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Thema: AfD-Ordner

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 24.05.20, 07:52
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Solche Abspaltungen hat es in den Anfängen jeder Partei gegeben. Das ist ein ganz normaler Konsoliedierungsprozess, wie er anders auch gar nicht zu erwarten war. Und wenn die AfD in den Umfragewerten sinkt...dann nicht...weil ihre Politik nun weniger Anhänger hat...sondern vor allem deshalb...weil die Union das Geschäft der AfD betreibt. Die AfD hat bewirkt, dass vieles von dem...das ihr ein Anliegen ist...umgesetzt wird. Also fast alles richtig gemacht.....
  • 23.05.20, 18:17
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Wenn sich die Leute um Meuthen, den ich für ein U-Boot halte, abspalten (was angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der AfD gewissermaßen eine Abspaltung der Mehrheit wäre), hat die AfD ausgespielt. Eine FDP 2.0 ist überflüssig. Die AfD hat nur eine Chance, wenn sie sich etablieren und mittel- und langfristig etwas erreichen will: sie muß sich konservativ aufstellen, nicht reaktionär, nicht liberal, nicht nationalistisch, sondern konservativ, meinetwegen auch mit einem Sprengsel libertärem Duktus: alles gelten lassen und jeden das machen lassen, was er eben will (keine nationale Scheuklappe, keine wirtschaftspolitische Eiertanzereien, keine Zugeständnisse an jedermann, keine Regulierungswut...), aber zugleich straffe Ordnungspolitik machen, die Gesetzesbrecher nicht mit einem Dudu behandelt. Aber dazu hat sie nicht die Eier. Ich habe das alles in meinem Manifest schon vor zwanzig Jahren dargelegt, wie man sich heute politisch aufstellen muß, wenn man nicht Teil des Systems sein möchte. Die AfD will aber Teil des Systems sein, sogar eines vergangenen. Jedenfalls viele im Westen. Die Ost-AfD will das nicht, sie will einen neuen Weg gehen, zugleich aber schielt sie nationalistisch. Und das ist auch nicht gut, weil es das Denken und das Dasein einengt.
  • 23.05.20, 10:34
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Der Streit in der AfD ist die dritte, vierte oder wievielte Selbstverstümmelung? Erst Lucke, dann Petry, jetzt Meuthen - hab ich wen vergessen? - der gärige Haufen wird langsam zur essigsauren, ranzigen Jauchebrühe. Meuthen ist wohl gescheitert, die rechtsextremen, nationalistischen Kräfte scheinen sich zu behaupten. Wahlarithmetisch wird das wohl Richtung einstelliger Werte gehen. Wie wäre es, wenn sich die vernünftigen Kräfte in der AfD abspalten und eine neue Partei gründeten? Da würden Höcke und Co. sehr, sehr alt aussehen.
  • 17.05.20, 10:33
    aerolith

    Kalbitz' Rauswurf...

    ist eine richtige Entscheidung. Ich bin ein Freund breit aufgestellter Parteien, wenngleich ich Gegner von Parteien bin, aber wenn eine Partei sich aufstellt, was immer bedeutet, daß sie politische Gestaltungskraft entwickeln und ausüben möchte, dann sollte eine solche Partei breit aufgestellt sein, also Stimmen aus möglichst vielen Richtungen in sich vereinen. Eine neue Oppositionspartei hat, ich habe das lang und breit deduziert, die Pflicht zu obstruktiver Opposition, nicht zu konstruktiver. Sie hat das Recht und die Pflicht, alles an der Regierung anzuzweifeln und zu bekämpfen,auch und gerade, wenn es eigene Positionen hae kömmt. In der Opposition entwickelt sie ihr Programm, ihre Programmatik, mit der sie um Stimmen kämpft und Verbündete sucht, wenn eine Wahl vorbei ist.
    Die AfD macht manches richtig, aber vieles falsch, falsch jedenfalls, wenn sie tatsächlich irgendwann einmal politische Gestaltungsverantwortung in der BRD erreichen möchte. Sie schöpft ihr Potential nicht aus, das bei wenigstens 30% liegen dürfte, in Krisenzeiten wahrscheinlich noch höher.

    Mit der Entfernung von Kalbitz tat sie etwas Richtiges. Drei Gründe, warum ich das so sehe:
    1. Kalbitz sagte die Unwahrheit über seine parteipolitische Vergangenheit, was vielleicht in den etablierten Parteien möglich sein mag, nicht aber in einer neuen und jungen Partei, die sich "alternativ" nennt;
    2. ein Gutteil seiner Tätigkeit war damit beschäftigt, dem BND Material zu liefern, das der gegen die Verfassungstreue der AfD würde einsetzen können; Kalbitz schleuste offenbar - es reicht schon aus, daß er in diesem Ruf steht - zahlreiche Leute aus dem NPD-Milieu in die Partei oder parteinahe Unterstützergruppen, was parteischädigend genannt werden muß und
    3. in seiner politischen Orientierung müffelt alles, was er sagt, nach Opportunismus und Steigbügelhalterschaft, es fehlt mir ein klares Gesicht und klare Aussagen, auch abgrenzende.

