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Thema: Stephen Crane: Sämtliche Gedichte

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Übersicht (Neuester Beitrag zuerst)

  • 04.10.17, 00:01
    aerolith

    2. Auflage Crane

    Neuauflage initiiert. Susanna (ala) wirbt derweil im bayrischen Rundfunk.

    Buch wird Anfang 2018 erscheinen. Vorbestellungen für 21 € hier.
  • 03.06.17, 13:21
    aerolith
    Es halfen viele, mancheiner störte auch nur ein bißchen. Am Ende war alles zusammengetragen und übersetzt. Das Buch ist in seiner ersten Auflage (200 Stück) inzwischen vergriffen, ich werde es in diesem Jahr noch einmal auflegen. 200 Stück sollten den Bedarf der nächsten Jahre decken.

    Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen, die zum Erfolg des Projektes beigetragen haben. Die erste Gesamtausgabe samt Übersetzung der Lyrik Cranes. Besonders zu erwähnen: Lester, nt_in_MD (ein kurzzeitig im Verlag beschäftigter Praktikant) und ala (Susanna), unermüdlich und innovativ. Dank ooch!


    Die cantharides kann ich Crane nicht subsumieren. Es scheint immer mal ein Crane durch, aber der Grundton entstammt nicht Crane, sondern vielleicht jemandem, der Crane gelesen hatte. Zu prätentiös.
    Andererseits könnte man diese cantharides in der Neuauflage auch in einem Anhang hinzusetzen und sie als Eventualität verkaufen. Aber wenn ich da so herangehe, dann müßte ich letztlich jeden in diesem Buch verwursten, der mal im Stile Cranes schrieb und würde niemals fertig. Das wären dann die Craniaden. Mit ein bißchen Mühe ließe sich ein Anagramm zu Crane und cantharides bilden. This id Crane.

    Nein, bleiben wir bei den sicher Crane zuzuweisenden Texten; allerdings werde ich das Nachwort entsprechend modifizieren.

    Vorbestellungen für die modifizierte Ausgabe aller lyrischen Crane-texte samt Übertragung hier. Stückpreis: 21 €.
  • 13.07.14, 23:02
    Lester

    Neuauflage

    ? Neue Auflage?


    Bitte 1 Copy für mich ...
  • 10.06.13, 12:23
    rodbertus

    erstauflage

    dark horse, black horse: in england die bezeichnung für hinterbänkler

    die erstauflage ist ausverkauft.
  • 07.02.12, 02:23
    ala

    cantharides V und VI

    V.

    Yes, but I love myself.

    The whole affair absurd
    There was a sickening moment
    I was not a man but a member
    This cry on the sea at night
    Rage, rage, rage, unspeakable rage
    That was in my heart at the time
    This lone and indifferent shore
    A sinister hospitality of grave
    To nibble the sacred cheese of life
    cheek to chalk blue face of a ninny-hore.

    VI.

    Frantically the earth landed in my gleeming eyes
    When I keenly looked out from the grave
    It made a sound ? plop.
    On the indifferent shore
    No man, nor dog.
    Digging myself like a man
    Out of danger ? plop -
    As the bubble of fate arises
    From the lips of the drowning.
    I threw the dirt with wooden hands
    And our friend with the ghastly face
    Has sunk in the deep waters of the maid
    Following the smiling invitation
    Of a sickening moment.

    V

    ja. aber ich liebe mich.

    die ganze geschichte absurd und nur
    ein schwacher kränkelnder moment
    da war ich kein mensch sondern ein glied
    ein bloßer schrei im meer der nacht
    wut wut wut unaussprechliche wut
    an ihrem einsamsten und gleichgültigen ufer
    mit seiner finsteren gemütlichkeit eines grabes im festen
    etwas knabbern noch am heiligen käse des lebens
    meine wange am wangenkalkblau dieser babyhure


    VI.

    stark prallte die nachgeworfene terracotta in meine noch schimmernden
    augen in diesem grab, als ich freundlich heraussah
    gab das einen ton - plop
    auf ihrem gleichgültigen ufer weder herr noch hund
    raus aus der gefahr - plop
    wie die blase des schicksals hochsteigt
    von den lippen des nunmehr ertrinkenden
    schleuderte ich allen unrat mit meinen hölzernen händen
    und unser freund mit dem geistergesicht
    war wieder versunken in den tiefen wassern des mädchens
    weil er einer lächelnden einladung gefolgt war
    in einen lebensgefährlich ansteckenden moment
  • 01.02.12, 19:43
    ala

    cantharides III und IV

    III.

    The greys of dawn watched the waves
    And wondered why who was awake
    I turned my seven faces
    My mind - this time - was dominated by the muscle...
    The wind had a voice
    As it came sadder than the end
    The open window gave a cosmic chill
    And my cook's arm
    Around her oiler's shoulders was
    A thing of phosphorescence
    As we came over
    The waves two little blue flames


    die grautöne der fr?hesten d?mmerung beobachteten die wellen
    und bedachten wie und warum jemand wach sein könne
    und all meine sieben gesichter erhob ich zu ihnen
    mein hirn - zu dieser stunde - beherrschte nur dieser eine muskel...
    der wind hatte eine stimme bekommen
    und sie trug trauriger als das ende
    durchs offene fenster die kälte des weltalls
    und ich schiffskoch hatte meinen arm
    um ihre mechanikerschultern gelegt und war
    ein phosphoriszierendes ding geworden
    wie wir uns über die wellen hoben
    wie zwei kleine blaue flammen




    IV.

    The3 wind who had a voice
    Sang Ocford's old ballade:

    ?Thus wandered these poor innocents/
    Till death did end their grief/
    In one another's arms they died/
    As wanting due relief.?

    So in the greyest light of mourning
    No bicycle on the beach...
    Why in the name of the seven mad Gods
    There were no shrieks, no groans -
    But silence, silence, silence
    A most sinister silence.

