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Thema: AfD-Ordner

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 04.08.20, 12:27
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Gerade die Corona-Krise hat uns gezeigt...dass die Menschen...oder zumindest sehr viele Menschen...dann, wenn es eng wird, eher konservativ denken (erst mal schauen, nichts riskieren, präventiv tätig werden. Vorräte anschaffen, etwas auf die hohe Kante legen, auf das Altbewährte setzen). Dann suchen sie sich Symbolfiguren, die das alles (Söder) verkörpern. Der Linksgrüne versucht den Säbelzahntiger zu domestizieren, damit er mit ihm kuscheln kann. Der Liberale will den Tiger davon überzeugen, dass sein Nachbar viel schmackhafter als er selbst ist - und der Konservative geht erst gar kein Experiment ein und jagt der Großkatze einen Speer in den Leib. Rückblickend waren es immer die Konservativen, die überlebten. Und damit das Deutschland, das wir lieben und schätzen, weiterhin erhalten bleibt...müssen wir eine andere Politik als die jetzige einschlagen.
  • 04.08.20, 10:50
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Nein, als linksgrünen Schematismus bezeichne ich die Verallgemeinerung, jede Stimme, die nicht deren Denken entspricht, zu verunglimpfen. Das hat nichts mit Betrug zu tun, sondern mit Meinungsmacht, Diskursverhalten.
    "Leimlos" ist das Konservative sicherlich nicht. Es kömmt hierzulande nur sehr selten zur Sprache. Von der AfD eben auch nicht, obgleich sie "alternativ" in der Selbbezeichnung trägt. Und wenn man zur gegenwärtigen Politik der BRD eine Alternative sein will, dann gibt es da nur zwei Möglichkeiten: entweder ziehst Du links vorbei und machst ECHTE linke Politik, die damit anfangen muß, die Superreichen mal richtig zur Kasse zu bitten und die Wirtschaft in der BRD neu aufzustellen oder Du gehst den anderen Weg, eben die konservative Alternative, und bindest die Republik an korporatives, gemeinschaftliches und sehr altes Denken und Fühlen. Stellt sich die Frage, was "konservativ" ist.

    Als konservativ bezeichne ich ein Denken, daß die Fähigkeit besitzt, immer mehr von dem, was in uns EWIG ist, freizulegen. Ein Konservativer will nicht improvisieren, sondern fortsetzen, GEGENWART nicht erfinden, sondern aus der VERGANGENHEIT ableiten und zugleich auch wieder zur ZUKUNFT hinleiten… (BAHR). Er denkt in Geschlechterfolgen und schützt Erbgüter vergangener Jahrhunderte (Möller von dem Bruck). Er will durchstoßen zu den dauernden, bleibenden Grundkräften allen Lebens, damit die letzten, wesentlichen Dinge wieder zu Wertung und Geltung kommen. (Karl Bernhard Ritter) In politischer Hinsicht ist es jemand, der die GEWALTENTEILUNG in allen Bereichen ernstnimmt. (Safranski)

    Und wenn man das alles prüft, wie es in der BRD damit aussieht, dann kann man nur feststellen, daß diese BRD der 2000er Jahre nicht konservativ ausgerichtet ist, sondern irgendwie anders, ich nenne es linksgrün als das Gegenteil des Konservativen. Und weil wir hier im AfD-Ordner sind: die AfD ist auch keine konservative Partei, sondern in Teilen selber linksgrün, weil liberal - wobei sie das Nationale potenziert, was Linksgrüne nicht machen -, sie besitzt aber auch demokratische und reaktionäre Bestandteile. Und weil sie sich nicht entscheiden kann oder will, welcher Teil nun ihr substantieller sein soll, wird sie den Weg aller neuen Bewegungen der BRD gehen, sie wird vergehen.

  • 03.08.20, 21:49
    Klaus Norbert

    AW: AfD-Ordner

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    ... Man sollte dem linksgrünen Schematismus nicht auf den Leim gehen.

    In wessem Interesse?

    Ich dachte zuerst, Sie schreiben linksgrüner Scharlatanismus; vielleicht war es so gemeint, Sie schrieben ja wie von Betrug. Vorsätzlich selbstverständlich.


    Der Konservative bietet also eine leimlose ... Sache?