    Da die AfD ein Strukturproblem hat und sich nicht klar konservativ aufstellt, sondern im national-liberalen Milieu verortet, wird das ihr nicht helfen. Sie kann auf dem eingeschlagenen Wege keine 30%-Partei werden, es sei denn, bei uns bricht alles zusammen. Und das glaube ich nicht.
  • 29.03.20, 16:56
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Von der Antifa bis zum Dritten Weg...ich höre mir alles an...wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Mit Sympathien hat das nichts zu tun - möchte halt nur gerne wissen...wovon ich rede. Am lustigsten war es bei den Piraten...weil ich mich dort am Mikrofon für mein Dauergrinsen rechtfertigen musste. Entgegen meiner Erwartungen waren die Nerds bisher die größten Spießer unter allen Parteien und Bewegungen...die ich live erleben durfte.

    Für die IB habe ich zwar Sympathien...davon mache ich meinen Besuch aber nicht abhängig. Und kann ja sein, dass ich "danach" keine Sympathien mehr für diese Bewegung habe. Sich über die Medien ein klares Bild zu verschaffen...das ist in diesen Tagen kaum möglich. Jede Partei hat tausende von Mitgliedern...und je nachdem...wem ich das Mikrofon vor den Mund halte...kann ich dieses oder jenes Bild zeichnen.

    Mal ein kleines, aber tagesaktuelles Beispiel:

    Gestern wurde (klein und kleinlaut) vermeldet, dass das Attentat von Hanau keinen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte. Du hast selbst miterlebt... wie wochenlang das Attentat und die AfD in einem Atemzug gennant wurden. Ich kann mich an ein Interview erinnern..,.in dem Gauland den Journalisten sagte sie sollten doch erst mal das Ergebnis der Ermittlungen abwarten. Die Medien bestimmen, was die Menschen glauben...und was nicht. Heute in einem Maße...wie das zuvor nur im Dritten Reich der Fall war.
  • 29.03.20, 15:31
    mühe

    AW: AfD-Ordner

    sollte diese veranstaltung irgendwann stattfinden, lass uns danach hier teilhaben von deinen eindrücken.

    elitäre bewegung grenzt immer automatisch aus, ein komisches gefühl bleibt.
    achte darauf, eine bitte von mir, ob humor anwesend ist, falls nicht, dann gute nacht.

    wo humor und freigeister das land verlassen, da sollte jeder den zeigefinger heben...
  • 28.03.20, 06:41
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Ja eben . drum ja auch meine Verwunderung...warum Du dich...in meiner Antwort darauf...angesprochen fühltest. Aber egal, lassen wir das....


    Corona hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht...ansonsten hätte ich heute einer Veranstaltung der Identitären Bewegung beigewohnt...als Zuschauer/hörer...und aus reiner Neugierde. Bisher spricht es mich sehr an...was ich von dieser Bewegung höre...lese und sehe...und ich würde gerne mehr...und vor allem aus erster Hand erfahren...was da genau dahintersteckt. Das sind ja vor allem Studenten und Menschen aus den Eliten unserer Gesellschaft...die dieser Bewegung angehören...oder sie unterstützen. Man lehnt Rechtsextremismus entschieden ab...positioniert sich aber auch ganz klar gegen Multikulti. Wo das anfängt und wo das aufhört...das wäre für mich interessant zu erfahren.

    Die AfD lehnt eine Zusammenarbeit mit der IB ab...das halte ich nach meinem derzeitigen Kenntnisstand für einen Fehler. Der AfD würden solche jungen Leute...die ein ganz andere Generation ansprechen...sehr gut zu Gesicht stehen. Die Vorgehensweise der IB entspricht der der einstigen Greenpeace-Bewegung...nur eben mit anderen Zielen - "einstigen" GP-Bewegung...weil die Green-Peace-Bewegung heute mit ihrer Lobbyarbeit indirekt Teil des Parlamentes ist. Man gehört inzwischen zum Establishment.