    And then the ship sank.



    der wind, wie er eine stimme bekommen hatte,
    sang nun die alte oxford ballade:

    "so kämpften sich zwei arme unschuldige durch
    bis der tod ihre leiden endete
    in gegenseitiger umarmung starben sie dann
    als ob sie einander rettung war'n"

    so im grauesten traurigen morgenlicht
    war noch kein fahrrad am strand in sicht
    warum in sieben narrengötternamen
    bekamen wir kein geschrei und stöhnen zusammen?
    nur stille und stille und nochmals: stille
    eine ganz furchtbare gro?e stille

    und dann versank mein schiff
  • 30.01.12, 23:38
    ala

    cantharides I und II

    I.

    Thy haggard face of upturned smiling invitation
    Is untaught pattern of the crimson legion
    You Babe of bed of wood
    You Babe of the sea
    Grown bored at the delayed
    Breaking of the pencil's point.


    dein ausgemergeltes gesicht, diese aufgesetzt lächelnde dauereinladung
    muss man euch von der roten legion nicht mehr beibringen, sie ist eure masche
    ihr kinder vom bett, vom holz
    ihr kinder der see
    ihr werdet mit der langeweile groß, die sich einstellt
    wenns zu lang dauert, bis die spitze des bleistifts endlich bricht



    II.

    My life-blood ebbed away
    Came to her fragmentary clothing
    And to the slow and slower movements
    Of her soldierly lips
    We bwere to dead sleep
    By a profound and perfectly
    Impersonal comprehension.



    mein lebensblut ebbte aus mir
    hinein in ihre spärliche kleidung
    und zu den immer langsameren bewegungen
    ihres am feind erprobten mundes
    gerieten wir in die gleichmut des nahen todes
    durch ein tiefes und tadelloses
    vollkommen unpersönliches verstehen
  • 24.01.12, 17:13
    Harvey

    tief, tief.. ist natürlich dumm..

    II.

    Mein Lebessaft schwappte hinweg
    Sickerte in ihre zerrissene Kleidung
    Und in die schwächer und schwächer werdenden Bewegungen
    Ihrer soldatischen Lippen
    Wir lagen in Todes Schlaf
    In einer tiefen und vollkommenen
    Gesichtslosen Umarmung

    oder

    II.

    Mein Lebessaft schwappte hinweg
    Sickerte in ihre zerrissene Kleidung
    Und in die schwachen, immer schwächeren Bewegungen
    Ihrer soldatischen Lippen
    Wir lagen in Todes Schlaf
    In einer umfassenden und vollkommenen
    lieblosen Umarmung


    oder

    II

    Mein Lebenssaft verebbte
    Sickerte in ihre bruchstückhafte Kleidung
    Und in die erlahmenden Zuckungen
    Ihrer soldatischen (?) Lippen
    Wir sanken in Todes Schlaf
    Durch eine tiefgreifende und vollkommene
    Unpersönliche Umarmung.
  • 24.01.12, 16:51
    Harvey

    cantharides II


    II.

    My life-blood ebbed away
    Came to her fragmentary clothing
    And to the slow and slower movements
    Of her soldierly lips
    We bwere to dead sleep
    By a profound and perfectly
    Impersonal comprehension.


    II.

    Mein Lebessaft schwappte hinweg
    Sickerte in ihre zerrissene Kleidung
    Und in die schwächer und schwächer werdenden Bewegungen
    Ihrer soldatischen Lippen
    Wir lagen in tiefem Schlaf
    In einer tiefen und vollkommen
    Unpersönlichen Umarmung

    Pjesma???
    Others??
  • 24.01.12, 13:15
    emily

    Katz

    hier sei die fußnote nachgereicht:

    Katz, The Complete Poems, 1966, 1972, Cornell University Press, London

    p.xiii:
    "Doubtless, Crane had written poetry of a sort before he composed what became The Black Riders and Other Lines. It is even possible that a legendary volume of erotic verse, Cantharides, preceded it." note 6

    note 6: Vincent Starrett, Stephen Crane: A Bibliography (Philadephia 1923), pp.10-11, notes: "Cantharides - Said to have been a collection of erotic verse, the manuscript of which was seen by several persons. Untraced."
  • 23.01.12, 01:34
    pjesma

    cantharides I

    ...ich bin grad dabei, bloß ist bei meinem herangehen an übersetzung das deutsche größeres problem als englische...also, ignoriere falsche genitive falls du sie siehst...außerdem ich lass normalerweise die erste übersetzung eine nacht schlafen ...

    aber hier, warum nicht:

    upturned wie du es übersetzt hast mit überstülpt---geht nicht auf...mir ist näher: es bezieht sich auf ihre haltung, daher wäre es

    dein eingefallenes gesicht
    demütig in lächelndem aufförderung

    dann
    ist unverfälschtes abbild vielen errötungen (vieler, vieles---mist, weiß auf deutsch nicht richtig ---und "abbild" muss nacht überschlafen, fühlt sich nicht richtig


    dann gibts auch keine komma zwischen bed & wood

    daher übersetzte ich es mir so:

    du kind der hölzerne koje
    du kind des meeres

    usw...letzte zwei zeilen lass ich für morgen weil sie so oder so können...

    falls dir das jetzt geholfen hat...?
    lg, pj

    p.s. es ginge auch "insichlächelnd", dann bezieht sich upturned nicht auf körperhaltung, ja wäre sogar mehr im geist der e. sprache, denk ich
    bzw.es ist auch die frage woran man sich halten will---ich sehe eine zeit mit frauen mit hut und kriegen mit pferdeeinsatz und sex mit erroberung davor und alles so...gesäußel . man kann es modernisieren, ja. aber ich lieber nicht, ich mag den alten ton
    nacht! pj
  • 23.01.12, 01:17
    Harvey

    bored

    Meinst Du, ziemlich daneben? Die Übertragung? Deine Antwort ist mir nicht ganz klar.
    Aber ich finde es gut, dass Du überhaupt etwas sagst.
    Wie wäre denn Deine Version?
    Ich würde gern andere Herangehensweisen kennenlernen.

