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Thema: Heimweh

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  • 08.06.09, 11:55
    rodbertus

    AW: Heimweh

    ja, ist es. ich liebe hölderlins texte und manchmal überkömmt es mich, sie ein wenig umzuschreiben. nein, umzuschreiben paßt nicht, ihren faden aufzunehmen und mit meinen eigenen gedanken zu verweben. böse zungen nennen das kompilieren. ein dichter darf das. jeder dichter macht das. mehr oder weniger.
    uis will die strophen kürzen. hm. das ungebundene ist der dichtung inhaltliche freiheit. begrenzt wird sie durch das versende, gelegentlich.
    muß jetzt weiter.
  • 26.07.01, 14:41
    Tino

    AW: Heimweh

    Das erinnert mich sehr an ein Gedicht Hölderlins. Es heißt: Der Wanderer. Ist es eine Adaption?
  • 25.07.01, 19:37
    uisgeovid

    AW: Heimweh

    [..]
    Wieder so ein Text, für den ich mir absolut auch eine andere Form vorstellen könnte. Passend zu den fragmentarisch eingestreuten Signalen aus einem wie auch immer gearteten Lebenslauf, biographisch-kryptisch, hermetisierend, ließe sich eine Form von lyrischer Prosa, ein Tagebucheintrag, etwas sonstwie Memoriertes denken, nur eben nicht die Form freier Verse, die doch auch irgendwo nach Bindung des Inhalts verlangt, nach Fokussierung. Einfacher: es ist mir zu aneinandergereiht, subsumiert alles unter der Rubrik "Heimweh", das arme Gedicht, das das alles tragen soll... in einer langen, zähen Strophe, hättest Du wenigstens zwei, drei gemacht...
    herzlichst uis
  • 25.07.01, 11:00
    aerolith

    Heimweh

    Einsam stand ich und sah saharadürre Ebnen;
    vom Himmel stürzte Feuer,
    gestern war's!
    Da schwanden Säulen zu Asche,
    da wurden Häupter grau und kahl.
    Jetzt kraucht in der Weite
    ein dürres Gerippe
    eben einsam so wie ich,
    erhebt den blanken Schädel,
    grinsend:
    ein Schauder mich ereilt.
    Und grüßt mich Schatten,
    soll ich 'vor fliehen?
    Ich muß nun gehen.
    Sehnsucht hält kein Band.
    [Daheim.]
    Mittags,
    am einst stürzenden Bache,
    saß ich,
    umborgen von lebenskräft'ger Kühle,
    die stumm mein Herz umgriff
    allbeherrschend auch
    dort.
    Frühling, ich schreie nach dir:
    Geliebter!
    Sonnenlicht tränkt Mutter Erde,
    erleuchtet meine dunklen Träume,
    erwärmt den Himmel mir, so daß ich glaube.
    Zurück!
    Die zarten Lüfte treiben mich,
    den Altgeword'nen.
    Mein strebend Herz trägt eine Wolke
    und wandelt düstre Stimmung
    zum frischen Schwange jugendlichen Lächelns.
    Ich weiß.
    Ich kann's nicht anders,
    muß blühen im Feuer meiner Leidenschaften,
    muß hoffen ewiglich auf dein geliebtes Wort.
    Daheim.
    Ich will ins frische Gras mich legen,
    leben
    hier die Blumen am plätschernden Bache.
    Die sanften Winde führten mich
    hierher.
    Im Hause die Frau
    webt still Zufriedenheit.
    Dort.
    Heimat, du Ferne.
    Noch bist du Wahn,
    Hirngespinst,
    Nebeln gleich,
    nur pfadlos erreichbar.
    Gereinigt blickt mein Auge dich,
    Geist, Traum, Licht,
    das sicher mich läßt
    und freudig
    den Kelch der Hoffnung leeren,
    die Brust schwillt,
    von sanfter Gewalt gefüllt,
    will
    friedlich das Alte erobern
    und schließlich
    sanft entschlafen unter Blumen ruh'n.

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