    Vor der IB...auch wenn die noch gar nicht so sehr präsent ist...fürchtet man sich mehr...als vor der AfD. Die IB hat das Potenzial eine breite Mitte für sich gewinnen zu können...drum versucht man das im Keim zu ersticken und die IB überall dort zu diskreditieren...wo das nur möglich ist. Dabei agiert die IB bisher ohne auch nur den geringsten Einsatz von Gewalt. Ich würde der AfD dazu raten sich vom rechten Flügel zu trennen (nicht nur symbolisch)...um dann die gelichteten Reihen mit Leuten der IB aufzufüllen. So bliebe man weiterhin nationalpatriotisch...aber nicht mehr so angreifbar...da die Leute der IB viel cleverer agieren...als das bei Höcke..Kalbitz +Co. der Fall ist. Außerdem würde die AfD von dem ausgzeichneten Netzwerk der IB profitieren. Und nicht zuletzt: die IB hatsehr mächtige und stinkreiche Geldgeber im Rücken - nicht unwichtig...will man eine Gesellschaft verändern. Und dazu muss man auch einen Teil der Intellektuellen für sich gewinnen. Dummköpfe, wie sie sich hinter NPD versammeln, sind keine ernsthafte Gefahr. Ein Fehler...den viele auch hinsichtlich unserer Nazivergangenheit machen...indem man die Nazis als Dummköpfe verkauft. Als solche wäre es ihnen niemals gelungen das Land zu übernehmen. Das ist eine Verharmlosung der Gefahr...wenn man das macht.
  • 27.03.20, 13:10
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    ...Die AfD will eigentlich auch keine wirkliche Alternative, sondern nur ein paar Stellschrauben anders stellen. Wirkliche Alternativen wären: ein neues Wirtschaftssystem, ein neues Rentensystem, ein neues Verteidigungssystem, ein neues Staatsverständnis, eine neue Außenpolitik. Ich habe bis heute von der AfD hier keine grundsätzlichen Vorschläge gehört, nur beim Euro wollen sie einen anderen Weg gehen, doch der sieht auch keine Veränderung der Produktionsverhältnisse, gar eine Abkehr vom Globalismus vor. Sie ist also nichts anderes als eine Systempartei in nuce,...
    So isses. Die AfD lebt von ihrer etwas provokanteren Rhetorik und vor allem von 2 Themen: Migrationsstopp und Ablehnung der/s EUro. Die wenigsten wollen einen totalen System-Change, solange es ihnen im System halbwegs gut geht. Migration und Euro werden als Bedrohung des bequemen 'weiter-so' gesehen, nichts anderes.

    Das System wird von Unwägbarkeiten wie aktuell CV oder längerfristig einer Klimaänderung bedroht. Und diesen Bedrohungen stehen wir - wie wir sehen - weitgehend ratlos gegenüber.
  • 27.03.20, 10:40
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Sage mir, welcher Wähler nicht Anteile hat, die ihn zu einem Frustrierten machen. Auch die gute Lieschen Müller wählt aufgrund frustrierender Erlebnisse eben das, was sie fürs geringere Übel hält, nicht aber, weil sie Partei X aus frohem Herzen unterstützt. Die AfD sammelt auch viele Wähler, die den gewählten Weg der "Systemparteien" nicht wollen oder, was eigentlich der Betrug der AfD ist, sie glauben, mit der Wahl der AfD würde sich grundsätzlich etwas ändern. Demokratie lebt von der Alternative. Wenn aber keine Alternative geduldet wird, welche auch immer es sein soll, dann sind wir bei der Frage, ob wir es mit einer zu tun haben. Der Kampf der "Systemparteien" gegen die AfD ist im Grunde keiner, weil die "Altparteien" wissen, daß die AfD sie gar nicht bedroht, denn die AfD ist nur akzidentiell alternativ, substantiell ist sie es nicht. Die AfD will eigentlich auch keine wirkliche Alternative, sondern nur ein paar Stellschrauben anders stellen. Wirkliche Alternativen wären: ein neues Wirtschaftssystem, ein neues Rentensystem, ein neues Verteidigungssystem, ein neues Staatsverständnis, eine neue Außenpolitik. Ich habe bis heute von der AfD hier keine grundsätzlichen Vorschläge gehört, nur beim Euro wollen sie einen anderen Weg gehen, doch der sieht auch keine Veränderung der Produktionsverhältnisse, gar eine Abkehr vom Globalismus vor. Sie ist also nichts anderes als eine Systempartei in nuce, gerade Leute wie Meuthen, Gauland, Baumann oder Chrupalke (oder wie der heißt) wollen keine in ihrem Wesen veränderte BRD, sondern letztlich so etwas wie eine CDU/FDP 2.0 aus den 1990ern.
  • 27.03.20, 06:25
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Die AfD ist in erster Linie ein Sammelbecken für die frustrierte, enttäuschte und vom Einheitsbrei des linksgrünen Merkelmehltaus angeödete Protestwählerschaft. Ich wette, dass mehr als die Hälfte aller AfD-Wähler diese nur wählen, weil sie der für sie eiinzig mögliche Widerstand mit dem Wahlzettel ist, der dem politischen Establishment weh tut. Die AfD wegen ihres 'Programms' wählt weniger als ein Drittel der AfD-Wähler. Wenn es die AfD zerreisst, dann werden sich die Protestwähler um den gemäßigteren Teil der AfD 2.0 scharen, nur darf dieser nicht zu gemäßigt auftreten. Eine Art Kurz-ÖVP mit radikaler Rhetorik sozusagen. Der Rest der AfD wird, wie gesagt, den rechtsextremen Rand bedienen.