    Grüße,
    H.
  • 23.01.12, 00:56
    pjesma

    bored

    bored ist nicht durchbohrt.
    und überhaupt... ziemlich abgetrifftet, mmn.
    pj
  • 22.01.12, 19:30
    Lester

    cantharides

    ... erste Reaktion : erstaunlich viele Crane - Wörter...aber ganz dramalos, so geschichtslos, mal in Ruhe betrachten...
  • 22.01.12, 18:28
    Harvey

    cantharides

    CANTHARIDES - SPANISCHE FLIEGE

    I.

    Dein hageres, wildes Lächeln aufgestülpter Lockung
    ist ungeschultes Abbild der roten Fraktion
    Du Sklavin des Bettes
    Du Meerjungfrau
    Mehr und mehr durchbohrt vom stetigen
    Eindringen der Lanzenspitze

    CANTHARIDES
    (by Narc)


    I.

    Thy haggard face of upturned smiling invitation
    Is untaught pattern of the crimson legion
    You Babe of bed of wood
    You Babe of the sea
    Grown bored at the delayed
    Breaking of the pencil's point.
  • 22.01.12, 14:26
    emily

    Crane?

    CANTHARIDES
    (by Narc)


    I.

    Thy haggard face of upturned smiling invitation
    Is untaught pattern of the crimson legion
    You Babe of bed of wood
    You Babe of the sea
    Grown bored at the delayed
    Breaking of the pencil's point.

    II.

    My life-blood ebbed away
    Came to her fragmentary clothing
    And to the slow and slower movements
    Of her soldierly lips
    We bwere to dead sleep
    By a profound and perfectly
    Impersonal comprehension.

    III.

    The greys of dawn watched the waves
    And wondered why who was awake
    I turned my seven faces
    My mind ? this time ? was dominated by the muscle...
    The wind had a voice
    As it came sadder than the end
    The open window gave a cosmic chill
    And my cook's arm
    Around her oiler's shoulders was
    A thing of phosphorescence
    As we came over
    The waves two little blue flames

    IV.

    The3 wind who had a voice
    Sang Ocford's old ballade:

    ?Thus wandered these poor innocents/
    Till death did end their grief/
    In one another's arms they died/
    As wanting due relief.?

    So in the greyest light of mourning
    No bicycle on the beach...
    Why in the name of the seven mad Gods
    There were no shrieks, no groans -
    But silence, silence, silence
    A most sinister silence.

    And then the ship sank.


    V.

    Yes, but I love myself.

    The whole affair absurd
    There was a sickening moment
    I was not a man but a member
    This cry on the sea at night
    Rage, rage, rage, unspeakable rage
    That was in my heart at the time
    This lone and indifferent shore
    A sinister hospitality of grave
    To nibble the sacred cheese of life
    cheek to chalk blue face of a ninny-hore.

    VI.

    Frantically the earth landed in my gleeming eyes
    When I keenly looked out from the grave
    It made a sound ? plop.
    On the indifferent shore
    No man, nor dog.
    Digging myself like a man
    Out of danger ? plop -
    As the bubble of fate arises
    From the lips of the drowning.
    I threw the dirt with wooden hands
    And our friend with the ghastly face
    Has sunk in the deep waters of the maid
    Following the smiling invitation
    Of a sickening moment.

    VII.

    One of her stars was bright like her hopes
    The bullets seem to know me
    And speak their wish to kill me
    And desolate me was all alone
    In the fields with the Babe of bed
    Me wooden hands ware the princes of conduct
    In fields with death called for me

    The other of her stars was pale like death
    Egotism of a savage
    She was not of me kind
    Could not have bettered me conduct
    Drop, Manolo! Drop! Drop!
    But thze door, once opened, closes only
    To a panic-stricken revolt

    VIII.

    Her sublime absence of selfishness
    Sitting in critical judgment upon her in the sky
    All alone in the fields with a tall soldier
    Through all lies and unfamiliar truth
    She heard breathed
    To her the approval
    From the benediction of crimson sisters
    And I planned of taking a photograph
    When the blackhand knocked
    And was hurrying, hurrying, hurrying
    But I were in no haste
    With this photograph from my pocket
    looking at it
    Through all wine and want
    On peak or plane
    And yet could not give tongue to it.

    IX.

    From her dark northern eyes-fields
    To her hot wet jungles
    The best man
    Standing on two feet on God's green earth
    With my upturned face os a simple doomed peasant
    In this terrible chorus of the flames
    Laden with tones of hate and death

    Smoke swarmed towards the sky.

    X.

    The poor little thing
    Body a little bottle
    You unutterable midnight of the universe
    The smoke was tristed rose-hue
    We were the clan of no-name, but
    You daunted the colour of my soul
    You naked duty
    And I was just satisfied to simply feel.

    XI.

    I was not inconsequent to the sun
    No grain like me would be lost
    In the space-wide whirl of events
    I felt a quiet manhood.

    XII.

    In sultry nightmare
    With a lover's thirst
    In the heat and pain of red sickness
    Only an animal blistered and sweating
    Of sturdy and strong blood
    A golden ray of sun blind drunk with terror
    Made me hands went mad
    And about mouth and eyes me wrote
    The cool brooks under tranquil skies.

    XIII.

    Within me was born a love.

    For what was near me was despairing fondness
    And an imploring cry went from me mid.
    Grim chances getting calmly killed
    As forced their way in such a haste
    A great and salt reproach to this one place
    Me would be understood.
    Me body was deeply absorbed and now
    Capable of profound sacrifices within
    The magnificent pathos of her corpse.
    Delirium encountered all despair
    Unconsciously words coming out of me
    And within me were suptle flashings of
    Joy.

    XIV.

    Grave is all comprehension
    By tension of thought and muscle
    Me eyesight was shaken and dazzled
    Doomed to greatness ? as the chosen.

    And spellbound and afraid
    The tremor of me legs
    Caused me to dance.

    XV.

    His bloody hands were quietly
    At his side. He had come for something...
    The rendezvous of gradual strangulation
    The creeping strangeness of her body
    Slowly
    Had enveloped him, invaded him
    And almost free his heart
    In wrench itself from his comvulgent body.
    And dignity firmed up the lines
    Of his awful face.

