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Thema: AfD-Ordner

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 31.03.21, 18:24
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Ich denke sie versuchen die Gunst der Stunde für sich zu nutzen, denn es sind die Nationalisten (Netanyahu, Johnson, Trump), die den führenden Impfnationen ihren Erfolg bescherten. Wenn ich mich bei Spiegel+Co. gegen die EU äußerte, dann erntete ich dafür bis vor ein paar Monaten nur Downvotes. Das hat sich inzwischen dramatisch verändert - jetzt ist das Verhältnis (up/down) bei fast 50:50. Mit anderen Worten; es schlägt die Stunde der Nationalisten. Das wird sich bald schon wieder ändern...und bis dahin gilt es für die, die von de EU nur wenig halten, das Zeitfenster zu nutzen.
  • 31.03.21, 12:11
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Als die Nazis 1934 in Nürnberg ihren ersten Nach-Röhm-Parteitag abhielten, gaben sie ihm das Motto "Alles für Deutschland". Die AfD wirbt derweil in Ostfalen mit Werbeplakaten unter dem Motto "Alles für unser Land". Nun ja, Absolutismen, die zugleich einschränken, also einen engeren Bezugsrahmen setzen, sind meine Sache nicht. Nationale Engstirnigkeit mag ich bei Parteien, die per se engstirnig, weil klientelistisch, sind, auch nicht. Die AfD braucht sich nicht zu wundern, daß ihr diese Engstirnigkeit immer wieder vorgeworfen wird.
  • 10.02.21, 20:16
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Hab ich da was versäumt?
    Nicht wirklich. Der Ordner ist mehr oder weniger gestorben, weil mir zur Zeit die Energie fehlt...um einer Idee eine Geschichte folgen zu lassen. Mir fehlt auch das Netzwerk...kluge Mitstreiter, die meine losen Gedanken ordnen und ausformulieren können und wollen. Macht aber nichts, denn einiges davon ist heute gelebte Realität...oder steht auf der Agenda der Etablierten. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf den richtigen Weg kommen - vor allem deshalb...weil die Diskussionen nicht nur in der Politik...sondern vor allem auch in der Gesellschaft aufleben. Viele Probleme wurden erkannt...was die Lösungsvorschläge angeht...da denkt man mE noch zu konservativ...in alten Mustern. Bei allen Parteien, ohne jede Ausnahme, habe ich nach vier vor das Gefühl...dass bei den Protagonisten nach wie vor die eigene Partei an erster Stelle steht...erst danach die eigentlichen Herausforderungen...
  • 10.02.21, 08:52
    rodbertus

    AW: AfD-Ordner

    guckst Du hier?
  • 10.02.21, 08:07
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Hab ich da was versäumt?

    LMP? Ich kenne nur NLP - Neuro-Linguistic-Programming - eine pseudowissenschaftliche Methode zur Selbst- und Fremdbeeinflussung durch Sprache. Haider und andere Populisten bedien(t)en sich ihrer.

    LMP: Liberal-monarchistische P.? Links-Marxisten-P.? Laute Männer P.? Lieber Merkel als Programm?
  • 09.02.21, 18:55
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Zu einzelnen Parteien möchte ich mich vorläufig nicht mehr äußern...aber zu meiner eigenen (die es noch nicht gibt), der LMP, kann ich was sagen. Sie ist nicht nur als Regierungspartei eine echte Alternative...sondern auch als Opposition...weil sie parteiübergreifend die projektbezogene Zusammenarbeit sucht. Die LMP würde Frau Wagenknecht ebenso mit ins Boot holen...wie eine Weidel...wenn es dem Projekt dient. In den Landesparlamenten passiert so etwas fast jeden Tag...nur bekommt das kaum jemand mit. Drum war die Aufregung um Thüringen eine einzige Heuchelei.
  • 09.02.21, 16:45
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    So sehr ich mir eine nationale - nicht nationalistische - Partei in Ö und D wünschen würde, die Konservativen, Nationalen oder auch Rechten sind einfach zu blöd! Unfähig, blind, korrupt und blöd!

    Sowohl die AfD als auch die FPÖ sind durch und durch unterwandert von Altnazis, Neonazis, Nationalisten und versuchen, im rechtsradikalen und faschistoiden Milieu Stimmen zu fischen. Konstruktive Ideen oder gar Lösungsvorschläge sind so gut wie nicht vorhanden. Sie begnügen sich mit Polemik, manchmal Hetze und destruktivem Gejammer.