    Das wäre das günstige Szenario. Das ungünstigere wäre eine breite Radikalisierung der Gesellschaft und eine Spaltung in Mainstreamanhänger und 'Protestanten', die sich verbal und ideologisch radikal bekämpfen. Es wird sehr von den Medien abhängen, ob es dazu kommt.
  • 26.03.20, 08:38
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Nicht so vorschnell schlußfolgern, Till. Die AfD ist eine liberal-konservative Bewegung. Der Westen ist liberal, Mitteldeutschland eher konservativ, der Nordosten versucht, beides zu sein, im Nordwesten ist man ebenfalls liberal. In Süddeutschland ist der östliche Teil eher konservativ, der westliche eindeutig liberal. Aus dieser vitiösen Verbindung in einer Partei kannst Du eigentlich keine bürgerliche Partei machen, was man in Mitteldeutschland sowieso nicht will, also bürgerlich sein. Der fehlerhafte Grundansatz einer FDP 2.0 mit verstärkt nationaler Ausrichtung muß schiefgehen, wie ich schon vor Jahren analysierte. Die AfD ist also gut beraten, wenn sie einerseits ihre konstruktive Oppositionsarbeit aussetzt und statt dessen obstruktiv wirkt (das dürfte im liberalen Westen auf starke Widerstände stoßen) udn andererseits in der Ruhe der Opposition ihre Positionen (Rente, Soziales, Wirtschaft, Außenpolitik etc.pp) ausarbeitet. In parteiinterner Arbeit gibt es für die AfD nur zwei Optionen:
    1. sie differenziert die einzelnen Landesverbände, läßt also eine Art von Stämmen (phylogenetische) zu und einigt sich auf ein Grundsatzprogramm, das jedem Landesverband weitgehende Freiheiten läßt oder
    2. sie baut auf das Prinzip straffer Führung (wie sie es itzt versucht) und nivelliert das Verschiedene unter einer für alle geltenden Marschrichtung.

    Ich befürchte, sie wird unter Meuthen, den ich für ein U-Boot halte, den liberalen Weg beschreiten und damit eine FDP 2.0 werden wollen, was die bundesdeutsche Parteienlandschaft aber nicht benötigt und das, mein lieber Till, dürfte dann zu dem führen, was Du oben schriebst. tot Aber wir wissen, daß nichts in dieser Welt wirklich tot ist. Es wird einen neuen Versuch geben, eine Alternative für Deutschland politisch auf den Weg zu bringen. Vielleicht wird der nächste Versuch erfolgreicher sein oder die großen Parteien bekommen sich wieder ein und differenzieren sich aus. Mir ist das eine wie das andere recht, ich werde mich parteipolitisch nie engagieren, weil ich Parteien immer nur für Teilaspektvertreter des Lebens halte und damit in der Demokratie für überflüssig.
  • 26.03.20, 07:51
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Die AfD ist tot. Sie hat sich selbst vergoren. Was bleibt? Mindestens eine Spaltung in einen gemäßigten, plakativ verfassungtreuen Trachtenverein und eine rechtspopulistische, zu Neonazis hin offene Obskurantentruppe. Wie das nach dem CV-Schock weiter geht, muß sich erst zeigen. Ich schätze, dass die AfD insgesamt halbiert werden wird, wobei der Großteil der potentiellen Wähler der gemäßigten Truppe zuzurechnen sein wird. Der rechte Rand wird in die Bedeutungslosigkeit sinken.

    Was aber für Deutschland unruhige Zeiten bedeutet. Denn die Zahl der Unzufriedenen wird ja dadurch nicht kleiner. Und warten wir mal ab, wie es wirtschaftlich nach CV aussieht. Wenn es da stockt und bockt, kann das für die Hl. Angie und ihre Anbeterschar ungemütlich werden.
  • 24.03.20, 15:54
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Was der mainstream und die ÖR-Mediathek, die Qualitäts /Quarantäne-Journaille als Sieg der Demokratie und des Rechtstaats feiern werden - die Spaltung der AfD - wird sich langfristig als Pyrrhussieg herausstellen. Wenn ein selbsternanntes Verfassungswächterregime wie die links-grüne-Sittenwächterkommune darüber entscheidet, welche Gesinnungen und Parteien erlaubt und geduldet sind, ohne dass ein Verfassungsgericht darüber befindet, dann ist das der Niedergang der Demokratie! Die Folgen werden fatal sein. Wie ich schon oft orakelte, die BRD ist zum politischen Geisterfahrer auf der linken Überholspur geworden. Zum Schaden für ganz Europa.
  • 24.03.20, 15:08
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Ich halte das für eine Unverschämtheit, daß irgendwer von außerhalb einer Partei - vergessen wir nicht, daß Parteien private Vereinigungen sind - verlangt, ein Teil von ihr solle sich auflösen/abspalten/nivellieren etc., andernfalls würde es Bestrafungen geben. Ein solches Recht hat auch die Staatspolizei nicht. Sie mag eine Partei als Ganzes verbieten, sofern ihr ein befugtes Gericht dazu eine Order erteilte, schließlich ist eine Staats- oder Geheimpolizei ein Teil der Exekutive, aber wenn Verbotsforderungen von politischen Gegnern/Feinden/Konkurrenten kommen...ne. Daß die AfD sich nun selber zerlegt - nichts anderes ist die Forderung vom NRW-Verband -, ist ihr gutes Recht und eben dumm. Glaubt irgendwer, daß sich die kritischen Stimmen beruhigen werden und die AfD nun in den Kreis der vom linksgrünen Spektrum akzeptierten Parteien aufgenommen werden wird? Glaubt irgendwer, daß sich die vielen Stimmen in der AfD, die dem "Flügel" subsumiert werden können, nun beruhigen und ihre Ansichten, ihre Arbeit, ihr Wollen verändern werden? Es ist typisch linkes Denken, daß geglaubt wird, wenn man jemanden an eine Form bindet, daß sich dann auch der Inhalt dieser Form anpassen wird. Das klappt vielleicht beim weichgespülten Westdeutschen, nicht aber in Mitteldeutschland. Es wird extremen Streß für den Westen geben, was auf Spaltung der AfD hinauslaufen wird.
  • 24.03.20, 13:40
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Möglich, dass die Regierung von Thüringen eingeholt wird...denn:

    das Wirtschafts-Hilfspaket, das morgen im Bundesrat verhandelt wird, könnte auf die Stimmen der AfD angewiesen sein...denn man weiß nicht genau...ob überhaupt so viele Abgeordnete der Etablierten aufgrund von Krankheit und Quarantäne anwesend sein werden, wenn es zur Abstimmung kommt. Die rund 360 Stimmen, die man benötigt..bekommen Regierung und Oppositionsparteien (ausser AfD) normalerweise locker zusammen...aber wie gesagt...die besonderen Umstände könnten es möglich machen...dass man auf AfD Stimmen angewiesen ist. Könnte spannend werden. Ich hab schon vor dem geistigen Auge..wie sich Höcke als Retter der Wirtschaft feiern lässt.
  • 21.03.20, 09:31
    anderedimension

    AW: Notizen März 2020

    Die AfD-Spitze fordert ihren rechten Flügel dazu auf sich bis Anfang April selbst...álso freiwillig aufzulösen. Eine richtige Forderung, aber sie kommt sehr spät - und ich befürchte; zu spät. Eine Auflösung hätte nur einen symbolischen Charakter - wenn, dann müsste man mE die Protagonisten aus der Partei auch ausschließen - das wäre dann konsequent. Ist nun aber nur schwer umsetzbar...da die Partei schon so durchseucht ist, dass für ein Parteiausschlußverfahren die Mehrheiten fehlen. Könnte also gut sein, dass die AfD-Spitze vielleicht sogar darauf hofft, dass das der Verfassungsschutz für sie erledigt - würde dieser Höcke Kallwitz +Co aus dem Verkehr ziehen...könnte dies der AfD nur recht sein. Aus eigener Kraft wird ihr das kaum mehr gelingen können - zudem würden die Anderen (Medien und Etablierte) einen internen Streit der AfD medienwirksam für sich ausnutzen.
  • 02.12.19, 09:06
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Warum das für die AfD schwierig wird, das zeigt der gestrige Tagesschau-Kommentar:

    https://www.tagesschau.de/inland/afd-parteitag-243.html


    Man hat die Journalisten, zu 70% Links-Grüne, gegen sich - egal was man macht. Der Kommentator hätte ebenso gut die positiven Elemente des Parteitages herausarbeiten und sich an Fakten orientieren können - stattdessen befasste er sich lieber mit schwarzseherischen Spekulationen. Mag sein, dass er im Nachhinein Recht behält...aber mit solchen Vorverurteilungen ist er ein Handlanger der Altparteien.

    Immerhin trennt die ARD sauber zwischen Bericht und Kommentar, was bei der schreibenden Journaille nicht immer der Fall ist. Was dem Zuschauer oder dem Leser vor allem im Gedächtnis bleibt...das ist der Kommentar - und da wird m.E. oft Missbrauch betrieben.
  • 02.12.19, 08:28
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Ich tippe da auf Weichen gestellt Richtung Altpartei und Funktionärspartei. Wenig Alternative, viel Anbiederung. Aber solange die AfD das Migrationsthema am Köcheln hält, wird sie immer über 10% bekommen. Dass sie beim Klima einen Abwehrreflex und blinden Fleck hat, wird ihr noch leid tun. So, wie der gärige Haufen sich jetzt bewegt, geht es eher in Richtung bräsiger Haufen und wird wohl manchen AfD-Wähler weiter Richtung Obskurantismus treiben. Schade, denn die AfD hätte jetzt die Mittel und auch die Wählerzahl, wirklich an einer politischen Alternative zu arbeiten. Das wird aber wohl nix. Das System ist scheinbar immer stärker als die Alternative.
  • 02.12.19, 07:50
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Der AfD-Parteitag am Wochenende hinterläßt bei mir ein zwiespältiges Gefühl: zum einen verstehe ich die klar pragmatische Hinwendung zur bürgerlichen Ordnungspartei, die mit Disziplin, klarer Positionierung und Programmatik um Wählergunst werben will; zum anderen bedaure ich den gärigen Protozustand, den eine junge Partei nun einmal in der Frühphase ihrer Entwicklung besitzen muß, will sie eine Alternative zu den bereits bestehenden politischen Angeboten abgeben. Jede Partei ist subjektiv, also strukturell Teilwahrheit des Ganzen. Der Kampf tobt anfangs um die Bestimmung dieser Teilwahrheit. Doch wer um Mehrheiten in einem großen Land wirbt, darf sich darauf nicht so lange einlassen, muß ausschließen und seine Ziele verdichten. Die AfD will keine Kleinpartei sein, sondern Volkspartei, also mehr als 25% der Stimmen auf sich vereinen. Von daher ist es notwendig, dem wie auch immer gearteten Mehrheitswillen der Bevölkerung zu entsprechen. Die Mehrheit, die (politisch) stets Unsinn will, duldet keine Minderheitsmeinungen. Die AfD mußte sich also, um der Mehrheit zu entsprechen, von Minderheiten trennen. Tatsächlich?
    Der Dialektiker in mir widerspricht. Es sind gerade die Minderheitsmeinungen, die den Diskurs in seiner Substanz prägen, sie bestimmen nämlich die Eckpunkte, die Gegenüber, aus denen sich eine Mitte erst bestimmen kann. Wirft man sie über Bord, diffamiert sie am Ende gar, wird das Ergebnis über kurz oder lang nur ein grauer Einheitsbrei sein, der nicht in der Lage ist, Gegensätze auszuhalten und sich eben schnurstracks davon trennt.
    In diesem Sinne war klar erkennbar, daß der AfD-Parteitag am letzten Wochenende ein Funktionärsparteitag war, dem es darum geht, die errungenen Posten zu behalten und durch Anbiederung an die Mächtigen allmählich zu statuieren und auszubauen. Klug war das schon. Aber zugleich, so ist zu befürchten, war es der Anfang vom Ende der Alternative. Andererseits: konservative Veränderung beginnt immer in der Konzentration auf die Funktuationspunkte der Gemeinschaft. Wenn diese bedroht ist, wie in diesen Tagen, muß man mit den Wölfen, also der dummen Mehrheit, heulen.
    Wie gesagt, ich bin da noch nicht ganz klar, ob ich die Entwicklung goutieren oder ablehnen soll.
  • 05.09.19, 20:27
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Für den geschichtlichen Background habe ich ja Gott sei Dank dich- und was die angebliche Behauptung angeht; ich habs nachgelesen, es war "nur" eine Vermutung, was deine Behauptung, es wäre eine Behauptung gewesen, als Behauptung ratifiziert.
    Und: es ist an keinem Tag mein Tag.
  • 05.09.19, 18:36
    rodbertus