    XVI.

    She gkared about him
    Next plan to getting killed
    He fell in battle sleep:

    Born of the smoke between her shoulder-blades
    Mysterious fraternity arose to see the stealthy slow approach
    Of his death which she tri8ed to read the question to the answer
    About to smile him
    Right between the eyes
    But he was merely within hearing Emily Dickinson:

    ?..the only One/ you cannot find out/ all about!?

    The noises of the battle were like stones.

    XVII.

    And he believed himself
    Liable to be crushed
    Initial morsel for the dragons
    There was a race.

    XVIII.

    On the mystic place
    For which he had struggled
    His sphere figure was erect
    Of his intention he was motionless
    She Babe with deep aversion to some tragedy
    Saved him a little peace from flurry of death
    He vaguely felt
    To keep her in the rear
    He fled
    Because annihilation had approached.

    IXX.

    As far she was concerned
    He nothing knew of himself
    Thousand-tongued fear
    Visions of broken bladed glory
    Blaze, blood and danger
    Iron bars of tradition
    Law on four sides...
    The unvulnerable dead man
    Forced a way for himself
    Showing the enemy
    What he searched to hide:
    The ashen face of youth
    To walk around and around
    Her body and stare...

    Reading a distant home
    The blackness of the final black
    Looking over her, beyond her

    At other things.

    XX.

    A blossom in a mud-puddle
    A room in heaven for all sorts of souls

    I know how you are:
    You was a man
    You had been to touch the great death
    You vaguely desired
    A blossom in a mud-puddle.

    ***



    Eventually to be continued. There is enough material.
    Yours
    Narc
  • 29.12.11, 12:38
    laudabilis

    intermingled

    mein sohn hat fast fünf jahre lang in den usa gelebt, ist dort bis zum high school-abschluss zur schule gegangen und nun aber schon enige jahre wieder zurück in deutschland. auf anhieb hatte er auch keine stimmige übersetzung für das wort. aber er hat eine internetseite gefunden, auf der verschiedene übersetzungen f?r "intermingled" angeboten werden (link siehe unten).
    dort wird "intermingled" mit "durchwaschen" (oder "durchwachsen"), "eingesprengt", aber eben auch mit "durchmischt" beschrieben. und "durchmischt" als deutsche übersetzung fände ich äußerst schwach.

    www.leo.org

    guten rutsch
    laudabilis
  • 19.10.11, 15:44
    aerolith

    AW: Stephen Crane: Sämtliche Gedichte

    Text aus dem Nachlaß, bislang unübersetzt:

    A grey and boiling street
    Alive with rickety noise.
    Suddenly, a hearse,
    Trailed by black carriages
    Takes a deliberate way
    Through this chasm of commerce;
    And children look eagerly
    To find the misery behind the shades.
    Hired men, impatient, drive with a longing
    To reach quickly the grave-side, the end of solemnity.
    Yes, let us have it over.
    Drive, man, drive.
    Flog your sleek-hided beasts,
    Gallop – gallop – gallop.
    Let us finish it quickly.

  • 09.04.09, 14:04
    aerolith

    Collagen fürs Buch

    Die Magdeburgerin Linda B. schickte mir gestern diesen Entwurf zu. Wir planen, für jeden Abschnitt eine solche Collage anzufertigen.
    Ich bitte um Meinungen.

  • 21.12.08, 18:50
    aerolith

    AW: Stephen Crane: Sämtliche Gedichte

    Nachwort

    „...his poetry reveals the pattern of thoughts that lies between all his writings” (Katz)

