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Thema: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

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  • 11.07.20, 07:43
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Eine wichtige Entscheidung ist gefallen: der Trainer bleibt. Hoßmang. Das Echo ist geteilt. Etliche kritteln. Sie wollen einen Startrainer, der in der Liga bereits erfolgreich war. Andere meinen, es sei richtig, itzt nicht das Pferd zu wechseln, zumal Hoßmang mit den jungen Spielern arbeiten könne. Dritte meinen, er habe genau das eben nicht nachgewiesen, denn in den letzten Jahren habe es kein Jugendspieler in den Kader geschafft, bestenfalls sei der eine oder andere zu Kurzeinsätzen gekommen.

    Ich gebe, wie immer, dem Trainer eine Chance. Ich erwarte das, was ich im vorigen Beitrag geschrieben habe.
    In den letzten Spielen sah ich den Versuch, den guten alten Doppelpaß und Dreieckspiel wiederzubeleben. Unsere Gegner waren so überrascht davon, daß wir das sogar erfolgreich betrieben. Ich liebe den guten alten Doppelpaß.

    Die neue Saison wird Mitte September beginnen. Diesen Ordner werde ich bis dahin pflegen, also auch die Neuverpflichtungen begutachten.
  • 29.06.20, 09:03
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Der bundesdeutsche Profi-Fußball ist ein Geschäft. Wer in die drei (vier?) oberen Ligen aufsteigt, der hat sich zu entscheiden, ob er an diesem Geschäft teilnehmen will oder seinen eigenen Weg geht. Nimmt er teil, bedeutet das den Austausch wenigstens eines Dritteils der Mannschaft pro Saison, bedeutet das die Konstituierung eines Sportdirektors, die Einbindung eines NLZ, den jährlichen Austausch des an einer Einheitsschule ausgebildeten und zertifizierten Trainers und weiterenfalls der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung des Vereins, der nominell die Mehrheit an dieser Ausgliederung hält, und der spielerischen Anpassung an das Spielsystem der anderen Mannschaften. Das System ist auf Stabilität ausgerichtet, bewirkt eben diese dadurch, daß die Finanzstärksten wirtschaftliche Planungssicherheit haben. Die Kleineren profitieren, da sie immer mal einen guten Spieler "produzieren", den sie für einen fünf- oder sechsstelligen Betrag an einen der Großen verkaufen können.
    Das System ist auf Nivellierung bedacht: sportlich, wirtschaftlich und politisch. Es ist wie die BRD selber.
    Der Nachteil dieses Systems ist Stillstand, eine Art von oligarchischer Stabilität, ganz der Theorie entsprechend, wonach demokratische Strukturen unweigerlich (ehern) oligarchische unterschieben, weil Gewohnheit, Egoismus und Nützlichkeitsdenken dieses depravieren und Erneuerungskräfte nur dann Wirkung erzielen, wenn sie den Arrivierten nützlich erscheinen und denen entsprechend verkauft werden können, die sie im Amt halten: der grauen bewegungsarmen Masse.

    Dem FCM wurde dieses Systems mithilfe der üblichen Schlagworte "Professionalisierung", "Profifußball" oder "Notwendigkeit" in den letzten Jahren übergeholfen. Im Ergebnis gab es einen kurzzeitigen Aufschwung, den Einbindung in ein funktionierendes System, das Neue und eine unglaublich disziplinierte und erfolgshungrige Anhängerschaft meist mit sich bringen. Doch nun, nach eben dieser Einbindungsphase, schlägt das System quasi zurück. Die Nivellierungskräfte, die alles auf ein Durchschnittliches herunterbrechen, werden gemeiniglich von den Kreativlingen ausgeglichen, doch wenn das Kreative vollends im System aufgehen will, sei es aus vorauseilendem Gehorsam oder eben durch das Fehlen jeglichen sportlichen und/oder wirtschaftlichen Planes für den Verein, dann wird ein so geführter Verein schnell "durchgereicht" werden. So geschehen beim FCM. Da versuchte man brachial einen erfolgreichen Weg abzubrechen, zerstörte den Mannschaftskern, holte neue, nicht dazu passende Spieler von den Reservebänken der Konkurrenz, unterließ die Verpflichtung von Leistungsträgern und tauschte alle paar Monate den Trainer aus, unterließ zudem die Beratung durch vereinsgebundene Koryphäen, deren Rat man nicht zu benötigen vorgibt. Das ist lehrbuchreif. So fährt man einen Traditionsverein an die Wand.
    Um das zu erklären: Wenn man Konzepte x-beliebiger Vereine, die rein wirtschaftlich funktionieren und deren Nichtexistenz dem Fußball eher nützen als schaden würden, auf einen Traditionsverein überträgt, dann ist das durchaus ein kurzzeitig möglicher Vorgang, aber diese Translation darf nicht permanent dauern. Das Wesen eines Traditionsvereins liegt in seiner Unverkennbarkeit, die wiederum auf Alleinstellungsmerkmalen und gepflegter Tradition basieren, die auch auf die wirtschaftliche Potenz zurückstrahlen, den Wesenskern seiner Anhängerschaft und damit auch seiner "Kunden" ausmachen.
    Beim FCM bedeutet das die Erzeugung eines oder mehrerer oder die alljährliche Verpflichtung eines Starspielers, die Pflege eines Mannschaftskernes mit Spielern aus dem Bezirk 38/39 und systematische Jugendarbeit. Es bedeutet nicht, sich mit Spielern x-beliebiger Vereine zu "verstärken", die möglicherweise Potential besitzen, das aber noch nicht nachweisen konnten; es bedeutet nicht, sich mit Spielern zu "verstärken", die bei anderen Vereinen nicht "zum Zuge" kamen oder "in der Liga bleiben wollen", derweil ihr altes Team absteigen muß(te). Und wenn die eigene Jugendarbeit nicht die erforderliche Zahl an ligatauglichen Spielern erzeugt, dann ist das eben so, dann muß man diese Arbeit verbessern, darf aber nicht den Fehler machen, sich mit Leuten von sonstwo zu "verstärken". Das klappt nämlich, wie oben beschrieben, nicht oder nur in Ausnahmefällen und mag für andere Vereine taugen, nicht aber für den FCM. Eben weil das aber gemacht wird und auch in diesem Jahr wieder so gemacht werden soll - laut Sportchef sollen 8-9 neue Spieler kommen -, gibt es keine sportliche Entwicklung, sondern bestenfalls durchschnittlichen Fußball, denn die meisten anderen Vereine machen es ebenso.