    (Tut mir leid, falls das zu sacharm war, es ist mir eben eingefallen.)
  • 03.08.20, 11:54
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Ich bin auch für eine konservative Partei, sie fehlt im Parteienspektrum, aber wer vertritt konservative Ansichten? Ich kann bei den AfD-Politikern keine konservativen Stimmen ausmachen. Entweder sind sie national (zuweilen nationalistisch) oder liberal oder liberal-national oder sogar reaktionär. Aber konservativ? Kann ich nicht erkennen. Nationales Denken ist einem Konservativen zuwider. Liberales Denken ist einem Konservativen zuwider. Reaktionäres Denken ist einem Konservativen zuwider. Patriotismus? Ja, aber das hat mit nationaler Engstirnigkeit nichts zu tun. Man sollte dem linksgrünen Schematismus nicht auf den Leim gehen.
  • 03.08.20, 09:08
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Gauland hat gestern verkündet...dass er aufhört - nicht weil er zu alt ist...sondern weil er eine "Entwicklung" seiner Partei voraussieht...die er nicht mittragen möchte...und der er sich auch nicht gewachsen fühlt. Die Partei wird sich selbst zerfleischen - übrig bleibt dann ein braunes....oder ein blaues Häufchen. Welche Farbe sich auch immer durchsetzt...sie wird keine große Bedeutung mehr haben. Man hätte sich schon vor zwei...besser noch vor vier Jahren vom rechten Flügel trennen sollen. Damals hätte man das noch relativ einfach durchsetzen können...aber man sonnte sich lieber im Stimmen -Hoch. Das war zu kurz gedacht - und rächt sich jetzt. Schade, denn wir brauchen dringend eine konservative Partei. Auch unter Jens Spahn...und erst recht unter Laschet...wird sich die CDU von der jetzigen Merkel-Partei kaum unterscheiden. Die Euro-Bonds (Corona-Hilfspaket genannt) haben klar gezeigt, dass niemand da ist...der der Kanzlerin auch mal über den Mund fährt. Ich finde das erbärmlich. Wir sind ein Blümchensex-Land...das sich sehenden Auges ins Verderben kuschelt. Das wäre die Stunde der AfD...die Stunde der Patrioten gewesen...hätte man schon vor Jahren den Konsolidierungskurs eingeschlagen...den man heute gerne...aber ohne große Aussicht auf Erfolg... einschlagen würde.
  • 02.08.20, 09:29
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Gauland: zu alt und unbeweglich; will eine CDU aus den 80ern zurück
    Meuthen: U-Boot, will eine FDP 2.0, die keiner braucht
    Kalbitz: kann sich als Politiker keine Falschaussagen zu seiner politischen Vergangenheit leisten und will nun über den Rechtsweg etwas einklagen, was ihn politisch sowieso töten würde, unklug und beschämend zugleich
    Höcke: geht immer auf Nummer sicher, was angesichts seiner familiären Situation auch erklärbar ist, aber letztlich der Partei schadet
    Chrupalla: überfordert
    Weidel: keine Führungsfigur, aber gute Analytikerin (wird das gleiche Schicksal wie Sarah W. in der PDS erleiden)