    AW: AfD-Ordner

    ad, historische Reminiszenzen solltest Du unterlassen. Der Sachsenkrieg fand in etwa auf dem Gebiet des heutigen NRW und Niedersachsens statt. Die Ostfalen haben sich unter Karl wahrscheinlich nie christianisieren lassen. Die heutigen Sachsen sind von uns, den Ostfalen, christianisiert worden und waren seinerzeit nur in sehr geringem Maße Deutsche. Erst die Besiedlung des christianisierten Gebietes durch Deutsche nach der Christianisierung um 1000 (Ottonen) machte dieses Gebiet deutsch.
    Die Renitenz richtete sich immer gegen Obrigkeit, nicht aber gegen den christlichen Glauben. Auch Luther wollte keinen neuen Glauben, sondern "nur" einen richtigen christlichen Glauben in freier Selbstbestimmung vor Gott. Die heutige AfD damit in Verbindung zu bringen, ist etwas abenteuerlich. Die AfD ist eine nationalliberale, eine bürgerliche, eigenbezügliche Bewegung, eher reaktionär als konservativ, eher populistisch als demokratisch und eher nationalistisch als konföderativ. Das hat mit dem Christentum resp. mit der Renitenz gegen Obrigkeit nur soviel zu tun wie der Mops mit den Möhren.

    Das scheint heute nicht Dein Tag zu sein, ad. Ich las eben Deine Behauptung, Gretchen sei ein Kerl und wahrscheinlich nicht existent. Ich finde das sehr lustig.
  • 05.09.19, 08:38
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Wird ja oft darüber geredet warum die AfD gerade im Osten so stark ist. Da wurden schon viele Gründe genannt, die ich jetzt nicht wiederholen möchte...aber einen weiteren möchte ich noch in den Ring werfen: der Sachsenkrieg und die Christianisierung der Sachsen. Auch wenn das schon sehr lange her ist, ist dieses Ereignis noch tief im kollektiven Gedächtnis verankert - prägt es bis heute die Haltung gegenüber den Kirchen und bereitet den Boden für einen kritischen Umgang mit den Religionen. Das wird kaum einer bewusst so sehen, aber im Unterbewusstsein könnte das immer noch eine Rolle spielen.
  • 04.09.19, 05:13
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Die AfD ist keine Volkspartei im eigentlichen Sinne, aber auf eine gewisse Art dann doch...denn keine andere Partei erreicht ein solch breites Spektrum der Gesellschaft. Sie haben von links bis rechts aussen Wähler...von 18 bis 80 und vom Hartz4 Empfänger bis zum obersten Richter.
    Auch darf man nicht vergessen, dass sich viele gar nicht öffentlich zur AfD bekennen - und das aus nachvollziehbaren Gründen. Man kann also davon ausgehen, dass auch im Künstlermilieu AfD Sympathisanten zu finden sind.

    Für mich ist die AfD ein Regulativ - als solches hat sie für mich ihre Daseinsberechtigung. Vieles (das notwendig war) wäre ohne die AfD gar nicht in Bewegung gekommen. Die AfD muss als Gegengewicht einer linkslastigen Medien und Politiklandschaft rechtslastig agieren. Würde sie das nicht tun, wäre sie nichts anderes als eine FDP 2.0

    Viele Wähler, die heute die AfD wählen, waren der CDU vor Jahren noch lieb und recht...als sie noch die CDU wählten. Nicht das Gedankengut der Wähler hat sich im Laufe der Jahre verändert...sondern die Politik der CDU....die noch viel weiter links steht..als zB eine SPD vor dreißig Jahren. Nach heutigem Maßstab wäre die SPD bis in die 90er eine erzkonservative Partei gewesen. In den 70ern hätte eine Merkel in der SPD den linken Flügel vertreten - und zwar ganz links aussen...am Rand.

