen wir eine Welt zu sehen, die wir zwar nicht mögen, doch der wir einen „Wert“ beigemessen haben müssen, dieses nun zu „sehen“. Wir müssen daher geglaubt haben, zu wollen, was wir nun wahrnehmen und allein diese „richtige Wahrnehmung“ macht uns klar, einfach eine fehlerhafte Wahl getroffen haben zu müssen. Eine Wahl, in der wir einen vermeintlichen Wert darin sahen, Konzepte und Ideen zu verfolgen, die uns als besondere Mitglieder einer Familie definieren. So stehen sich scheinbar „zwei Welten“ gegenüber,

    Hierzu könnte auch der erste Absatz des ersten Hörbuches weiteren Aufschluss geben. Zwei Sätze des ersten Absatzes sind zunächst eingehender zu beleuchten, da sie das Prinzip der Wahrnehmung dessen veranschaulichen, was wir „sehen“, weil es zuvor in unserem Geist als wahr wahr-genommen wurde:

    „Niemand kann eine Welt erblicken, der sein Geist nicht einen Wert beigemessen hätte. Und niemand kann umhin, das zu erblicken, wovon er glaubt, er wolle es“. (2)

    Was für die Welt, die ich bisher sah, bedeutet, ich muss dem Wahnsinn (eine durch Familienbande verbundene „Gruppe“ in willkürliche Teile zu fragmentieren) einen Wert beigemessen haben. Wenn ich nicht umhinkomme, das zu erblicken, wovon das Ego gedacht haben muss, es wolle es, würde ich diesen Wahnsinn nicht erblicken müssen. Was jedoch im Umkehrschluss bedeutet, auch Heiligkeit, geistiger Gesundheit, Freude und FROH-SINN einen Wert beimessen zu können und in der Umkehrung (der Werte) dessen, was mir bisher mein Ego diktierte, erkennen zu können, welche Welt uns von selbst gefällt – da sie sich „stimmig“ (und nicht vielstimmig unstimmig) anfühlt. Wir müssen somit geglaubt haben, diese „unstimmige“ Welt so zu wollen, wie sie jetzt aus dem Wald, den wir vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, zurückschallt. Der Nachhall unrichtiger Ideen, denen wir folgten, lässt uns erblicken, was wir glaubten, als wirklich wahrnehmen zu wollen.

    Die Idee, ein „berufener Freund“ könne uns auf andere „Gedanken und Ideen“ bringen, haben wir bisher meist kategorisch ausgeschlossen und „einen Preis“ dafür gezahlt, der im Hörbuches anschaulich deutlich gemacht wird:

    (Kap. 26:VIII) „Der berufene Freund“; „Wiederholung der Grundsätze“: https://www.youtube.com/watch?v=eeht...H0l1sbdktCzPxZ

    Der erste Abschnitt des Hörbuches stellt uns den Freund vor, dem wir von selbst vom SELBST in jedem Menschen einen WERT beimessen. Da wir jedoch aus der verzerrten Ego-Wahrnehmung heraus auf alle Menschen blicken, mit denen wir in irgendeine Art von Beziehung treten, blicken wir mit verzerrten Ego-Augen auf eine verzerrte Ego-Welt. Doch in den ersten drei Absätzen, die rund 4 Minuten beanspruchen, wird uns klar gesagt, welchen Preis wir für die Annahme des Denksystems des Egos von uns selbst fordern. In der „Wiederholung der Grundsätze“, die in der annähernd identischen Greuthof-Version „Die Gesetze der Heilung“ genannt werden, wird eine Zusammenfassung der bisher im Textbuch vermittelten Inhalte angeboten.

    (Kap.26:VIIIb) „Wiederholung der Grundsätze Teil 2“
    https://www.youtube.com/watch?v=Q2Ct...H0l1sbdktCzPxZ

    Bevor die beiden Hörbücher nicht gehört wurden, kann das Tor zu der Welt, die wir wirklich wollen würden, nicht hinter den Schatten der Vergangenheit aufleuchten.

    „Diese Welt ist ein Versuch, deine Unschuld zu beweisen, während Angriff dir lieb und teuer ist. Der Misserfolg liegt darin, dass du dich trotzdem schuldig fühlst, obwohl du nicht verstehst, warum“. (3) + (4:02

    WIR wissen also nicht, warum wir uns schuldig fühlen, beginnen aber, standhaft zu behaupten, andere seien „schuld“ daran, wie wir uns gerade fühlen. Oder auf Terror und Krieg bezogen:

    Diese Welt ist ein wechselseitiger kollektiver Versuch, unsere jeweilige Unschuld zu beweisen, während die Angriffe auf unsere „Feinde“ unserem Ego lieb und teuer sind. Unser bisheriger Misserfolg besteht darin, dass wir uns trotz aller eifrig gesuchten und gefundenen „Schuldigen“ am bitteren Ende - eines jeweiligen Konfliktes - selbst schuldig fühlen, auch wenn wir nicht verstehen, was dieser unerkannte Angriff auf das GÖTTLICHE im Gegenüber „bewirkt“, denn natürlich ist er in der wirklichen Welt wirkungslos.

    Eine angemessene SELBST-Wahrnehmung kann nicht aus sich widerstreitenden Motiven und Wünschen zusammengesetzt werden, die das SELBST im Ego ansiedelt. Die Wahrnehmung des Selbst lässt alle Konzepte des Egos hinfällig erscheinen. Aus der Ego-Wahrnehmung heraus nehmen wir nicht angemessen wahr, und wir tun nicht das, wovon wir wollen, dass es uns getan werde. So schreien wir als Ego wutentbrannt in den Wald hinein, hören den Nachhall dessen, was wir „wertschätzten“ und behaupten, mit der Entstehung des unstimmigen Missklangs überhaupt nichts zu tun gehabt zu haben.

    So gibt es eine Welt, in der die Trennung (von Ursache und Wirkung) niemals stattgefunden hat und in der erkannt wird, was unsere Ursache ist, und wessen Geistes Kind wir sind. Als des reinen Geistes Kind sind wir die Wirkung unserer Ursache. Das Ego hat seine Ursache in einer nicht angemessenen Wahrnehmung, sucht ständig, diesen Mangel zu beseitigen und fühlt sich schuldig, weil es weiß, dass es aus dem Wald nur so zurückschallt, wie es - aus einer fehlerhaften Wahrnehmung heraus - hineinrief. Einen Fehler zu sehen, dem wir alle „aufgesessen“ sind, verändert jedoch nicht unsere ursprüngliche Identität. Erst wenn aus diesem Fehler, dem wir alle auf unsere individuelle Art einen „wert“ beimaßen, eine „Sünde“ gemacht wird, beginnt die Tendenz, die „schuldigen Teile“ einer Familie nicht mehr als Teil dieser Familie zu sehen.

    Wenn wir der Schuld keinen Wert beigemessen hätten, würden wir nicht das Kriegsgeschrei vernehmen, in dem versucht wird, durch Angriff und Schuldvorwürfe die verlorene Unschuld wiederzuerlangen. Wenn wir die Angst vor der Schuld an den Schuldvorwürfen nicht in den Wald hineingebrüllt hätten, Angst als „wertvoll“ für unsere Sicherheit erachtet hätten, würden wir nun keine feindliche Welt sehen. Ohne uns allen diese Fehlwahrnehmung zu vergeben, kann sie nicht dort berichtigt werden, wo sie entstand: In unserem GEIST, der sich von seinem unveränderlichen Teil im wahrsten Sinne des Wortes „abspaltete“.

    Die Welt der Abspaltung der unzähligen und voneinander abgetrennten Ego.K.O.-n-rezepte ist trotzdem einzig ein Hilferuf, ein negatives Zuwendungsspielchen. Das Ego schreit seine Wut hinaus und erwartet dafür Zuwendung und Liebe von Gott. Sein eigenes Kriegsgeschrei nimmt es als Antwort wahr und verwechselt so Ursache und Wirkung dessen, was es hört. Schlimmer noch: Das, was es auf diese Art und Weise „hört“, wird als Beweis für die Nichtexistenz GOTTES angeführt. So versucht sich das Ego seine eigene Wirklichkeit zu beweisen, die jedoch einzig auf einer fehlerhaften Grundannahme basiert. So ist diese Welt ein Ort, an dem ein uralter Irrtum seine Berichtigung findet und der Hass als Hilferuf nach Liebe erkannt wird. Warum sollte auf einen Ruf nach Liebe mit Hass geantwortet werden?

    Was wir jedoch auf keinen Fall in dieser Situation erwarten können, ist, dass GOTT unsere Fehlwahrnehmungen unterstützt oder wahr macht, indem er sie wahrnimmt. Für GOTT, der das Geschrei des Egos nicht bestärken möchte, indem ER es wahrnimmt, spricht die liebevolle Stimme, die im Hörbuch als „der berufene Freund“ vorgestellt wird. Der HEILIGE GEIST ist der DEUTER und Übersetzer dessen, was uns aus dem Wald zurückschallt. Er zeigt uns auf, welche Welt sich unser VATER für uns vorgestellt hat, ohne dass die Vorstellung der Verstellung des Egos eine Wirkung in GOTTES GEIST hinterlässt. GOTT schaut nicht auf unsere Irrtümer und kennt uns, wie wir wirklich sind. Daran orientiert sich der HEILIGE GEIST, wenn er uns „übersetzt“, was wir „hören“, doch nicht verstehen.

    Wir fühlen uns schuldig an den unbekannten Kriegsgeschrei in tausend unverständlichen Sprachen, doch ohne zu erkennen, dass es den Nachklang unserer negativen Zuwendungsspielchen abbildet, werden wir weiterhin taub und blind für die wirkliche Welt bleiben, die unverändert von dem blieb, was das Ego in seinen Angstträumen in den „Wald“ hineininterpretierte. Wer hört den Ruf nach Frieden und Anerkennung im tosenden Schlachtengebrüll? Wer begibt sich auf ein Schlachtfeld und könnte sagen, er würde den Frieden verteidigen wollen?

    Ist diese Welt nicht wirklich nur der Versuch, unsere Unschuld zu finden, indem wir den ANGRIFF wertschätzen, der nur durch Schuld zum „gerechten Angriff“ wird?

    Diese Dichotomien und Gegensätzlichkeiten schwächen unseren Willen und sich widerstreitende Motive sind die Folge. Wir gehen drei Schritte vorwärts, zweifeln, gehen zwei Schritte zurück; wir wanken und wir schwanken unter der Last der unerträglichen kognitiven Dissonanz von einem Ego- Schuldvorwurf-Geschrei zum anderen und versuchen, in dieser Schlammschlacht eine „weiße Weste“ zu behalten. Das Ego sieht GOTT als eine „ohnmächtige Macht“, wenn es meint, es könne von Wert sein, sich SEINEM Willen widersetzen zu wollen. Es muss sogar daran glauben, dass dies möglich ist, doch der Preis dafür, den Thron des VATERS zu usurpieren, ist die Angst vor dem, was uns als Wirkung all der Fehlwahrnehmungen nun wirklich erscheint, es aber in GOTTES GEIST nicht ist. GOTT sieht unsere Irrtümer nicht als Wirklichkeit an, der dafür berufene Freund ist der HEILIGE GEIST, der beide Welten sieht, jedoch an den Gedanken festhält, die Gott von seinen unschuldigen Kindern hegt und pflegt. Für GOTT ist das Ego keine Wirklichkeit, daher sollte es auch für uns keine wirksame Wirklichkeit sein. Was wir hören, und von dem wir annehmen, wir hätten die Geräusche nicht verursacht, war ein Hilferuf SEINER Kinder nach der Liebe des VATERS. Warum sollte das Bedürfnis nach Liebe mit Hass erfolgreich beantwortet werden können? Wenn wir also Hass vernehmen, ist dies immer ein Hilferuf nach Liebe. Wenn wir Sturm ernten, haben wir den Wind gesät. Wir säen den Hass und erwarten Liebe dafür zu erlangen, dabei verdrehen wir Ursache und Wirkung.

    In den Worten des Kurses liest sich die Lektion 130 ab dem zweiten Absatz wie folgt:

    2. „Wer aber kann wirklich gleichzeitig hassen und lieben? Wer kann sich etwas wünschen, wovon er nicht möchte, dass es Wirklichkeit habe? Und wer kann sich entscheiden, eine Welt zu sehen, vor der er Angst hat? Angst muss blind machen, denn das ist ihre Waffe. Das, was du zu sehen fürchtest, kannst du nicht sehen. Somit gehen Liebe und Wahrnehmung Hand in Hand, Angst aber verschleiert in der Dunkelheit, was da ist.

    3. Was also kann die Angst auf die Welt projizieren? Was gibt es in der Dunkelheit zu sehen, was wirklich ist? Die Wahrheit wird von der Angst verfinstert, und das, was übrig bleibt, ist nichts als eingebildet. Doch was an blinden Phantasien, geboren aus der Panik, kann wirklich sein? Was würdest du wollen, damit es dir gezeigt wird? Was würdest du in einem solchen Traum bewahren wollen“? (4)

    Ja, was würden wir in einem solchen Traum bewahren wollen? Wir hielten einen „solchen Traum“ in der Angst des Ego-Denkmodus nicht für möglich. Wer hat sich einmal Gedanken darüber gemacht, was ihm von unserem berufenen Freund gezeigt werden könne, was in einem solchen Traum zu bewahren wäre?

    Wir können somit entweder eine Welt sehen, die die Angst zur Grundlage der Wahrnehmung macht. Darin hätten wir keine Möglichkeit, etwas zu wollen, damit es uns gezeigt werde; und zu sehen, was wir wirklich zu sehen wünschen. In der Welt, in der uns der HEILIGE GEIST aufzeigt, warum es von Wert ist, auf GOTT zu vertrauen, wird die Wahrheit nicht von der Angst verfinstert und somit kann der Goldenen Regel der Wahrnehmung angemessen Rechnung getragen werden. Was würden wir in einem Traum bewahren wollen, von dem wir glaubten, er spiele sich in der Hölle ab, nur weil wir unser eigenes Angstgeschrei vernahmen?

    Es ist möglich, eine Welt zu sehen, in der ein berufener Freund an unserer Seite geht und unsere früheren Irrtümer in eine beständige Wahrheit übersetzt. Was wollten wir bewahren wollen, außer der ganzen Wahrheit? Solange wir nicht angemessen und wahrheitsgemäß wahrnehmen, wer wir wirklich sind, können wir uns auf keinen Fall angemessen verhalten. Da dies jedoch uns alle betrifft, sollten wir einfach die Fehlwahrnehmung berichtigen und keine Sünde daraus machen. Die Welt, die wir ohne Sündendefinition und Schuldvorwürfe sehen, wird eine völlig andere Wahrnehmung mit sich bringen, in der liebevolle Gerechtigkeit Hand in Hand mit der Wahrheit geht.

    Sollten wir die Fehlwahrnehmung der Angst in einem solchen Traum wirklich bewahren wollen? Wir dachten ja bisher gemeinhin, Gefangene in diesem Traum zu sein und sahen uns in den wenigsten Fällen als der Träumer des Traums. Doch ist der Held des Traumes von selbst das SELBST oder das Ego?

    So folgen zunächst noch die Absätze 4 – 6, das Gefühl dafür aufkommen zu lassen, mit dem ein Bewahrens werter Traum zu träumen wäre, würde eine andere Welt gesehen und mit einem Wert verbunden werden:

    4. „Die Angst ist alles, was du zu sehen meinst, gemacht: Jede Trennung, alle Unterscheidungen und die Vielzahl der Unterschiede (innerhalb unserer Familie, Anm.) von denen du glaubst, dass sie die Welt ausmachen. Sie alle gibt es nicht. Der Feind der Liebe hat sie sich ausgedacht. Die Liebe kann aber keinen Feind haben, deshalb haben sie (die Angstträume, Anm.) weder Ursache noch Sein, noch irgendwelche Folgen. Sie können wertgeschätzt werden, bleiben aber unwirklich. Man kann nach ihnen suchen, aber sie sind nicht zu finden. Heute wollen wir nicht nach ihnen suchen noch diesen Tag damit vergeuden, dass wir suchen, was nicht gefunden werden kann.

    5. Es ist unmöglich, zwei Welten zu sehen, die sich in keiner Weise überschneiden. Suche nach der einen, die andere verschwindet. Nur ein bleibt. Sie sind der Wahlbereich, über den deine Entscheidung nicht hinausgehen kann. Das Wirkliche und das Unwirkliche ist alles, was zur Wahl steht – und nichts anderes als das.

    6. Heute wöllen wir nicht versuchen, einen Kompromiss zu schließen, wo keiner möglich ist. Die Welt, die du erblickst, ist der Beweis, dass du schon eine Wahl getroffen hast, die genauso allumfassend ist wie ihr Gegenteil. Und was wir heute lernen möchten, ist mehr als bloß die Lektion, dass du nicht zwei Welten sehen kannst. Du lernst auch, dass diejenige, die du siehst, vom Standpunkt aus, von welchem du sie siehst, ganz konsistent ist. Sie ist aus einem Guss, weil sie einem einzigen Gefühl entstammt und ihre Quelle in allem widerspiegelt, was du siehst“. (5)

    Diesen Satz möchte ich ans Herz legen: Die Welt, die wir jeweils sehen können, ist aus einem Guss, WEIL sie einem einzigen, jeweiligen Gefühl entstammt und dieses Gefühl an seine Quelle gebunden ist. Beim Ego ist diese Quelle Angst, bei unserem VATER ist die alleinige Quelle immer nur LIEBE. Das Ego vertritt halt das K.O.nzept, dass es eine „hasserfüllte Liebe“ geben könnte, wie es auch eine „machtlose Macht“ oder eine „partielle und doch gerechte Gerechtigkeit“ in GOTT sieht. All diese gespaltenen Vorstellungen machen eine Welt, in der Angst und Panik die Wahrnehmung der jeweiligen Situation bestimmen.

    Eine hasserfüllte Liebe, eine teilweise Gerechtigkeit, ein umkämpfter Frieden und eine machtlose Macht sind dichotome K.O.-rezepte für eine Welt, die uns gefällt und „Bewahrens wert“ erscheinen könnte. Doch das Ego hat uns von dieser „Wahlmöglichkeit“ bisher wenig „erzählt“, die uns der HEILIGE GEIST mit dieser Lektion anbieten möchte. Wir erträumten eine Welt, in der das Ego mit einem Wert verbunden wurde. Wie sähe eine Welt aus, in der Heiligkeit, Frieden und Harmonie mit einem Bewahrens werten Wert verbunden würden?

    Ist es nicht das Gefühl der Angst, das uns die Ego-Welt wie aus einem Guss erscheinen lässt? Welches Gefühl wird jedoch GOTT gefühlt haben, als ER die Gedanken hegte, die ER immer noch pflegt?

    Denn das nächste K.O.-Rezept des Egos ist natürlich eine nur zeitweise beständige Ewigkeit, was sich auch in der selektiven Wahrheitssuche ausdrückt, mit der das Ego die Wahrheit zu dem macht, was gerade nutzt. Doch das blöde Gefühl der Schuld wird es dabei nicht los und daher versucht es, diese Schuld an anderen Menschen, Situationen, GOTT oder „die böse und gefährliche Welt“ auszulagern. Doch wir sehen nur, was schon zuvor in unserem Geist war. Das ist die Wahl, die schon getroffen wurde, die uns vom Ego jedoch verschwiegen wurde.

    Die Absätze 7 bis 11 folgen. Wie gesagt, die Lektionen 121 bis 200 sind recht ausführlich und in jedem Leitgedanken ist die Möglichkeit enthalten, den gesamten Kurs zu verinnerlichen. Daneben besitzt zum Glück jeder Geist einen eigenen berufenen Freund, wenigstens das wollte klar gesagt worden sein. Wie könnten wir eine Welt sehen, über deren Bewahrens werten Teile, als die „Übersetzung und Übertragung“ dessen, was in der Zeit der Ewigkeit würdig wäre, wir uns noch gar keine Gedanken gemacht haben, da wir weder den HEILIGEN GEIST sahen, noch, seine Fragen damit erkennen konnten:

    „Was würdest du wollen, damit es dir gezeigt wird? Was würdest du in einem solchen Traum bewahren wollen“?

    Diese Möglichkeit wurde vom Ego unterschlagen, doch wir sollten es lieber lieben, statt es dafür zu erschlagen. Denn es ist Teil unseres Geistes und wir werden diesen Geist nicht los, indem wir ihn anderen „anhängen“. Es ist eben voll berechtig erscheinender Furcht davor, dass wir bemerken könnten, welche Wahl es schon für uns getroffen hat, ohne uns zu fragen, ob wir diese Welt SO sehen wollen. Was wäre es wert, für die Ewigkeit bewahrt zu werden?

    Ist es nicht die Wahrheit, die in Ewigkeit wahr sein muss, will sie es jemals gewesen sein?

    Aber könnten wir die Wahrheit „schon“ freudig begrüßen? Denn dass, was wir fürchten, werden wir nicht sehen. Oder ist dies der Zeitpunkt im Ablauf des Äons, an dem die Wahrheit einfach zu offensichtlich wird, um noch weiter in der Dunkelheit gehalten werden zu können? Wer die Wahrheit fürchtet, hat ein Urteil gesprochen, das nicht mit Wahrheit gefüllt werden konnte. Doch bei näherem Hinsehen werden wir feststellen, dass wir allen Grund haben, froh darüber zu sein, uns mit der bisherigen Wahl geirrt zu haben, denn Freiheit war es nicht, die wir auf diese Art und Weise fanden, als wir uns an die „Weltsicht“ des Egos banden…

    Ach ja, die Hörbücher kann ich nur erneut ans Herz legen. Aber ihr habt ja den gleichen Freund wie wir alle. Das ist liebende Gerechtigkeit ohne Ausnahme und Besonderheit. Jede Ausnahme von der Liebe wäre Hass, doch was allumfassend ist, kann kein Gegenteil haben.
    Wie könnte es jemals hasserfüllte Liebe geben? Was für eine Welt, die doch aus solchen Gedanken und dem damit einhergehenden Angstgefühl entspringt. „Eigentlich“ kann ein solches Konzept nicht „richtig“ sein, das verstehe ich selbst im Ego-Denkmodus des Nachhalls der Schuld, die niemals wirklich gemacht wurde in GOTTES GEIST.

    Das Ego überträgt seine begrenzten Vorstellungen eben auf Gott und kann sich nicht vorstellen, was der Heilige Geist uns im Tausch dafür anbieten möchte, so wir bereit wären, offen noch einmal zu wählen, was wir zu sehen beabsichtigen, damit uns Heiligkeit gezeigt werde und eine Macht, die kein Gegenteil kennen kann, ohne gespalten zu sein, was wir jedoch nur als Ego-Spiegelung annehmen können. Mit Wahrheit können wir die bisherige Annahme eines hasserfüllt liebenden GOTTES jedenfalls nicht füllen. Wir hören nur, was wir in den Wald hineinriefen. Was wir hören würden, würden wir einmal still hinhören und das Echo der panischen Hilferufe ausklingen lassen, können wir jetzt noch nicht wieder wissen. Wir haben niemals nicht nach unserem Vater geschrien, indem wir andere für den Verlust der Einheit (mit einem, für uns alle berufenen Freund,) verantwortlich machen wollten.

    In dem Teil unseres Geistes, der nicht dieses Ego Konzept mit einem Wert zu verbinden und zu verknüpfen „gelernt“ hat, ist jedoch eine Vorstellung von dem bewahrt worden, was als des Bewahrens wert wäre, so wir uns zum Träumer des Traumes erklären wollen. Kann es sein, diese Freiheit zu besitzen, doch niemals für möglich gehalten zu haben?

    Was kann es schaden, unseren berufenen Freund zu fragen und eine andere Wahl zu treffen? Doch wenn das Ego in „seiner Welt“ ist, hat es alle Fragen schon beantwortet und eine Wahl für uns getroffen, die weder unseren Willen, noch unsere Freiheit ins Auge fasst. Womit das Ego fast „unschuldig“ leben könnte, wir „ahnen“ es ja nur, doch mit seiner Wahl hat es auch den Willen GOTTES für sich „umgemünzt“, was natürlich Doppelbindungen wie „machtlose Macht“, „ohnmächtige Wut“, „hasserfülle Liebe“ und ein mit Sicherheit tödlich verlaufendes Leben mit sich bringt.

    Wer könnte damit den Himmel verbinden? Immerhin sollte der Himmel des Bewahrens werte Bestandteile aufweisen, die, wie wir nun wissen, durchaus durch die Mitschöpfung in der Zeit um Elemente erweitert werden kann. Dier und nun ist es das Element der Vergebung, welches zuvor im Himmel unbekannt war. Wenn wir jedoch dorthin zurückgekehrt sind, nachdem das Lachen über die Absurdität unseres Irrtums einmal verklungen sein wird, dann ist der Nutzen von Vergebung auch im Himmel gegenwärtig und kann niemals wieder unerinnert bleiben. So wird ein Problem endgültig gelöst, was bedeutet, es wird auch in der Ewigkeit niemals wieder aufkommen.

    Was glaubt Ihr, wie sehr wir uns alle gewundert hatten, als einmal im Himmel die Frage gestellt wurde, was Vergebung eigentlich ist und wie es sich anfühlen könnte, etwas zum Vergeben zu haben. Natürlich konnte es im Himmel keine Gründe für irgendetwas geben, was zu vergeben gewesen wäre. Es gab keine Schuld, da alle Gaben gerecht vergeben wurden. Doch es gab das Bedürfnis und obwohl GOTT es nicht teilte, gab ER uns die Möglichkeit, unsere Erfahrungen, wie sich Vergebung anfühlen wird, zum „GUSS“ zu machen, dessen Spiegelform das Ego uns vorzeichnet. Das Ego hat die „Gegenform“ gemacht, an der wir ablesen können, was das Gegenteil einmal sein wird. Ohne sich an das zu erinnern, was es vorgibt, vergessen zu haben, wäre das nicht möglich gewesen. Wenn wir über die Möglichkeit nachdenken, die der HEIIGE GEIST uns anbietet, sind wir dort, wo das Ego uns nicht gerne sieht: Dort, wo ein uralter Hass in Liebe gewandelt wird. Für das genaue Nachzeichnen der Gussform sollten wir dem Ego an sich dankbar sein. Wir hätten glatt vergessen, was wir vergessen wollten. So beweist es uns, dass eine Erinnerung an die Wahrheit ganz tief in uns verborgen sein muss.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 237
    (2) Ebd.
    (3) Textbuch Seite 558
    (4) Übungsbuch Seite 237
    (5) Übungsbuch Seiten 237 / 238
  • 21.09.17, 11:28
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zurück zu Lektion 129 „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“ (1)

    1. „Dieses ist der Gedanke, der aus dem folgt, den wir gestern übten. Du kannst dich nicht mit dem Gedanken begnügen, dass die Welt wertlos ist, denn wenn du nicht siehst, dass es etwas anderes gibt, worauf du hoffen kannst, wirst du nur niedergeschlagen sein. Unsere Betonung liegt nicht darauf, die Welt aufzugeben, sondern sie gegen etwas einzutauschen, was viel befriedigender ist, erfüllt mit Freude und imstande, dir Frieden zu schenken. Denkst du, dass diese Welt dir dieses bieten kann?

    2. Es könnte lohnen, ein wenig Zeit daranzugeben, noch einmal über den Wert dieser Welt nachzudenken. Vielleicht wirst du zugeben, dass du nicht verloren hast, wenn du jeden Gedanken an Wert hier loslässt. Die Welt, die du siehst, ist fürwahr erbarmungslos, instabil, grausam, gleichgültig dir gegenüber, schnell bereit zur Rache und mitleidlos vor Hass. Sie gibt nur, um zu widerrufen, und sie nimmt alle Dinge weg, die dir ein Zeit lang lieb und teuer waren. Keine dauerhafte Liebe ist zu finden, denn es gibt hier keine. Das ist die Welt der Zeit, in der alle Dinge enden.

    3. Ist es denn ein Verlust, stattdessen eine Welt zu finden, in der du nicht verlieren kannst, wo Liebe ewig währt, Hass nicht existieren kann und Rache ohne Bedeutung ist? Ist es denn ein Verlust, alle Dinge zu finden, die du wirklich willst, in der Erkenntnis, dass sie kein Ende haben und die ganze Zeit hindurch genauso bleiben werden, wie du sie haben willst? Doch auch diese werden am Ende ausgetauscht gegen etwas, worüber wir nicht sprechen können, denn von da aus gehst du dorthin, wo Worte völlig versagen, in ein Schweigen, wo die Sprache ungesprochen bleibt und doch bestimmt verstanden wird. (Anm: Hierzu gibt es einen späteren Kapitelabschnitt im Textbuch mit dem Titel „Jenseits aller Symbole“)

    4. Die Kommunikation, unzweideutig und sonnenklar, bleibt unbegrenzt in alle Ewigkeit. Und GOTT SELBST spricht zu SEINEM SOHN, wie auch SEIN SOHN zu IHM spricht. IHRE Sprache kennt keine Worte. Denn was SIE sagen, lässt sich nicht in Symbole fassen. IHRE Erkenntnis ist unmittelbar, wird ganz geteilt und ist gänzlich eins. Wie weit davon entfernt bist du, der du an diese Welt gebunden bleibst? Und dennoch, wie nah bist du, wenn du sie gegen die Welt eintauschst, die du willst?

    5. Jetzt ist der letzte Schritt gewiss, jetzt bist du nur noch einen Augenblick von der Zeitlosigkeit entfernt. Hier kannst du nur noch vorwärts schauen, nie zurück, um noch einmal die Welt zu sehen, die du nicht willst. Hier ist die Welt, die kommt, um ihre Stelle einzunehmen, wenn du deinen Geist von den kleinen Dingen losmachst, die die Welt hinhält, um dich gefangen zu halten. Miss ihnen keinen Wert bei, so verschwinden sie. Schätze sie, dann erscheinen sie dir als wirklich.

    6. Das ist die Wahl (Anm: Siehe 2. Hörbuch). Was kannst du denn dabei verlieren, wenn du beschließt, dem Nichts keinen Wert beizumessen? Diese Welt enthält nichts, was du wirklich willst, doch das, was du stattdessen wählst, das willst du wirklich. Lass es dir gegeben werden. Es wartet nur darauf, dass du es wählst, um den Platz all der Dinge einzunehmen, die du suchst, aber nicht willst.

    7. Übe dich in der Bereitwilligkeit, diese Veränderung vorzunehmen, morgens und abends je zehn Minuten lang und einmal noch dazwischen. Fang damit an: Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will. Ich treffe die Wahl, jene Welt statt dieser hier zu sehen, denn hier ist nichts, was ich wirklich will“. Schließe dann die Augen vor der Welt, die du siehst, und in der stillen Dunkelheit sieh die Lichter, die nicht von dieser Welt sind, sich eines nach dem anderen entzünden, bis das Anfangen des eines und das Aufhören des anderen jede Bedeutung verlieren, da sie ineinander übergehen.

    8. Heute neigen die Himmelslichter sich dir zu, um auf deine Augenlider zu leuchten, während du jenseits der Welt der Dunkelheit ruhst. Hier ist ein Licht, das deine Augen nicht erblicken können. Und dennoch kann dein Geist es deutlich sehen, und er kann verstehen. Ein Gnadentag ist dir gegeben heute und wir sagen Dank. An diesem Tag begreifen wir, dass nur Verlust es war, was zu verlieren du befürchtet hattest.

    9. Jetzt verstehen wir auch, dass es Verlust nicht gibt. Denn wir haben endlich sein Gegenteil gesehen und wir sind dankbar, dass die Wahl getroffen ist. Erinnere dich stündlich an deine Entscheidung, und nimm dir einen Augenblick, um deine Wahl zu bestätigen, indem du jeglichen Gedanken beiseitelegst und kurz bei diesem nur verweilst: Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will. Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“. (2)

    "Gestern" ist schon etwas her, die Lektion 128 findet sich hier:http://forum.vonwolkenstein.de/threa...Wundern/page16

    Verlust für unmöglich zu halten, lässt den letzten Götzen, die letzte Begrenzung, fallen. Doch wie sollte all dies erklärt werden, ohne schon das Textbuch einbezogen zu haben? Die Frage, ob es ausreicht, das Textbuch einmal gelesen zu haben, die Leitgedanken ganz auffassen zu können, hat sich mir zumindest beantwortet: Auf keinen Fall reichte es bei mir aus, das Textbuch nur einmal komplett gelesen zu haben, um alle Gedanken schon verstehen zu können. Verstehen ist jedoch nicht notwendig, einzig die Bereitwilligkeit für den Vertrauensvorschuss in die Anwendung wird benötigt.

    Manche der Hörbücher habe ich mir in der Gegenüberstellung beider Versionen echt recht häufig anhören müssen, bis der (bisher verdaute) Inhalt „ankam“. Was mir - beim an sich unbedeutenden Vergleich – auffiel, war die unterschiedliche Wirkung der verwendeten Personalpronomen; vom sehr häufig benutzten „Wir“ in den Hörbüchern, zum späteren „Ich“ in der Greuthof-Version. Nach dem Durchqueren des Grenzlandes wird jedoch klar, warum es im Prinzip bedeutungslos ist, ob von einem Wir oder einem Ich gesprochen wird: Die Schöpfung ist eins und ohne jede Grenze.

    Erst als ich die Textstelle wiederfand, an der das Wort „Götze“ mit der Bedeutung „Begrenzung“ gleichgesetzt wird, wurde mir klar, was mit dem Umprägen von Bedeutungszuordnungen gemeint ist: Da es immer mein Ego war, das sich an dem Wort Götze störte, was es wichtig, es so oft zu verwenden, bis es in einem erweiterten Kontext „seinen Schrecken“ verloren hat. Eigentlich haben nämlich die nutzlosen „Einwände“ des Egos dazu geführt, seine Herrschaft über meinen Geist zu verlieren. Doch wenn es seine Felle wegschwimmen sieht, verhält es sich manchmal ziemlich e-selig und bockig. Durch das häufige Ignorieren der Einwände des Egos gegen die Anwendung bestimmter Formulierungen in den Gedanken habe ich mir stückweise die Befehlsgewalt über meinen Geisteszustand zurückerobert.

    Die Grenzen, die ich noch für das Ego absteckte, waren mir nicht ersichtlich. Ich habe sie nur gesehen, weil sie zuvor schon in mir waren. Doch diese beiden Lektionen vorzustellen, ohne das Grenzland, die Vergebung und das letzte „kleine Hemmnis“ in den Worten des Kurses einbezogen zu haben, war einzig eine Grenze in meinem Kopf. Ich hatte wiederum vergessen, wer der Lehrer ist, an den sich der Leser mental wendet und, dass es immer der HEILIGE GEIST ist, der die Stimme für GOTT in jedem Geist ist. Mit der Grenze, wie weit eine Buchvorstellung gehen sollte, plage ich mich immer noch. Eigentlich dürfte ich gar keine Grenze akzeptieren, schließlich kann es kein Patent auf die Worte geben, die umsonst zum Vater führen müssen. Und das Wasser des Lebens muss umsonst sein, sonst wäre es keine gerechte, liebevolle und endgültige Lösung des einen Problems. Damit jedoch alle Seiten zu ihren Rechten kommen, empfehle ich weiterhin jedem Interessierten, sich das Buch selbst zu kaufen. Es gibt Bücher, deren Anwesenheit im Haus allein schon ein Segen ist…

    Und da es hinter dem Grenzland bedeutungslos ist, was wir zuvor vergessen wollten, rede ich ohnehin von selbst vom SELBST. Jenseits all dieser Symbole ist Kommunikation eben etwas, von dem wir einzig eine leise Ahnung besitzen. Die Übung aus Absatz 7 lässt heute mal einige Lichter ineinander übergehen und es wird uns sonnenklar aufgehen, dass die Kommunikation niemals aufgegeben wurde. Es hat sich nichts verändert, wir halten nur daran fest, die Vergangenheit festzuhalten und damit grüßt uns täglich dasselbe Murmeltier namens Ego.