    Schade. Die ehemals konservativen, national und regional verwurzelten Parteien haben sich weitgehend aufgelöst im indifferenten Trendhinterherlaufen, Meinungsumfragen und Spindoktoren geben die Linie vor, Demokratie verkommt zum Buhlen um Likes und dem Schielen nach Meinungsumfragen.

    Persönlichkeiten kommen erst gar nicht in die erste Reihe. Consulter, PR-Berater und Politbarometer bestimmen den Kurs.
  • 09.02.21, 16:25
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Die AfD und die FDP monieren sogenannte "Kungelrunden" (Ministerpräsidenten und Bundesregierung), die als Exekutive Entscheidungen über das Parlament hinweg treffen und erst nach den Entscheidungen so "gnädig" sind, das Parlament darüber zu informieren. Nach Meinung der Nationalliberalen und der Liberalen, wie ich AfD und FDP fortan nennen möchte, würde das dem Gebot der Transparenz widersprechen.

    Kommentar: Ich sehe das etwas anders. Seuchen sind die Zeit der Exekutive, nicht des Parlaments. Das Parlament ist die Legislative, berät also über tagespolitische Ereignisse, beschließt den Haushalt und bringt neue Gesetze auf den Weg. Es regiert nicht.

    Es war 1914 einer der Kriegsgründe für den Westen, die Deutschen von der Teilung der Gewalten abzubringen und dem Parlamentarismus zum Siege zu verhelfen. Offenbar hat sich bis heute in unseren Regierungskreisen noch nicht herumgesprochen, daß wir die Kriege verloren haben. Wir bleiben bei unserer Dreiteilung der Macht. - Finde ich gut.

    Daß sich die Regierung während dieser Grippe-Welle in den Staatskrise-Modus begibt und die Läden dichtmacht, ist eine andere Fragestellung, die hier nicht berüht werden soll.

    Es ist an der Reaktion der Nationalliberalen wieder einmal zu sehen, daß sie nicht wissen, wie Opposition geht. Sie jammern und wollen eingebunden werden. Sie formulieren KEINE Alternative.
  • 08.12.20, 05:43
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Constantin Frantz schrieb um 1875 ein bemerkenswertes Buch über den Nationalliberalismus. Seine Hauptthese lautet wohl, daß dieser eine eigene Religion besitze, die mit christlichen Werten eher inkompatibel sei. Werde das prüfen.
  • 03.12.20, 16:28
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Der Beitrag von dad von heute morgen ist nicht mehr sichtbar, dennoch versuch ich mal eine Replik.

    Es ist ziemlich egal, wer Kanzlerkandidat der CDU wird. Selbst Merz ist ja ein weichgespülter Konservativer, der für die kommenden Herausforderungen nicht das nötige Format und die nötige Härte hat. Die andern - vdL, Lasch, Spahn oder gar Röttgen - wären ja überhaupt eine Katstrophe. Und das ist es, was mich schon beunruhigt. Die BRD ist ein politischer Geisterfahrer, innerlich gespalten, nach aussen wird der Moralweltmeister gespielt, wirtschaftlich noch hochpotent - aber auf Kosten von höchstem Niedriglohnsektor, Altersprekariat und geringer Eigentumsquote beim Wohnen - doch durch die blindwütigen grünrosa Jakobinger völlig orientierungslos.