    Die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremen hat sich in den letzten 20 Jahren nicht verändert...liegt konstant bei 20.000/in Anbetracht der Ereignisse um 2015 kann man das als Erfolg bezeichnen. Das einzige, das sich verändert hat... ist...dass sich diese Leute nun mehr aus der Deckung trauen und offen ihren Hass zur Schau stellen. Es ist ein ERFOLG der AfD, dass sich diese Zahl nicht erhöht hat. Es ist alleine der AfD zu verdanken, dass NPD und Co. trotz der Ereignisse nicht erstarken konnten. Die AfD mit den Etablierten vergleichen zu wollen ist Quatsch, denn ließ sie sich mit diesen Parteien vergleichen...dann wäre sie überflüssig. Die schlimmsten Verbrechen gegen Migranten gab es lange vor 2015...Rostock, Hoyerswerda, Ludwigshafen usw...zu einer Zeit...in der ist die AfD noch gar nicht gab. Der aufkommende Antisemitismus hat rein gar nichts mit der AfD...sondern ausschließlich mit den vielen Muslimen zu tun...die in unser Land kamen. Bei den Vergehen Rechter handelt es sich um Beleidigungen usw...also um verbale Vergehen...während die körperlichen Gewalttaten gegen Juden zu fast 90% von Muslimen verübt werden. Zwar sind auch die verbalen Verfehlungen zu verurteilen...dennoch werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Ich kenne keine antisemitischen Äusserungen von AfD Politikern - wenn, dann vielleicht vom ein oder anderen Anhänger der AfD, aber das kann man der Partei nicht vorwerfen. Dass jemand, der gegen den Zuzug von Ausländern ist eher die AfD als die Linke wählt, das liegt in der Natur der Sache. Das sollte eine gesunde Demokratie aber aushalten können...schließlich hat sie ihre Mittel und Wege dem zu begegnen.

    Dass die Zentralräte von Juden und Muslimen wie auch beide christlichen Kirchen gegen die AfD sind...das hat monetäre Gründe, denn die AfD möchte die Positionen der Religionen insgesamt schwächen...sprich die Gelder kürzen. Das forderte die AfD schon vor 2015...und m.E. auch völlig zurecht. Hier fließen viele viele Milliarden...und es gibt sehr gute Gründe dafür...daran etwas ändern zu wollen.

    Noch etwas zur FPÖ: das Geheimnis ihres Erfolges sind die Burschenschaften...aus denen ihre Spitzenkräfte hervorgehen. In Österreich ist in dieser Beziehung der Zusammenhalt noch größer...als er es schon in Deutschland ist. Die FPÖ ist in der Elite überproportional vertreten - alle Spitzenämter des Landes sind auch mit Leuten der FPÖ besetzt. In Deutschland sind die Burschenschaften stark rückläufig...oder wurden (Regeln und Tradition) aufgeweicht - zudem werden einige vom Verfassungsschutz ins Visier genommen. Auch ein Mosaikstein, warum Deutschland so linkslastig werden konnte.
  • 03.09.19, 07:37
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Ich halte die AfD für keine Volkspartei. Auch sie ist ein Elitenprojekt, sie ging ja aus einer Anit-Euro-Partei des Wirtschaftsprofessors Lucke hervor. Dessen Thema Euro interessierte damals nur eine Minderheit. Lucke wurde geschasst und Petri setzte mehr auf das Migrationsthema, vorerst mit Erfolg. Als sich Petri gegen die wachsende rechte Unterwanderung wandte, wurde sie durch Meuthen, dann Gauland abgelöst. Jetzt hatten sich die 'Populisten' durchgesetzt. Die AfD ist ein inhomogener Haufen mit Alt- und Neonazis ganz rechts genauso wie Euroskeptikern oder eher liberalen Wirtschaftsleuten auf der anderen Seite. Und natürlich hat die AfD noch nicht zu allen wichtigen Themen - siehe Renten, Digitalisierung, Klimapolitik - ein erkennbares Konzept. Trotz aller Wahlerfolge ist sie keine Volkspartei, weil sie auf wichtige Fragen (noch?) keine Antworten hat. Ob sie je eine wird, wird man sehen. Ich sehe sie eher als eine Bewegung, die jederzeit auseinander und damit in die politische Bedeutungslosigkeit fallen kann. Das sieht man ja an den Beispielen Lucke und Petry, deren heutige politische Relevanz gleich Null ist.