    Es war ein Fehler von mir, Angst davor zu haben, dass das Ego diese beiden Lektionen für sich ummünzen könnte und daraus „Schaden“ [Verlust ist ja – bis auf Zeit - unmöglich] entstehen könnte. Wer die Entscheidung für sich trifft, den Kurs lernen zu wollen und ein ganzes Jahr dafür investieren möchte, muss ohnehin aus praktischen Gründen in das physische Buch investieren. Um diese Grenze aufzuheben, musste ich zumindest diese Lektion noch vorstellen. Es gibt keinen Tod, GOTTES SOHN ist frei. Alle Gefängnistüren waren immer offen, wir hatten uns nur an die Ketten gewöhnen wollen, als wir noch das Ego waren…

    Aber uns kann ein Licht aufgehen und wo Dunkelheit war, schauen wir auf das Licht. Was jedoch auf jeden Fall noch gesagt werden muss, ist, dass gesagt wird, es müsse nur ein einziger Schüler vollständig vergeben, um den Prozess der Sühne als Kettenbrief der Vergebung in Gang zu setzen. Alles andere fällt unter die Funktion des HEILIGEN GEISTES.

    Vergleichbar mit unserer künftig autonom fahrenden und vernetzten Fahrzeugflotte: Was ein Teil der künstlichen Intelligenz lernt, wird sofort als „Lernerfahrung“ an alle Teilsysteme weitergegeben. Der „ Hard- und Software-Assistent“ im Hintergrund der funktionalen Anwendung organisiert die Abläufe, doch am Ende wird sichergestellt, dass alle die ganze Wahrheit kennen. Diese Informationsabläufe hin zur vollständigen Erkennen der Wahrheit zu organisieren, wäre jedoch für die einzelnen Fahrzeuge selbst nicht möglich. Sie wissen ja niemals, was die anderen schon, und was sie noch nicht wissen.

    Kurz: Wir glauben immer nur, in die Köpfe anderer Menschen schauen zu können, da wir darin nur vermuten können, was in uns ist. Der HEILIGE GEIST jedoch schaut direkt in das Herz und den Verstand, sieht, was dort ist und gibt darauf die individuell passende Antwort.

    Schauen wir jedoch mit offenen Augen auf die Ewigkeit im Gegenüber, kann direkte Kommunikation ebenso „intermental“ über den HEILIGEN GEIST ablaufen. Da nur er beide Fahrzeug- und Fehlerspeicher kennt, kann nur ER die Kommunikation sinnvoll strukturieren.

    Den Moment kennt jeder: Es ist völlige Übereinstimmung ohne ein Wort zu benötigen, völliger Einklang. Es ist ein Zustand, der sofort nicht mehr ist, sobald Worte dafür gesucht werden. Wenn Worte gesucht werden, wird im Prinzip schon angesetzt, ein Problem zu formulieren, dass zuvor nicht existent war. Als erkannter und berichtigter Fehler nur ein kurzer Moment der Wahrnehmung von Zeit, zu kurz, um Wirkungen auf die Ewigkeit in unseren Geist hinterlassen zu können. Wenn all der Raum zwischen zuvor scheinbar getrennten Geistern als inexistent betrachtet wird, wo bleibt dann all die Zeit der Trennung überall im All?

    Jeder kennt doch diese zeitlosen Momente, wir vergessen sie nur halt immer wieder „zwischendurch“, wenn das Licht kurz zu flackern scheint…

    An diese Zeitlosigkeit im Gegenüber zu appellieren, kann viel erfreulicher sein, als auf fixiert auf das Ego zu starren und den Schlangenbeschwörer zu spielen, der eine illusionäre Gefahr abwehrt und im Zaume hält. Nee, der einzig wirksame Schutz für meinen Geist ist es, keinen Schutz und keine Abgrenzung zu benötigen. Grenzen gehören ins Grenzland, das von Götzen bewohnt wird; Grenzenlosigkeit gehört zur Welt hinter dem Tor, das der Verstand zuweilen vor unseren Augen verschließt. Den „Götzen“ (macht mir ja nix aus, den Begriff jetzt zu verwenden) abzuschwören und damit die unveränderte und unbegrenzte Realität der Identität aufleuchten zu lassen, sind alle Grenzanlagen aufzugeben. Im Innen wie im Außen. Es könnte als das „große Jetzt“ bezeichnet werden. Die Zeitlosigkeit, die in eigentlich jeder Lektion aufleuchten kann, wenn der Verstand keine Worte für die Erfahrung sucht, die er grad macht, sich dabei beobachtet und nach Worten für ein Urteil zu suchen beginnt...

    Wenn die Zeit still steht und die Ewigkeit in einem Moment aufdämmert, wurde erreicht, was unter (6) gesagt wurde:

    „Dieser Kurs wird euch nur lehren, was jetzt ist“. (9:55) + (6)

    Jetzt ist immer alles. „Was hier nicht ist, ist nirgendwo. Was jetzt nicht ist, wird niemals sein. Was hier ist, ist überall“. Sinngemäß von irgendwann und irgendwo. In jedem Jetzt ist immer alles. Wie sollte Verlust da möglich sein?

    Die Sorge, dass der Ewigkeit die Zeit ausgehen könne, scheint mir rückblickend zunehmend logisch unbegründet. Ach ja, nur fürs Ego-Protokoll: Grenzenlosigkeit bedeutet niemals Maßlosigkeit. Auf beide Welten gleichzeitig können wir nicht schauen. Das, was mir den Blick vernebelte, war die Zeit, die ich als maßlos groß empfand, bis der Raum zwischen den Begrenzungen überbrückt werden könnte. Beides, Zeit und Raum aufzugeben, öffnet eine weitere Tür zu dem Ort, an dem ein Verlust (der Erkenntnis) niemals für möglich gehalten wurde. Worüber sollte da nach-gedacht werden? Wurde doch alles vor-be-dacht, was meint, das Haus ist fertig uns muss nicht „gebaut“ werden. Wir sind die Welt in unserem Selbst, und zwar ganz von selbst. Wenn uns das Ego nicht gerade wieder e-selig kommt, wie es eben bei uns allen immer wieder der FALL ist.

    Wollte der Esel nicht weiter zum Sündenbock gemacht werden, könnte das Bild des Egos als einem zu zähmenden Wildpferd geeigneter sein. Der Elefant im Porzellanladen ist nur ein weiteres Symbol, für das affige Verhalten, das wir im Ego-Denkmodus an den Tag legten, so wir dieses wählten. Was es braucht, hat mein TÜV-Prüfer mal beim Diktat der Mängelliste klargesprochen: „Was dein Auto dringend braucht, ist Liebe“. Das Ego braucht Liebe, bloß keine Angst investieren, es könne uns beim Auskeilen schmerzhaft „erwischen“. Von dieser Angst lebt sein Machtanspruch. Wie äußerst blöde von mir, einer Illusion überhaupt Wirkung zu verleihen.

    Es ist mit dem HEILIGEN GEIST wie mit dem autonomen Fahren: Es lernen immer alle gemeinsam. Wie schwachsinnig erscheint es dann, auch nur einem „Auto“ (lat. wörtlich SELBST) das geringste „Wissen“ entziehen oder nicht zugestehen zu wollen? Was ein Fahrzeug der Flotte nicht weiß, stellt einen Mangel für alle „Verkehrsteilnehmer“ dar.

    Der HEILIGE GEIST ist ein wie ein innermentaler, interaktiver intermentaler „Schülerlotse“ der, die in das Nirgendwo abgebogene Seele, sanft auf ihren Rückweg zum Himmel geleitet. Somit ist weder Schaden noch Verlust überhaupt vorstellbar, geschweige denn, einer Re-Investition in das Angstdenksystem wert. Wenn keine Freude da ist, haben wir uns schon wieder für das Ego entschieden. Ist nur meine bescheidene, aber zumindest ausführliche Interpretation des bisher aufgefassten Verkehrsgeschehens…

    Es gab niemals einen Grund, überhaupt jemals irgendetwas zu sagen. Habe ich von Anfang an geahnt, wollte nur nicht gleich wieder was sagen. Und die ganze Zeit gab es die Zeit nur, weil wir den Raum dort sahen, wo keiner ist. Wenn beides zugleich als unwirklich erkannt wird, ist die Trennung zwischen uns und unserer Quelle augenblicklich aufgehoben. Und die optische Täuschung namens Ich dachte die ganze Zeit, es bräuchte Zeit dazu, den Raum zu überwinden, den die Grenzen abzustecken schienen. Aber die Stille fließt einfach darüber hinweg…

    Aber im „Zeit brauchen“ definieren wir ein „Nicht-Jetzt-SEIN“ vom großen Jetzt und so sehen wir wiederum nur, was wir beabsichtigten, zu sehen. Nur in der Auswahl von Illusionen konnte ein „Nicht-JETZT“ von allem, was jetzt und überhaupt ist, überhaupt als möglicherweise bedenkenswert zu überdenkende Möglichkeit in unserem Geist aufflackern. Eigentlich ein undenkbarer Gedanke, dass jetzt nicht sein sollte, was immer wahr war. Wenn jeder immer alles blieb, spielte Zeit somit niemals eine Rolle und alle Entfernung zwischen verbundenen Geistern muss nebenher weiterhin Illusion bleiben. Wir sind mal kurz „draußen“, wenn wir Gedanken denken, die im Himmel undenkbar sind. Was an sich völlig logisch bleiben musste…

    Wenn wir wählten, mal kurz nach draußen zu gehen, können wir auch die Wahl treffen, wieder dorthin heimzukehren, wo die Angst niemals zuhause war. Es ist der unveränderliche Geist in uns, der Angriff niemals mit einem Nutzen verband, der niemals Angst empfand. Da dieser Teil jedoch unverändert vorhanden ist, erinnert sich jeder auf die Art und Weise, die ihm vom Heiligen Geist für seine Situation angeboten werden kann. Es heißt ja ER-inn-Ern, nicht ver-äußern.

    All-ER-Dings ist es wie der Hinweis, sich auf keinen Fall einen rosa Elefanten auf einem Fahrrad in einem Porzellanladen vorzustellen, allein für sich betrachtet nicht hilfreich, wenn daneben nicht zugleich der HEILIGE GEIST als möglicher Lehrer in Erinnerung gerufen werden würde. Mit diesem berufenen Freund an unserer Seite ist es unmöglich, nicht genau das zu finden, was genau jetzt benötigt wird. Die Stille ist es, die keiner Worte bedarf, in der wir erinnern, was niemals verloren werden konnte. Es gab ganz konkret niemals die Möglichkeit für irgendeinen Verlust. Da niemand irgendwann verlieren konnte, gibt es keinen vernünftigen Grund, irgendetwas nicht zu vergeben. Was meint, es wirklich an den HEILIGEN GEIST abzugeben, damit die Angst endgültig als ursachlos betrachtet und damit aufgehoben werden kann. So wird die persönliche Vergangenheit vom Heiligen Geist aufgehoben und in Stille und Frieden eine Brücke in die wirkliche Welt gebaut.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 235
    (2) Übungsbuch Seite 236
  • 21.09.17, 11:24
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Einleitung zu Lektion 129: „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“. (1)

    Gut, ich gebe wiederum gerne zu, einen weiteren Irrtum, als Irrtum erkannt haben zu können. Zu den vielfältig einfältigen Verzerrungen, die mein Ego (in veränderlichen Argumentationsvariationen (und „Härtegraden“) besonders in diese Gedanken hinein-inter-pretierte, weiter unten später mehr. Was hilfreich für mögliche Kurs-Interessierte sein könnte, wäre der Überblick, wie sich die nunmehr vier Übungsdurchgänge mit dem Gedanken 129 so entwickelten.

    Beim ersten Üben wollte mein Ego so gut wie nichts „davon“ hören und verband den Gedanken mit einer Art Opfer. Da es für das Ego einzig möglich erscheint, durch den Tod in das „Jenseits seiner Deutung“ zu gelangen, was ich damals „ähnlich sah“, bewertete ich die Gedanken meist schon, bevor ich sie angewendet habe. Beim zweiten Jahresdurchlauf durch die 365 Lektionen wurde das Grenzland zwar greifbarer, doch ein Gesamtverständnis – worauf es insgesamt in der Verbindung von Textbuch, Übungen und Handbuch hinausläuft - konnte noch nicht in ausreichendem Maß gewonnen werden. Dieses Jahr, also im „dritten Lehrjahr“, kam durch das zunehmende Verständnis und das erneute Lesen des Textbuches allmählich ein Gesamteindruck zum Vorschein. Durch das Vorstellen der Lektionen in schriftlicher Form vertiefte sich das Verständnis aller drei Teile im Versuch, die Ideen als Ganzes zu verstehen und wiederzugeben. Um diese möglichst originalgetreu und anschaulich zu vermitteln, musste ich die einzelnen Hörbücher ebenfalls meist mehrfach anhören, somit vertiefte sich das Lernen notwendigerweise.

    Was sich in meinem, an sich unbedeutenden Ego-Beispiel, als besonders hilfreich für das Wachsen eines individuellen Verständnisses erwies, war das Auswendiglernen aller 361 Leitgedanken (360 + (5*1)). Ein Gedanke, der sich schon beim ersten Durchlauf zeigte, war die Ansicht, alle Gedanken im Kopf haben zu müssen, um den Kurs wirklich begreifen zu können. Ich merkte immer nur, dass ich den Text zwar mehrfach lesen konnte, gedanklich jedoch kein Inhalt am „Zensor“ des Ego-Denksystems vorbeikam. Wenn ich versuchte, mich an das zu erinnern, was ich gerade gelesen hatte, bemerkte ich oft nur, mir nichts davon gemerkt zu haben. Heute ist mir klar, dass es das Ego war, was zwar das Lernen nicht ablehnen konnte, doch tunlichst darauf bedacht war, mir zu vermitteln, der Kurs wäre erstens nicht zu verstehen, zweitens ohnehin nur reine philosophische Spekulation und drittens hielt es mein Ego-Verstand nicht wirklich für möglich, die Grenzen der Gesetze des Chaos zu verlassen. So lernte ich im Prinzip etwas, das mein Ego lieber ausgeblendet hätte, doch nicht offen einräumen wollte, denn dann wäre seine „Strategie“ offensichtlich geworden. Es konnte nicht offen sagen, dass es das WORT GOTTES ablehnt, wo es mich doch überall im All danach hat suchen und nicht finden lassen. Wenn das Wort in mir einen Nachhall gefunden hätte, hätte mir früher klar werden können, dass meine Befreiung NUR in mir selbst, besser, in meinem Selbst zu finden ist.

    Diesen „Nachhall“ der Gedanken kurz in mir zu spüren, ist, was nun meine gedanklichen Übungsdurchläufe in Verbindung mit der jeweiligen Tageslektion bestimmt. Heute wird zum Beispiel der Gedanke 247 im dritten Durchlauf geübt. Mit dem 1. bis 361. Leitgedanken kombiniert, ergibt sich ein Umfang von 721 zu übenden Gedanken, was derzeit zwei Mal etwa 70 Minuten in Anspruch nimmt, die Gesamtheit im Gedächtnis neuroplastisch zu verankern und die jeweilig sinnvoll anzuwendenden Leitgedanken jederzeit griffbereit zu haben. Daneben kann ich nun bei allen möglichen Tätigkeiten gleichzeitig diese Gedanken- und Ideenwelt durchschreiten. In der jetzigen Form der „Gesamtverständnisübung“ sieht eine „Konzentrationsphase“ daher nun so aus:

    1/247: „Nichts, was ich sehe, bedeutet etwas“; (und / denn / weil / obwohl / aber / wobei u.s.w.) 1: „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein“.

    2/247: „Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung geben, die es für mich hat“; (und / denn / weil / aber / doch / hingegen / wobei) 2: „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein“.
    ……………
    129/247: „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will; (und / jedoch / aber) „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein“.


    Gestern, als ich die Lektion zum vierten Mal durchdachte und wiederum noch Unerkanntes daraus entnehmen konnte, erweiterte sich das Verständnis wiederum. Bedenke ich die jeweiligen Veränderungswirkungen im Lernverlauf, macht dies die Annahme letztlich eher wahrscheinlicher, bei einem „nächsten Durchdenken“, sowohl im Text, als auch in der Anwendung der Gedanken, weitere unentdeckte Inhalte und Analogien erschließen zu können. Mühsam ernährt das fleißige Eichhörnchen das taube und blinde Ego. Die Konzentrationsdurchgänge im „Kreuzreim“, wie oben angedeutet, erschließen Differentialverknüpfungen, gerade wenn zwischendurch noch nach möglichst sinnvollen Bindeworten gesucht wird; und zudem eine kleine Pause zum Erspüren der Gedanken eingelegt wird, nach der ich häufig vergesse, wo es in der Abfolge weitergeht. Wobei es natürlich mein Ego ist, das Vergessen will, wo es weitergeht…

    Und ich will es nur gesagt haben: Es kommt dann zuweilen tatsächlich von, den Gedanken 247 zu vergessen, obwohl er sich (als Zahl mit bestimmtem Inhalt) „nur“ wiederholt. Es ist undenkbar, doch manchmal ist es nicht möglich, auf den Gedanken zurückzugreifen, der an sich die Entspannungsphase der Konzentration ausmacht, möglicherweise, weil verschiedene Denk- und Gefühlsebenen, Instanzen, Gedächtnisareale und emotionale Sortierungen dabei miteinander verknüpft und „aufgemischt“ werden und untereinander in Resonanz gehen. Sich immer wieder am Abschweifen zu hindern und zweimal täglich den Willen zur Konzentration über den Wunsch des Egos nach „Vergessen“ und „Ruhe im Cartoon“ zu stellen, hilft, die Macht über den eigenen Geist wieder zu erlangen. Wenn es mit Leichtigkeit klappt, mich zu erinnern, muss sich das Ego gerade aus dem „Funkverkehr“ herausgehalten haben.

    Wie ich diese beiden Gedanken heute „sehe“, und wie ich den Gedanken beim jeweiligen Üben auffassen WOLLTE, lässt auf sich verändernde Gewichtungen von Denk- und Deutungssystemen schließen, die nicht „reibungslos“ nebeneinander existieren konnten, ohne sich in ihren gegensätzlichen Kraftrichtungen wechselseitig zu schwächen.
    Wieder war und ist es jedoch nur mein Ego, das etwas schon bewertet hatte, von dem es noch nicht wieder weiß, was es SONST wohl NOCH bedeuten könnte, wäre nicht schon ein Urteil gefällt worden. Es weiß eigentlich nur, was es alles verdrängen und vergessen wollte, weil es das ist, was es uns vorsätzlich vorenthielt. Zur Sicherheit vergisst es selbst, was es uns vorenthalten wollte, denn dann kann es sich nicht mehr „verplappern“ und damit „verraten“.

    Am Ende von Lektion 129 werden die Gedanken aus 128 und 129 verbunden und ein erweiterter Kontext erschlossen:

    „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will. Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“. (2) (128 + 129)

    Aus diesem „Zweier-Schlüssel“ lässt sich auch ein „Dreier-Schlüssel“ kombinieren:

    128/129/247: „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will“, doch „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“, aber „Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind (dafür) sein“.

    Als mir das Verständnis „ausging“, diese Gedanken durch geeignete Beispiele hilfreich untermauern zu können, wollte mein Ego mir natürlich beweisen, dass der Kurs nicht erlernbar sei. Wofür jedoch der Gegenbeweis anzutreten ist. Schlechte Ausreden zur Verteidigung des Ego-Denksystems fielen mir ja bisher auch „immer“ genügend ein…

    So fehlte mir „damals“ (als schlechte Ausrede) zu viel von den Konzepten des Textbuches und vor allem der Gesamtüberblick über alle zu vermittelnden Gedanken des Übungsbuches als gleichzeitig abrufbare, neben- und untereinander wirksame Verknüpfung der Inhalte. Mittlerweile konnten die Hörbücher des Textbuches die Basis für ein ausreichendes Fundament liefern, um offen für die Idee sein zu können, dass die getrennte Welt, die von der Idee des Verlustes geprägt ist, keinen wirklichen Verlust darstellt.

    Auch wird kein „Opfer“ für die Erlösung von der vermeintlichen Schuld von uns gefordert. Wesentlich dabei ist vor allem: Was der Frieden ist, den uns die direkte Kommunikation nach der Vergebung ermöglicht. Das ist, was den Frieden hier sichtbar werden lässt.

    Wir können diese beiden Sätze auf viele verschiedene Arten miteinander verknüpfen und die Bedeutungen erweitern; hier, vor der eigentlichen Lektion ein paar Assoziationen, die mir als kausale Verknüpfung zu 128 / 129 und 247 einfielen:

    1. Die Welt der Trennung, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wobei jenseits dieser getrennten Welt eine verbundene Welt ist, die ich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.

    2. Die Welt der kämpfenden Egos, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; doch jenseits dieser Welt ist eine Welt, in der weiterhin vollständige Angriffslosigkeit und daher Heiligkeit weilt, und die ich will; aber ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.

    3. Die Welt des einseitigen Verlustes, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wobei jenseits dieser Welt eine Welt des allseitigen Gewinns liegt, die ich will; obwohl ich ohne Vergebung weiterhin blind dafür sein werde.

    4. Die Welt des Hasses, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wobei jenseits dieser Welt eine liebevolle Welt voller Freude und Freunde ist, die ich wirklich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.

    5. Die Welt der Rache, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; doch jenseits dieser Welt ist eine Welt, die niemals der Vergebung bedurfte, und die ich will; wobei ich ohne Vergebung weiterhin blind dafür sein werde.

    6. Die Welt des Angriffs, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; hingegen ist jenseits dieser Welt ist eine Welt des völligen Friedens, die ich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    7. Die Welt voller schuldiger und sterbender Körper, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; weil jenseits dieser Welt eine Welt des freien, unschuldigen und unsterblichen Geistes liegt, die ich wirklich will; aber ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    8. Die Welt der vergänglichen Dinge, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; während gleichzeitig jenseits dieser Welt eine ewig beständige Welt ist, die ich vollends will; jedoch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    9. Die Welt der komplexen Lügen, die ich hier sehe, birgt nichts, was ich wirklich sehen will; erfreulicherweise liegt jenseits dieser Welt eine Welt der einfachen Wahrheit, die ich in Wahrheit will; aber ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    10. Die Welt der Hölle eines „geplagten“ Egos, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; wohingegen jenseits dieser leidenden Welt eine lichte Welt des Himmels und der Leichtigkeit ist, die ich sehen will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein.

    11. Die Welt des scheinbar unbezwingbaren Todes, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; mithin ist jenseits dieser Welt eine Welt des ewigen Lebens, die ich wirklich will; wobei ich ohne Vergebung weiterhin blind dafür sein werde.

    12. Die Welt der Veränderung, die ich sehe, birgt nichts, was ich will; doch jenseits dieser Welt ist eine unveränderliche und ewige Welt, die ich will; einzig ohne Vergebung werde ich weiterhin blind für das Leben sein.

    13. Die Welt der blinden Zerstörung, die ich sehe, birgt nichts, was ich noch will; weswegen jenseits dieser Welt eine Welt des Friedens liegt, die ich will; doch ohne Vergebung werde ich weiterhin blind dafür sein und Verlust sehen, wo keiner möglich ist.

    Es kann gut möglich sein, dass uns das Ego an dieser Stelle einzureden versucht, der Tod wäre ein gangbarer Weg, das Leben im Jenseits (nach seiner jeweiligen, bisherigen Deutung) zu erlangen. Doch durch den Tod wird nichts erreicht, obwohl mein Ego zuweilen hartnäckig versuchte, so zu argumentieren. Da es sich durch die konsequente Anwendung der Gedanken in der Gefahr sah, die Angst- und Terrorherrschaft über meinen Geist zu verlieren und „einzubüßen“, drehte es noch einmal so „richtig“ auf. Es verdrehte die Gedanken in Ursache und Wirkung und beurteilte dabei immer alle Dinge so, wie es sie sehen und haben wollte. Ein wilder Esel kann nicht mit Ablehnung, Druck oder Zwang gezähmt werden und wir müssen zuweilen damit rechnen, dass der Esel - aus Angst oder im Unverständnis des wahren Nutzens einer jeweiligen Lernsituation - in Panik gerät und „austritt“. Den Esel nicht mehr auf Händen durchs Leben tragen zu wollen, trägt uns das Ego nach und es nimmt uns anfangs das Lernen des Kurses richtig krumm. Viel Liebe und Engelsgeduld sind erforderlich, die ambivalenten Motive und Wünsche beider Denksysteme eine Weile nebeneinander zu „sehen“ und den Eseleien keine wirkliche Bedeutung einzuräumen. Klar wird schnell klar, dass eines von beiden Denksystemen nicht richtig sein kann, doch es werden immer tiefere Ebenen der Entscheidungshierarchien „geklärt“ und neu gedeutet. Ein Klärungsprozess, in dem wir somit dem ursächlich wirksamen Grundkonflikt immer näher „auf die Pelle rücken“.

    Wenn die Sünde (also der Glauben des Egos an den Nutzen [der Andersdefinition des GÖTTLICHEN] mittels der Schuld und demzufolge der Angriff) nur mehr als Fehler aufgefasst wird; und, wenn damit die Götzen (also der Glaube an die Grenzen, die das Ego uns bisher definierte und diktierte) vergeben, verlernt und daher vergessen sind, dann leuchtet die Wahrheit jeden Rest eines bisher zwar dunklen, jedoch jetzt vergangenen Traumes hinweg. Was wird dann von „der leidenden Welt“ übrig bleiben, bis auf schattenlose Freude und alles umfassende Liebe in allen Teilen eines gemeinsam erlebten Bewusstseins?

    (Kap.26:V) „Wo die Sünde verschwand“
    https://www.youtube.com/watch?v=etZz...CzPxZ&index=92

    Welche Welt hier zu sehen gewählt werden könnte, veranschaulicht dieses Hörbuch. Der heiligste Ort in dieser Welt ist der, an dem ein uralter Hass erneut zu Liebe wird. Es sind nur 6 Absätze, die jedoch eine Ahnung davon möglich werden lassen, was mit der Welt, die wir wirklich wollen, verbunden werden könnte.

    Das kleine Hemmnis, das für das Ego einen absoluten Treuebruch darstellt, ist die Wahl, die mit Lektion 129 verbunden ist, eine Abkehr vom Denksystem des Egos und eine Hinwendung zu unserem inneren Lehrer, der im zweiten Hörbuch die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart aus den Felsen des Problemmassivs zu schlagen beginnt. Was uns vom Ego als Schuld, Sünde, Tod und Verderben mutwillig in den Weg gestellt wurde, das Grenzland undurchquerbar erscheinen zu lassen, bildet nun die individuell nachvollziehbare Grundlage, aus der der HEILIGE GEIST die Brücke in die Zeitlosigkeit erstehen lässt.

    (Kap.26:VI) „Das kleine Hemmnis“
    https://www.youtube.com/watch?v=i6Dm...CzPxZ&index=93

    Hier wird die einzige Wahl erklärt, die wir haben: „Nichts geht jemals verloren außer Zeit, und die ist am Ende völlig bedeutungslos für den wirklichen LEHRER der Welt“. (2:00) + (3)

    Wir hören nur das Echo einer Vergangenheit, die bereits vergangen ist: „Die Vergebung ist der große Befreier von der Zeit. Sie ist der Schlüssel zum Lernen, dass die Vergangenheit vorbei ist“. (6:21) + (4)

    „Und wie sehr können seine eigenen Illusionen von Zeit und Ort eine Veränderung in dem bewirken, wo er wirklich ist?“ (7:47) + (5)

    „Dieser Kurs wird euch nur lehren, was jetzt ist“. (9:55) + (6)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 235
    (2) Übungsbuch Seite 236
    (3) Textbuch Seite 552
    (4) Textbuch Seite 553
    (5) Ebd.
    (6) Textbuch Seite 554
  • 17.09.17, 09:40
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Die letzten Lektionen

    361 – 365. „Diesen heiligen Augenblick möchte ich DIR geben. Hab DU die Führung. Denn DIR möchte ich folgen, gewiss, dass DEINE Anleitung mir Frieden bringt“. (1)

    Diese letzte Lektion ist, worauf der Kurs insgesamt abzielt: Geistesfrieden. In vielen Formen wird immer nur ein einziges Unrecht berichtigt, ein einziges ungerechtes Urteil aufgehoben, welches den Frieden zu überschatten schien. Denn Gerechtigkeit ist, wie die Liebe und die Freude, immer TOTAL und kann niemals (auf Teile einer verbundenen Gesamtheit) begrenzt werden. Den Anleitungen zu folgen, die uns Frieden hier ermöglichen, ist daher die kleine Bereitwilligkeit, seine eigenen Irrtümer und Illusionen ursächlich und endgültig berichtigen lassen zu wollen. Diesen letzten Leitgedanken als wahr anzunehmen, nachdem ein ganzes Jahr darauf verwendet wurde, den eigenen Geist darauf vorzubereiten, ein Ziel zu teilen, das ist, was Frieden bringt, befreit von jeder Form der kognitiven Dissonanz. Uns nicht länger in selbst auferlegten Ketten gefangen zu sehen, ist der Himmel vom Himmel zu erwarten, nicht die Hölle aus Strafen eines rachsüchtigen, weil „erziehungsunfähigen“ Halbgottes. Wovon uns die Ketten abhalten sollten, lässt sich aus dem folgenden Zitat absehen:

    „Erstens, wie kann der Friede GOTTES erkannt werden? Der Friede GOTTES wird zuerst nur durch eines erkannt: Er ist in jeder Hinsicht total anders als alle vorhergehenden Erfahrungen. Er erinnert an nichts, was vorher war. Er bringt keine vergangenen Assoziationen mit sich. Er ist etwas völlig Neues. Es gibt zwar einen Kontrast zwischen ihm und der ganzen Vergangenheit. Doch sonderbarerweise ist es kein Kontrast von wahren Unterschieden. Die Vergangenheit entgleitet einfach, und an ihrer Stelle ist immerwährende Stille. Nur das. Der anfangs wahrgenommene Kontrast ist lediglich vergangen. Stille hat sich ausgedehnt, um alles zu bedecken“. (2)

    Wir leugnen, dass es gerechte Gerechtigkeit (also allumfassenden Frieden in jedem Bewusstsein) geben könnte und glauben tatsächlich, es würde sogar „gerechte Ungerechtigkeiten“ (und berechtigte Besonderheiten) geben, von denen unser „Wohlergehen“ und unser „Fortschritt“ abhingen. Damit stärken wir einzig die Problemberge, die sich dann umso schwerer hinwegheben lassen. Denn Ungerechtigkeit wird vielfältig mit einem „Nutzen“ für scheinbar besondere Teile eines soziokulturellen Systems verbunden. Doch um gerechte Gerechtigkeit erfahren zu können, darf sich kein Bewusstseinsanteil ungerecht behandelt und be-urteilt fühlen.

    Das heutige Hörbuch umfasst in der Greuthof-Version die Abschnitte II. „Viele Formen, eine Berichtigung“ und den Abschnitt III „Das Grenzland“. In der Original-Ausgabe heißt das (Kap.26. III) „Die Formen des Irrtums“, der Inhalt ist jedoch annähernd identisch. Gleiches gilt für „Das Grenzland“, einzig die Personalpronomen wechseln, was im Prinzip keinen inhaltlichen Unterschied bewirkt: https://www.youtube.com/watch?v=_SvB...H0l1sbdktCzPxZ

    „Ihr aber glaubt, einige Ungerechtigkeiten seien gerecht und gut und notwendig, um euch zu erhalten“ (5:59).

    In der Greuthof-Version wird wieder die dritte Person Singular verwendet, was sich dann so liest: „Du aber glaubst, einige Ungerechtigkeiten seien gerecht und gut und notwendig, um dich zu erhalten“. (3)

    Wenn wir Arger, Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Traurigkeit, Zorn, Hass und Gewalt ausleben und als „berechtigte und gerechtfertigte Verhaltensstrategie“ wählen, verleugnen wir den Frieden GOTTES. Was die zweite Frage aus dem Handbuch beantwortet, nämlich, wie diese Stille gefunden und bewahrt werden kann:

    „Wie wird diese Stille gefunden? Niemand, der wirklich nach ihren Bedingungen sucht, kann darin versagen, sie zu finden. Der Friede GOTTES kann niemals dorthin kommen, wo Ärger ist, denn Ärger muss verleugnen, dass Frieden existiert. Wer Ärger in irgendeiner Weise als gerechtfertigt sieht, verkündet, dass Friede bedeutungslos ist, und muss glauben, dass er nicht existieren kann. In diesem Zustand kann der Friede nicht gefunden werden. Daher ist die Vergebung die notwendige Bedingung, um den Frieden GOTTES zu finden. Mehr als das: Wenn Vergebung da ist, muss Friede da sein. Denn was außer Angriff führt zu Krieg? Und was außer Friede ist das Gegenteil von Krieg? Hier tritt der anfängliche Kontrast klar und deutlich hervor. Doch wenn der Friede gefunden ist, ist Krieg bedeutungslos. Und nun ist es der Konflikt, der als nicht existent und als unwirklich wahrgenommen wird“. (4)

    Ist der Weg zum Frieden nicht die einzig vernünftige Wahl und Entscheidung? So ist das Urteil die Waffe, die wir gegen uns verwenden, um den Frieden GOTTES von uns fern zu halten. Immerhin wird gesagt, es sei ein Frieden, der nicht von dieser Welt ist. Aber FÜR diese Welt ist dieser Frieden ganz bestimmt bestimmt worden. Eine Stimme spricht für IHN, von dem dieser Frieden stammt, den wir im Ego-Modus verleugnen. Dadurch ist der Frieden GOTTES nicht „weg“, er kann nur in diesem Moment nicht als wahr wahrgenommen werden.

    „Leben ist Freude, der Tod hingegen kann nur weinen. Du siehst im Tod ein Entrinnen aus dem, was du gemacht hast. Dies aber siehst du nicht, dass du den Tod gemacht hast und dass es nur die Illusion von einem Ende ist. Der Tod kann kein Entrinnen sein, weil es nicht das Leben ist, in welchem das Problem liegt. Leben hat kein Gegenteil, denn es ist GOTT. Leben und Tod scheinen Gegensätze zu sein, weil du entschieden hast, dass der Tod das Leben beendet.“ (5)

    „Ein ruhiger Geist ist keine kleine Gabe. Möchtest du nicht lieber leben als zu sterben wählen“? (6)

    Allein dieser Satz (aus (5)) erklärt den heutigen Zustand dessen, was wir wahrzunehmen beabsichtigt haben mussten, um es zu sehen: „„Leben ist Freude, der Tod hingegen kann nur weinen. Du siehst im Tod ein Entrinnen aus dem, was du gemacht hast“. (5)

    Es ist halt einzig der Ursache-Wirkungs-Kontext anzuerkennen, dem diese heutige Situation zugrunde liegt: Wir haben dies zu sehen gewählt, auch wenn wir tunlichst so tun, als wären niemals wir es gewesen, die diese Welt so sehen wollten.

    Warum diese ganze scheinbare Komplexität aus unseren „Problemlösungsversuchen“ entstand, die niemals keine Verlierer vorsahen, um kurzfristig „gewinnen“ zu können, hat uns alle zu Verlierern gemacht; die, im Labyrinth einer unendlich anmutenden Komplexität, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Was über das Wunder von gerechter Gerechtigkeit im Hörbuch gesagt wurde, verdeutlicht noch einmal das Prinzip, dem zu folgen die Bedingung für den Geistesfrieden bleibt:

    „Und du wirst kein Opfer von ihm fordern, weil du nicht wollen könntest, dass er Verlust erleidet. Das Wunder der Gerechtigkeit, dass du hervorrufst, wird auf dir so sicher ruhen wie auf ihm. Auch wird der Heilige Geist sich nicht zufrieden geben, bis es von jedermann empfangen ist. Denn was du IHM gibst, gehört jedem, und indem du es gibst, kann ER dafür sorgen, dass jeder es in gleichem Maße empfängt.