    Egal, ob es die AfD zerreisst oder nicht, es wäre ja nicht das erste Mal, der rechte, q-denkerische, irrationale, paranoide Wähleranteil wird wachsen. Die EU ist fertig, wird nur noch durch die Billionen der EZB-Geldschöpfungsflut zusammengehalten. Die jungen Generationen tun mir leid.
  • 02.12.20, 08:25
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Das ist nichts Schlimmes, jemanden als Feind zu betrachten. Das Einheitsgelulle im Kontext, man müsse einander lieb haben und grundsätzlich sei es ein Kennzeichen demokratischer Parteien, daß sie zusammenarbeiten könnten, ist Pustekuchen, ja schlimmer noch, es ist gefährlich für das Gemeinwesen. Die AfD hat sich davon anstecken lassen und glaubt, ihre historische Mission sei nur dann zu erreichen, wenn sie sich auf den politischen Gegner zubewegt. Das ist die Politik von Meuthen, die er bei den oft gehirnweichen Westdeutschen auch gut anbringen kann.
    Fortschritt entwickelt sich nicht über Bildung kleinster gemeinsamer Nenner oder sogenannter Kompromisse. Das ist NICHT das Wesen der Politik. Kompromißbildung ist nicht nur (scheinbarer) Verzicht, sondern meist ein Indiz für verdrängte Komplexe, schlimmerenfalls für Heuchelei. Das ist für die BRD nicht nur Schein, sondern einer ihrer Wesensmerkmale. (Es ist zuweilen notwendig, einen Kompromiß zu schließen, er darf aber nicht den Kern politischer Willensbildung ausmachen.)
    Die AfD hat ihre Virulenz eingebüßt, was zum Gutteil auch an ihren politischen Führern liegt. Gauland fällt auf die Nase und verabschiedet sich im Richtungsstreit vorzeitig vom Parteitag; Höcke fehlt es an Schneid, um im entscheidenden Moment den Hintergrund zu verlassen und Kalbitz ist dumm genug, seine "Jugendsünden" nicht ehrlich zuzugeben, sondern zu verschweigen. Das sind keine Leute, mit denen man die Erneuerung Deutschlands betreiben könnte. Die haben sich selber demontiert.

    Das linksgrüne Jakobinertum ist mir da allemal sympathischer, gleichwohl ich deren Politik nicht goutiere. Aber ich bin Dialektiker genug, um zu wissen, daß Kraftentfaltung immer auch Gegenkraftentfaltung mit sich bringt. Insofern ist mir um Deutschland nicht bange.
  • 02.12.20, 08:00
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Pracht und Welzer sind sich einig, dass man alle zehn Jahre eine neue Partei gründen müsste...da sich (frei übersetzt) die Innovationskraft schnell verbraucht. Der Meinung bin ich auch. Die FfF-Bewegung müsste eigentliche ihre eigene Partei gründen, da man in den Grünen nicht nur keine Heimat...sondern fast schon einen Feind sieht. Das mal nur als Beispiel.
  • 01.12.20, 16:06
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Ich bezweifle, dass in der BRD in ihrer derzeitigen Verfassung eine konservative und in ihrer Diskussionskultur liberale Partei Erfolg haben könnte. Was ich beobachte, ist ein seit Jahren gefährlich beengtes Meinungsspektrum, das 'amtlich' und öffentlich(-rechtlich) zugelassen wird. Das grün-rosa Jakobinertum und seine bigotte Diskussionskultur wird jeden Ansatz einer öffentlichen Debatte über die brennenden Fragen der Gegenwart sofort als rechts, nationalistisch, rassistisch und xenophob diffamieren und diskreditieren.

    Die wichtigsten Fragen, über die in D öffentlich und tabulos diskutiert werden müsste, sind mMn folgende:

    - ist weitere Migration wünschenswert, gefährlich oder aktiv zu verhindern
    - wie soll Integration der kulturell/religiös nicht auf dem Boden der Aufklärung und des GG stehenden Bevölkerungsanteils angegangen werden
    - wie soll eine weitere Spaltung zwischen Ost und West verhindert werden
    - wie soll dem Klimawandel begegnet werden (E-Auto ist ökologisch ein Irrweg und katastrophal)
    - wie schaut eine Ökonomie der Zukunft aus
    etc.

    All diese Fragen sind heute in D nicht vorurteilsfrei und ohne sofortige Verurteilung Andersdenkender durch die grünrosa Jakobiner verhandelbar.
  • 01.12.20, 13:02
    WirbelFCM

    AW: AfD-Ordner

    MMn müßte es eine weitere "Alternative" geben, die einen gemäßigten, konservativen, sozialen Kurs vertritt und für nachhaltige Politik steht. Quasi als Alternative zur Alternative (fD) für alle diejenigen, für die die sog. "Volks(verräter)parteien" unwählbar sind, die aber auch nicht die AfD goutieren wollen. Grundsätzlich halte ich das sogar für recht einfach - Deutschland schreit momentan geradezu nach so einer Partei! Es müßte eine Partei sein, die eher mit Persönlichkeiten zieht denn mit Parolen und Programmen. Die Freien Wähler scheinen da ja gerade so ein bißchen von diesem Kuchen abzubekommen, auch wenn es denen immer noch so ein bißchen am Vertrauen in der Bevölkerung fehlt. Also nicht an Vertrauen in die Personen oder die Agenda, sondern eher an dem nötigen Zuspruch, um die mMn demokratiefeindliche 5%-Hürde zu erklimmen und so überhaupt in den Bundestag einziehen zu können. Die würden vermutlich wesentlich mehr Leute wählen, wenn sie keine Angst hätten, daß ihre Stimme dank dieses Konstruktes verfällt. Das ist vll. auch der Grund, warum die Piraten bspw. bei Wahlen keine Rolle spielen.