    I. Crane und sein Werk

    Nach seiner unvollendeten Ausbildung an der Universität von Syracuse, ging er 1890 nach Neu York, wo er sich als Reporter in den Slums durchschlug. In der Bowery kam er mit Arbeitslosen, Enterbten und Bettlern, mit Rauschgiftsüchtigen, Dirnen, Luden, Säufern und Spielern in Berührung. Die beruflichen Erfahrungen und seine entbehrungsreiche Existenz bildeten die Grundlage für den Roman „Maggie, a girl of the streets“ („Maggie, das Straßenkind“), den er 1893 unter dem Pseudonym Johnston Smith veröffentlichte. Zwar fand sein selbstverlegtes Büchlein die Anerkennung der Schriftsteller Hamlin Garland, der Crane mit den Schriften Mark Twains und Emily Dickinsons bekannt machte, und William Dean Howells, zu einem finanziellen Erfolg jedoch reichte diese nicht. Erst Cranes zweiter Roman „The red badge of courage“, 1895 („Das rote Siegel“, u.a. 1973 bei Reclam Leipzig), brachte ihm Anerkennung, auch einen ganzen Haufen Geld. 1896 übersiedelte Crane mit seiner Lebensgefährtin Cora nach England, wo er u.a. mit den Schriftstellern Joseph Conrad, H.G. Wells,
    Ford Maddox Ford, dem späteren Förderer von Ernest Hemingway, und Henry James regen Kontakt pflegte und einen aufwendigen Lebensstil pflegte, der ihn bald in den Bankrott trieb. Am 1. Jänner 1897 erlitt Crane auf dem Weg nach Kuba Schiffbruch. Er befand sich an Bord eines Schiffes namens „Commodore“ mit Munition für die kubanischen Freiheitskämpfer. Das dramatische Ereignis verarbeitete er in seiner Erzählung „The open boat“ („Im Rettungsboot“), die zusammen mit anderen Erzählungen 1898 erschien. Im Winter 1897/98 zog sich Crane in seinem ungeheizten Landhaus bei London eine Tuberkulose zu. Vielleicht hatte er sich die Ursache seines frühen Todes auch im Krieg zwischen Griechenland und der Türkei 1897 zugezogen, den er als Korrespondent mehrerer Zeitungen verfolgte. 1898 im Spanisch-Amerikanischen Krieg jedenfalls, den Crane wiederum für mehrere Blätter verfolgte, war Crane infiziert, was er jedoch verdrängte. Erst 1900 ließ er in Deutschland (Badenweiler in Baden) seine Tuberkulose behandeln; doch nun war es zu spät. Den zweiten Blutsturz am 5.Juni 1900 überlebte er nicht. Crane hinterließ Schulden und zwölf Bände Literatur. (!)
    Der ausgeprägte Realismus von Cranes schonungslosen und pessimistischen Porträts wird durch reizvolle poetische Elemente und die einfühlsame Darstellung der Charaktere gemildert. Auch als Dichter suchte er neue Wege: Seine beiden Gedichtbände „The black riders and other lines“ (erschienen am 11.Mai 1895) und „War is kind and other poems“ („copyrighted“ April 1899) sind frühe Beispiele experimenteller freier Versdichtung. Einer seiner Freunde (Howell) schrieb Crane in einem Brief vom 2.10.1894 (vor der eigentlichen Publikation!) über diesen ersten Lyrik-Band: „I wish you had given them more form“. Peck, ein erster Rezensent[1], nannte Cranes Schreiben „original..., powerful..., eccentrical..., skeptical, pessimistic, often cynical.“ Meiner Meinung nach ist für Cranes Lyrik die Verlorenheit des Individuums zentral, die Liebe zur Farce werden läßt – und diese Verlorenheit schließt Mann und Frau gleichermaßen ein. Im Nachlaß fanden sich weitere 50 lyrische Texte, zum Teil nur einen Vers lang, dennoch verraten sie, daß Crane über einen Kernvers Texte konstruierte. Zu Cranes Werken zählen ferner der Roman „Active service“ (1899), der Kurzgeschichtenband „Whilomville stories“ (1900) und „Wounds in the rain“ (1900). Seine gesammelten Briefe wurden 1954 veröffentlicht. Crane war ein Trotzkopf, der den Zwiespalt zwischen verkündeter und erlebter Wirklichkeit in drastischer Antithetik wiedergab. Sein Darstellen erfolgte nicht spontan, nicht in plötzlich und unmittelbar hervorbrechender Wut über einen Mißstand, sondern war einem tiefen Unbehagen geschuldet. Dieses entsprach dem seines Zeitalters. Das Nutzdiktat und der technische Fortschritt hatten Millionen Menschen überflüssig werden lassen. Sie suchten einen Platz in der arbeitsteiligen Gesellschaft, und sie fanden ihn nicht. Sozialgesetzgebung war zumindest in Amerika ein Fremdwort, der amerikanische Traum blieb Millionen Menschen vorenthalten. Crane strich als Reporter durch die Elendsviertel der amerikanischen Großstädte Neu York und Chikago, lebte mit Nutten, Missionaren und Tbc-Kranken, schrieb und half, war Beichtbruder und Kunde, Suppenausteiler und Jäger nach dem letzten Schuß. Sein Blick ins Bodenlose des Daseins korrelierte mit dem Anspruch der postmodernen und kapitalistischen Demokratie, das politische Menschheitsziel verwirklicht zu haben und dann dem Menschen ein Sosollen weismacht. Handlungsmuster: Letztlich erfuhr Crane hier eine der großen Lügen, die bis in unsere heutige Zeit zum Tagesgeschäft gehören: Der einzelne kann sich nur bedingungslos unter die Allmacht des Universums unterwerfen, besitzt aber EIGENtlich eine nicht nur empfundene, sondern erlebte Selbständigkeit des Denkens. Dieser individuellen Selbstwahrnehmung steht die Notwendigkeit gegenüber, seine Individualität bestmöglich auf einem entindividualisierten Arbeitsmarkt anbieten und verkaufen zu müssen, bevor dem bewußt nicht entindividualisierten Individuum der Platz an der Tür gewiesen wird. Die Heuchelei erhält so eine bedeutsame Funktion. Crane nun war kein Angepaßter, weder persönlich noch politisch oder religiös. Er war ein Trotzkopf, immer auf der Seite der Schwachen, immer darum bemüht, selbst die bösesten Seiten des Menschen hinsichtlich eines grundgütigen Kerns auszuwägen, immer in der Konstellation Welt-Mensch nach sich selbst und auch dem anderen suchend, weitergreifend als juvenile Rebellion gegen Vater, Staat und System. Crane war kein Frühvollendeter, auch kein Nachtschattenschwärmer, seine Sprache war drastisch und voller Kraft, sie war jung und dynamisch, aber auch in einem verlorenen Substrat beheimatet, in einem Zustand des Nochsichlösenwollens, und sie war gleichsam von Halbwissen durchwölkt. Er schrieb, um zu überleben, Verdichtung und Versachlichung sollten (vielleicht) späteren Jahren vorbehalten bleiben. Doch der Mann starb mit 28 Jahren an Schwindsucht. Also, Welt, Ich und DaSEIN werden unmittelbar, nicht in metaphysischer Verdichtung (wie bei Rilke, Musil, Hofmannsthal, Hauptmann, Mann, Barres...) wahrgenommen und plausibel in antithetischer Verschränkung sprachlich manifestiert, ausgeworfen. Vielleicht läßt sich sein Naturell am besten mit Realist umschreiben, allerdings nicht auf dieser platten Abbildebene. Gemeint ist hier vielmehr ein Realismus mit Signalwirkung, ein eingeschränktes Ich schreit nach dem All-Vater, sucht das Verlorene seines Ichs im Allmaleins der Welt, aber verleugnet diese Welt nicht oder restringiert sie. Crane wägt als Skeptiker das Gute und Schlechte gleichermaßen tief ab, erfahren tief, um dann DOCH einen Satz von der Wirkung eines WAR IS KIND zu verfassen. Der Krieg als Vater eines Morgigen, als tragfähigste Wertkonstante, das Prinzip der Zerstörung ist das der Selbstzerstörung, aus dem immer wieder neue Perspektiven möglich sind. Seine Skepsis richtet sich an die Verhältnisse, die ihn umgeben. The dream is over nannte Lennon das siebzig Jahre später: Amerikas Traum einer auf Gleichheit und sozialem Fortschritt