    Bedenke also, wie groß deine eigene Befreiung sein wird, wenn du willens bist, Berichtigung für alle deine Probleme zu empfangen. Du wirst nicht eines beibehalten, denn du wirst Schmerz in keiner Form mehr wollen. Und du wirst sehen, wie jede kleine Verletzung in der sanften Sicht des HEILIGEN GEISTES gelöst wird. Denn sie alle sind in SEINER Sicht klein und nicht mehr als eines winzig kleinen Seufzers wert, bevor sie verschwinden, um auf ewig aufgehoben und unerinnert zu sein. Was einst ein besonderes Problem zu sein schien, ein Fehler ohne Heilmittel oder ein Gebrechen ohne Heilung, das ist zu einem universellen Segen umgewandelt worden. Das Opfer ist vergangen. Und an seiner Stelle kann die LIEBE GOTTES erinnert werden und wird jede Erinnerung an Opfer und Verlust wegleuchten.

    Man kann sich nicht an GOTT erinnern, bis nicht die Gerechtigkeit geliebt anstatt gefürchtet wird“. (7)

    Was im Abschnitt „Das Grenzland“ im Hörbuch gesagt wird, erklärt die „Illusion der Wahl“:

    „Dass es eine Wahl gibt, ist eine Illusion. Doch in dieser Illusion liegt das Aufheben jeder Illusion, diese nicht ausgeschlossen“. (8)

    Wenn die Verwendung verschiedener Personalpronomen keinen inhaltlichen Unterschied mehr darstellt, konnte die Unterscheidung getroffen werden, die jede Wahl hinfällig werden lässt:

    „Wer aber kann eine Wahl zwischen dem Wunsch nach dem HIMMEL und dem Wunsch nach der Hölle treffen, solange er nicht sieht, dass sie nicht dasselbe sind? Dieser Unterschied ist das Lernziel, das sich dieser Kurs gesetzt hat. Er geht nicht über dieses Ziel hinaus. Sein einziger Zweck ist nur, zu lehren, was dasselbe und was verschieden ist, und damit lässt er Raum, die einzige Wahl zu treffen, die getroffen werden kann“. (9)

    Wenn dem, was niemals wirklich war, in unserem Geist jegliche Wirkung und daher Wirklichkeit entzogen wurde, können wir dann noch zu den Illusionen zurückkehren, durch deren historisch aufgehäuften Folgenkreisläufe all die Ungerechtigkeiten dieser Welt erst entstanden? Dann, um diesen Illusionen BEWUSST zu folgen? Kognitive Dissonanz ist zumindest der Zustand, der eintritt, wenn wir bemerken, Illusionen gefolgt zu sein, was hingegen die Wirkungen von Fehlern umwandelt und wie dies geschieht, beschreibt das Lernziel des Kurses. So ist es die Angst vor der Gerechtigkeit GOTTES, die uns daran hindert, den Himmel als Himmel und die Hölle als die Idee anzusehen, dass uns die Zeit von Gott trennen könnte und der Raum zwischen verbundenen Geistern unüberbrückbar sei.

    Wenn der wechselseitig wirksame Glaube an die Wirkung von Sünden auf unseren unveränderlichen Geist auch nur einseitig aufgegeben wurde, gibt es nur noch die Zeit, die den Raum zwischen Geist und Geist unüberbrückbar erscheinen lässt. Die Vergebung als „letzte Illusion“ zu erkennen, bedeutet, erkannt zu haben, dass der Himmel keiner Heilung, keiner Verteidigung und keiner VERGEBUNG bedarf. Was gäbe es dem Himmel also zu vergeben? Es muss eine Illusion sein, dem Himmel unsere Fehler vergeben zu wollen; aber das ist „die Illusion, in der das Aufheben jeder Illusion“ nicht ausgeschlossen ist…


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 487
    (2) Handbuch für Lehrer Seite 51
    (3) Textbuch Seite 547
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 51
    (5) Handbuch für Lehrer Seite 52
    (6) Handbuch für Lehrer Seite 51
    (7) Textbuch Seite 548
    (8) Textbuch Seite 548
    (9) Textbuch Seite 549
  • 16.09.17, 10:28
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    14. Was bin ich?

    1. Ich bin GOTTES SOHN, vollständig und geheilt und ganz, leuchtend in der Widerspiegelung SEINER LIEBE. In mir wird SEINE Schöpfung geheiligt und ihr ewiges Leben garantiert. In mir ist die Liebe vollkommen, die Angst unmöglich und die Freude ohne Gegenteil begründet worden. Ich bin das heilige Zuhause von GOTT SELBST. Ich bin der HIMMEL, in dem SEINE LIEBE wohnt. Ich bin SEINE heilige SÜNDENLOSIGKEIT SELBST, denn in meiner Reinheit wohnt SEINE EIGENE.

    2. Jetzt brauchen wir beinahe keine Worte mehr. Doch in den letzten Tagen dieses einen Jahres, das wir gemeinsam, du und ich, GOTT gaben, haben wir einen ungeteilten Zweck gefunden, den wir gemeinsam hatten. Und so hast du dich mit mir verbunden, und somit bist du das, was ich bin, auch. Die Wahrheit dessen, was wir sind, ist nicht in Worten auszudrücken oder zu beschreiben. Doch kann unsere Funktion hier uns klar werden, und Worte können davon sprechen und sie auch lehren, wenn wir die Worte in uns durch das Beispiel belegen.

    3. Wir sind die Bringer der Erlösung. Wir nehmen unsere Rolle als Erlöser dieser Welt an, die durch unsere gemeinsame Vergebung erlöst ist. Und diese unsere Gabe wird daher uns gegeben. Auf jeden schauen wir so wie auf einen Bruder und nehmen alle Dinge als freundlich und als gut wahr. Wir suchen keinerlei Funktion, die jenseits von des HIMMELS Pforte liegt. Die Erkenntnis wird wiederkehren, haben wir unseren Teil getan. Wir kümmern uns nur darum, der Wahrheit das Willkommen zu entbieten.

    4. Unsere Augen sind es, durch welche die Schau CHRISTI eine Welt sieht, die von jedem Gedanken der Sünde erlöst ist. Unsere Ohren sind es, die die Stimme für GOTT verkünden hören, dass die Welt sündenlos ist. Unsere Geister sind es, die sich miteinander verbinden, indem wir die Welt segnen. Und aus dem Einssein, das wir erlangt haben, rufen wir zu allen unseren Brüdern und bitten sie, dass sie unseren Frieden mit uns teilen und unsere Freude vollenden.

    5. Wir sind die heiligen Boten GOTTES, die für IHN sprechen, und indem wir SEIN WORT zu jedem tragen, den ER uns gesandt hat. Lernen wir, dass es in unsere Herzen eingeschrieben ist. Und also wird unser Denken über das Ziel geändert, für das wir kamen und welchem wir zu dienen suchen. Wir bringen dem SOHN GOTTES, der dachte, dass er leide, eine frohe Botschaft. Nun ist er erlöst. Und wenn er des HIMMELS Pforte vor sich offen stehen sieht, wird er eintreten und in GOTTES HERZ entschwinden. (1)

    351. „Mein sündenloser Bruder ist mein Führer zum Frieden. Mein sündiger Bruder ist mein Führer zum Schmerz. Und welchen ich zu sehen wähle, den werde ich erblicken.

    352. Urteile und Liebe sind Gegenteile. Von dem einen kommen alle Kümmernisse der Welt. Doch von dem andern kommt der Frieden GOTTES SELBST.

    353. Meine Augen, meine Zunge, meine Hände, meine Füße haben heute nur einen einzigen Zweck. CHRISTUS gegeben zu werden, damit ER sie verwende, um die Welt mit Wundern zu segnen.

    354. Wir stehen beieinander, CHRISTUS und ich, in Frieden und in Zielgewissheit. Und in IHM ist sein SCHÖPFER, wie ER auch in mir ist.

    355. Aller Friede, alle Freude und alle Wunder, die ich geben werde, haben kein Ende, wenn ich GOTTES WORT annehme. Warum nicht heute?

    356. Krankheit ist nur ein anderer Name für Sünde. Heilung ist nur ein anderer Name für GOTT. Das Wunder ist somit ein Ruf an IHN.

    357. Die Wahrheit antwortet auf jeden Ruf, den wir an GOTT richten, indem sie erst mit Wundern reagiert und dann zu uns zurückkehrt, um sie selbst zu sein.

    358. Kein Ruf an GOTT kann ungehört oder unerwidert bleiben. Und dessen kann ich gewiss sein: SEINE Antwort ist die, die ich wirklich will.

    359. Die Antwort GOTTES ist irgendeine Form des Friedens. Jeder Schmerz ist geheilt, alles Elend ist ersetzt durch Freude. Alle Gefängnistüren sind geöffnet. Und jede Sünde wird lediglich als Fehler aufgefasst.

    360. Friede sei mir, dem heiligen SOHN GOTTES. Friede sei meinem Bruder, der eins mit mir ist. Lass alle Welt gesegnet sein durch uns mit Frieden“. (2)

    Eine von beiden möglichen Welt-wahr-nehm-ungen kann nicht wirklich wirklich sein. Entweder sind wir gefangene Leibeigene in der Welt des Egos oder wir sind freie Söhne unseres liebenden Vaters. Eines von beiden Denksystemen kann nicht zugleich mit dem anderen als wahr betrachtet werden. Entweder ist das Ego verrückt oder wir beharren darauf, Gott müsse entweder schon tot sein oder hätte nie gelebt. Woher wir jedoch das „Leben“ bekamen, das wir als „unseres“ betrachten, darf für das Ego keine Rolle spielen. Doch Gottes ist der Geist, mit dem das Ego denkt.

    Dieser Frage ursächlich auf den Grund zu gehen, würde seine „schreckliche Autonomie“ gefährden, seine Angstherrschaft in einem Teil von GOTTES GEIST. Wenn wir erst wieder erkennen, dass wir am Ego erkennen könnten, was das Gegenteil dessen ist, was das Ego (Unkenntnis darüber heuchelnd) abbilden möchte, blicken wir in unser eigenes Spiegelbild. Das Ego ist das, was wir in uns ablehnen und daher auf andere projizieren, indem wir in ihnen „sehen“, was wir in uns damit verschleiern wollen. Was wir sehen, sind vielfältige und einfältige Formen von Rache des Egos für das „Opfer des Einsseins“, das die „optische Täuschung des Bewusstseins namens „ich“ dafür fordert, eine Grenze zwischen dem zu ziehen, was als ein LEBEN erschaffen wurde. Es gibt nur ein Leben und das teilen wir alle mit GOTT. Das, was eins ist, getrennt halten zu wollen, ist die Absicht des Egos und sein Tatmotiv beim Verurteilen einer Welt, die ihm nicht (mehr) wirklich gefällt, seit er die zunehmende Last der kognitiven Dissonanz über das Scheitern all seiner Ego-Heilspläne auf seinen müden Schultern lasten fühlt. Historisch hat sich das Scheitern wie ein Misthaufen angehäuft und die „Scheiterhaufen“ sind nur ein Symbol dafür, wie das Ego die Körper verbrennt, um den Geist darin (nach seiner Teilauffassung) zu berichtigen.

    Die Last der kognitiven Dissonanz über die Fehlentscheidungen des Egos in seiner historisch kollektiven Gesamtsumme lässt den „Vernünftigen“ vernünftig erscheinen, darüber hinwegzutäuschen und nimmt damit allen die Möglichkeit, durch eine wirklich andere Wahl dieser Last ledig zu werden und das schwere Joch gegen ein leichtes zu tauschen. Die Mauer um das Herz, die uns vor Schmerzen schützen soll, wird im folgenden Hörbuch als Gefängnis entlarvt. Doch an das Ende der Ketten sind wir niemals gegangen…

    Die Gründe, warum wir uns nicht mehr an den Heiligen Geist wenden, die unrichtige Wahrnehmung unsere Probleme ursächlich berichtigen zu lassen, spricht das heutige Hörbuch ebenfalls an.

    (Kap.26:I+II) „Der Übergang“:
    https://www.youtube.com/watch?v=3p6E...CzPxZ&index=90

    „Was ist des HEILIGEN GEISTES besondere Funktion außer dieser, den heiligen SOHN GOTTES aus der Gefangenschaft zu befreien, die er gemacht hat, um sich von der Gerechtigkeit fern zu halten? Könnte deine besondere Funktion eine Aufgabe sein, die losgelöst und getrennt von SEINER EIGENEN ist? (3)

    Warum unsere besonderen Problemlösungen also niemals wirklich funktionieren konnten, wird wieder auf einen Satz verdichtet:

    „Denn es gibt nur einen Fehler: die gesamte Idee, Verlust sei möglich und könne für irgendjemanden Gewinn zur Folge haben“. (4)

    Wir können nicht verleugnen, dass auf „dieser mangelhaften Idee“ das gesamte Chaos dieser Welt fußt. Wir erhoffen uns Gewinn aus dem Verlust, was immer einen Verlust für alle darstellt. All die scheinbare Komplexität dieser Welt ist nichts als eine trügerische Augenwischerei zur Verschleierung des einen einzigen Fehlers.

    Wird ein Fehler nicht mehr unterstützt und als falsch erkannt, verschwindet er. Wird der Fehler der Trennung von Gott, die das Ego in seine „schreckliche Autonomie“ führte, als zu schweres Joch erkannt, verschwindet die Welt, die auf einer fehlerhaften Idee beruhte, einfach ins Nichts, da der Irrtum der Wahrheit überbracht wurde. Erst dann kann der Heilige Geist jedoch die Wirkungen dessen berichtigen, was wir gemacht zu haben glauben.

    Das Coole am Heiligen Geist ist nämlich: Er sieht die Wahrheit in GOTT weiterhin und damit uns, wie wir wirklich sind. Da er jedoch nicht als wirklich ansieht, was wir im Ego-Modus voller Angst und Panik alles so „machen“, sieht GOTT es nicht und ohne in GOTTES GEIST zu sein, ist kein Irrtum wirklich. So befreit uns der Heilige Geist aus dem dunklen Kellerverlies, von dem wir dachten, es sei, weil GOTT uns verließ und einem Gefängniswärter überließ. Doch waren wir es, die aus dem HIMMEL eine Hölle zu machen suchten, was natürlicherweise im HIMMEL unmöglich war. So mussten wir kurz draußen bleiben, bis der Irrtum berichtigt wurde. In diesem Moment entstand die Funktion des HEILIGEN GEISTES als Befreier aus Ketten, an deren Ende wir niemals gegangen sind, immer, weil andere uns sagten, wir wären die Gefangenen des Egos, in einem Körper dazu verurteilt, eine Welt zu sehen, die wir als das genaue Gegenteil des Himmels betrachten könnten, was indirekt beweist, dass uns haargenau bekannt ist, was wir vorgeben, vergessen zu haben.

    Und genau das sieht der Heilige Geist als weiterhin existent an und bezeugt es vor GOTT wie der WELT als wahr. So ist es dieser „berufene Freund“, der im 6. Greuthof-Abschnitt dann als der innere Lehrer beschrieben wird, der uns klar aufzeigt, was wir jeweils individuell benötigen, das eigene Labyrinth des Vergessens verlassen zu können, in dem wir uns verlaufen zu haben scheinen. Was wir „vergessen wollten“ wird uns das Ego als Lehrer sicher kaum verraten, dann wüsste es ja nicht mehr MEHR als wir und wir wären ebenbürtig und auf einer Augenhöhe. Welches Opfer sollte daher mit der Aufgabe von Illusionen verknüpft werden?

    Die Ent-Täuschung ist dann eine Aufhebung der Täuschung und als solche eher zu begrüßen. Außer, man besitzt den Wunsch, am Fehler festzuhalten. Was immer nur eine Zeit lang funktioniert und im häufigeren Wiederholungsfall dann als Wahnsinn einzusortieren wäre. Sollte der Himmel also (über unsere Fehler) nicht verrückt geworden sein, könnte die Antwort auf das, was wir vergessen mussten, nicht mehr zu sein, wie GOTT uns schuf, mit SEINER HILFE als niemals verloren wiedererkannt werden. Sonst hätte die Frage, wer wir sind, gar nicht aufkommen können. Das Ego weiß es, doch es sagt uns dies nicht freiwillig und daher ist es kein geeigneter Lehrer für die Erinnerung an das, was die lange Zeit des Vergessens vor uns verbirgt.

    Was wir sind, können wir nur Erlernen, indem wir lernen zu verlernen und zu vergessen, was das Ego uns bisher “gelehrt“ hat. Die Entscheidung für den HEILIGEN GEIST als innerem Lehrer ist somit die kleine Bereitwilligkeit, die von unserer Seite erbracht werden muss, damit das Wunder die Wunden heilen kann, die die lange Zeit der Haft unter dem Ego unserem Geist zu schlagen schien. Doch wird die wahre Identität durch einen Irrtum nicht berührt oder gar verändert.

    Ich wurde kein Esel, nur weil mich meine Lehrer regelmäßig so nannten.
    Und aus einem Esel wird kein Mensch, indem er ständig IAA ruft.

    Die Kenntnis und Verwendung zweier Buchstaben reicht nicht aus, eine Sprache ganz zu verstehen. Das A und das O ist es weiterhin, zu verstehen, bisher nicht verstanden zu haben. Daher ist jedes Urteil letztlich logisch anfänglich unmöglich und liebende Gerechtigkeit darf sein, was sie ist, fällen wir kein anderslautendes Urteil. Wir nennen uns nun so lange gegenseitig Esel, dass selbst unsere Kinder schon daran glauben, als Esel unter Eseln aufzuwachsen. Doch durch einen Irrtum wird die wahre Identität nicht verloren, sie ist eben nur verschleiert und unsichtbar, doch nicht weg…

    Auch in meiner heutigen Tageslektion fand sich ein weiterer Hinweis darauf, warum es tatsächlich unser Urteil ist, das jeglichen Ärger, Zorn, Wut, Hass und Angriff entstehen lässt. Wir sollten nicht urteilen, nicht, weil es uns „als arme Sünder“ nicht anstünde, sondern, weil wir einfach nicht alle Informationen besitzen. Wir versuchen aus Bruchstücken einer Gesamtheit, die wir gerade in diesem Moment so „auffassen“, abzuleiten, welche Entscheidungen „richtig“ und welche „falsch“ zu sein scheinen, doch uns fehlt der ethische Maßstab, das Maß, an dem sich zu orientieren wäre.

    Wissen, noch nicht zu erkennen, nimmt das allzu schwere Joch von unseren Schultern. Es wird mir immer deutlicher, dass, wenn meine Entscheidungen auf veränderlichen Grundlagen beruhen, die sich im Verlauf meines Lernens verändern, sich natürlich auch „richtig“ und „falsch“ an anderen „Einteilungen“ auf dem „Zollstock“ (Gliedermaßstab) orientieren. Aus einer veränderlichen Teilerkenntnis auf das Gesamtgeschehen in seiner Einbettung in Zeit und Raum zu schließen, kann jedoch, ganz logisch betrachtet, nur zu kognitiver Dissonanz führen. Es ist das Bemerken dessen, das wir wiederum auf einer falschen Grundlage entschieden haben, deren Wahrnehmung und Einschätzung nun „anders“ aussieht. Die heutigen 10 Leitgedanken geben einen Voreinblick in die Entscheidungsgrundlagen, die uns der HEILIGE GEIST als „berufener Freund“ zum Vergleichsmaßstab an die Hand gibt.

    „ALLE GEFÄNGNISTÜREN SIND GEÖFFNET“ (359), verdeutlicht, wohin die Reise hier geht. Alles andere wäre auch keine liebende Gerechtigkeit. Wer (360) denkt, wird in sich fühlen, was die Worte bedeuten. Es sind eben einfach Gedanken, die wahr sind, weil wir sie mit GOTT teilen. Wir bestanden bisher darauf, Gedanken zu erleben, die wir nicht mit GOTT teilten, sondern mit dem Teil in unserem Geist, den wir für die Angst reserviert haben. Doch die Freiheit ALLER ist nicht zu fürchten, denn es ist immer auch unsere eigene.

    Ich übe heute den aufschlussreichen Gedanken 243: „Heute will ich über nichts urteilen, was geschieht“. (4)

    1. „Ich will heute ehrlich zu mir sein. Ich will nicht denken, dass ich bereits erkenne, was jenseits meines gegenwärtigen Fassungsvermögens bleiben muss. Ich will nicht denken, dass ich das Ganze aus Stückchen meiner Wahrnehmung verstehe, die alles sind, was ich erblicken kann. Heute begreife ich, dass es so ist. So werde ich von Urteilen entbunden, die ich nicht fällen kann. So befreie ich mich selbst und das, worauf ich schaue, um in Frieden zu sein, wie GOTT uns schuf.
    2. VATER, heute lasse ich die Schöpfung frei, sie selbst zu sein. Ich ehre alle Dinge, in denen ich eingeschlossen bin. Wir sind eins, weil jeder Teil DEINE Erinnerung enthält, und die Wahrheit in uns allen als eins leuchtet“. (5)

    Der Gedanke 243 fühlt sich insofern „richtig“ an, da, solange ich heute kein Urteil fälle, dass ich nicht mit Wahrheit und liebender Gerechtigkeit füllen kann, von „schlechter Laune“, also zu korrigierenden Empfindungen in meinem Bewusstsein, frei blieb. Auch, wenn es Dinge gäbe, die als Fehler angehäuft, einen Scheiterhaufen ergeben, ist das Scheitern des Egos das Scheitern der Lüge, nicht mehr die Erinnerung an die Wahrheit - in uns leuchtend – wahrnehmen zu können. Der „Maßstab“, die „Wahrheit“ schon zu kennen, ist die Grundvoraussetzung für ein gerechtes und weises, allumfassendes Urteil, bei dem niemand verliert. Wobei ein Urteil immer nur gerecht sein kann, wenn niemand dabei „verliert“, doch in allen meinen Urteilen gibt es immer „Verlieren“, so konnten sie nicht richtig sein. Wie Gedanken also wirken, kann in der Idee dahinter vermutet werden.

    Es gab einfach nur die relativ blöde Idee, wir könnten etwas verloren haben, was wir bei näherem Hinsehen durchaus in uns leuchten bemerken können. Doch nur, wenn die Ketten der Schuld einmal loslassen und beginnen, zu prüfen, ob am Ende der Ketten nicht doch Freiheit zu finden ist. Mein „gegenwärtiges Fassungsvermögen“ verändert sich ja definitiv noch. Wie soll ich daher etwas beurteilen, an das ich mich offenbar und offensichtlich noch nicht wieder vollständig erinnere?

    Mit dem Urteil entsteht jede Form von kognitiver Dissonanz. Wie könnten wir schon beurteilen, was wir noch vergessen haben?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 480
    (2) Übungsbuch Seiten 481 – 485
    (3) Textbuch Seite 546
    (4) Übungsbuch Seite 416
    (5) Ebd.
  • 15.09.17, 13:04
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    13. Was ist ein Wunder?

    1. „Ein Wunder ist eine Berichtigung. Weder erschafft es, noch verändert es tatsächlich überhaupt. Es schaut lediglich auf die Verwüstung und erinnert den Geist daran, dass falsch ist, was es sieht. Es hebt den Irrtum auf, doch versucht es nicht, über die Wahrnehmung hinauszugehen noch die Funktion der Vergebung zu überschreiten. So bleibt es innerhalb der Grenzen der Zeit. Doch ebnet es den Weg für die Rückkehr der Zeitlosigkeit und das Erwachen der Liebe, denn die Angst muss vor dem sanften Heilmittel, das es bringt, entschwinden.

    2. Ein Wunder enthält die Gabe der Gnade, denn es wird als eins gegeben und empfangen. So illustriert es das Gesetz der Wahrheit, dem die Welt nicht gehorcht, weil sie der Wahrheit Wege überhaupt nicht versteht. Ein Wunder kehrt die Wahrnehmung, die vordem auf dem Kopf stand, um, und also macht es den seltsamen Verzerrungen ein Ende, die manifest waren. Jetzt steht die Wahrnehmung der Wahrheit offen. Jetzt wird die Vergebung als gerechtfertigt gesehen.

    3. Die Vergebung ist das Zuhause der Wunder. Die Augen CHRISTI übergeben sie an alle, auf die sie in Barmherzigkeit und Liebe schauen. Die Wahrnehmung ist in SEINER SICHT berichtigt, und was verfluchen sollte, ist gekommen, um zu segnen. Jede Lilie der Vergebung bietet aller Welt das stille Wunder der Liebe an. Und jede wird vor das WORT GOTTES hingelegt, auf den universellen Altar für den Schöpfer und die Schöpfung im Licht vollkommener Reinheit und endloser Freude.

    4. Das Wunder wird zuerst durch Glauben angenommen, weil darum bitten implizit besagt, dass der Geist vorbereitet worden ist, sich das vorzustellen, was er nicht sehen kann und nicht versteht. Doch wird der Glaube seine Zeugen bringen, um zu zeigen, dass das, worauf es beruhte, auch wirklich da ist. Und also wird das Wunder deinen Glauben an es rechtfertigen und zeigen, dass es auf einer wirklicheren Welt beruhte als das, was du vordem sahst, auf einer Welt, die von dem erlöst ist, wovon du dachtest, es sei dort.

    5. Wunder fallen wie Tropfen heilenden Regens vom Himmel auf eine trockene und staubige Welt, wohin hungernde und dürstende Kreaturen kommen, um zu sterben. Jetzt haben sie Wasser. Jetzt ist die Welt grün. Und überall sprießen die Lebenszeichen, um zu zeigen, dass das, was geboren ist, nie sterben kann, denn was Leben hat, hat Unsterblichkeit“. (1)

    341. „Ich kann nur meine eigene Sündenlosigkeit angreifen, und nur sie ist es, die mich sicher hält.
    342. Ich lasse die Vergebung auf allen Dingen ruhen, denn also wird Vergebung mir gegeben werden.
    343. Von mir wird nicht verlangt, dass ich ein Opfer bringe, um GOTTES Frieden und Barmherzigkeit zu finden.
    344. Heute lerne ich das Gesetz der Liebe. Das, was ich meinem Bruder gebe, ist meine Gabe an mich.
    345. Heute biete ich nur Wunder an, denn ich möchte, dass sie mir zurückgegeben werden.
    346. Heute umhüllt der Frieden GOTTES mich und ich vergesse alles außer SEINER LIEBE.
    347. Ärger muss von Urteil kommen. Urteil ist die Waffe, die ich gegen mich verwende, um das Wunder von mir fern zu halten.
    348. Ich habe keine Ursache für Ärger oder Angst, denn du umgibst mich. Und in jedem Bedürfnis, das ich wahrnehme, genügt mir DEINE Gnade.
    349. Heute lasse ich Christi Schau auf alle Dingen blicken und beurteile sie nicht, sondern gebe stattdessen einem jeden ein Wunder der Liebe.
    350. Wunder spiegeln GOTTES ewige Liebe. Sie schenken heißt, sich an IHN zu erinnern und durch die Erinnerung an IHN die Welt zu erlösen“. (2)


    (Kap. 25: X) „Die Gerechtigkeit des Himmels“:
    https://www.youtube.com/watch?v=6uaF...CzPxZ&index=89

    „Ein Wunder ist Gerechtigkeit“… (3) (6:44)

    „Das Wunder, welches du empfängst, das gibst du. Ein jedes wird zu einem anschaulichen Beispiel des Gesetzes, auf dem die Erlösung fußt: dass Gerechtigkeit allen widerfahren muss, wenn irgendjemand geheilt werden soll“. (4) (10:24)

    Wenn ich in den letzten Beiträgen vom Gegenteil des Egos sprach, dann, um aufzuzeigen, wie lehrreich der Umweg über das Ego sein könnte, wenn der Nutzen der Entwicklung im Kontext des Lehrplanes erkannt wird. Wir können das Ego kaum wirklich definitiv definieren, da es in vielen Formen mit dem gleichen Inhalt zum Chaos führt.

    Im Handbuch wird das Ego dem Wunder entgegengestellt und daher noch einmal die Quellenangabe zur entsprechenden Textstelle bei 8:03:58 im Hörbuch:
    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU

    So kann ich noch einmal die Definition des Egos aufgreifen, wie sie darin beschrieben wird:

    „Was ist das Ego? Nichts, aber in einer Form, die wie etwas zu sein scheint“. (5)

    „Es gibt keine Definition für eine Lüge, die dazu dient, sie wahr zu machen. Noch kann es eine Wahrheit geben, die durch Lügen wirksam verborgen wird“. (6)

    „Wir können nicht wirklich eine Definition dessen geben, was das Ego ist, aber wir können sagen, was es nicht ist. Und das wird uns mit vollkommener Klarheit gezeigt. Und eben daraus leiten wir alles ab, was das Ego ist. Schau auf sein Gegenteil, und du kennst die einzige Antwort sehen, die von Bedeutung ist“. (7)

    „Das Gegenteil des Egos in jeder Hinsicht – was Ursprung, Wirkung und Folgen angeht – nennen wir ein Wunder. Und hier finden wir alles, was nicht das Ego in dieser Welt ist“. (8)

    „Was ist das Ego? Das, was die Dunkelheit war“. […] „Was ist das Ego? Das, was das Böse war. Wo ist das Ego? In einem bösen Traum, der nur wirklich schien, während du ihn träumtest. Was ist das Ego? Wer braucht zu fragen? Wo ist das Ego? Wer braucht nach einer Illusion zu suchen, jetzt, da Träume vergangen sind“? (9)

    So ist es das Wunder, das die Wunden heilt, die das Ego uns zu schlagen schien. Bis wir erkennen, dass das Ego eine Illusion ist, die nur Wirkungen in unserem Geist besitzt, wenn wir daran glauben. Um die Wirkungen der Ungerechtigkeiten, die das Ego anstrebt, in unseren vergangenen Gedanken unwirksam zu machen, ist es unerlässlich, zu vergeben. Jeder Fehler, der zur Sünde gemacht und erhoben wird, muss vergeben werden, damit das Wunder angenommen werden kann. An das Wunder zu glauben bedeutet daher, dem Ego seinen Glauben zu entziehen.

    An dieser Stelle passt gerade Lektion 350: „Wunder spiegeln GOTTES ewige Liebe. Sie schenken heißt, sich an IHN zu erinnern und durch die Erinnerung an IHN die Welt zu erlösen“.

    Ärger, Wut, Zorn und Hass spiegeln das Ego. Sie „einzuschenken“ bedeutet, seinen Glauben in das Ego zu setzen und durch das Festhalten am Irrtum die Welt weiterhin durch die Angst zu versklaven und annähernd ewig zu binden. Illusionen können nicht ewig andauern. Ihr Tod ist sicher und nur das ist gewiss. Die Wahrheit wird von der Lüge nicht verändert und benötigt auch keine Verteidigung, denn sie kann nicht angegriffen werden. Wodurch könnte das Ego die Wahrheit dazu bringen, sich angegriffen zu fühlen? Wenn sich die Wahrheit nicht angegriffen fühlt, ist jeder Angriff zwecklos. Warum dann Angriff als beste Verteidigung ansehen, wenn er nur sicherstellt, niemals in Frieden zu sein?

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 474
    (2) Übungsbuch Seiten 475 - 479
    (3) Textbuch Seite 542
    (4) Textbuch Seite 543
    (5) - (9) Handbuch für Lehrer Seiten 78 / 79
  • 14.09.17, 11:52
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    12. Was ist das Ego?

    Vor dem eigentlichen Text über das Ego muss kurz das Wort „Götzendienst“ erläutert werden, sonst besteht die Gefahr, den Kurs ähnlich „einzusortieren“ wie ich die ungeheilte Kirche bewerten müsste, wollte ich weiterhin als nicht autorisierter Richter über eine Welt auftreten, die ich bisher nicht gänzlich verstehe. Wenn im ersten Absatz über das Ego das Wort „Götzendienst“ verwendet wird, ist dieses vorab zu erläutern, da es nur ein Symbol für eine selbst gewählte Illusion darstellt.


    Schon das Wort ist ein Widerspruch in sich, denn wenn es nichts Wirkliches außer Gott gibt, kann ein Götze nur eine verzerrte Illusion der Wirklichkeit abbilden. Doch auch für etwas, was es – außer in unserer Vorstellung nicht gibt - braucht es ein Wort, wenn damit eine Vorstellung im Bewusstsein verbunden scheint. Das Ego ist insofern die Verbindung zu der Stimme in uns, die GOTT anklagt und unschuldig zu etwas verurteilt, was GOTT niemals war, nicht ist und niemals sein wird – der Wunsch, SEINEN eigenen Sohn anzugreifen. Wenn wir dem Namen für die Illusion „Götzendienst“ mehr als nur als eine Illusionsbedeutung verleihen, bekommt diese eine gewisse „magische Eigendynamik“ und eine Bedeutung, die einer symbolhaften Umschreibung an sich nicht wirklich zukommt.

    Als Begriff für die Anbetung einer toten Illusion taugt das Wort „Götzendienst“ schon, doch es muss die Unwirksamkeit der Anbetung eines inexistenten Gegenteils von GOTT vorausgeschickt werden, um nicht - unbewusst akzeptiert - die Existenz eines Gegenteils von Gott mit dem Benennen einer damit verbundenen Illusion zu verknüpfen. Das Ego ist im Prinzip aus der Verknüpfung hervorgegangen, es könne einen gegenteiligen Willen zu Gottes WILLEN geben und das Ego ist die Illusion eines Willens, der nicht GOTTES WILLE sein WILL. Das Ego ist die Formulierung eines „Antiwillens“ des Sohnes gegenüber dem Vater, eine Entwicklung, die selbst im physischen Familienleben durchaus häufig zu bewältigen ist und sich als Wirkung dieser geistig ursächlichen Idee dahinter, natürlich in allen verwobenen Daseinsdimensionen niederschlägt. Was sich auf allen Daseinsdimensionen niederschlägt und uns aufrecht erhält und erhellt, ist zweifelsfrei im folgenden Absatz aus der ersten Lektion (331) dieses „Zehnerblockes“ über unseren eigentlichen „freien Willen“ enthalten:

    „Wie könnte ich denken, dass die Liebe SICH SELBST verlasen hat? Es gibt keinen Willen, außer dem Willen der LIEBE“. (1)


    Das Ego ist das Symbol für einen Willen, der im Gegensatz und Widerspruch zu Gott stehen will, obschon es – wie gesagt – die Anbetung einer Illusion darstellt, die in unserem Geist nur Wirkungen besitzt, solange wir den Illusionen dort eine Wirkung verleihen, indem wir an diese Illusionen glauben. Das Ego nutzt somit einerseits die Macht unseres Geistes, die Illusionen in unserem Geist wirksam zu machen, andererseits ist es jedoch gezwungen, uns ständig unsere Machtlosigkeit und Ohnmacht gegenüber der Schuld, dem Leiden, dem Tod und den „Plagen“ vor Augen zu führen, damit wir nicht erkennen, wie es das Ego ist, das sich selbst zu opfern sucht. Mit der Anbetung des toten goldenen Kalbes ist zwingend ein Wille verbunden, der nicht Liebe ist, sondern aus dem Streben nach Besonderheit hervorgeht.

