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Thema: Auslaufmodell "Nationalmannschaft"

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  • 24.07.18, 09:22
    anderedimension

    AW: Auslaufmodell "Nationalmannschaft"

    Ich bin dafür das Modell Nationalmannschaft aufrecht zu erhalten. Wegen der Causa Özil nun alles infrage zu stellen, das halte ich für überzogen. Das Gros der Spieler trägt den Adler mit Stolz, davon bin ich nach wie vor überzeugt. Wenn ich etwas abschaffen wollte, dann die doppelte Staatsbürgerschaft...das...neben der Heiratsurkunde... wohl heuchlerischste aller Dokumente. Die doppelte Staatsbürgerschaft macht für mich überhaupt keinen Sinn, denn ich kann die Staatsbürgerschaft der Nation A besitzen und mich dennoch mit Nation B verbunden fühlen. Wir sind zu einem Muschistaat von Weicheiern verkommen, was an allen Ecken und Enden klar zu spüren und zu beobachten ist. So sehr sich die Menschen über Trump auch ärgern...er bringt dies alles zum Vorschein und zwingt uns zu handeln. Und wer weiß, vielleicht werden wir ihm irgendwann dafür dankbar sein müssen.
  • 24.07.18, 08:11
    aerolith

    AW: Auslaufmodell "Nationalmannschaft"

    Die Ereignisse um den Spieler Özil belegen nur den grundfalschen Ansatz einer "Nationalmannschaft" im politischen System der itzigen BRD. Eine "National"mannschaft hat in ihr nur dann einen Sinn, wenn man das Nationale so verstehen will, daß es von einer Art Verfassungspatriotismus ausgeht, also nicht von einer Blut- und Schicksalsgemeinschaft der Menschen in diesem Land. Die meisten Deutschen akzeptieren die sogenannten Paßdeutschen (meist noch mit doppelter Staatsbürgerschaft) nicht als vollwertige Deutsche, sondern als Vorteilsgierer, die sich aus jedem Staat das für sie Passende herauspicken, sich aber keineswegs als Deutsche fühlen. Daran wird ein Konzept immer scheitern, das sich "National"mannschaft nennt, dem Nationalen nach dem Verständnis der meisten Deutschen aber widerspricht. Die meisten Deutschen verstehen das Nationale nicht als Verfassungspatriotismus zu einer Wertegemeinschaft, die westlich und demokratisch ist, sondern über ihr Blut. Ein in einem Hühnerstall geborenes und dort lebendes Pferd bleibt doch immer noch ein Pferd und wird nicht durch Erklärung zu einem Huhn. Oder doch?
    Die mangelhafte Integration beginnt ja schon in dem Augenblick, in dem sich ein Spieler entscheiden DARF, in welcher "Nationalmannschaft er spielen möchte. Eine solche Entscheidung ist für den Klubfußball wichtig, nicht aber für eine deutsche Nationalmannschaft. Schicksalsgemeinschaft bedeutet diese für die Deutschen. Am Ende haben manche Menschen in diesem Land das Recht, sich zwischen drein oder viern Mannschaften zu entscheiden, dann mal zu wechseln, je nach Perspektive, oder auch nicht, je nach gusto, weil ihre familiären Verhältnisse solche Entscheidungen zulassen. Andere haben dieses Recht nicht. Eine Ungerechtigkeit. Ich könnte mich nicht entscheiden. Hab ich eben Pech gehabt. Nein, dann soll man das Konzept "Nationalmannschaft" aufgeben und letztlich bloß noch Klubweltmeisterschaften austragen, diesen ganzen Firlefanz mit Nationalhymne und Flagge abschaffen und die tatsächlich bestmöglichen Mannschaften eine Weltmeisterschaft ausspielen lassen. Zusammensetzung der Mannschaften: egal.

