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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 26.07.19, 11:57
    resurrector

    AW: Ein Zeichen setzen

    nö, gefällt mir nicht. die hübsche idee mit dem einkaufszettel wird durch übertriebenes bimbamborium zerquatscht. ja ja, ich ahne es schon, um diesen alltagsquatsch soll es ja auch gehen. ich wünschte manchmal, ich hätte ein organ dafür. doch hier hatte ich den wunsch nicht.
  • 21.09.03, 11:53
    Maso

    AW: Ein Zeichen setzen

    Morgengrauen

    [..]

    WarumWarumWarumWarum
    WarumWarumWarumWarum
    WarumWarumWarumWarum
    WarumWarumWarumWarum
    Wo bitte geht's zum
    Sanatorium
    ?


    "Mama? Warum flippst du immer gleich so aus?"
    Auf Freddys Hemd klebt eine rotweißgestreifte Zahnpastanase.
    "Tschuldigung, Freddy."
    Edda hebt die Hand, spreizt die Finger. Freddys Handfläche klatscht auf Eddas.
    "Zack, zack jetzt. Beeilung!"
    Schuhe an, Jacken an, Mütze auf.
    "Erster!", ruft Freddy und poltert den Flur entlang, als wolle eine Abrissbirne das Haus zum Einsturz bringen. Im Badezimmer zerschellt etwas auf den Fliesen.
    "Stop, Polizei!"
    Freddy reißt die Tür auf.
    Edda schreit.
    "Was ist das denn für ein Chaos?"
    Freddy runzelt die Stirn.
    "Das ist eine Umgehungsstraße, warum?"
    Edda zerknüllt die Einkaufsliste in der Manteltasche.
    "Mr. Spock, bitte fertig machen zum Beamen", sagt Edda.
    Freddy grinst, schiebt den Steg seiner Brille ganz nach oben auf die Nasenwurzel.
    "Mach kein Quatsch, Mama."
  • 12.09.02, 18:22
    Eulalie

    AW: Ein Zeichen setzen

    moin patina,

    freue mich, dass du deinen humor trotzdem oder besser noch deswegen behalten hast!

    du hast recht, das ende ists noch nicht. es rumort in meinem kopf. hoffe sehr, da tut sich noch was.


    grüße
    e.
  • 11.09.02, 21:36
    Patina

    AW: Ein Zeichen setzen

    Hallo Eulalie,
    ich hab mich fast weggeschmissen vor Lachen bei diesem Text. Diese Szene hast du gut festgehalten. Sie klingt noch ganz in meinem Ohr. Der zweite Schluß gefällt mir auch besser. Vielleicht hätte ich das "what shalls" weggelassen.
  • 11.09.02, 18:33
    it

    AW: Ein Zeichen setzen

    das ende ist doof.
    letzten satz streichen.
    stattdessen:


    Edda zerknüllt den Einkaufszettel in der Manteltasche.
    "What shalls!"
  • 11.09.02, 13:13
    Eulalie