    Dann wäre für alle Wähler eine Option dabei und zusammen könnten diese genannte Partei und die AfD uU sogar eine Mehrheit im Bundestag bilden. Notfalls mit Duldungen (ich will nicht das Wort Unterstützung bemühen) anderer Parteien im Bundestag.
  • 30.11.20, 11:44
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Meuthen hätte sein Rede vom Samstag schon vor zwei Jahren halten sollen - jetzt ist es, die Distanzierung von den Spinnern und radikalen Kräften in der Partei, wohl zu spät. Die Partei hat 20.000 Mitglieder, von denen die große Mehrheit ganz vernünftige Leute sind, die mit beiden Beinen im Leben und auf dem Boden unserer Verfassung stehen. Es sind aber die anderen, die in der Minderheit, die von der Gesellschaft wahrgenommen werden...weil sich die Medien auf diese Leute stürzen. Ob nun die AfD oder eine andere Partei...irgendwer muss dem linksgrünen Mainstream Paroli bieten...die Stirn zeigen.

    Utopien-Rezepte für die Zukunft. So hieß die gestrige Sendung mit Pracht...der den Soziologen und Philosophen Welzer zu Gast hatte.

    Beide stehen politisch links...bezeichneten aber dennoch die Grünen als Lügner...da diese mit ihrer Behauptung Klimapolitik würde Arbeitsplätze schaffen das Volk ganz bewusst belügen. Belügen...weil sie wissen...dass viel mehr Arbeitsplätze verloren gehen als Arbeitsplätze geschaffen werden. Würde man aber die Wahrheit sagen...hätte man bei der Bundestagswahl keine Chance. Heute meldete sich Baerbock mit der Forderung die Bundeswehr aufzurüsten zu wollen zu Wort. Man fischt also nicht nur in der Mitte...sondern auch im konservativen Lager der Gesellschaft.

    In den aktuellen Umfragen steht Friedrich Merz bei 39%...in der Umfrage zum CDU-Vorsitz. Laschet liegt bei 14%. Wenn Merz Vorsitzender und somit auch Kanzlerkandidat wird...braucht es keine AfD mehr. Wird es Laschet oder gar Spahn...braucht es die AfD mehr denn je. Es ist ganz gleich wo man selbst politisch steht...aber wer es mit der Demokratie ernst meint...der kann ein breites Spektrum an Möglichkeiten nur begrüßen.

    Eine von der ARD selbst in Auftrag gegebenen Studie brachte zum Vorschein...dass 92% der ÖR VolontäreInnen die Grünen wählen. Das mag die Grünen und ihre Anhänger freuen...ist für unsere Demokratie aber alles andere als gut.