    So ist das Ego verwurzelt in dem Gedanken, es könne einen „Götzen“, „Dämon“, Eine „Schlange“, einen „Verführer“ oder dergleichen Vielgestaltiges geben, das im Gegensatz zu GOTTES WILLEN steht und trotzdem ursächliche Wirksamkeit besitzt. Es symbolisiert den „Fall“ in die Illusion, GOTT hätte uns etwas vorenthalten, das die Schlange, der Dämon oder der Götze des Angriffs uns auf ihren Schlachtfeldern bieten könnten. Was jedoch dahinter einen geizigen und begrenzten GOTT sieht, der daher unseren Ego-Gesetzen „unterworfen“ wird, eben weil wir uns kaum vorstellen können, wie wir sind, wenn wir nicht das Ego sind. Da das Ego auf das Gegenteil von GOTT abzielt, kann im Gegenteil von dem, was das Ego gewöhnlich als „Strategie“ vorschlägt, durchaus ein Fünkchen Wahrheit und somit Hoffnung gefunden werden. Es gibt keinen Götzen, außer wir „machen“ einen. Das Ego ist das Symbol für eine Welt, die gesehen wird, sehen wir im Angriff die beste Verteidigung und im Kampf gegen das Leben die Möglichkeit eines Sieges für den Tod über das Leben.

    So könnte das Ego als Anbeter des Todes und „Befreier aus den Fängen des ewigen Lebens“ angesehen werden, als das personifizierte, jedoch anfänglich unmögliche Gegenteil von Gott. Was vertrieb uns aus dem „Paradies“ außer die „Annahme“, GOTT könne aus einem Fehler eine Sünde machen? Unser „Fehler“ war einfach der, zu glauben, GOTT könne uns etwas vorenthalten haben, dessen wir offensichtlich weder würdig noch aufnahmefähig sind; und wir daher den grundlegenden Mangel „erfanden“, nicht mehr zu sein, wie GOTT uns (ohne die „Früchte vom Baum der Erkenntnis“) schon „mangelfrei“ schuf. Mit der Annahme, der Erkenntnis erneut zu benötigen, verfluchten wir uns selbst dazu, nicht mehr zu erkennen. Zu suchen und doch nicht zu finden; zu laufen, und nicht zu wissen, warum und wohin; zu kämpfen und doch immer von Feinden umzingelt zu sein; und zu leben und den Tod um Erlösung daraus anzuflehen, wie es gewöhnlich die Art und Weise des Egos abbildet, seine „Bedürfnisse“ dadurch zu formulieren, dass es allein „seinen Willen“ sieht und damit das Chaos verursacht.

    An sich ist CHIRSTUS genau das, was das Ego nicht ist. Was beweist, dass das Ego eine genaue Ahnung davon hat, was es war, bevor es vergessen wollte, was unser ist, weil GOTT jedem Teil von sich selbst, jedem SELBST, sein SEIN vollständig gab. Dessen gegenwärtig nicht gegenwärtig zu sein, ist kein Beweis dafür, es durch unsere Verdrängung ausgelöscht zu haben. Durch unser „WIDER-Wärtigkeit“ wollten wir uns beweisen, nicht GOTTES SOHN sein zu können. Da das Ego im Gegenteil genau weiß, was es tut, könnte uns klar werden, dass uns klar ist, wer wir wirklich sind. Wir haben nur vergessen, was wir vergessen wollen mussten, um das tote Ego anzubeten. Im Symbol des goldenen Kalbes erscheint es in vielen Formen, doch immer mit dem Inhalt, nicht sein zu wollen, wie wir waren, bevor wir gewählt haben müssen, das Gegenteil dessen sein zu wollen.

    Das Ego ist das Symbol für das Leben, das den Tod anbetet. Damit soll der Beweis erbracht werden, dass der Wille der Liebe zu sich, als sich selbst, gebrochen scheint. Doch setzt dieses ganze „Denksystem“ einen Willen der Liebe voraus, der nicht liebevoll ist, was ein Widerspruch in sich wäre und die Liebe zu etwas verzerrt, was sie nicht ist. Liebe ohne Gerechtigkeit wird als schwach wahrgenommen und Gerechtigkeit ohne Liebe ist unmöglich. Liebende Gerechtigkeit, so wie sie wirklich ist, bedeutet, jeder bekam alle Gaben aus einem Schatzhaus, das niemals leer ist, weil es sich mehrt, wenn es geteilt wird. Das Ego meinte halt, es gäbe mehr als alles, wenn das Alles zu einer Besonderheit für Wenige wird. Aus diesem Streben nach Besonderheit innerhalb des ÜBERALLSEIENDEN entsteht die mentale Abkapselung, die Ego genannt werden könnte, aber ihre Wurzeln darin besitzt, ein Gegenteil von dem sein zu wollen, was wir wohl kennen müssen, wenn wir haargenau das Spiegelbild "spielen" und vorgeben, zu sein. Aus dem ÜBERALLSEINENDEN das Besondere machen zu wollen, ist das Streben des Egos. Es will ganz einfach mehr als das, was GOTT uns gegeben hat, ohne dabei zu bemerken, dass es damit alles aufgibt, was des Sohnes Erbe war. Lange Einleitung und Vorrede, nur um nicht beim Wort „Götzendienst“ gedanklich schon zu beurteilen, was der Inhalt sein wird. Offenheit ist es, noch nicht geurteilt zu haben:

    1. Das Ego ist Götzendienst, das Zeichen eines begrenzten und getrennten Selbst, in einem Körper geboren und dazu verurteilt, zu leiden und sein Leben im Tode zu beenden. Es ist der >>Wille<<, der den Willen GOTTES als Feind sieht und eine Form annimmt, in der dieser verleugnet wird. Das Ego ist der >>Beweis<<< dafür, dass Stärke schwach und Liebe Angst erregend ist, dass Leben eigentlich der Tod und nur das wahr ist, was sich GOTT wiedersetzt.

    2. Das Ego ist wahnsinnig. Voll Angst steht es jenseits des ÜBERALLSEIENDEN, von ALLEN abgesondert und in Trennung vom UNENDLICHEN. In seinem Wahnsinn denkt es, es sei Sieger über GOTT SELBST geworden. Und in seiner schrecklichen Autonomie >>sieht<< es, dass der WILLE GOTTES vernichtet worden ist. Er träumt von Strafe, und es zittert vor den Gestalten in seinen Träumen, seinen Feinden, die es zu morden suchen, bevor es dadurch für seine Sicherheit sorgen kann, dass es sie angreift.

    3. Der SOHN GOTTES ist egolos. Was kann er wissen von Verrücktheit und von GOTTES Tod, wenn er in IHM weilt? Was kann er wissen von Kummer und von Leiden, wenn er in der ewigen Freude lebt? Was kann er von Angst und Strafe wissen, von Sünde und von Schuld, von Hass und Angriff, wenn alles, was ihn umgibt, immer währender Friede ist, auf ewig konfliktfrei und ungestört, in tiefstem Schweigen und in tiefster Ruhe?

    4. Die Wirklichkeit erkennen heißt, das Ego und seine Gedanken, seine Werke, seine Taten, seine Gesetze und seine Überzeugungen, seine Träume, seine Hoffnungen, seine Heilspläne und den Preis, den der Glaube an es nach sich zieht, nicht zu sehen. Im Leiden ist der Preis an es so immens, dass die Kreuzigung des GOTTESSOHNES täglich vor seinem verdunkelten Schrein angeboten wird und Blut fließen muss vor dem Altar, wo seine kränklichen Gefolgsleute sich auf das Sterben vorbereiten.

    5. Dennoch wird eine einzige Lilie der Vergebung die Dunkelheit in Licht verwandeln, den Alter für die Illusionen in den Schrein des LEBENS SELBST. Und Freude wird auf ewig jedem heiligen Geist zurückerstattet, den GOTT als SEINEN SOHN erschuf, als SEINE WOHNSTATT, SEINE Freude, SEINE Liebe, vollständig SEIN, vollständig eins mit IHM“. (2)


    Die zehn Leitgedanken:

    331: „Es gibt keinen Konflikt, denn mein Wille ist der DEINE.
    332. Die Angst bindet die Welt, die Vergebung gibt sie frei.
    333. Die Vergebung macht dem Traum des Konfliktes hier ein Ende.
    334. Heute nehme ich die Gaben in Anspruch, die die Vergebung gibt.
    335. Ich wähle, meines Bruders Sündenlosigkeit zu sehen.
    336. Die Vergebung lässt mich erkennen, dass Geister verbunden sind.
    337. Meine Sündenlosigkeit schützt mich vor jedem Schaden.
    338. Nur durch meine Gedanken werde ich beeinflusst.
    339. Ich werde das empfangen, was auch immer ich erbitte.
    340. Ich kann heute frei von Leiden sein“. (3)

    (Kap. 25:IX) „Das Prinzip der Erlösung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=7cYg...H0l1sbdktCzPxZ

    „So viel ist der Idee hinzuzufügen, dass niemand verlieren kann, damit du gewinnst. Und nichts weiter“. (4) + (1:36)

    Im Prinzip ganz einfach. Doch es umfasst eben auch die Einsicht, dass wir erst erbeten haben müssen, was wir daher empfingen. Es war der Wunsch, aus dem Himmel eine Hölle zu machen, der unmöglich bleiben musste.

    „Die Erlösung ist die Wiedergeburt des Gedankens, dass niemand verlieren darf, damit irgendjemand gewinnt. Und jeder muss gewinnen, wenn irgendjemand ein Gewinner sein soll. Hier ist die geistige Gesundheit wiederhergestellt“. (5)

    Irgendjemanden aus dem Himmel ausschließen zu wollen, würde die Hölle entstehen lassen, so dieses möglich wäre. Niemand darf den Himmel verlieren und in die Hölle verbannt werden, damit irgendjemand IHN als ganz und daher wirklich wahrnehmen kann.

    „Denn Liebe und Gerechtigkeit sind nicht verschieden“. (6) + (10:30)

    „So berichtigt denn die Liebe Fehler durch Gerechtigkeit, doch nicht durch Rache. Denn das wäre der Unschuld gegenüber ungerecht“. (7) + (13:05)

    „Die Gerechtigkeit des Himmels“ folgt als nächstes Hörbuch und bildet dann den letzten Abschnitt aus Kapitel 25.

    „Ihr Vater hat beiden dasselbe Erbe gegeben. Wer mehr oder weniger haben möchte, ist sich nicht bewusst, dass er alles hat“. (8) + (15:14)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 469
    (2) Übungsbuch Seiten 468
    (3) Übungsbuch Seiten 469 - 473
    (4) Textbuch Seite 537
    (5) Textbuch Seite 536
    (6-8) Textbuch Seiten 537 - 541
  • 11.09.17, 22:59
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    11. Was ist die Schöpfung?

    1. „Die Schöpfung ist die Summe aller GEDANKEN GOTTES, unendlich an der Zahl und überall ohne jede Grenze. Nur die Liebe erschafft und nur wie sich selbst. Es gab nie eine Zeit, wo all das, was sie schuf, nicht da war. Auch wird es niemals eine Zeit geben, in der irgendetwas, was sie schuf, irgendeinen Verlust erleidet. Auf immer und ewig sind die GEDANKEN GOTTES ganz genau so, wie sie es waren und wie sie es sind, unverändert durch die Zeit und nachdem die Zeit vorüber ist.

    2. Den GEDANKEN GOTTES ist die Macht gegeben, die ihr eigener Schöpfer hat. Denn durch ihre Ausdehnung möchte ER die Liebe mehren. So hat SEIN SOHN teil an der Schöpfung und muss daher teilhaben an der Macht, zu erschaffen. Was nach GOTTES WILLEN ewig EINS sein soll, das wird noch immer EINS sein, wenn die Zeit vorüber ist, und wird auch durch den Lauf der Zeit nicht verändert werden, sondern bleiben, wie es war, bevor der Gedanke der Zeit begann.

    3. Die Schöpfung ist das Gegenteil aller Illusionen, dann die Schöpfung ist die Wahrheit. Die Schöpfung ist der heilige SOHN GOTTES, denn in der Schöpfung ist SEIN WILLE in jedem Aspekt vollständig, weswegen jeder Teil das Ganze voll enthält. Die Unversehrtheit seines EINSSEINS ist verbürgt auf ewig, auf ewig gehalten in SEINEM heiligen WILLEN, jenseits jeder Möglichkeit von Schaden, Trennung, von Unvollkommenheit und irgendeinem Flecken auf seiner Sündenlosigkeit.

    4. Wir sind die Schöpfung, wir sind die SÖHNE GOTTES. Wir scheinen getrennt zu sein und unserer ewigen Einheit mit IHM unbewusst. Doch hinter allen unseren Zweifeln, jenseits all unserer Ängste herrscht nach wie vor Gewissheit. Denn die Liebe bleibt bei all IHREN GEDANKEN, und ihre Sicherheit ist die ihre. Die Erinnerung an GOTT ist in unseren heiligen Geistern, die ihr Einssein und ihre Einheit mit ihrem Schöpfer erkennen. Lass unsere Funktion nur sein, zuzulassen, dass diese Erinnerung zurückkehrt, dass nur GOTTES WILLE auf Erden geschieht, dass wir der geistigen Gesundheit zurückerstattet werden und nur so sind, wie GOTT uns schuf.

    5. Unser Vater ruft uns. Wir hören SEINE STIMME, und wir vergeben der Schöpfung im Namen ihres SCHÖPFERS, der HEILIGKEIT SELBST, DEREN HEILIGKEIT SEINE EIGENE SCHÖPFUNG mit IHR teilt und DEREN Heiligkeit noch immer Teil von uns ist“. (1)

    Wieder gehören zehn Tageslektionen zu diesem Grundthema:

    321. „VATER, meine Freiheit ist in DIR allein.
    322. Ich kann nur das aufgeben, was nie wirklich war.
    323. Ich bringe freudig das >>Opfer<< der Angst.
    324. Ich folge nur nach, denn ich möchte nicht führen.
    325. Alle Dinge, von denen ich denke, dass ich sie sehe, spiegeln Ideen wider.
    326. Ich bin für immer eine Wirkung GOTTES.
    327. Ich brauche nur zu rufen, und DU wirst mir antworten.
    328. Ich wähle den zweiten Platz, um den ersten zu gewinnen.
    329. Was DU willst, habe ich bereits gewählt.
    330. Ich will mich heute nicht wieder selbst verletzen“. (2)

    Somit folgen noch 35 Grundgedanken, den Kreis zu schließen, der die Schöpfung von dem trennt, was die Trennung verursachte. Trennen wir uns gedanklich von der Vorstellung einer gedanklichen Trennung wird diese doppelt verneint und ist damit aufgehoben. Zumindest, wenn wir „326“ mal als unsere wahre Identität ansehen könnten, wäre „321“ logisch und „Schaden“ unmöglich. Zur Erinnerung: Sündenlosigkeit ist ein Zustand, in dem ANGRIFF keinen SINN macht, da jeder Angriff auf „330“ hinausläuft, wenn wir die Schöpfung als EINS UND SEINS anerkennen wollen würden. Was das Autoritätsproblem wieder in den Vordergrund stellt, das immer auch ein Urteilsproblem abbildet. Wie das schon gefällte Urteil des Egos auszutauschen wäre, darüber informiert das folgende Hörbuch.

    (Kap.25:VIII) „Das Urteil austauschen“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Qj-W...H0l1sbdktCzPxZ

    In der Greuthof-Version lautet der Titel dieses Unterabschnittes „Der Fels in der Brandung“, doch läuft es auf das Gleiche hinaus, da nichts unsicherer sein kann, als ein falsches und vorschnelles Urteil über Dinge, die noch nicht erkannt wurden. Erkennen wir die Ursache der Dinge in dem 325. Leitgedanken, finden wir die Ursache für das, was wir jetzt noch sehen, einzig als Idee in unserem Geist.

    Ist Gott verrückt oder waren es die verrückten Ideen in unserem Geist, die zu einer Welt führten, die uns nun widergespiegelt wird? Was ist die Wahl, die der Kurs anbieten möchte?

    Diese Frage wird ab 3:26 im Hörbuch angesprochen und ist eine der Schlüsselstellen im Kurs, weswegen ich besser mal andächtig schweige. Besser hätten die beiden Denksysteme, zwischen denen wir wählen könnten, wollten wir den Wahnsinn (einer weiteren Nicht-Vergebung der Vergangenheit) als „Option“ betrachten. Wenn der Wahnsinn des Egos nicht mehr als Option betrachtet wird, gibt es keine Wahl, sondern nur einen Lehrplan. Einen Lehrplan, der uns vermittelt, in der Zeit UND in der EWIGKEIT gleichermaßen sicher und unverletzlich zu sein, solange unser Geist sich nicht als verletzlich wahrnimmt und damit die Verletzungen einer vergangenen Vergangenheit jetzt wahrmacht, indem er sie in diesem Moment als wahr wahrnimmt. Jetzt sind sie nicht, wenn mein Geist sich nicht in der Vergangenheit verläuft, damit keine andere Zukunft gefunden werden kann.

    „Denn hier (in der Schöpfung GOTTES, Anm. Michael) wird alles als eins wahrgenommen, und niemand verliert, damit jedermann gewinnen möge. Prüfe alles, was du glaubst, im Lichte dieser einen Anforderung, und verstehe, dass alles, was diese eine Forderung erfüllt, deines Glaubens würdig ist. Aber nichts anderes. Das, was nicht Liebe ist, ist Sünde, und jedes nimmt das andere als wahnsinnig und als bedeutungslos wahr“. (3) + (7:04)

    Nur dieser Satz noch einmal: Wer könnte das Unveränderliche erschaffen, wenn es nicht auf Wahrheit ruht? (4) + (6:26)

    Was ist das Fundament der Wahrheit, wenn nicht das Unveränderliche? Der Fels in der Brandung einer Welt, die nicht einmal mehr dem Ego gefällt, ist die Freude, die wir als GEDANKEN GOTTES mit GOTT teilen. So teile ich den Gedanken, dass VATER und SOHN gar niemals ihre geistige Gesundheit verloren haben, sondern ganz eindeutig nur das Ego nicht gerade wenige Latten äußerst schräg am Zaun hängen hatte.

    Was nicht Liebe ist, ist Sünde. Sünde ist dann natürlich nur, was nicht LIEBE IST.

    „Unser Vater ruft uns. Wir hören SEINE STIMME, und wir vergeben der Schöpfung im Namen ihres SCHÖPFERS, der HEILIGKEIT SELBST, DEREN HEILIGKEIT SEINE EIGENE SCHÖPFUNG mit IHR teilt und DEREN Heiligkeit noch immer Teil von uns ist“, - dass wir es nicht schafften, aus dem Himmel eine Hölle zu machen.

    Und dafür sollten wir ausnahmsweise einmal Dankbarkeit üben. Das Ego ist echt nur frustig, weil es es nicht geschafft hat, aus dem HIMMEL die Hölle zu machen, die es - als Beweis eines angenommenen Gegenteils von der Schöpfung – sehen wollte. Da dieser Grundgedanke natürlich weder liebevoll motiviert, noch richtig wahr werden konnte, ist der größte Misserfolg für das Ego eine Freiheitserklärung für den SOHN GOTTES, da uns das Ego anschaulich bewiesen hat, dass es niemals ein Urteil fällen und es tatsächlich mit Wahrheit füllen konnte.

    Nur in der unwirklichen Welt des Egos wird Gerechtigkeit mit Rache verwechselt, was selbst nach den Gesetzen der Rechtschreibung dann als „Gerächtigkeit“ geschrieben werden müsste, da der WORT-Stamm, von dem die Rache fällt, nicht GOTT sein kann. Worin die Gerechtigkeit GOTTES gesehen werden kann, zeigt der abschließende Satz des übernächsten Hörbuches:

    „Was GOTTES ist, gehört einem jeden und ist, was IHM gebührt“. (4)

    DAS ist die SCHÖPFUNG. Das Ego ist halt „frustig“, weil es sich nicht mehr als Mitschöpfer sieht, NACHDEM es GOTT und jeden SEINER SÖHNE über lange Zeit mit allem möglichen Steinen des Anstoßes beworfen hat. Es kann sich leider nicht vorstellen, dass sich unser VATER darüber freut, dass wir unser „Identitäts- und damit Autoritätsproblem“ individuell und kollektiv durch den HEILIGEN GEIST haben lösen lassen, indem sie sich die Wahrheit von IHM - in der für sie verständlichen Erfahrungsform – zeigen und offenbaren lassen, ohne schon geurteilt zu haben.

    Es darf KEINEN Verlierer geben, so sieht der HEILIGE GEIST liebende Gerechtigkeit.

    „Der Grundsatz, dem zufolge Gerechtigkeit bedeutet, dass niemand verlieren kann, ist für diesen Kurs entscheidend. Denn Wunder hängen von Gerechtigkeit ab. Nicht, wie sie mit den Augen dieser Welt gesehen wird, sondern wie GOTT sie kennt und wie Erkenntnis in der Sicht gespiegelt wird, die der HEILIGE GEIST verleiht. Niemand verdient es, zu verlieren. […] Heilung muss für jedermann sein, weil er keinen Angriff irgendeiner Art verdient“. (5)

    Nee, Angriff ist nicht, was GOTT gebührt. Das Ego hat sich leider in der Vorstellung „verlaufen“, GOTT wäre so begrenzt und rachsüchtig wie es selbst. Wie soll es sich auch etwas vorstellen können, was es als „außerhalb“ von sich definiert und insgesamt als zweifelhaft bis inexistent „ansieht“? Wie soll es nach all den Angriffen auf das Göttliche in vielen Gegenübern und der gesamten Mitwelt auch vertrauensvoll „einräumen‘“ im Irrtum gewesen zu sein? Es kann sich nicht vorstellen, dass GOTT einzig LIEBE ist. Liebe ist die Absicht, die der Schöpfung vorausging, und schattenlose Freude ist ihr ständiger Begleiter.

    Das Gesetz der Liebe ist ganz einfach, aber völlig genial:

    „Lektion 344: Heute lerne ich das Gesetz der Liebe: Das, was ich meinem Bruder gebe, ist meine Gabe an mich“. (6)

    Wenn das keine gerechte Lösung ist. Dumm ist es halt nur, bedenken wir, was wir uns bisher auf diese Art „eingeschenkt“ haben. Was sich in „330“ spiegelt und sich nach innen oder außen wenden kann, sich jedoch immer vom Ego gegen das SELBST richtet, das wir alle zusammen wären, würden wir es erkennen und SEIN WOLLEN. Die Schöpfung ist die Welt, die mit den Augen der Vergebung gesehen wird. Wer Vergebung gibt, wird nach dem Gesetz der Liebe somit Vergebung ernten, denn das ist, was GOTT gebührt. Natürlich muss nur das Ego GOTT dafür vergeben, aus dem Himmel keine Hölle gemacht haben zu können, daher ist im Prinzip auch die Vergebung eine „Gegenillusion“, eine doppelte Verneinung der Unwahrheit. Wie könnten wir Gott dafür vergeben, unsere Illusionen nicht mit Wirklichkeit versehen zu haben? Ohne Vergebung sehen wir unsere Freiheit nicht darin, die Angst freudig zu opfern, die immer als eine Angst vor GOTT geboren wurde, die aus dem ersten Angriff (des Egos auf GOTT) resultierte. Vergebung ist daher der Schlüssel zum Verständnis der Schöpfung, so wie GOTT sie schuf und versteht.

    Und es ist keinesfalls paradox, den zweiten Platz zu wählen, um den ersten zu gewinnen. Daher bin ich auch heilfroh, dass sich mein Ego so fundamental geirrt hat und schulde ihm für diesen Mut zum Alleräußersten im Prinzip meinen Dank. Es erwartet eigentlich „Bestrafung“ nach seiner „Logik“, doch wenn es Dank vorfindet, wird es „handzahm“, wenn es für die Erbringung all seiner „Antithesen“ sogar geliebt wird, schmilzt es ganz dahin. Es kann nicht „verdammt“ werden, da es ein Teil unseres Geistes ist, den wir schließlich mit GOTT teilen. So können wir nur verlernen wollen, was das Ego uns gelehrt hat, indem wir im Prinzip das genaue Gegenteil von dem tun, was das Ego bisher tat: Lieben statt zu hassen und dabei zu verurteilen, was wir sehen (, weil es vorher in unserem Geiste – vom Ego - so gesehen wurde).

    Symbolisch könnte symptomatisch gesagt werden. „Wenn man einen Esel zähmen will, sollte man ihm Platz zum Treten lassen“.

    Was sollte es bringen, einen Esel dafür zu bestrafen, seine Freiheit, ein Esel bleiben zu wollen, nicht aufgeben zu wollen? Wenn wir ihn für die blauen Flecke bestrafen wollen, haben wir ihm wahrscheinlich nicht ausreichend Platz zum Treten gelassen.

    Doch wollen wir unser „eseliges Urteil“ wirklich gegen die Wirklichkeit der Schöpfung austauschen? Und ist dieses denn wirklich eine Wahl? „321“ fasst dies alles anschaulich zusammen. Wie hätten wir auch eine Wirkung von etwas sein können, das keine wirkliche und wahre Ursache besitzt? „326“ und „329“ sind dabei im Blick zu behalten. Wir haben bereits richtig gewählt (329), das ist, was der Hoffnung Leben gibt.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 462
    (2) Übungsbuch Seiten 463 – 467
    (3) Textbuch Seite 534
    (4) Textbuch Seite 543
    (5) Textbuch Seite 542
    (6) Übungsbuch Seite 476
  • 11.09.17, 14:23
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    10. Was ist das JÜNGSTE GERICHT?

    1. Die WIEDERKUNFT CHRISTI schenkt dem SOHN GOTTES diese Gabe: die STIMME FÜR GOTT verkünden zu hören, dass das, was falsch ist, falsch ist und das, was wahr ist, sich nie geändert hat. Dies ist das Urteil, in dem die Wahrnehmung endet. Erst siehst du eine Welt, die dieses als wahr angenommen hat, aus einem Geist projiziert, der nun berichtigt worden ist. Und mit dieser heiligen Sicht gibt die Wahrnehmung einen stummen Segen und verschwindet dann, denn ihr Ziel ist erreicht, und ihr Auftrag ist erfüllt.

    2. Das letzte Urteil über die Welt enthält keine Verurteilung. Denn es sieht die Welt als eine, der total vergeben ist, ohne Sünde und gänzlich ohne Sinn und Zweck. Ohne eine Ursache und nun ohne Funktion in CHRISTI SICHT entgleitet sie einfach ins Nichts. Dort wurde sie geboren, und dort endet sie auch. Und all die Figuren in dem Traum, in dem die Welt begann, gehen mit ihr. Körper sind jetzt nutzlos und werden deshalb dahinschwinden, weil der SOHN GOTTES grenzenlos ist.

    3. Du, der du glaubtest, dass GOTTES JÜNGSTES GERICHT die Welt mir dir gemeinsam zur Hölle verdammen würde, nimm diese heilige Wahrheit an: GOTTES URTEIL ist die Gabe der Berichtigung, die ER allen deinen Irrtümern verliehen hat, wodurch ER dich von ihnen wie auch von allen Wirkungen befreite, die sie je zu haben schienen. GOTTES erlösende Gnade zu fürchten heißt nur, die vollständige Befreiung aus dem Leiden, die Rückkehr zu Frieden, Sicherheit und Glück und die Vereinigung mit deiner eigenen Identität zu fürchten.

    4. GOTTES LETZTES URTEIL ist so barmherzig wie jeder Schritt in dem von IHM bestimmten Plan, SEINEN SOHN zu segnen und ihn zu rufen, in den ewigen Frieden zurückzukehren, den ER mit dir teilt. Fürchte dich nicht vor der Liebe. Denn sie allein kann jeden Kummer heilen, alle Tränen abwischen und den SOHN, den GOTT als SEINEN erkennt, sanft aus dessen Traum des Schreckens wecken. Fürchte dies nicht. Die Erlösung bittet nur darum, dass du sie willkommen heißt. Und die Welt wartet darauf, dass du sie freudig annimmst, was sie befreien wird.

    5. Dies ist das LETZTE URTEIL GOTTES: Du bist nach wie vor SEIN heiliger SOHN, ewig unschuldig, ewig liebevoll und ewig geliebt, so grenzenlos wie dein Schöpfer, völlig unveränderbar und ewig rein. Erwache deshalb. Und komm zu mir zurück. Ich bin dein VATER und du bist MEIN SOHN. (1)

    Die zu diesem Thema gehörenden 10 Lektionen lauten so:

    311. Ich beurteile alle Dinge so, wie ich sie haben möchte.
    312. Ich sehe alle Dinge so, wie ich sie haben möchte.
    313. Lass jetzt eine neue Wahrnehmung zu mir kommen.
    314. Ich suche eine Zukunft, die anders ist als die Vergangenheit.
    315. Alle Gaben, die meine Brüder geben, gehören mir.
    316. Alle Gaben, die ich meinen Brüdern gebe, sind mein Eigen.
    317. Ich folge dem Weg, der mir bestimmt ist.
    318. In mir sind Mittel und Zweck der Erlösung eins.
    319. Ich bin für die Erlösung der Welt gekommen.
    320. Mein Vater gibt mir alle Gewalt.

    Auch wenn diese Gedanken (für das Ego) unsere „besondere Funktion“ beschreiben könnten, ist diese immer in eine Gesamtfunktion eingebunden. Die „besondere Funktion“ geht auf die jeweiligen Formen der „Besonderheit“ ein, wie der HEILIGE GEIST sie nutzt, um das Wahre vom Falschen zu scheiden. In drei Hörbüchern kommen wir aus „die besondere Funktion“ zurück, die eher eine individuell „einzigartige Funktion“ meint, denn jeder ist einzigartig, doch niemand ist besonders. Einzigartig, weil nicht alle Eigenschaften unseres Vaters schon in ein Seelengefäß hineinpassen und alle einen einzigartiger Gedanken GOTTES beinhalten, doch die Besonderheit liegt darin, uns nur als geeinte Sohnschaft alle Gaben vor Augen führen zu können. Einzigartig, weil genau diese „einzige Art“ des individuellen Erkennens gemeint ist, die dem jetzigen Bedürfnis einer Geist – Seelen - Körperindividuation in ihrer Entwicklungs- und Erfahrungssituation haargenau entspricht. Doch alle diese einzigartigen Situationen, Lektionen und „wunderlichen Begebenheiten“ fügen sich in einen Gesamtplan des Lernens ein, durch den die unveränderte GLEICHHEIT und EBENBÜRTIGKEIT der SOHNSCHAFT als GANZES wiederhergestellt wird. Die Fixierung dieses Planes fand nicht innerhalb dieser Zeit statt, daher haben wir alle Entscheidungen schon richtig getroffen, obwohl sie hier noch vor uns zu liegen scheinen. Was war kein Moment, in dem Moment, als es war? Es gab und gibt immer nur diesen einen einzigen Augenblick. Und was könnte den Augenblick in die Ewigkeit geleiten, außer einem heiligen Augenblick?

    (Kap.25:VII) „Die besondere Funktion“:
    https://www.youtube.com/watch?v=QSsZ...CzPxZ&index=86

    Es gibt Bereiche, in denen die „besondere Funktion“ weiterhin falsch verstanden werden will. Doch was wahr ist, hat sich nie verändert: Wir sind immer noch, wie GOTT uns schuf, obwohl das EGO über lange Zeit vieles tat, dies zu überdecken und zu verstecken. Das war ein Fehler, doch ein lehrreicher Umweg und mit dem Nutzen, den das Lernen gehabt haben wird, endet die Zeit der Wahrnehmung dann, denn wenn die Wahrheit erkannt wurde, kehrt niemand zu den Illusionen zurück, die uns das Ego anbietet.

    Was wahr ist, bleibt wahr. Was unwahr ist, blieb unwahr. Daher hat sich NICHTS verändert.

    „Dies ist das Urteil, in dem die Wahrnehmung endet. Erst siehst du eine Welt, die dieses als wahr angenommen hat, aus einem Geist projiziert, der nun berichtigt worden ist“. (1)

    „Und mit dieser heiligen Sicht gibt die Wahrnehmung einen stummen Segen und verschwindet dann, denn ihr Ziel ist erreicht, und ihr Auftrag ist erfüllt“. (1)

    Was sollte noch wahr-genommen werden, wenn alles als wahr erkannt wurde, was immer wahr war?

    GOTT offenbart sich in unserem Selbst als eine ganze Wahrheit. Die besondere Funktion ist somit ein individueller Weg zur Wahrheit, der jedem von uns einleuchtet, weil es der besondere Teil des Planes ist, den wir alle individuell mit Gott ausführen, um die Gesamtheit des Lehrplanes inhaltlich zu erlangen. Wenn jede individuelle und besondere Funktion erfüllt sein wird, offenbart sich der Gesamtplan. Dumm ist nur, dass wir diese „Offenbarung“ mit Furcht und Schrecken zu verbinden scheinen. Es wird gleich im ersten Absatz des Hörbuches gesagt, worin das Missverständnis hierbei liegt:

    „Er ist kein Herr der Rache noch ein Bestrafer für die Sünde. Die Güte seiner Sicht ruht auf ihm selbst mit der ganzen Zärtlichkeit, die sie anderen anbietet. Denn er möchte nur heilen und nur segnen. Und da er mit dem, was GOTT will, in Einklang ist, hat er die Macht, all diejenigen zu heilen und zu segnen, auf die er mit Augen schaut, auf denen GOTTES Gnade ruht.“ (3)

    Die besondere Funktion, die wir mit GOTTES WILLEN TEILEN, ist es nicht, Rache für Fehler zu nehmen, sondern Sünden als Fehler zu sehen und daher vergeben zu können, WEIL wir uns dafür entscheiden, unseren Willen und den WILLEN GOTTES als eins zu betrachten. Dann könnte die Offenbarung froh begrüßt und freudig willkommen geheißen werden.

    So könnte eine Zukunft entstehen, die anders ist, als die bisherige Vergangenheit. Wie Besonderheit und die besondere Funktion richtig einsortiert werden könnten, wird hierin deutlicher:

    „Das ist die gütige Wahrnehmung des HEILIGEN GEISTES von der Besonderheit; so verwendet ER das, was du gemacht hast, zum Heilen statt zum Schaden. Jedem gibt ER eine besondere Funktion in der Erlösung, die er allein erfüllen kann, eine Rolle nur für ihn. Und der Plan ist nicht vollständig, solange er seine besondere Funktion nicht findet und die Rolle nicht erfüllt, die ihm zugewiesen wurde, um sich in einer Welt, in der Unvollständigkeit herrscht, vollständig zu machen“. (4)

    „Wenn du einsehen könntest, dass nichts außer dem WILLEN GOTTES unveränderlich ist, dass wäre dieser Kurs für dich nicht schwierig. Doch gerade das glaubst du nicht“. (5)

    Was ist die wirkliche Welt, die uns offenbart werden muss, weil wir uns an die „Gesetze der Dunkelheit und des Egos“ so sehr gewöhnt zu haben scheinen, dass wir sie ebenso GOTTES WILLEN aufzuerlegen wünschen?

    Wie die (unwirkliche) Welt enden wird, beschreibt Abschnitt 14 des Handbuches:

    „Die Welt wird in Freude enden, weil sie ein Ort des Kummers ist. Wenn die Freude gekommen ist, ist der Zweck der Welt vergangen. Die Welt wird in Frieden enden, weil sie ein Ort des Krieges ist. Wenn der Frieden gekommen ist, was ist dann der Zweck der Welt? Die Welt wird in Lachen enden, weil sie ein Ort der Tränen ist. Wer kann, wo Lachen ist, noch länger weinen? Und nur die vollständige Vergebung bringt das alles, um die Welt zu segnen. Die Hölle in den Himmel zu verwandeln ist die Funktion der Lehrer GOTTES, denn was sie lehren, sind Lektionen, in denen der Himmel gespiegelt wird. Und nun setze dich in wahrer Demut hin und begreife, dass du alles tun kannst, wovon GOTT möchte, dass du es tust. Sei nicht arrogant und sage, dass du SEINEN EIGENEN LEHRPLAN nicht lernen kannst. SEIN WORT sagt etwas anderes. SEIN WILLE geschehe. Es kann nicht anders sein. Und sei dankbar, dass es so ist“. (6)

    Die „unwirkliche Welt“ endet durch die Auferstehung der Wahrheit über die wirkliche Welt. Wenn wir die Offenbarung der wirklichen Welt fürchten, dann fürchten wir die Offenbarung des Lehrplanes, von dem wir offenbar annahmen, wir könnten diesen Lehrplan nicht lernen.