    kurz gesagt: Da wurde ganze Arbeit geleistet. Es gibt nur eine Chance für diese Bewegung, sie muß sich neu aufstellen, inhaltlich weg vom National-Liberalen und personell mit neuen Köpfen, die Inhalte und Loyalität neu definieren. So wird das nichts mit einer ALTERNATIVE für Deutschland.
  • 24.05.20, 08:52
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Solche Abspaltungen hat es in den Anfängen jeder Partei gegeben. Das ist ein ganz normaler Konsoliedierungsprozess, wie er anders auch gar nicht zu erwarten war. Und wenn die AfD in den Umfragewerten sinkt...dann nicht...weil ihre Politik nun weniger Anhänger hat...sondern vor allem deshalb...weil die Union das Geschäft der AfD betreibt. Die AfD hat bewirkt, dass vieles von dem...das ihr ein Anliegen ist...umgesetzt wird. Also fast alles richtig gemacht.....
  • 23.05.20, 19:17
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Wenn sich die Leute um Meuthen, den ich für ein U-Boot halte, abspalten (was angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der AfD gewissermaßen eine Abspaltung der Mehrheit wäre), hat die AfD ausgespielt. Eine FDP 2.0 ist überflüssig. Die AfD hat nur eine Chance, wenn sie sich etablieren und mittel- und langfristig etwas erreichen will: sie muß sich konservativ aufstellen, nicht reaktionär, nicht liberal, nicht nationalistisch, sondern konservativ, meinetwegen auch mit einem Sprengsel libertärem Duktus: alles gelten lassen und jeden das machen lassen, was er eben will (keine nationale Scheuklappe, keine wirtschaftspolitische Eiertanzereien, keine Zugeständnisse an jedermann, keine Regulierungswut...), aber zugleich straffe Ordnungspolitik machen, die Gesetzesbrecher nicht mit einem Dudu behandelt. Aber dazu hat sie nicht die Eier. Ich habe das alles in meinem Manifest schon vor zwanzig Jahren dargelegt, wie man sich heute politisch aufstellen muß, wenn man nicht Teil des Systems sein möchte. Die AfD will aber Teil des Systems sein, sogar eines vergangenen. Jedenfalls viele im Westen. Die Ost-AfD will das nicht, sie will einen neuen Weg gehen, zugleich aber schielt sie nationalistisch. Und das ist auch nicht gut, weil es das Denken und das Dasein einengt.
  • 23.05.20, 11:34
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Der Streit in der AfD ist die dritte, vierte oder wievielte Selbstverstümmelung? Erst Lucke, dann Petry, jetzt Meuthen - hab ich wen vergessen? - der gärige Haufen wird langsam zur essigsauren, ranzigen Jauchebrühe. Meuthen ist wohl gescheitert, die rechtsextremen, nationalistischen Kräfte scheinen sich zu behaupten. Wahlarithmetisch wird das wohl Richtung einstelliger Werte gehen. Wie wäre es, wenn sich die vernünftigen Kräfte in der AfD abspalten und eine neue Partei gründeten? Da würden Höcke und Co. sehr, sehr alt aussehen.
  • 17.05.20, 11:33
    aerolith

    Kalbitz' Rauswurf...

    ist eine richtige Entscheidung. Ich bin ein Freund breit aufgestellter Parteien, wenngleich ich Gegner von Parteien bin, aber wenn eine Partei sich aufstellt, was immer bedeutet, daß sie politische Gestaltungskraft entwickeln und ausüben möchte, dann sollte eine solche Partei breit aufgestellt sein, also Stimmen aus möglichst vielen Richtungen in sich vereinen. Eine neue Oppositionspartei hat, ich habe das lang und breit deduziert, die Pflicht zu obstruktiver Opposition, nicht zu konstruktiver. Sie hat das Recht und die Pflicht, alles an der Regierung anzuzweifeln und zu bekämpfen,auch und gerade, wenn es eigene Positionen hae kömmt. In der Opposition entwickelt sie ihr Programm, ihre Programmatik, mit der sie um Stimmen kämpft und Verbündete sucht, wenn eine Wahl vorbei ist.
    Die AfD macht manches richtig, aber vieles falsch, falsch jedenfalls, wenn sie tatsächlich irgendwann einmal politische Gestaltungsverantwortung in der BRD erreichen möchte. Sie schöpft ihr Potential nicht aus, das bei wenigstens 30% liegen dürfte, in Krisenzeiten wahrscheinlich noch höher.

    Mit der Entfernung von Kalbitz tat sie etwas Richtiges. Drei Gründe, warum ich das so sehe:
    1. Kalbitz sagte die Unwahrheit über seine parteipolitische Vergangenheit, was vielleicht in den etablierten Parteien möglich sein mag, nicht aber in einer neuen und jungen Partei, die sich "alternativ" nennt;
    2. ein Gutteil seiner Tätigkeit war damit beschäftigt, dem BND Material zu liefern, das der gegen die Verfassungstreue der AfD würde einsetzen können; Kalbitz schleuste offenbar - es reicht schon aus, daß er in diesem Ruf steht - zahlreiche Leute aus dem NPD-Milieu in die Partei oder parteinahe Unterstützergruppen, was parteischädigend genannt werden muß und
    3. in seiner politischen Orientierung müffelt alles, was er sagt, nach Opportunismus und Steigbügelhalterschaft, es fehlt mir ein klares Gesicht und klare Aussagen, auch abgrenzende.