    Ein Zeichen setzen

    Zeichensetzen


    Massenhaft Männer, die unter Eid schwören, sie zu belügen und betrügen. Edda steht auf. Ihr Kreislauf bleibt sitzen.
    "Warum sucht die Polizei Kollegen?"
    Lauf Amok, lauf. Ihre masochistische Ader verlangt nach Blutvergießen.Edda sendet ein Stoßgebet zum Himmel. Links oben an der Decke überdem Küchentisch hat sich der Schimmelfleck bis zur Lampe hinausgebreitet. Edda hustet. Kein Wunder.
    "Ma-ma!"
    Siesolle mal ordentlich durchlüften. Ha, was glauben diese Milchgesichter von Verwaltungshengsten eigentlich, wen sie vor sich haben!
    "Wa-ru-um?"
    "Warumwas?"
    Edda schreibt -Geschirrspülmittel-, -Feudel-, -Miracoli- auf die Einkaufsliste und füllt Milch in den Trinkbecher.
    "Ichhab aber gesagt Saft mit ohne Wasser!"
    Edda schreibt -Apelsaft- auf die Einkaufsliste.
    "Saft ist alle."
    "Warum?"
    "Weil du die ganze Kiste leergetrunken hast."
    Freddy,die blauen Harry Potter Brille hängt schief im Gesicht, die Gläser schimmern schmierig im Sonnenlicht, parkt das grüne Motorrad auf der Butterdose, verschränkt die Arme vor der Brust. Sein Ellenbogen berührt den Becher. Der Becher kippt um. Milch tropft vom Tischrand auf das Linoleum.
    "Gar nicht!"
    Sein Fuß trifft Edda am Schienbein.
    "Schluss jetzt."
    Edda ist aufgesprungen. Zu spät. Der Fleck auf dem Rock ist dunkelrot, schimmert fettig. Kunststück. Edda sieht auf die Uhr über der Tür.In einer Stunde beginnt die Feierstunde im Präsidium, denkt Edda,während sie hastig den Rock abstreift und über die Stuhllehne wirft.
    "Warum ziehst du dich wieder aus?"
    "Weil der Rock dreckig ist."
    "Warum?"
    "Hier."
    Edda hält Freddy den Rockzipfel vor die Nase.
    "Daist ein Fleck drauf. Warum?"
    Edda schreibt -Fleckweg- auf die Einkaufsliste.
    "Wa-ru-um?"
    Sie eilt hinaus in den Flur, öffnet den Wandschrank, die Bügel auf der Metallstange quietschen. Sie hält sich einen dunkelblauen Leinenrock vor den Körper und wendet sich um zum Spiegel. Edda, die erste Chefbullette. Wenigstens zwanzig Zentimeter kniefrei zum Amtsantritt.Warum eigentlich nicht! Edda streift die Aufhänger vom Bügel. UndFreddy greift nach dem Motorrad und drückt auf den kleinen schwarzen Knopf auf der Satteltasche.
    "Stop Polizei!", quakt eine elektronische Männerstimme.
    "Ma-ma!"
    Das Motorrad fährt quer über die Milchpfütze und stürzt vom Tisch. Es kracht. Die Stimme erstirbt.
    Edda steht auf der Türschwelle. Der Reißverschluss klemmt.
    "Freddy!Los jetzt, iss dein Müsli."
    "Warum?"
    "Weil das groß und stark macht. Die nehmen keinen bei der Polizei, der zu schwach ist den Einbrechern Handschellen zu verpassen."
    "Will gar nicht zur Polizei, will Feuerwehrmann werden."
    Edda verdreht die Augen, zieht den Bauch ein und zerrt am Reißverschluss.Ein Ruck und sie hält die Öse in der Hand.
    "Scheiße!"
    "Dass agt man nicht."
    Aus Freddys Mundwinkel fließt Milch.
    "Mit vollem Mund spricht man nicht."
    Edda windet sich aus dem Rock und schmeißt ihn über den anderen auf die Stuhllehne.
    "Warum?"
    "Weil man nicht mit vollem Mund spricht."
    Edda schreibt -Reißverschluss- auf die Einkaufsliste.
    "Stop Polizei!"
    "Freddy,du setzt dich jetzt sofort wieder hin und isst dein Müsli auf."
    "Warum?"
