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Thema: Aus meinem langweiligen Leben

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  • 30.08.15, 13:20
    Hansi Nalleweia

    AW: Aus meinem langweiligen Leben

    Ja, ich hatte Glück. Das Blöde am Glück ist, dass es nicht jedem beisteht.

    Und noch etwas: Vielleicht WILL ich ja gar nicht mehr diese 'Muss-bekümmert-werden-Masche' anwenden? Vielleicht will ich weiter reichen: Mehr Geduld, Toleranz, Konsequentheit leben, vorleben, vorlieben. Andererseits will ich auch nicht der Kummerkasten anderer werden und ... ich meine, ich habe mir die Leute, welche meinen Lebensweg beeinflussten selber ausgesucht.

    Demnächst eine andere Geschichte aus meinem langweiligen Leben: Wie ein zufällig anwesender Rettungsschwimmer und ich zwei Kinder und einen Erwachsenen aus einer ufernahen Unterströmung an Land zerrten während die umstehenden Inder erst in Bewegung gerieten, als wir Anstalten trafen, Wiederbelebungsversuche einzuleiten. Sie zerrten uns von den eventl. noch reanimierbaren Kindern zurück.

    Oder nein, die habe ich ja gerade schon erzählt. Also: Karachi! Auf den Bahnhöfen hingen u.a. piktogrammhafte Verhaltensrichtlinien während der Fahrt: 'Kein Essen oder Trinken von Fremden annehmen wg. Ausraubgefahr'. Als ich mir ein Ticket kaufen wollte, durfte ich nicht mit Dollars bezahlen, sondern nur mit pakistanischen Rupien und … (Schwarzmarkt, offizieller Wechselkurs, pfiffiges Tauschen)
  • 29.08.15, 21:28
    kls

    AW: Aus meinem langweiligen Leben

    Ich habe es beobachtet. Du hattest immer das Glück, vielen Leuten zu begegnen, die Dich mochten. Es war magisch, wie Du Dir das Wohlwollen der Brauchbarsten sichertest, mit einer Mischung aus entgegenkommender Offenheit, gepaart mit ganz viel Berechnung. Du operiertest ungehemmt mit dem 'Beschützerkomplex', den auszulösen Du auf geheimnisvolle Weise in der Lage warst.

    Klappt nicht mehr? Ooooooooch ...
  • 29.08.15, 16:32
    Hansi Nalleweia

    Aus meinem langweiligen Leben

    Vor 40 Jahren: Die Firma, in welcher ich als Hiwi arbeitete, war auf dem großen Gelände mit Werk-, Wohn- und Gesindehäusern tätig, welches früher einer Konservenfabrik zugehörte. Die Gebäude waren 20 – 30 Jahre nicht genutzt worden. Zwischenzeitlich muss es mal einer Spedition als Depot gedient haben, denn in einem der vergessenen Räume befand sich eine komplette, in Transportkisten eingelagerte Apotheke. Die Ursachen waren spekulativ, vielleicht war der Auftraggeber während des Umzuges gestorben, oder …

    Wie auch immer. Der Inhalt der Kisten war noch aus der Zeit, als Arzneimittelgesetze der Interpretation viel Spielraum ließen. Die Mitarbeiter griffen sich Kopfschmerztabletten der besseren Sorte, die Mitarbeiterinnen irgendwelche Öle. Ich griff mir den Karton auf dem 'Tabula C' von Hand geschrieben stand und zog mich diskret zurück. Standgefäße mit Morphium, Dilaudit, Dicodit, Valeron ohne Kotzmittelbeigabe, Kodein, Dolantin, Pantopom, Polamidon, Klinikpackungen Hypnotika wie Mogadon und was weiß ich noch, es ist fast ein halbes Jahrhundert her und ich habe gebüßt.

    Oh ja, ich habe dafür gebüßt. Es fiel auf und das ergab Mecker im Quadrat. Ich musste meinen 'Stash' offenbaren und weiter arbeiten, obwohl es mir zunehmend schlechter ging. Nachdem ich einmal ohnmächtig wurde, bekam ich Hausarrest. (Einzelne Zimmer der Gesindehäuser waren notdürftig bewohnbar gemacht worden)

    Die Entsorgung dieses Medikamentenhortes kostete 1.500,00 DM, welche ich hübsch abarbeiten durfte.

    Später schaffte ich es bis zum Produktionsleiter bei Pi mal Pampus 15 Mio Jahresumsatz.

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