    Da die AfD ein Strukturproblem hat und sich nicht klar konservativ aufstellt, sondern im national-liberalen Milieu verortet, wird das ihr nicht helfen. Sie kann auf dem eingeschlagenen Wege keine 30%-Partei werden, es sei denn, bei uns bricht alles zusammen. Und das glaube ich nicht.
  • 29.03.20, 17:56
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Von der Antifa bis zum Dritten Weg...ich höre mir alles an...wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Mit Sympathien hat das nichts zu tun - möchte halt nur gerne wissen...wovon ich rede. Am lustigsten war es bei den Piraten...weil ich mich dort am Mikrofon für mein Dauergrinsen rechtfertigen musste. Entgegen meiner Erwartungen waren die Nerds bisher die größten Spießer unter allen Parteien und Bewegungen...die ich live erleben durfte.

    Für die IB habe ich zwar Sympathien...davon mache ich meinen Besuch aber nicht abhängig. Und kann ja sein, dass ich "danach" keine Sympathien mehr für diese Bewegung habe. Sich über die Medien ein klares Bild zu verschaffen...das ist in diesen Tagen kaum möglich. Jede Partei hat tausende von Mitgliedern...und je nachdem...wem ich das Mikrofon vor den Mund halte...kann ich dieses oder jenes Bild zeichnen.

    Mal ein kleines, aber tagesaktuelles Beispiel:

    Gestern wurde (klein und kleinlaut) vermeldet, dass das Attentat von Hanau keinen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte. Du hast selbst miterlebt... wie wochenlang das Attentat und die AfD in einem Atemzug gennant wurden. Ich kann mich an ein Interview erinnern..,.in dem Gauland den Journalisten sagte sie sollten doch erst mal das Ergebnis der Ermittlungen abwarten. Die Medien bestimmen, was die Menschen glauben...und was nicht. Heute in einem Maße...wie das zuvor nur im Dritten Reich der Fall war.
  • 29.03.20, 16:31
    mühe

    AW: AfD-Ordner

    sollte diese veranstaltung irgendwann stattfinden, lass uns danach hier teilhaben von deinen eindrücken.

    elitäre bewegung grenzt immer automatisch aus, ein komisches gefühl bleibt.
    achte darauf, eine bitte von mir, ob humor anwesend ist, falls nicht, dann gute nacht.

    wo humor und freigeister das land verlassen, da sollte jeder den zeigefinger heben...
  • 28.03.20, 07:41
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Ja eben . drum ja auch meine Verwunderung...warum Du dich...in meiner Antwort darauf...angesprochen fühltest. Aber egal, lassen wir das....


    Corona hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht...ansonsten hätte ich heute einer Veranstaltung der Identitären Bewegung beigewohnt...als Zuschauer/hörer...und aus reiner Neugierde. Bisher spricht es mich sehr an...was ich von dieser Bewegung höre...lese und sehe...und ich würde gerne mehr...und vor allem aus erster Hand erfahren...was da genau dahintersteckt. Das sind ja vor allem Studenten und Menschen aus den Eliten unserer Gesellschaft...die dieser Bewegung angehören...oder sie unterstützen. Man lehnt Rechtsextremismus entschieden ab...positioniert sich aber auch ganz klar gegen Multikulti. Wo das anfängt und wo das aufhört...das wäre für mich interessant zu erfahren.

    Die AfD lehnt eine Zusammenarbeit mit der IB ab...das halte ich nach meinem derzeitigen Kenntnisstand für einen Fehler. Der AfD würden solche jungen Leute...die ein ganz andere Generation ansprechen...sehr gut zu Gesicht stehen. Die Vorgehensweise der IB entspricht der der einstigen Greenpeace-Bewegung...nur eben mit anderen Zielen - "einstigen" GP-Bewegung...weil die Green-Peace-Bewegung heute mit ihrer Lobbyarbeit indirekt Teil des Parlamentes ist. Man gehört inzwischen zum Establishment.