basierenden moralischen Führungsrolle war mit dem immer drastischer empfundenen Zwiespalt zwischen den Siegern in ihren Palästen und den vielen Verlierern in den Slums diskreditiert. Aber Crane gab sich nicht einer depressiven oder gar selbstzerstörerischen Grundstimmung hin, wie sie vielerorts am Ende des 19. Jahrhunderts Mode war. Er bewahrt sich Humor, setzt eben das im Menschen verortbare Gute, und er ist traurig und zornig über die Nöte[2]. Humor hat diese wundervolle Wirkung, daß er gelassen macht; selten wird sich bei Menschen mit zwanghaftem Naturell Humor finden. Crane war in diesem Sinne selbstgewiß, gelassen. Auf der anderen Seite aber - und Crane war ein Mensch zutiefst antithetischer Weltwahrnehmung - war Crane Künstler. Kunst ist ein Kind des Schmerzes, schrieb er. Gar vorschnell könnte man hier Ironie, Distanzierung oder mangelnden Respekt konstruieren. Mitnichten. Ich glaube nicht an ironisierende Distanz bei Crane. Es muß Humor sein. Ironie benötigt einen entsprechenden Abstand, eine Unnahbarkeit, die es dem Ironisierenden leicht macht, sich spöttisch, verletzend, besserwisserisch oder gar gutmeinend zu einem Sachverhalt zu äußern. Ironie ist pubertär, so leicht zu gewinnen, so sehr zerstörend, daß darnach nur Zynismus bleibt. Ich denke, daß aus dem Tatbestand der vorhandenen Texte Angst, Versagen, Hoffnung und Wut gleichermaßen emporsteigen und unmittelbare Erlebnisse sind, die Abstand partout verringern und den Leser sattsam in die Not des Autoren hineinziehen. Kommen wir zur Leistungsbestimmung: Wüstenhagen, Herausgeber einiger Gedichte Cranes, behauptet, Crane habe seine lyrischen Texte aus dem Stegreif heraus niedergeschrieben, so ähnlich wie Mozart seine Kompositionen, möchte ich ergänzen. Das ist nicht fragwürdig und soll die Leistung des Prätendenten, der hier auf den Stuhl gehievt werden muß, nicht schmälern. Manche schreiben so. Andere wuseln Tage und Woche an ihren Texten herum, heraus kommt Schlechteres. Es ist bei Crane vielmehr diese Fähigkeit der poetischen Verallgemeinerung einer individuell erfahrenen zerrißnen Wirklichkeit. Crane hat sein Wirklichkeitsgefühl auf den Punkt gebracht. Die Sprache liegt auf der Straße, der Gedanke turnt im Himmel herum. Er findet alles und kann es zu einem Ganzen machen. Und jeder Mensch ist so, manche wissen es bloß nicht, ahnen aber längst. Und weil Crane hier zusammenbinden kann, was viele nur ahnen, so trifft er seine Leser an. Die sagen sich: ‘So hätte ich das auch sagen können!’ Cranes Metaphorik springt seinen Leser an; er wird gezwungen, sich zu positionieren. Himmelhochjauchzendzutodebetrübtes DaSeinserfassen. Das mag das Lesen seiner Gedichte anstrengen, aber glücklicherweise sind sie nicht sehr lang. Sympathisch sind seine jugendlichen Ausbrüche gegen Stutzertum und Heuchelei, warm nimmt mich seine Sorge um die Menschlichkeit in einer zerbröselnden Umwelt ein, stark sind seine Worte gegen das Unmenschliche; verbissen sein zuweilen auftretender Sarkasmus.
    Genaueres zur Sprache: Crane hat den Hang, Einzahl zu schreiben, aber Mehrzahl zu meinen. Die Benutzung biblischer Begriffe wird an entscheidenden Stellen vermieden, ist aber immer gemeint. Der übermäßige Gebrauch der koordinierenden Konjunktion UND ist kein Anzeichen minderer Verdichtungsabsicht, sondern Ausdruck für das apodiktische Zuweisen des Gedankens auf einen Vers. Nicht umsonst nannte Crane einen Gedichtband „...AND OTHER LINES“. Ein Vers ist also vorwiegend ein in sich geschlossener Gedanke, der vom Leser als solcher wahrgenommen werden soll. So ergibt sich für den Übersetzer das Problem, die bildreiche englische Sprache Vers für Vers und nicht in einem umschließenden Sinne ins Deutsche zu übertragen. Und so ganz nebenbei stellt sich dem Übersetzer auch die Frage, ob er Cranes Fehler „verbessern“ soll.
    Kann man seinen Prosa-Texten eine stilistische Nähe zum vor allem französischen Impressionismus zuweisen (Taine), dem naturalistische Drastik beiseite gestellt wird (Zola), so sind seine lyrischen Versuche eher naturalistische Zuspitzungen mit einer beinahe expressionistischen Attitüde.
    Crane hat sprachlich nie den Bezug zur Wirklichkeit missen lassen, sein Gott ist von dieser Welt, er ist ein Produkt des Sehnens, der Hoffnung, aber eben auch der Kälte und Not. Gott ist für Crane zwar nicht im Sinne Nietzsches tot, aber er hat durch das zumindest zugelaßne Elend auf der Welt an moralischer Kompetenz eingebüßt. Gott tritt nicht als Regulativ auf, sondern wird als Pol genannt und antithetisch verklammert. Gott hat nicht die Freiheit, dieser Klammer zu entkommen, er muß hier funktionalisiert werden, ist ein Bausteinchen im Weltenallmaleins. Und so fehlen Gott Attribute. Crane gestaltet statt dessen die Menschen, die auf der anderen Seite stehen, der Seite der mutmaßlichen Verlierer des amerikanischen Traums...
    Und so können wir einen Bezug an den Anfang dieses Nachworts schaffen, gleichsam einen Bezug zu Cranes Herkommen, wenn wir uns nur seiner bekanntesten lyrischen Arbeit „War is kind“ und der hiermit einhergehenden Übertragungsproblematik widmen: Der Übersetzer Daniel Lester, lester99@gmx.de , meint dazu: „‘War is kind’: niedlich? Das wäre ‘cute’. ‘War is kind’ ist einer seiner großen Texte. Ich habe alle Adjektive durch... Aber nichts paßt außer ‘freundlich’. Das ist ein bitteres Wort im Zusammenhang mit Krieg. Und ‘bitter’ ist sein Wort, sein Weg, das hängt an ihm. Das ißt er, das Bittere, sein Herz. ‘Freundlich’, ‘kind’, sind auch die Menschen in den Staaten, niemand ist so freundlich wie jene und besorgt ums Gemüt anderer. Auch wenn Krieg mit ihnen ist. ‘Niedlich’ ist keine ernsthafte Eigenschaft, aber ‘freundlich’, dem ‘Niedlichen’ bist du über, dem Freundlichen unterstellst du Ehrlichkeit. Und wenn sie auf linken Wegen geht, sich vormacht, sonst nichts, ins Falsche gerät oder gar daherkommt? ‘War is kind’. Meint Crane den Krieg? Ihn allein? Er ist unterwegs in der Wüste, er ertrinkt im Boot, er frißt sein eigenes Herz, er sieht Maggie auf den Strich gehn, er sieht Gärten bei den Sonnen, Unerreichbares vor sich, spricht mit Weisen und Mördern, und darüber die black riders, die Schwarzen Reiter, die Apokalypse. Was ist daran ‘niedlich’? Das Leben ist freundlich, oh ja, man dankt. Anderer Blickwinkel: Aufgewachsen ist Crane in einer Methodistenfamilie. Für uns Heutige sieht das nach Sektiererei aus, Wanderprediger. Eine amerikanische Tragödie. Nichts von dem. Sein Großvater war Geistlicher, sein Großonkel war Bischof eines Bezirks, sein Vater, Dr. Jonathan Townley Crane, war ’presiding elder’, ‘Ältester’, also Leiter des Bezirks. Ein Bezirk umfaßte i.d.R. mehr als zehn Gemeinden und der Leiter war dort Autorität. Nicht irgendwer. Nicht soviel wie ein Bischof, aber immerhin. Sie gehörten, wenn man so will, zum Methodisten-Adel. Und das waren freundliche Leute. Freundliche Leute, deren religiöser Eifer dem Kind, so wir er sich später gibt, unerträglich gewesen sein muß. Freundlichkeit zum Erbrechen. Freundlichkeit, denen er Verlogenheit ansah, den Wein konnte er riechen aus ihren Wassergläsern.
    Niedlich und gütig sind ihrem Wesen nach gut, ‘Freundlichkeit’ kann eine Kulisse sein, eine Verbrämung fürs Gegenteil. Und dann ist es bitter.“