    Aber wer von beiden ist nun wirklich arrogant? Das Ego oder GOTT? Könnten wir einen Lehrplan in der Zeit nicht lernen wollen, der unser aller Ziel in der Ewigkeit war, bevor die Zeit (des Lernens) begann? Die wirkliche Welt offenbart sich offenbar erst, wenn wir verlernen WOLLEN, was das Ego uns als die Gesetze des Chaos „verkaufte“.

    Dann wäre es fast logisch, anzunehmen, bisher nichts so gesehen zu haben, wie es wirklich ist. Damit bewegen wir uns nach der Gabelung des Weges auf das „Grenzland“ zu. Hinter dem „Grenzland“ wartet die wirkliche Welt und auch dieser Name ist nur ein Symbol dafür, nicht zwei Welten gleichzeitig sehen zu können. „Damals“ habe ich die Vorstellung der Lektionen vor dem 129. Leitgedanken nicht fortgeführt, weil das Grenzland auch in den Übungen auftauchte, doch das „Dahinter“ im Textbuch noch nicht verdeutlicht werden konnte. Ich weiß noch genau, wie mein Ego besonders germ die Gedanken 128 und 129 „ummünzte“.

    Aus 128 „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will“, machte das Ego „Die Welt, die ich sehe, birgt keinen Sinn und ist nicht, was ich will“. Und aus 129 „Jenseits dieser Welt ist eine Welt, die ich will“, machte mein Ego: „Siehst du, die Erlösung ist allein im Tod zu finden, wie ich es dir immer gesagt habe; alles sinnlos, es gibt kein Leben vor dem Tod“. Für das Ego ist der Tod die Erlösung, für die Seele ist GOTT das LEBEN.

    Mein damaliger Irrtum war es, den folgenden Satz offenbar noch nicht verinnerlicht zu haben:

    „Es kann nicht sein, dass des >>Sünders<< Todeswunsch genauso stark ist wie der WILLE GOTTES für das Leben. Noch kann die Basis einer Welt, die ER nicht machte, so fest und sicher wie der HIMMEL sein“. (7)

    Genau das „glauben“ wir jedoch in jedem geringsten Anflug von Ärger. Jede Abwehrhaltung beweist, dass wir uns an sich in der Hölle wähnen. Daraus einen Himmel zu machen, bedarf eines „Felsens der Erlösung“ in der Brandung dessen, was das Ego gemacht zu haben scheint. Wir fürchten unsere eigenen Illusionen und den Moment, in dem wir sie als „falsch“ einsortieren müssen, den Moment der Offenbarung der Wahrheit GOTTES, die trotz aller Irrtümer unverändert blieb.

    Ein Vater, dem einem Fehler seines Sohnes Bedeutung gibt, macht einen Fehler. Da GOTT keine FEHLER kennt, können die Fehler seines SOHNES keine Bedeutung haben. Sie müssen Illusionen sein, die durch die Offenbarung im Lichte der unveränderten Wahrheit verschwinden. Wie ein schlechter Traum nach dem Erwachen ebenso verfliegt, bis nichts davon übrig bleibt, die Ruhe eines neuen Morgens noch zu stören…

    Es kann nicht sein, dass des >>Egos<< Todeswunsch genauso stark ist wie der WILLE GOTTES für das Leben. Noch kann die Basis einer Welt, die ER nicht machte, so fest und sicher wie der HIMMEL sein. Es kann nicht sein, dass des Egos Wunsch, nicht zu lernen, genauso stark ist wie der WILLE GOTTES für das Lernen des Lehrplans. Noch kann die Basis einer Welt, die ER nicht machte, so fest und sicher wie der HIMMEL sein.

    Wir scheinen das Jüngste Gericht zu fürchten, weil es sein könnte, dass wir die Wahrheit fürchten. Um die Wahrheit zu fürchten, müssen uns unsere Illusionen „lieb und teuer „ sein. Doch wie lieb und wie teuer bleibt uns das, was die „Schalen des Zorns des Egos“ nun als „Ursache- und Wirkungsblock“ dessen, was wir gemacht haben, auf uns ausgießen?

    Da wir mit den Augen des Egos auf GOTT schauen, „sehen“ wir nur die Möglichkeiten für Ego-Entscheidungen in seinem Lehrplan zur Aufhebung aller Irrtümer und Illusionen. Ohne Vergebung werden wir weiterhin blind sein für das, was gelernt werden muss, damit eine Wiederholung der Zeit des Glaubens an die Schuld und den Tod aus eigener Erfahrung heraus unmöglich wird. Wer würde einen Ort der Tränen wählen, wenn wir gerade noch herzlich darüber lachen konnten, wie blöde wir „damals“ waren, als wir noch daran glaubten, in einer Hölle zu sein, von blutrünstigen Dämonen des Zorns umgeben und ohne jede Hoffnung darauf, jemals wieder ans Licht der Wahrheit zu gelangen…

    Und wenn das Lachen dann langsam ausgeklungen sein wird, erkennen wir, wer wir niemals nicht mehr waren und was wir niemals verlieren konnten: Das LEBEN in der wirklichen Welt. Nach dem Aufwachen aus einem Traum ist die Welt, in wir eingeschlafen sind, doch nicht einfach weg. Die unwirkliche Welt, in der der Traum sich abspielte, wird der Wirklichkeit überbracht und als unwirklich erkannt. Was bleibt von einem Traum in einem wachen Geist, wenn der Traum als Traum erkannt und als >>unwirkliich<< einsortiert wurde?

    So denke ich, dass die Offenbarung Freude bringen wird und vor allem ein Lachen, wie es die Welt seit Anbeginn der Tage nicht gehört haben wird. Die letzten Tränen werden Freudentränen sein. Es gab da einen Geist, der uns alle Rollen "auf den Leib" schrieb, die in diesem Lehrstück des Geistes jemals vorkommen werden. Wir kennen die Worte dafür, doch mit Inhalt und Leben wollen wir die Aussage nicht füllen, die im Volksmund heißt:

    „Diese Rolle ist XXX auf den Leib geschrieben worden“. Ja, uns wurden alle Rollen auf den Leib geschrieben. Keine ist nicht wesentlich für dieses Lehrstück des Egos, ein Meisterwerk, dessen Humor es möglich macht und garantiert, dass es am Ende jeder Träne wert ist, die vor dem Finale – in relativer Unkenntnis über den weiteren Verlauf dieses Lehrstückes – schon vergossen wurde. Das Ego hat nur „Drehbücher für Tragödien“ im Kopf, aber alle Akte des Egos werden verbunden werden, das ist als das „Jüngste Gericht“ zu verstehen, wenn aus der Tragödie des Egos die Komödie derer wird, die glaubten, etwas verloren zu haben, was niemals verloren werden konnte – ihre wahre Identität. Aus dem Drehbuch für „Einer muss verlieren“ wurde das gelebte Bühnenstück „Alle müssen gewinnen, damit nur einer gewinnt“. Wenn das Lachen dann geendet hat, bleiben Freude und Staunen, Ehrfurcht und Respekt zurück.

    Jeder gewählte Irrtum bietet nur eine relative und zeitlich begrenzte Sicherheit. Im Aufdämmern des Lichtes der Erkenntnis verschwindet die scheinbare Sicherheit des gewählten Irrtums dann jedoch „Augen-blicklich“, wenn man nämlich noch einmal auf das schaut, was wir schon „beurteilt“ haben, es jedoch noch gar nicht konnten. Mit Augen, die auch offen sind, sieht man, wie dämlich einem der Ego-Irrtum jetzt eigentlich vorkommt. Aber erst dann besitzt die Verzerrung der Wahrheit keinen Nutzen mehr. Dies müssen wir gewählt haben, mit dieser Binsenweisheit beginnt eigenverantwortliches Denken. Und nur eigenverantwortliches Denken lässt uns die „Schuld“ an unserer historischen Lernverweigerung nicht in Gründen suchen, die niemals das meinen, wofür sie ausgesprochen wurden. Wir hätten den Lehrplan lernen können, wenn wir gewollt hätten. Wir erfanden nur ausreichend Gründe dafür, zu überdecken, ihn nicht lernen zu wollen, weil XYZ „so“ war und wir „keine AHNUNG“ hatten, was zu Lernen gewesen sein könnte…

    Gut, das Zeugnis unseres Schuldirektors wird sein: „Sie sind, wie GOTT sie schuf“.

    Einzig wenn wir annehmen, unser Ego-Wille könne dies verändert haben, gibt es überhaupt etwas zu fürchten. Sonst nicht. Bevor das Grenzland mit offenen Augen betreten werden kann, ist zu klären gewesen, dass es NICHTS gibt, was zu finden, gefürchtet werden müsste, außer dem „Abschlusszeugnis“, weiterhin zu sein, wie GOTT uns schuf. Was hätte denn sonst offenbar werden sollen? Dass der Apfel weit vom Stamm fiel, macht ihn nicht zur Birne. Den Apfel für eine Matschbirne zu halten, war einfach ein vorschnelles Urteil, dem eine wesentliche Tatsache entgangen war. Halt ein Fehler, keine „Sünde“…

    Einig einen Fehler dauerhaft und schlussendlich bewusst vorsätzlich zu begehen, unterscheidet den Irrtum vom Wahnsinn. Darum macht es wahnsinnig, nicht zu vergeben: Wir verurteilen immer die „Sünde“ nicht mehr zu sein, wie Gott uns schuf.

    Wenn Freud meinte, wir suchten immer die Liebe der Mutter, wäre zu ergänzen, dass wir immer und in jedem Menschen die Liebe, Heiligkeit und GÖTTLICHKEIT erwarten, die das ist, was IHM gebührt. Wir erwarten unbewusst GÖTTLICHKEIT im Gegenüber und alle Reaktionen stammen aus der Enttäuschung, sie dort nicht mehr zu finden, nachdem die Schuld am Verlust der Göttlichkeit erst (vom Ego) verschleiert wurde. Das Ego suchte halt seine Unschuld darin, die Schuld „von der Leine“ zu lassen. Nur für diejenigen, die sich und der Welt nicht vergeben wollen, ist die Schuld ein Mittel zum Zweck, die eigene „Eseligkeit“ in dieser Schule des Lebens zu überdecken und damit die Stecknadel in allen Heuhaufen zu verstecken, kein Heuhaufen enthielte etwas „Nahrhaftes“. Es war nicht möglich, hier nicht zu Lernen. Eigentlich wollten wir verhungern, doch das Leben ist stärker und mit dem Essen kommt der Appetit auf mehr, zumindest, wenn uns gut tut, was wir aufnehmen. E-Seligkeit und Seligkeit trennt jedoch nur ein Buchstabe.



    Ist das Ego ein verhungernder Esel? Reitet uns der Esel oder sollten wir den Esel reiten? Kann der Mensch ein Esel sein und damit auf ewig Recht behalten wollen? Logisch betrachtet unmöglich, dass der Mensch ein Esel wird, weil er sich so verhält....


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 456
    (2) Übungsbuch Seiten 456 – 461
    (3) Textbuch Seite 531
    (4) Textbuch Seite 532
    (5) Textbuch Seite 533
    (6) Handbuch für Lehrer Seite 37
    (7) Textbuch Seite 533
  • 10.09.17, 09:23
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    9. Was ist CHRISTI WIEDERKUNFT?

    1. „Die WIEDERKUNFT CHRISTI, die so sicher ist wie GOTT, ist nur die Berichtigung von Fehlern und die Wiederkehr der geistigen Gesundheit. Sie ist ein Teil des Zustands, der das zurückerstattet, was nie verloren war, und wiedereinsetzt, was immer und ewig wahr ist. Sie ist die Einladung an das WORT GOTTES, den Platz der Illusionen einzunehmen, und die Bereitwilligkeit, die Vergebung ausnahmslos und ohne Vorbehalte auf allen Dingen ruhen zu lassen.

    2. Es ist die alles umschließende Natur von CHRISTI Wiederkunft, die es ihr erlaubt, die Welt zu umfangen und dich sicher zu bergen in ihrer sanften Ankunft, die alle Lebewesen mit dir umfasst. Die Befreiung, die CHRISTI WIEDERKUNFT bringt, hat kein Ende, da GOTTES Schöpfung grenzenlos sein muss. Die Vergebung leuchtet CHRISTI WIEDERKUNFT den Weg, weil sie auf alles als eins leuchtet. Und so wird das Einssein endlich wiedererkannt.

    3. CHRISTI WIEDERKUNFT beendet die Lektionen, die der HEILIGE GEIST lehrt und macht dem JÜNGSTEN GERICHT Platz, in dem das Lernen in einer letzten Zusammenfassung endet, die sich über sich selbst hinaus ausdehnen wird und zu GOTT hinaufreicht. Die WIEDERKUNFT CHRISTI ist die Zeit, in der ein jeder Geist den Händen CHRISTI übergeben wird, um dem reinen Geist zurückgegeben zu werden, im Namen der wahren Schöpfung und des WILLENS GOTTES.

    4. CHRISTI WIEDERKUNFT ist das eine Ereignis innerhalb der Zeit, das die Zeit selbst nicht beeinflussen kann. Denn jeder, der je herkam, um zu sterben, oder noch kommen wird oder jetzt gegenwärtig ist, wird gleichermaßen befreit von dem, was er gemacht hat. In dieser Gleichheit wird CHRISTUS als eine einzige IDENTITÄT wiederhergestellt, in der die SÖHNE GOTTES anerkennen, dass sie alle eins sind. Und GOTT der VATER lächelt auf SEINEN SOHN, auf SEINE eine Schöpfung und SEINE einzige Freude.

    5. Bete darum, dass die WIEDERKUNFT bald sein möge, doch lass es darauf nicht beruhen. Sie bedarf deiner Augen und Ohren, Hände und Füße. Sie bedarf deiner Stimme. Am meisten aber bedarf sie deiner Bereitwilligkeit. Lass uns frohlocken, dass wir GOTTES WILLEN tun und uns in dessen heiligem Licht vereinen können. Siehe, der SOHN GOTTES ist eins, und wir können die LIEBE unseres VATERS durch IHN erreichen“. (1)

    301. "Und GOTT selbst wird alle Tränen abwischen.
    302. Wo Dunkelheit war, schaue ich auf das Licht.
    303. Heute ist der heilige CHRISTUS in mir geboren.
    304. Lass meine Welt nicht CHRISTI Sicht verschleiern.
    305. Es gibt einen Frieden, den CHRISTUS uns verleiht.
    306. Die Gabe CHRISTI ist alles, was ich heute suche.
    307. Widerstreitende Wünsche können nicht mein Wille sein.
    308. Dieser Augenblick ist die einzige Zeit, die es gibt.
    309. Ich will mich nicht fürchten, heute nach innen zu schauen.
    310. In Furchtlosigkeit und Liebe verbringe ich den heutigen Tag". (2)


    (Kap.25:VI) „Der Zustand der Sündenlosigkeit“:
    https://www.youtube.com/watch?v=TUql...H0l1sbdktCzPxZ

    „Der Zustand der Sündenlosigkeit ist einfach der: Das ganze Verlangen, anzugreifen, ist vorbei, und somit gibt es keinen Grund, den SOHN GOTTES anders wahrzunehmen, als er ist. Die Schuld wird nicht mehr gebraucht, weil sie keinen Zweck hat und ohne das Ziel der Sünde bedeutungslos ist. Angriff und Sünde sind als eine Illusion miteinander verknüpft, und jedes ist des anderen Ursache und Ziel und die Rechtfertigung des anderen. Ein jedes ist für sich bedeutungslos, scheint aber eine Bedeutung vom anderen zu beziehen“. (3)

    Angriff scheint bedeutungsvoll, weil wir uns „berechtigt“ gegen die Sünden der anderen verteidigen; Sünde muss vorgefallen sein, sonst gäbe es keine Ursache für Angriff. Angriff ohne Sünde ist ebenso bedeutungslos, wie Sünde zu sehen, ohne sie anzugreifen. Wenn Sünde wahr ist, muss Angriff gerechtfertigt sein; wenn Angriff wahr ist, dann ist „Sünde“ zur Verteidigung (unserer Sichtweise von Gerechtigkeit) gerechtfertigt. Wenn Sünde jedoch nicht wahr sein kann, weil der Geist in uns in ewiger Heiligkeit erstrahlt, welchen Sinn soll Angriff erfüllen und welchem Zweck wird dabei „gedient“? Wenn uns jedweder Angriff auf das Göttliche im Gegenüber insgesamt nicht mehr „plausibel“ erscheint, ist der Zustand der Sündenlosigkeit erreicht.

    Durch den Angriff auf das Göttliche im Gegenüber (der dem Ego bewusst ist) machen wir uns die gesamte geistige Welt zum Feind. Wir verleugnen die ewige Heiligkeit des SOHNES unseres VATERS und fällen damit auch ein Urteil über Gott, den unvollkommenen Vater eines „unwiderlegbar“ unvollkommenen und gar verkommenen Sohnes. Nachdem wir Gott verleugneten und verurteilten, bekam die Sünde „ihren Sinn“ und ihren „Zweck“. Denn der „verlorene Sohn“ hat sich nun einen „scheinbar übermächtigen Feind“ eingehandelt, zumindest ist dies nach dem Ego und seinem unlogischen Denksystem DANN so. Doch der unerkannte, erste Angriff auf das Göttliche im Gegenüber fand schon statt, als das Göttliche nicht mehr als das Göttliche erkannt und als solches anerkannt wurde. Für welche göttliche Seele wäre es kein „übelster Angriff“, als „verkommener und verlorener Sohn“ definiert und tituliert zu werden. Wir greifen die gesamte Schöpfung an und „betteln um Krieg“, wenn uns das im Außen nicht „bekannt“ vorkommt…

    Im Hörbuch wird gesagt, wir sollten Gott geben, was GOTTES ist. Einen Satz über die Entstehung des Todes möchte ich hierzu noch hervorheben:

    „Verurteilst du ihn, dann schenkt er dir den Tod“. (4)

    Schenken wir uns selbst den Tod, indem wir angreifen, was uns erlösen möchte? Nicht in dem Sinn, dass Christus sich rächen würde, sondern in dem Sinn, dass der „Kampf der wechselseitig verunglimpften Seelen“ uns der Lebensenergie beraubt, die uns sonst zum weiteren Leben geblieben wäre. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Unbewusste und das Unterbewusste auf den „ersten Angriff“ anspringen und ihnen damit SCHEINBAR „die Perle der Göttlichkeit und Unschuld“ ungerechtfertigter Weise vom Ego entrissen wurde. Da wir den ersten Angriff des Egos nicht sehen wollen, ist es natürlich einfacher, die daraus resultierenden, kraftraubenden Zwei- und Mehrkämpfe ebenso konsequent auszublenden. Kann es wirklich sein, dass wir den Tod durch den Verlust unserer Göttlichkeit finden, WEIL wir unsere Nächsten ständig mit Schuld und Sündenvorwürfen „bepesten“, um uns dadurch „reinzuwaschen“? Wie schon gefragt, welchen Grund gäbe es für einen göttlichen Geist, sich selbst anzugreifen? Und welche „Perle“ hätte uns entrissen werden können? Wenn GOTT uns nicht verurteilt, warum sollten wir es dann tun? Werden wir „heiliger“, weil andere „unheiliger“ sind?

    Warum fällt es uns so schwer, zu verstehen, dass aufgrund UNSERER Schlammschlachten nicht der Zustand erreicht wird, den wir eigentlich dabei suche: unsere ewige und unkaputtbare Heiligkeit und Unschuld? Sie im Gegenüber „wegzudefinieren“, bringt uns den Tod des Göttlichen auch in uns selbst. Als Körper sind wir dem Tod jedoch hilflos ausgeliefert und wer würde einen Gott des Lebens und der Liebe lieben können, der einfach gegen den Tod unterliegt? Dass wir den Tod im Angriff machten, blenden wir dabei nur zu gerne aus. Ohne Angriff entsteht jedoch kein Tod und ohne Sünde fällt kein Urteil, bräuchte es keine Strafen und Erniedrigungen, keinen willkürlichen Entzug von Lebensrechten und keine relative Besonderheit der „unschuldigeren Schuldigen“ gegenüber den „ärmsten und schuldigsten Sündern“...

    Nee, ohne Vergebung kommen wir aus der Nummer „so“ nicht raus. Die Suche nach den „schuldigeren Sündern“ ist ohne jeden wirklichen Sinn, verfolgt nicht den Zweck, Freude zu sehen und ist - bei klarem Verstand betrachtet - die Ursache für die Welt, die wir bisher „sehen“ wollten. Unschuldig werden wir selbst jedenfalls nicht, wenn wir mit Schlamm auf alles werfen, was sich unter dem Joch der Schuld noch bewegt. Es muss so sein, dass wir uns selbst den Verlust unseres eigenen SELBST nicht vergeben konnten, doch mit dem Erkennen des Grundproblems kann es vom Heiligen Geist aufgehoben und transzendiert werden. Was im Leitgedanken 301 so gesagt wird:

    „Und GOTT selbst wird alle Tränen abwischen“.

    Niemand wird dann noch eine Ursache für Ärger oder Angst sehen wollen.

    „Der SOHN GOTTES bittet dich nur um dies: dass du ihm wiedergibst, was ihm gebührt, damit du mit ihm daran teilhaben mögest. Allein hat es keiner von euch beiden“. (5)

    Vergebung ist die einzige Gabe, die liebende Gerechtigkeit ermöglicht und das bereitstellt, was wir im Angriff zurückzuerobern suchen: unsere ewige Heiligkeit und Unschuld vor GOTT. Wenn diese Heiligkeit in allen scheinbaren Fragmenten des Geistes GOTTES wiederhergestellt ist, dann kann von CHRISTI WIEDERKUNFT gesprochen werden.

    Wenn oben in Absatz 3 vom Jüngsten Gericht gesprochen wird, so sei gesagt, dass dies als 10. Grundthema für die Lektionen von 311 – 320 ansteht. Eine „letzte Zusammenfassung“ all des Gelernten halte ich indes für sinnvoll, die Ursachen des Problems für immer zu berichtigen. Was keine Ursache mehr besitzt, dem kann kaum langfristig eine Wirkung eingeräumt werden. Wir sind zumindest für immer eine Wirkung unseres VATERS, kein Apfel fällt als „Matschbirne“ so weit vom Stamm entfernt zu Boden. In Ursache und Wirkung verknüpft, wird ein Schuhwerk daraus. Ein Weg dorthin, zu erkennen, dass VATER, SOHN und der HEILIGE GEIST einzig Liebe und Vergebung sind. Es wird also zum Ende des Lernens eine Wiederholung anstehen, kein Grund, sich davor zu fürchten. Warum sollten wir uns vor der Offenbarung des Lehrplans und dessen, was gelernt werden sollte, fürchten? Fürchten wir unsere wahre Identität, WEIL wir sie bewusst, halbbewusst oder unbewusst verleugnet haben und damit - fahrlässig bis vorsätzlich - wegwarfen?

    Doch wird die wahre Identität eines jedweden „Apfels“ dadurch verändert, unter einem Birnbaum gefunden worden zu sein? Wird der Apfel zur Birne, nur weil ihn jemand unter einem Birnbaum fand und den Irrtum beging, die wahre HERKUNFT nicht zu hinterfragen? Kann es grundsätzlich und ursächlich „richtig“ sein, dass ein Apfel von einem Birnbaum gefallen sein könnte?

    Und sollte der Apfel denen glauben, die ihm sagen, er sei eine weiche Birne, was die Matschigkeit der Frucht doch anschaulich „beweisen“ würde? Warum sollten wir dem Ego glauben, eine Matschbirne zu sein, wo doch jeder in sich selbst zumindest „ahnt“, von einem Apfelbaum gefallen zu sein. Eine Ahnung von den Ahnen kann Mensch noch erahnen…

    Gott ist unser VATER und WIR sind SEIN SOHN. Jedoch nur gemeinsam, nicht getrennt und einsam. Wenn diese Einsicht gefürchtet wird, dann nur vom Ego. Von unserem wahren Selbst kann die Wiederkehr der SELBST-Erkenntnis eindeutig nur begrüßt werden.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 450
    (2) Übungsbuch Seiten 451 - 455
    (3) Textbuch Seite 529
    (4) Textbuch Seite 530
    (5) Ebd.
  • 09.09.17, 11:26
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    8. Was ist die wirkliche Welt?

    1. „Die wirkliche Welt ist ein Symbol, wie alles Übrige, was die Wahrnehmung anbietet. Doch steht sie für das, wes dem entgegengesetzt ist, was du gemacht hast. Diese Welt wird durch die Augen der Angst gesehen und bringt deinem Geist die Zeugnisse des Schreckens. Die wirkliche Welt kann nicht wahrgenommen werden, außer mit Augen, die die Vergebung segnet, sodass sie eine Welt erblicken, wo Angst und Schrecken unmöglich sind und keine Zeugnisse der Angst gefunden werden können.

    2. Die Wirkliche Welt birgt ein Gegenstück für jeden unglücklichen Gedanken, der in deiner Welt gespiegelt wird, eine sichere Berichtigung für die Anblicke der Angst und das Schlachtgetöse, die deine Welt enthält. Die wirkliche Welt zeigt eine Welt, die anders gesehen wird, mit ruhigen Augen und mit einem Geist, der in Frieden ist. Dort ist nichts als Ruhe. Keine Schreie des Schmerzes und des Kummers sind zu hören, denn dort bleibt nichts außerhalb der Vergebung. Und die Anblicke sind sanft. Nur glückliche Anblicke und Geräusche können den Geist erreichen, der sich selbst vergeben hat.

    3. Wozu braucht solch ein Geist des Todes, des Angriffs und des Mordes? Was kann er anderes um sich herum wahrnehmen als Sicherheit, Liebe und Freude? Was gibt es da, wovon er wollte, dass es verurteilt sei, und was gibt es da, wogegen er ein Urteil fällen möchte? Die Welt, die er sieht, ersteht aus einem Geist, der mit sich selbst in Frieden ist. Keine Gefahr lauert in irgendetwas, was er sieht, denn er ist gütig, und nur auf das Gute schaut er.

    4. Die wirkliche Welt ist das Symbol dafür, dass der Traum von Sünde und von Schuld vorbei ist und dass GOTTES SOHN nicht länger schläft. Seine erwachenden Augen nehmen die deutliche Widerspiegelung von seines VATERS LIEBE wahr, das sichere Versprechen, dass er erlöst ist. Die wirkliche Welt bedeutet das Ende der Zeit, denn ihre Wahrnehmung macht die Zeit zwecklos.

    5. Der Heilige Geist braucht die Zeit nicht mehr, wenn sie SEINEM Zweck gedient hat. Jetzt wartet ER nur noch jenen einen Augenblick, da GOTT SEINEN letzten Schritt tut, dann ist die Zeit verschwunden und hat die Wahrnehmung im Gehen mitgenommen und nichts zurückgelassen als die Wahrheit, damit sie sie selbst sei. Jener Augenblick ist unser Ziel, denn er enthält die Erinnerung an GOTT. Und während wir auf eine Welt schauen, der vergeben ist, ist ER es, DER uns ruft und kommt, um uns heimzuholen, indem ER uns an unsere IDENTITÄT erinnert, die unsere Vergebung uns zurückerstattet hat“. (1)

    Die zehn Leitgedanken der Lektionen zum Thema „wirkliche Welt“ lauten als VORAUSBLICK wie folgt:

    291. „Dies ist ein Tag der Stille und des Friedens.
    292. Ein glücklicher Ausgang aller Dinge ist gewiss.
    293. Alle Angst ist vergangen, und nur die Liebe ist da.
    294. Mein Körper ist ein ganz und gar neutrales Ding.
    295. Der Heilige Geist schaut heute durch mich.
    296. Der Heilige Geist spricht heute durch mich.
    297. Vergebung ist die einzige Gabe, die ich gebe.
    298. Ich liebe DICH, VATER, und ich liebe DEINEN SOHN.
    299. Ewige Heiligkeit weilt in mir.
    300. Nur einen Augenblick lang dauert diese Welt“. (2)

    Um einen Vorausblick zu geben, was mit den Lektionen des Kurses auf den möglichen Lernenden zukommt, werden die weiteren 65 Leitgedanken und das dazugehörige Thema zunächst angerissen. Meine Erfahrung beim ersten Übungsdurchgang war, mich nicht ganz auf die Gedanken einlassen zu können, ohne zu wissen, worauf die Übungen hinauslaufen. Natürlich war es mein Ego, das diesen Einwand erhob und etwas „beurteilen“ wollte, was es noch nicht kennt. Wer den Kurs wirklich lernen will, kommt kaum umhin, sich das Buch selbst zu Gemüte zu führen.

    (Kap.25:V) „Die Einswerdung von Geistern“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Yigf...H0l1sbdktCzPxZ

    Bei 1:53 wird noch einmal auf das „Grundgesetz der Wahrnehmung“ eingegangen, hier (in der daher wirklichen Welt) wird es jedoch mit Freude statt mit Angst verknüpft:

    „Du wirst dich freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich zu freuen“. (3)

    Schöpfung ist der Mehrung von Freude gewidmet und lässt die wirkliche Welt erstehen, die die Absicht besitzt, liebende Gerechtigkeit zu sein. Was in jedem von uns „schlummert“ wird in diesen drei Sätzen deutlicher:

    „Aus dir kann eine Welt erstehen, auf die zu schauen sie frohlocken werden und wo sie frohen Herzens sind. In dir ist eine Schau, die sich zu ihnen allen ausdehnt und sie mit Sanftmut und mit Licht bedeckt. Und in dieser sich ausweitenden Welt des Lichts wird die Dunkelheit weggeschoben, von der sie dachten, sie sei da, bis sie nur noch ferne Schatten ist, weit weg und nicht mehr lange in Erinnerung“. (4) (3:26)

    Wieder wird in der Gegenüberstellung beider Versionen der Übersetzungen deutlich, wie die Veränderung des Personalpronomens den Kontextbezug zu verändern scheint. Doch der Kurs geht von der Einheit des Geistes GOTTES aus, die Trennung in separate Bewusstseinseinheiten, die von Grenzen getrennt werden, beschreibt daher immer den Zustand unseres bis hierhin offensichtlich „gespaltenen Geist“. So könnte der geeinte Geist als die wirkliche Welt verstanden werden, die Freude durch das Teilen selbiger mehrt. Die „unwirkliche Welt“ wird aus diesem Irrtum gemacht:

    Du wirst dich nicht freuen über das, was du siehst, weil du es siehst, um dich NICHT zu freuen.

    Dass jedes Gesetz in beiden Ausformungen gilt, scheint jedoch nur in der „unwirklichen Welt“ wirklich zu sein. In der wirklichen Welt macht Angriff keinen Sinn, denn wer würde einen geeinten Geist angreifen wollen, als dessen Teil man sich begreift? Wenn Sünden als Irrtümer aufgefasst werden können, die nach Berichtigung statt nach Strafe rufen, kann liebende Gerechtigkeit sich ausbreiten.

    „Unsere“ bisherige „Strategie“, die Schuld - am Verlust der Kommunikation mit der Schöpfung als Ganzem – im Außen zu suchen, ist gescheitert. Was die individuelle Kommunikation mit dem geeinten Geist bereitstellt, kann vom Heiligen Geist dazu verwendet werden, jeden unglückseligen Gedanken (kollektiv) in sein Gegenstück umzuwandeln. Wir wollten uns doch bisher gar nicht darüber freuen, was wir „sehen“, damit wir die wirkliche Welt nicht vor uns erstehen sehen und uns weiter über die Sünden der Vergangenheit und die Schuld daran ärgern zu können. Die Absicht, die dieser Welt zugrunde liegt, war es nicht, die Freude des Himmels auszudehnen, sondern durch Strafe, Entzug und „gute Vorsätze“ (auf dem Weg zum SPÄTEREN Himmel) die Straße zur Hölle zu pflastern. Doch was „später“ ist, kann jetzt nicht sein!

    Auf dem Weg zur Hölle ist jeder unterwegs, der es nicht schafft, sich und seinem SELBST - also GOTT und der Welt - die Irrtümer zu vergeben, auf denen unser verwirrter Geist die Welt aufbaute, die wir zu sehen beabsichtigten. Ja, das war ein blöder Fehler. Doch dieser Fehler bietet gleichzeitig eine neue Wahl an:

    Wir könnten uns jetzt schon freuen, auf die Freude zu blicken, die damit verbunden sein wird, all die Irrtümer berichtigt zu sehen, die uns davon abhalten, die ewig in uns weilende Heiligkeit JETZT zu SEHEN. Was wir sehen werden, sehen wir diese Heiligkeit erst vollständig in jedem Gegenüber, ist etwas ganz anderes als das, was wir uns bisher im Ego-Denkmodus „vor Augen führten“…

    Die Wahrnehmung und die damit verbundene Wahl wird auch in Lektion 351 noch einmal verdeutlicht werden, die so lautet:

    351: „Mein sündenloser Bruder ist mein Führer zum Frieden.
    Mein sündiger Bruder ist mein Führer zum Schmerz.
    Und welchen ich zu sehen wähle, den werde ich erblicken“. (5)

    Dann haben wir gewählt, zum Schmerz geführt zu werden, indem wir verurteilten, was wir nicht als heilig ansahen. Daher sind Urteile und Liebe auch Gegenteile und die Welt, die wir sehen, entsteht aus dem Urteil, das wir schon gefällt haben, bevor wir offen auf das Licht in der Seele jeden Gegenübers schauen. Was dies bewirkt, verdeutlicht dann das nächste Hörbuch…

    Wir blicken auf eine Welt, die wir am Urteil festgebunden haben und die fest im Griff der Angst zu sein scheint, doch ist es unser anderslautendes Urteil, das die Schöpfung GOTTES verzerrt und fragmentiert. Unsere einzig dafür notwendige GABE ist VERGEBUNG. „Nur einen Augenblick lang dauert diese Welt“ (300) (des Irrtums bis zu seiner Aufhebung).

    Liebende Gerechtigkeit wäre es, die Ursachen der Irrtümer berichtigt zu sehen. Wie könnte eine Welt ohne „Fehlwahrnehmungen“ dann aussehen? Müsste nicht zwangsläufig eine Freude OHNE GEGENTEIL darin zu finden sein, WEIL sie darin gefunden werden möchte?

    Sehen wir diese Hölle als wirklich, weil wir eine Hölle sehen wollten, wo ansonsten eine „wirkliche Welt“ wäre? Das kann nicht unser Wille sein, doch muss es unser Wille gewesen sein. Denn die andere „Auslegung“ dessen, was wir „sehen“ macht das Ego: Es sagt, GOTT hätte „dies“ gewollt und verleugnet damit die Wahlmöglichkeit, die der Kurs aufzeigen möchte.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 444
    (2) Übungsbuch Seiten 445 - 449
    (3) Textbuch Seite 527
    (4) Textbuch Seite 528
    (5) Übungsbuch Seite 480
  • 07.09.17, 18:11
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    7. Was ist der Heilige Geist?

    Wenn wir die nächsten 10 Gedanken als „wahr“ wahrnehmen könnten, wäre die Bedeutung des Heiligen Geistes „verstanden“. Aber ich bin weit davon entfernt, zu sagen, ich „wüsste“, was der HEILIGE GEIST wirklich ist. Verstehen „lernen“ zu wollen schließt das bisherige Erkennen definitiv aus.

    Kann ich wirklich konstant von mir sagen, die folgenden Gedanken für wahr zu halten?