    Vor der IB...auch wenn die noch gar nicht so sehr präsent ist...fürchtet man sich mehr...als vor der AfD. Die IB hat das Potenzial eine breite Mitte für sich gewinnen zu können...drum versucht man das im Keim zu ersticken und die IB überall dort zu diskreditieren...wo das nur möglich ist. Dabei agiert die IB bisher ohne auch nur den geringsten Einsatz von Gewalt. Ich würde der AfD dazu raten sich vom rechten Flügel zu trennen (nicht nur symbolisch)...um dann die gelichteten Reihen mit Leuten der IB aufzufüllen. So bliebe man weiterhin nationalpatriotisch...aber nicht mehr so angreifbar...da die Leute der IB viel cleverer agieren...als das bei Höcke..Kalbitz +Co. der Fall ist. Außerdem würde die AfD von dem ausgzeichneten Netzwerk der IB profitieren. Und nicht zuletzt: die IB hatsehr mächtige und stinkreiche Geldgeber im Rücken - nicht unwichtig...will man eine Gesellschaft verändern. Und dazu muss man auch einen Teil der Intellektuellen für sich gewinnen. Dummköpfe, wie sie sich hinter NPD versammeln, sind keine ernsthafte Gefahr. Ein Fehler...den viele auch hinsichtlich unserer Nazivergangenheit machen...indem man die Nazis als Dummköpfe verkauft. Als solche wäre es ihnen niemals gelungen das Land zu übernehmen. Das ist eine Verharmlosung der Gefahr...wenn man das macht.
  • 27.03.20, 14:10
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    ...Die AfD will eigentlich auch keine wirkliche Alternative, sondern nur ein paar Stellschrauben anders stellen. Wirkliche Alternativen wären: ein neues Wirtschaftssystem, ein neues Rentensystem, ein neues Verteidigungssystem, ein neues Staatsverständnis, eine neue Außenpolitik. Ich habe bis heute von der AfD hier keine grundsätzlichen Vorschläge gehört, nur beim Euro wollen sie einen anderen Weg gehen, doch der sieht auch keine Veränderung der Produktionsverhältnisse, gar eine Abkehr vom Globalismus vor. Sie ist also nichts anderes als eine Systempartei in nuce,...
    So isses. Die AfD lebt von ihrer etwas provokanteren Rhetorik und vor allem von 2 Themen: Migrationsstopp und Ablehnung der/s EUro. Die wenigsten wollen einen totalen System-Change, solange es ihnen im System halbwegs gut geht. Migration und Euro werden als Bedrohung des bequemen 'weiter-so' gesehen, nichts anderes.

    Das System wird von Unwägbarkeiten wie aktuell CV oder längerfristig einer Klimaänderung bedroht. Und diesen Bedrohungen stehen wir - wie wir sehen - weitgehend ratlos gegenüber.
  • 27.03.20, 11:40
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Sage mir, welcher Wähler nicht Anteile hat, die ihn zu einem Frustrierten machen. Auch die gute Lieschen Müller wählt aufgrund frustrierender Erlebnisse eben das, was sie fürs geringere Übel hält, nicht aber, weil sie Partei X aus frohem Herzen unterstützt. Die AfD sammelt auch viele Wähler, die den gewählten Weg der "Systemparteien" nicht wollen oder, was eigentlich der Betrug der AfD ist, sie glauben, mit der Wahl der AfD würde sich grundsätzlich etwas ändern. Demokratie lebt von der Alternative. Wenn aber keine Alternative geduldet wird, welche auch immer es sein soll, dann sind wir bei der Frage, ob wir es mit einer zu tun haben. Der Kampf der "Systemparteien" gegen die AfD ist im Grunde keiner, weil die "Altparteien" wissen, daß die AfD sie gar nicht bedroht, denn die AfD ist nur akzidentiell alternativ, substantiell ist sie es nicht. Die AfD will eigentlich auch keine wirkliche Alternative, sondern nur ein paar Stellschrauben anders stellen. Wirkliche Alternativen wären: ein neues Wirtschaftssystem, ein neues Rentensystem, ein neues Verteidigungssystem, ein neues Staatsverständnis, eine neue Außenpolitik. Ich habe bis heute von der AfD hier keine grundsätzlichen Vorschläge gehört, nur beim Euro wollen sie einen anderen Weg gehen, doch der sieht auch keine Veränderung der Produktionsverhältnisse, gar eine Abkehr vom Globalismus vor. Sie ist also nichts anderes als eine Systempartei in nuce, gerade Leute wie Meuthen, Gauland, Baumann oder Chrupalke (oder wie der heißt) wollen keine in ihrem Wesen veränderte BRD, sondern letztlich so etwas wie eine CDU/FDP 2.0 aus den 1990ern.
  • 27.03.20, 07:25
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Die AfD ist in erster Linie ein Sammelbecken für die frustrierte, enttäuschte und vom Einheitsbrei des linksgrünen Merkelmehltaus angeödete Protestwählerschaft. Ich wette, dass mehr als die Hälfte aller AfD-Wähler diese nur wählen, weil sie der für sie eiinzig mögliche Widerstand mit dem Wahlzettel ist, der dem politischen Establishment weh tut. Die AfD wegen ihres 'Programms' wählt weniger als ein Drittel der AfD-Wähler. Wenn es die AfD zerreisst, dann werden sich die Protestwähler um den gemäßigteren Teil der AfD 2.0 scharen, nur darf dieser nicht zu gemäßigt auftreten. Eine Art Kurz-ÖVP mit radikaler Rhetorik sozusagen. Der Rest der AfD wird, wie gesagt, den rechtsextremen Rand bedienen.