    Nochmal zu Precht und Welzer: bei sagen...dass das E-Auto aus ökologischer Sicht der totale Irrsinn ist. Sage ich schon lange - und man kann auch zu keinem anderen Ergebnis kommen...wenn man sich ein wenig mit der Materie befasst.
  • 29.11.20, 07:25
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Der gegenwärtig in Kalkar stattfindende Parteitag der AfD soll das Sozialprogramm beschließen. Das wurde auf der Basis eines Kompromisses von knapp 90% der Delegierten befürwortet. Der Kompromiß wabert zwischen nationalen und liberalen Vorstellungen, ganz so, wie die AfD selber ist. Streitpunkt bildet, ob jahrzehntelang im Reich arbeitenden und in die Sozialkassen eingezahlt habenden Ausländern von der BRD eine Rente gezahlt werden soll oder diese Zahlungen nur BRD-Staatsbürgern gewährt werden soll. Erste Lösung: Wer auch nach Jahrzehnten seinen Lebensmittelpunkt in der BRD hat und sich nicht dazu bequemen kann, Deutscher zu sein/werden, der sollte eben damit rechnen, daß der deutsche Staat ihm dann auch keine Altersversorgung gewährt, sofern er in die deutschen Sozialkassen zuvor einzahlte. Lösung zwei: Man müßte für Ausländer eine Sonderbesteuerung einrichten, für die sich der Arbeitnehmer entscheiden kann. Diese Sonderbesteuerung dürfte keine Sozialabgaben beinhalten, dürfte aber auch nicht niedriger liegen als die Abgaben/Steuern für deutsche Arbeitnehmer. Der ausländische in der BRD Arbeitende müßte sich dann privat versichern, so er das denn möchte. Lösung zwei würde auf einen Schlag den Billiglohnsektor extrem verschlanken. Sage itzt keiner, wir hätten nicht genug Leute, die dort arbeiten könnten. Die haben und hatten wir immer. (Das würde die Löhne in diesem Bereich erhöhen, was allerdings die Kleinbürger in der BRD nicht goutierten.)
    Der zweite Teil des Parteitags ist aufregender, er betrifft die innerparteiliche Kritik, die Meuthen übte. Sein Streben zur bürgerlichen Mitte ist unübersehbar. Ich halte dieses Streben für parteipolitisch notwendig, aber dennoch verheerend für die AfD. Das, was sie (derzeit) im Kern ausmacht, ist der Protest, nicht der Gestaltungswille. Die AfD ist keine konservative Kraft, in ihr existieren allerdings einige konservative Kräfte. Doch die bilden eine Minderheit. Es gibt diese Kräfte auch in der CDU, auch bei der FDP, sogar bei SPD und GRÜNEN habe ich sie ausgemacht und wenn ich mir einige Bemerkungen Sahra Wagenknechts durchlese, dann würde ich sie auch wenigstens zu 33% als Konservative bezeichnen wollen. Für diese Menschen gibt es noch kein politisches Dach, weshalb sich die AfD ihrer annehmen möchte. Wer an die politische Macht will, muß für die bürgerliche Mitte wählbar sein, was bedeutet, daß sich die AfD ihres virulenten Kerns entledigen müßte, was zugleich ihren politischen Tod bedeuten würde. Ich halte Meuthen, weil er diese Politik vertritt, für ein U-Boot, gleichwohl ich seine Intention durchaus nachvollziehen kann. Ich halte allerdings auch manche Aktion der Bundestagsfraktion der AfD für pubertär und wenig geeignet, Sympathien zu erwecken. Zudem halte ich die konstruktiv geartete Oppositionsarbeit für falsch, die außerdem auf wenig Gegenliebe bei den "Systemparteien" stößt, und würde die obstruktive vorziehen, die der AfD Zeit gäbe, ihre eigenen Inhalte auszubilden.
  • 04.08.20, 11:27
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Gerade die Corona-Krise hat uns gezeigt...dass die Menschen...oder zumindest sehr viele Menschen...dann, wenn es eng wird, eher konservativ denken (erst mal schauen, nichts riskieren, präventiv tätig werden. Vorräte anschaffen, etwas auf die hohe Kante legen, auf das Altbewährte setzen). Dann suchen sie sich Symbolfiguren, die das alles (Söder) verkörpern. Der Linksgrüne versucht den Säbelzahntiger zu domestizieren, damit er mit ihm kuscheln kann. Der Liberale will den Tiger davon überzeugen, dass sein Nachbar viel schmackhafter als er selbst ist - und der Konservative geht erst gar kein Experiment ein und jagt der Großkatze einen Speer in den Leib. Rückblickend waren es immer die Konservativen, die überlebten. Und damit das Deutschland, das wir lieben und schätzen, weiterhin erhalten bleibt...müssen wir eine andere Politik als die jetzige einschlagen.
  • 04.08.20, 09:50
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Nein, als linksgrünen Schematismus bezeichne ich die Verallgemeinerung, jede Stimme, die nicht deren Denken entspricht, zu verunglimpfen. Das hat nichts mit Betrug zu tun, sondern mit Meinungsmacht, Diskursverhalten.
    "Leimlos" ist das Konservative sicherlich nicht. Es kömmt hierzulande nur sehr selten zur Sprache. Von der AfD eben auch nicht, obgleich sie "alternativ" in der Selbbezeichnung trägt. Und wenn man zur gegenwärtigen Politik der BRD eine Alternative sein will, dann gibt es da nur zwei Möglichkeiten: entweder ziehst Du links vorbei und machst ECHTE linke Politik, die damit anfangen muß, die Superreichen mal richtig zur Kasse zu bitten und die Wirtschaft in der BRD neu aufzustellen oder Du gehst den anderen Weg, eben die konservative Alternative, und bindest die Republik an korporatives, gemeinschaftliches und sehr altes Denken und Fühlen. Stellt sich die Frage, was "konservativ" ist.