    281: „Ich kann durch nichts verletzt werden als durch meine Gedanken?
    282: Ich will mich vor der Liebe heute nicht fürchten.
    283. Meine wahre IDENTITÄT weilt in DIR.
    284. Ich kann beschließen, alle verletzenden Gedanken zu verändern.
    285. Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar.
    286. Mein Herz wird von des Himmels Stille heut umfangen.
    287. DU bist mein Ziel, mein VATER, du allein.
    288. Lass mich heute meines Bruders Vergangenheit vergessen.
    289. Die Vergangenheit ist vorbei. Sie kann mich nicht berühren.
    290. Mein gegenwärtiges Glück ist alles, was ich sehe“. (1)

    Wenn nicht, denke ich in diesem Moment nicht mit dem HEILIGEN GEIST. Würde ich es, müsste ich den abstrakten Kern der Wahrheit darin schließlich erkennen. In einem bisherigen Nichterkennen jedoch die Unmöglichkeit des Erkennens sehen zu WOLLEN, ist, was uns das Ego-Denksystem anhand all der Schuld und Sünden aus der Vergangenheit einzutrichtern sucht. Doch nach dem Grundgesetz der Wahrnehmung sehen wir, was wir im Sinn hatten…

    (Kap.25:IV) „Das grundlegende Gesetz der Wahrnehmung“
    https://www.youtube.com/watch?v=FZ-v...CzPxZ&index=83

    Endlich beim „Grundgesetz der Wahrnehmung“ angekommen, einem Kapitel, das in der Greuthof-Version später in „Wahrnehmung und die Wahl“ umbenannt wurde. Wie im Hörbuch gesagt wird, beruht Wahrnehmung auf Wählen, Erkennen jedoch nicht. Die Erkenntnis, diese Wahrnehmung gewählt haben zu müssen, lässt eine zweite Wahl möglich erschienen; die Wahl, mit den Augen CHRISTI auf die Welt zu schauen, mit den Augen von Jesus, der ein Mensch war und durch die Identifizierung mit dem CHRISTUS zum SOHN wurde. Was tut der Vater, wenn sein Sohn sich nicht als sein Sohn erkennt?

    „Es gibt einen anderen MACHER dieser Welt, den gleichzeitigen BERICHTIGER des verrückten Glaubens, dass irgendetwas begründet und aufrechterhalten werden könnte ohne irgendein Bindeglied, dass es noch innerhalb der Gesetze GOTTES hielte, nicht so, wie es das Gesetz selbst des Universums, wie es GOTT erschuf, aufrechterhält, sondern in einer Form, die dem Bedürfnis angepasst ist, das GOTTES SOHN zu haben glaubt. Ein Irrtum, der berichtigt ist, ist des Irrtums Ende. Und so hat GOTT noch immer SEINEN SOHN geschützt, sogar im Irrtum“. (2) (und ab 3:30 im Hörbuch)

    Was über den Heiligen Geist in der Begriffsbestimmung gesagt wird, (siehe Inhalt der B. weiter oben als Hörbuch) kann nun durch das ergänzt werden, was im Übungsbuch als Hauptthema zu den Lektionen 281 bis 290 steht. Mir wurde klar, erst einmal das vorzustellen, worauf das Ergebnis des „Glücksspiels mit dem Dämon“ oder die Wahl, sich der Wahrnehmung des Heiligen Geistes als Übersetzer, Berichtiger, Heiler und Vermittler anzuschließen, indem Sinn und Zweck des Inhaltes geteilt und mitgeteilt werden. Daher:

    1. „Der HEILIGE GEIST vermittelt zwischen Illusionen und der Wahrheit. Da ER den Graben zwischen Wirklichkeit und Träumen überbrücken muss, führt Wahrnehmung zur Erkenntnis durch die Gnade, die GOTT IHM gab, auf dass sie SEINE Gabe sei für einen jeden, der sich um Wahrheit an IHN wendet. Über die Brücke, die ER bereitstellt, werden alle Träume zur Wahrheit getragen, um vor dem Lichte der Erkenntnis aufgelöst zu werden. Dort werden Anblicke und Geräusche für immer weggelegt. Und wo sie zuvor wahrgenommen wurden, hat die Vergebung das stille Ende der Wahrnehmungen möglich gemacht.

    2. Das Ziel, das des HEILIGEN GEISTES Lehre setzt, ist ebendieses Ende der Träume. Denn Anblicke und Geräusche müssen von den Zeugnissen der Angst in diejenigen der Liebe übersetzt werden. Wenn dieses ganz und gar vollbracht ist, dann hat das Lernen das einzige Ziel erreicht, das es in Wahrheit hat. Denn Lernen wird – so wie der HEILIGE GEIST es zu dem Ergebnis führt, das ER dafür wahrnimmt – zu jenem Mittel, das über sich selbst hinausgeht, um von der ewigen Wahrheit ersetzt zu werden.

    3. Wenn du nur wüsstest, wie sehr deine VATER sich danach sehnt, dass du deine Sündenlosigkeit wahrnehmen mögest, würdest du SEINE STIMME nicht vergeblich rufen lassen noch dich abwenden von SEINEM Ersatz für die Furcht erregenden Bilder und Träume, die du gemacht hast. Der HEILIGE GEIST versteht die Mittel, die du gemacht hast und durch die du das erreichen möchtest, was ewig unerreichbar ist. Wenn du sie IHM anbietest, wird ER die Mittel, die du für die Verbannung machtest, dazu verwenden, deinen Geist dem zurückzuerstatten, wo er wahrhaft zu Hause ist.

    4. Von der Erkenntnis, wohin ER von GOTT gestellt ward, ruft der HEILIGE GEIST dir zu, Vergebung über deinen Träumen ruhen und dich der geistigen Gesundheit und dem Geistesfrieden zurückerstatten zu lassen. Ohne Vergebung werden deine Träume bleiben, um dich in Angst und Schrecken zu versetzen. Und die Erinnerung an all die LIEBE deines VATERS wird nicht zurückkehren, um dir zu bekunden, dass der Träume Ende gekommen ist.

    5. Nimm die Gabe deines VATERS an. Sie ist ein Ruf von der LIEBE zur LIEBE, dass sie nur SIE SELBST sei. Der HEILIGE GEIST ist SEINE Gabe, durch die des HIMMELS Stille dem geliebten SOHN GOTTES zurückerstattet wird. Möchtest du dich denn weigern, die Funktion, GOTT zu vervollständigen, zu übernehmen, wenn alles, was ER will, ist, dass du vollständig seist“? (3)

    So verweise ich noch einmal auf das, was in der Begriffsbestimmung des Handbuches und dem oben angegebenen Hörbuch gesagt wird:

    „Der HEILIGE GEIST wird als die verbleibende Kommunikationsverbindung zwischen GOTT und SEINEN getrennten SÖHNEN beschrieben. […] Der HEILIGE GEIST weilt in jenem Teil deines Geistes, der Teil des CHRISTUS-GEISTES ist. ER stellt dein SELBST und deinen SCHÖPFER dar, die eins sind. ER spricht für GOTT und für dich, da ER verbunden ist mit BEIDEN. (4)

    „Trefft also eure Wahl“, so heißt es im Hörbuch. In der Greuthof-Version wird es so gesagt:

    „Triff also deine Wahl. Begreife aber, dass mit dieser Wahl der Zweck der Welt, die du siehst, gewählt und gerechtfertigt wird“. (5)

    Noch einmal das „Grundgesetz der Wahrnehmung“:

    „Du siehst das, wovon du glaubst, es sei da und du glaubst, es sei da, weil du es so haben willst“. (6)

    Ob wir den „Dämon“ aus dem Ordner über den freien Willen daher „sehen“, weil wir ihn zu sehen gewählt haben? Ich meine, wir könnten ja nix „sehen“, von dem wir nicht annehmen, es sei da und es sei wirklich. Aber ist der Dämon wirklich? Gibt es Lektionen, von denen GOTT möchte, dass wir sie nicht lernen? Das wäre nur denkbar, wenn wir GOTT mit einem Dämon verwechseln…

    Ansonsten gibt es Erfahrungen, die ich offensichtlich gewählt haben muss, auch wenn ich manche davon noch nicht wirklich mag. Aber ich mag es, die Wahl zu haben, auf welche Stimme in mir ich mein Bewusstsein ausrichte. Das ist ein neuroplastischer Prozess, der über ein Jahr und länger benötigen kann und der konstante Wachsamkeit darüber verlangt, die Macht der Entscheidung wahrzunehmen, die uns in diesen Gedanken angeboten wird. Da sich dies immer noch auf den Ordner über den freien Willen bezieht, heute einmal zwei Beiträge der Vorausschau auf das Ende aller Träume…

    Bis der freie Wille gänzlich im Sinne des Kurses klargesprochen wurde, stehen noch einige Buchseiten aus (noch genau 144). Daher ist alles, was bis hierhin gesagt wurde, als vorläufiger und veränderlicher "Unwissensstand" zu betrachten, der nicht mit der Erkenntnis gleichzusetzen ist. Was kann unser Wille sein, wenn GOTTES WILLE für SEINE KINDER vollkommenes GLÜCK ohne Unterbrechung und Mangel darstellt? Warum sehen wir einen Dämon, wo im ganzen Universum einzig die Liebe GOTTES den Rahmen der Heiligkeit bildet, in den wir alle „eingewoben“ sind? Weil einzig GOTT WIRKLICHKEIT erschafft, das Ego MACHT ILLUSIONEN. Einzig der Übersetzer der Träume in die Wirklichkeit kann die „Instanzen, Codes und Ebenen“ des Irrtums „geraderücken“. Bis ein Irrtum als Irrtum erkannt werden kann, erschien mir nämlich jeder bisherige Irrtum recht plausibel. Ist dämlich, ich weiß. Geht jedoch jedem mit jedem Irrtum so, daher nur ein Fehler, keine Sünde.


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 439 - 443
    (2) Textbuch Seite 526
    (3) Übungsbuch Seiten 438
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 86
    (5) Textbuch Seite 528
    (6) Textbuch Seite 525
  • 07.09.17, 11:18
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    5. „Was ist der Christus?

    1. CHRISTUS ist GOTTES SOHN, wie ER IHN schuf. ER ist das SELBST, welches wir miteinander teilen und das uns miteinander eint und auch mit GOTT. ER ist der GEDANKE, der nach wie vor im GEIST wohnt, der SEINE QUELLE ist. ER hat SEIN heiliges Zuhause nicht verlassen, noch hat ER die Unschuld verloren, in welcher ER erschaffen wurde. ER weilt unverändert und für immer im GEIST GOTTES.

    2. CHRISTUS ist das Bindeglied, das dich eins mit GOTT erhält und dafür bürgt, dass die Trennung nicht mehr als eine Illusion der Verzweiflung ist, denn Hoffnung wird für immer in IHM weilen. Dein Geist ist Teil des SEINEN und der SEINE Teil des deinen. ER ist der Teil, in dem die ANTWORT GOTTES liegt, wo sämtliche Entscheidungen bereits getroffen und Träume vorbei sind. ER bleibt von allem unberührt, was die Augen des Körpers wahrnehmen. Denn obwohl SEIN VATER die Mittel für deine Erlösung in IHN gelegt hat, bleibt ER dennoch das SELBST, DAS, wie SEIN VATER, keine Sünde kennt.

    3. Als Heim des HEILIGEN GEISTES und in GOTT allein zu Hause, bleibt CHRISTUS in Frieden im Himmel deines heiligen Geistes. Das ist der einzige Teil deines Geistes, der in Wahrheit Wirklichkeit besitzt. Der Rest sind Träume Doch werden diese Träume CHRISTUS übergeben werden, um vor SEINER Herrlichkeit zu verblassen und dir endlich dein heiliges SELBST, den CHRISTUS, zu offenbaren.

    4. Der HEILIGE GEIST reicht aus dem CHRISTUS in dir in alle deine Träume und heißt sie, zu IHM zu kommen, um in Wahrheit übersetzt zu werden. ER wird sie gegen jenen letzten Traum austauschen, den GOTT als Ende der Träume bestimmt hat. Denn wenn Vergebung auf der Welt ruht und Frieden zu jedem GOTTESSOHN gekommen ist, was könnte es noch geben, um die Dinge getrennt zu halten, denn was bleibt dann zu sehen außer CHRISTI Antlitz?

    5. Und wie lange wird dieses heilige Antlitz gesehen werden, wenn es nur das Symbol dafür ist, das die Zeit des Lernens nun vorbei und das Ziel der SÜHNE zu guter Letzt erreicht ist? Do lass uns denn das Antlitz CHRISTI suchen und auf nichts anderes schauen. Wenn wir SEINE Herrlichkeit erblicken, werden wir wissen, dass wir weder des Lernens noch der Wahrnehmung, noch der Zeit bedürfen, noch irgendetwas außer des heiligen SELBST, des CHRISTUS, DEN GOTT als SEINEN SOHN erschaffen hat“. (1)

    Die zehn Lektionen zu diesem Grundthema lauten wie folgt:


    271. „CHRISTI ist die Schau, die ich heute verwenden will.
    272. Wie können Illusionen GOTTES SOHN befriedigen?
    273. Die Stille von GOTTES Frieden ist mein.
    274. Heute gehört der Liebe. Lass mich ohne Furcht sein.
    275. GOTTES heilende Stimme schützt heute alle Dinge.
    276. Das WORT GOTTES ist mir gegeben, auf dass ich es spreche.
    277. Lass mich DEINEN SOHN nicht durch Gesetze binden, die ich gemacht habe.
    278. Wenn ich gebunden bin, dann ist mein VATER auch nicht frei.
    279. Die Freiheit der Schöpfung verspricht mir meine eigene.
    280. Welche Grenzen kann ich dem SOHN GOTTES auferlegen?“

    Weiter oben wurden die Namen Jesus und CHRISTUS in ihrer Reihenfolge und Bedeutung angesprochen, ob JESUS einen besonderen Platz bei der Heilung einnimmt, wird als 23. Frage im Handbuch angesprochen:

    „In der Bibel steht: >>Bitte in NAMEN JESU CHRISTI<<. Ist das nur ein Appell an die Magie? Ein Name heilt nicht, noch ruft eine Beschwörung irgendeine besondere Macht hervor. Was bedeutet es, Jesus CHRISTUS anzurufen? Was verleiht das Anrufen eines Namens? Warum ist ihn anzurufen, Teil der Heilung?“ (3)

    Die Welt mit den Augen CHRISTI zu sehen, ist heilsam. Alle Worte und alle Namen sind nur Symbole für eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist. Der Name Jesu CHRISTI ist ein Symbol, das sicher verwendet werden kann und wird im Antlitz Christi zum leuchtenden Symbol für das WORT GOTTES.


    Um die Intention des Kurses noch einmal klar abzubilden und auf das Missverständnis der Konkurrenz zwischen Religionssystemen einzugehen, das folgende Zitat, um näher auf das Ziel des Lernens einzugehen:

    „Dieser Kurs ist von ihm gekommen, weil seine Worte dich in einer Sprache erreichen, die du lieben und verstehen kannst. Sind andere Lehrer möglich, um denjenigen voranzugehen, die andere Sprachen sprechen und andere Symbole anrufen? Ganz gewiss gibt es sie. Würde GOTT irgendjemanden in schweren Zeiten alleine lassen ohne eine sehr gegenwärtige Hilfe, einen Erlöser, der IHN symbolisieren kann? Doch brauchen wir einen vielfältigen Lehrplan nicht der inhaltlichen Unterschiede wegen, sondern weil die Symbole wechseln und sich ändern müssen, um dem jeweiligen Bedürfnis zu entsprechen. Jesus ist gekommen, um dem deinen zu entsprechen. In ihm findest du die Antwort GOTTES. Lehre du also mit ihm, denn er ist bei dir – er ist immer hier“. (4)

    (Kap.25:III) „Der Erlöser aus der Dunkelheit“
    https://www.youtube.com/watch?v=F9Te...CzPxZ&index=82

    Ab 1:54 wird darin die Frage gestellt, die sich jedes Selbst sich selbst stellen muss:

    „Ist es nicht seltsam, dass du immer noch die Hoffnung hegst, Befriedigung aus der Welt zu ziehen, die du siehst? Wie lange brauchst du, um zu merken, dass die Chance einer Änderung in dieser Hinsicht es kaum wert sein kann, eine Veränderung aufzuschieben, aus der ein besseres Ergebnis entstehen könnte? (6)

    Allerdings besitzt das Ego die allgemeine Tendenz, diesen Gedanken „umzudeuten“ und für uns unzugänglich zu machen. An dieser Stelle wird es all das Leid aus dem Ärmel zaubern, das wir jemals erlebt haben und als scheinbaren „Gegenbeweis“ auffahren. Mit diesen Gegenbeweisen soll die Veränderung an eine „Wenn-Dann-Sonst-Verknüpfung“ gebunden werden, die unseren Willen zum Willen GOTTES umzuformen sucht. Erst „wenn“ dieses so oder so ist, „dann“ könnte ich es „vergeben und vergessen“ und SONST, lieber GOTT, bin ich lieber weiterhin zornig, greife alles an, was sich noch bewegt und spiele weiterhin, das EGO zu sein. Doch erkannt werden kann bisher nur, dass vom Ego zwar gesucht, aber nicht gefunden wurde. An dieser Stelle ist nicht auf die Formen zu schauen, die das Ego - zumindest mir - präsentiert hat, sondern auf den Inhalt des Bildes, dessen Rahmen (die Ego-Körper-Illusion) den Blick auf das Wesentliche verschleiern soll. Um das „Bild“ noch einmal aufzunehmen, wie es das Hörbuch heute vermittelt, etwas über die kollektive Vergangenheit des Egos in jedem von uns, die wir die Wahrheit bisher erfolgreich vergessen haben WOLLEN müssen:

    Außer Jesus, der durch das Erkennen der Wahrheit zur Wahrheit zurückkehrte, den Tod des Körpers überwand, indem ER das Leben annahm und sich als „dasselbe wie CHRISTUS“ erkannte, erwarb sich Jesus den NACHNAMEN CHRISTUS. Daher JESUS CHRISTUS, der SOHN GOTTES, unser aller älterer Bruder. Doch es wird nirgendwo gesagt, es sei unser einziger älterer Bruder und diesen „Ausschließlichkeitsanspruch“ fand ich im Kurs NICHT. Daher lerne ich ihn. Er umschließt alles, was ist, mit der gleichen und gerechten Liebe des Vaters für alle seine Kinder und Enkel. Der Rahmen, den Gott der Schöpfung gab, ist die LIEBE zu jedem Punkt des wahren Bildes, das sein Inhalt ist und das ER kennt, wie es ist. Welchen Rahmen bietet uns jedoch das Ego an?

    „Seine Vergangenheit ist fehlgeschlagen. Sei froh, dass sie in deinem Geist vergangen ist, um das, was dort ist, zu verdunkeln. Nimm die Form nicht für den Inhalt, denn die Form ist nur ein Mittel für den Inhalt. Und der Rahmen ist lediglich ein Mittel, um das Bild hochzuhalten, damit es gesehen werden kann. Ein Rahmen, der das Bild verdeckt, hat keinen Zweck. Er kann kein Rahmen sein, wenn er das ist, was du siehst. Ohne das Bild ist der Rahmen seiner Bedeutung ledig. Sein Zweck ist es, das Bild hervorzuheben, nicht sich selbst.

    Wer hängt denn einen leeren Rahmen an die Wand und steht in tiefer Ehrerbietung vor ihm, als wäre dort ein Meisterwerk zu sehen? Doch wenn du deinen Bruder als einen Körper siehst, tust du nichts anderes. Das Meisterwerk, das GOTT in diesen Rahmen fasste, ist das Einzige, was es zu sehen gibt. Der Körper hält es eine Zeit lang, ohne es in irgendeiner Weise zu verschleiern. Doch das, was GOTT erschaffen hat, braucht keinen Rahmen, denn was ER schuf, das stützt und rahmt ER in SICH SELBST. ER bietet dir den Anblick SEINES Meisterwerkes an. Möchtest du lieber an dessen Statt den Rahmen sehen? Und das Bild gar nicht sehen?


    Der HEILIGE GEIST ist der Rahmen, den GOTT um jenen Teil von IHM getan hat, den du als separat siehst. Doch dessen Rahmen ist mit seinem Schöpfer verbunden, eins mit IHM und SEINEM Meisterwerk“. (6)

    Was könnte das Antlitz CHRISTI anderes sein, als das Bild, das unser Vater von SEINEM SOHN hat. Das Ego sagt, da ist kein Bild, das sich zu sehen lohnen könnte und schmückt lieber den Rahmen so ausladend, dass eine Einladung an Jesus Christus und die Wahrheit damit nicht verbunden ist. Sich das Antlitz Christi vor seinem inneren Auge vorzustellen, erhellt und erhält unser Angesicht, wie auch das sorgenfreie Gesicht und die klare Sicht. Dann kann der Name mit einem symbolhaften Bild verknüpft werden, das Mittel für den Inhalt ist.

    Das weitere Hörbuch kann ich nur ans Herz legen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Übungsbuch Seite 432

    (2) Übungsbuch Seiten 433 - 437

    (3) Handbuch für Lehrer Seite 58

    (4) Handbuch für Lehrer Seite 59

    (5) Textbuch Seite 522

    (6) Textbuch Seite 523

  • 05.09.17, 13:25
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    5. Was ist der Körper?

    Neben dem Konzept der Besonderheit baut das Ego auf den Körper als seinen Verbündeten. Der Körper bildet die Grenze, die Geistern in ihrer Kommunikation auferlegt wird. Der Grenzzaun, also die Zaunlatten, die wir aufstellen, „von Gott nicht gesehen zu werden“, sind gleichsam die Bretter vor unserem Kopf. Die vernagelte „Körper-Welt“, in welcher Einheit in der Trennung gesucht wird, indem sich Körper statt Geister verbinden.

    Wenn die bisherigen und relativen, also veränderlichen Religionssysteme in einem Punkt unverstanden blieben, dann in ihrem Umgang mit der Liebe. Es ist natürlich, dass verbundene Geister sich auch körperlich verbinden; es ist jedoch unnatürlich, Körper zu benutzen, um Geist an sich zu binden. Es ist jedoch unmöglich, in der Vereinigung von Körpern die Verschmelzung von getrennten Geistern zu finden. Ebenso wie das individuelle Bewusstsein einen Empfangsmechanismus darstellt, kann sich auch „ein gemeinsamer Empfang“ einstellen, das Aufgehen der Erkenntnis, wozu der Heilige Geist das nutzt, was gemacht ward, den Geist zu trennen. Wir haben „die Latten nicht richtig am Zaun“, weil die Bretter vor unserem Kopf jene sind, die die Körper-Welt für uns bedeuten – die scheinbare Trennung des Bewusstseins von Gott (durch ein paar Zaunlatten!). Doch wie wäre ein Bewusstsein von seiner eigenen Heiligkeit abzutrennen und welcher Grenzzaun ist schon für immer gänzlich hermetisch dicht?

    Die hermetische Abschottung „unseres“ Bewusstseinsabschnittes in Gottes Geist, der das LEBEN ist, macht die Illusion, das Leben an den Körper „gebunden“ zu sehen, scheinbar wirklich. Doch diese Abschottung geben wir gewöhnlich auch in der Vereinigung in Körpern nicht auf, kann zuweilen aber trotzdem darin gefunden werden. Für unser Ego ist die Liebe verrückt, da sie alle Latten vom Zaun fegt und die Bretter entfernt, die eine Grenze zwischen Geist und Geist zu bilden schienen. Noch verrückter ist für das Ego die Anmutung, zwei Geister könnten ihre Heiligkeit auch körperlich auszudrücken suchen. Aber wie dicht muss ein Zaun sein, der natürliche Heiligkeit aussperren soll?

    Klar könnte uns werden, dass wir alle „einige Latten schräg am Zaun“ haben, die immer aus „relativen Besonderheiten“ bestehen. In diesem Abschnitt wird auch klar, wie sich das Ego unserer Schöpfungskraft, die wir mit GOTT teilen, bemächtigt hat und uns damit beweisen will, wie Besonderheit und ein schöner Rahmen ausreichen, den Tausch von ALLEM gegen das vergängliche Nichts zu rechtfertigen. Der „Hauptbeweis“ ist jedoch das „Verwelken“ von Körpern, denen ihre Lebenskraft im Angriff entzogen wurde. Der Hauptbeweis für die Nicht-Existenz Gottes im Denksystem des Egos ist immer der Tod. Das Alter, das Leiden und die Krankheit, die immer zum Tode des Körpers führen, sind nicht von „Gott gegeben“, sondern resultieren aus dem Streben nach Besonderheit innerhalb von Heiligkeit. Wir können uns gänzlich unbestritten, zuweilen sehr gut in andere „hineinversetzen“. Können sich zwei oder mehr Geister in ihren Seelengefäßen wieder in Gott „hineinversetzen“, fällt die „Beweisführung“ des Egos jedoch wie ein Kartenhaus zusammen. Natürlich kann sich dies auch in Körpern ausdrücken, doch es wird immer in zuvor scheinbar getrennten Geistern erlebt und wahrgenommen. Im Kurs wird vom „Zaun“ gesprochen. Der Streit, den wir „vom Zaune brechen“ hat auch hier seine tiefere Bewandtnis:

    5. „Was ist der Körper?

    1. „Der Körper ist ein Zaun, den der SOHN GOTTES sich einbildet, gebaut zu haben, um Teile seines SELBST von anderen Teilen abzutrennen. Innerhalb dieser Umzäunung glaubt es nun zu leben, um zu sterben, wenn der Zaun vermodert und zerfällt. Denn innerhalb des Zaunes, denkt er, sei er vor der Liebe sicher. Indem er sich mit seiner Sicherheit identifiziert, betrachtet er sich selbst als das, was seine Sicherheit ist. Wie könnte er sonst sicher sein, dass er innerhalb des Körpers bleibt und die Liebe draußen lässt?

    2. Der Körper wird nicht bleiben. Doch dies sieht er als doppelte Sicherheit. Denn die Vergänglichkeit des GOTTESSOHNES ist >>Beweis<< dafür, dass seine Zäune wirksam sind und die Aufgabe tun, die ihnen von seinem Geist zugewiesen ist. Denn wenn sein Einssein dennoch unberührt bliebe, wer könnte dann angreifen und wer angegriffen werden? Wer könnte Sieger sein? Wer könnte eine Beute sein? Wer könnte Opfer sein? Und wer der Mörder? Und wenn er nicht sterben würde, welchen >>Beweis<< gäbe es dann, dass GOTTES ewiger SOHN zerstörbar ist?

    3. Der Körper ist ein Traum. Wie andere Träume auch scheint er manchmal das Glück darzustellen, doch kann er ganz plötzlich in Angst umschlagen, wo jeder Traum geboren wird. Denn nur die Liebe erschafft in Wahrheit, und Wahrheit kann nie fürchten. Gemacht, um Angst erregend zu sein, muss der Körper dem Zweck dienen, der ihm gegeben ist. Doch können wir den Zweck verändern, dem der Körper gehorchen wird, indem wir das verändern, wozu wir denken, dass er da ist.

    4. Der Körper ist das Mittel, durch welches GOTTES SOHN zur geistigen Gesundheit zurückkehrt. Obwohl er gemacht wurde, um ihn ohne Entrinnen in der Hölle einzuzäunen, so wurde doch das Ziel des HIMMELS gegen das Streben nach der Hölle eingetauscht. Und GOTTES SOHN streckt seine Hand aus, um seinen Bruder zu erreichen und ihm zu helfen, den Weg mit ihm entlangzugehen. Nun ist der Körper heilig. Nun dient er dazu, den Geist zu heilen, den zu töten er gemacht ward.

    5. Du wirst dich mit dem identifizieren, von dem du denkst, dass es dich sicher machen wird. Was es auch immer sein mag, du wirst glauben, dass es mit dir eins ist. Deine Sicherheit liegt in der Wahrheit. Nicht im Lügen. Die Liebe ist deine Sicherheit. Die Angst existiert nicht. Identifiziere dich mit der Liebe, und du bist sicher. Identifiziere dich mit der Liebe, und du bist zu Hause. Identifiziere dich mit der Liebe, und finde dein SELBST“. (1)

    Dazu gehören wieder 10 Leitgedanken, deren Umfang in Worten gering ist, was jedoch den Umfang des Horizontes dieser Gedanken - ohne Bretter vor dem Kopf - nicht schmälern soll und kann. So passen nun immer zwei Leitgedanken auf eine Buchseite, was bis zum Ende der Lektionen und des Übungsbuches so bleibt. Mir bleibt nur, dem wirklich Interessierten das Buch selbst ans Herz zu legen, da das Studium des Buches jedem Selbst selbst überlassen bleibt. Daneben ist das Buch selbst ein Mittel, den „Empfangsmechanismus-Bewusstsein“ richtig einzustellen. Die Kraft, die Zeit und den Willen, die wir dazu aufbringen, den Kurs zu erlernen, sollten nicht von außen stammen, sondern von uns selbst. Es ist eine innere Absicht, das SELBST in uns selbst durch unser SELBST zu finden. Nicht in der Außenwelt, in uns ist die Perle, die sich danach sehnte, erkannt zu werden. Das Schöne an dieser Perle ist, dass sie uns niemals entrissen werden kann und niemandem jemals die Sicherheit fehlte. Diese Perle bleibt unscheinbar, wenn wir im Angriff die beste Verteidigung sehen. Sie ist dann nicht weg, doch das Ego hat die Perle wieder fest in eine Muschel eingeschlossen und mit dem Schutt einer langen Geschichte bedeckt. Einer Geschichte, in der Sicherheit durch das Ausleben von Hass zu erreichen gesucht wurde.
    Zehn weitere kleine Perlen auf einer langen Schnur:

    261. „GOTT ist meine Zuflucht und meine Sicherheit.
    262. Lass mich heute keine Unterschiede wahrnehmen.
    263. Meine heilige Schau sieht alle Dinge als rein.
    264. Ich bin umgeben von der LIEBE GOTTES.
    265. Der Schöpfung Sanftmut ist alles, was ich sehe.
    266. Mein heiliges SELBST wohnt in dir, GOTTES SOHN.
    267. Mein Herz schlägt in dem Frieden GOTTES.
    268. Lass alle Dinge genau so sein, wie sie sind.
    269. Meine Sicht geht aus, um das Antlitz Christi zu erschauen.
    270. Ich will des Körpers Augen heute nicht verwenden.“ (2)

    (Kap.25:I) „Das Heilmittel“ („Die Gerechtigkeit GOTTES“ in der [späteren] Greuthof-Version):
    https://www.youtube.com/watch?v=kUBp...H0l1sbdktCzPxZ

    „Das Bindeglied zur Wahrheit“ kann in folgendem Satz gefunden werden:

    „Was dasselbe ist, kann nicht verschieden sein, und das, was eins ist, kann nicht getrennte Teile haben“. (3) und im Hörbuch bei 11:00.

    Wie könnte dann der Wille GOTTES getrennte Teile haben? Was über den Willen GOTTES zu sagen gewesen wäre, findet sich im Hörbuch ab 9.07…

    Der Vollständigkeit halber die Wiederholung weiterer möglicher Quellen:
    Das Handbuch für Lehrer als Hörbuch wäre bis Kapitel 5 hier zu finden:
    https://www.youtube.com/watch?v=-WCbqH-1NTo
    Die „Einleitung zum Arbeitsbuch“ und die Lektionen 1 – 15 wären hier zu finden:
    https://www.youtube.com/watch?v=p4uK3YKcwDM

    Hier soll ja nur Interesse geweckt werden, sich den Gedanken des Kurses zu öffnen. Möge der Mensch sich einmal ganz dem diametralen Gegensatz widmen und in seinen Körper hineinhorchen, wenn - im Ego-Denkmodus – die Gedanken spiegelbildlich für wahr gehalten werden:

    Anti-261. Abwehr ist meine körperliche Zuflucht und Angriff meine Sicherheit.
    Anti-262. Lass mich heute besondere körperliche Unterschiede wahrnehmen.
    Anti-263. Meine körperliche Schau sieht alle Dinge als unrein.
    Anti-264. Ich bin umgeben von dem Hass des Terrors.
    Anti-265. Der Natur Grausamkeit ist alles, was ich sehe.
    Anti-266. Mein heiliges SELBST wohnt in dir, BESONDERHEIT.
    Anti-267. Mein Herz schlägt in dem Unfrieden des Egos.
    Anti-268. Lass alle Dinge genau anders sein, wie sie sind.
    Anti-269. Meine Sicht geht aus, um das Antlitz von Körpern zu erschauen.
    Anti-270. Ich will des Körpers Augen heute verwenden (um begehrenswerte Körper zu begaffen, die jedoch bald verwelken und dann ausgetauscht werden müssen.

    Wie wir den Geist in unserer Seele damit angreifen, verstehen wir nicht, solange die Grenzzäune im Kopf und die Bretter an unserer vernagelten Stirn uns davon abhalten sollen, den Schmerz in den Opfern dieser Gedanken zu fühlen. Wenn wir nicht bemerken, wie allein unsere unausgesprochenen Gedanken das Bewusstsein unserer Mitmenschen beeinflussen, können wir nicht davon sprechen, uns offen mit unserer Mitwelt zu beschäftigen.

    Nee, da denke ich lieber die Gedanken, die ich mit GOTT teile. Sie fühlen sich einfach wesentlich besser an. Denke nun zweimal am Tag alle Übungsgedanken und dazwischen den jeweiligen „Tagesgedanken“. Was mir nur meine Dankbarkeit einbringt, ich weiß es wohl. Äußere Anerkennung würde niemals in meinem Geist wirksam sein. Warum also nach ‚Besonderheit“ von Körpern streben?

    „Der CHRISTUS in dir wohnt nicht in einem Körper. Dennoch ist ER in dir. Und deshalb muss es so sein, dass du nicht in einem Körper bist.“ (4)

    Ja, ich liebe diese Logik, die der Kurs anbietet, weil sie für mich einfach logisch ist. Schlicht, einfach genial und doch genial einfach; und daher verständlich, nachvollziehbar, schlüssig und aufschlussreich....

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 426 – 431
    (2) Übungsbuch Seite 426
    (3) Textbuch Seite 522
    (4) Textbuch Seite 520
  • 03.09.17, 12:18
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    4. Was ist Sünde?

    251. „Ich brauche nichts als die Wahrheit.
    252. Der SOHN GOTTES ist meine Identität.
    253. Mein SELBST ist Herrscher des Universums.
    254. Lass jede Stimme außer Gottes Stimme in mir still sein.
    255. Diesen Tag wähle ich in vollkommenem Frieden zu verbringen.
    256. GOTT ist das einzige Ziel, das ich heute habe.
    257. Ich will mich daran erinnern, was mein Sinn und Zweck ist.
    258. Ich will mich daran erinnern, dass GOTT mein Ziel ist.
    259. Ich will mich daran erinnern, dass es keine Sünde gibt.
    260. Ich will mich daran erinnern, dass GOTT mich schuf“. (1)

    Wenn wir 259 als wahr ansehen, ist es die einzige Sünde, an die Sünde zu glauben und dadurch den Sohn Gottes zu etwas zu verurteilen, das er nicht ist. Ja, klar, es gibt Fehler und es gibt richtig grobe Fehler, doch Fehler haben wir alle immer wieder begangen und die Grade der Abweichung von der Wahrheit sind belanglos. Ein Fehler kann noch so klein sein, er ist nicht die Wahrheit. Einer fehlerhaften Idee kann lange gefolgt und sie mag erbittert verteidigt werden, doch auch dadurch wird aus dem Irrtum keine Wahrheit. Was ist die Wahrheit über uns?

    Sünde könnte also sein, die Wahrheit noch nicht zu kennen (251) und doch schon ein Urteil zu fällen, dass dem Sohn GOTTES seine wahre Identität (252) abspricht und damit das Ego zum Schöpfer und Herrscher über das Universum einsetzt (253). Wenn wir nur auf die Stimme für GOTT (den HEILIGEN GEIST IN UNS) hören (254), ist es möglich, zu wählen, diesen und alle Tage in vollkommenem Frieden zu verbringen (255), denn das einzig wirkliche Ziel (256) bestimmt die Erinnerung an unseren wirklichen Sinn und Zweck (257). Erinnern wir uns an unser wirkliches Ziel dieser Reise zurück zu GOTT (258), geht uns auf, dass es keine Sünde gibt (259), die verändern könnte, was GOTT als ewig schuf (260).