    II. Anmerkungen zu dieser Ausgabe
    Es ist dieser Band die Gesamtausgabe der Craneschen Lyrik, die erstmals in deutscher Sprache sämtliche lyrische Texte Cranes versammelt. Die von Crane veröffentlichten lyrischen Texte erhielten nach ihrer amerikanischen Sortierung Zuweisungen: A. (für „Black riders and other lines“) und B. (für „War is kind and other poems“). Die zu Cranes Lebzeiten unveröffentlichten Texte wurden mit C. bzw. U. bestimmt. Amerikanische Original-Zuweisungen stehen jeweils in Klammern. Die Numerierung der publizierten Texte resultiert aus der Anordnung in der verdienstvollen Virginia Edition von 1975, die James B. Colvert besorgte. Wir waren so frei, für diese erste deutsche Gesamtausgabe auch eine inhaltliche Neusortierung vorzunehmen. 120 (CXX) Texte sind gefunden worden.
    Cranes Lyrik ist thematisch zuzuordnen. Er schreibt über Gott, die Liebe, die Natur, sonderbare Begegnungen, den Krieg und reflektiert über sein dichterisches Selbstverständnis. Er beobachtet mit des Dichters Feingefühl atmosphärische Spannungen und Veränderungen seines Lebensumfeldes, d.i. vorzugsweise Amerika am Ende des 19. Jahrhunderts, die Schattenwelten des american dream. Für die deutsche Gesamtausgabe wurde deshalb – zur besseren Orientierung - eine thematische Sortierung in Abschnitte vorgenommen; sämtliche Texte erhielten eine neue Ordnungszahl.

    Magdeburg, im Dezember 2008



    Inhaltsverzeichnis


    I looked here;
    Love forgive me if I wish you grief
    Chant you loud of punishments,
    Intermingled,
    Tell me not in joyous numbers
    War, baby
    Do not weep, maiden, for war is kind.
    Once, a man, clambering to the housetops
    Oh, a rare old wine ye brewed for me
    All-feeling God, hear in the war-night
    Black riders came from the sea.
    There was crimson clash of war.
    „Tell brave deeds of war.“
    A soldier, young in years, young in ambitions
    When a people reach the top of a hill,
    Once I saw mountains angry
    "It was wrong to do this," said the angel.
    There exists the eternal fact of conflict
    Unwind my riddle.













    The Poet
    Places among the stars
    Yes, I have a thousand tongues
    Mystic shadow, bending near me
    Supposing that I should have the courage
    Many red devils ran from my heart
    Once, I knew a fine song

    Love is gone

    Thou art my love
    Once I saw thee idly rocking
    I have seen thy face aflame
    Fast rode the knight
    The chatter of a death-demon from a tree-top.
    And yet I have seen thee happy with me.
    Should the wide world roll away
    Love met me at noonday,
    Tell me why, behind thee,
    There was, before me
    The ocean said to me once
    Love walked alone.
    I heard thee laugh,
    I wonder if sometimes in the dusk,
    And you love me I love you.
    There came whisperings in the winds
    A row of thick pillars

