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Thema: Ein 7. Kapitel

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  • 07.04.19, 16:54
    resurrector

    AW: Ein 7. Kapitel

    Einer der seltenen Prosa-Texte Leicesters. Etwas wirr, aber nicht ohne poetisch-akademische Grundstimmung, was keine c.i.a. ist.
  • 13.08.07, 11:45
    aerolith

    AW: Ein 7. Kapitel

    Aus dem sprachumwundenen Inhalt schäle ich das Thema: Aufwachen! Das soll es nun also sein? Hm. Also, dann hat der Mann nicht geschlafen. Oder aber: Er setzt im Wachzustand das fort, was das Unterbewußte in Traumlandschaften stellte. Punkt und Komma sind hier fehlgeleitete Verwirrnisse; der Text ist ein Fließtext, ein Gedankenblaster.


    Tja, was jetzt damit machen?


    Ich kenne Deine Schreibe, Leicester, nunmehr schon so an die vier Jahre. Dieser Stil sticht da heraus; im übrigen hast Du an Formulierungswillen gewonnen, nicht aber an poetischer Formulierungskraft. Vielleicht bremst so etwas Dein Schreiben? Ich weiß es nicht.
    Jedenfalls wirst Du hier nichts herausholen. Das wird nichts. Es ist nur eine Momentaufnahme, vielleicht sogar selbst nur ein Gedicht, aber ein unverdichtetetes.
  • 07.08.03, 05:45
    Lester

    AW: Ein 7. Kapitel

    ...ja, doch, Mr. Jones, ich seh ihn..
    Natürlich, dieser Versuch, einen längeren Gedankenfaden zu spinnen, ist nicht neu, macht aber Spaß und gar nicht so trivial.... die Szene ist natürlich nachempfunden (Quelle zu finden überlaß ich dem Bildungseifer, ist auch nicht wichtig). Wie gesagt, eine Schreibübung, Material für ein Gedicht?, ja, das Thema: Aufwachen am Morgen.

    Mit Grüßen

    Lester
  • 05.08.03, 13:45
    Mr. Jones

    AW: Ein 7. Kapitel

    Original erstellt von lester:
    ...und dachte, das sei gut für eine Fingerübung...

    Zitat: "Fingerfertigkeit ist nur durch das gedankliche Befassen (...) nicht zu verbessern, der Mensch muss tätig sein, immer üben, nichts gelingt von allein, alles geben die Götter ihren Lieblingen..."


    Ich les Obiges, werter Lester, nicht wie Lyrik nicht wie Prosa aber gern aber nicht nur gern.
    Du erwähnst ein mögliches Auswalzen. Ja. Warum nicht. Hat spannende Gedanken drin, nämlich. Material für drei Gedichte oder so. Oder aber Du setzt noch sechs Kapitel vorne dran mit weiteren spannenden Gedanken, oder aber Du hängst noch was an am Schluss, denn wer klopft?


    Stückwerk, so kömmts mir vor, alles in allem, jedenfalls. Der Erzähler macht mich neugierig. Aber er bleibt im Schatten, ganz und gar. Siehst Du ihn?


    Mr. Jones
  • 05.08.03, 05:52
    Lester

    AW: Ein 7. Kapitel

    ...oh jeh. Bin halt in der Zeit gut ein Dutzend Mal bei Lotte in Weimar gewesen und dachte, das sei gut für eine Fingerübung... Jetzt, beim Wiederlesen: würde mir Spaß machen, das auszuwalzen.
  • 23.10.01, 08:52
    rodbertus

    AW: Ein 7. Kapitel

    Ich hoffe, die anderen Kapitel sind nicht so durch den Wind.


    Schreib mal was zur Funktion dieses Text(ausschnitts), damit ich weiß, wie ich lesen muß.
  • 23.10.01, 06:41
    Lester