    Sünde wäre es also einzig, diese fehlerhafte Grundprämisse anzunehmen: dass das, was auf ewig dasselbe ist, durch unsere anderslautenden Urteile verschieden gemacht werden könnte und damit das, was eins ist, getrennte Teile besäße. Wird zum Ende des Hörbuchs sinngemäß so zusammengefasst:

    (Kap.24:VIII) „Die Stätte der Begegnung“
    https://www.youtube.com/watch?v=JhCO...H0l1sbdktCzPxZ

    "Für alles in der Welt ist der Prüfstein einfach dies: Wozu dient es"? (7:00) Wozu dienen also Sünde und Schuld und das Streben nach Besonderheit?

    Der Glaube an die Wirkungen der Sünde soll die Ganzheit GOTTES fragmentieren und dazu dienen alle Urteile des Egos. Aber ist es nicht wirklich unintelligent, etwas schon zu beurteilen, was man als „vergessene Erinnerung“ bezeichnen müsste? Wir müssen „vergessen“ haben wollen, dass es im Himmel keine Sünde geben kann und die Annahme des Gedankens, es gäbe Möglichkeiten, den unveränderlichen Geist durch „sündige Handlungen in Körpern“ zu verändern, ist auch keine „Sünde“, nur ein ziemlich lange andauernder Irrtum. Jeder Sündendefinition liegt der Wunsch nach „Schuldabwälzung“ zugrunde, doch was ist die „Perle“, die uns scheinbar widerrechtlich entrissen wurde, weswegen wir den Richter über Gottes Kinder in einer fortlaufenden Schlammschlacht spielen?

    Um Ungenauigkeiten zu vermeiden, der Text aus der Einleitung zu den 10 Lektionen aus dem Übungsbuch:

    1. „Sünde ist Wahnsinn. Sie ist das Mittel, durch das der Geist verrückt gemacht wird und Illusionen den Platz der Wahrheit einnehmen zu lassen sucht. Da er verrückt ist, sieht er Illusionen, wo die Wahrheit sein sollte und wo sie wirklich ist. Die Sünde gab dem Körper Augen, denn was gibt es, das die Sündenlosen sehen möchten? Wozu bedürfen sie der Anblicke und Geräusche oder der Berührung? Was möchten sie hören, oder wonach möchten sie greifen? Was möchten sie denn überhaupt empfinden? Empfinden ist nicht erkennen. Und die Wahrheit kann nur mit Erkenntnis und mit sonst nichts erfüllt sein.

    2. Der Körper ist das Instrument, das der Geist in seinen Mühen, sich selbst zu täuschen, machte. Sein Zweck ist es, zu streben. Doch kann das Ziel des Strebens sich verändern. Und nun dient der Körper einem anderen angestrebten Ziel. Wonach er sucht, wird durch das Ziel gewählt, das der Geist als Ersatz für das Ziel der Selbsttäuschung angenommen hat. Die Wahrheit kann ebenso sein Ziel wie Lügen sein. Die Sinne werden dann stattdessen nach Zeugen dessen suchen, was wahr ist.

    3. Die Sünde ist das Zuhause aller Illusionen, die nur für eingebildete Dinge stehen, welche aus Gedanken, die unwahr sind, hervorgehen. Sie sind der >>Beweis<< dafür, dass das, was keine Wirklichkeit hat, wirklich ist. Die Sünde >>beweist<<, dass der SOHN GOTTES böse ist, dass die Zeitlosigkeit ein Ende haben und das ewige Leben sterben muss. Und GOTT SELBST hat den SOHN verloren, DER ER liebt, wobei nur die Verweslichkeit IHN noch vollständig machen kann, SEIN WILLE auf ewig durch den Tod überwunden ist, die Liebe vom Hass erschlagen ist und Frieden nie mähr sein soll.

    4. Die Träume eines Verrückten sind beängstigend, und die Sünde scheint tatsächlich in Angst und Schrecken zu versetzen. Und dennoch ist das, was die Sünde wahrnimmt, nur ein kindisches Spiel. Der SOHN GOTTES mag zwar spielen, dass er zu einem Körper wurde, zu einer Beute des Bösen und der Schuld, mir nur einem kleinen Leben, das im Tode endet. Doch all die Zeit leuchtet sein VATER auf ihn und liebt ihn mit einer ewiglichen Liebe, die seine Vorspiegelungen überhaupt nicht ändern können.

    5. Wie lange, O SOHN GOTTES, willst du dieses Spiel der Sünde weiterführen? Sollen wir dieses scharfkantige Kinderspielzeug nicht beiseitelegen? Wie bald wirst du bereit sein, heimzukommen? Vielleicht heute? Es gibt keine Sünde. Die Schöpfung ist unverändert. Möchtest du die Rückkehr in den Himmel immer noch aufhalten? Wie lange, o heiliger SOHN GOTTES, wie lange noch“?

    Um die Begriffsbestimmung weiterzuführen, die Begriffe und die Zeitangaben dazu in Klammern:

    Begriffsbestimmung Einleitung (ab 7:56:55)
    1. GEIST – REINER GEIST (8:00:16)
    2. DAS EGO – DAS WUNDER (8:03:58)
    3. VERGEBUNG – DAS ANTLITZ CHRISTI (8:10:10)
    4. WAHRE WAHRNEHMUNG – ERKENNTNIS
    5. JESUS - CHRISTUS
    6. DER HEILIGE GEIST (8:25:26)
    Epilog (8:29:43 – 8:33:44)

    Im Handbuch für Lehrer findet sich unter „29. Zu guter Letzt“ ein Hinweis auf die mögliche Reihenfolge beim SELBST-Studium des Kurses. Das Handbuch für Lehrer ist nicht dazu bestimmt, alle möglichen Fragen zu beantworten, die das Ego von Lehrer und Schüler aufwerfen mögen. Es geht auf 28 Punkte ein, die in der Entwicklung des Lernens in der einen oder anderen Form auftauchen werden, es sind im Prinzip die 28 Fragen, die wir dem „Dämon“ aus dem Experiment über den freien Willen stellen sollten, bevor wir uns auf das „Glücksspiel mit beschränkter Hoffnung“ einzulassen gedenken.

    Das Kinderspiel mit der Schuld, in dem die „Sünden“ als veränderliche Spielregeln aufgestellt wurden, ist von beschrankter Hoffnung und einseitiger Haftung: Da das Ego einen Teil unseres Geistes abbildet, sind wir es, die für die nutzlosen Schuldprojektionen „haften“. Wir haften mit dem Verlust unseres eigenen Geistesfriedens in den „Schlammschlachten des Egos“.

    „Obwohl es >>Handbuch für Lehrer<< heißt, sollte man sich daran erinnern, dass nur die Zeit Lehrer und Schüler trennt, sodass der Unterschied definitionsgemäß vorübergehend ist. In manchen Fällen mag es für den Schüler hilfreich sein, zuerst das Handbuch zu lesen. Andere tun vielleicht besser daran, als erstes mit dem Übungsbuch zu beginnen. Wieder andere brauchen vielleicht einen Einstieg auf der abstrakteren Ebene des Textbuchs.“ (3) (7:48:48)

    Sühne wurde als die Aufhebung des Glaubens an die Schuld und damit an die Sünde beschrieben. Der wesentliche Aspekt, die Essenz der Sühne darf daher hier nun nicht fehlen und findet sich ebenso in Hand- und Hörbuch:

    „Es liegt noch ein anderer Vorteil darin – und ein sehr wichtiger -, Entscheidungen (über das Glücksspiel mit dem Dämon) mit zunehmender Häufigkeit dem HEILIGEN GEIST zu überlassen. Vielleicht hast nicht an diesen Aspekt gedacht, aber wie zentral er ist, ist offensichtlich. Der Führung des Heiligen Geistes zu folgen heißt, dich von der Schuld lossprechen zu lassen. Das ist die Essenz der Sühne. Es ist der Kern des Lehrplans. Das eingebildete Usurpieren von Funktionen (hier der „Richtspruch des Egos über die Schöpfung“, Anm. M.), die nicht deine eigenen sind, ist die Basis der Angst. Die ganze Welt, die du siehst, spiegelt die Illusion wider, dass du das tatest und dadurch die Angst machtest. Die Funktion IHM zurückzugeben, DEM sie gehört, ist also das Entrinnen aus der Angst. Und ebendies ist es, was die Erinnerung an die Liebe zu dir zurückkehren lässt. Denk also nicht, dass der Führung des HEILIGEN GEISTES zu folgen nur wegen deiner eigenen (vorübergehenden, Anm. M) Unzulänglichkeiten nötig ist. Für dich ist es der Weg aus der Hölle“. (4)

    Es ist letztlich der Weg aus der Hölle aus der kognitiven Dissonanz, die unsere Fehlentscheidungen bewirken. Das scheinbare Paradox des freien Willens lässt sich jedoch auflösen.

    „Hier ist wieder das Paradox, auf das im Kurs oft hingewiesen wird. Zu sagen >>Von mir aus kann ich nichts tun<< heißt alle Macht gewinnen. Und dennoch ist es nur ein scheinbares Paradox. Wie GOTT dich schuf, HAST du alle Macht. Das Bild, das du von dir gemacht hast, hat keine. Der HEILIGE GEIST kennt die Wahrheit über dich. Das Bild, das du gemacht hast, nicht. Doch trotz seiner offensichtlichen und vollständigen Unwissenheit nimmt dieses Bild an, es wisse die Dinge, weil du ihm diesen Glauben gabst. Das ist dein Lehren und das Lehren der Welt, die dazu gemacht ward, um es aufrechtzuerhalten. Doch der LEHRER, DER die Wahrheit kennt, hat sie nicht vergessen. SEINE Entscheidungen kommen allen zugute, da sie gänzlich ohne Angriff sind. Und daher unfähig, Schuld hervorzurufen. […] Den HEILIGEN GEIST zu bitten, für dich zu entscheiden, heißt einfach, dein wahres Erbe zu akzeptieren“. (5)

    Unser wahres ERBE konnte uns niemals entrissen werden, wir beklagen den Verlust "der Perle", die uns entrissen worden sein soll, ohne sie dort gesucht zu haben, wo sie ist.

    Der Original-Text zur Begriffsbestimmung findet sich hier (3,4,5):
    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 420 – 425
    (2) Übungsbuch Seite 420
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 70
    (4) Ebd.
    (5) Handbuch für Lehrer Seite 71
  • 02.09.17, 12:20
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    3. Was ist die Welt?

    241. „In diesem heiligen Augenblick ist die Erlösung gekommen.
    242. Dieser Tag gehört GOTT. Er ist meine Gabe an IHN.
    243. Heute will ich über nichts urteilen, was geschieht.
    244. Nirgends auf der Welt bin ich in Gefahr.
    245. DEIN Frieden, VATER, ist bei mir. Ich bin in Sicherheit.
    246. Meinen VATER lieben heißt, SEINEN SOHN zu lieben.
    247. Ohne Vergebung werde ich weiterhin blind sein.
    248. Was leidet, ist nicht Teil von mir.
    249. Die Vergebung setzt allem Leiden und Verlust ein Ende.
    250. Ich will mich nicht als begrenzt sehen“. (1)

    „3. Was ist die Welt?
    1. Die Welt ist falsche Wahrnehmung. Sie ist aus dem Irrtum geboren und hat ihre Quelle nicht verlassen. Sie wird nicht länger bleiben, als der Gedanke, der sie gebar, gehegt wird. Wenn der Gedanke der Trennung in einen Gedanken der wahren Wahrnehmung umgewandelt worden ist, wird die Welt in einen ganz anderem Licht gesehen werden: in einem Licht, das zur Wahrheit führt, wo die ganze Welt und alle ihre Irrtümer verschwinden müssen. Nun ist ihre Quelle vergangen, und ihre Wirkungen sind ebenfalls vergangen.

    2. Die Welt wurde als Angriff auf GOTT gemacht. Sie ist das Symbol der Angst. Und was ist Angst, wenn nicht die Abwesenheit von Liebe? So war die Welt dazu gemacht, ein Ort zu sein, wo GOTT nicht einkehren und wo SEIN SOHN von IHM getrennt sein konnte. Hier wurde die Wahrnehmung geboren, denn die Erkenntnis konnte solch wahnsinnige Gedanken nicht verursachen. Doch Augen täuschen, und Ohren hören falsch. Nun sind Fehler durchaus möglich geworden, denn die Gewissheit ist dahin.

    3. Stattdessen wurden die Mechanismen der Illusion geboren. Nun gehen diese hin, zu finden, was zu suchen ihnen aufgegeben ward. Ihr Ziel ist es, jenen Zweck zu erfüllen, den zu bezeugen und wirklich zu machen die Welt gemacht ward. Sie sehen in ihren Illusionen eine solide Basis, wo die Wahrheit existiert und getrennt von Lügen aufrechterhalten wird. Doch alles, was sie berichten, ist nur Illusion, die von der Wahrheit getrennt gehalten wird.

    4. So wie die Sicht gemacht ward, um von der Wahrheit wegzuführen, so kann sie neu ausgerichtet werden. Geräusche werden zum Ruf nach GOTT, und jeder Wahrnehmung kann von dem EINEN, DEN GOTT als Erlöser für die Welt bestimmte, ein neuer Zweck verliehen werden. Folge SEINEM Licht, und sieh die Welt so, wie ER sie erblickt. Höre nur SEINE STIMME in allem, was zu dir spricht. Und lasse IHN dir Frieden und Gewissheit geben, die du weggeworfen hast, die der Himmel aber für dich in IHM erhalten hat.

    5. Wir wollen nicht eher zufrieden ruhen, als bis die Welt sich unserer veränderten Wahrnehmung angeschlossen hat. Wir wollen nicht zufrieden sen., bis die Vergebung nicht vollständig geworden ist. Und lass uns nicht versuchen, unsere Funktion zu ändern. Wir müssen die Welt erlösen. Denn wir, die wir sie machten, müssen sie durch CHRISTI Augen sehen, damit das, was gemacht wurde, um zu sterben, dem ewigen Leben zurückerstattet werden kann“. (2)

    WIR haben „das“ hier gemacht. Daher ist diese Ursache- und Wirkungsverknüpfung als „unsere Wahl“ zu erkennen, damit das „einzige Problem“ behoben werden kann, das wir damit jemals hatten. Sollte unser Vater seinem Sohn die Fähigkeit aberkennen, sich selbst und damit SEIN SELBST zu erkennen? Aber es sind noch die drei fehlenden Absätze über „Jesus – CHRISTUS“ offen:

    4. Und deshalb sind dir alle deine Sünden vergeben worden, weil sie überhaupt keine Wirkung hatten. Und so waren sie nur Träume. Erhebe dich mit ihm, der dies dir zeigte, weil du ihm dies schuldig bist – ihm, der deine Träume mit dir teilte, auf dass sie aufgelöst würden. Und der sie nach wie vor mit dir teilt, um eins mit dir zu sein.

    5. Ist er der CHRISTUS? O ja, mit dir gemeinsam. Sein kleines Leben auf der Erde war nicht genug, um die mächtige Lektion zu lehren, die er für euch alle lernte. Er wird bei dir bleiben, um dich aus der Hölle, die du gemacht hast, zu GOTT zu führen. Und wenn du deinen Willen mit seinem verbindest, wird deine Sicht seine Schau sein, denn die Augen CHRISTI werden miteinander geteilt. Mit ihm zu gehen ist ebenso natürlich, wie mit einem Bruder zu gehen, den du kanntest, seit du geboren wurdest, denn ein solcher ist er fürwahr. Bittere Götzen wurden aus ihm gemacht, der nur ein Bruder für die Welt sein wollte. Vergib ihm deine Illusionen und siehe, welch ein lieber Bruder er dir sein möchte. Denn er wird deinen Geist endlich zur Ruhe bringen und ihn mit dir zu deinem GOTT hintragen.

    6. Ist er GOTTES einziger HELFER? Nein, fürwahr. Denn CHRISTUS nimmt viele Formen mit verschiedenen Namen an, bis ihr Einssein wiedererkannt werden kann. Doch Jesus ist für dich der Träger der alleinigen Botschaft CHRISTI von der LIEBE GOTTES. Du brauchst keinen anderen. Es ist möglich, seine Worte zu lesen und aus ihnen Nutzen zu ziehen, ohne ihn in dein Leben anzunehmen. Doch würde er dir noch ein wenig mehr helfen, wenn du deine Schmerzen und Freuden mit ihm teilst und beide verlässt, um dem Frieden GOTTES zu finden. Doch nach wie vor möchte er vor allem, dass du seine Lektion lernst, und es ist diese:

    Es gibt keinen Tod, weil der Sohn GOTTES wie sein VATER ist. Nichts, was du tun kannst, kann die EWIGE LIEBE ändern. Vergiss deine Träume von Sünde und von Schuld, und komm stattdessen mit mir, um die Auferstehung von GOTTES SOHN mit IHM zu teilen. Und bring all diejenigen mit dir, die ER dir sandte, damit du für sie sorgest, so wie ich für dich sorge. (3)

    Was die Welt DANN ist, sehen wir sie mit den Augen unseres älteren Bruders UND DAHER OHNE ANGST, wird im Hörbuch beschrieben: (Kap.24:IIV) „Die Erlösung von der Angst“:
    https://www.youtube.com/watch?v=pXR_...H0l1sbdktCzPxZ

    Was darin ab 7:54 über „die bisherige Wahl von Fehlern“ gesagt wird, sollte die Entscheidung erleichtern und versüßen können, „damit wir eine Reise beenden mögen, die nie begonnen hat und die kein Ende braucht. Was niemals war, das ist kein Teil von dir. […] Er ist der Spiegel deiner selbst, in dem du das Urteil siehst, das du euch beiden auferlegt hast. Der CHRISTUS in dir erblickt seine Heiligkeit. Deine Besonderheit schaut auf seinen Körper und erblickt ihn nicht.“ (4) = (ab 8:50)

    „Ein sinnloses Umherirren ohne Sinn und Zweck und ohne irgendetwas zu erreichen ist alles, was die andere Wahl dir anbieten kann“. (5) = (ab 10:08)

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 414 – 419
    (2) Übungsbuch Seite 414
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 84
    (4) Textbuch Seite 315
    (5) Ebd.
  • 01.09.17, 09:30
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    2. Was ist die Erlösung?

    231. VATER, ich will mich nur an DICH erinnern.
    232. Sei in meinem Geist, mein Vater, den ganzen Tag hindurch.
    233. Ich gebe heute GOTT mein Leben, damit ER es lenke.
    234. Vater, heute bin ich wieder DEIN SOHN.
    235. GOTT in seiner Barmherzigkeit will, dass ich erlöst sei.
    236. Ich herrsche über meinen Geist, über den allein ich herrschen muss.
    237. Jetzt möchte ich sein, wie GOTT mich schuf.
    238. Auf meiner Entscheidung ruht alle Erlösung.
    239. Die Herrlichkeit meines Vaters ist meine eigene.
    240. Angst ist in keiner Form gerechtfertigt. (1)

    1. Die Erlösung ist ein von GOTT gegebenes Versprechen, dass du deinen Weg schließlich zu IHM finden wirst. Es kann nur eingehalten werden. Sie bürgt dafür, dass die Zeit ein Ende haben wird. GOTTES WORT ist jedem Geist gegeben, der denkt, er habe separate Gedanken, und wird diese Gedanken des Konflikts durch den GEDANKEN des Friedens ersetzen.

    2. Der GEDANKE des Friedens wurde GOTTES SOHN in jenem Augenblick gegeben, als sein Geist an Krieg gedacht hat. Davor war ein solcher Gedanke nicht vonnöten, denn der Frieden war gegeben ohne Gegenteil und war einfach. Doch wenn der Geist gespalten ist, ist Heilung nötig. So wurde der GEDANKE, der die Macht hat, die Spaltung zu heilen, ein Teil jedes Fragments des Geistes, der noch immer eins war, jedoch sein Einssein nun nicht wahrnahm. Nun erkannte er sich selbst nicht und dachte, dass seine eigene Identität verloren wäre.

    3. Erlösung ist Aufheben in dem Sinne, dass sie nichts tut und die Welt der Träume und Bosheit nicht unterstützt. Auf diese Weise lässt sie Illusionen los. Indem sie sie nicht unterstützt, lässt sie sie einfach still zu Staub zerfallen. Und das, was sie versteckten, wird jetzt offenbar: ein Altar für den heiligen Namen Gottes, auf dem SEIN WORT geschrieben steht, vor dem die Gaben deiner Vergebung hingelegt sind, mit der Erinnerung an GOTT nicht weit dahinter.

    4. Wir wollen täglich zu diesem heiligen Ort kommen und eine kleine Weile gemeinsam hier verbringen. Hier teilen wir unseren letzten Traum. Es ist ein Traum, in dem kein Kummer ist, denn er birgt einen Hinweis auf die ganze Herrlichkeit, die uns von GOTT gegeben wurde. Das Gras drängt durch die Erde, die Bäume schlagen aus, und die Vögel sind gekommen, um in ihren Ästen nun zu leben. Die Erde wird wiedergeboren in einer neuen Perspektive. Die Nacht ist vergangen, und wir sind im Licht zusammengekommen.

    5. Von hier aus geben wir der Welt Erlösung, denn ebenhier ist sie empfangen worden. Das Lied unseres Frohlockens ist der Ruf an alle Welt, dass die Freiheit zurückgekehrt, die Zeit beinahe um ist und GOTTES SOHN nur einen Augenblick noch warten muss, bis er an seinen VATER sich erinnert, Träume zu Ende sind, die Ewigkeit die Welt hinweggeleuchtet hat und jetzt nichts als der Himmel existiert. (2)


    (Kap.24:V+VI) V: „Erlösung und Besonderheit“, VI: „Die Aufgabe des Traumes“:
    https://www.youtube.com/watch?v=Jubz...H0l1sbdktCzPxZ

    Um die Begriffsbestimmung fortzuführen, die mit „6. Der Heilige Geist“ begann, nun das, was in der Begriffsbestimmung unter „5. Jesus – Christus“ gesagt wird, denn auch dieses Missverständnis nährt bis heute viele Irrtümer.

    Der Original-Text zur Begriffsbestimmung findet sich hier ab 7:56:55. „5. Jesus – Christus“ beginnt bei 8:20:25 (3):
    https://www.youtube.com/watch?v=pUutb6rbVuU

    1. „Es bedarf keiner Hilfe, um in den Himmel einzugehen, denn du hast ihn nie verlassen. Aber Hilfe ist notwendig jenseits deiner selbst, weil du durch falsche Überzeugungen hinsichtlich deiner IDENTITÄT, die GOTT dir allein in der Wirklichkeit begründete, eingegrenzt bist. Helfer sind dir in vielen Formen gegeben, obgleich sie auf dem Altar eins sind. Jenseits jedes Einzelnen ist ein Gedanke Gottes, und dieser wird sich nie ändern. Sie haben jedoch Namen, die sich eine Zeit lang voneinander unterscheiden, denn die Zeit braucht Symbole, da sie selbst unwirklich ist. Ihre Namen sind Legion, doch werden wir nicht über jene Namen hinausgehen, die der Kurs selbst verwendet. Gott hilft nicht, weil ER kein Bedürfnis kennt. Doch erschafft ER alle Helfer SEINES SOHNES, solange dieser glaubt, seine Phantasien wären wahr. Danke GOTT für sie, denn sie werden dich nach Hause führen.

    2. Der Name Jesu ist der Name von einem, der ein Mensch war, jedoch das Antlitz Christi in allen seinen Brüdern sah und sich an GOTT erinnerte. So wurde er mit CHRISTUS eins – nicht länger ein Mensch, sondern eins mit GOTT. Der Mensch war eine Illusion, denn er schien ein getrenntes Wesen zu sein, das für sich dahinwandelte in einem Körper, der sein Selbst vom SELBST abzuhalten schien, wie es alle Illusionen tun. Doch wer kann erlösen, wenn er nicht Illusionen sieht und sie dann als das erkennt, was sie sind? Jesus bleibt ein Erlöser, weil er das Falsche sagt, ohne es als wahr zu akzeptieren. Und CHRISTUS brauchte eine Gestalt, auf dass ER Menschen erscheinen und sie aus ihren eigenen Illusionen erlösen konnte.

    3. In seiner vollständigen Identifikation mit dem CRHRISTUS – dem vollkommenen SOHN GOTTES, SEINER einen Schöpfung und SEINEM Glück, für immer wie ER SELBST und eins mit IHM – wurde Jesus zu dem, was ihr alle seid. Er ging auf dem Weg voran, auf dass du ihm folgst. Er führt dich zu GOTT zurück, weil er die Straße vor sich sah und ihr folgte. Er traf eine klare Unterscheidung, die für dich immer noch verschleiert ist, zwischen dem Falschen und dem Wahren. Er hat dir eine endgültige Demonstration geboten, dass es unmöglich ist, GOTTES SOHN zu töten; noch kann sein Leben in irgendeiner Weise durch Sünde und das Übel, Böswilligkeit, Angst oder Tod verändert werden. (3)



    Die weiteren drei Absätze folgen, sind jedoch ebenso im Hörbuch zu finden. Es kann doch nur natürlich sein, das zu sein, was man ist. Unnatürlich ist es hingegen, seine wahre Identität zu verleugnen. Doch ein Sohn, der sagt, er sei nicht der Sohn seines VATERS, verändert dadurch seine wahre Natur nicht. Er bleibt trotz der Illusion genau das, was er ist.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 408 – 413
    (2) Übungsbuch Seite 408
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 84
  • 30.08.17, 12:10
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    1. Was ist Vergebung?

    Vergebung ist das Ende der Besonderheit und die Befreiung von allen Illusionen. Das „Bewahren“ der „schönen und hässlichen Irrtümer und Urteile“ schützt, was „besonders“ ist. Doch kann, was auf Veränderlichem als Fundament ruht, uns Beständigkeit und Geistesfrieden einbringen?

    Können die folgenden 10 Gedanken beschreiben, was die Gaben sind, die uns die Vergebung anbietet? Was bewirken diese Gedanken und warum kommt in uns beim Denken dieser Gedanken (höchstwahrscheinlich) eine gewisse Abwehrhaltung auf?


    221. „Friede meinem Geist. Lass all meine Gedanken stille sein.
    222. Gott ist bei mir. Ich lebe und bewege mich in IHM.
    223. Gott ist mein Leben. Ich habe kein Leben außer SEINEM.
    224. Gott ist mein Vater, und ER liebt SEINEN SOHN.
    225. Gott ist mein Vater, und SEIN SOHN liebt IHN.
    226. Mein Zuhause erwartet mich. Ich will hineilen.
    227. Dies ist mein heiliger Augenblick der Befreiung.
    228. GOTT hat mich nicht verurteilt. Ebenso wenig tue ich es.
    229. Die Liebe, die mich schuf, ist, was ich bin.
    230. Jetzt will ich Gottes Frieden suchen und auch finden“. (1)

    Wenn sich Vergebung und Besonderheit gegenseitig ausschließen, da sie nicht gleichzeitig in einem Geist sein können, wird die Besonderheit zum großen Diktator. Ein Diktator, der Nicht-Vergebung „diktiert“, ohne aus dem Kreislauf von Hass, Rache und Vergeltung, „besonderer Schuld“ und daher „besonderen Rechten“ ausbrechen zu können. Das Hörbuch geht auf den Zusammenhang zwischen Besonderheit und dem Wunsch ein, nicht vergeben zu wollen, sondern an der „besonderen Schwere der Schuld“ festzuhalten, die vom Ego gesehen werden will:

    (Kap.24:IV) „Die Vergebung der Besonderheit“:
    https://www.youtube.com/watch?v=NDII...CzPxZ&index=77

    Wie könnte besonders sein, was alles umfängt? Der Satz, der bei 5:45 beginnt, ist eine Schlüsselstelle des Kurses. Es sind doch nur Illusionen. Wie könnte das Aufgeben einer Illusion, die nie wirklich war, denn schwierig sein? Bei 7:20 wird die letzte Illusion angesprochen, bei 7:48 der Wille, den wir mit GOTT teilen.

    Die "Gedankenstille", die in 221 angesprochen wird, beschreibt das Fehlen jedweder Notwendigkeit, seinen jetzigen Zustand durch Denken zu unterbrechen. Es gibt keinen Grund, überhaupt Gedanken zu denken, der Geistesfrieden wird in der Gedankenstille nicht gestört. Das Bewusstsein benötigt keine Gedanken, doch Gedanken benötigen Bewusstsein. Was in der Stille des Geistes "erlebt" werden kann, ist das Bewusstsein hinter den Gedanken. Da Bewusstsein keine Form besitzt, sind die Grenzen, die wir unseren Gedanken auferlegen, letztlich immer mit einem Ziel der Besonderheit verbunden. Eigentlich dürfte GÖTTLICHKEIT niemals mit Besonderheit verknüpft werden, es ist unsere wahre Natur, die sich natürlich liebevoll ausdehnt. Es ist halt nur wieder ein Diktator anwesend, wenn gesagt wird: "Diese oder Jener" haben eine "Gabe", die kein anderer besitzt. Das ist Besonderheit. Niemand ist besonders wenn alle göttlicher Herkunft sind. Das Urteil ist die Waffe, die wir gegen unser GEBURTSRECHT verwenden und damit, um die Liebe Gottes von uns "fernzuhalten". Nicht aus dem Bewusstsein, wo sie unverändert weilt, nur aus unseren Gedanken...



    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 403 - 407
  • 29.08.17, 11:26
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was Vergebung ist, was sie bewirkt und was sie unmöglich macht, wird in 10 Lektionen praktisch durchgenommen. Der 2. Teil des Übungsbuches umfasst 14 Themen, die jeweils einleitend erklärt werden. Die ersten 200 Lektionen sind hier zu finden:
    http://forum.vonwolkenstein.de/threa...Wundern/page15

    Über die Gedanken von 181 bis 200 wird gesagt, jeder von ihnen berge das Verständnis des ganzen Kurses und es sind die umfangreichsten Lektionen des ganzen Jahres, die der praktische Teil des Kurses einnimmt. In der sechsten Wiederholung werden die umfangreichsten Lektionen wieder zu 2 – 3 Kernaussagen verdichtet. Um den Nutzen von Vergebung zu beschreiben, die das Loslassen jeglicher Schuld bedeuten muss, will sie vollständig sein, zunächst die Einleitung:

    1. „Die Vergebung nimmt wahr, dass das, wovon du dachtest, dein Bruder habe es dir angetan, nicht geschehen ist. Sie verzeiht keine Sünden und macht sie nicht wirklich. Sie sieht, dass es keine Sünde gab. Und in dieser Sicht sind alle deine Sünden dir vergeben. Was ist Sünde außer einer falschen Idee über GOTTES SOHN? Die Vergebung sieht einfach ihre Falschheit und lässt sie deshalb los. Was dann frei ist, ihren Platz einzunehmen, das ist der Wille Gottes“. (1)

    Im Ordner über den freien Willen wurde unlängst über ein Gedankenexperiment gesprochen, wobei in Absatz 1 der „Wille Gottes“ ins Spiel kommt. Was uns darin „von der Illusion eines Dämons“ angeboten zu werden scheint, ist eine Form relativer Besonderheit. Was bewirkt dieses insgesamt generalisierte, doch jeweils individuelle Streben nach Besonderheit? Was lässt uns die „falschen Ideen“ richtig erscheinen? Und was lässt uns diese falschen Ideen dann mit einer Unversöhnlichkeit „verteidigen“, die bis an die Unmenschlichkeit reicht?

    2. „Ein unversöhnlicher Gedanke ist ein Gedanke, der ein Urteil fällt, das er nicht in Zweifel zieht, auch wenn er nicht wahr ist. Der Geist ist verschlossen und wird nicht befreit. Der Gedanke schützt die Projektion, zieht ihre Ketten enger an, sodass die Verzerrungen verhüllter und verschleierter sind, dem Zweifel unzugänglicher und von der Vernunft noch weiter fern gehalten. Was kann sich zwischen eine starre Projektion und ihr Ziel stellen, das sie sich zu ihrem Wunschziel wählte“? (2)

    Das Ziel ist immer eine Besonderheit, die im Urteil gesucht wird. Worauf das Hörbuch näher eingeht:

    (Kap.24:III) „Der Verrat der Besonderheit“
    https://www.youtube.com/watch?v=OQaJ...H0l1sbdktCzPxZ

    3. „Ein unversöhnlicher Gedanke tut vieles. In fieberhafter Aktion verfolgt er sein Ziel, wobei er das verdreht und umstößt, was er als Behinderung seines auserwählten Weges sieht. Verzerrung ist sein Zweck und ebenso das Mittel, wodurch er ihn zu erreichen möchte. Er unternimmt seine wütenden Versuche, die Wirklichkeit zu erschlagen, ohne sich um irgendetwas zu kümmern, was einen Widerspruch zu seinem Standpunkt darzulegen schiene.
    4. Die Vergebung ihrerseits ist still und tut gar nichts. Sie kränkt keinen Aspekt der Wirklichkeit, versucht auch nicht, sie zu Erscheinungen, die ihr gefallen, zu verdrehen. Sie schaut nur und wartet und urteilt nicht. Derjenige, der nicht vergeben will, muss urteilen, denn er muss sein Versagen, zu vergeben, rechtfertigen. Der aber, der sich selbst vergeben möchte, muss lernen, die Wahrheit genauso willkommen zu heißen, wie sie ist.
    5. Tu also nichts, und lass dir von der Vergebung zeigen, was du tun sollst durch IHN, der dein Führer, dein ERLÖSER und BESCHÜTZER ist, stark in der Hoffnung und deines letztendlichen Erfolges gewiss. ER hat dir schon vergeben, denn dies ist SEINE Funktion, die IHM von GOTT gegeben ist. Seine Funktion musst du jetzt mit IHM teilen und dem vergeben, den ER erlöst hat, dessen Sündenlosigkeit ER sieht und den ER als SOHN GOTTES ehrt“. (3)

    Wir könnten uns statt eines anderslautenden Urteils auch der Idee des Heiligen Geistes anschließen. Im Handbuch für Lehrer wird der Heilige Geist genauer beschrieben und zum Verständnis dessen, was der freie Wille sein könnte, ist es unerlässlich diesen Aspekt begrifflich näher zu bestimmen:

    Der Heilige Geist

    1. Jesus ist die Manifestation des HEILIGEN GEISTES, DEN er auf die Erde herabrief, nachdem er in den Himmel auffuhr oder vollständig mit dem Christus gleichgesetzt ward, dem SOHN GOTTES, wie ER IHN schuf. Der HEILIGE GEIST, DER eine Schöpfung des einen SCHÖPFERS ist, welcher mit IHM und nach SEINEM Ebenbild erschafft, ist ewig und hat sich nie verändert. Er wurde >>auf die Erde herabgerufen<< in dem Sinne, dass es nun möglich war, IHN anzunehmen und SEINE STIMME zu hören. SEIN ist die STIMME FÜR GOTT und hat daher Form angenommen. Diese Form ist nicht SEINE Wirklichkeit, die Gott allein kennt gemeinsam mit CHRISTUS, SEINEM wirklichen SOHN, DER Teil von IHM ist.
    2. Der HEILIGE GEIST wird durch den ganzen Kurs hindurch als DER beschreiben, DER uns die Antwort auf die Trennung gibt und uns den Plan der SÜHNE bringt, wobei ER unsere spezielle Rolle darin festlegt und uns genau zeigt, was sie ist. ER hat Jesus als den Führer eingesetzt, um SEINEN Plan auszuführen, da er der Erste war, der seinen Teil darin wollkommen erfüllte. Alle Gewalt im HIMMEL und auf Erden ist ihm deshalb gegeben, und er wird sie mit dir teilen, wenn du deine erfüllt hast. Das Prinzip der SÜHNE wurde dem HEILGEN GEIST gegeben, lange bevor Jesus es in Bewegung setzte.
    3. Der HEILIGE GEIST wird als die verbleibende KOMMUNIKATIONSVERBINDUNG zwischen GOTT und SEINEN getrennten SÖHNEN beschrieben. Um diese besondere Funktion zu erfüllen, hat der HEILIGE GEIST eine zweifache Funktion übernommen. ER erkennt, weil ER Teil GOTTES ist, ER nimmt wahr, weil ER gesandt wurde, die Menschheit zu erlösen. ER ist das große Prinzip der Berichtigung, der Bringer wahrer Wahrnehmung, die der Schau CHRISTI innewohnende Macht. ER ist das Licht, in dem die Welt, welcher vergeben wurde, wahrgenommen wird; in der nur das Antlitz CHRISTI gesehen wird. ER vergisst den SCHÖPFER oder SEINE SCHÖPFUNG nie. ER vergisst den SOHN GOTTES nie. ER vergisst dich nie. Und ER bringt dir die Liebe deines Vaters in einem ewigen Leuchten, das niemals ausgelöscht werden kann, weil GOTT es dorthin tat“. (4)

    Kann es insofern weise sein, dieses ewige Leuchten durch die Nicht-Vergebung auslöschen zu wollen? Warum halten wir an einer Vergangenheit fest, die einen „Fehler auf allen Seiten“ darstellte, doch nur durch Vergebung beendet werden kann?