    Edda rennt aus der Küche, öffnet den Wandschrank. Quietschen. Zu kurz. Zu blönd. Zu grün. Zu zu. Edda hält sich eine kleinkarrierte Anzughose vor den Bauch. Safrangelb zur rosa Bluse? Edda stellt sich auf die Zehenspitzen und durchwühlt die T-Shirtstapel im Fach über den Kostümen. Schwarz? Edda zieht die Bluse aus und wirft sich das Shirt über den Kopf; der bleibt im Rollkragen stecken.
    "Warum bist du jetzt ein Gespenst, Mama?"
    Eddas Kopf schraubt sich ins Freie.
    "Iss,Freddy. Bitte!"
    "Ich mag nicht mehr."
    "Okay,dann ab Zähne putzen."
    "Warum?"
    "Darum."
    Edda schreibt - Aspirin - auf die Einkaufsliste.
    "Freddy!Ich komm zu spät."
    "Warum?"
    Edda umfasst Freddys Handgelenk und schleift ihn hinter sich her ins Badezimmer.
    "Ich will nicht Zähne putzen." Freddy heult und tritt nach Edda.
    "Okay,Freddy, ist mir doch egal, wenn deine Zähne vergammeln."
    Edda knallt die Badezimmertür zu. In der Küche setzt sich Edda an den Tisch und rauft sich die Haare. Keinen Bock mehr auf Erziehung, nur noch auf verkloppen. Edda schreibt-Fliegenklatsche- auf die Einkaufsliste. Freddys warmer Atem streicht über Eddas Ohr. Er legt die Arme um ihren Hals und gibt ihr einen Kuss auf die Wange. Edda schnäuzt die Nase und räuspert sich.
    "Was hast du solange im Badezimmer gemacht?"
    Freddy leckt sich die Lippen.
    "Warum schmeckst du so salzig, Mama, warum?"
    "Weil ich geweint habe, Freddy."
    "Warum?"
    "Weil ich traurig bin."
    "Warum?"
    "Ich nehme mir immer wieder vor, nicht zu schimpfen und nicht zu schreien und dann tue ich es doch."
    Freddy klettert auf Eddas Schoß, lehnt seinen Rücken an ihre Brust, nimmt ihre Hände und kreuzt sie vor seinem Bauch, lässt seine Beine baumeln.
    "Warum kommt Papa Felix nicht mehr zu uns?"
    Edda schmiegt ihre Wange an Freddys, streichelt seine nackten Arme, fühlt den weichen Haarflaum.
    "Weil ich ihm die Schlüssel weggenommen habe, damit er mich nicht mehr einsperren kann."
    "Warum?"
    "Weiler ein Langweiler ist."
    "Gar nicht! Ich will aber. Warum kommt Papa Felix nicht mehr?"
    Edda hebt Freddy von ihrem Schoß und stellt ihn auf den Boden ab. Es rauscht in ihren Ohren.
    "Weil ich das nicht will. Los ab, Schuhe an, Jacke an, Mütze auf."
    "Ich mag dich auch nicht mehr."
    Freddy rennt aus der Küche. Edda hört, wie die Badezimmertür gegen den Rahmen donnert.
    "Verdammt noch mal!"
    Edda schreit. Edda haut mit der Faust auf den Tisch. Müslischüssel und Trinkbecher tanzen im Quadrat. Edda atmet durch die Nase ein und durch den Mund aus und schreibt auf die Rückseite der Einkaufsliste:


    WarumWarumWarumWarum
    WarumWarumWarumWarum
    WarumWarumWarumWarum
    WarumWarumWarumWarum
    Allesnur eine Phase
    Darum.


    "Mama? Warum flippst du immer gleich so aus?"
    Auf Freddys Hemd klebt eine riesige Zahnpastanase.
    "Tschuldigung, Freddy."
    Edda hebt die Hand, spreizt die Finger. Freddys Handfläche klatscht auf Eddas.
    "Zack,zack jetzt. Beeilung!"
    Schuhe an, Jacken an, Mütze auf.
    "Erster!",ruft Freddy und poltert den Flur entlang, als wolle er das Haus zum Einsturz bringen. Im Badezimmer zerschellt etwas auf den Fliesen.
    "Stop, Polizei!"
    Freddy reißt die Tür auf.
    "Was ist das denn für ein Chaos?"
    Edda schreit. Freddy runzelt die Stirn.
    "Das ist eine Baustelle, warum?"
    Edda schreibt in Gedanken -Freddy beim Innensenator in Pflege geben- ganz oben auf die Einkaufsliste.

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