    Ein 7. Kapitel

    Wie spät? Schön hast du geträumt, wahrscheinlich kurz vor sechs, deine Wachzeit seit vielen Jahren, aber nicht die Augen öffnen, noch nicht, es ist etwas Geheimnisvolles um die geschlossenen Augen, diesem Weltabwenden, es ist Nacht und nur die anderen Sinne können Zeichen liefern um unsere Umgebung, seltsam, dass wir meinen, die Augen lieferten das Wesentliche, sie sind auch nur Beiwerk, um die ungeheure Welt uns etwas näher erkennbar zu machen, seltsam, wir müssen eine ganze Welt übersetzten in die Sprache der Sinne und glauben, ach was, hoffen, das reicht aus sie zu erfahren, und sie reichen aus, aber was wir nicht erfahren ist, was sie nicht können, wir haben keinen Sinn für den Nichtsinn. Ach, das das so ist. Ich bleibe heute liegen. Was für ein Tag? Freitag. An einem Freitag bin ich geboren, sagt man, ich weiß nichts davon, dass man seine eigene Geburt vergisst, ist doch ein sehr wesentliches Ereignis, oder nicht?, ist es vielleicht in Ewigkeiten betrachtet völlig bedeutungslos, und zu recht vergessen, was ist wesentlich, was ist wichtig, dass uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine, muss gleich mal die Melodie raussuchen und nachspielen, überhaupt sollte ich mehr das Piano üben, ich bin zu schlecht darin, meine Fingerfertigkeit ist nur durch das gedankliche Befassen mit dem Instrument nicht zu verbessern, der Mensch muss tätig sein, immer üben, nichts gelingt von allein, alles geben die Götter ihren Lieblingen, alles, wo bin ich?, Freiburg?, Hamburg? nein, Reichenau, ja, die Woche Bodensee, es ist gut, dass ich mir das einmal im Jahr reserviert habe, man ist doch gleich ein anderer Mensch in diesem üppigen Garten, werde heute nochmals die Bastei besuchen, ist doch höchst interessant das Bild von der Wiederkunft Christi, ist aber äußerst reparaturbedürftig, nun, wird sicher nicht billig werden, das zu sanieren, aber es ist wichtig, dass diese alten Fertigkeiten überliefert bleiben, das Volk hat viel Lehrhaftes dadurch und wird in seiner Frömmigkeit gestärkt. Wie denn auch, sollen sie nur fressen und huren, das kommt ihnen am nächsten , aber man muss die Dämme halten und ihre Triebe aufs Jenseitige richten und ihnen nur die Spiele gegeben, die ihren Sinn zum Guten steigern, den Aufsatz wollte ich schon immer mal dem Öffentlichen vorlegen, aber man kann nicht alles zwingen. An einem Freitag geboren, so so, hast du fein hinbekommen, wie das schon klingt, Freitag, an welchem Tag ich wohl sterben werde, ob das auch so unwichtig ist? Lass gut sein, du wirst dir noch die schöne Laune verderben. Mach ich die Augen jetzt auf. Nun denn, es sei. Ah, es ist hell, das Thermo, lass sehen: siebzehn Grad, das ist hübsch für diese Jahreszeit, können wir auf einen Sommertag rechnen, und keinen Nebel, das ist gut, Nebel mag ich überhaupt nicht, er ist zu verschwörerisch und geistervoll, hat etwas erschreckendes, sag ich aber keinem, die denken sonst, ich sei kindisch. Was ist heute zu tun? Eigentlich bin ich frei, aber untätig darf man nicht sein, auch das wäre ein schlechtes Beispiel, immer im Tätigen sich zeigen, das nähert den Menschen den Göttern an, doch es sind Briefe zu schreiben, Professor Ceulemann ist anzutelefonieren wegen des Billards, und ja, natürlich, am Portrait des Vaters weiterzuarbeiten, es sträubt sich noch ein wenig, und wird wohl den Rest des Jahres brauchen, dennoch, die Idee ist vorzüglich und Teile sind schon so gut, dass man sie begutachten und herzeigen kann, noch in Freibug hat Scherenfleiß es gesehen und für gut befunden, auch wenn er an der Mundpartie etwas mäkelte, der Rest aber, soweit es vorzeigbar, ist salviert. Dass sie immer mäkeln müssen, als wenn es aus einem herauswachsen würde, ja sagen sie, das ist gut, um dann mit einem gewaltigen Aber nachzukobern, diese Allesbekritiker, dass sie das Wasser nicht halten können, selbst wenn sie selber hin und wieder Vorzügliches leisten, doch, das ja, grad bei ihm hab ich Staunenswertes gesehen, obwohl er soviel jünger als ich, und es ist ungerecht, ihm fällt es zu, hier muss gearbeitet werden, jeder Strich muss erspäht und gewerkt werden, und er?, er haut es mit dem Stift hin in einer Stunde und es ist vorzüglich, keine Frage, ist es aber zu loben? wie kann man loben, was nicht erarbeitet ist, da liebe ich mein Stückwerk, denn es ist von mir mit viel Fleiß erworben. Es klopft? Herein!

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