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Thema: Auch werden die Tage wieder kürzer

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  • 24.09.17, 13:16
    aerolith

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    Wohl dem, der keine Heimat hat! (um es postanarchisch zu sagen) bedeutet nicht, daß es besser wäre, das (in seiner Kindheit erworbene Gefühl der personen- und landschaftsverbundenen) Geborgenheit nicht zu besitzen, sondern vielmehr hat Nietzsche hier denen viel Glück gewünscht (u.a. sich selber), die dieses Gefühl nicht in sich spüren und dennoch durchs Leben kommen müssen.

    Ich lese den Text heute mit mehr Gewinn als anno dunnemals. Er blieb mir im Gedächtnis, was nicht nur meiner überdurchschnittlichen Merkfähigkeit geschuldet sein dürfte, sondern v.a. der Verwendung zahlreicher Merkwörter im Text: Winter, Krähe, Sommerwende und dergleichen mehr.

    Heute morgen, als ich durchs stille Magdeburg mit dem Radl fuhr, hörte ich das verzerrte und verklirrte Krähen eines Raben, der auf einem Aluminiummast saß und diesen Mast als Resonanzkörper nutzte. Kluges Tier. Es krächzte in die Stadteinsamkeit. Sein Rufen kam bei mir an. Ich grüßte freundlich und fuhr den langen Weg nach Hause.
  • 26.08.01, 23:08
    Paul

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    hm, das geht wie oel, will sagen rein und runter... -
    erinnerte mich un peu an den "Hammeristen" F.Nietzsche, wenn ich zitieren darf:
    "DER FREIGEIST

    Die Krähen schrein
    und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
    Bald wird es schnein -
    Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!

    ...

    Die Krähen schrein
    und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
    Bald wird es schnein,
    Weh dem, der keine Heimat hat!"

    hach, bin nietzscheverseucht, das mag vorkommen, wollt mitnichten sagen, da? Du kopiert - wär mir nebenbei auch egal... -
    schön ist das, sinnlich schön!
    die stimmung erinnerte mich nur... -
    insofern erzeugte es stimmung -
    was mehr?

    dankend ab...
  • 25.08.01, 20:15
    uisgeovid

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    Lieber Hannemann,
    das ermutigt mich geradezu, Dir als fortgeschrittenem Einleser jetzt ein weiteres kleines Gedichtchen aus dem Leben zu präsentieren. Wart's ab.
    wie immer
    uis
  • 25.08.01, 20:10
    Hannemann

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    Keltenweisheit: Der nächste Sommer kommt bestimmt.
    uis, langsam lese ich mich ein. Ich werde noch, bis jetzt ist Paul mein Favorit, für mich mehr Weizen als Spreu. Ich denke mir immer, was sind das bloss für Typen, die so kunstbeflissen mit ihren Gefühlen...
    In momento steht noch die Aussage über der Form. Vielleicht...
  • 25.08.01, 17:07
    uisgeovid

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    Ein Stück Inhalt hat sich hier zunächst eine Form gesucht, ist dann von ihr dominiert worden und hat sich am Ende von ihr befreit...so ähnlich muss das gewesen sein, ja, ich glaube so war's...
  • 25.08.01, 13:58
    Marina

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    Was war zuerst, der Inhalt oder die Form?

    fragt M
  • 25.08.01, 13:41
    uisgeovid

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    Lieber Roberto!
    Was ist jetzt schwieriger zu verstehen, das Gedicht oder Deine Ausführungen dazu?
    wie immer
    uis
  • 25.08.01, 13:05
    aerolith

    AW: Auch werden die Tage wieder kürzer

    Das Du und das Ich, dazu ein Das. Ist ein Es nicht viel mehr?
    Wenn wir's aufs Es beziehen, dann ist die zweite Strophe zuvielgesagt. Wir sind kundige Leser, also sagt sich vieles in einem neuen Anfang. Ein Anfang liegt im Bestimmen aus der Situation, einem Als-ob! Träge schaut das Herz auf die warmen Sommertage.. halt, es war der eine Tag, doch der bleibt beinahe ohngesagt.
  • 24.08.01, 21:02
    uisgeovid

    Auch werden die Tage wieder kürzer

    Auch werden die Tage wieder kürzer

    Gib mir den einen großen Sommertag zurück
    und gib mir seinen Abendschatten dann
    in dem du mich weiterleben lässt

    Gib mir von dir so viel wie unsere Sommer
    Sonne hatten vor der Zeitenwende
    in ihren Stunden aus Licht und Wärme

    Denn für den Winter muss ich sparen
    für die Zeit des schnellen Dunkels
    mir Leuchten langer Tage wahren

    Denn für die schwarzen Krähen
    muss ich Felder finden dann
    wenn sie rufen in ihrer
    Wintersonneneinsamkeit

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