    Die richtige Vorgehensweise für die kommende Saison ist folgende:
    1. Verstärkungen im defensiven MF und im ZM holen;
    2. um diese Verstärkungen die eigenen Spieler (Nachwuchs) spielen lassen;
    3. zwei bis drei gleichstarke Ersatzspieler für diejenigen holen, die uns aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen;
    4. Abwehr im Kern so belassen, auf den Außen neue (eigene) Spieler einpflegen.

    Bedeutet vier bis fünf neue Spieler. Mehr nicht. Trainer ist weitgehend egal. Er muß unser Spiel spielen wollen, also starke Abwehr, schnell durchs Mittelfeld, Flankenlauf, präzise Flanke, dazu Standards trainieren und Umkehrspiel. Mehr verlangt der homo ostfalicus nicht. Wird so gespielt, steht das Stadion und schreit hurra. Spielen wir wie in den vergangenen beiden Spielzeiten, wird gepfiffen werden. Darauf wette ich.
  • 17.06.20, 18:53
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Pomadig, von wegen Leidenschaft; einfallslos, von wegen zielgerichtetes Spiel; unglaublich viele Abspielfehler, von wegen Überzahlspiel usw.
    Wer sich die Aufstellung anschaute, der mußte sich schon sehr wundern: Perthel gehört aufgrund seiner Langsamkeit, mangelhaften Stellungsspiels und oftmaligen taktischen Fehlverhaltens schlichtweg nicht in die Startelf; Bell kann nicht zusammenspielen, bewegt sich stur auf die Gegenspieler zu und spielt meist im falschen Augenblick ab - wenn überhaupt -; Betram spielt weit unter Form und hat uns gestern mehrere Gegenspielsituationen versaut, was aber nicht nur an ihm lag, sondern schlichtweg an unserer Unfähigkeit, Gegenspiel zu initiieren. Da wurden Anfängerfehler gemacht, Standfußball zelebriert, ein enges taktisches Korsett geschnürt, in dem sich eine Mannschaft, zumal mit wenigen Spielern, die taktische Begabung besitzen, nicht wohlfühlen kann. Ich rede itzt gar nicht vom Spielbeginn, das war einfach grausam, was uns Zuschauern da zugemutet wurde, sondern von der zweiten Halbzeit, in der wir einen Mann mehr auf dem Platz hatten. Das lernt jeder Fußballer spätestens im Knabenalter, wie da gespielt werden muß. Einfache Formel: den freien Mann suchen, Überzahlsituationen herstellen, Spiel schnell verlagern. Der Trainer wechselte mit Quadwo auch noch einen Spieler ein, dessen Stärke das Dribbling auf dem Flügel und eine mögliche Flanke auf den eigenen Mann nun nicht eben sind.
    Zwei Lichtblicke gab es dann doch:
    1. Gjasula erkannte die veränderte Situation und ging ins Mittelfeld, dort Überzahl herstellend. Aber da wir kaum verschoben und schon gar nicht schnell Überzahl herstellten, brauchten sich die Hallenser nur abwartend zu verhalten, zudem hatten sie mit Boyd einen Mann, der mehrfach kreuzgefährlich in unserem Strafraum agierte. Auch das darf nicht passieren. Der Mann muß schon beim Anlaufweg in unseren Strafraum daran gehindert werden, dem muß man auf den Füßen stehen und gegebenenfalls Ansagen machen, daß der die Lust am Fußball verliert. Das ist nicht unmoralisches Spiel, sondern Teil des Kampfsports "Fußball".
    2. Unser Weigel kam, machte Boyd platt, wofür er zwar Gelb kassierte, aber den dennoch gleich aus dem Spiel nehmen konnte; dann stand er auch noch da, wo man eben stehen muß, wenn man in Überzahl spielt: frei im gegnerischen Strafraum.

    Ich glaube, unsere Jungen wissen, was die Stunde geschlagen hat. Die Reservebankverpflichtungen von der Konkurrenz wissen das nicht. Abstiegskampf erfordert eine bestimmte Mentalität und nicht das, was vielleicht mal irgendwer als Potential zu erkennen glaubte. Potential haben alle, die im deutschen Profifußball wenigstens Viertklassigkeit nachwiesen.

    Gegen die Bayern kann die Aufstellung nur aus Leuten bestehen, die bereit sind, dem Gegner auf den Füßen zu stehen.

    Ein Wort noch zu Beck: Seine Stärke ist das Verwerten von Torchancen. Er ist kein Sprinter, kein Ballschlepper und kein Ballverteiler. Der Trainer sollte den Mut haben und Beck NICHT zum Dauerläufer resp. ersten Anläufer des Gegners machen. Beck sollte seine Kraft für die Zweikämpfe mit der gegnerischen IV und als erste Anspielstation im Konter aufheben. Das bringt gar nichts, wenn wir den Ball im DM-Bereich erobern und niemand ist vorn, um einen möglichen Paß zu erlaufen, weil der Trainer wieder mal Ziehharmonika spielen läßt (alle vor, alle zurück und zwar im Gleichschritt)
  • 13.06.20, 16:39
    aerolith

    FCM vs. Viktoria Köln 2:0

    Tore: Costly und Roczen
    Ja, das sah in der ersten Halbzeit schon weitgehend besser aus. Zwar ist für mich nicht erkennbar, warum man sich kompliziert aus dem Draufgeh-Modus des Gegners befreien soll, warum Hacke-Spitze-Einszweidrei zu unserem Spiel gehören sollte, aber ich sah auch Dreieckspiel und Spiel in den Raum. Beck hatte sogar einmal die Möglichkeit zu einem Kopfball, was einmal mehr ist als zuletzt. Daß beide Tore wohl aus einer Abseitsposition heraus fielen, ist nicht besonders schön; ich möchte nicht, daß wir einen schlechten Ruf bekommen. Alles, was wir uns erarbeiten, soll auch rechtens verdient worden sein.
    Ein Wort zum Torjubel von Costly: Ich will so etwas nicht sehen. Die Vereinssatzung ist da ganz klar, sie verpflichtet jeden Vereinsangehörigen zur Neutralität, was politische Statements schlichtweg verbietet. Ich will keine Rotfront-Faust sehen, keinen Hitlergruß, keine Merkel-Raute und auch keine religiösen Bekundungen von Kreuzschlagen über Gebetsbuch-Lesen, Niederknien und dergleichen mehr. Am Ende legen sich alle auf eine Yogamatte und machen Om! Wenn ein Spieler so etwas unbedingt machen möchte, dann außerhalb des Spielfelds - oder er sucht sich Vereine,. die so etwas gestatten: Frankfurt, St. Pauli oder Werder Bremen, die ja gern mal politische Töne von sich geben.
  • 12.06.20, 16:18
    WirbelFCM