    Ich habe mich früher für die Nationalmannschaft begeistern können. Das kann ich heute nicht mehr. Meine Fußballbegeisterung ist geblieben. Für mich zählt nur der 1. FC Magdeburg.
  • 19.06.18, 17:19
    anderedimension

    AW: Auslaufmodell "Nationalmannschaft"

    Für mich gibt es da zwei Sichtweisen:
     
    1.
    Fußballer sind in erster Linie junge Menschen. Im konkreten Fall nicht mehr ganz so junge...aber jung genug...um den ein oder anderen Fehler als Jugendsünde zu verbuchen.
    2.
    Wenn ich sehe mit welcher Inbrunst Portugiesen, Spanier, Tunesier, ...bis auf die Deutschen könnte ich sie alle aufzählen...ihre Nationalhymne singen...dann habe ich den direkten Vergleich. Es ist eine ganz andere Körpersprache...das hat mit dem Singen selbst erst mal gar nicht so viel zu tun.
     
    Gündogan und özil haben einen Fehler gemacht...ja - aber auf den Rücken dieser jungen Leute Probleme auszutragen...die wir unabhängig von den beiden haben...das halte ich für einen Fehler. Der Gesellschaft kann man das nachsehen...die urteilt emotional und aus der Situation heraus. Die Empörung seitens der Politiker halte ich für heuchlerisch. Erdogan wurde von 67% der in Deutschland wahlberechtigten Türken gewählt...während er in der Türkei selbst gerade mal auf 50% kam. Schon da hätten unsere Politiker die richtigen Schlüsse daraus ziehen müssen. Die beiden Nationalspieler sind "nur" Bauernopfer. Das ist billig und schäbig zugleich.
  • 03.06.18, 13:19
    aerolith

    AW: Auslaufmodell "Nationalmannschaft"

    Dieser Tage gab es ein Vorkommnis: die für den DFB spielberechtigten Türken Özil und Gündogan huldigten "ihrem Präsidenten". Nein, sie huldigten nicht dem DFB-Präsidenten, sondern dem türkischen.

    Meinetwegen. Soll doch jeder nach seiner Facon glücklich werden.
    Das damit verbundene Problem: Hierzulande glauben immer noch einige Dumpfbacken, daß ein Nationalspieler, als die Spieler der DFB-Auswahl von den Leitmedien anachronistisch bezeichnet werden, gefälligst politisch-korrekt aufzutreten habe, weil er das Wertesystem der BRD repräsentiere. Dazu gehört auch die Glimpfe gegenüber Autokraten und Demokratiefeinden, zu denen der türkische Präsident nach Auffassung eben jener Leitmedien gehört.

    Das ist natürlich Schafscheiß, also der Glaube dieser Verbrämten. Spieler für die DFB-Auswahl folgen schon lange einer anderen Richtlinie, die da lautet: Marktwert. Sie spielen NICHT für Deutschland oder den DFB, sondern benutzen einen Auftritt im Trikot des DFB zur Erhöhung ihres Marktwertes - und natürlich für die Prämie und die durch einen Auftritt im DFB-Dreß gewonnene Aufmerksamkeit. Manch einer spielt vielleicht auch noch aus sportlichem Ehrgeiz. Aber für Deutschland spielt keiner. Für die Ziele der Leitmedien spielt auch keiner. Denke ich.

    Bei mir ließ das Interesse für die "National"mannschaft spürbar nach, als ich das erkennen mußte. Als ich jünger war, akzeptierte ich die monetären Aspekte, heute bin ich unnachgiebiger geworden und sage strikt: Es gibt keine Nationalmannschaften mehr, bei denen die Ehre und der Stolz, ihr Land vertreten zu dürfen, vorherrscht. Zudem gibt es wohl keine Mannschaft, die eine Nationalmannschaft ist. Jede "National"mannschaft ist mehr oder weniger eine Klubmannschaft, besteht also aus Spielern aus aller Herren Länder. In Rußland zur WM in diesem Monat werden wir es erleben, daß in beinahe jeder Verbandsvertretung eingebürgerte Spieler auflaufen werden, vielleicht tun mir die Isländer einen Gefallen und laufen mit eilf Isländern auf. Dann würde denen mein Herz gehören. Der DFB-Auswahl jedenfalls gehört es nicht.
  • 13.05.09, 17:10
    aerolith

    Auslaufmodell "Nationalmannschaft"

    Auslaufmodell „Nationalmannschaft“ Was bei einfacher Beschau wie ein Anachronismus anmutet, Nationalmannschaften im Zeitalter des Globalismus, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als notwendiger Bestandteil desselben. Das hat etwas mit Dialektik zu tun: Wächst die Internationalisierung auf der einen Seite, so muß auf der anderen Seite ein Äquivalent stehen. Muß der werktätige Mensch zunehmend globaler denken, seine Arbeitskraft dem weltweiten Wettbewerb anpassen, sich stets entwickeln, so braucht er auf der anderen Seite eine starre Größe, eine Heimeligkeit, das Bekannte, Tradierte und Unverwechselbare, das ihm Muße, Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Muß er im Wirtschaftsleben das Nationale und Regionale (meist) abstreifen, so baut er es im Familiären wieder auf. Und so kömmt es, daß alte Traditionen wieder aufleben, Menschen ihre Wurzeln suchen und finden, sich Gedanken ums Historische gemacht werden. Identitätssuche, wenn der einzelne sucht. Identitätsstiftung, wenn etwas dem einzelnen angeboten wird.
    Ein Teil der von Medien gemachten Identitätsstiftung ist die Fußball-Nationalmannschaft. Sie besitzt in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert. Entwicklungen in der Fußball-Nationalmannschaft spiegeln gesellschaftliche wider. Aber das Gesamtpaket „Nationalmannschaft“ soll auch etwas leisten. Der Fußball ist hier bloß ein Mittel. Politik und Gesellschaft bilden hier einen Pakt. Das, was politisch korrekt ist, soll und muß sein Abbild in der Nationalmannschaft finden. Und das bedeutet die Aushöhlung des Nationalen aus der Nationalmannschaft. Das beginnt bei der Zusammensetzung der auflaufenden Spieler, die als Repräsentanten Deutschlands gelten sollen. Oder sollen sie nur den Verband repräsentieren, den DFB? Nationalmannschaft oder DFB-Auswahl? Oder sollte es mehrere Auswahlen geben, eine rein nationale, eine der besten Spieler des DFB und eine, die den politischen Gegebenenheiten entspricht, vielleicht aus jedem Bundesland ein Spieler oder aus jeder Migrantengruppe einer... - Bei der EM 2008 zeigte sich die Tendenz zu nichteinheimischen Spielern in der Nationalmannschaft. Beinahe jede Mannschaft spielte mit einem eingebürgerten Brasilianer. Setzt sich dieses Prinzip fort, so spielt die nationale Zugehörigkeit bald keine Rolle mehr bei der Zusammensetzung der Nationalmannschaft. Man sucht dann bloß noch weltweit Spielertypen, die ins Anforderungsprofil des Trainers passen. Diese Spieler werden ins Land geholt und eingebürgert. Der Öffentlichkeit wird diese Politik als Integrationspolitik verkauft. Wer dawider spricht und argumentiert, wird als Rassist oder Ausländerfeind diffamiert. übersehen wird dabei, daß die allermeisten dieser integrierten Spieler nach ihrer Dienstzeit wieder in ihre Heimat zurückgehen und dort leben und sterben. Was deren gutes Recht ist.
    Die deutsche Nationalmannschaft, um im Bilde zu bleiben, spielte mit vier Spielern nichtdeutscher Herkunft. Sie war damit einer der Spitzenreiter bei der EM. So mögen Klose, Podolski, Kuranyi oder Neuville in Deutschland leben und arbeiten und hier auch ihren Lebensmittelpunkt besitzen. Das macht sie nicht zu Deutschen. Sie sind Ausländer. Daran ändert auch ein bundesdeutscher Paß nichts. Wenn man eine Nationalmannschaft will, dann sollte dies auch drin sein, Nationale. Für Vielvölkermannschaften gibt es den Klubfußball.
    Vorschlag zur Güte: Im Zeitalter des Globalismus sollte es jedem Verband freigestellt sein, verschiedene Mannschaften ins Rennen zu schicken, eine aus Migranten, eine aus Einheimischen und eine der mutmaßlich Besten des Verbandes. Das wäre in jedem Falle ehrlich und kein Etikettenschwindel.

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