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Thema: Heimat

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 09.05.18, 14:51
    anderedimension

    AW: Heimat

    Wundert mich, dass die eigentliche "Schwachstelle", das Wörtchen "war", von niemandem als solche ausgemacht wurde.

    Das ist immer noch Heimat, grade weil aus der Ferne betrachtet. "Ferne" (fern der Heimat") und "ist weinen erlaubt" untermauern das auch noch. Der Begriff "war" steht im Widerspruch zur angedachten Aussage. Es kann nur "ist" bzw. "sind" heißen. Dabei spielt es keine Rolle...ob es die Kühe...ob es den Dachboden noch gibt, denn das LY-I reist in Gedanken in diese Zeit. Wenn dies alles Heimat "war", dann bliebe die Frage...was heute Heimat ist, offen. Vermutlich drücke ich wieder mal zu kompliziert aus. Anders formuliert: Geht es um die reine Berichterstattung, ist "war" ok.

    Dennoch ist das ein schönes Gedicht...weil es eine melancholisch Stimmung vermittelt und "ehrlich" auf mich wirkt.
  • 07.05.18, 19:30
    resurrector

    AW: Heimat

    Trotz ist eines der Themen, die mich nach wie vor faszinieren. Wer ohne Trotz in seinem Leben bleibt, der lebt doch nicht. Doch wem Trotz zum Lebenselixir geworden ist, der versteht in jeder Äußerung Kritik, zieht aus jeder Kritik das Verneinende des Selbst und begreift nicht die zweischneidige Welt. Vielleicht sollte so einer Briefmarken sammeln, sich aber nicht in der Öffentlichkeit mit einem Text präsentieren.

    Den Till-Text packte ich wegen seiner thematischen Nähe mit in diesen Ordner. Beiden texten gemeinsam ist das Unwohlsein. Es scheint mir typisch für den linksgrünen Zeitgeist. Beiden Autoren gemeinsam ist auch ihre Weigerung, sich auf einer anderen Bewußtseinsebene als der von ihnen wiedergegebenen mit dem Begriff auseinanderzusetzen.
  • 23.10.02, 07:09
    eulenspiegel

    AW: Heimat

    im übrigen steh ich zu dem text. liest sich vielleicht ein bisschen sperrig und die häufung von 'heim'en mag manchem unheimlich kommen, trotzdem verteidige ich das monster,


    gruss eule.
  • 22.10.02, 18:45
    Hannemann

    AW: Heimat

    "Heimatlos ist niehiemand auf der Welt, heimatlos wie du und ich..." Freddy Quinn, und auch den hat es nun erwischt.
    Deine Heimaschen, aus Wiederholungen gestrickt, kommen diesmal nicht gut an.
    "Keine Freunde, keine Liebe... " Selbiger Barde.
  • 22.10.02, 16:48
    allerleirau

    AW: Heimat

    Auch ich bin ständig gestolpert über den Text. Um Heimat geht es ja wohl weniger, sondern um "heim" - eher wohl um das Wort als um seine Bedeutung. Ich spürte nur Form.
    Kann man mit anderen Worten sicher ähnlich spielen...
    Inhaltlich steh ich etwas auf dem Schlauch, kann mit viel Phantasie fragend versuchen zu verstehen, ob es sich hier evtl. um Drang nach Freiheit handelt - um Gleichheit "Mensch" auf diesem Globus??? Aber braucht viel Phantasie diese Sichtweise..


    Nix für ungut


    *lg*

    a.
  • 22.10.02, 16:11
    rodbertus

    AW: Heimat

    Über diesen Text freue ich mich nicht. Er nervt.
    Soll ich abzählen? Jedes vierte Wort hat etwas mit der Wortwurzel HEIM zu tun. Und manchmal wirkt es arg strapaziert, ärger noch konstruiert, als ärgstes aber empfinde ich, daß Du das selbst nicht zu merken scheintest, beim Schreiben. Das gibt mir arg zu denken, was Dein Empfinden für den Spannungsaufbau betrifft.
    Oder ist Dir Inhaltliches auf Kosten der Form wichtiger? Was ist hier der Inhalt? Der Wortstamm? Aber geh!
  • 22.10.02, 14:07
    eulenspiegel