    Als konservativ bezeichne ich ein Denken, daß die Fähigkeit besitzt, immer mehr von dem, was in uns EWIG ist, freizulegen. Ein Konservativer will nicht improvisieren, sondern fortsetzen, GEGENWART nicht erfinden, sondern aus der VERGANGENHEIT ableiten und zugleich auch wieder zur ZUKUNFT hinleiten… (BAHR). Er denkt in Geschlechterfolgen und schützt Erbgüter vergangener Jahrhunderte (Möller von dem Bruck). Er will durchstoßen zu den dauernden, bleibenden Grundkräften allen Lebens, damit die letzten, wesentlichen Dinge wieder zu Wertung und Geltung kommen. (Karl Bernhard Ritter) In politischer Hinsicht ist es jemand, der die GEWALTENTEILUNG in allen Bereichen ernstnimmt. (Safranski)

    Und wenn man das alles prüft, wie es in der BRD damit aussieht, dann kann man nur feststellen, daß diese BRD der 2000er Jahre nicht konservativ ausgerichtet ist, sondern irgendwie anders, ich nenne es linksgrün als das Gegenteil des Konservativen. Und weil wir hier im AfD-Ordner sind: die AfD ist auch keine konservative Partei, sondern in Teilen selber linksgrün, weil liberal - wobei sie das Nationale potenziert, was Linksgrüne nicht machen -, sie besitzt aber auch demokratische und reaktionäre Bestandteile. Und weil sie sich nicht entscheiden kann oder will, welcher Teil nun ihr substantieller sein soll, wird sie den Weg aller neuen Bewegungen der BRD gehen, sie wird vergehen.

  • 03.08.20, 20:49
    Klaus Norbert

    AW: AfD-Ordner

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen

    ... Man sollte dem linksgrünen Schematismus nicht auf den Leim gehen.

    In wessem Interesse?

    Ich dachte zuerst, Sie schreiben linksgrüner Scharlatanismus; vielleicht war es so gemeint, Sie schrieben ja wie von Betrug. Vorsätzlich selbstverständlich.


    Der Konservative bietet also eine leimlose ... Sache?


    (Tut mir leid, falls das zu sacharm war, es ist mir eben eingefallen.)
  • 03.08.20, 10:54
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Ich bin auch für eine konservative Partei, sie fehlt im Parteienspektrum, aber wer vertritt konservative Ansichten? Ich kann bei den AfD-Politikern keine konservativen Stimmen ausmachen. Entweder sind sie national (zuweilen nationalistisch) oder liberal oder liberal-national oder sogar reaktionär. Aber konservativ? Kann ich nicht erkennen. Nationales Denken ist einem Konservativen zuwider. Liberales Denken ist einem Konservativen zuwider. Reaktionäres Denken ist einem Konservativen zuwider. Patriotismus? Ja, aber das hat mit nationaler Engstirnigkeit nichts zu tun. Man sollte dem linksgrünen Schematismus nicht auf den Leim gehen.
  • 03.08.20, 08:08
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Gauland hat gestern verkündet...dass er aufhört - nicht weil er zu alt ist...sondern weil er eine "Entwicklung" seiner Partei voraussieht...die er nicht mittragen möchte...und der er sich auch nicht gewachsen fühlt. Die Partei wird sich selbst zerfleischen - übrig bleibt dann ein braunes....oder ein blaues Häufchen. Welche Farbe sich auch immer durchsetzt...sie wird keine große Bedeutung mehr haben. Man hätte sich schon vor zwei...besser noch vor vier Jahren vom rechten Flügel trennen sollen. Damals hätte man das noch relativ einfach durchsetzen können...aber man sonnte sich lieber im Stimmen -Hoch. Das war zu kurz gedacht - und rächt sich jetzt. Schade, denn wir brauchen dringend eine konservative Partei. Auch unter Jens Spahn...und erst recht unter Laschet...wird sich die CDU von der jetzigen Merkel-Partei kaum unterscheiden. Die Euro-Bonds (Corona-Hilfspaket genannt) haben klar gezeigt, dass niemand da ist...der der Kanzlerin auch mal über den Mund fährt. Ich finde das erbärmlich. Wir sind ein Blümchensex-Land...das sich sehenden Auges ins Verderben kuschelt. Das wäre die Stunde der AfD...die Stunde der Patrioten gewesen...hätte man schon vor Jahren den Konsolidierungskurs eingeschlagen...den man heute gerne...aber ohne große Aussicht auf Erfolg... einschlagen würde.
  • 02.08.20, 08:29
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Gauland: zu alt und unbeweglich; will eine CDU aus den 80ern zurück
    Meuthen: U-Boot, will eine FDP 2.0, die keiner braucht
    Kalbitz: kann sich als Politiker keine Falschaussagen zu seiner politischen Vergangenheit leisten und will nun über den Rechtsweg etwas einklagen, was ihn politisch sowieso töten würde, unklug und beschämend zugleich
    Höcke: geht immer auf Nummer sicher, was angesichts seiner familiären Situation auch erklärbar ist, aber letztlich der Partei schadet
    Chrupalla: überfordert
    Weidel: keine Führungsfigur, aber gute Analytikerin (wird das gleiche Schicksal wie Sarah W. in der PDS erleiden)