    God is gone
    A slant of sun on dull brown walls,
    A little ink more or less!
    "And the sins of the fathers
    God fashioned the ship of the world carefully.
    A god in wrath
    I stood upon a high place,
    You tell me this is God?
    Why do you strive for greatness, fool?
    In heaven
    If I should cast off this tattered coat,
    There was a great cathedral.
    Ah, God, the way your little finger moved
    I stood musing in a black world
    Blustering God,
    "Have you ever made a just man?"
    A man went before a strange god
    God lay dead in heaven
    The patent of a lord
    A man adrift on a slim spar
    Two or three angels
    Each small gleam was a voice,
    A spirit sped
    Behold, from the land of the farther suns I returned.
    Behold, the grave of a wicked man,
    One came from the skies
    A naked woman and a dead dwarf;
    A god came to a man

    American way of life
    Rumbling, buzzing, turning, whirling Wheels,
    Ah, haggard purse, why ope thy mouth
    A newspaper is a collection of half-injustices
    The successful man has thrust himself
    Once there came a man
    I saw a man pursuing the horizon
    I stood upon a highway
    Upon the road of my life
    A grey and boiling street
    Bottles and bottles and bottles
    On the brown trail
    The trees in the garden rained flowers.
    Charity thou art a lie,
    Ay, workman, make me a dream,
    The impact of a dollar upon the heart
    If you would seek a friend among men
    A lad and a maid at a curve in the stream
    My cross!

    In the wilderness
    „What says the sea, little shell?”
    There was a land where lived no violets.
    To the maiden
    I explain the silvered passing of a ship at night
    On the desert
    In the desert
    There was set before me a mighty hill
    A youth in apparel that glittered
    On the horizon the peaks assembled
    "I have heard the sunset song of the birches,
    I walked in a desert.
    The wind that waves the blossoms sang, sang, sang
    There is a grey thing that lives in the tree-tops
    In the night

    Strange people
    Three little birds in a row
    Little birds of the night
    A man said: „Thou tree!“
    The wayfarer
    There were many who went in huddled procession
    A learned man came to me once.
    In a lonely place
    „Truth,“ said a traveller
    There was a man with tongue of wood
    When the prophet, a complacent fat man,
    Many workmen
    There was One I met upon the road
    A man saw a ball of gold in the sky
    A man said to the universe:
    I met a seer.
    Once there was a man
    Walking in the sky,
    Forth went the candid man
    A man feared that he might find an assassin
    A man toiled on a burning road,
    With eye and with gesture
    "Think as I think," said a man,
    There was a man who lived a life of fire.
    The sage lectured brilliantly.
    Friend, your white beard sweeps the ground.
    The livid lightnings flashed in the clouds;
    There was a man and a woman
    I was in the darkness;
    Tradition, thou art for suckling children,
    A warrior stood upon a peak and defied the stars.
    A man builded a bugle for the storms to blow.
    When the suicide arrived at the sky, the people




    [1] Harry Thurston Peck: Some Recent Volumes of Verses. Bookman. Volume I. May 1895. p. 254.

    [2] Der Blues speiste sich aus ganz ähnlichem Erleben: die Traurigkeit fröhlicher Menschen. Glückliche Menschen fragen selten nach dem Warum.
  • 24.11.08, 18:38
    aerolith

    Endlektorat

    Susanna schickte den Gesamttext zurück, bearbeitet. Nehme mir täglich zwanzig Seiten vor. Bin jetzt Seite 56 (von 260). Nach der Einarbeitung der zahlreich auftretenden Korrekturen sortiere ich die Texte alle noch einmal zu. Habe folgende Kapitelbezeichnungen gewählt:

    • war, baby (I)
    • the poet (II)
    • love is gone (III)
    • God is gone (IV)
    • american way of life (V)
    • in the wilderness (VI)
    • strange people (VII)


    Sämtliche Übersetzungen werden diesen Kapiteln subsumiert. Ich werde so neue Bezeichnungen haben, gebe aber zusätzlich noch an, wo die einzelnen Tin der amerikanischen Gesamtausgabe stehen, die nur eine Einteilung in A, B und C kennt, dann noch zahlreich U (Fragmente).
  • 25.10.08, 11:38
    Schnob van Quittenlauch

    söhne mannheims

    When the brave lights that gild thy evenings
    Have not yet been touched with flame
    als die glühbirnen, die deine abende aufmotzten
    noch nicht flambiert waren

    hey, übersetzen ist lustig!
    brave hier bitte nicht mit tapfer übersetzen. das wäre bieder und sicher nicht im sinne von crane. flame bitte nicht mit flamme oder feuer übersetzen.
    irgendwie erinnert mich crane in dieser passage an den kotzgrauslichen, selbstverliebten text der söhne mannheims: "und wenn ein glied deine lippen verlässt." wenn ein protagonist aus seiner sicht feuer in eine kiste bringt, dann geht das klar am WIR vorbei.
  • 24.10.08, 23:27
    ala
    c 15:
    ob du wohl manchmal in der dämmerung,
    wenn die guten leuchter, die sonst deine abende begleiten,
    noch nicht vom zündholzflämmchen berührt wurden

    ob du da wohl manchmal in der dämmerung
    an eine zeit zurückdenkst?
    du weißt schon, an eine zeit, als du mich liebtest
    und unsere liebe für dich die welt war

    A 50 fehlt!

    alle anderen anmerkungen bring ich morgen zur post.
  • 19.10.08, 12:07
    Robert

    lashy

    nein, kein gutes bild, susanna. ich denke, es ist der schaum auf gebrochenen wellenbergen gemeint. aber wie läßt sich das in EINEM adverb übersetzen?

    anderes problem:

    When the brave lights that gild thy evenings
    Have not yet been touched with flame,

    kann nur figurativ übersetzt werden. FLAME muß hier den gegensatz zur dämmrigen grundstimmung des abends bilden.

    weiteres problem:
    I am no fool
    To poll stupidly into iron.


    gestern, 17:00 mit der zusammenfügung und zuordnung aller texte fertig geworden.
  • 18.10.08, 14:08
    ala

    lashy

    peitschend, verbindend = lashy


    zelthohe/zeltartige wellen, verbunden durch dunkle punkte auf ihren kämmen

    wellen wie zelte mit dunklen, sie verbindenden, punkten auf dem buckel

    wellenzelte mit dunklen verbindungspunkten auf ihren hintern
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