    heimat

    kaum geboren, wird mensch verheimatet. heimutter und vater heimsen ihn ein. also umheimelt wächst er auf. sieht satte heimatten grünen. darauf heimzarte blumen blühen. und fühlt sich daheim. dahier. manch kind heitet unheimlich jedoch. und wird geheimartert. oft daheim, öfter in heimen. wo pädagogen heimleitern. auf kind herumreitern. ihm heimleuchten auf tugendpfaden. dass ihm die augen übergehen. vor heimweh. und es nur eines will: vom heim weg! ohne ein heimweg. so zieht mensch sein heimatlos. jeder auf sein heimart. und sich danach sehnt. weshalb er heimwärtst. sein leben lang. je älter desto heimwärtiger. in jungen jahren aber er oft ausheimst. heimaus nimmt. in die weite welt. doch wohin er auch fremdet, überall es heimatet. überall findet er heimaterial in hülle. und fülle. jede stadt, jedes dorf hat sein heimarkt. wo heimaterial gehandelt wird. heimaterielles aller art. wo heimann und frau sich finden. und beschliessen, gemeinsam zu heimeln. in trauten heimen. waldheimen, wiesenheimen, dorfheimen, meinheimen und seinheimen. so liebt jeder sein heimrat. der eine ungemein. der andere geheim. und macht aus sein heimat ein geheimat. doch so sehr mensch sich auch beheimatet. fühlt er insgeheim sich unheimlich. in der welt. ist kein heim. ist er nicht zuheime. in der welt. allein, nicht allheim. alle heimsuchung vergebens. heimfindung findet nicht statt. fremdstatt statt heimstatt, wohin er spürt. alles heimat bleibt traum. kaum geboren, schon verloren.


    [Diese Nachricht wurde von eulenspiegel am 23. Oktober 2002 editiert.]
  • 13.09.00, 09:53
    Nadine

    AW: Heimat

    hab zur zeit keinen nerv, mich mit gerade dieser ollen kamelle zu befassen.
    sprich: ich möchte mich nicht mit gewalt wieder runterziehen lassen.
  • 13.09.00, 09:14
    it

    AW: Heimat

    Nadine, warum denn löschen? Es gibt keine Kritik, die Du annehmen MUSST, wenn sie Dir nicht passend erscheint.
    Gefällt mir gut (ja, besonders die Gülle), allerdings ist die Mutter wesentlich klarer als Annelies - wie immer Du sie genannt haben magst: ein Text darf autobiographische Züge tragen, ohne realistisch zu sein.
    Mit dem letzten Vers habe ich noch Schwierigkeiten, da wird's larmoyant. Vielleicht würde ich ihn ganz streichen - keine Träne weinen baut bereits viel Distanz auf.
    Aber löschen? Warum?

    it
  • 13.09.00, 00:58
    rodbertus

    AW: Heimat

    Gibt es denn hiervon nun eine Endfassung?
  • 24.08.00, 10:58
    Nadine

    AW: Heimat

    paß mal auf, ed. ich hab es mittlerweile dreimal bearbeitet. dreimal hast du was anderes dazu gesagt. mir reicht's. ich warte noch deine antwort ab, und dann schmeiß ich den ordner raus.
  • 24.08.00, 10:22
    aerolith

    AW: Heimat

    Ja, Doderer, die ersten beiden Strophen sind sattelfest, wenn auch banal. Bis auf die Gülle, die ist gut. Da hätt' ich gern einen Zuber voll davon.
    Aber die dritte Strophe, die bricht sich an ANNELIES, was ja auch Sinn machen könnt, doch dann müßte man mich dazu hinführen, daß es eben Annelies ist, die die Heimat nicht zu einer solchen im eigentlichen Sinne werden ließ. Die Anne ließ nicht werden! Was weiß ich?

    Vielleicht, Nadine, könntest Du mit einer Epiphrase den durchsichtigen Charakter der letzten Verszeilen pointieren.
  • 24.08.00, 01:00
    Doderer

    AW: Heimat

    sehr schön

    vor allem die ersten beiden strophen
  • 24.08.00, 00:35
    Nadine

    AW: Heimat

    besser, ed?

    heimat
    das waren die kühe
    im morgennebel
    und der geruch der gülle
    an heissen tagen

    heimat
    das war der dachboden
    voll staubiger erinnerungen
    ein gutes versteck
    für kindertrotz

    heimat
    das ist jener friedhof
    mit annelies grab
    wohin keiner mehr kommt
    um tränen zu vergießen

    in der fremde
    ist weinen
    erlaubt

  • 16.08.00, 17:06
    sturmhexe

    AW: Heimat

    ich mag das gedicht... wie wäre es vielleicht mit "zu dem keiner...." statt "wohin keiner..." hab übrigens einen beitrag als antwort reingestellt....

    liebe grüße
    sturm
  • 16.08.00, 16:59
    rodbertus

    AW: Heimat

    Nadine, Du irrst Dich. Das System zählt die gelöschten Beiträge nicht mit. Deine meisten Beiträge stehen wohl im Leichten Forum. Earth, Du mußt in obiger Befehlszeile nur unter Suchen Deinen Betreff eingeben.