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Also als Berufsklugscheißer muß ich hier mal feststellen, daß es erst die zweite Trainerentlassung dieser Saison ist, aber immerhin die Vierte innerhalb von (Pi mal Daumen) anderthalb Jahren
    Wobei ich da evtl. noch einräumen muß, daß Oenning mutmaßlich nicht entlassen, sondern nur sein Vertrag nicht verlängert wurde.

    Also einigen wir uns auf "der fünfte Trainer in 20 Monaten"?
  • 11.06.20, 20:32
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Ich zähle nicht mit, aber ich glaube, das hatten wir noch nie: drei Trainerentlassungen in einer Saison. Der letzte Grundirrtum ist nun auch vom Hofe geschickt worden. Ein anderer aus dem gleichen Stall soll es richten. Mag funktionieren, das entscheide ich nach den ersten beiden Spielen. Der Trainer hat nun folgendes zu leisten:
    1. Konterspiel entwickeln;
    2. Standards verbessern und
    3. Tempo ins Angriffsspiel bringen.
    Ich befürchte, er wird das mit dieser Mannschaft nicht schaffen. Ich würde fünf Spieler aussortieren und statt derer eigenen Nachwuchs ranlassen. Die wollen sich hier ein Denkmal bauen lassen. Ich hoffe, daß sich im Sommer neue Spieler bei uns einschreiben, die besser zu uns passen als die (meisten) Verpflichtungen in den letzten beiden Jahren. Doch dazu später mehr. Jetzt heißt es "Ärmel hochkrempeln" und auf Kampfmodus stellen.
  • 08.04.20, 18:25
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    nur eine Randbemerkung: So ein Forum ist eine Privatsache. Wer hier schreibt, der tut das von halten zu Gnaden des Betreibers. Wenn der eine Politik-Rubrik einrichtet und dann die unter Fußballfreunden übliche Zuspitzung nicht aushält, dann ist das wenigstens Heuchelei. Andererseits kann er schon erwarten, das schreiben ja die Forumregeln auch in Privatforen vor, daß man sich an die Gesetze hält. Verschwörungsphantasien und Alu-Hüte sind nicht strafbar, diese Reichsbürgersache aber ist wenigstens grenzwertig. Aber egal. Der Forumbetreiber hat jederzeit das Recht, sich von Nutzern zu trennen. Er hat so was wie ein Hausrecht. Wäre ja auch noch schöner, wenn es anders wäre. Jemanden allerdings nach 17 Jahren Mitgliedschaft und 12000 Beiträgen öffentlich als Schädling zu bezeichnen, ist schon übel. Der Mann hat über Jahre das Forum mitgetragen. Nun bin ich nicht in der Position, hier Forderungen zu stellen - und ich werde es auch nicht tun -, aber eines weiß ich genau: Wirbel ist FCM-Fan und damit ein Guter. Und das sollte auch der Forumbetreiber eines FCM-Forums begreifen.
  • 07.03.20, 08:39
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Da trat sie wieder zutage im Spiel gegen Duisburg (0:1), eine unserer Grundschwächen: Wir sind nicht in der Lage, Überzahl auszuspielen. Und diese seit Jahren nicht behobene Schwäche liegt an einer Fehleinschätzung dessen, was ich einmal Spielphilosophie nennen möchte. Wir spielen nicht so, daß Chancen im Minutentakt erzeugt werden könnten. Entweder wird der Ball in einem der spielgestaltenden Zone angelehnten Bereich hin- und hergeschoben oder diese Zone wird überflankt, allerdings meist so, daß der Angespielte diesen Ball nicht verwerten kann. Zudem stehen viele Spieler im Aufgebot, die keinen Doppelpaß spielen können oder denen es an taktischer Reife mangelt. Das wäre noch halb so schlimm, wenn einer in der Mannschaft sie instruieren könnte, was sie eben zu tun haben sollten. Aber wir verzichten seit Jahren darauf, einen solchen Spieler zu verpflichten und wollen es partout übers Kollektiv lösen. Da aber Jahr für Jahr das halbe Kollektiv ausgetauscht wird, kann sich auch über diesen Weg kaum etwas entwickeln. Und darum stehen wir sportlich.
    Gestern war wieder so ein Spiel. Mit Laprevotte, Chahed und Costly standen Spieler in der spielgestaltenden Zone, die schlichtweg nicht dazu in der Lage sind, ein Spiel zu lesen und sich entsprechend zu verhalten. Als wir dann Überzahl hatten, tauschte der Trainer Laprevotte gegen Harant, stellte den aber weit nach vorn. Soll der junge Spieler sich die Bälle selber von hinten holen und dann zupassen, um sie einzuschieben? Chahed hat seine Stärken darin, eine gegnerische Abwehr zu beschäftigen. Costly könnte ein exzellenter Flügelspieler werden, wenn er denn mal richtig angespielt werden würde und Laprevotte ist ein Mann, der im defensiven Mittelfeld aufräumen kann, aber er kann kaum einen Paß zum eigenen Mann spielen. So aber, wie sie nun mal auf dem Platz standen, hatten wir etliche Flügelleute und keinen, der sie hätte schicken können. Jacobson kann das, war aber im ZM-Bereich mit Defensivaufgaben überlastet. Am Ende stand er allein als ZM-Spieler gegen eine Duisburger Übermacht, während sich auf den Außen Bell, Costly, Möschl und Chahed gegenseitig im Wege standen. Beck ist kein Aufbauspieler, Conteh auch nicht und Harant könnte das zwar, denke ich, drängte aber offenbar auf Anweisung seines Trainers in die Sturmspitze, nachdem er sich, wie gesagt, den Ball selber vorlegen mußte.
    Ein Trainer, der das alles nicht sieht, taugt nicht viel, denn es ist offensichtlich und wird nicht nur von mir bemängelt. Da muß Abhilfe geschaffen werden - und das baldigst.
  • 01.03.20, 16:15
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Ein Lichtblick. Schlappes 6:2 gegen Karlheinz. Nach den üblichen Schwierigkeiten in Halbzeit eins [fehlende Spielidee, fehlendes Zupacken im DM-Bereich, mangelhaftes Paßspiel, Unsortiertheiten im IV-Bereich (drei Außenverteidiger spielten im IV-Bereich, Müller fehlte)] halfen uns zwei Standards, um auf die Siegerstraße zu kommen. Auch in Halbzeit zwei wieder Schlendrian und fehlende taktische Reife. Langathmige Ballstaffetten statt Umkehrspiel, keine Impulse aus dem ZM und Schauspielereien. Gähnfußball. Doch nach Jenas verdientem Ausgleich - ich wünsche den Thüringern viel Erfolg im Abstiegskampf! - kamen wir plötzlich. Der Ball lief besser, es wurde schnell durchs MF gespielt. So wollen wir das sehen. Laßt doch den Gegner spielen! Wir stehen in der spielentscheidenden Zone auf den Füßen, unsere Spitzen lauern. Es müssen Spitzen sein! Und so geschah es dann auch.
    Schaut man sich die Tabelle an, so ist in diesem Jahr immer noch alles drin: Abstieg, Gähnplatz oder sogar Aufstieg. Ich glaube, das Spiel in Duisburg wird für uns die Saison entscheiden. Gewinnen wir dort, haben wir gute Chancen auf den Aufstieg, denn ein Sieg dort dürfte den entscheidenden Impuls geben. Verlieren wir, dürfte es schwierig werden. Ein Unentschieden würde uns am Ende wohl irgendwo im MF landen lassen. Denke ich. Abgerechnet wird zum Schluß.
  • 10.02.20, 18:18
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Der sportliche Niedergang geht weiter. Selbstverschuldet. Entgegen dem, was die Ostfalen sehen wollen, entgegen dem, was finanziell möglich, sportpolitisch notwendig und spieltaktisch überlebensnotwendig ist, tappen die Verantwortlichen von einer Falle in die nächste. Die Fallen sind aufgestellt, die locken mit der Aufnahme im bundesdeutschen Profifußball, dem Markt für Spieler, Gewinnchancen, Profitmaximierung durch miteinander verbundenes deutsches Vereinsrecht samt Profisportklasterung. Allerdings funzt das nicht in Magdeburg. Wir sind dafür nicht gemacht. Wir müssen unseren eigenen Weg gehen, einen Weg, den breite Fußstapfen uns zeigten, den weiterzugehen wir aber offenbar nicht in der Lage sind. Dieser Weg ist gekennzeichnet durch dreierlei:

    1. wir machen aus Scheiße Bonbons (wir arbeiten hart);
    2. wir bleiben uns treu (Loyalität und eiserner Wille) und
    3. wir verbinden Kraft und Intelligenz (Arbeiter und Ingenieurswesen).

    Man wird in Magdeburg nur Erfolg haben, wenn man das berücksichtigt. Wer aber hier die überall geltenden Gesetze des Profisports durchsetzen will, wird den Mangel zum Gesetz erklären, nicht aber die Stäte, die man benötigt, um Identifikation zu erreichen. Ich drücke mich mal klarer aus: Wenn wir keinen eigenen guten Linksverteidiger ausbilden können, sollten wir uns nicht drei oder vier von den Reservebänken anderer Vereine holen. Wir sollten uns einen richtig guten holen. Wenn wir keinen Spieler ausbilden können, der auf den Ball treten und ein Spiel lesen kann, dann sollten wir uns nicht drei oder vier von den Reservebänken anderer Vereine holen, die das vielleicht leisten könnten, sondern einen, der's schon mal zeigte. Wir dürfen uns einen solchen aber nicht holen, wenn wir uns in dem Spieljahr schon einen patenten LV geholt haben. Dann müssen wir mit dem auskommen, was wir haben. Und wenn wir schon mal dabei sind: Trainerwechsel bringen genausoviel wie Trainernichtwechsel. Wer was von Statistik versteht, kann dem nur zustimmen. Denn wenn sie was brächten, würde es keine Absteiger mehr geben. Macht das nicht jeder Verein so, wenn es nicht läuft? Und immer mit dem Totschlagsargument: der Trainer konnte keine Impulse mehr geben. Blödsinn. Ich gehe noch einen Schritt weiter: wir müssen die Strukturen ändern. ich schrieb das schon vor Jahren. Wir benötigen keinen Sportdirektor, einen Manager schon. Wir brauchen ein Gremium, das über die Verpflichtung des einen Spielers beratschlagt, den wir uns pro Saison neu leisten, der ein Star ist und unseren eigenen Spielern was beibringen kann/möchte. Wir brauchen ein Gremium, das Wirtschaftsentwicklung forciert, auf allen Ebenen, besonders auf der Nachwuchsebene. Da passiert einfach zu wenig. Kein Mensch redet davon, daß bei uns nur Leute spielen sollen, die im Breiten Weg aufwuchsen. Es geht darum, daß der Verein Jahr für Jahr fünf, sechs Spieler an die I. MM heranführt, denn so viele werden den Verein aus den unterschiedlichsten Gründen auch verlassen. Das ist der Lauf der Welt. Doch wenn die nicht genügen, dann sollten wir auch den Mut haben und eben eine Klasse tiefer spielen. Es geht nicht darum, höchstklassig zu spielen, sondern den Menschen Freude zu bereiten. Die entwickeln sie aber nicht im Zeichen des Nothfußballs, den wir hier seit einiger Zeit spielen. Wir müssen auch den Mut haben, den Trainer NICHT so spielen zu lassen, wie er das für richtig hält, sondern so, wie die Spielphilosophie des FCM es vorsieht: stabile Abwehr, schnell durchs Mittelfeld und vorn abschließen. Standards! Der Trainer soll die Mannschaft entsprechend trainieren, nicht aber seine Vorstellungen hier zum Tabu erklären. In Magdeburg will keiner Besitzstandsfußball mit Hacke, Spitze, trallala sehen, keinen Ziehharmonika-Fußball, bei dem jeder alles machen muß, keinen Egalitärfußball, bei dem keiner seinen Platz hat, sondern jeder für jeden einstehen muß. Das klänge für einen Musketier des Königs zwar schön, aber wir sind keine Franzosen und haben es lieber, wenn ein Verteidiger auch verteidigt und ein Stürmer eben vorn ist und den Ball ins Eckige schießt und köpft oder sonstwie reinmacht.
    Die Indolenz unserer Verantwortlichen zeigt sich u.a. in der kürzlichen Verpflichtung eines Gülle-Spielers, dessen Dribbelkünste sicherlich vorhanden sein werden, der aber auch für den Fall, daß er ein kleiner Littbarski wäre, eine Fehlverpflichtung sein muß, denn wir brauchen keinen dreiundzwanzigsten Flügeldribbler, sondern jemanden, der im DM-Bereich die Fäden knüpft und die Leute schicken kann.