    4. „Der HEILIGE GEIST weilt in dem Teil deines Geistes, der Teil des CHRISTUS-GEISTES ist. ER stellt dein SELBST und deinen SCHÖPFER dar, DIE EINS sind. ER spricht für GOTT und auch für dich, da er verbunden ist mit BEIDEN. Und deswegen ist ER es, DER beweist, dass SIE EINS sind. ER scheint eine STIMME zu sein, denn in dieser Form spricht ER GOTTES WORT zu dir. ER scheint ein Führer durch ein fernes Land zu sein, was den Bedürfnissen entspricht, von denen du denkst, du habest sie. Aber ER lässt sich nicht täuschen, wenn du dein Selbst als in Bedürfnissen gefangen wähnst, die du nicht hast. Von ebendiesen möchte ER dich befreien.
    5. Du bist SEINE MANIFESTATION in dieser Welt. Dein Bruder ruft dich, auf dass du mit ihm gemeinsam SEINE Stimme seist. Alleine kann ER nicht der Helfer der SOHNES GOTTES sein, denn allein ist ER ohne Funktion. Doch mit dir verbunden ist er der Welt leuchtender Erlöser, dessen Teil in ihrer Erlösung du vervollständigt hast. ER bietet sowohl dir als auch ihm Dank an, denn du hast dich mit ihm erhoben, als er begann, die Welt zu erlösen. Und du wirst bei ihm sein, wenn die Zeit vorüber ist und keine Spur bleibt von Träumen der Bosheit, in denen du zur dürren Melodie des Todes tanzt. Denn an ihrer Stelle wird eine kleine Weile lang der Lobgesang an GOTT gehört. Und dann ist die STIMME vergangen, um nicht länger Form mehr anzunehmen, sondern zur ewigen Formlosigkeit GOTTES zurückzukehren“. (5)


    Was hier über „den Helfer“ gesagt wird, könnte die Illusionen über einen möglichen Dämon zerstreuen. Es ist, was mit Absicht hinterfragt wurde. Es ist unmöglich, einen Heiligen Geist und einen Dämon gleichzeitig zu sehen. Eines von beiden kann nur eine Illusion sein. Wenn die Kommunikation über den Heiligen Geist angestrebt wird, dürfen weder Schuld noch Hass unser ewiges Leuchten verdunkeln. Ist es unser Wille, im Heiligen einen tückischen Dämon zu erblicken?

    Ein tückischer Dämon wäre der Führer zum Schmerz, so es ein Gegenteil von Gott geben könnte.

    Ein Helfer, der immer in unserem Geist anwesend ist und der von Vergebung spricht, ist unser Guide zum Frieden. Welchen wir zu sehen wählen, werden wir erblicken. Doch es ist ein ruhiger Begleiter zum Frieden, nicht "der Alte vom Berg", der lauthals ein Opfer fordert...


    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 402
    (2) Ebd.
    (3) Ebd.
    (4) Handbuch für Lehrer Seite 86
    (5) Ebd.
  • 26.08.17, 10:07
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was über den freien Willen und Entscheidungen im Hörbuch ab 2:17 gesagt wird, ist etwas, was ich selbst erst ganz verstehen lernen muss. Bei 4:21 wird etwas angesprochen, was mir bisher nicht klar war, daher:
    https://www.youtube.com/watch?v=T0FU...CzPxZ&index=75

    „Versteckte Krieger“ die ich nicht sehe, sind mein einziger Feind, da ich sie nicht sehen konnte. Es ist der (individuelle) Glaube an Besonderheit, der mit der (kollektiven) Schöpfung kollidiert. „Nur die Besonderen können Feinde haben“, „und ein Bedürfnis, zu urteilen, dem nicht entronnen werden kann“ (ab 6:20)

    „Besonderheit ist der große Diktator, der falsche Entscheidungen diktiert“. (7:40)

    Heute bin ich bei Lektion 222 angekommen. Langsam kann ich sagen, die Lektionen als Gesamtbild betrachten zu können. Denn immerhin habe ich sie bis Nr. 340 sicher im Kopf, für die letzten 25 Lektionen muss ich noch meinen Spickzettel hernehmen, mich zu erinnern.

    Es hieß in Lektion 128 „Die Welt, die ich sehe, birgt nichts, was ich will“. Jetzt könnte gesagt werden: Die Welt des großen Diktators, die Welt, die aus der Gier nach Besonderheit entsteht, ist es, die nichts birgt, was ich wirklich will. Da ich es nicht plausibel verdeutlichen konnte, ohne Gefahr zu laufen, das Denksystem des Egos ohne Ersatz ad absurdum zu führen und damit ins Leere zu laufen. Denn, wenn ich hier Mist erzählt habe, merke ich das schon recht deutlich. Ich hätte Mist erzählen müssen, wenn ich so getan hätte, als hätte ich verstanden, obwohl ich es nicht tat.

    Aber birgt diese Welt all der kleinen großen Diktatoren wirklich etwas, was ich will? Will ich den Koffer mit der Million annehmen oder bedeutet es die „Kugel“, wenn ich ablehne und die Fee wird zum Dämon?

    Wie die Innenansicht das scheinbare Paradox des freien Willens auflösen könnte, wurde in Lektion 222 angesprochen. Sie lautet:

    „Gott ist bei mir. Ich lebe und bewege mich in IHM.

    1. Gott ist bei mir. ER ist meine Lebensquelle, das Leben in mir, die Luft, die ich atme, die Nahrung, die mich am Leben hält, das Wasser, das mich erneuert und mich reinigt. ER ist mein Zuhause, in dem ich lebe und mich bewege, der REINE GEIST, DER meine Taten lenkt, mir SEINE Gedanken schenkt und meine Sicherheit vor jedem Schmerz verbürgt. ER überschüttet mich mit Güte und mit Fürsorge und hält den SOHN in Liebe, auf den ER leuchtet und der auch auf IHN leuchtet. Wie still ist der, der die Wahrheit dessen WOVON ER heute spricht, erkennt!
    2. Vater, keine Worte außer DEINEM NAMEN haben wir auf unseren Lippen und in unserem Geist, wenn wir still in DEINE Gegenwart jetzt kommen und darum bitten, in Frieden eine Weile bei DIR zu ruhen. (1)

    „Was ist Sünde außer einer falschen Idee über GOTTES SOHN?“ (2) Dieser Idee dient die Schuld und das anderslautende, meist laute Urteil…

    Dem großen Diktator liegt das Streben nach „Unschuld auf dem Schlachtfeld“ zugrunde. Wollte die Schuld, als sie „klein“ war, noch Unschuld werden? Wollte der ganze Hass, als er „klein“ war, noch Liebe werden?

    Das Kapitel 24 „Das Ziel der Besonderheit“ (Hörbuch) beginnt in der Einleitung mit den Worten:

    „Vergiss nicht, dass die Motivation für diesen Kurs die ist, einen Zustand des Friedens zu erlangen und zu bewahren. Ist dieser Zustand gegeben, ist der Geist ruhig und der Zustand erlangt, in welchem GOTT erinnert wird. Es ist nicht nötig, IHM zu sagen, was ER tun soll. […] Der Friede wird dein sein, weil es SEIN Wille ist. Kannst du denn glauben, dass ein Schatten den WILLEN zurückhalten kann, der das Universum schuf?“ (3)

    Wenn das Ego offensichtlich daran glauben mag, unser Wille ist es nicht, dem großen Diktator zu folgen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Übungsbuch Seite 403
    (2) Übungsbuch Seite 402
    (3) Textbuch Seite 301
  • 25.08.17, 08:27
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Zur Frage, ob das Universum eine Bestimmung, eine Determinierung besitzt, zuerst zwei kurze Sätze aus dem Epilog, der darauf eingeht:

    „Das Ende ist gewiss und garantiert von GOTT. Wer steht vor einem leblosen Bild, wenn einen Schritt entfernt der Heiligste der Heiligen eine uralte Tür aufmacht, die über die Welt hinausführt?“ (1)

    (Kap.23:IV) „Erlösung ohne Kompromiss“
    https://www.youtube.com/watch?v=qWqK...H0l1sbdktCzPxZ

    Bei 2:30 wird auf die leere Schachtel, die Form ohne Inhalt, eingegangen. Es wäre ein Anschlag auf meinen Geistesfrieden, mich auf den Handel mit der Illusion eines Gegenteils von Gott einzulassen. Warum sollte das Schlachtfeld der Gier mit weiterem Zündstoff versorgt werden, indem ein Geldsystem gerechtfertigt wird, dass auf einem Irrtum beruht und niemals dauerhaft Bestand haben kann. Kein Irrtum kann je beständig bleiben, wird die Wahrheit nicht abgewehrt.

    (Kap.23:V) „Die Angst vor dem Leben“
    https://www.youtube.com/watch?v=GWdW...H0l1sbdktCzPxZ

    „Was SEIN ist, muss gleichfalls Seinem Sohn gehören“ (3:20); „Entweder sind der Vater und der Sohn Mörder, oder keiner von beiden ist es. Das Leben bringt nicht den Tod hervor…“ (3:28)

    Es wäre daher ein Krieg gegen mich selbst, auf das Angebot des D. einzugehen, da es mich auf dem Schlachtfeld der Illusionen anketten würde und Mord an der Natur der Preis des billigen Geldes ist.

    „Bedenke nur, was denen gegeben ist, die den Zweck ihres Vaters teilen und wissen, dass es der ihre ist. Es fehlt ihnen an nichts. Kummer jeglicher Art ist unvorstellbar. Nur das Licht, das sie lieben, ist im Bewusstsein, und nur Liebe leuchtet ewig auf sie. Sie ist ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart, und ihre Zukunft, immer dieselbe, ewig vollständig und gänzlich miteinander geteilt. Sie wissen, dass ihr Glück unmöglich jemals irgendeine Änderung erleiden könnte. Vielleicht glaubst du, das Schlachtfeld (um die Millionen dieser Welt) könne dir etwas bieten, was du gewinnen kannst. Kann es irgendetwas sein, das dir vollkommene Ruhe und ein Gefühl der Liebe bietet, das so tief und still ist, dass kein Anflug des Zweifels deine Gewissheit jemals trüben kann? Und das ewig dauern wird? Diejenigen mit GOTTES Stärke in ihrem Gewahrsein, könnten nie an Kampf denken. Was könnten sie anderes gewinnen, als einen Verlust ihrer Vollkommenheit?“ (2) (7:54 in 23:V)

    Auf „Das Ziel der Besonderheit“, welches das Motiv darstellt, uns auf einen Handel mit dem Dämon einzulassen, wird in Kapitel 24 dann eingegangen.

    Auf die Frage nach der Bestimmung dieser Welt fand ich grad das Folgende:

    Kann das, was keinen Anfang hat, denn wirklich enden? Die Welt wird in einer Illusion enden, wie sie begann. Doch ihr Ende wird eine Illusion der Barmherzigkeit sein. Die Illusion der Vergebung, vollständig, niemanden ausschließend und an Sanftmut grenzenlos, wird sie bedecken, alles Böse verstecken, alle Sünde verbergen und die Schuld für immer beenden. So endet die von der Schuld gemachte Welt, denn nun hat sie keinen Zweck mehr und ist vergangen. Der Vater der Illusionen ist der Glaube, dass sie einem Zweck haben, dass sie einem Bedürfnis dienen oder einen Mangel befriedigen. Werden sie als zwecklos wahrgenommen, so werden sie nicht mehr gesehen. Ihre Nutzlosigkeit wird wahrgenommen, und sie sind vergangen. Sie sind der Wahrheit überbracht worden, und die Wahrheit hat sie nicht gesehen. Sie hat einfach über das Bedeutungslose hinweggesehen“. (3)

    Daher reagiert Gott nicht auf unsere Irrtümer, sie bekämen DADURCH eine Bedeutung. Und daher ist es so unfassbar unintelligent, immer auf das Ego im Gegenüber zu starren und dadurch zu stärken, was wir alle nicht sind. Mit Schuldvorwürfen kommen wir aus dieser Schuldnummer nicht raus, das sollte uns klargeworden sein. Es wurde bisher nur ärger mit dem Ärger.

    Wenn kein Gedanke an Schuld mehr bleibt, ist das Denksystem des Egos vollständig umgekehrt. Dann kann die Welt aufhören, scheinbar zu sein…

    Vergebung ist im Himmel unbekannt, daher ist es unsere einzige Funktion hier.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010

    (1) Handbuch für Lehrer Seite 89
    (2) Textbuch Seiten 499 / 500
    (3) Handbuch für Lehrer Seite 36
  • 24.08.17, 10:34
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wenn wir die Gesetze des Chaos verstehen lernen wollen, ist der freie Wille aus der Perspektive des Kurses näher zu verdeutlichen. Wenn Gott existiert und die Rückkehr zu IHM für jede Seele vom Ende her bestimmt ist, dann ist der Weg zurück ein Pflichtkurs. Schon in der Einleitung wird ehrlich darauf hingewiesen:

    "Dies ist EIN Kurs in Wundern. Es ist ein Pflichtkurs. Nur die Zeit, in der du ihn machst, steht dir frei. Freier Wille bedeutet nicht, dass du den Lehrplan bestimmen kannst. Es bedeutet nur, dass du wählen kannst, was du zu einer bestimmten Zeit lernen willst. Der Kurs zielt nicht darauf ab, die Bedeutung der Liebe zu lehren, denn das ist jenseits davon, was gelehrt werden kann. Er zielt vielmehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, die dich daran hindern, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes ERbe ist, gewahr zu sein. Das Gegenteil von Liebe ist Angst, doch was allumfassend ist, kann kein Gegenteil haben. Dieser Kurs kann daher ganz einfach so zusammengefasst werden:

    Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
    Nichts Unwirkliches existiert.
    Hierin liegt der Frieden Gottes". (1)

    Wenn der Dämon also wirklich ist, wäre Gott es nicht. Wenn er es nicht ist, ist Gott wirklich. Es kann keinen Willen geben, der wirklich wäre und nicht liebevoll ist. Allein der Gedanke, die Liebe könne ein Gegenteil besitzen, erzeugt danach ein Denksystem, in dem der Mangel - das Fehlen des Gewahrseins von Liebe - sich in seinem verzweifeltem Wollen von Liebe Bahn bricht. Wenn alle Liebe suchen, ohne sie zu zu haben, was sollte gefunden werden können außer dem, was wir NICHT wollen?

    Ärger, Zorn, Hass und Angriff gehen immer aus Situationen hervor, in denen wir „unseren Willen“ nicht bekommen zu haben scheinen. Nehmen wir die Situation aus dem Ordner über den freien Willen, ein Dämon bietet uns die dort geschilderten Möglichkeiten an und wir stehen vor dieser Entscheidung.

    Wieder beschreiben die dortigen Modelle der Interpretation der Determination des Lebensfilmes nur Entscheidungsmöglichkeiten, die von einem Willen ausgehen, der getrennt von Gott existieren könnte, wirklich unser wäre und tatsächlich durch diesen Irrtum zur Wirklichkeit werden könnte.

    Meine zweite Frage an den Dämon wäre, warum er mir eine Wette anbietet, bei dessen Verlauf ich von seiner Willkür abhängig wäre. Denn, wie ich es auch drehe und wende, entweder ich gewinne „nur“ 1000 € und bin unzufrieden, oder ich hänge von der Willkür dessen ab, der meine Entscheidungen „voraussieht“ und mir hoffnungslos überlegen scheint. Wir kommen auch hierin um die Frage nach der Absicht nicht herum. Will mich der Dämon glücklich machen oder will er meine Unzufriedenheit erreichen, indem ich für den Rest meines Lebens der „verlorenen Million“ hinterhertrauere. Mich erinnerte die Situation ein wenig an den Faust, der sich die Gunst von Gretchen durch Hilfe von Meph (mit der vom Dämon erlangten Million) sicherte.

    Was war dabei der Grund sich auf diesen „magischen Handel“ einzulassen? Was ist die „Gretchenfrage“ aller „magischen Gedanken“? Mir kann bei dem Experiment nur klar sein, dass mich der Dämon auf jeden Fall austricksen kann, wenn er es will und gewinnen lassen kann, wenn es seine Absicht ist. Meine erste Frage wäre, ob er an Gott glaubt und uns damit ein gemeinsamer Wille verbinden könnte, der in Gott eine Quelle besitzt. Denn, wie das Beziehungsgeflecht zwischen „dem Beobachter“, dem Dämon und dem Entscheider aussieht, ist zwingend zu hinterfragen, bevor eine sinnvolle Entscheidung getroffen werden kann. Was soll also erreicht werden? Eins faustische K.O.-Abhängigkeit, die in den Zwang zur endlosen Lüge führt, oder die Wahrheit, die aus der Schmerzensreichen Maria am Ende der Geschichte durch Vergebung die Glorreiche macht, die (vom Schmerz der Schuld) befreit wird. Das Wort: „Ist befreit“ ist die Bestimmung, das Determinierte in jedem Lebensfilm. Warum wurden jedoch Faust und Meph nicht ebenso zu diesem Zeitpunkt befreit?

    Antwortversuch: Würde die Anwendung „magischer Gedanken“, also die Umgehung des Willens von Gretchen, ihrer Mutter, der Diebstahlsopfer und die scheinbare Umgehung des Willens unseres Vaters dazu führen, dass dieser Irrtum unterstützt wird, würde uns Gott in die Irre führen. Doch wir führen uns selbst in die Irre, lassen wir uns vom Dämon überreden, Dinge, Künste und Günste erlangen zu wollen, die der Plan Gottes nicht vorsieht. Gibt es einen Plan Gottes, also eine Determiniertheit vom Ende her, kann ohnehin nichts dieses Endergebnis aller verbundenen Lebensfilme beeinträchtigen oder verhindern. Dann ist ohnehin ein glücklicher Ausgang aller Dinge gewiss und wir können entscheiden, wie die Zeit sinnvoll in diesem Sinne zu nutzen ist. Es kann als ein ungeteiltes Ziel aufgefasst werden, in dem kein Konflikt zwischen meinem Willen und dem determinierten Willen einer verbindenden Absicht hinter dem Schleier der Zeit besteht.

    Im Handbuch für Lehrer wird unter Punkt 17 die Frage behandelt, wie mit magischen Gedanken umzugehen ist, und vor allem, was sie sind.
    „Ein magischer Gedanke anerkennt durch seine bloße Anwesenheit eine Trennung von GOTT. Er besagt in der deutlichsten Form, die es gibt, dass der Geist, der glaubt, er habe einen separaten Willen, der sich dem Willen Gottes wiedersetzen kann, auch glaubt, dass dies gelingen kann. Dass dies [wenn man Gott als Tatsache sieht, Anm. Michael] kaum eine Tatsache sein kann, ist offensichtlich. Dass es jedoch als Tatsache geglaubt werden kann, ist gleichermaßen offensichtlich. Und hierin liegt die Geburtsstätte der Schuld. Wer den Plan GOTTES usurpiert und ihn für sich selbst einnimmt, hat jetzt einen >>Todfeind<<. Und er muss allein dastehen für seinen Schutz und einen Schild für sich machen, um sich sicher zu bewahren vor einem Zorn, der niemals beschwichtigt, und vor einer Rache, die niemals befriedigt werden kann.

    Wie kann dieser ungerechte Kampf gelöst werden? Sein Ende ist unvermeidlich, denn sein Ergebnis muss der Tod sein. Wie kann man also an die eigenen Abwehrmechanismen glauben? Wieder muss die Magie helfen. Vergiss den Kampf. Akzeptiere ihn als Tatsache, und vergiss ihn dann. Erinnere dich nicht an die Unermesslichkeit des >>Feindes<< und denke nicht an deine Gebrechlichkeit im Vergleich dazu. Akzeptiere deine Trennung, aber erinnere dich nicht daran, wie sie entstand. Glaube, dass du den Kampf gewonnen hast, aber behalte nicht die geringste Erinnerung daran zurück, WER dein großer >>Gegner<< wirklich ist. Indem du dein >>Vergessen<< auf IHN projizierst, scheint es dir, das auch ER vergessen hat.“ (1)

    Des Pudels Kern (Warum hatte Faust den „Dämon“ gesehen und Wagner nicht und was ist die „Geburt der Schuld“?):

    „Was aber wird jetzt deine Reaktion auf alle magischen Gedanken sein? Sie können nur die schlafende Schuld (im Faust, Anm. Michael) wiedererwecken, die du versteckt, aber nicht losgelassen hast. Jeder davon sagt deutlich zu deinem verängstigten Geist: „Du hast den Thron GOTTES usurpiert. Denke nicht, dass ER das [mit Gretchens Mutter und dem Dämon, Anm. Michael) vergessen hat. Hier haben wir die Angst vor Gott am krassesten dargestellt. Denn in diesem Gedanken hat die Schuld bereits die Verrücktheit auf den Thron GOTTES SELBST erhoben. Und jetzt gibt es keine Hoffnung mehr. Außer der, zu töten. Hier liegt jetzt die Erlösung. Ein ärgerlicher Vater verfolgt seinen schuldigen Sohn. Töte oder werde getötet, denn nur hier gibt es eine Wahl. Jenseits davon gibt es keine, denn das, was getan wurde, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Das blutige Mal kann nie beseitigt werden, und jeder, der dieses Mal auf sich trägt, muss den Tod erleiden.

    In diese Situation sendet Gott seine Lehrer. Sie bringen das Licht der Hoffnung von GOTT SELBST. Es gibt einen Weg, auf dem Entrinnen möglich ist. Er kann gelernt und gelehrt werden, doch erfordert er Geduld und Bereitwilligkeit im Überfluss. Sind diese gegeben, dann tritt die manifeste Einfachheit der Lektion hervor wie ein intensives, weißes Licht vor einem schwarzen Horizont, denn das ist sie. Wenn Ärger von einer Deutung und nicht von einer Tatsache kommt, ist er nie gerechtfertigt. Wurde dies erst einmal – und sei es auch nur vage – erfasst, so steht der Weg offen. Jetzt ist es möglich, den nächsten Schritt zu tun. Endlich kann die Deutung geändert werden. Magische Gedanken brauchen nicht zu Verurteilung zu führen, denn sie haben nicht wirklich die Macht, Schuld hervorzurufen. Und so können sie übersehen werden und auf diese Weise (nicht bestärkt, sondern…, Anm. Michael) im wahrsten Sinne des Wortes vergessen werden.

    Verrücktheit scheint nur schrecklich zu sein. In Wahrheit hat sie keine Macht, irgendetwas zu machen. Wie die Magie, die zu ihrem Diener wird, greift sie weder an, noch schützt sie. Sie zu sehen, und ihr Denksystem wahrzunehmen, heißt, auf nichts zu schauen. Kann nichts Ärger hervorrufen? Wohl kaum. Erinnere dich also, dass Ärger eine Wirklichkeit wahrnimmt, die nicht vorhanden ist, doch ist Ärger ein sicherer Zeuge dafür, dass du doch als Tatsache an sie glaubst. Jetzt ist ein Entrinnen unmöglich geworden, bis du siehst, dass du auf deine eigene Deutung reagiert hast, die du auf eine Außenwelt projiziert hast. Lass dir dieses finstere Schwert jetzt abnehmen. Es gibt keinen Tod. Dieses Schwert existiert nicht. Die Angst vor Gott ist ursachlos. Doch SEINE LIEBE ist die Ursache alles dessen, was jenseits aller Angst ist und damit für immer wirklich und wahr“.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010


    (1) Textbuch Seite 1
    (2) Handbuch für Lehrer Seite 45

    (3) Handbuch für Lehrer Seiten 45 / 46
  • 19.08.17, 17:08
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Wäre der erste Grundsatz richtig, und für verbundene Geister könnten separate und unterschiedliche Wahrheiten gelten, würde es Grade der Wahrheit innerhalb von illusionen festlegen. Doch es kann keine bedeutsame Gradierung der Nicht-Wahrheit geben und daher sind die Formen der Irrtümer zwar vielfältig, der Irrtum als Inhalt jedoch gleichermaßen unwahr. Ein Irrtum wird immer erst als Irrtum erkennbar, wenn ihm der Glaube entzogen wird, wahr und richtig zu sein. Bis ein Irrtum als unwahr erkannt wird, erschienen mir alle Irrtümer "richtig"; wenn erkannt wird, wo der Denkfehler lag und falsch abgebogen wurde, kann die Wahrheit den Irrtum berichtigen. Das "Verbiegen" der Wahrheit zu dem, was gerade nutzt, ist Grundlage der zweiten Grundannahme:

    Da wir nach der Akzeptanz der geistigen Unverbundenheit immer davon ausgehen, alle anderen würden sich ihre Wahrheit auch so zurechtbiegen wie wir, und jeder daher fehlerhaft und sündig im Sinne von nicht göttlicher Herkunft und Halltung sein muss. Unter der Grundprämisse der geistigen Unverbundenheit erscheint Strafe und nicht Berichtigung des Irrtums dann "gerecht". Für einen verbundenen Geist wäre die Bestrafung unsinnig, wer würde sich selbst für einen Fehler bestrafen wollen und was macht Strafe für einen Sinn im Sinne des Erreichens der Nicht-Wiederholung eines Fehlers?

    Jedes Urteil ist der Versuch, sich selbst dadurch "reinzuwaschen", indem mit Schmutz auf andere geworfen wird und die Unterschiedlichkeit der Gaben betont wird, die Gott wohl nach Laune verteilt haben muss. Was einen ungerechten Gott bedingt, der seine Kinder mal mit stumpfem, mal mit scharfem Verstand und Geist ins Leben entlässt. Auf die glorreiche Idee, jedes Kind Gottes könnte alle Gaben erhalten haben, kommen wir dann leider nicht mehr und die Unterschiede zwischen Gleichen gewinnen Bedeutung, obwohl es keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Angehörigen einer Familie geben kann.

    Wenn uns jemand sagt, seine Familie sei für ihn gestorben, isoliert er sich dadurch von einer Zugehörigkeit. Für einen unbeteiligten Beobachter gehört auch der verlorene Sohn zur Familie. So wird der Fehler, der zur Sünde gemacht wurde, zum unwiderruflichen Beweis dafür, die Kinder Gottes wären nicht mehr sie selbst und könnten durch den Irrtum die Wahrheit gefährdet haben.

    Nur der verbundene Geist sieht keinen Nutzen im Angriff, Zerstörung und Bestrafung. Doch wenn das Gegenüber augenscheinlich seine Göttlichkeit "verloren" hat, wie könnte sie in uns erhalten geblieben sein? Den Richter über das zu geben, was Gott zu denken, zu glauben und wie ER zu reagieren hat, geht mit der Arroganz des Egos einher, dem Vater sagen zu wollen, was Sein Sohn zu sein hat.

    Ach ja, es war natürlich ein Irrtum, oben über drei Gesetze des Chaos zu schreiben. Es sind vier. Das dritte soll das Chaos verewigen, denn wenn Gott sich nicht irren kann, muss er den Glauben seines Sohnes darüber, was er ist, akzeptieren. Wenn Gott akzeptiert, was der verlorene Sohn aus sich gemacht zu haben scheint, muss es ja wirklich sein und daher hat die Trennung von Gott scheinbar ewigen Bestand.

    Durch den dritten Grundsatz wird die Angst vor Gott noch verstärkt und wenn selbst Gott unser Nicht-Sohn sein akzeptiert, ist es nicht möglich, uns im Elend an Gott zu wenden. Das Ego nimmt an, nach seiner (historischen) Demonstration der Nicht-Göttlichkeit nicht Vergebung, sondern Rache erwarten zu müssen.

    Mit dem vierten Grundsatz wird der Verlust des Gegenübers zum Gewinn und Nehmen seliger als Geben. Für das Ego ist wertvoll, was es nimmt, nicht, was es gibt. Wenn es gibt, dann nur, um später nehmen zu können.

    Was die Frage aufwirft, was dem Geist genommen werden könnte? Was ist es, was wir zurückbekommen möchten? Was ist es, was wir wollen, doch niemals im Nehmen gefunden haben?

    Das Hörbuch über die Gesetze des Chaos erklärt, warum wir einer Umkehrung von Ursache und Wirkung folgen, die aus Verrücktheit geistige Gesundheit, aus Illusionen die Wahrheit, aus Angriff Güte, aus Hass Liebe und aus Mord einen Segen macht.

    "Wie lieblich lassen die Gesetze der Angst den Tod erscheinen". (1)

    Ist das vierte nicht ein Gesetz des Chaos, das leicht als wirklich wirksam erkennbar ist? Alle zusammen dienen dazu, die Gesetze Gottes durch die Gesetze des Egos zu ersetzen.

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 494
  • 15.08.17, 21:15
    Michael

    AW: Ein Kurs in Wundern

    Was ist der Grund, diesen Krieg gegen unser wahres Selbst führen?

    Ein Satz aus dem Abschnitt über „Die unvereinbaren Überzeugungen“ aus dem ersten obigen Hörbuch beantwortet diese Frage:

    „Der Krieg gegen dich selbst ist unternommen worden, um den GOTTESSOHN zu lehren, dass er nicht er selbst ist und nicht der Sohn seines Vaters“. (1)

    So betrachtet, könnte es durchaus sein, dass wir uns vom Ego haben belehren lassen, dass es unmöglich sein kann, dass Gott seine „sündigen“ Kinder in ihrem veränderten Zustand lieben kann, da er sich offensichtlich in ihnen geirrt hat.

    Entweder hat somit das Ego Recht, wenn es sagt, der Sohn Gottes sei verletzlich, schwach, gebrechlich, hasserfüllt, krank oder eines anderen Geistes, oder Gott hat Recht und SEINE KINDER sind nicht das Opfer einer Welt des Egos und ihren scheinbaren Wirkungen in der Zeit.

    So versuche ich die drei Gesetze des Chaos, die ich herausgelesen habe, einmal zusammenzufassen. Zumindest, soweit ich sie bisher verinnerlichen konnte…

    Wenn daher Gott nicht in unserem Geist bezeugt, bestätigt und anerkannt wird, ist unser Geist so frei und mächtig, die Welt zu machen, die diesen Gesetzen des Chaos entspricht. Wir beschließen, unseren Geist an die Existenz des Körpers zu binden und schon ist das, worum wir bitten, durch unsere Schöpferkraft genau das, was wir jetzt sehen. Daher sehen wir die Dinge auch niemals so, wie sie jetzt wirklich sind, denn wir sehen nur die Vergangenheit unserer bisher bedeutungsleeren Ego-Gedanken. Unser Urteil über uns selbst wird in der Welt gespiegelt und so bekommen wir genau das, worum auch immer wir bitten. Wir ziehen es durch die Resonanz an, die wir durch die irrige Annahme der Nichtexistenz eines liebenden VATERS für alle SEINE KINDER in unserem Geist aussenden. Chaos entsteht im Prinzip nur in den Momenten, in denen wir Gott im Gegenüber verleugnen, verurteilen, beurteilen und als „NICHT-GOTTES-KIND“ definieren.

    In der Illusion, die entsteht, wenn Gott im Gegenüber und damit in uns selbst verleugnet wird, können die BISHER allgemein anerkannte Gesetze näher betrachtet werden. Doch nicht, um ihre Wahrheit aufzuzeigen, nur, um ihre Verrücktheit zu beweisen…

    1. Im Krieg gegen Gott im Gegenüber, unserem wahres SELBST, ist die Wahrheit für jeden eine andere. Unser Geist wird als separat wahrgenommen und jeder Geist scheint eine unterschiedliche Ausrüstung (beim CRISP-R-CAS an Seinem Knusperhäuschen) erhalten zu haben. Die Illusionen bilden gar eine Hierarchie, sodass es unmöglich bleiben soll, sie alle gleichzeitig zu berichtigen, indem die Illusionen als Illusionen erkannt werden. Sind Geister jedoch verbunden, wäre der Krieg gegen unser Selbst im Gegenüber letztlich eine Selbstverletzung und ziemlich „verrückt“. Dann würde dem Krieg gegen uns selbst kein Nutzen verliehen werden können.
    2. Jeder ist „fehlerhaft“ und daher nicht mehr, wie Gott ihn schuf. Da wir Gott im „Sünder“ nicht sehen wollen, ist dort nur das Ego. Aus Fehlern macht das Ego Sünden und daher muss mit „gerechtem“ Angriff, „verdienter“ Strafe und dem Kainsmal der unauslöschlichen Schuld geantwortet werden. Mit einem unwiderruflichen Urteil über Gottes Sohn, einem, das selbst Gott nicht aufzuheben imstande sein kann – so „denkt“ das Ego. Es will beweisen, dass Fehler, im Gott verleugnenden Urteil zu Sünden gemacht, die Macht besitzen, den Sohn Gottes zu zerstören, krank zu machen und schließlich zu töten. Die Beziehung zu Gott wird in der Gegnerschaft dem Gegenüber gegenüber verleugnet und so begegnen wir Menschen uns zumeist, um „Probleme“ zu besprechen, Konflikte zu führen, die aus Vorurteilen entstehen und damit Richtsprüche zu fällen, die wir nicht mit reiner Wahrheit füllen könnten. Wir begegnen uns nicht, damit sich Geister in Gottes Geist verbinden und Heilung darin finden. Heilung darin, auf das Urteil zu verzichten, nicht sein zu wollen, wie Gott uns schuf. Durch das anderslautende Urteil über Gottes Kinder will das Ego beweisen, dass die Zeit es schafft, der Ewigkeit das Leben des Geistes abzujagen. Da nach der „Beweisführung“ des Egos jeder fehlerhaft ist, können wir natürlich niemals Gottes Kinder sein. So verurteilen wir die Welt, weil wir uns selbst und damit unser SELBST verurteilen und bezeugen die Abwesenheit Gottes in unserem Geist.

    So führen die ersten beiden Gesetze des Chaos zum Krieg gegen das Leben und uns selbst. Wir „lernen“ vom Ego auf diese Art zu denken und dies führt unweigerlich zum Krieg gegen uns selbst. Wir „erlernen“ dass wir nicht mehr sind, wie Gott uns schuf. Und, dass es reichen muss, dem Vater zu sagen, dass wir nicht sein Sohn sind, damit „unser Wille“ geschehe. Wir sind es, die dem Vater sagen, wer und was sein Sohn ist. DAS ist ARROGANZ.

    Das dritte Gesetz des Chaos folgt…

    Quelle: Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010
    (1) Textbuch Seite 488
Dieses Thema enthält mehr als 25 Antworten. Klicken Sie hier, um das ganze Thema zu lesen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •