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Thema: Cannabis und Christentum

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  • 18.02.18, 12:22
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Am 22.2.2018 steht das Thema im Bundestag erneut auf dem Programm:

    https://www.bundestag.de/dokumente/t...annabis/542302

    Über die Preispolitik der Apotheken (300 % Aufschlag auf den Einkaufspreis) beraten derzeit die "Spitzenverbände von Krankenkassen und dem Apothekerverband.

    Wie soll denn die Verordnung von Cannabis als Medizin wirtschaftlich abgebildet werden, wenn die Gier der Apotheker das Ganze im Keim erstickt?

    Beweise für Heilungen wollen einfach nicht gesehen werden. Gibt ja ungefährliche Schlafmittel von Grünenthal...
  • 16.02.18, 11:01
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    E.Mail an Kaspar Hauser:

    Ihre Expertise für Grünenthal zum Medizinalhanf

    16.02.2018 09:55


    Von michael-
    An whaeuser@klinikum-saarbruecken.de <whaeuser@klinikum-saarbruecken.de>


    Sehr geehrter Herr Dr. Hauser,

    kommt die Ärzteschaft vielleicht einmal auf die Idee, diejenigen zu fragen, die als unheilbar eingestufte Erkrankungen ÜBERLEBT haben, NACHDEM sie von IHRER fachkundigen Ärzteschaft schon aufgegeben worden sind? An Beweisen haben Sie doch gar kein Interesse. ES SOLLTE GEFORSCHT WERDEN.

    Mit dem Contergan Prozess starb damals der Rechtsstaat, für solche "Unternehmen" schreiben SIE IHRE fragwürdigen Expertisen?

    Zum Glück besitzt der Gesetzgeber eine andere Auffassung als Grünenthal. Danke für Ihre Hilfe, unheilbar Kranken die Hoffnung auf ein Überleben zu nehmen.

    Mit herzlichen Grüßen

    Michael Berger

    P.S.: Es gibt keine Schuld, doch es gibt Fehler im Gesundheitswesen, die dringend zu berichtigen sind. Sie scheinen da eher ein Teil des ursächlichen Problems bleiben zu wollen. Was Heilung wirklich ist, interessiert die Ärzteschaft doch keinen Deut. Sie wollen behandeln bis zum Siechtum. Dass IHRE Antibiotikaverordnungen in der Human- und Tiermedizin allein nach "expertenmeinung" in wenigen Jahren mehr Opfer fordern wird, als alle KREBSERKRANKUNGEN zusammen, sollte ihre Ärzteschaft umtreiben.

    Hier und in den anderen Ordnern könnten Sie etwas über Heilung erfahren. Doch ich komme nicht umhin, die gesammelte Ärzteschaft als "ungeheilte Heiler" zu beschreiben. Ungeheilte Heiler in einem System, in dem Krankheit zum MARKT wurde.

    Wenn Ihre Pharmafirmen die Schäden bezahlen müssten, die sie anrichten, müsste der Begriff "Wirtschaftlichkeit" völlig neu definiert werden. So bitte ich, den Begriff Wirtschaftlichkeit noch einmal genauer zu durchdenken.

    Sie sind jedoch weiterhin, wie GOTT SIE schuf. Einzig das Ego glaubt etwas anderes zu sein.
    http://forum.vonwolkenstein.de/threa...4960#post14960


    Was die Ärzteschaft unter Heilung verstehen könnte, wäre hier nachzulesen:
    http://forum.vonwolkenstein.de/threa...6856#post16856


    Nichts für ungut, aber wenn ich "das" lesen muss, kriege ich einen Heulkrampf angesichts dessen, was die Ärzteschaft so "produziert"...


    Aerolith wollte ja "Werbung"... Ärzte als Vertretung der Pharmaunternehmen sind wirklich keine gute Werbung...
  • 16.02.18, 10:27
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Medizinalhanf in der Inneren Medizin,
    Schmerzmedizin und Palliativmedizin

    Medical cannabis in internal medicine, pain medicine and palliative care
    Zusammenfassung

    Seit März 2017 können Ärzte Cannabis in Form getrockneter Blüten (sogenannter Medizinalhanf)
    unter bestimmten Umständen verschreiben. Die Evidenzbasierung für den Einsatz von Medizinalhanf
    in der Inneren Medizin, Schmerz- und Palliativmedizin ist unzureichend. Wissenschaftlich
    fundierte Dosierungsschemata liegen nicht vor. Die Applikation von Medizinalhanf
    als Tee oder über einen Vaporisator ist umständlich.

    Abstract
    Since March 2017, German physicians can prescribe dried cannabis flowers (medical can na -
    bis) under certain circumstances. The evidence for the use of medical cannabis in internal
    medicine, pain medicine and palliative care is insufficient. No scientifically well-founded
    dosage schedules are available. The application of medical cannabis as tea infusion or by a
    vaporisator is cumbersome.

    Cannabis und Cannabinoide
    Die Blüten und blütennahen Blätter der weiblichen Hanfplanze Cannabis sativa enthalten
    etwa 500 unterschiedliche Komponenten, darunter etwa 100 Cannabinoide. Die am besten
    untersuchten Cannabinoide sind Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) and Cannabidiol (CBD).
    THC hat analgetische und psychotrope Eigenschaften. CBD hat antiinflammatorische
    und schmerzmodulatorische Wirkungen. Der menschliche Organismus stellt körpereigene
    Cannabinoide her (sogenannte Endocannabinoide). Das Endocannabinoidsystem spielt
    eine wichtige Rolle in der autonomen und neuroendokrinen Stressreaktion. Die getrock -
    ne ten Blätter und Blüten (Marihuana) und das aus Pflanzenteilen zu Platten oder Blöcken
    ge press te Harz (Haschisch) von Cannabis sativa werden seit ca. 5000 Jahren sowohl zu
    medizinischen als auch Rauschzwecken verwendet (1).

    Die rechtliche Situation
    Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und
    anderer Vorschriften“ vom 10. März 2017 können Ärzte cannabisbasierte Arzneimittel in
    Form von Cannabis als getrocknete Blüten (sogenannter Medizinalhanf oder medizinisches
    Cannabis), standardisierter pflanzlicher Extrakte (Dronabinol als Rezepturarzneimittel,
    THC/CBD als Fertigarzneimittel) bzw. als synthetisch hergestellte Cannabisanaloga (Nabilon)
    zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnen. Durch den in § 31 SGB V neu
    eingefügten Absatz 6 haben Versicherte mit einer schwerwiegenden Erkrankung einen Anspruch
    auf Versorgung mit Cannabis in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten in
    standardisierter Qualität sowie auf Versorgung mit Arzneimitteln mit den Wirkstoffen
    Dronabinol oder Nabilon, wenn
    Arzneiverordnung in der Praxis Band 45 Heft 1 Februar 2018
    AVP Übersichtsarbeiten

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    1. eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung
    a) nicht zur Verfügung steht oder
    b) im Einzelfall nach der begründeten Einschätzung der behandelnden Vertragsärztin
    oder des behandelnden Vertragsarztes unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen
    und unter Berücksichtigung des Krankheitszustandes der oder des Versicherten
    nicht zur Anwendung kommen kann;
    2. eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf
    den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht.
    Die Leistung bedarf einer Genehmigung der Krankenkasse, die vor Beginn der Leistung
    zu erteilen ist. Über den Antrag auf Genehmigung ist von der Krankenkasse innerhalb von
    drei Wochen nach Antragseingang sowie fünf Wochen bei Einholung einer gutachterlichen
    Stellungnahme des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung zu entscheiden. Im
    Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung nach § 37b SGB V muss die
    Krankenkasse innerhalb von drei Tagen nach Antragseingang zu entscheiden (2).
    Im Folgenden werden die Probleme im Zusammenhang mit der Verordnung von Medizinalhanf
    dargestellt.
    Unzureichende Quantität und Qualität der Evidenz
    Die Europäische Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency) fordert für die Zulassung
    eines Arzneimittels bei chronischen Schmerzen mindestens zwei ausreichend gepowerte
    randomisierte und kontrollierte Studien (RCT) mit einer Studiendauer von mindestens
    zwölf Wochen. Eine ausreichend gepowerte Studie liegt nach den Kriterien der
    Pain Palliative and Supportive Care Group der Cochrane Collaboration bei einer Teilnehmerzahl
    von mindestens 50 Teilnehmern pro Studienarm vor. Dieses Kriterium wird von
    Medizinalhanf bei keiner Indikation der Inneren Medizin, Schmerz- und Palliativmedizin
    erfüllt (3).
    Bei neuropathischen Schmerzen liegt eine systematische Übersichtsarbeit mit Analyse
    individueller Patientendaten von fünf RCTs mit 178 Patienten mit Polyneuropathien unterschiedlicher
    Genese (in zwei Studien HIV-assoziiert) vor. Die meisten Studienteilnehmer
    hatten in der Vergangenheit Cannabis zu Freizeitzwecken geraucht. Die Studiendauer lag
    zwischen einem Tag und zwei Wochen. Medizinalhanf wurde als Joint (Zigarette mit Ta -
    bak vermischt) oder ohne Zusatz über eine Pfeife geraucht bzw. über einen Vaporisator
    inhaliert. Die THC-Konzentrationen lagen zwischen 1,3 % und 9,4 %. Weitere Analgetika
    waren erlaubt. Die Autoren errechneten eine Number needed to treat for an additional benefit
    (NNTB) für eine Schmerzreduktion von mindestens 30 % im Vergleich zu Placebo
    von 5,6 (95 % Konfidenzintervall (CI) 3,4–14). Die Autoren führten keine quantitative Synthese
    der Häufigkeit von Nebenwirkungen und der Abbruchrate von Nebenwirkungen
    durch. Sie berichteten deskriptiv, dass die meisten Nebenwirkungen (Angst, Desorientierung,
    Konzentrationsstörungen, Benommenheit) mild waren. Psychoaktive Effekte
    („High“-Gefühl) wurden häufiger bei höheren als bei niedrigen THC-Dosen berichtet (4).
    Arzneiverordnung in der Praxis Band 45 Heft 1 Februar 2018
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    Eine RCT verglich Medizinalhanf zweimal pro Tag als Zigarette einer Cannabissorte mit 23
    % THC-Gehalt im Vergleich zu einer nicht THC-haltigen Zigarette bei 21 Patienten mit
    Morbus Crohn mit einer Studiendauer von acht Wochen. Es fanden sich keine signifikanten
    Unterschiede in der Remissionsrate und in der Häufigkeit von Nebenwirkungen, jedoch
    eine signifikante (p < 0,05) Reduktion von Bauchschmerzen und eine Besserung des Appetits
    unter Medizinalhanf (5).
    An einer dreiwöchigen RCT mit 67 Patienten mit HIV-assoziierter Kachexie, die vor der
    Ära der hochaktiven antiretroviralen Therapie durchgeführt wurde, wurden Marihuana-Zigaretten
    mit 3,95 % THC-Gehalt bis zu dreimal pro Tag, Dronabinol oral dreimal 2,5 mg
    pro Tag und Placebo verglichen. Die Patienten nahmen unter Marihuana (3 kg) und
    Dronabi nol (3,2 kg) statistisch signifikant mehr Gewicht zu als in der Placebogruppe (1,1
    kg) (6).
    Weitere randomisierte, kontrollierte Studien mit Medizinalhanf bei Indikationen der Inneren
    Medizin, Schmerz- und Palliativmedizin liegen nicht vor.
    Eine kanadische prospektive einjährige Beobachtungsstudie verglich 215 Patienten mit
    nichttumorbedingten Schmerzen, die mit standardisiertem Medizinalhanf (12,5 % THCGe
    halt) behandelt wurden, mit 216 Schmerzpatienten, die kein Medizinalhanf er hielten.
    Bei 39 % der Patienten lag ein neuropathischer, bei 16 % ein nozizeptiver und bei 45 %
    ein nozizeptiver-neuropathischer Schmerz vor. Die Mehrzahl der Patienten in bei den
    Gruppen erhielt gleichzeitig Opioide. Die mittlere Tagesdosis von Medizinalhanf mit
    einem 12,5 % THC-Gehalt lag bei 2,5 g (Minimum 0,1 g, Maximum 14 g). In der Cannabisgruppe
    zeigte sich eine statistisch signifikante Schmerzreduktion im Vergleich zur Ausgangsmessung
    (–0,92 Punkte auf einer elfstufigen Skala [95 % CI –0,62 bis –1,23] ), nicht
    jedoch in der Kontrollgruppe (–0,18 [95 % CI 0,13 bis –0,49]). Das Ausmaß der Schmerzreduktion
    von < 1 Punkt ist klinisch nicht relevant. Die Rate von nicht schwerwiegenden
    Ne ben wirkungen unter Medizinalhanf war erhöht (adjustierte Inzidenzrate 1,73 [95 % CI
    1,41–2,13]), aber nicht die schwerwiegender Nebenwirkungen (adjustierte Inzidenzrate
    1,08 [95 % CI 0,57–2,04]). Nur 7 % der Patienten in der Cannabisgruppe waren „cannabis -
    naiv“ im Vergleich zu 64 % der Kontrollgruppe. Die Autoren räumten ein, dass ihre Studie
    keine Aussage über die Sicherheit von Medizinalhanf bei cannabisnaiven Patienten mit
    chronischen nichttumorbedingten Schmerzen zulässt (7).
    An einer israelischen einjährigen Beobachtungsstudie nahmen 216 Patienten mit nichttumorbedingten
    Schmerzen (häufigste Diagnosen: chronische muskuloskelettale Schmerzen
    in mehreren Körperregionen; neuropathische Schmerzen) mit Medizinalhanf teil. Die
    durchschnittliche monatliche Dosis lag bei 43 g (unterschiedliche THC-Konzentrationen).
    Die Reduktion des Schmerzintensitätsscores von im Median 7,50 auf einer elfstufigen
    Ska la (95 % CI 6,75–7,75) auf 6,25 (95 % CI 5,75–6,75) war klinisch relevant. 5,3 % der
    Pa tien ten beendeten die Studie wegen Nebenwirkungen. Die Rate schwerer Nebenwirkungen
    lag bei 1 % (8).
    Die Zulassung eines Arzneimittels wäre bei einer solch unzureichenden Datenlage von
    der Europäischen Arzneimittel-Agentur abgelehnt worden.
    Arzneiverordnung in der Praxis Band 45 Heft 1 Februar 2018
    AVP Übersichtsarbeiten

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    Dosierung
    Wissenschaftlich fundierte Dosierungsschemata inklusive der Konzentrationen von THC
    und CBD und ihrem Mischungsverhältnis gibt es nicht. Der THC-Gehalt der in Deutsch -
    land rezeptierfähigen Cannabissorten liegt zwischen < 1 % und 22 % und der CBD-Gehalt
    zwischen < 0,1 % und 10 %. In den verfügbaren RCTs und Kohortenstudien lag der THCGehalt
    der Cannabisblüten zwischen 2,5 % und 12,5 % (3). Die durchschnittliche tägliche
    Do sis von Cannabisblüten lag bei den beiden Beobachtungsstudien zwi schen 1,5 g und
    2,5 g pro Tag (7;8). Die Spannweiten waren jedoch beträchtlich.
    Auch zur Häufigkeit der Anwendung gibt es keine wissenschaftlich fundierten Empfehlungen.
    Sie kann von ein- bis mehrmals täglich variieren.
    Applikation: Rauchen, Inhalieren, Tee trinken oder Kekse backen?
    Die in Cannabis überwiegend als Carbonsäuren vorliegenden Wirkstoffe werden erst
    durch Erhitzen in die pharmakologisch wirksamen Formen umgewandelt. Oberhalb von
    185 °C verdampfen Cannabinoide, und freies THC und CBD bilden sich aus den Säurevorstufen.
    Daher sind nur Applikationsformen sinnvoll, bei denen der Patient Cannabisblüten
    thermisch behandelt. Wie der Patient Cannabisblüten anwenden soll, ob als Inhalation
    oder in oraler Form, obliegt grundsätzlich der Entscheidung des Arztes (9).
    Der Wirkeintritt und die -dauer unterscheiden sich nach Art der Anwendung stark. Bei
    Inhalation werden Cannabinoide schnell resorbiert: Schon innerhalb von einer bis zwei
    Minuten ist die Wirkung zu spüren, wobei der maximale Effekt nach 15 Minuten erreicht
    wird. Die Wirkung hält bis zu vier Stunden an. Werden Cannabinoide dagegen oral aufgenommen,
    dauert der Wirkeintritt 30 bis 90 Minuten. Der maximale Effekt wird nach zwei
    bis drei Stunden erreicht. Die Wirkung klingt nach vier bis acht Stunden ab (9).
    Beim Rauchen von Cannabisblüten in Kombination mit Tabak entstehen schädliche Verbrennungsprodukte.
    Daher hat sich die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
    gegen die Einnahme von Cannabisblüten als „Joint“ (gemischt mit Tabak) ausgesprochen
    (2). Auch beim Rauchen von Cannabis ohne Tabak entstehen Verbrennungsprodukte, wel -
    che die Schleimhaut schädigen können.
    Als Applikationsformen bieten sich die Inhalation mittels eines Verdampfers oder das
    Teetrinken an. Das DAC/NRF (Deutscher Arzneimittelkodex/Neues Rezepturformularium)
    hat zwei Rezepturvorschriften für „Cannabisblüten zur Inhalation nach Verdampfung“
    entwickelt. Zur Inhalation stehen spezielle Verdampfer (Vaporisatoren) zur Verfügung,
    mit deren Hilfe eine bestimmte Menge Cannabis erhitzt und so in die aktive Form über -
    führt und inhaliert werden kann. Vaporisatoren erhitzen Cannabisblüten auf die gewählte
    Temperatur, üblicherweise 210 °C. Es entsteht ein inhalierbares Aerosol, das von den Lungenbläschen
    aufgenommen werden kann. Die systemische Bioverfügbarkeit von THC aus
    Cannabisblüten betrug in Studien bei korrekter Applikation etwa 29 % bis 40 %. Der Verdampfer
    muss bei jeder Anwendung mit neuen Cannabisblüten beschickt werden. Patien -
    ten sollten nur solche Verdampfer verwenden, die verlässlich arbeiten und als Medizinprodukt
    in Verkehr sind. Derzeit sind in Deutschland nur zwei Geräte zugelassen: Der
    stationär zu verwendende Volcano Medic® und der transportable Mighty Medic®. Im
    Hilfs mittel-Verzeichnis des GKV-Spitzenverbandes sind Vaporisatoren für Cannabis bis -
    Arzneiverordnung in der Praxis Band 45 Heft 1 Februar 2018
    AVP Übersichtsarbeiten

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    lang nicht aufgeführt. Deshalb ist hier ein Einzelfallantrag bei der zuständigen Krankenkasse
    erforderlich (9). Die Benutzung von Vaporisatoren ist für Menschen, die keine Erfahrungen
    mit diesen Geräten zum Freizeitgebrauch von Cannabis haben, schwierig.
    Für „Cannabisblüten zur Teezubereitung“ hat das DAC/NRF ebenfalls Rezepturvorschriften
    zur Verfügung gestellt. Für diese Zubereitung gibt der Patient Cannabisblüten in
    kochendes Wasser und hält den Ansatz über 15 Minuten am Sieden. Der standardmäßige
    Ansatz beträgt 1 g Cannabis pro 1 l Wasser. Die relative Ausbeute an THC beträgt nur etwa
    5 %, die sich bei einer Kochzeit von 60 Minuten um das Eineinhalbfache erhöht. Dies
    erklärt sich durch die begrenzte Wasserlöslichkeit der Cannabinoide und den bei 100 °C nur
    langsam verlaufenden Decarboxylierungsreaktionen. Der Tee kann in einer Thermoskanne
    aufbewahrt werden. Dem Tee soll Sahne zugesetzt werden, damit sich die schlecht wasserlöslichen
    Cannabinoide im Getränk lösen (9).
    Das Einbacken von getrockneten und erhitzten Cannabisblüten in Kekse wird nicht
    emp fohlen, da die aufgenommene Dosis pro Anwendung noch schlechter vorhersehbar
    ist als bei Inhalation.
    Eine genaue Dosierung von Medizinalhanf ist nicht möglich
    Nur wenige Patienten verfügen über eine Feinwaage, um die Einzeldosis exakt zu
    bemessen. Die Dosierung der Cannabisblüten erfolgt daher meist „nach Gefühl“. Die Resorption
    der Cannabisinhaltsstoffe beim Rauchen oder Inhalieren ist sehr stark abhängig
    von der Inhalationstiefe.
    Medizinalhanf oder standardisierte Extrakte bzw. Fertigarzneimittel?
    Die (etwas) bessere Datenlage (2), die bessere Dosierbarkeit, das Vorliegen von in Studien
    überprüften Dosierungen und die einfachere Applikation als Kapsel oder Tropfen sprechen
    für den Einsatz standardisierter Extrakte bzw. Fertigarzneimittel. Seit Oktober 2017 kön -
    nen auch sogenannte Vollspektrumextrakte mit standardisiertem Gehalt von THC und/
    oder CBD und sämtlichen weiteren Wirkstoffe der Cannabisblüten zur oralen Applikation
    als Rezepturarzneimittel verschrieben werden. Aufgrund der langsameren Resorption und
    längeren Wirkdauer ist das Risiko einer missbräuchlichen Verwendung stan dar disierter
    Extrakte bzw. Fertigarzneimittel theoretisch geringer als bei der Inhalation von Cannabisblüten.
    Fahrtüchtigkeit
    Die Bundesregierung hat auf eine Anfrage der Linken am 05.04.2017 mitgeteilt, dass
    „Cannabispatienten“ am Straßenverkehr teilnehmen können, sofern sie aufgrund der Me -
    di ka tion in ihrer Fahrfähigkeit nicht eingeschränkt sind. Patienten drohe keine Sanktion
    nach dem Straßenverkehrsgesetz, wenn Cannabis aus der bestimmungsmäßen Einnahme
    eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt (10).
    Arzneiverordnung in der Praxis Band 45 Heft 1 Februar 2018
    AVP Übersichtsarbeiten

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    Die Evidenzbasierung für Medizinalhanf (Cannabisblüten)
    in der Schmerz-, Palliativ-, und Inneren Medizin ist
    unzureichend.
    Der Einsatz von Medizinalhanf in der Schmerz-, Palliativ-,
    und Inneren Medizin ist daher als individueller
    Heil versuch anzusehen.
    Wissenschaftlich fundierte Dosierungsschemata für
    Can na bisblüten stehen nicht zur Verfügung.
    Die Zufuhr von Cannabisblüten gemischt mit Tabak
    (Joint) wird aus gesundheitlichen Gründen nicht empfohlen.
    Die Zufuhr von Cannabisblüten über einen Verdampfer
    oder als Tee ist umständlich.
    Die Verordnung von cannabishaltigen Arzneimitteln
    wird für das Arzneimittelbudget des Arztes berücksichtigt.
    Fazit für die Praxis
    Literatur
    1 Fitzcharles MA, Häuser W: Cannabinoids in the management
    of musculoskeletal or rheumatic diseases. Curr
    Rheumatol Rep 2016; 18: 76.
    2 Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und
    an de rer Vorschriften vom 06.03.2017. BGBL 2017, 11:
    403-406.
    3 Häuser W, Fitzcharles MA, Radbruch L, Petzke F. Cannabinoide
    in der Schmerz- und Palliativmedizin: Eine Übersicht
    von systematischen Übersichtsarbeiten und von
    prospektiven Beobachtungsstudien. Dtsch Arztebl Int
    2017; 114: 627-634.
    4 Andreae MH, Carter GM, Shaparin N et al.: Inhaled cannabis
    for chronic neuropathic pain: a meta-analysis of individual
    patient data. J Pain 2015; 16: 1221-1232.
    5 Naftali T, Mechulam R, Lev LB, Konikoff FM: Cannabis for
    inflammatory bowel disease. Dig Dis 2014; 32: 468-474.
    6 Abrams DI, Hilton JF, Leiser RJ: Shortterm effects of cannabinoids
    in patients with HIV-1 infection: a randomized,
    placebo-controlled clinical trial. Ann Intern Med 2003; 139:
    258-266.

    Interessenkonflikte
    W. Häuser erhielt ein
    persönliches
    Vortragshonorar von
    Grünenthal.

    Prof. Dr. med. Winfried Häuser, Saarbrücken
    whaeuser@klinikum-saarbruecken.de
    7 Ware MA, Wang T, Shapiro S, Collet JP; COMPASS study
    team: Cannabis for the management of pain: assessment
    of safety study (COMPASS). J Pain 2015; 16: 1233-1242.
    8 Haroutounian S, Ratz Y, Ginosar Y et al.: The effect of medicinal
    cannabis on pain and quality-of-life outcomes in
    chronic pain: a prospective open-label study. Clin J Pain
    2016; 32: 1036-1043.
    9 Bussik D, Eckert-Lill C: Cannabis als Medizin. Was kommt
    auf die Apotheken zu? https://www.pharmazeutischezeitung.
    de/index.php?id=67762. Pharmazeutische Zeitung
    2017; Heft 8.
    10 Deutscher Bundestag: Cannabispatienten dürfen Auto
    fah ren: http://www.bundestag.de/presse/hib/2017_04/
    -/502018. Gesundheit/Antwort vom 5. April 2017 (hib 225
    /2017).
    11 Überall M: Neues aus der Schmerzmedizin. Schmerzmedizin



    So hört die Ärzteschaft auf das, was Grünenthal so schreibt....

    Und anderedimension hatte wohl Recht mit der Aussage über die Fahrzeugbenutzung. Die Bundesregierung sah dieses wohl so, doch trotzdem kocht JEDE Führerscheinbehörde bisher ihr eigenes Süppchen.

    Die Heilung des Leukämieverdachtes, die Heilung des "Dinges" in meinem Hals und die unmögliche Verbesserung meiner Augen interesseirt jedoch weder die Ärzteschaft, noch den GBA (Gemeinsamen Bundesausschuss).

    Wenn die Ärzte von Regressforderungen "bedroht" sind, wird die Kausalität das bisherigen Verhalten leider deutlicher. Sie schließen sich lieber der "Kaufmeinung" eines Unternehmens an, die nicht einmal die Schäden des Contergans bezahlt haben. Den Sinn und die Intention des Gesetzes darf und will die Ärzteschaft nicht begreifen. Hätten Sie statt Contergan lieber Cannabis verordnet...

    Die Opfer von Grünenthal werden einfach vergessen...

    Wie "wirtschaftlich" war denn die Verordnung von "Contergan" und "Duogynon" in der Gesamtschau?

    Gekaufte Ärzteschaft...

    Diejenigen zu fragen, die unheilbare Krankheiten überwunden haben, kommt für diese käuflichen Verräter an ihrem Eid nicht in Betracht. Mietmünder für Grünenthal...
  • 09.02.18, 14:05
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Sorry, aber da fällst Du auf die Bachblütenpresse rein. Es gibt Patienten, die unter dem Einfluss ihres Medikamentes eine MPU poitiv bestanden haben. Wenn ich mich ans Steuer setze, gelten die gleichen Grenzwerte, wie für alle anderen auch.

    Ganz gewiss darf ich nicht berauscht Auto fahren. Selbst auf dem Fahrrad könnte ich Probleme bekommen. Was auch ich bis zur ersten Rezeptausstellung nicht wusste: Ich musste unterschreiben, keine Maschinen bedienen zu dürfen. Was im Prinzip einem Berufsverbot gleichkommt.

    Was ungerecht ist: Als mir in Massen Codein verordnet wurde, gab es diese Einschränkung nicht. Mit Codein war ich jedenfalls voll fahruntüchtig, aber hätte wohl fahren dürfen. Eine Unterschrift, irgendetwas unter Codeineinfluss nicht tun zu dürfen, musste nicht geleistet werden. Ein Hinweis auf eine Fahruntüchtigkeit unter Codeineinfluss wurde niemals gegeben.

    Daneben hat sich aktuell schon der Verkehrsgerichtstag damit beschäftigt und ich wette fast darauf, dass künftig alle Patienten, die Cannabis als Medizin verwenden, Probleme mit dem Führerschein bekommen. Auch, wenn sie, wie ich, gar kein Auto besitzen und ebensowenig mit dem Auto am Straßenverkehr teilnehmen.

    Ach ja, ein Kumpel hat es tatsächlich geschafft, unter dem Einfluss seines Medikamentes seine FAHRTÜCHTIGKEIT nachzuweisen. Daneben ist es immer eine individuelle Entscheidung, ob Medikamenteneinnahme und das Führen eines Fahrzeuges getrennt werden können.

    Was insgesamt unter den Tisch fällt, ist der Umstand, dass der Grenzwert bei Cannabis viel zu niedrig angesetzt ist. Nach einem einzigen Joint sind mindestens 24 Stunden abzuwarten, bis der Blutgrenzwert unterschritten wird. Der Grenzwert für die Urinkontrollen wird noch eine Woche bis zehn Tage nach einem einzigen Joint überschritten. Was in beiden Fällen nichts mit der Fahrtüchtigkeit zu tun hat.

    Bei der medizinischen Verwendung wird insofern über "vernünftige Grenzwerte" verhandelt. Was dabei herauskommen wird, ist derzeit unklar. Von den Patienten, die Codein oder andere opiathaltigen Schmerzmittel einnehmen, ginge im Straßenverkehr auf jeden Fall eine größere Gefahr aus. Kokain im Blut nachzuweisen, ist annähernd unmöglich, die einzigen, die kein Problem haben, berauscht zu fahren, sind daher die Kokser.

    Es ist immer eine persönliche Entscheidung, in welchem Zustand jemand am Straßenverkehr teilnimmt. Wird diese Eigenverantwortung aufgegeben, wird ein medizinischer Verwender von Cannabis sicherlich genauso bestraft, wie jeder andere auch. Der Grenzwert ist daneben viel zu gering angesetzt und dieser wäre zu hinterfragen und der tatsächlichen Fahruntüchtigkeit anzunähern. Cannabis besitzt eine Halbwertzeit von 7 Tagen und die Abbauikurve verläuft negativ exponentiell, was umgekehrt reziprok zum Wirkverlauf steht. Durch diesen Kumulationseffekt inaktiver Abbauprodukte ist die Grenzwertproblematiok bei Cannabis ein wenig komplexer, als es die Bachblütentrinker und linken Spinner aufzunehmen verstehen.

    Seit wann glaubst du solchen linken Spinnern? Jede Füherscheinbehörde entscheidet bisher, wie sie es will. Ein Rechtsgrundsatz kommt bisher - meines Wissens - nicht zur Anwendung.

    Welche sonstigen Medikamente ebenfalls zur Fahruntüchtigkeit führen, sollte in dieser Betrachtung nicht außen vor bleiben. Wer alles aufgrund der Einnahme von Medikamenten nicht am Straßenverkehr teilnehmen dürfte, müsste dann schon objektiver betrachtet werden. Wer alles aufgrund von bestimmten Erkrankungen und Risikopotenzialen ebenfalls eine Gefahr im Strassenverkehr darstellt, bleibt ebenfalls unbedacht.

    Eine Bekannte bekommt zwei Sorten Antidepressiva. Die eine Sorte nimmt sie morgens und darf damit zur Arbeit fahren. Die andere Sorte nimmt sie abends und ihr Arzt legte ihr nahe, dann besser nicht mehr Auto zu fahren. Ob dieses Medikament morgens jedoch schon völlig abgebaut worden ist, entspricht der gleichen Grundproblematik wie beim Cannabis. Eigenverantwortung ist in beiden Fällen die Grundlage für angemessenes Verhalten.

    So wären für viele Medikamente Grenzwerte festzulegen, die jedoch immer nur Näherungswerte sind und individuell keine absolute Gültigkeit besitzen. Das Thema wird noch lange zu Diskussionen führen.

    Was jedoch auffallen könnte: Wie konnte mein Kumpel seine Fahrtüchtigkeit beweisen, wenn der Grenzwert doch die Fahruntüchtigkeit festlegen sollte? Daneben ist er bei jedem Unfall automatisch anteilig mitschuldig, dies ist ihm ohnehin klar und juristisch nicht aus der Welt zu schaffen.
  • 05.02.18, 14:04
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Sei Dir gegönnt, dass Du das Zeug jetzt auf legale Art und Weise beziehen kannst. Was ungerecht ist: Wer Gras verschrieben bekommt, der darf berauscht mit dem Auto fahren - alle anderen nicht. Das ist weder moralisch noch juristisch ok. Aber diese Willkür seitens der Politik ist nicht neu - fast gewöhnt man sich daran.

    Zitat Spiegel.de

    Unter Drogen hinterm Steuer Sollten Cannabis-Patienten Auto fahren?
    Wer medizinisches Cannabis nimmt, darf Auto fahren. Wer kifft, nicht. Das klingt unfair. Doch für die Unterscheidung gibt es mehrere Gründe.
    http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...a-1189333.html
  • 03.02.18, 11:24
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Verspätet sei zum Beschaffungsproblem angemerkt: Gestern mein erstes Privatrezept eingelöst und legal meine Medizin erworben.

    Für den Betrag von 115 € bekam ich ganze 5 Gramm Medizinalhanf in der Apotheke. Obwohl mir der Preis echt nicht gefällt, konnte ich es das erste Mal unterlassen, einen Menschen, der Dealer genannt werden müsste, mit meinem "Bedürfnis" zu belasten und in die Kriminalität zu schicken. Meine Erfahrung ist halt, dass viele, die "so" genannt werden, auch immer ein Stück weit dazu "gemacht" worden sind.

    Ganz harmloses und lange verjährtes Beispiel: Den besten Preis bei unserem damaligen Dorfdealer bekam immer ein bestimmter Kumpel. So bürgerte sich ein, F. zu W. fahren zu lassen, der dann den Bedarf für die mitbrachte, die sich durch einen "Negativrabatt" (im Vergleich) abgestraft sahen. Obwohl wir also das Ergebnis ohnehin zumeist zusammen "verfrühstückten", wäre mein Kumpel F. wohl als Zwischenhändler eingeordnet worden. An sich hat er denen einen Gefallen getan, deren oft rücksichtloses Verhalten zu einem "Risikoaufschlag" bei W. führte. Auch W. war eher Opfer als Täter, er kam aus der "Nummer" einfach nicht "raus". Zu was das führte, hat er damals ganz gut erkannt und als "Dealerpsychose" zusammengefasst.

    Meine "Beschaffungspsychose", also die Gefahr, auf dem Schwarzmarkt verunreinigtes Material zu erwerben, andere zu kriminalisieren und "Bestrafung" zu riskieren, kann ich nun zumindest langsam auflösen. Der letzte Irrtum, der aufzulösen bleibt, ist natürlich die Vorstellung, ein "Medikament" überhaupt zu benötigen, Geist, Seele und Körper in Gleichklang zu bringen. Der allerletzte übernatürlich, dass Heilung jemals notwendig gewesen wäre...

    Der "Wesenstest" bei der Psychologin war insofern erfolgreich. Zur medizinischen Verwendung im Zeitverlauf kann ich noch nicht viel sagen. Habe jedoch hervorragend geschlafen und es geht mir gut. Immerhin weiß ich, keinen Strukturen ausgesetzt zu sein, die sich nicht dem Wohl des Konsumenten verpflichtet sehen und das Interesse nach Heilung keinesfalls teilen.

    Die persönlichen "Opferrollen" münden in ein Kanalsystem, das "organisiert" wird. Den Vorwurf, die organisierte Kriminalitität, die Geldwäsche, die Mafia oder ansonsten unschuldige Menschen zu "funktionalisieren", kann ich vor mir selbst nun entkräften. Als Konsument habe ich diese Strukturen "gemacht", sie entstehen halt nicht aus dem Nichts.

    Zur "Preispolitik" in den Apotheken später mehr. Es wirkt "gefahrloser", ist mein erster Eindruck. Es wirkt daneben stärker als das bisher bekannte Material aus "sonstigem Anbau unbekannter Herkunft und Qualität". Zumindest über Privatrezepte ist die medizinische Verwendung nunmehr für rund 10 000 Menschen möglich geworden. An der "Preispolitik" wird derzeit gearbeitet, die "Spitzenverbände" von KK und Apothekern beraten sich nach Angaben der Apothekerin. Das Ergebnis nehme ich mal nicht vorweg...
  • 19.11.17, 09:05
    anderedimension
    Zitat Michael

    Interessante Ideen. Wenn die Gesellschaft die Ziele vorgeben soll, müssten wir jedoch die "Sondierung" als ein stetiges Flussbild betrachten, denn, was gestern richtig war, muss es morgen nicht sein. Dein Modell geht jedoch von der Grundprämisse aller Marktfunktion aus, die uns abhanden kam: VOLLKOMMENE INFORMATION. So beschreibst Du den technischen Weg nach einer Zielfindung, das Schwierige dabei wird bleiben, die vollkommene Information im Flussbild ständig neu zu patchen.
    Ja- und gerade weil sich die Welt ständig verändert, sich die Parameter permanent verschieben...kann das nur ein Rechner leisten. Der Mensch selbst wird dazu gar nicht mehr in der Lage sein. Eine für alle gleich gute Lösung kann es nicht geben, deshalb wäre es Zeitverschwendung eine solche Lösung anzustreben. Einvernehmlichkeit auf dem größt möglichen Nenner, das muss das Ziel sein. Nur der Rechner ist auch in der Lage kulturelle und religiöse Besonderheiten zu berücksichtigen, ohne sie emotional zu gewichten.

    Zitat Michael

    Doch die Parameter und Faktoren, die in den Algorithmen eingebaut werden, setzen wir ohne eine natürliche Feedbackschleife, meine Kritik an Descarte. Es ist ein Blindflug, der Natur unsere Parameter aufzwingen zu wollen; und da wir die Grenzparameter nicht kennen, beruht die scheinbar gewonnene Sicherheit auf reinen Annahmen. Von "atmenden Obergrenzen" zu einer "atmenden Mitwelt" zu gelangen, erfordert Mitgefühl und Zugehörigkeitsgefühl. Beides kann immer nur in der Gegenwart sein, daher greife ich Deine Gedanken dazu noch einmal auf:
    Verstehe deine Bedenken, aber das Gegenteil wäre wohl der Fall. Beispiel:

    Man hat vor Jahren am Grund der Weltmeere große Vorkommen fossiler "Knollen" (der Fachbegriff fällt mir gerade nicht ein) entdeckt...die sehr reich an Minieralien sind - mit denen man unsere Energieprobleme lösen könnte. Die starken und reichen Nationen haben sich bereits Förderrechte gesichert...auch Deutschland...sich die Meere untereinander aufgeteilt. Die anderen Nationen gehen leer aus. Ein Rechner würde uns sagen wer wie viel und wo fördern darf...und wie es unter allen Nationen verteilt werden muss. Tansania...nur als Beispiel...hat weder einen Zugang zu diesen Meeren..noch die technischen Mittel um die Fossilien zu bergen...also wird der Rechner diesem Land erst gar keine Förderrechte zuteilen...sondern es direkt als "Nehmerland" deklarieren. Deutschland darf in der Nordsee 12% fördern...muss davon Prozentsatz X an Tansania abgeben. Das funktioniert dann, wenn alle Nationen den Zentralrechner als oberste Instanz bedingungslos akzeptieren. Nur wer frei von Vergangenheit, Zukunft und Emotionen ist..ist auch in der Lage gerecht zu entscheiden. Bei seiner Entscheidung berücksichtigt der Rechner Ressourcen, Auswirkungen auf die Umwelt, Regenerationsfähigkeit, Nachhaltigkeit usw. Er entscheidet also nicht gegen oder für die Natur...sondern mit Hilfe der Natur.

    Zitat Michael

    Wir sind nur darin gefangen, wenn wir "Schuld" damit verbinden. Schuld an einer bösen Vergangenheit oder Angst vor einer ungeschehenen Zukunft sind jetzt niemals unser wirkliches Problem. Es ist immer die Abwehr der Verbindung zwischen Geistern, die gefürchtet wird. Dein Bild würde ich dagegen gern auf den Geist ausdehnen: Stell Dir vor, die Sondierer würden ihren Geist verbinden und zusammenstöpseln...
    Genau das macht der Rechner ja auch, wenn wir den Geist als Gesamtheit unseres Wesens verstehen...und nicht als autarke Instanz.

    Noch ein Wort zu Descartes...bzw zu den Philosophen generell...weil Du ihn erwähnt hast:

    Mit den Philosophen habe ich dann ein Problem...wenn sie sich philosophische Fragen stellen...die sie dann philosophisch beantworten. Für mich ist das brotlose Kunst. Das trifft m.E. auf Descartes zu...wie auch z.B. auf einen Schopenhauer...der zu 99% Blödsinn in die Welt setzte...aber für das 1%, kaum mehr als ein Zufallstreffer, gefeiert wird. Umso mehr mag ich Leute die sich philosophische Fragen stellen und diese versuchen wissenschaftlich zu beantworten...oder beantworten zu lassen. Freud war für mich mehr Philosoph als viele derer...die wir als Philosophen feiern.

    Aber ausgerechnet mit dem Thema Drogen ging Freud für seine Verhältnisse eher schlampig um, untermauerte seine Thesen nicht mit wissenschaftlichen Feldversuchen. Er hob die medizinisch "heilenden" Wirkungen von Kokain hervor...ohne sich mit den psychischen Nebenwirkungen zu befassen. Eigentlich total a-typisch für ihn. Warum gerade beim Thema "Kokain"...das wird sein Geheimnis bleiben.

    Zitat Michael

    Ein Heilmittel auf dem Weg zum Frieden kann die Cannabispflanze durchaus sein. Sowohl in Bezug auf sinnvolle Arbeitsplätze, den Erhalt des natürlichen Lebenssystems und die Bindung von CO2 und sonstigen Feinstäuben. Und natürlich auch im Kontext der allgemeinen Erfahrung einer spirituellen Dimension des Daseins, die uns eine Anbindung an das Speziessystem erlaubt, die mit der fehlenden Feedbackschleife gemeint war.
    Was Freud uns schuldig blieb, das haben inzwischen andere Wissenschaftler geliefert. So gur Cannabis für die Ökoblanz auch sein mag, der Preis dafür ist zu hoch. Wenn nur noch Zombies auf unserem Planeten spazieren gehen...dann kann dieser gesund sein wie er will - das bringt niemandem etwas.

    Zitat Michael

    Was das wirtschaftliche Potenzial betrifft, mal ein Link zu den "Marktaussichten", wie sie von den Investoren gesehen werden:
    https://www.wallstreet-online.de/nac...hoeheres-level
    Wer investiert, der sieht in den möglichen Gewinnen den einzigen Sinn seiner Investition. Alle anderen Argumente benötigt er nur um möglichst viele Menschen auf seine Seite zu ziehen - denn zumindest diese stehen ihm dann nicht mehr im Wege.

    Wenn dich deine 14-jährige Tochter bittet über Nacht auf der Party bleiben zu dürfen...wo doch ansonsten 22:00 nach Hause gilt, wird sie dir tausend gute Argumente dafür liefern. Nur den einen wahren Grund, dass sie sich zu ihrem ersten Mal verabredete, wird sie dir nicht nennen.

    Beim Thema Cannabis müssen wir es vielleicht machen wie in der Politik: Sondierungsgespräche führen.

    Dabei sucht man zunächst nach Gemeinsamkeiten. Wenn wir über mögliche Folgen der Legalisierung reden, sind wir eigentlich schon einen Schritt zu weit.

    Die erste Fage sollte sein: Warum konsumieren Menschen Cannabis?

    Antwort: 99% konsumerien es um der Realität zu entfliehen. 1% aus anderen, z.B. medizinischen Gründen. Wir unterhalten uns aber nur über dieses 1%.

    Fragen sollten wir uns: Wäre es nicht besser eine Realität zu schaffen...der niemand mehr entfliehen muss?
    Wir reden über Folgen...statt über Perspektiven. Damit machen wir den zweiten Schritt vor dem ersten.
    Folgen=Schlussfolgerung=Konsequenz
    Perspektiven=Aussichten=Alternativen

    Statt Minderheiten zu schützen, und bei Cannabis Konsumenten handelt es sich um eine Minderheit, entlassen wir sie in ihr Schicksal. Wenn man die Demokratie ernst nimmt, ist das eine antidemokratische Vorgehensweise. Denn: Die meisten der Nichtkonsumenten...die für die Legalisierung sind...stimmen wegen der Kriminalität dafür. Es geht ihnen also nicht um den Schutz der Minderheit, sondern um ihr eigenes Wohl. Sie möchten keine Dealer und Junkies vor der Haustür haben. Es ist ein schmutziger Deal...im Sinne von: Wir sind für die Legalisierung...weil wir den ganzen Dreck dann nicht mehr sehen müssen. Unter einer Demokratie stelle ich mir etwas anderes vor. Durch die Legalisierung löst du nicht ein einziges Problem der Konsumenten. Die Beschaffungsproblem ist ja nicht das eigentliche Problem...sondern eine Auswirkung des Problems.
  • 18.11.17, 14:08
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Oder stelle dir mal folgendes vor: Statt Koalitionsverhandlungen zu führen, stöpseln die vier Parteien ihre Rechner an einen Zentralrechner.
    Der Zentralrechner rechnet, unter Berücksichtigung aller Interessen, die optimalsten Kompromisse aus. Damit er das kann...muss er die gemeinsamen Ziele kennen. Die Ziele werden nicht von den Politikern...sondern von der Gesellschaft vorgegeben. (...) Diese 5% werden nun mit den Gewinnen aus den Erneuerbaren Energien kompensiert. Auf diese Art und Weise erreichen wir unsere Ziel...und das auch noch viel schneller...ohne auch nur einen Menschen arbeitslos zu machen.


    Es sind also rein rationale, logische Entscheidungen die der Rechner trifft - nur so kann man möglichst allen gerecht werden.

    In Zuzkunft wird nicht regiert, sondern "gepatcht". Patchen im Sinne von alle Rechner zusammenstöpseln.
    Der Zentralrechner ist eine Art Radio Eriwan. Wir brauchen nur noch Leute die dafür sorgen...dass alle relevanten Daten zur Verfügung stehen. Aus Parametern und Algorithmen basteln wir uns die Zukunft. Und so...wie heute schon das Fliegen ohne menschlichen Einfluss sicherer ist...wird in Zukunft das Leben ohne menschlichen Einfluss viel angenehmer und sicherer sein.

    Da muss man weder Visonär noch Genie sein...es ist einfach nur logisch.

    Interessante Ideen. Wenn die Gesellschaft die Ziele vorgeben soll, müssten wir jedoch die "Sondierung" als ein stetiges Flussbild betrachten, denn, was gestern richtig war, muss es morgen nicht sein. Dein Modell geht jedoch von der Grundprämisse aller Marktfunktion aus, die uns abhanden kam: VOLLKOMMENE INFORMATION. So beschreibst Du den technischen Weg nach einer Zielfindung, das Schwierige dabei wird bleiben, die vollkommene Information im Flussbild ständig neu zu patchen.

    Doch die Parameter und Faktoren, die in den Algorithmen eingebaut werden, setzen wir ohne eine natürliche Feedbackschleife, meine Kritik an Descarte. Es ist ein Blindflug, der Natur unsere Parameter aufzwingen zu wollen; und da wir die Grenzparameter nicht kennen, beruht die scheinbar gewonnene Sicherheit auf reinen Annahmen. Von "atmenden Obergrenzen" zu einer "atmenden Mitwelt" zu gelangen, erfordert Mitgefühl und Zugehörigkeitsgefühl. Beides kann immer nur in der Gegenwart sein, daher greife ich Deine Gedanken dazu noch einmal auf:

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Wir leben zwar in der Gegenwart, sind aber in Vergangenheit und Zukunft geichermaßen gefangen. In der Vergangenheit wegen unseren Erfahrungen, in der Zukunft wegen unseren Erwartungen. In unseren Abwägungen spielt beides eine Rolle - wir treffen Entscheidungen für eine an Erwartungen geknüpfte Zukunft, bringen aber Misstrauen oder Vertrauen von bereits gefällten Entscheidungen aus der Vergangenheit mit. Für den Rechner gibt es zwar auch eine Vergangenheit...in Form empirischer Daten...aber er gibt diesen Daten kein emotionales Gewicht...sie dienen ihm lediglich um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Für ihn zählen nur der Status Quo und das vorgegebene Ziel. Im Falle Syrien wäre das Ziel Frieden auf dem größt möglichen Nenner. Haben die Rechner aller Nationen das gleiche Ziel...dann ist dieses Ziel auch zu erreichen. Heutige Abrüstungsübereinkommen werden irgendwann durch Rechnergleichschaltungen ersetzt, so wie der Un-Sicherheitsrat durch eine permanente Programmabgleichung ersetzt wird.
    Wir sind nur darin gefangen, wenn wir "Schuld" damit verbinden. Schuld an einer bösen Vergangenheit oder Angst vor einer ungeschehenen Zukunft sind jetzt niemals unser wirkliches Problem. Es ist immer die Abwehr der Verbindung zwischen Geistern, die gefürchtet wird. Dein Bild würde ich dagegen gern auf den Geist ausdehnen: Stell Dir vor, die Sondierer würden ihren Geist verbinden und zusammenstöpseln...

    Zwar haben wir in der Vergangenheit selten diese Erfahrung gemacht, doch JEDER wird sie kennen. Dazu ist jedoch die Maske anzunehmen, die "Person", die wir beschlossen haben, zu sein. Doch die nur ein Bild in unserem Kopf ist, geprägt von den Bedürfnissen einer nimmersatten Egostruktur als "Programmabgleich". Frieden als überlebenswichtiger Programmbestandteil beginnt im Geist und die Möglichkeit zur Herrschaft über den eigenen Geist ist es, die zu vermitteln wäre. Erst sollte im eigenen Geist abgerüstet werden, um den Kampf gegen die Umwelt als letztlich tödliches Programm erkennen zu können und wieder eine innere Verbindung zur Mitwelt aufbauen zu können.

    Wenn die Vergangenheit in unserem Geist ihr emotionales Gewicht verloren hat, befreien wir uns daraus. Dazu ist ihr ein lehrreicher Nutzen zu verleihen. Dieser kann nur in der Annahme gefunden werden, anzunehmen, wir alle sind Teil eines verbundenen Ganzen. Dann wird das Teilen zum Programm und das Glück im Gegenüber zum eigenen Frieden ausgedehnt. Den Frieden, den wir bräuchten, finden wir in uns selbst; er hat jedoch eine Quelle, die nicht in unserer Vernunft zu ermessen ist. Dann wären unsere Erfahrungen die Grenzen dessen, was möglich ist und niemals hätten wir eine Chance, der "bösen" Vergangenheit oder der "drohenden" Zukunft durch inneren Frieden im Jetzt zu entkommen.

    Ein Heilmittel auf dem Weg zum Frieden kann die Cannabispflanze durchaus sein. Sowohl in Bezug auf sinnvolle Arbeitsplätze, den Erhalt des natürlichen Lebenssystems und die Bindung von CO2 und sonstigen Feinstäuben. Und natürlich auch im Kontext der allgemeinen Erfahrung einer spirituellen Dimension des Daseins, die uns eine Anbindung an das Speziessystem erlaubt, die mit der fehlenden Feedbackschleife gemeint war.

    Eine allgemeine Erklärung, was im "zusammengestöpselten Geisteszustand" möglich ist, kann mangels bisheriger kollektiver Erfahrung noch kaum in geeignete Worte gefasst werden; eine allgemeine Erfahrung desselben ist jedoch jederzeit möglich und ganz sicher auch nötig. Was den getrennten Geist betrifft, haben Descarte, Kant und Freud ihren Erklärungsnutzen; was den verbundenen Geist betrifft, tappen sie ohne eigene Erfahrungswerte relativ im Dunkeln, im bisher Ungesehenen.

    Frieden wird durchaus wahrscheinlicher, würde die globale Ächtung der Nutzpflanze Hanf beendet und sein mögliches Potenzial für sinnvolle Arbeit, gesunde Grundstoffe, wirkungsvolle Medizin, als Nahrung und insgesamt zum Maßnahmenbündel "Klimaerhalt" genutzt.

    Was das wirtschaftliche Potenzial betrifft, mal ein Link zu den "Marktaussichten", wie sie von den Investoren gesehen werden:
    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10073847-bahnbrechende-technologie-cannabis-industrie-hoeheres-level


  • 18.11.17, 09:01
    anderedimension
    Oder stelle dir mal folgendes vor: Statt Koalitionsverhandlungen zu führen, stöpseln die vier Parteien ihre Rechner an einen Zentralrechner.
    Der Zentralrechner rechnet, unter Berücksichtigung aller Interessen, die optimalsten Kompromisse aus. Damit er das kann...muss er die gemeinsamen Ziele kennen. Die Ziele werden nicht von den Politikern...sondern von der Gesellschaft vorgegeben. Im Falle der Kohlekraftwerke hieße dieses Ziel 40% Co2 Reduktion bis zum Jahre 2020. Der Rechner würde jetzt vielleicht "sagen": Wenn ich 20 Kraftwerke abschalte, dann produziere ich viele Arbeitslose und breche meine Verträge. Lösung: Alle 1000 Kraftwerke reduzieren ihre Produktion sofort um 5%. Das Jahr darauf abermals um 5%...usw. Das wäre a. ein sanfter Ausstieg und b. mit einer viel gößeren Wirkung, denn wenn ich 20 Kraftwerke von 1000 sofort abschalte, dann sind das 2% - nach dem Vorschlag des Rechners sind es 5%. Für die 5% kommt die Gesellschaft auf, denn es es ist ja ihr Ziel. In der Prxis würde das so aussehen: Wenn die Unternehmen um 5% reduzieren, müssen sie ihrem Personal 5% weniger Lohn bezahlen. Diese 5% werden nun mit den Gewinnen aus den Erneuerbaren Energien kompensiert. Auf diese Art und Weise erreichen wir unsere Ziel...und das auch noch viel schneller...ohne auch nur einen Menschen arbeitslos zu machen.

    Beispiel 2: Familiennachzug. Der Rechner sagt: Es ist unlogisch, dass ein 30-jähriger Mann sich alleine in Sícherheit bringt und Frau und Kinder im Bombenhagel zurücklässt. Er würde es genau umgekehrt machen, also Frau und Kinder zuerst in Sicherheit bringen. Es kann also gar nicht sein, dass da jemand seine Familie nachholen muss...weil diese sich angeblich in Gefahr befindet. Es ist genau umgekehrt! Wenn ein junger Mann bei uns lebt, seine Familie woanders...dann muss der Mann zurück zur Familie geführt werden.

    Es sind also rein rationale, logische Entscheidungen die der Rechner trifft - nur so kann man möglichst allen gerecht werden.

    In Zuzkunft wird nicht regiert, sondern "gepatcht". Patchen im Sinne von alle Rechner zusammenstöpseln.
    Der Zentralrechner ist eine Art Radio Eriwan. Wir brauchen nur noch Leute die dafür sorgen...dass alle relevanten Daten zur Verfügung stehen. Aus Parametern und Algorithmen basteln wir uns die Zukunft. Und so...wie heute schon das Fliegen ohne menschlichen Einfluss sicherer ist...wird in Zukunft das Leben ohne menschlichen Einfluss viel angenehmer und sicherer sein.
    Da muss man weder Visonär noch Genie sein...es ist einfach nur logisch.

    Warum es zwischen Grünen und CSU nicht "funkt":

    Wenn Du dir mal die Geschichte der Grünen anschaust..wirst du feststellen...dass die Grünen die konservativste aller Parteien ist. Sie formulieren "moderne" Ziele, wählen aber antiquarische Wege...um diese Ziele zu erreichen. Sie kennen für alle Probleme nur eine Lösung: Das Verbot! Wenn die Grünen z.B. sagen wir wollen eine saubere Umwelt...dannn frage ich mich....wer will das nicht? Da sie sowohl Ziele und Lösungen minimalisieren..sind sie die Populisten schlechthin. Sie haben NIE innovative Lösungen im Angebot...sondern immer nur das Verbot. Von Lehrern sollte man auch nicht mehr erwarten.

    Bei der CSu ist es genau umgekehrt. Die CSU formuliert konservative Werte, Ziele...handelt aber gegenteilig. Bayern ist zusammen mit BW das innovativste, das modernste Bundesland. In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist da nicht so, sind die Grünen modern und die CSU altmodisch. Das kann man aber erklären: Die Grünen sind nicht verortet, an ihrem grünen Kleid haften keine Traditionen. Denke ich an die CSU, habe ich Blasmusik in den Ohren und um den Maibaum tanzende Bauern vor Augen - dabei hat das mit der CSU rein gar nichts zu tun. Auch bei den Grünen würden die Bayern um den Maibaum tanzen. Beides steht nicht in einer Linie...es handelt sich um Parallelentwicklungen. Die älteste Partei ist 150 Jahre alt, die völkstümlichen Eigenarten und Traditionen sind viele Jahrhunderte alt.

    Die Berliner hingegen haben ein ganz andere Tradition. Sie habenn sich nicht anders, nicht moderner entwickelt - der Unterschied war schon immer da. Der Berliner hat noch nie die Blasmusik gemocht...war schon immer ein Technofreak. Deshalb kann ich auch nicht sagen die einen wären in ihrer Entwicklung stehengeblieben...die anderen fortschrittlich geblieben. Sachsen, Bayern, Preußen und Co., Geschichte lässt sich nicht einfach so wegargumentieren - die Unterschiede, die Traditionen bleiben bestehen.

    Die gemeinsame Geschichte vebindet - man hat Schulter an Schulter gegen Osmanen, gegen Napoleon, gegen die Ungarn und viele andere gekämpft. Diese gemeinsame Geschichte ermöglicht es uns in einem föderalistischen Staat miteinander auszukommen. Das ist aber auch gleichzeitig der Grund...warum das mit einem vereinigten Europa nicht funktionieren kann. Mit Griechen, Rumänen, Bulgaren, Portugiesen usw. verbindet uns rein gar nichts. Der Bayer haftet, wenn auch mit geballter Faust, für den Preußen - aber der Deutsche will nicht für den Griechen haften...warum sollte er das auch wollen? Punktuell udn zeitlich begrenzt ist man gerne mal zur Hilfe bereit....aber als Dauerzustand? Der Grieche wird immer der Faule, der Deutsche der Fleißige bleiben. Ein föderalistisches Europa nach deutschem Modell und nach französischer Vorstellung....mit Eurobonds und allem drum dran...ist alleine schon deshalb zum Scheitern verurteilt.

    Wenn sich die Zoodirektoren der Zoos Stuttgart, Hamburg und Berlin darauf verständigen ihre jeweilige Löwenrudel zusammenzulegen...dann werden alle Löwen sterben. Und wenn wir von Deutschen, von Franzosen, von Engländern sprechen...dann reden wir aus evolutionsbiologischer Sicht ebenfalls von Rudeln. So gottnah der Mensch sich auch glaubt...und bei aller Anstrengung... die Naturgesetze wird er niemals ändern können
  • 16.11.17, 21:41
    anderedimension
    Zitat Michael

    (1) Genau, doch "wie" willst Du die gobalen Massen "sehen"? Was ist das Ziel planetarer Erziehung und Bildung im Sinne des konstruktiven Ganzen (bei vorgenannter Verteilung von Wertschöpfung)? "Konsum- und Arbeitstiere" oder des eines Selbst bewussten Menschen?
    Schon durch deine Frage tust Du Fronten auf. Das darf keine "entweder-oder-Frage" sein. Ich sehe weder im Konsum das Böse...noch im Selbstbewusstein ein Allheilmittel. Jedes Lebewesen konsumiert...selbst die libanesische Zwitterschnecke und der afrikanische Elefant...der übrigens auch über ein Selbstbewusstein verfügt.

    Zitat Michael

    (2) ..., und diese dabei erlernten Verhaltensweisen lassen sich nur im nochmaligen Anschauen als an sich bedeutungslos einsortieren. Sie jedoch später wieder "anzugraben" und kausal zu berichtigen, nicht immer leicht. Denn in den meisten Fällen wäre es das Ego der Eltern, das zu berichtigen wäre. Es gehört zur Entwicklung dazu, verlieren zu können, ohne seinen Selbstwert davon abhängig zu machen. Am Ende spielen wir vielleicht ein Spiel, bei dem es keine Verlierer gibt.
    Auch diese Eltern hatten mal Eltern...ebenso wie ihre Kinder irgendwann mal Eltern sein werden. Also gilt es diesen Kreislauf zu unterbrechen.

    Zitat Michael

    (2) ..., und diese dabei erlernten Verhaltensweisen lassen sich nur im nochmaligen Anschauen als an sich bedeutungslos einsortieren. Sie jedoch später wieder "anzugraben" und kausal zu berichtigen, nicht immer leicht. Denn in den meisten Fällen wäre es das Ego der Eltern, das zu berichtigen wäre. Es gehört zur Entwicklung dazu, verlieren zu können, ohne seinen Selbstwert davon abhängig zu machen. Am Ende spielen wir vielleicht ein Spiel, bei dem es keine Verlierer gibt.
    Man hat sichdoch schon längst...sowohl national als auch international...auf einen Rückbau der Kohlekraftwerke verständigt. Es geht nicht mehr um das "ob"..sondern nur noch um das "wie" und "wann". Dass man darüber diskutieren kann...das sollte man den den Parteien zugestehen. Das Verbot...erst recht wenn es als solches ausgesprochen wird...ist oft nur die zweitbeste Lösung.

    Zitat Michael

    (4) Das würde den Sieg der Vernunft über die Gier bedeuten. Schon einmal hast Du eine Idee aufgegriffen, über die ich "woanders" gelesen hatte. Für diesen Sieg über die Gier wäre es nötig, das Thema der "Wirtschaftspsychologie" neu zu denken und in "für das Ego gangbare Wege" zu übertragen. Als Teilbereich der angewandten P. teilt sie sich in Waren-, Markt-, Kauf- und Verkaufsp., Käufer- und Verkäuferpsychologie und natürlich die Werbepsychologie. Alle Formen der Wirtschaftspsychologie zusammen schaffen dann den Bedarf für die klinische und pharmazeutische Seite der Psychologie.
    Wir leben in einer Zeit (zum Glück)...in der man so etwas den Menschen nicht einfach überstülpt. Das wäre als ob sich die Protagonisten einer zerrütteten Ehe darauf verständigen...dass sich jeder für den anderen ändert. Das geht zwei Wochen gut...dann ist man wieder am Ausgangspunkt. Was Du nicht aus dir selbst...aus deiner inneren Überzeugung heraus machst...das machst du auch nicht gut. Kein Diktat kann eine solche Überzeugung wachsen lassen...das muss erst geschult und dann gelebt werden. Nicht weil du teilst...sondern weil du gerne teilst haben beide etwas davon. Dieses "gerne" ist jedoch nicht jedem angeboren.


    Zitat Michael

    Deine Idee einer "Rechnersteuerung" ist von 1555! Jedoch lässt sich die Emotionalität aus dem Mangeldenksystem der Wirtschaftspsychologie nicht in rationale Bahnen lenken. Emotionalität wird durch das Fehlen der Ängste umgewandelt, die wir auch unter Punkt 1 erlernt haben. Sie besitzt, wie alles in der Dualität, aufbauende, abbauende und neutrale Kraftwirkungen. Die "Angst", die unsere "Industriepsychologie 4.0" regiert, ist überall die gleiche. Es ist die Angst, "sonst" zu den Verlierern zu gehören, die alle "Köhler" dazu bringt, ein Herz aus Stein zu tragen.
    Doch, das kann funktionieren-das wird funktionieren. Ginge es nach den Luftfahrtexperten, würde schon heute kein Pilot mehr im Cockpit sitzen. Dass er da sitzt...das ist der Psyche der Passagiere geschuldet. Objekt gesehen wären sie ohne den Piloten sicherer unterwegs. Das kann man auf alle Lebensbereiche übertragen.

    Am Anfang der Syrienkrise hätte der Rechner gesagt: Unterstützt Assad den Aufstand zu beenden...denn die Aufständigen sind Terroristen. Hätte man auf den Rechner gehört...wären wir etwa auf dem Stand von heute...nur mit ein paar hunderttausend Toten und Heimatlosen weniger. Die Menschen hätten Haus und Hof behalten...die Religionen weiterhin friedlich miteinander gelebt...und niemand hätte nach Europa flüchten müssen.

    Wir wägen rational ab, entscheiden dann aber emotional. Der Rechner hält sich nur an die Fakten.

    Zitat Michael

    Ich fürchte, Macht macht noch süchtiger als die Gier. Macht macht wohl unbewusst noch viel mehr als die Gier und das Streben danach geht auch offen über direkte Opfer. Süchtig in jedem denkbaren Sinne sind wir jedoch aufgrund bestimmter werbepsychologischer Kniffe
    Erst die Macht vollendet die Gier. Eine Gier ohne Macht bleibt immer ungestillt. Du kannst aus dir heraus gierig werden, aber zur Macht müssen dir immer erst Dritte verhelfen. Und diejenigen...die dir wegen deiner Attribute zur Macht verhelfen, machen dir...wenn du die Macht dann hast...die selben Attribute zum Vorwurf. Setzt du eine Gruppe Menschen auf einer verlassenen Insel aus...wird diese Gruppe einen Anführer wählen. Vermutlich den stärksten oder klügsten unter ihnen. Und genau wegen dieser Stärke oder Klugheit wollen sie dich dann irgendwann zu Fall bringen.

    Hast Du 10 Millionen auf dem Konto, kannst du den Kommunalpolitiker bestechen...damit er dir deine Privatstraße genehmigt. Steht die nächste Genehmigung an...überlegst Du dir vielleicht selbst den Posten des Kommunalpolitikers einzunehmen...um dir das Bestechungsgeld künftig zu sparen.

    Wir leben zwar in der Gegenwart, sind aber in Vergangenheit und Zukunft geichermaßen gefangen. In der Vergangenheit wegen unseren Erfahrungen, in der Zukunft wegen unseren Erwartungen. In unseren Abwägungen spielt beides eine Rolle - wir treffen Entscheidungen für eine an Erwartungen geknüpfte Zukunft, bringen aber Misstrauen oder Vertrauen von bereits gefällten Entscheidungen aus der Vergangenheit mit. Für den Rechner gibt es zwar auch eine Vergangenheit...in Form empirischer Daten...aber er gibt diesen Daten kein emotionales Gewicht...sie dienen ihm lediglich um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Für ihn zählen nur der Status Quo und das vorgegebene Ziel. Im Falle Syrien wäre das Ziel Frieden auf dem größt möglichen Nenner. Haben die Rechner aller Nationen das gleiche Ziel...dann ist dieses Ziel auch zu erreichen. Heutige Abrüstungsübereinkommen werden irgendwann durch Rechnergleichschaltungen ersetzt, so wie der Un-Sicherheitsrat durch eine permanente Programmabgleichung ersetzt wird.
  • 16.11.17, 21:21
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Den Unterschied zwischen Wort und Tat müssten wir jedoch im Unter- und Unbewussten suchen. Die oben unter (1) erlernten "Emotionalverträge" in unseren Beziehungsstrukturen, aus unverstandenem Schmerz geboren und weit unter die sichtbare Wasserlinie abgedrängt, wirken in jedem "Bild" von Wort und Tat. Wort und Tat von Frau Merkel gestern und seit 2003 zeigen eine eindeutige Spaltung dazwischen. Was bringt "sie" (als Symbol für das Verhalten des Egos) dazu, auch ihre Lebensgrundlagen für eine Handvoll Braunkohlekohlenstückchen zu verraten? Diese Spaltung ist Ausdruck unserer gespaltenen Grundidee, Verlust (hier zunächst auf bestimte Inselgruppen) begrenzen zu können; und dabei zu gewinnen.

    Wie Wahnsinn nicht begrenzt wahnsinnig sein kann, kann die Aufgabe der Lebensgrundlagen nicht begrenzt wirksam werden.

    Wie die Phantasie es ist, scheint auch die Dummheit zuweilen grenzenlos. Größer als die Dummheit ist jedoch immer die Wahrheit.

    Würden wir genau hinschauen, dann hätten wir alles, was wir bräuchten, uns an den eigenen Haaren aus dem Sunpf zu ziehen. Wir müssten es nur wollen und aufhören, den schon Untergehenden auf den Köpfen herumzutrampeln. Hier: Ihnen das Todesurteil zu überreichen, im Namen der Wirtschaftlichkeit...

    Das ist das Ego: Es will den Lebensfaden der anderen in der Hand halten und sich daran ergötzen, die Macht zu besitzen, ihn zu durchtrennen. Unbewusst steht dahinter der Wunsch nach Göttlichkeit, was nicht der schlechtesten Einer ist. Der Frust über das bisherige Nicht-Erreichen selbiger lässt uns daher Rache als Ersatz nehmen. Es opfert eben mal die, für die es diese "Konferenz" ausrichten sollte...

    Aber noch ist nicht aller Tage Abend.

    Mit der CDU magst du später Recht behalten. Daher opfert Frau Merkel ja das Klima, damit die AfD bei möglich werdenden Neuwahlen (ohne "ab-sondierte" FDP wegen eines angekündigten Braunkohleausstieg) nicht weiter gewinnt...

    Ich fürchte, Macht macht noch süchtiger als die Gier. Macht macht wohl unbewusst noch viel mehr als die Gier und das Streben danach geht auch offen über direkte Opfer. Süchtig in jedem denkbaren Sinne sind wir jedoch aufgrund bestimmter werbepsychologischer Kniffe, von denen auch unsere Aufmerksamkeitsjunkies nicht uninfiziert blieben und die unter (1), im Entzug von Zuneigung und Zugehörigkeit ihre Basis finden. Wer nicht konsumiert, gehört eben nicht dazu. Bis diese Grundidee berichtigt ist, können wir "sie" nicht mit vernünftigen Botschaften auf die Bühne schicken, es ist ja der süchtigen Konsumenten Wille, die ihr Glück im Haben statt im SEIN verorten.

    Haben-Wollen ist zumindest immer mit Nicht-Sein verbunden. Haben-Wollen ist die Wahl des Nicht-Seins.
  • 16.11.17, 20:46
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    (1) Es ist also ein Erziehungs-ein Bildungsproblem...und kein ideologisches. [...]

    (2) Nach den...für den Vater negativen Antworten...winkt dieser dann ab-gibt auf diese Weise seinem Knirps zu verstehen...was er vom Ergebnis hält. Solche (erlernten) Verhaltensweisen ziehen sich wie ein roter Faden durchs Leben.

    (3) Das heißt nicht, dass man dem Menschen das Ego aberziehen sollte - das Ego soll erhalten bleiben, aber in konstruktive (im Sinne des Ganzen) Bahnen gelenkt werden.

    (4) Ich glaube, dass die Politker der Zukunft eher eine Art Datenbeauftragte sein werden - die wichtigen Entscheidungen von kontinentalen und interkontinentalen Rechnern getroffen werden. Politiker sind dann nur noch dazu da um diese Rechner zu füttern. Nehmen wir mal die Syrienkrise: Alle möglichen Eventualitäten...Interessen...Risiken usw werden als Daten in das System eingespeist. Der Rechner sagt dann was zu tun ist. Emotionalität wird umgewandelt in Rationalität.
    (1) Genau, doch "wie" willst Du die gobalen Massen "sehen"? Was ist das Ziel planetarer Erziehung und Bildung im Sinne des konstruktiven Ganzen (bei vorgenannter Verteilung von Wertschöpfung)? "Konsum- und Arbeitstiere" oder des eines Selbst bewussten Menschen?

    (2) ..., und diese dabei erlernten Verhaltensweisen lassen sich nur im nochmaligen Anschauen als an sich bedeutungslos einsortieren. Sie jedoch später wieder "anzugraben" und kausal zu berichtigen, nicht immer leicht. Denn in den meisten Fällen wäre es das Ego der Eltern, das zu berichtigen wäre. Es gehört zur Entwicklung dazu, verlieren zu können, ohne seinen Selbstwert davon abhängig zu machen. Am Ende spielen wir vielleicht ein Spiel, bei dem es keine Verlierer gibt.

    (3) Einigen wir uns darauf, es zunächst erkennen zu müssen, die destruktiven Bahnen als Ego-Dekonstruktion auszumachen. Schau doch, in welche Bahnen das Ego der "Lausitzer Braunkohlebesitzer" unsere Kanzlerin globalpsychologisch geleitet hat... Jetzt hat jedes Land eine geeignete Ausrede, global weiterhin auf den Bau von insgesamt rund 1100 Kohlekraftwerken zu setzen, wenn schon Deutschland deutlichst den Trump macht.

    (4) Das würde den Sieg der Vernunft über die Gier bedeuten. Schon einmal hast Du eine Idee aufgegriffen, über die ich "woanders" gelesen hatte. Für diesen Sieg über die Gier wäre es nötig, das Thema der "Wirtschaftspsychologie" neu zu denken und in "für das Ego gangbare Wege" zu übertragen. Als Teilbereich der angewandten P. teilt sie sich in Waren-, Markt-, Kauf- und Verkaufsp., Käufer- und Verkäuferpsychologie und natürlich die Werbepsychologie. Alle Formen der Wirtschaftspsychologie zusammen schaffen dann den Bedarf für die klinische und pharmazeutische Seite der Psychologie.

    Deine Idee einer "Rechnersteuerung" ist von 1555! Jedoch lässt sich die Emotionalität aus dem Mangeldenksystem der Wirtschaftspsychologie nicht in rationale Bahnen lenken. Emotionalität wird durch das Fehlen der Ängste umgewandelt, die wir auch unter Punkt 1 erlernt haben. Sie besitzt, wie alles in der Dualität, aufbauende, abbauende und neutrale Kraftwirkungen. Die "Angst", die unsere "Industriepsychologie 4.0" regiert, ist überall die gleiche. Es ist die Angst, "sonst" zu den Verlierern zu gehören, die alle "Köhler" dazu bringt, ein Herz aus Stein zu tragen.

    Wie hervorragend destruktiv daher die angewandte Lobbyistenpsychologie auf unsere (werbepsychologisch vorverdauten) Entscheidungsträger wirkt, kann die klinische P. bisher weder erfassen nocht therapieren. Es gibt weltweit keine psychologischen Behandlungsansätze zur Heilung von Gier...

    Um Gier zu bewirken, dienen jedoch ganze Sparten von Teilwissenschaften mit dem Ziel, letztlich jeden Bildungserfolg im Vorfeld möglichen Entstehens schon zunichte zu machen.

    Nur 30 Euro pro Tonne CO2-Emission würde alle Kohlekraftwerke sofort unrentabel machen und deren "Planung" natürlich auch. Diese Idee, von Macron in die Diskussion eingebracht, sollte auf jeden Verbrauch klimarelevanter Energieträger angewendet werden. Was hieße, KFZ-Steuer nach real existierender Emission im Fahrbetrieb und jährlichen "Tonnage". Rund 10 Kilo auf 100 Kilometer macht eine Tonne auf 10 000 KM, zehn Tonnen bei den 100 000 Kilometer eines Vielfahrers.

    Die Idee, ein globales "Bewirtschaftungssystem" rechnergestützt nach den planetaren Möglichkeiten, Ressourcen und daraus resultierenden "Zukunftshorizonten" auszurichten, könnte durchaus Zukunft haben. Was der Vernunft jedoch fehlt, ist die Anbindung an eine Quelle. Wir haben uns bewiesen, dass die reine Vernunft nicht ausreichte, das große Ganze handhabbar, verstehbar und machbar "steuern" zu können. Wir können uns ja selbst nicht konsistent und konsequent steuern, sondern wir werden bisher vom Mangeldenken gelenkt. Einem Mangeldenken, das zwar der Werbepsychologie nutzt, der klinischen und pharmazeutischen P. Umsätze bringt und allgemein zunehmende Schlaflosigkeit bewirkt, doch nicht als bestandsgefährdend für die Fundamente von Demokratie und geistiger Volksgesundheit eingestuft wird.

    Müssten wir feststellen, als globale Masse von der W.P. in einen Zustand gelenkt zu werden, der die Völker der Welt letztlich "bedürfnisstrukturtechnisch" unauffüllbar und damit unregierbar erscheinen lässt, was wäre eine angemessene Antwort auf diesen Ursachenblock?

    Könnte die angemessene Antwort nicht in etwas gefunden werden, was - als ein finales Selbst betrachtet - die Brücke zur Quelle des Bewusstseins schlägt? Worin könnte das finale Selbst der Menschheit gesehen werden? Ein Spiel ohne Verlierer?

    Für die Menschen auf den untergehenden Inseln sind die Folgen der gestrigen "Rede" unserer "Klimakanzlerin von 2003" hingegen ziemlich tödlich. Eine Idee, die den Tod mancher Hausgenossen billigend in Kauf nimmt, kann nicht in geeingnete Ego-Bahnen gelenkt werden. Ein wenig wahnsinnig und sonst ganz gesund, das geht eben nicht wirklich.

    "Sie" hat sich gestern zumindest nicht für geistige Gesundheit entschieden, eine echt recht kranke Idee, die schon verkaufte Lausitz vor das Weltklima zu stellen und den Fidschi-Bewohnern (wie der Welt) die "Absaufurkunde" zu überreichen. So sind die Koalitionsverhandlungen wichtiger als der Systemerhalt dessen, worin die Macht noch ausgeübt werden möchte. "Sie" stellt Deutschland über alles andere in der Welt, das ist, was sich nicht geändert hat. Aber "Sie" ist ja nur ein Symbol für die Idee dahinter, wie damals auch...
  • 16.11.17, 20:42
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Wie unsozial linke Politik sein kann, das möchte ich dir anhand eines tagesaktuellen Beispieles beweisen:

    Zitat antennedüsseldorf.de

    Land NRW gibt 500 Millionen Euro für KiTas


    https://www.antenneduesseldorf.de/na...tas_19513.html

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------
    Dafür gestimmt haben: CDU, FDP und AfD
    Der Stimme enthalten haben sich: SPD und Grüne

    Grüne und SPD, die dieses Desaster...dass über 1000 Kitas vor dem Aus stehen... zu verantworten haben...stimmen nicht für das Rettungspaket.

    Da siehst Du mal wie weit Wort und Tat auseinanderliegen können. Die AfD, der man ja alles mögliche unterstellt...zögerte nicht eine Sekunde mit ihrem Ja. Zum Glück haben inzwischen die meisten Bürger die Grünen durchschaut und erkannt...dass diese Besserwisser und Besserverdiener nur an ihrem eigenen Wohl interessiert sind und Spaß daran haben andere zu bevormunden. Der Enkel des Grünen Studienrats geht in eine Privat-Kita...dafür legt Opi gerne 500 Euro und mehr monatlich an. Dass der Enkel des Maler und Lackieres gar keine Kita mehr besuchen kann...weil seine geschlossen wird....das interessiert den Studienrat nicht.

    zur AfD noch am Rande: Die rechtspopulistische Partei "Prodeutschland" hat sich aufgelöst und den Mitgliedern empfohlen sich der AfD anzuschließen. Die AfD jedoch hat es abgelehnt...wegen Unvereinbarkeit mit den eigenen Grundsätzen... auch nur eine Person aus dieser Partei aufzunehmen. Solche Nachrichten gehen leider unter...werden von den linken Medien unterschlagen.

    Diese Abstimmng in NRW halte ich schon deshalb für interessant...weil sie ein Bild der Zukunft malt. Auch wenn die CDU gerne etwas anderes behauptet...aber die AfD ist ihr natürlicher Partner...und wird in naher Zukunft auch der Partner sein.
  • 16.11.17, 13:15
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael

    Dieser ganze Planet ist Opfer einer Geldpolitik, die niemals funktioniert hatte, es jetzt nicht tut und niemals tun wird. Es ist einfach ein Denkfehler, die Währung unabhängig vom Planetenwert zu betrachten. Das ist, als würdest du eine Firmenbilanz erstellen und bei der Frage nach den Sachwerten Deines Unternehmens darauf verweisen, dass du kostenfrei bei bald sterbenden Spießern lebst. Die Frage nach dem Standort Deines Unternehmens beantwortest Du stoisch und mit trotziger Miene so: "Ich lasse dort produzieren, wo es eben gerade keine Umweltkatstrophe gab". Die Frage nach der Zukunft all der Schaaren der Heere der verheerten Opfer beantwortet uns die "Queen" schon heute:
    Ich bin kein Freund solcher Thesen...weil sie mir zu abstrakt sind. Um konkrete Lösungen anbieten zu können...muss ich zunächst mal die Probleme konkretisieren. Mit Aussagen wie "Das Geld, das Kapital, die Unternehmen sind schuld" komme ich nicht weiter. "Geld" ist nur ein Synonym für Zahlungsmittel - das könnten ebenso Muscheln, Tierfelle, Gewürze oder sonst was sein. Das Zahlungsmittel als solches ist per se unschuldig. Erst in der Verbindung...in der Kombination mit persönlichen Eigenschaften und Absichten...wird ihm die Unschuld genommen. Diese Eigenschaften und Absichten sind auch ohne Zahlungsmittel vorhanden - aber ich kann an ihnen "arbeiten". Es ist also ein Erziehungs-ein Bildungsproblem...und kein ideologisches. Wenn 6-jährige Jungs ein Fußballturnier austragen, dann bekommt die Gewinnermannschaft einen großen Pokal, die zweitplazierte Mannschaft einen Urkunde und alle anderen Mannschaften einen warmen Händedruck und einen Dank fürs Mitmachen. Und schaust du in die Gesichter der "Verlierer", dann sind die nicht wegen dem vierten Platz traurig...sondern weil sie keinen Pokal bekamen. Zuhause angekommen wird der Knirps dann vom Vater befragt... wie die Mannschaft abgeschnitten hat und wie viele Tore der Sprössling zum "Erfolg" beitragen konnte. Nach den...für den Vater negativen Antworten...winkt dieser dann ab-gibt auf diese Weise seinem Knirps zu verstehen...was er vom Ergebnis hält.

    Solche (erlernten) Verhaltensweisen ziehen sich wie ein roter Faden durchs Leben. Wenn Löwinnen als Rudel erfolgreich auf die Jagd gingen...eine Löwin dabei versagte...wird diese vom großen Fressen deshalb nicht ausgeschlossen. Ihr Platz in der Hierarchie bleibt...unabhängig von ihrer individuellen Leistung...der gleiche.
    Das heißt nicht, dass man dem Menschen das Ego aberziehen sollte - das Ego soll erhalten bleiben, aber in konstruktive (im Sinne des Ganzen) Bahnen gelenkt werden.

    Ich glaube, dass die Politker der Zukunft eher eine Art Datenbeauftragte sein werden - die wichtigen Entscheidungen von kontinentalen und interkontinentalen Rechnern getroffen werden. Politiker sind dann nur noch dazu da um diese Rechner zu füttern. Nehmen wir mal die Syrienkrise: Alle möglichen Eventualitäten...Interessen...Risiken usw werden als Daten in das System eingespeist. Der Rechner sagt dann was zu tun ist. Emotionalität wird umgewandelt in Rationalität.
  • 16.11.17, 11:53
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael

    Bei 5. ist die Frage, womit sich denn nunmehr fast 8 Milliarden Menschen ständig fleißig beschäftigen sollten, wenn Arbeit bald nur noch für 500 Millionen bleibt?
    Dazu haben die LMP und ich eine klare Meinung: Der Mensch wird lernen müssen sich nicht mehr über seine Arbeit...sondern über seine Aufgaben zu definieren. Wenn "nur" 500 Millionen arbeiten dürfen...diese aber alle anderen 7,5 Milliarden Menschen miternähren können, dann ist das grundsätzlich erst mal kein Problem. Zum Problem wird es nur dann, wenn wir uns fast ausschließlich über die Arbeit definieren - so wie das aktuell der Fall ist. Die gesellschaftliche Herausfordeung der Zukunft wird sein Würde und Werte neu zu definieren. Man wird nicht drum herum kommen das Bildungssystem komplett auf den Kopf zu stellen. 500 Millionen von 8 Miiliarden, übertrage das mal auf eine 32-köpfige Schulklasse: Von 32 Schülern werden nur vier in Arbeit kommen können - diese vier kristallisieren sich von alleine heraus...um die muss ich mich auch nicht groß kümmern. Entscheidend wird sein wie wir mit den restlichen 28 umgehen, womit und wie wir ihnen vermitteln ebenso viel wert zu sein wie die anderen vier. Da reicht es nicht an ein paar Schrauben zu drehen, die ganze Maschine muss erneuert werden. Man kann das Bedingungslose Grundeinkommen nicht einfach so einführen, ohne vorher den gesellschaftlichen Boden zu beackern. Wer das BG bezieht, der muss mehr als nur akzeptiert werden...der muss als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft anerkannt sein - und zwar aus einer Selbstverständlichkeit heraus...die keinerlei Rechtfertigung nötig hat.
  • 16.11.17, 10:14
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael
    Bei 1. fehlt mir die Verknüpfung und der Zusammenhang. Ist es leichter, mit Cannabis obdachlos zu sein? Du kannst den Leuten zwar ordentlich "Soma" geben, doch dadurch wird aus dem 1984 einer nicht lernwilligen Oberschicht keine lustige Komödie. "Gegeben" wird es bisher als Medikament auf Kassenkosten nicht einmal 700 Patienten. Da sehe ich keinen Bezug zu Problemen, die dann "weg" wären, wenn dieses nicht "so" wäre.
    Das war Sarkasmus. Soll sagen, dass man die Probleme an den Wurzeln packen muss. Die Legalisierung von Cannabis ist nichts anderes als eine Art Problemverwaltung.

    Zitat Michael

    Bei 2. bin ich recht bestürzt. Was zum Verweis auf 3. führt
    Das ist ja auch bestürzend. Aber wie Du siehst, die gesellschaftliche Empörung darüber hält sich in Grenzen. Das wird vermeldet und zur Kenntnis genommen - mehr nicht. Dabei ist das ein Beweis für politisches Totalversagen. Und die Politiker schämen sich noch nichtmal dafür - vermelden lieber eine wirtschaftliche Rekordzahl nach der anderen, den Preis dafür unterschlagen sie. Die Ursache liegt in der Prozentrechnung - scheinbar können die nichts anderes. Auch jetzt wieder wird die Rente pauschal erhöht - und diese Pauschalisierung ist der Grund...warum die Schere immer weiter auseinander geht. Ich hatte es hier schon vorgerechnet, wiederhole es gerne nochmal: Der Rentner 1 bekommt 1000 Euro, der Rentner 2 2000 Euro Rente. Differenz 1000 Euro. Pauschale Rentenerhöhung von 5% bedeutet: Rentner 1 bekommt jetzt 1050 Euro Rente, Rentner 2 bekommt 2100 Euro Rente. Differenz 1050 Euro. Und so geht das jetzt schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Jetzt frage ich Dich: Wie blöd müssen Politiker eigentlich sein...um das nicht zu verstehen...?...wo doch schon jemand wie ich...bekennender Mathelegastheniker...das ausrechnen kann.....?

    Erschwerend hinzu kommt: Die Inflationsrate wird von Rentner 2 bestimmt - die Differenz, gemessen an der Kaufkraft, ist sogar noch höher als 1050 Euro.

    In der Politik hatten wir einst einen gesunden Mix von Berufspolitikern und Seiteneinsteigern aus der Wirtschaft. Heute haben wir fast nur noch Berufspolitiker...und die Seiteneinsteiger kommen nicht mehr aus der Wirtschaft. Es fehlt also an Kompetenz. Deshalb will die LMP nicht selbst...in persona regieren...sondern das den Profis überlassen. Bei Jamaika drohen uns Minister wie Lindner(als Unternehmer gescheitert) und Trittin (behäbiger Oberlehrer und Besserwisser), oder auch ein Dobrindt (Inkompetenz in Vollendung) Solche Leute dürften bei der LMP noch nichtmal Wahlplakate kleben oder Flugblätter verteilen. Wir würden ihnen das doppelte Gehalt dafür geben...dass sie gar nichts mehr machen - so sind sie für die Gesellschaft am nützlichsten.

    Zitat Michael

    Bei 3. führe ich mal das neue Buch von Deinem geliebten Varoufakis an, der die Hintergründe für das europaweite "Finanzgeschehen" beschreibt. Wer bestimmte denn damals, dass alle für zwei Großbanken zahlen dürfen? "Uns" hat das griechische Elend ganze 1,2 Milliarden "gebracht"... Der bestimmt über das Elend, der daran verdient.
    Sorry, aber den nehme ich nicht für voll - der hat schon so viele Aussagen getätigt...die beweisen...dass er keine Ahnung hat. Das ist ein kommunistischer Spinner.
  • 15.11.17, 14:27
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    1. Du kannst den Leuten Cannabis geben, dann sind ihre Probleme weg -u.a. solche Zahlen bestätigen mich in meiner Meinung, dass konservative Werte wichtig sind und vertreten werden müssen. Grüne, bzw. allgemein linke Politiker...meinen sie würden eine moderne Politik vertreten. Wenn das modern ist, dann bin ich lieber ein Spießer.
    2. Vor einem Jahr, kann man hier nachlesen, haben wir uns noch darüber unterhalten ob es im Jahr 2018 400TSD oder 500TSD Obdachlose geben wird. Heute sind wir schon bei 870.000, die Prognose für in einem Jahr 1,2 Millionen.
    3. "Wir bestimmern, ihr bezahlt".
    4. Das ist das gleiche als würde ich jemanden in dein Haus zum kostenfreien wohnen einladen.
    5. [???] sind also per se Schmarotzer...leben grundsätzlich auf Kosten anderer...und wollen sich dafür auch noch feiern lassen.
    6.Diese Obdachlosen sind die Opfer linker Politik. Sollen die jetzt wenigstens die Verantwortung übernehmen und sich um diese Leute kümmern.
    Sorry, hab da mal sechs Punkte herausgerissen.

    Bei 1. fehlt mir die Verknüpfung und der Zusammenhang. Ist es leichter, mit Cannabis obdachlos zu sein? Du kannst den Leuten zwar ordentlich "Soma" geben, doch dadurch wird aus dem 1984 einer nicht lernwilligen Oberschicht keine lustige Komödie. "Gegeben" wird es bisher als Medikament auf Kassenkosten nicht einmal 700 Patienten. Da sehe ich keinen Bezug zu Problemen, die dann "weg" wären, wenn dieses nicht "so" wäre.

    Bei 2. bin ich recht bestürzt. Was zum Verweis auf 3. führt:

    Bei 3. führe ich mal das neue Buch von Deinem geliebten Varoufakis an, der die Hintergründe für das europaweite "Finanzgeschehen" beschreibt. Wer bestimmte denn damals, dass alle für zwei Großbanken zahlen dürfen? "Uns" hat das griechische Elend ganze 1,2 Milliarden "gebracht"... Der bestimmt über das Elend, der daran verdient.

    Bei 4. stimme ich Deiner Analogie zu und übertrage sie auf den Planeten: Was wir "erleben" ist das Gleiche, als würden wir Heuschrecken zum kostenlosen Wohnen auf unsere kleinen Farm der Tiere einladen. Die Investoren werden zum Nullzins ins gemachte Nest eingeladen, doch der Pfändungs-Geier kreist noch über den bisherigen Opfern, die Schaaren von Herden allesamt zu zermürben. Ein Planet als "freies Naturgut" ist die Idee des Ausverkaufs auch jedweden Rationalprinzips.

    Bei 5. ist die Frage, womit sich denn nunmehr fast 8 Milliarden Menschen ständig fleißig beschäftigen sollten, wenn Arbeit bald nur noch für 500 Millionen bleibt?

    Bei 6. müsste die Sicht wieder auf den Planeten gerichtet werden, denn, dass wir alle zu Obdachlosen ohne planetare Heimat werden, blenden wir scheinbar erfolgreich aus und schieben die Verantwortung "dafür" einfach hin und her. Wer soll denn die Verantwortung dafür übernehmen, diesen himmlischen Planeten innerhalb weniger Generationen zu einer - klimatechnisch betrachtet - wahren Hölle zu machen?

    Dieser ganze Planet ist Opfer einer Geldpolitik, die niemals funktioniert hatte, es jetzt nicht tut und niemals tun wird. Es ist einfach ein Denkfehler, die Währung unabhängig vom Planetenwert zu betrachten. Das ist, als würdest du eine Firmenbilanz erstellen und bei der Frage nach den Sachwerten Deines Unternehmens darauf verweisen, dass du kostenfrei bei bald sterbenden Spießern lebst. Die Frage nach dem Standort Deines Unternehmens beantwortest Du stoisch und mit trotziger Miene so: "Ich lasse dort produzieren, wo es eben gerade keine Umweltkatstrophe gab". Die Frage nach der Zukunft all der Schaaren der Heere der verheerten Opfer beantwortet uns die "Queen" schon heute:

    Sie schaufelt die Kohle in Steuerparadiese, die sie dadurch verdient, als sie Haushaltsgeräte zu Wucherzinsen an Bedürftige verkauft. Das ist zwar an sich sittenwidrig, doch woher die Engländer ihre fette Beute bekamen, war auch schon den Queens davor egal. Und deutsche und französische Banken melken halt die Griechen mit der gleichen Masche ab...

    Wer glaubte, uns durch das "Mitmachen" vor dem "Gemolken-Werden" zu schützen, hat wohl den Ungenannten mit seinem Werkzeug ausgetrieben. Die Wohnungslosen hier sind das Ergebnis einer identischen und geteilten Idee, die allerdings bisher immer scheiterte...

    Es war die Idee des freien Naturgutes Erde und der Menschen darauf, die, je nach Nationalität auf dem Weltmarkt ab 3000 und bis zu 100 000 Dollar kosten, falls Du sie "vorsätzlich verheizt". Was zu tun ist, haben wir unseren Planeten verheizt, bliebe dann nach dem Rationalprinzip noch zu fragen.

    Irgendwann wird gesagt werden können, die erkenntnistheoretische Auffassung des Rationalismus, die das vernunftbegabte Denken als einzige Quelle möglicher Wahrheit betrachtete, war so irrational, dass die daraus folgenden Phänomene zwar aus dem Bewusstsein entstanden, doch ohne die Quelle allen Bewusstseins richtig verortet zu haben. Dem Dualismus von Erde und Geldsystem sehen wir nun auf einer recht schiefen Bilanzwaage entgegen, es gibt zwar Geld im scheinbaren Überfluss, doch ohne Planet isses nix mehr wert...

    Es bietet einfach keine Perspektive mehr, die Früchte der Gier noch irgendwo genießen zu können. Um sich von dieser unausweichlichen Einsicht abzulenken, spielen sie halt lieber wieder "Menschen quälen", das half bisher immer, das eigene Dilemma im Kopf zu übertünchen...

    Schuld ist immer das Übertünchen unserer eigenen Defizite. Eines können wir jedoch mit Gewissheit sagen: So hundsgemein wie wir diesen Planeten ausgebeutet haben, wird es einige Tapferkeit erfordern, die Folgen dessen zu kompensieren. Wir könnten als "vernunftbegabte Wesen" eigentlich nur den Schluss ziehen, uns unter die Erde zu verkriechen. Natürlich nicht, ohne vorher ganz schnell alle AKW in Meeresnähe abzubauen...

    Wenn wir es nicht schaffen, unser Bewusstsein mit seiner Quelle zu verbinden, ist "Vernunftbegabung" nicht zu erreichen. Allen, denen damals "vernunftbegabt" erschien, was als gesetzte Ursache alles so entschieden wurde, haben das Ende der Fahnenstange ausgeblendet, den synchronen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in der jeweiligen Zeitachse. Was dann bald 1,2 Millionen Wohnungslose bewirken werden, bleibt abzuwarten. Da müsste dann das Soma wie Kamelle durch die Gegend geworfen werden, was natürlich die Ursachen ebensowenig beseitigt oder berichtigt.

    Jetzt war die "Welt so lange auseinandergefallen" bis uns die Einheit damit auf einem feinstaubbedeckten Silbertablett frei Haus geliefert wurde. Ein "Global-Greening" mit der ältesten Kulturpflanze der Menschheit könnte wirklich helfen, den allerletzten Silberstreif am Horizont wahrzunehmen und alle wirtschaftlich nutzbaren Ressourcen gemeinsam auf den Systemerhalt unserer "planetaren Wohngemeinschaft" zu richten. Das wäre verantwortungsbewusstes Handeln.

    Es wird so weitergehen, bis das Monetariat das Staatsversagen vollends umgesetzt hat. Nicht, weil Sie böse sind, einfach, weil sie es können. Wer "es" nicht macht, ist halt das nächste Opfer. Jetzt verdaut dieses Bandwurmsystem schon ganze Staaten und damit die Menschen darin. Es beruht auf der Idee, den Schmerz der "anderen" nicht zu spüren. Doch ist dies eine Illusion, die als Gefangenendilemma beschrieben werden könnte: Da sie hier gefangen sind, weder in den Weltraum noch lange genug unter die Erde kriechen können, sind auch die Verursacher all der Verantwortungslosigkeiten nicht von den aufsummierten Folgen verschont. Ganz am Ende werden wir feststellen, in einem Boot gesessen zu haben.

    Hanf könnte die notwendigen Anstrengungen zeitnah mit einer positiven Umweltresonanz als fühlbares Feedback belohnen, da uns diese Pflanze auf nahezu allen Breitengraden mit fast allem versorgen könnte, was wir bald benötigen werden; und zudem als CO2-Verwerter die globale Klimabilanz verbessern helfen. Wenn die Vernunft keine Hoffnung mehr bietet, ist der Rationalismus dann nicht als irrational zu bezeichnen? Wir werden so vernünftig, rational und produktiv gewesen sein, damit letztendlich einen ganzen Planeten flüssig gemacht zu haben. Irre vernünftig...

    Es sind unsere Bedürfnisstrukturen, die zu überdenken wären. Nicht der Streit um ausgehende Lebensmöglichkeiten führt zu Zufriedenheit, sondern die Einsicht, dass nicht alle Bedürfnisse in diesem Umfang noch umsetzbar sind. Lässt uns unsere eigene Vernunft noch Raum zur Hoffnung? Worin könnte das Bewusstsein seine Quelle finden? Ohne Quellanbindung benötigt die Seele halt einen anderen Halt, woran sich die Seele dabei klammert, ist egal, Hauptsache wir suchen, ohne jemals zu finden...

    Mit diesem Weltfinanzsystem ist jedenfalls kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Es war einfach Wahnsinn, die Goldbindung aufzuheben. Doch selbst ein "Vollgeldsystem", wie es manche Ökonomen fordern, löst das Problem der "freien Naturentnahme" nicht auf. Erkären wir die Lebensgrundlagen zur umsonst verfügbaren freien Wirtschaftsmasse für alle unsere "Hausgenossen", kann nicht erwartet werden, sorgsam mit dem umzugehen, was Haus- und Hofwirtschaft später noch brauchen werden. Der "gedehnte Blick" über Generationen hinweg wurde gänzlich aufgegeben, es erschien (kurzfristig) nicht mehr "vernünftig", Ursachen und Wirkungen miteinander zu verbinden. Der Wohnungsmarkt hier ist gleichfalls Folge der "Bandwurmfütterung"; was wir sehen, sind immer die Folgen von Ideen und Gedanken. Darin liegt die Wahlmöglichkeit des Bewusstseins, die Descartes uns unterschlagen hat, da er die Quelle allen Bewusstseins nicht hinterfragte, sondern letztlich negierte...
  • 15.11.17, 12:05
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Spiegel.online

    Weniger Sozialwohnungen, steigende Mieten: Laut einer neuen Schätzung leben in Deutschland 860.000 Menschen ohne Wohnung. Unter den Leidtragenden sind Zehntausende Kinder
    "Die heute vorgestellten Zahlen zur Wohnungslosigkeit sind erschreckend", sagte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK. "Aus unserer Sicht belegen die Zahlen vor allem, dass immer mehr Menschen wegen Einkommensarmut oder Überschuldung ihre Monatsmiete nicht bezahlen können."
    Du kannst den Leuten Cannabis geben, dann sind ihre Probleme weg -u.a. solche Zahlen bestätigen mich in meiner Meinung, dass konservative Werte wichtig sind und vertreten werden müssen. Grüne, bzw. allgemein linke Politiker...meinen sie würden eine moderne Politik vertreten. Wenn das modern ist, dann bin ich lieber ein Spießer.

    Vor einem Jahr, kann man hier nachlesen, haben wir uns noch darüber unterhalten ob es im Jahr 2018 400TSD oder 500TSD Obdachlose geben wird. Heute sind wir schon bei 870.000, die Prognose für in einem Jahr 1,2 Millionen. Unsere "Linken" aber würden gerne noch ein paar Millionen Menschen ins Land holen, dürften sie wie sie wollten - würden sogar 400.000 Rohingya direkt vor Ort abholen. Diese Grünen, oder nennen wir sie mal besserwisserische Pädagogen, hätten aber mit diesen Menschen überhaupt nichts zu tun. Sie müssten mit denen weder um Job noch Wohnung konkurieren. Die Grünen sagen also im übertragenen Sinne: "Wir bestimmern, ihr bezahlt". Genau das ist linke Politik...immer schön die anderen für die eigenen Spinnereien bezahlen lassen. Beispiel: In linksregierten Bundesländern, wie z.B. in RLP und Berlin, sind die KITA Plätze für alle kostenfrei, während sie in konservativ regierten Ländern kostenpflichtig sind. Nun wäre man geneigt zu sagen "toll gemacht, ihr Linken". Die Wahrheit aber ist, dass die konservativ regierten Länder für die kostenfreien Plätze der linksregierten Länder aufkommen müssen - und zwar über den Länderfinanzausgleich. Das ist das gleiche als würde ich jemanden in dein Haus zum kostenfreien wohnen einladen. Linke sind also per se Schmarotzer...leben grundsätzlich auf Kosten anderer...und wollen sich dafür auch noch feiern lassen.

    Diese Obdachlosen sind die Opfer linker Politik. Sollen die jetzt wenigstens die Verantwortung übernehmen und sich um diese Leute kümmern.
  • 15.11.17, 09:48
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael

    Wenn die Einnahmen wegfallen, wird das jeweilige "Gewerbe" ausgetrocknet. Schwarzgeld ist der Dünger für kriminelle und korrupte Strukturen.

    Zumindest in Südamerika wird dieses Konzept als hilfreich angesehen, dem Kampf der Drogenbanden die Basis zu entziehen. Und in den Ländern, die legalisiert haben, ist der Konsum eher zurückgegangen als er gestiegen wäre. Es kursieren jedoch recht widersprüchlich ausgelegte Studien dazu, die nicht gleichzeitig zutreffend sein können.
    das ist so nicht richtig, aber selbst wenn...wäre es kein Argument. Das ist als würdest Du sagen: "Wir legalisieren den Sex mit Kindern...um die Pädophilenringe auszutrocknen - oder wir machen Schusswaffen frei verkäuflich...um den illegalen Waffenhandel auszutrocknen. Nein, hier geht es ausnahmsweise mal nicht um Geld...sondern um den Schutz von Menschen...vor allem von jungen Menschen.

    Ich bin...was dieses Thema betrifft...wohl auch der falsche Gesprächspartner - denn alle, ALLE, meine ehemaligen Schulkameraden, Jugendfreunde...die so dachten wie Du...sind tot - und ich komme nicht aus einer Stadt wie Berlin...sondern eher aus einer ländlichen Gegend. Das ist also im wahrsten Sinne des Wortes ein Totschlagargument. Sie alle fingen mit Cannabis an und endeten im Sarg. Unumstritten unter allen Experten ist...dass die Wirkstoffe von Cannabis negative Tendenzen verstärken. Übernimmst Du dafür die Verantwortung, dass psychisch "angeschlagene" Jugendliche kein Cannabis nehmen? Die Legalisierung wäre ein Riesen-Fehler.
  • 14.11.17, 14:52
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Kapitulation würde es bedeuten, weiterhin so viel Schwarzgeld in die Hände derer zu legen, denen damit die Mittel zur Korruption an die Hand gegeben werden.

    Das zu schützende Rechtsgut ist die Demokratie, die in einem von Korruption durchsetzten Staat keinen Bestand haben kann.

    Das durch die Legalisierung zu schützende Rechtsgut ist die Volksgesundheit. Aus dieser Sicht ist es sowohl unverhältnismäßig als auch unzweckmäßig, den Schwarzmarkt zu schützen, indem nicht legalisiert würde.

    Was die Investoren und den Staat dabei "lockt", sind die Gewinne bzw. möglichen Steuereinnahmen. Ob die Konsumenten nun bei der international vereinigten Mafia kaufen oder beim Staat, bewirkt schon einen gewaltigen Unterschied. Rechnen wir mit 20 Milliarden Marktvolumen allein beim Grass pro Jahr, dann weißt Du, warum sich den Clans niemand mehr wirklich in den Weg stellt.

    Wenn die Einnahmen wegfallen, wird das jeweilige "Gewerbe" ausgetrocknet. Schwarzgeld ist der Dünger für kriminelle und korrupte Strukturen.

    Zumindest in Südamerika wird dieses Konzept als hilfreich angesehen, dem Kampf der Drogenbanden die Basis zu entziehen. Und in den Ländern, die legalisiert haben, ist der Konsum eher zurückgegangen als er gestiegen wäre. Es kursieren jedoch recht widersprüchlich ausgelegte Studien dazu, die nicht gleichzeitig zutreffend sein können.

    Allein die volkswirtschaftlich relevanten Gesundheitsschäden durch die ungeprüften und daher möglicherweise "versetzten" Qualitäten lassen eine Legalisierung logisch und verhältnismäßig erscheinen. Was soll denn durch die Bestrafung von Menschen erreicht werden, die zuweilen mal an einer Tüte ziehen? Warum sollte die soziale Desintegration in Bezug auf Arbeit, Ansehen oder Freiheitsrechte als hilfreich für künftig angemessene "Verhaltensentscheidungen" erachtet werden?

    Es ist und bleibt eine Ethik des Mittelalters, zu bestrafen, um dadurch zu "heilen". Zumindest wird die Wahrscheinlichkeit künftig angemessener Entscheidungen durch Strafe zu erreichen, nicht wirklich erhöht. Es wäre hingegen eine Kapitulation, die kriminellen Strukturen weiterhin mit vielen Milliarden auszustatten, die dann gegen die strukturelle Integrität des Staates eingesetzt werden können. Wie auch gegen die Gesundheit der Bevölkerung, siehe das Bleigrass, das in manchen Regionen für Symptome sorgte, die die Mediziner zunächst nicht einsortieren konnten.

    Was also Nutzen und Schaden bewirkt, sollte gegenübergestellt und die Entscheidung ergriffen werden, die den größten Schaden abzuwenden imstande ist. Die Mafia wurde erst durch die Prohibition groß und die selbige füttert sie immer noch. Wir brauchen zunächst europäische Mafiagesetze, die international wirksame Korruption auch nur im Ansatz wirksam angehen zu können. Die Märkte auszutrocknen statt sie zu füttern entbehrt nicht jeglicher Logik. Für die "Volksgesundheit" wäre es in jedem Fall ein Vorteil, denn es wäre möglich, das Risiko, das von vorsätzlich gepanschter Ware ausgeht, zu eliminieren. Daneben hätte die Polizei mehr Kapazitäten für die wirklich wichtigen Dinge frei, würde sie sich noch trauen, ihre Arbeit wirklich zu machen.
  • 14.11.17, 14:46
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Welt.de (zu den Folgen der Legalisierung in den USA)

    Forscher aus Philadelphia fanden kürzlich heraus, dass Marihuanagebrauch unter bestimmten Voraussetzungen das Risiko für einen Schlaganfall um zehn Prozent, für Herzversagen um 26 Prozent gegenüber Nichtnutzern erhöhen kann.
    Daneben mehren sich Anzeichen, dass in den USA und Europa die Zahl der Hilfesuchenden wächst, denen ihr Cannabiskonsum echte Probleme bereitet. Für ein britisches Forscherteam liegt der Hauptgrund dafür in der Kombination zweier Hauptwirkstoffe: Tetrahydrocannabinol (THC), das für die Rauschwirkung verantwortlich ist, und Cannabidiol (CBD), das kaum psychoaktiv wirkt und auch medizinisch verwendet wird.
    https://www.welt.de/gesundheit/artic...enwirkung.html

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    Ähnliches hört man auch aus Spanien. Eines der Totschlagargumente der Befürworter ist, dass das Rauchen und der Alkoholkonsum ebenfalls erlaubt sind. Ja, aber beidem wirkt man inzwischen erfolgreich entgegen - der Konsum geht deutlich zurück. Da ist es doch hirnrissig sich gleich die nächste Baustelle aufzumachen.
  • 14.11.17, 11:56
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael
    Die Frage der "Legalisierung" ist mithin eine ganz andere. Hier ist die Frage der Verhältnismäßikeit vorranigig. Das zu schützende "Rechtsgut" ist im Verhältnis zu den Folgen einer Kriminalisierung zu betrachten. Wenn Du die Clanstrukturen beklagst, die sich in die staatlichen Organe "einzuweben" suchen, ist die Frage nach den Ursachen und Wirkungen einer jeden bisherigen Prohibition im Sinne des zu schützenden Rechtsgutes abzuwägen.
    gerade das ist für mich ein Argument für das Verbot! Den Konsum zu legalisieren, "nur" weil man die Kriminalität nicht in den Griff bekommt...bedeutet "Kapitulation". Genau das sollten wir nicht tun.
  • 13.11.17, 21:54
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Genau, es geht um die Zukunftsfrage, die in einem äußerst nebenwirkungsfreien Medikament für vielerlei Arten von Erkrankungen zu lösen wäre.