    Tut es weiter, also die Einpassung des FCM in den bundesdeutschen Profibetrieb, und ihr könnt den Nimbus des FCM begraben! Die letzten drei Jahre habt ihr (von der Vereinsführung) schon sehr viel dafür getan, das Besondere in einem Allgemeinen aufzuheben. Besser und reputabler ist der FCM damit nicht geworden.
  • 31.01.20, 13:53
    WirbelFCM

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Weil mich Facebook grad wieder daran erinnert hat :-)

    https://www.facebook.com/WirbelFCM/p...88303054619534
  • 26.01.20, 10:15
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Der neue Trainer läßt nicht anders spielen als seine zwei Vorgänger. Er läßt sogar die selben Leute spielen, in einer beinahe identischen Aufstellung. Der langsame Perthel soll sich gegen wieselflinke Angreifer behaupten, derweil ist seine Stärke nicht die Schnelligkeit, sondern das Spiel mit dem Ball, wenn es etwas langsamer zugeht. Perthel kann auf den Ball treten und dann den guten Paß spielen. Gjasula ist als Spielgestalter völlig überfordert und nicht in der Lage, den Takt zu bestimmen, gegebenenfalls zu verändern, wenn die benutzte Spielweise nicht funzt. Genau das aber ist es, was er beim FCM leisten muß. Der vor ihm spielende Quesitzsch verfügt zwar über individuelle spielerische Klasse, besitzt aber kein Gespür für die gegebene Situation, kurzum, er ist weder ein Mannschaftsspieler noch taktisch begabt. Bertram und Beck können das Spiel auch nicht lesen, spielen aber wenigstens passabel zusammen, wenn man sie gut einsetzt. Da sie aber selten eingesetzt werden, müssen sie sich Bälle holen, was dazu führt, daß sie dann, wenn es ums Einnetzen geht, nicht die entsprechende Nervenstärke besitzen (können). Besser wäre es, sie ihre Arbeit im Sturm machen zu lassen. Und zwar NUR dort. Wir tragen zudem nach wie vor unser Spiel nach vorne, in so ner Art Ballbesitzfußballstandardversion. Das ist Gähnfußball, der in Ostfalen keine Begeisterung auslöst, soll offenbar aber so erfolgen, andernfalls würde nicht der dritte Trainer in Folge so spielen lassen. Solchen Fußball spielten wir nicht mal innen 70ern, als wir spielerisch dazu in der Lage waren.
    Und weil wir grundlegende Dinge unseres Spiels nicht abstellen, wird es auch in den nächsten Spielen wieder viele Chancen geben, aber keineswegs die notwendige Konsequenz, diese zu verwerten. Läuft es gut, gewinnen wir; läuft es schlecht, verlieren wir. Wir sind jedenfalls nicht in der Lage, während des Spiels umzudenken und Fehler zu korrigieren.
  • 30.12.19, 11:02
    aerolith

    Verpflichtungspolitik beim FCM

    Die Mentalität der Verantwortlichen und mit ihr auch bei etlichen Anhängern ist von Lernresistenz bestimmt. Konversionssymptom einer geschundenen Fanseele. Sie diskutieren über Spieler, die bestenfalls Ligadurchschnitt sind, um eventuell auftretende Leistungslücken kurzfristig zu kompensieren. Das ist genau die Mentalität, die uns kein bißchen weiterhilft und die ich als Fußballphilosophie der Noth bezeichne. Was wir brauchen, ist ein Spieler, der neue Akzente setzt, die Meßlatte hochhängt und an dem sich junge Spieler ausrichten können.
    Können wir uns nicht leisten? Können wir. Wer soll das sein? Haben wir einen Sportdirektor, der genau so einen Mann besorgen sollte? Haben wir. Haben wir Geld für einen solchen Spieler? Haben wir. - Woran liegt's also? An der Angst. Der Mann könnte sich ja verletzen; der Mann könnte ja nicht die Leistung bringen, die er bringen soll. Der Mann könnte ja nach nem halben Jahr wieder abhauen können. - Sag ich doch: Argumente der Angst, Argumente, die die andere und hier seit Jahren betriebene Verpflichtungspolitik stützen sollen, gleichsam eine Art von Arbeitsnachweis: möglichst viele (billige) Leute holen, von denen doch der eine oder andere Hoffnungen erfüllt. Dumm nur, daß wenn mal einer halbwegs gute Leistungen zeigt, der dann auch schnell wieder weg ist.

    Wir brauchen keinen Sportdirektor. Wir brauchen ein Gremium, das darüber entscheidet, anhand zugetragener Kandidaten, welcher Spieler, vielleicht welche zwei Spieler pro Jahr geholt werden, um die Mannschaft voranzubringen. Die übrigen Speiler sollten Leute sein, die im Verein ausgebildet worden sind. Der Trainer mag und wird ja eigene Vorstellungen vom Kader haben, aber es sollte jeder, der bei uns arbeitet, zur Kenntnis nehmen, daß sich der Verein nicht nach seinen Vorstellungen, sondern er sich nach denen des Vereins zu richten hat. Erst dann kann kontinuierlich etwas aufgebaut werden.
  • 26.12.19, 13:00
    WirbelFCM

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Das ist keiner.
    Aber das birgt zumindest eine menge Potential für Überraschungen

    BWG Wirbel
  • 25.12.19, 18:41
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Der neue Trainer heißt Wollitz und ist in Magdeburg unbekannt. Er spielte in Westdeutschland Profifußball und trainierte Mannschaften im unteren Profibereich, zuletzt Cottbus. Er ist als harter Hund bekannt, der aggressiv mit der Mannschaft und den Medien umgeht. Seine Spezialität ist ein Fußball der Noth, wie ihn Mannschaften spielen müssen, deren finanzielle Lage keinen anderen Fußball möglich zu machen scheint. Es gelang ihm in den letzten Jahren stets, neue Teams zu bilden, die gebildet werden mußten, weil Jahr für Jahr Aderlaß die finanzielle Sicherstellung des Profifußballs in seinen Vereinen gewährleisten mußte.
    Der Mann paßt also zum Selbstverständnis, das die Führungsriege des FCM in den letzten Jahren vermittelte. Er ist, sofern seine vita das wiedergibt, nicht geeignet, auch nur mittelfristig und systematisch ein Team nach oben zu führen. Ein Mann des schnellen Erfolgs, aber kein Mann für einen strukturellen Aufbau.

    Ich bin nicht erfreut.
  • 23.12.19, 17:10
    aerolith

    Krämer (Trainer des FCM) entlassen

    Zeit wird's. Der Mann war nicht in der Lage, die Spielphilosophie des FCM umzusetzen, sondern ließ einen Noth-Fußball spielen, d.i. Fußball, der sich nach dem Gegner und den Umständen richtet. Unser Weg kann und darf das nicht sein. Er richtet sich gegen den Mythos FCM, diesen Verein mit den zig Alleinstellungsmerkmalen, an deren Abwirtschaftung seit einigen Jahren beharrlich gearbeitet wird. Abwirtschaftung? höre ich da fragen. Wir haben doch Millionen auf der hohen Kante, keine Schulden und ein für Drittligaverhältnisse stets pickepackevolles Stadion. Sage ich: Pillepalle, Hellenismus. Wer's nicht versteht, was ich damit meine, der schlage nach.
    Ich könnte mich itzt über Schein und Seyn auslassen, das, was das Wesen der Entlassung und was seine äußeren Begleitumstände sind, werde es aber nicht tun.

    Statt dessen erfolgt eine Ansage:
    Wenn der neue Trainer wieder Fußball der Noth spielen läßt und nicht bald die Einbindung unserer jungen Spieler in die Aufstellung erfolgt; wenn wieder zehn Spieler von den Resterampen anderer Vereine geholt werden, unsere eigenen Spieler aber in die Wüste geschickt werden; wenn kein klar erkennbarer sportlicher Weg verfolgt wird und darüber hinaus weiters im Stadion Gängelei und Illoyalität seitens der Sicherheitskräfte gegenüber Zuschauern und Anhängern betrieben wird könnte es passieren, daß es bei uns bald drunter und drüber geht, mehr als itzt.
    Kein Ballbesitzfußball, kein Spitze-Hacke-Einszweidrei und kein Nachtreten. Hart am Mann, ja, aber nicht nachtreten. Kein Rumgemosere auf dem Platz, keine Diskussionen mit dem Schieri, aber klare Ansagen an den Gegenspieler, wenn der foult. Ich will unsere Jungs kämpfen sehen und Erfolg nicht durch Kaupeleien erkauft wissen. ich will athletischen Fußball sehen, aber Rumpelfußballer müssen es auch nicht sein, die nur schnell und ausdauernd laufen können, aber den Ball nicht zum Mann bringen. Ich habe nichts gegen einen Führungsspieler von sonstwo - für den soll auch ne Mark hingelegt werden -, aber ich habe etwas gegen wild zusammengekaufte Resterampenspieler, die bei uns bloß ihren Marktwert steigern wollen und beim nächstgünstigeren Angebot die Fliege machen.

    So wie ich denken die meisten Ostfalen. Wir sind der Bezirk 39.
  • 03.11.19, 02:20
    aerolith

    FCM vs. HFC 1:0 (Tor: Betram)

    Der Plan fürs Spiel ging auf. Krämer stellte den wuseligen Chahed ins offensive MF, wo er den Gegner wuschig machte und auch einige gute Pässe spielte. Gjasula ging auf die Sechs, wo er mit Jacobsen einen guten und Preißinger einen mittelprächtig spielenden Partner hatte. Das Außenspiel ging über unsere AV. Bell biß gut, hatte seine Seite im Griff, Ernst machte ein sehr gutes Spiel, als Verteidiger, als Endverwerter hat er noch Reserven. Die IV stand weitgehend und unsere neue Nummer Eins strahlte wie gehabt Ruhe aus, muß es aber noch lernen, schnelleres Gegenspiel zu organisieren. Das ist eine Frage der Absprachen.
    Ich hoffe, daß die Akte "Hannes" bald zu einem positiven Abschluß geführt werden kann, was nichts anderes bedeutet, als daß man Wege und Mittel finden muß, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen.
  • 26.10.19, 09:36
    aerolith

    Viktoria Köln vs. FCM 1:1 (Tor: Bertram)

    Ja, es wird etliche geben, die diesen Punkt beim Tabellensechsen als Erfolg werten werden. Ich nicht. Ich sehe das nämlich so: Wenn ein Absteiger auf einen Aufsteiger trifft, dann sollte der Absteiger das Spiel gewinnen.
    Wir waren überlegen, bissen uns mehr und mehr ins Spiel, doch genau das war's auch. Es hakte an drei Stellen:
    1. Koglin machte in der Verteidigung ein schwaches Spiel und setzte keine Impulse nach vorn;
    2. Chahed ist eine glatte Fehlbesetzung, verdaddelte viele Bälle, lief meist hinterher und zeigt sich technisch unbeholfen, was immer wieder zu Ballverlusten führte und
    3. im zentralen MF waren weder der bienenfleißige Preißinger als auch der später einrückende Gjasula nicht in der Lage, den Takt zu variieren, so daß wir zwar ein scheinbar spielerisches Übergewicht generierten, aber den Gegner nicht ausspielten, sondern eher zu Tode langweilten.
    Diese drei Grundfehler, dazu eine unbefriedigende Chancenverwertung, dann kannste ein solches Spiel nicht gewinnen und kannst am Ende über den Punkt froh sein, denn, machen wir uns nichts vor, viele Spiele werden von der Mannschaft gewonnen, die nach vielen vergebenen Chancen des Gegners kurz vor Ende eine eigene Chance zu nutzen weiß.