    kurz gesagt: Da wurde ganze Arbeit geleistet. Es gibt nur eine Chance für diese Bewegung, sie muß sich neu aufstellen, inhaltlich weg vom National-Liberalen und personell mit neuen Köpfen, die Inhalte und Loyalität neu definieren. So wird das nichts mit einer ALTERNATIVE für Deutschland.
  • 24.05.20, 07:52
    anderedimension

    AW: AfD-Ordner

    Solche Abspaltungen hat es in den Anfängen jeder Partei gegeben. Das ist ein ganz normaler Konsoliedierungsprozess, wie er anders auch gar nicht zu erwarten war. Und wenn die AfD in den Umfragewerten sinkt...dann nicht...weil ihre Politik nun weniger Anhänger hat...sondern vor allem deshalb...weil die Union das Geschäft der AfD betreibt. Die AfD hat bewirkt, dass vieles von dem...das ihr ein Anliegen ist...umgesetzt wird. Also fast alles richtig gemacht.....
  • 23.05.20, 18:17
    aerolith

    AW: AfD-Ordner

    Wenn sich die Leute um Meuthen, den ich für ein U-Boot halte, abspalten (was angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der AfD gewissermaßen eine Abspaltung der Mehrheit wäre), hat die AfD ausgespielt. Eine FDP 2.0 ist überflüssig. Die AfD hat nur eine Chance, wenn sie sich etablieren und mittel- und langfristig etwas erreichen will: sie muß sich konservativ aufstellen, nicht reaktionär, nicht liberal, nicht nationalistisch, sondern konservativ, meinetwegen auch mit einem Sprengsel libertärem Duktus: alles gelten lassen und jeden das machen lassen, was er eben will (keine nationale Scheuklappe, keine wirtschaftspolitische Eiertanzereien, keine Zugeständnisse an jedermann, keine Regulierungswut...), aber zugleich straffe Ordnungspolitik machen, die Gesetzesbrecher nicht mit einem Dudu behandelt. Aber dazu hat sie nicht die Eier. Ich habe das alles in meinem Manifest schon vor zwanzig Jahren dargelegt, wie man sich heute politisch aufstellen muß, wenn man nicht Teil des Systems sein möchte. Die AfD will aber Teil des Systems sein, sogar eines vergangenen. Jedenfalls viele im Westen. Die Ost-AfD will das nicht, sie will einen neuen Weg gehen, zugleich aber schielt sie nationalistisch. Und das ist auch nicht gut, weil es das Denken und das Dasein einengt.
  • 23.05.20, 10:34
    eulenspiegel

    AW: AfD-Ordner

    Der Streit in der AfD ist die dritte, vierte oder wievielte Selbstverstümmelung? Erst Lucke, dann Petry, jetzt Meuthen - hab ich wen vergessen? - der gärige Haufen wird langsam zur essigsauren, ranzigen Jauchebrühe. Meuthen ist wohl gescheitert, die rechtsextremen, nationalistischen Kräfte scheinen sich zu behaupten. Wahlarithmetisch wird das wohl Richtung einstelliger Werte gehen. Wie wäre es, wenn sich die vernünftigen Kräfte in der AfD abspalten und eine neue Partei gründeten? Da würden Höcke und Co. sehr, sehr alt aussehen.
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