    Die Frage der "Legalisierung" ist mithin eine ganz andere. Hier ist die Frage der Verhältnismäßikeit vorranigig. Das zu schützende "Rechtsgut" ist im Verhältnis zu den Folgen einer Kriminalisierung zu betrachten. Wenn Du die Clanstrukturen beklagst, die sich in die staatlichen Organe "einzuweben" suchen, ist die Frage nach den Ursachen und Wirkungen einer jeden bisherigen Prohibition im Sinne des zu schützenden Rechtsgutes abzuwägen.

    Was nutzt es und wo schadet es? An ihren Wirkungen gemessen, wird die bisherige Handhabung der ursächlichen Intention des Gesetzes nicht gerecht. Die Bestrafung von Erkrankungen jedweder Art wäre dem "Kulturgut des Mittelalters" vergleichbar. In den Koalitionsverhandlungen wird die Angelegenheit zumindest sachlich getrennt betrachtet: Einmal das Medikament in seiner Erforschungsphase und auf der anderen Seite der Sinn der Kriminalisierung eines Verhaltens, durch die das Rechtsgut der "geistigen, seelischen und körperlichen Gesundheit" keinesfalls "förderlich geschützt" wird, sondern in einer Art und Weise verurteilt wird, die der Intention des Gesetzes nicht gerecht wird und damit Schlimmeres bewirkt.

    Was die Gründe für die UNO-verselle Ächtung abbildete, wurde kürzlich bei N24 in einer Dokumentation beleuchtet und den ursächlichen Entwicklungshintergründen zugeordnet. Jetzt, da uns der Arsch klimatechnisch auf Grundeis geht, ist die Ächtung der Nutzpflanze Hanf hinsichtlich unserer Zukunftfragen neu zu überdenken. Doch auch das ginge nicht unbedingt mit einer allgemeinen Freigabe einher, doch die Kriminalisierung eines möglichst objektiv "einzusortierenden Verhaltens" ist weder hilfreich nich harmlos. Die meisten kriminellen Karrieren begannen im Knast erst wirklich wirksam zu werden.

    Die historische Wahrheit ist eine lange und verwobene Geschichte mit vielen Interessen und selektiven Sichtweisen. Doch die Möglichkeiten für die Rettung des Klimas und damit für den Schutz aller natürlichen Lebensgrundlagen darf nicht länger ideologisch verklärt betrachtet werden, da den "Monstergeschichten" eines Herrn Anslingers gefolgt wird, die zur globalen UNO-versellen Ächtung geführt haben.

    Ein französischer Autobauer verwendet lieber Hanfkunststoffe, da sie bei gleicher Stabilität weniger Gewicht aufweisen. Als Bio-Kunststoff könnte sofort jeder weitere Plastikeintrag in die Meere gestoppt werden. As Grundstoff für Papier könnten wir unsere Bäume als natürliche Sauerstoffproduzenten und Kohlendioxidverwerter nutzen und unsere Klimabilanz effektiv verbessern. Würde der Zertifikatehandel über die Anpflanzung von Hanf zur Klimafolgenvermeidung erweitert, wäre den Klimakonferenzen Leben einzuhauchen. Was positiv stimmt, ist das Treffen der Bürgermeister auch aus den USA, die reale Maßnahmen einbringen statt einzig leeren Worte eine inexistente Bedeutung verleihen zu wollen.

    Um welche Elemente unser aller Rohstoff- und Ressourcenkreisläufe bereichtert werden könnten, wurde in der N24 Doku verdeutlicht. Quelle war ganz bestimmt das Buch mit dem Namen, er an sich schon eine Geschichte darstellt:

    "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Cannabis Marihuana Hanf Eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde könnte helfen, die Menschen ausreichend mit Kleidung, Papier, Öl, Brennstoff und vielen Medizinen zu versorgen".

    Im Zweitausendeine Verlag erschienen, ist dieses Standardwerk von Jack Herer, Matthias Brökers und dem Katalyse-Institut eine ausgewogene Informationsgrundlage zu den Entwicklungen gerade im Kontext dessen, was WEM nutzt. Ein Klimaschutz, dessen Machbarkeit sich an wirtschaftlichen Interessen von Braunkohletagebaugebieten orientiert, wird immer Ausreden finden, das Unvereinbare mit dem Unmöglichen zu verbinden.

    Im maximalen Ölertrag pro Hektar reicht die Hanfpflanze mit 4000 Kg pro Hektar und Jahr fast an die 4426 kag pro Hektar der Ölpalme heran, für die wir unsere Urwälder opfern. Hanf könnte jedoch in allen Breitengraden erfolgreich kultiviert werden und zudem Böden entgiften, die zur Nahrungsmittelproduktion schon nicht mehr taugen. Was kaum noch jemand weiß, es gab "damals" italienische Faserhanfsorten, die in einem Sommer bis zu 10 m Höhe erreichten. Da konnten wir dem Grass beim Wachsen zuhören und Hanfdampf wehte durch alle Gassen. Es hat niemandem geschadet, der nicht ohnehin ein leeres Hirn besaß, wie es Hildegard von Bingen einmal formulierte.

    Und den Hanfproduzenten ist hinsichtlich der Qualität ebensowenig zu trauen wie den Großkonzernen, die den zu erwartenden Markt schon heute hinter den Kulissen gestalten. Immerhin könnte es das letzte lohnenswerte Investment werden, dem Planeten und damit uns den Hitzetod zu ersparen. Die Wirklichkeit hat die Modellrechnungen lange überholt und so langsam ist eine neue Tapferkeit gefragt, die nicht mehr auf die Vergangenheit schaut, sondern im Jetzt annimmt, was für die Zukunft zu tun ist. Hanf könnte die wirtschaftliche Versorgung UND das Lebenssystem gleichzeitig erhalten, einzig die ideologische Ächtung hindert uns daran, die Möglichkeiten zu nutzen, die uns die Natur mit dieser Pflanze anbietet.

    Von Australien bis nach Siibirien könnte Hanf das CO2 binden, Arbeitsplätze schaffen und Ressourcen bereitstellen. Vor allem wächst es ebenso in heißen und trockenen Zonen, wie auf zu feuchten und morastigen Böden, in Hanglage und im Flachland, benötigt keinerlei Chemie oder Düngung und ist ebenso ertragreich wie die Ölpalme, die jedoch nur dort angebaut wird, wo vorher Regenwald war. Hanf geht überall auf diesem Globus. Als Hanfsamenöl enthält es ALLE essentiellen Fettsäuren, was KEINER anderen Ölsorte gelingt. Was in Bezug auf die Gesundheit über das Palmöl gesagt wird, klingt weniger hoffnungsvoll.

    Die Angabe zum maximalen Ölertrag pro Hektar stammt aus obiger Quelle (von Seite 334) und im Kontext von Zukunftsperspektiven wäre es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, weiterhin auf dieses Geschenk der Natur zu verzichten, die Natur erhalten zu können, so wir dieses wirklich wollten. Die bisherige Ächtung geschah hauptsächlich aufgrund anderweitig gelagerter Interessen, doch es könnte nicht schaden, uns nach erweiterten Rohstoff- und Ressourcenquellen umzusehen. Der französische Autobauer kauft seinen Hanfrohstoffe zur Kunststoffproduktion mangels europäischen Angebotes jedoch in China ein. Regionale Rohstoffproduktion für die Restindustrien könnte daher zum Gebot der Stunde der Wahrheit werden.

    Nee, die Ächtung des Cannabis als Nutzpflanze, Medizin und zur Klimafolgenvermeidung ist keinesfalls "christlich-sozial" oder "christlich-demokratisch" sondern eher das genaue Gegenteil. Es bindet uns an die Kartelle der Energieversorger, pharmazutischer Unternehmen und der Abhängigkeit von einer Chemieindustrie, die den Segen niemals brachte, den sie uns "in der grünen Revolution" versprach. Um jedoch die Scherben wegzufegen, die unser Elefant Ego im irdischen Porzellanladen angerichtet hat, ist die Hanfpflanze ein geeignetes Mittel.

    Der therapeutische Nutzen in vielen Bereichen steht außer Frage, selbst für unsere globale Weltwirtschaft könnte es heilsam sein, die Welt heilen zu wollen. Es kann nicht unser Wille sein, zu erleben, was mehr als zwei Grad globaler Erwärmung insgesamt bewirken werden, von denen wir eineinhalb schon auf der UHR haben. Der therapeutische Nutzen all der Warnungen war bisher scheinbar nicht gegeben. Wer nicht hören will, entscheidet, fühlen zu müssen.

    Bemerkenswert finde ich, dass sich gerade die Bürger unter 30 ihrer eigenen Zukunftsperspektive gänzlich verschließen können und so tun, als wüssten sie nicht, was die Entscheidungen bedeuten, die nunmehr wieder nicht getroffen werden. Zumindest nicht von den verantwortlichen Politikern, weshalb eher auf die vom real existierenden Smog betroffenen Bürgermeister zu hoffen ist, die ihren Bürgern die jeweilige Atemluft zumuten müssen...

    Coca Cola soll schon heute in Massen die Atemluft von morgen in kleine Dosen mit jeweils 330 Milliliter abfüllen. Wenn wir keine Luft mehr bekommen, wissen wir, warum. Was die Bäume einmal wert waren, die wir durch Ölpalmen ersetzten, wird dann ebenso klar zur real existierenden Atemnot hinzukommen. Wir können Geld leider nicht atmen. Daran zu glauben, ist Schwachsinn...
  • 13.11.17, 14:28
    anderedimension

    AW: Cannabis und Christentum

    Heutige Spiegel Schlagzeile:

    Zitat:

    Umfrage Zwei Drittel der Deutschen sind gegen Cannabis-Legalisierung


    Rauschmittel aus dem Fachgeschäft Ihres Vertrauens? Die große Mehrheit der Deutschen hat sich in einer Forsa-Umfrage dagegen ausgesprochen, den Konsum von Cannabis zu legalisieren.
    http://www.spiegel.de/panorama/forsa...a-1177655.html

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Hätte ich nicht gedacht - da haben mich meine Mitbürger ausnahmsweise mal positiv überrascht. Darf man gespannt sein, was die Politik aus diesem Votum macht...schließlich hatte man sich insgeheim bereits auf die Legalisierung verständigt. Gab aber in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Experten, die vor einer Legalisierung ausdrücklich warnten. Und ich denke damit liegen sie richtig, gerade wenn man sich anschaut wohin das in der USA führte.

    Bemerkenswert finde ich, dass auch die jüngeren Bürger(unter 30) mehrheitlich gegen eine Legalisierung sind. So viel Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht hätte ich denen gar nicht zugetraut. Das lässt mich, auch wenn es um andere Zukunftsfragen geht, hoffen.
  • 28.09.17, 15:05
    Michael

    AW: Cannabis und Christentum

    Nee, es war allen Beteilgten auf der "Expertenanhörung" im September 2016 klar, dass es der Erforschung und Validierung der behaupteten Wirkungen bedarf.

    So, wie Du es siehst, kann kein Nutzen erkannt werden, der nicht schon bekannt ist. Es hapert an dem Willen zur Forschung einersetis, andererseits bei den Ärzten daran, etwas Neues lernen zu wollen.

    Das Hauptproblem ist jedoch das Interesse der Pharmaindustrie, ihre Märkte behaupten zu wollen und "neue" zu schaffen.

    Der geplante Völkermord durch den vorsätzlichen Missbrauch der Reserveantibiotika in der HÜHNERMAST zeigt uns diesen "Eroberungsdrang" der IG-Farben.

    Nee, gerade im Gesundheitswesen ist das Prinzip des Organisationsverschuldens anzuwenden, was für die medizinische Verwendung von Cannabis bedeutet, es wird so "organisert", dass VOR einer Verordnung ALLE anderen verfügbaren Medikamente zum Einsatz kommen müssen, was der Pharmaindustrie und den Ärzten "ARBEIT" bringt. Dass dieses nicht der Wille des Gesetzgebers war, interessiert die Nutznießer der vorsätzlichen Blockade des Zugangs zu einem UNERFORSCHTEN Heilmittel herzlich wenig.

    Zumindest hat der Arzt seinen Hungerstreik überlebt, der sich als fachkundiger Mediziner lange mit der Materie beschäftigt hat. Es will nicht geforscht werden, weil das ERGEBNIS gefürchtet wird. Würde das Ergebnis und die damit einhergehende freie Therapiewahl nicht gefüchtet, gäbe es keinen Grund, die subjektiven Eindrücke vieler Patienten nicht wissenschaftlich zu untersuchen.

    Fraglich, wie das Thema von einer gelbgrünen Kanzlerin gesehen werden darf. Erwäge wirklich langsam eine Strafanzeige wegen der Reserveantibiotika, weil keine der wohl Giftgrünen das Problem auf dem Schirm hat. Einzig Frau Merkel setzte die Pandemien, made in GERMANY, schon mal auf die G 20 Tagesordnung. Aber unsere Kanzlerin ist wie Wachs in den Händen der Erfordernisse der Umstände. Was, wie bei Ikarus, schnell den Seehofer bewirken kann.

    Dass die "fachkundigen Tierärzte" vor ein internationales Kriegsgericht gehören, sollte nicht unerwähnt bleiben. Sie sind wie Wachs in den Händen der Invesotren in das medizinische Mittelalter und das ist VÖLKERMORD made in GERMANY.

    Dass daher ein natürliches Antibiotikum mit dauerhaft entzündungshemmenden und antiseptischen Wirkanteilen VERBOTEN BLEIBEN muss, versteht sich für die Juristen der Grünenthal AG´s von selbst. Der Rechtsstaat wurde hier schon im Contergan-Prozess beerdigt. Spätestens bei "Duogynon" wurden die "fachkundigen Ärzte" zu Mittätern und der Staat zum ORGANSATOR des WAHNSINNS.

    Wenn nur der Nutzen anerkannt wird, der bisher erforscht wurde, kann die therapeutische Breite eines Wirkstoffes jedenfalls auf keinen Fall entdeckt werden. Und wenn gar nicht geforscht wird, ist das Monopol der Pharmariesen weiterhin nicht durch die NATUR gefährdet. Eigentlich ist für alles schon ein Kraut gewachsen...
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