    Das wäre das günstige Szenario. Das ungünstigere wäre eine breite Radikalisierung der Gesellschaft und eine Spaltung in Mainstreamanhänger und 'Protestanten', die sich verbal und ideologisch radikal bekämpfen. Es wird sehr von den Medien abhängen, ob es dazu kommt.
  • 26.03.20, 09:38
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Nicht so vorschnell schlußfolgern, Till. Die AfD ist eine liberal-konservative Bewegung. Der Westen ist liberal, Mitteldeutschland eher konservativ, der Nordosten versucht, beides zu sein, im Nordwesten ist man ebenfalls liberal. In Süddeutschland ist der östliche Teil eher konservativ, der westliche eindeutig liberal. Aus dieser vitiösen Verbindung in einer Partei kannst Du eigentlich keine bürgerliche Partei machen, was man in Mitteldeutschland sowieso nicht will, also bürgerlich sein. Der fehlerhafte Grundansatz einer FDP 2.0 mit verstärkt nationaler Ausrichtung muß schiefgehen, wie ich schon vor Jahren analysierte. Die AfD ist also gut beraten, wenn sie einerseits ihre konstruktive Oppositionsarbeit aussetzt und statt dessen obstruktiv wirkt (das dürfte im liberalen Westen auf starke Widerstände stoßen) udn andererseits in der Ruhe der Opposition ihre Positionen (Rente, Soziales, Wirtschaft, Außenpolitik etc.pp) ausarbeitet. In parteiinterner Arbeit gibt es für die AfD nur zwei Optionen:
    1. sie differenziert die einzelnen Landesverbände, läßt also eine Art von Stämmen (phylogenetische) zu und einigt sich auf ein Grundsatzprogramm, das jedem Landesverband weitgehende Freiheiten läßt oder
    2. sie baut auf das Prinzip straffer Führung (wie sie es itzt versucht) und nivelliert das Verschiedene unter einer für alle geltenden Marschrichtung.

    Ich befürchte, sie wird unter Meuthen, den ich für ein U-Boot halte, den liberalen Weg beschreiten und damit eine FDP 2.0 werden wollen, was die bundesdeutsche Parteienlandschaft aber nicht benötigt und das, mein lieber Till, dürfte dann zu dem führen, was Du oben schriebst. tot Aber wir wissen, daß nichts in dieser Welt wirklich tot ist. Es wird einen neuen Versuch geben, eine Alternative für Deutschland politisch auf den Weg zu bringen. Vielleicht wird der nächste Versuch erfolgreicher sein oder die großen Parteien bekommen sich wieder ein und differenzieren sich aus. Mir ist das eine wie das andere recht, ich werde mich parteipolitisch nie engagieren, weil ich Parteien immer nur für Teilaspektvertreter des Lebens halte und damit in der Demokratie für überflüssig.
  • 26.03.20, 08:51
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Die AfD ist tot. Sie hat sich selbst vergoren. Was bleibt? Mindestens eine Spaltung in einen gemäßigten, plakativ verfassungtreuen Trachtenverein und eine rechtspopulistische, zu Neonazis hin offene Obskurantentruppe. Wie das nach dem CV-Schock weiter geht, muß sich erst zeigen. Ich schätze, dass die AfD insgesamt halbiert werden wird, wobei der Großteil der potentiellen Wähler der gemäßigten Truppe zuzurechnen sein wird. Der rechte Rand wird in die Bedeutungslosigkeit sinken.