    Das Derby nächste Woche wird über den Kopf Kremers entscheiden. Der Boykott der Kernfans ist nachvollziehbar. Gespannt darf man sein, ob Sitzopas, Klatschpappeneventis und Establishment eine positive Stimmung für unsere Mannschaft erzeugen werden. Ich glaube, es wird viel Gepfeife geben, denn die Stimmung wendet sich langsam gegen Kallnik und Franz.
  • 19.10.19, 15:42
    aerolith

    FCM vs. Hansa 0:1

    Ja, so geht das eben nicht. Saftlos, kraftlos, lahm, Möchtegernwerseinfußball, halbherzig und unsystematisch. Das ist ein Nullspiel.
    Wenn unser Spiel auf Beck zugeschnitten ist und der von zwei, drei Spielern zugedeckt wird, müßten sich ja andere Spieler frei bewegen können. Es ist eine Frage des Tempos, diese freien Spieler in Szene zu setzen. Aber wenn schon aus dem Abwehrbereich keine Anspielstation zu finden ist, weil sich die Mitspieler verpissen oder in Rudeln bewegen statt auszuschwärmen, wenn der Trainer zum wiederholten Male nicht in der Lage ist, während des Spiels umzudenken und den Spielplan umzuwerfen, wenn Spieler Knochenbrecherpässe zum Mitspieler spielen und sich im zentralen Ballverteilungszentrum niemand findet, der den Rhythmus wechseln könnte, dann kömmt eben so ein Spiel heraus, wie wir es heute gesehen haben.
    Auf den Außen stehen mit Chahed und Kwadno Leute, die kein Spielverständnis besitzen, die das Spiel nicht lesen können, denen es an taktischem Verständnis fehlt. Diese Leute können nur dann gut aussehen, wenn man sie schickt, aber nicht, wenn man sie anspielt und zum Kleinklein bittet. Wenn man das als Mitspieler nicht sieht und sein Spiel entsprechend verändert, dann müßte der Trainer eingreifen. Aber hier gibt es ein Wedernoch.
    Rostock war keine Übermannschaft. Schlichte Arbeiter, die uns den Schneid abkauften und das Spiel seit der Führung locker nach Hause schaukelten. Erbärmlich für uns.
  • 30.09.19, 17:17
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Das 3:0 gegen Würzburg war das Ergebnis einer veränderten Grundaufstellung und -ausrichtung. Wir spielten zehn Meter tiefer stehend, ließen den Gegner eher kommen. Der Tausch Rothers für Laprevotte bewährte sich. Zwar war unser Außenspiel immer noch lausig, aber ich denke, wir sollten nicht alles auf einmal wollen. Besonders gefeiert wurde das dritte Tor, das nach einem Konter und Doppelpaß entstand. Sagte ich schon, daß wir besonders auf solche Tore stehen? Ich sagte es.

    Weiter geht's!
  • 23.09.19, 16:45
    anderedimension

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Hast das Positive vergessen: sind 4000 Magdeburger mitgereist - ist nicht grade um die Ecke...und es gibt Leute, die würde eine solche Strecke noch nicht mal für den Jahresurlaub zurücklegen. Und die Abwehr hat kaum Torchancen zugelassen, bei einem Sturm aus Pick, Kühlwetter und Thiele keine Selbstverständlichkeit. Zwar stehen die Lauterer unten drin, aber der Kader ist eigentlich ein Zweite Liga Kader.
  • 22.09.19, 11:37
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Das Spiel bei den formschwachen Lauterern zeigte erneut, daß auch unsere Formkurve nach unten zeigt. Ein Spiel Noth gegen Elend. Unsere Jungs mögen sich die Beine wundlaufen - ein Lob an dieser Stelle für den Konditionstrainer -, aber wenn man keinen Spielplan besitzt - oder eben einen schlechten -, die Grundaufstellung und taktische Marschrichtung auch für dieses Spiel unzureichend war, jedenfalls für einen Sieg, dann kann sich eine Mannschaft auch nicht gut entwickeln. Der Trainer scheint das nicht zu erkennen. Oder er erkennt gar nichts und paßt sich eben dem an, was in der Liga usus. Zwar stehen auf den Außenpositionen schnelle Leute - gut -, doch die werden nicht so ins Spiel gebracht, daß sich ihre Schnelligkeitsvorteile auswirken könnten. KÖNNTEN! Das sind Konterspieler, aber keine Spieler, die Ballbesitzfußball könnten. Dazu müßte man unser Spiel zehn oder zwanzig Meter weiter zurückbeordern und dort einen Mann wie Steinbach - allet Jute zum 65., Maxe! -aufbauen, der auf den Ball treten kann und den Paß spielt, den ein schneller Außen nun mal benötigt, eben in den Lauf, nicht, wenn dieser auch noch mit dem Rücken zum gegnerischen Tor steht, in den Fuß oder halbhoch oder - Todsünde! - zum Kopfballdublettchen anspielt. Doch dazu bedürfte es eben eines solchen Spielers, den ich schon seit Jahren fordere. Wir sollten nicht auf den Auswechselbanken der zweiten Mannschaften herumstöbern, sondern zielgerichtet einen solchen Spieler holen und dem unsere Jungs zur Seite stellen. Dann brauchen wir einen Trainer, der wenig Eitelkeit besitzt und so spielen läßt, wie wir Ostfalen das sehen wollen: auf den Füßen stehen, aufstehen, weitermachen, rennen und hart am Mann sein, kontern und ballern aus allen Rohren. Das ist das, was wir sehen wollen. Ist das denn so schwer?
  • 03.09.19, 06:43
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Karl Heinz gegen uns. Kampfspiele. Wenn wir in Jena in den letzten Jahren gewannen, stiegen wir auch auf. Andererseits sollte es uns schon zu denken geben, daß wir auch in diesem Jahr gegen sie ran müssen. Mit unserer strategischen Entwicklung scheint da also etwas im argen zu liegen. Jenas Probleme sollen uns nicht weiter bekümmern, unsere dagegen schon. Das Schimpfen Franzens in der Halbzeitpause über unser eigenes Spiel wirkte auf mich wie das Rufen im Walde, in den man selber hineinlief. Das mickrige Remis gegen schwach spielende Thüringer ist u.a. das Ergebnis von Franzens Verpflichtungsentscheidungen. Genauer: drei Schwachstellen in unserem Spiel waren gestern offenkundig. LV-, OM- und DM-Bereich. Perthel, Quesitzsch und Laprevotte werden auch in Zukunft keine Entwicklung erfahren, die für unsere Entwicklung von Vorteil sein könnte. Perthel ist schlichtweg zu langsam, hat technische Probleme bei der Ballannahme und steht zu oft falsch; Laprevotte verlangsamt unser Aufbauspiel, spielt zu oft hinten rum und ist nicht in der Lage, Rhythmuswechsel vorzugeben und Qu. ist der klassische selbstverliebte Eigenbrötler, der irgendwo sicherlich einen guten Platz finden kann, doch zu unserer Fußballauffassung schlichtweg nicht paßt, abgesehen davon hat sich ein 10er nach Maxe bei uns immer schwergetan, was wohl daran liegt, daß wir keinen Dominanzfußball resp. Ballbesitzfußball spielen sollten, denn dieser paßt weder zu unserem (ostfälischen) Naturell des Hautsie und dann nüscht wie weg, noch ist so ein Fußball ansehnlich, es ist Gähnfußball.
    Ich schlage vor, diese drei Spieler schleunigst aus der Mannschaft zu nehmen und statt dessen junge und entwicklungsfähige Leute einzusetzen, am besten welche aus der eigenen Jugend. Gibt es nicht? Tja, dann müssen die zuhandenen Spieler eben an diese Aufgaben herangeführt werden. Dafür haben wir einen ganzen Sack an Trainern und Spielern, die nur auf ihre Chance warten. Mit den dreien jedenfalls wird das nichts.
    Und, ja, den Trainer könnte man auch mal tauschen, der hat nämlich gestern belegt, daß er nicht in der Lage, im Spiel taktisch zu reagieren.
  • 25.08.19, 09:57
    aerolith