    Die FPÖ ist dagegen, wenn schon keine Volkspartei, so doch eine fest verankerte Partei in der politischen Landschaft Österreichs. Es gibt sie seit 1949, sie dümpelte als deutsch-nationale Rechtspartei immer so zwischen 8-12 Prozent herum, bis sie Haider, der erste Rechtspopulist Europas mit politischer Bedeutung aus dem Stand auf >20% hievte. Haider war ein charismatischer Narzisst wie er im Buche steht. Dazu ein Chamäleon, das heute Nazisprüche klopfen konnte und sich morgen als Philosemit mit Kippa auf dem Kopf präsentieren konnte. Letztlich scheiterte er an seiner Egomanie. Seit Tod war auch eine 'besoffene G'schicht' um im Jargon zu bleiben. Ob er (auch) homophil war, ist mir wurscht, es spricht aber vieles dafür. Die heutige FPÖ ist ein widerlicher Haufen von korrupten Karrieristen, die auf der populistischen Antimigrationswelle reiten und ausser Narzissten und korrupten Leuten mit Selbstbereicherungsabsichten kaum politische Köpfe zu bieten hat. Ausnahme Ex-Innenminister Kickl, das eigentliche Mastermind der Partei, ein übler, tatsächlich sehr rechter Law-and-Order-Hardliner, der seine undemokratischen, totalitären Absichten trefflicht hinter populistischen Parolen verschleiern kann.

    Ich persönlich hege weder für die AfD noch für die FPÖ die geringsten Sympathien, die dümmliche Arroganz und Ignoranz der Altparteien in beiden Ländern aber macht mich wütend und pessimistisch zugleich. Wenn man - wie in D z. B. der grüne Palmer, ein recht kluger und vernünftiger Mann, so mein Eindruck - gänzlich legitime Positionen wie die Gegnerschaft zu noch mehr Migration weiter tabuisiert und ächtet, dann füttert man die populistischen Trolle. Wie das ausgeht, ist noch lange nicht entschieden.
  • 02.09.19, 16:26
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Selbst S. Wagenknecht wurde in die rechte Ecke gestellt...als sie sagte man müsse Zuwanderung regulieren und begrenzen. Das zeigt wie verblödet und oder verbohrt manche Leute sind. Hinzu kommt, dass dir von hundert Leuten auf der Straße vielleicht einer die Begriffe konservativ, national, patriotisch und rassistisch erklären und auseinanderhalten kann. Also was machen die Leute...wenn sie selbst keine Ahnung haben? Sie quatschen anderen alles nach- und wer sind diese Anderen...das sind die Journalisten...die sich zu 2/3 aus Grünen zusammensetzen. Aber, so fair sollte man sein, es gibt im Umfeld der AfD Leute...wie sie von den Medien beschrieben werden. Man sollte aber einer Partei, die erst sechs Jahre auf dem Markt ist, Zeit geben sich zu finden. Der Prozess zur Konsolidierung kann unmöglich schon abgeschlossen sein. Keine Partei hat auch nur annährend so viele Parteiausschlußverfahren laufen wie die AfD. Man kann also nicht behaupten die würden nichts unternehmen. Klar hat man zu den Wahlen im Osten nicht vorher unnötig Öl ins Feuer gegossen...wollte man die aktuelle Stimmungslage für sich ausnutzen. Aber welche andere Partei hätte das nicht getan? Man sollte sich mal daran erinnern wer sich in der Anfangszeit der Grünen dort tummelte. Grün ist ein Eliteprojekt, weshalb die sich einen Dreck für die Probleme des kleinen Mannes interessieren.

    Es gibt aber zum Glück auch anständige Journalisten, sonst würden wir zB nicht erfahren, dass es alleine in NRW und an einem einzigen Wochende 27 Polizei-Großeinsätze wegen arabischer Hochzeiten gab...wo Autobahnen blockiert werden und mit scharfer Munition geschossen wird...wo die Hochzeitsgesellschaft mit teilweise gestohlenen Fahrzeugen der Luxusklasse unterwegs ist - Menschen, die aus einem Ferrari hupen...aber bei uns Sozialleistungen kassieren. Vor zehn Jahren hätte ein einziger EInsatz wochenlang die Schlagzeilen beherrscht, während man heute versucht gleich alles unter den Teppich zu kehren.

    Ich musste meine Nichte, die mich auf der Durchreise besuchte, neulich zum Bahnhof eskortieren...so lange bis ihr Zug dann eintraf. Hätte ich sowieso getan, aber heutzutage ist das auch zwingend notwendig...da sich dort von morgens bis abends eine Herde Schwarze tummelt...um krumme Geschäfte abzuwickeln. Jeder weiß das, auch die Polizei- aber die hat, nachdem man anfangs noch sehr bemüht war, inzwischen aufgegeben. Und jeder Polizist, der mit Brennpunkten zu tun hat, wird dir unter vier Augen sagen, dass man schon lange nicht mehr Herr der Lage ist. Auch das wissen die Politiker...aber sie tun als wäre alles ok und halten die Menschen weiterhin dumm.

    Wie sagte David Precht neulich in einer Runde mit Politikern: sagen Sie, die Politiker, den Menschen endlich die Wahrheit.
    Da ging es zwar um etwas anderes, um die Digitalisierung und wie das unser Leben verändern wird (Arbeitslosigkeit >50%), aber der Grundtenor war der gleiche. Wir werden von teilweise dummen Politikern für dumm verkauft - und das funktioniert auch noch.
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