    Was aber für Deutschland unruhige Zeiten bedeutet. Denn die Zahl der Unzufriedenen wird ja dadurch nicht kleiner. Und warten wir mal ab, wie es wirtschaftlich nach CV aussieht. Wenn es da stockt und bockt, kann das für die Hl. Angie und ihre Anbeterschar ungemütlich werden.
  • 24.03.20, 16:54
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Was der mainstream und die ÖR-Mediathek, die Qualitäts /Quarantäne-Journaille als Sieg der Demokratie und des Rechtstaats feiern werden - die Spaltung der AfD - wird sich langfristig als Pyrrhussieg herausstellen. Wenn ein selbsternanntes Verfassungswächterregime wie die links-grüne-Sittenwächterkommune darüber entscheidet, welche Gesinnungen und Parteien erlaubt und geduldet sind, ohne dass ein Verfassungsgericht darüber befindet, dann ist das der Niedergang der Demokratie! Die Folgen werden fatal sein. Wie ich schon oft orakelte, die BRD ist zum politischen Geisterfahrer auf der linken Überholspur geworden. Zum Schaden für ganz Europa.
  • 24.03.20, 16:08
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Ich halte das für eine Unverschämtheit, daß irgendwer von außerhalb einer Partei - vergessen wir nicht, daß Parteien private Vereinigungen sind - verlangt, ein Teil von ihr solle sich auflösen/abspalten/nivellieren etc., andernfalls würde es Bestrafungen geben. Ein solches Recht hat auch die Staatspolizei nicht. Sie mag eine Partei als Ganzes verbieten, sofern ihr ein befugtes Gericht dazu eine Order erteilte, schließlich ist eine Staats- oder Geheimpolizei ein Teil der Exekutive, aber wenn Verbotsforderungen von politischen Gegnern/Feinden/Konkurrenten kommen...ne. Daß die AfD sich nun selber zerlegt - nichts anderes ist die Forderung vom NRW-Verband -, ist ihr gutes Recht und eben dumm. Glaubt irgendwer, daß sich die kritischen Stimmen beruhigen werden und die AfD nun in den Kreis der vom linksgrünen Spektrum akzeptierten Parteien aufgenommen werden wird? Glaubt irgendwer, daß sich die vielen Stimmen in der AfD, die dem "Flügel" subsumiert werden können, nun beruhigen und ihre Ansichten, ihre Arbeit, ihr Wollen verändern werden? Es ist typisch linkes Denken, daß geglaubt wird, wenn man jemanden an eine Form bindet, daß sich dann auch der Inhalt dieser Form anpassen wird. Das klappt vielleicht beim weichgespülten Westdeutschen, nicht aber in Mitteldeutschland. Es wird extremen Streß für den Westen geben, was auf Spaltung der AfD hinauslaufen wird.
  • 24.03.20, 14:40
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Möglich, dass die Regierung von Thüringen eingeholt wird...denn:

    das Wirtschafts-Hilfspaket, das morgen im Bundesrat verhandelt wird, könnte auf die Stimmen der AfD angewiesen sein...denn man weiß nicht genau...ob überhaupt so viele Abgeordnete der Etablierten aufgrund von Krankheit und Quarantäne anwesend sein werden, wenn es zur Abstimmung kommt. Die rund 360 Stimmen, die man benötigt..bekommen Regierung und Oppositionsparteien (ausser AfD) normalerweise locker zusammen...aber wie gesagt...die besonderen Umstände könnten es möglich machen...dass man auf AfD Stimmen angewiesen ist. Könnte spannend werden. Ich hab schon vor dem geistigen Auge..wie sich Höcke als Retter der Wirtschaft feiern lässt.
  • 21.03.20, 10:31
    anderedimension

    AW: Notizen März 2020

    Die AfD-Spitze fordert ihren rechten Flügel dazu auf sich bis Anfang April selbst...álso freiwillig aufzulösen. Eine richtige Forderung, aber sie kommt sehr spät - und ich befürchte; zu spät. Eine Auflösung hätte nur einen symbolischen Charakter - wenn, dann müsste man mE die Protagonisten aus der Partei auch ausschließen - das wäre dann konsequent. Ist nun aber nur schwer umsetzbar...da die Partei schon so durchseucht ist, dass für ein Parteiausschlußverfahren die Mehrheiten fehlen. Könnte also gut sein, dass die AfD-Spitze vielleicht sogar darauf hofft, dass das der Verfassungsschutz für sie erledigt - würde dieser Höcke Kallwitz +Co aus dem Verkehr ziehen...könnte dies der AfD nur recht sein. Aus eigener Kraft wird ihr das kaum mehr gelingen können - zudem würden die Anderen (Medien und Etablierte) einen internen Streit der AfD medienwirksam für sich ausnutzen.
  • 02.12.19, 10:06
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Warum das für die AfD schwierig wird, das zeigt der gestrige Tagesschau-Kommentar:

    https://www.tagesschau.de/inland/afd-parteitag-243.html


    Man hat die Journalisten, zu 70% Links-Grüne, gegen sich - egal was man macht. Der Kommentator hätte ebenso gut die positiven Elemente des Parteitages herausarbeiten und sich an Fakten orientieren können - stattdessen befasste er sich lieber mit schwarzseherischen Spekulationen. Mag sein, dass er im Nachhinein Recht behält...aber mit solchen Vorverurteilungen ist er ein Handlanger der Altparteien.