    AW: Laßt uns über Fußball reden! - Saison 2019/20

    Wichtiger 5:1-Sieg gegen 1860. Bertram war der entscheidende Mann. Er riß mit seinem Spiel die linke Seite der Löwen auf, wurde auch gut angespielt, Ball in den Fuß, Blickrichtung zum gegnerischen Tor. Das macht es einem Flügelspieler leichter, seine Aufgabe zu erfüllen. Gut und weiter so!
    In Jena ein Richtungsspiel: ein Sieg und wir sind vorn dran. Ein Montagsspiel. Ich werde wohl hinfahren und es mir aus der Nähe betrachten.
  • 17.08.19, 08:37
    aerolith

    Nullnummer in Chemnitz

    Nö, so nicht. Das ist nicht mein FCM. Dieses nicklige, selbstverliebte Spiel, diese saftlose Truppe, der es völlig an Spielintelligenz fehlt, ist nicht meine Mannschaft. Ich will kein MF-Geplänkel sehen, sondern geradlinigen Angriffsfußball. Ich will keine sterbenden Schwäne sehen, keine Außenspieler, die mit dem Rücken zum Gegner stehen, den Ball wegspringen lassen und stets gegen zwei Gegner stehen, dann aber dribbeln und am Ende noch Meckerkarten kriegen, weil sie einen Einwurf nicht bekommen. Weiberfußball ist das.

    Der Fahrplan war nicht geeignet, Chemnitz zu knacken. Es war falsch, am Anfang draufzugehen, sie zuzustellen und sie sich einigeln zu lassen. Chemnitz hat genau das erwartet. Und das Publikum, bereit, die eigene Mannschaft auszupfeifen, weil doch im Verein da einiges schiefläuft, konnte so - Wagenburgmentalität! - allmählich zurückgewonnen werden. Sie haben so schon gegen Hamburg gespielt und sich tapfer geschlagen. Erste Halbzeit: einigeln; zweite Halbzeit: angreifen. Wenn man dagegen einen solchen Gegner am Anfang des Spieles kommen läßt, wird dessen Unsicherheit sich steigern. Was machen wir? Gehen drauf und spielen uns den Ball mit gefühlten 80% Ballbesitz wund, ohne wirklich gefährlich zu werden. Da hatten wir Unglück im Glück, daß die Einzelaktion von Bertram kein Tor wurde, aber mal ehrlich, das war doch nicht herausgespielt! Und den Kapitän läßt die Mannschaft vorn verhungern. Der steht gegen die halbe chemnitzer Mannschaft. Keine Unterstützung aus dem ZM/OM-Bereich. Die waren auch damit beschäftigt, mit dem Rücken zum Tor die Bälle anzunehmen um sie dann zum nächsten Freien zu spielen, meist zurück. Gähnfußball. Kein Zug. Und wenn der Ball dann mal auf die Außen kam, standen die gegen zwei Mann, auch zuerst mit dem Rücken zum gegnerischen Torwart. Zu allem Überfluß gab es Ballannahmeprobleme, v.a. Perthel hatte da seine Probleme.
    So, kann alles passieren. Aber nun? Das muß der Trainer sehen. Das haben viele gesehen. Und wenn er es sieht, muß im Spiel umgedacht werden. Zur Umsetzung gibt es Führungsspieler und Assistenten. Und wenn es Kommunikationsprobleme gibt, dann hülft vielleicht eine initiierte Verletzungspause, um der Mannschaft mal ne direkte Ansage zu machen.
    Und schließlich das Ende: da wird das alles noch von der Leitung gelobt. Das macht mir wenig Hoffnung, daß sich das Spiel ändert und wir eine Mannschaft sehen, mit der wir uns identifizieren können. Es liegt eben nicht NUR am fehlenden letzten Paß, der nicht ankömmt. Die ganze Spielanlage ist falsch.
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