    Das erkläre ich nun nicht. Außerdem bin ich selber ein Trotzkopf, erkenne also Gleichgesinnte.
  • 16.08.00, 08:13
    Nadine

    AW: Heimat

    ear.th: weggeschmissen, gelöscht
    ed: wie denn?
  • 15.08.00, 07:18
    aerolith

    AW: Heimat

    Ich denke, es ist noch nicht fertig. Die 9:03 Uhr-Version gefällt mir auch besser, aber ist sie gut?

    Dieses
    ich weine lieber
    gefällt mir gar nicht. Dieses LIEBER ist desavouierend. Es entlarvt den Schreiber als Trotzkopf, was immerhin mit einer vorigen Verszeile korrespondiert, trotzdem nicht gefallen darf.
    Abgesehen davon habe ich ein semantisches Problem: Heimat ist kein Ort, der diese in diesem Gedicht aufgezeigte negative Konnotation haben darf. Heimat ist der Ort, an dem ich mich wohlfühle, ich sicher bin. Der Ort der Kindheit oder das Elternhaus muß keine Heimat gewesen sein.
  • 15.08.00, 00:56
    ear.th

    AW: Heimat

    Nadine, alberne frage, wo ist der rest deiner beiträge zu finden?
  • 02.08.00, 16:25
    asmodai

    AW: Heimat

    mir gefällt die fassung von 9.03 uhr besser.
  • 02.08.00, 15:19
    iodin

    AW: Heimat

    noch ein kleiner Änderungsvorschlag:

    "heimat war
    die Kühe...

    Heimat war
    der Dachboden..

    Heimat war
    jener (oder besser vielleicht: der) Friedhof.."

    Das macht den Wechsel deutlich, die zeilen ein bisschen ausgeglichener, und es ist ein winziges bisschen knapper.

    schönes gedicht. Ich hab auch Kühe in meiner Kindheit - Niederrhein...

    Schönen Gruss,
    iodin
  • 02.08.00, 09:03
    Nadine

    AW: Heimat



    heimat
    das waren die kühe
    im morgennebel
    und der geruch der gülle
    an heissen tagen

    heimat
    das war der dachboden
    voll staubiger erinnerungen
    ein gutes versteck
    für kindertrotz

    heimat
    das ist jener friedhof
    mit annelies grab
    wohin keiner mehr kommt
    um tränen zu vergießen

    ich weine lieber
    in der fremde

    t.
  • 02.08.00, 08:40
    asmodai

    AW: Heimat

    vorschlag:

    'für kindertrotz'
    statt "für trotzige kinder"

    dieser plural schiebt das wieder zu weit weg, verallgemeinert, verwässert. es geht dir um einen, deinen damaligen trotz, und das darf spürbar bleiben, auch wenn du dich nicht ausdrücklich und wörtlich darauf festlegst.
  • 02.08.00, 05:56
    Nadine

    AW: Heimat

    danke für die anmerkungen.
    der dachboden bleibt ungesteigert. er war einer der orte meiner kindheit, die ich am meisten geliebt habe, obwohl er meine liebe nicht verdient hatte. heute würde ich keinen fuß mehr auf diesen dachboden setzen, nicht nur, weil er aufgeräumt ist.
    in der dritten strophe ist mir ein fehler unterlaufen, ich hab sie nie mutter genannt.
    heimat
    das waren die kühe
    im morgennebel
    und der geruch der gülle
    an heissen tagen

    heimat
    das war der dachboden
    voll staubiger erinnerungen
    ein gutes versteck
    für trotzige kinder

    heimat
    das ist jener friedhof
    mit annelies grab
    wohin keiner mehr kommt
    um tränen zu vergießen

    ich weine lieber
    in der fremde
  • 02.08.00, 00:30
    aerolith

    AW: Heimat

    - traurig
    - rührt daher Deine Unsicherheit?
    - die zweite Strophe ist ungesteigert, auch banal - nur der Trotz verdiente ein Bild

    - ein Vorschlag: die ICH-Situationen aus den ersten drei Strophen herausnehmen, dann wirkt die zusammenfassende Ausgliederung stärker
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