    Immerhin trennt die ARD sauber zwischen Bericht und Kommentar, was bei der schreibenden Journaille nicht immer der Fall ist. Was dem Zuschauer oder dem Leser vor allem im Gedächtnis bleibt...das ist der Kommentar - und da wird m.E. oft Missbrauch betrieben.
  • 02.12.19, 09:28
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Ich tippe da auf Weichen gestellt Richtung Altpartei und Funktionärspartei. Wenig Alternative, viel Anbiederung. Aber solange die AfD das Migrationsthema am Köcheln hält, wird sie immer über 10% bekommen. Dass sie beim Klima einen Abwehrreflex und blinden Fleck hat, wird ihr noch leid tun. So, wie der gärige Haufen sich jetzt bewegt, geht es eher in Richtung bräsiger Haufen und wird wohl manchen AfD-Wähler weiter Richtung Obskurantismus treiben. Schade, denn die AfD hätte jetzt die Mittel und auch die Wählerzahl, wirklich an einer politischen Alternative zu arbeiten. Das wird aber wohl nix. Das System ist scheinbar immer stärker als die Alternative.
  • 02.12.19, 08:50
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Der AfD-Parteitag am Wochenende hinterläßt bei mir ein zwiespältiges Gefühl: zum einen verstehe ich die klar pragmatische Hinwendung zur bürgerlichen Ordnungspartei, die mit Disziplin, klarer Positionierung und Programmatik um Wählergunst werben will; zum anderen bedaure ich den gärigen Protozustand, den eine junge Partei nun einmal in der Frühphase ihrer Entwicklung besitzen muß, will sie eine Alternative zu den bereits bestehenden politischen Angeboten abgeben. Jede Partei ist subjektiv, also strukturell Teilwahrheit des Ganzen. Der Kampf tobt anfangs um die Bestimmung dieser Teilwahrheit. Doch wer um Mehrheiten in einem großen Land wirbt, darf sich darauf nicht so lange einlassen, muß ausschließen und seine Ziele verdichten. Die AfD will keine Kleinpartei sein, sondern Volkspartei, also mehr als 25% der Stimmen auf sich vereinen. Von daher ist es notwendig, dem wie auch immer gearteten Mehrheitswillen der Bevölkerung zu entsprechen. Die Mehrheit, die (politisch) stets Unsinn will, duldet keine Minderheitsmeinungen. Die AfD mußte sich also, um der Mehrheit zu entsprechen, von Minderheiten trennen. Tatsächlich?
    Der Dialektiker in mir widerspricht. Es sind gerade die Minderheitsmeinungen, die den Diskurs in seiner Substanz prägen, sie bestimmen nämlich die Eckpunkte, die Gegenüber, aus denen sich eine Mitte erst bestimmen kann. Wirft man sie über Bord, diffamiert sie am Ende gar, wird das Ergebnis über kurz oder lang nur ein grauer Einheitsbrei sein, der nicht in der Lage ist, Gegensätze auszuhalten und sich eben schnurstracks davon trennt.
    In diesem Sinne war klar erkennbar, daß der AfD-Parteitag am letzten Wochenende ein Funktionärsparteitag war, dem es darum geht, die errungenen Posten zu behalten und durch Anbiederung an die Mächtigen allmählich zu statuieren und auszubauen. Klug war das schon. Aber zugleich, so ist zu befürchten, war es der Anfang vom Ende der Alternative. Andererseits: konservative Veränderung beginnt immer in der Konzentration auf die Funktuationspunkte der Gemeinschaft. Wenn diese bedroht ist, wie in diesen Tagen, muß man mit den Wölfen, also der dummen Mehrheit, heulen.
    Wie gesagt, ich bin da noch nicht ganz klar, ob ich die Entwicklung goutieren oder ablehnen soll.
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