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Thema: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

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Wie heißt die größte deutsche Insel?

 

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  • 12.06.20, 16:16
    WirbelFCM

    AW: Tagesgespräch 2020

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen
    Ich will dafür keinen Ordner aufmachen. Deshalb kommt das hier rein.


    Anlaß ist ein Artikel in Zeit-Online (https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-...tion-belastung), der dummdreist die Behauptung aufstellt, die Staatsschulden von heute, seien keine Belastung für kommende Generationen, da die Tilgung in der Zukunft ja den künftigen Generationen zugute komme.



    Sag mal, was ist bloß los in der Zeit-Redaktion? Ist das Desinformation pur, ist das Volksverdummung oder bloß Ignoranz bei den Autoren? Der Niedergang der selbsternannten Qualtitätsmedien in der BRD ist erschreckend. Erst der Spiegel, jetzt die Zeit, auch die Süddeutsche driftet immer mehr in die pinkgrüne Moralismusecke ab. Kampagnenjournalismus für eine betuchte Bildungselite, ist das der Journalismus von heute?


    Also, sachlich ist der Unfug schnell durchschaut, dazu muß man kein Ökonomiestudium absolviert haben. Vielleicht muß man aber Zeitredakteur oder Wirtschaftsforscher sein, von der Sorte Fratzscher, Fuest oder Hüther.


    Die Autoren stellen die dreiste Behauptung auf, Zitat: Eines stimmt zwar: Der Staat verschuldet sich jetzt und Schulden müssen bedient und zurückgezahlt werden, das weiß jeder. Klar ist auch: Wenn das in der Zukunft geschieht, dann zahlen Angehörige der heute jungen, künftig alten Generation die Schulden zurück. Aber an wen? Genau: an Angehörige der gleichen Generation, denn eine andere Möglichkeit gibt es nicht.
    Also selbst Grundschüler dürften heute mehrheitlich wissen, daß Schulden immer an denjenigen zurückgezahlt werden müssen, der das Darlehen gewährt hat. (manchmal werden solche auch an Dritte abgetreten, aber das tut hier nix zur Sache)

    Wenn Zeitungen also solche Lügen verbreiten, dann hat das Gründe! Nenn es Desinformation, nenn es Fehlinformation, nenn es Manipulation - im Endeffekt bleibt es das gleiche, nämlich eine gezielte, bewußte Lüge! Wenn man bedenkt, daß die Mainstream-Medien heute nur noch "Erfüllungsgehilfen" von Obrigkeit und Lobbyisten sind, dann erklärt sich auch das Motiv dafür.

    Je mehr Menschen diese Lügen glauben, umso länger kann man das Lügengebilde aufrecht erhalten und umso mehr Kohle kann man noch aus ihnen herauspressen.

    Wie sagte Andreas Popp mal so schön? "Was nützt uns die Pressefreiheit, wenn wir keine freie Presse mehr haben?"

    @Roberto: da wir de facto keine souveränen Staaten mehr haben auf diesem Planeten, sind Deine Ideen nur nette Platitüden.

    btw: bei einer Gesamt-Weltverschuldung von inzwischen einer Viertel Billiarde (das sind 250 Millionen Millionen oder anders gesagt: 33.333€ pro Mensch!) darf man ja auch mal hinterfragen, bei WEM die Erde überhaupt verschuldet ist? Bei anderen Planeten? Bei Außerirdischen? Oder Gott???

    Daß dabei pro Jahr auch alleine rund 25 Billionen Teuro an Zinsen anfallen - also Geld erschaffen wird, daß eigentlich gar nicht existiert - und somit die Inflation immer weiter antreibt (mit immerhin 3333€ pro Kopf) will ich dabei mal nur am Rande erwähnen Was das für Ausmaße hat? Das sieht man bspw. am Bitcoin. Der US-Dollar hat nämlich in den letzten 10 Jahren über 99,99% seines Wertes verloren (im Vgl. zum BTC)!
  • 12.06.20, 07:34
    aerolith

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    So dumm finde ich diese Überlegungen der ZEIT nicht. Ich mag Schulden nicht, hatte jahrelang welche und bin froh, sie los zu sein. Aber bei einem Staat ist das anders, denn der hat viele Möglichkeiten, sofern er souverän ist:
    1. er kann sich vom eigenen Staatsvolk Geld leihen und es in den Ausbau notwendig zu erneuernder Strukturmaßnahmen stecken, die dem Staatsvolk selber zugute kommen; über erhöhtes Steueraufkommen finanziert sich das a posteriori;
    2. jeder Staat kann die Notenpresse anschmeißen, anders gesagt, er kann eine Inflation herbeiführen und sich so von seinen Schulden befreien;
    3. eine Zentralbank hat jederzeit die Möglichkeit, den Geldfluß so zu gestalten, wie sie es eben für notwendig erachtet;
    4. ein verfügter Währungsschnitt (der sowieso in jeder Generation erfolgen sollte) bei gleichzeitigem Sachwertausgleich kann eine Nivellierung sozialer Ungleichheiten bewirken
    5. ...?

    Kurz gesagt: Wenn ich Staat wäre, würden mir sicherlich noch andere Gründe für "Überschuldung" einfallen, die allesamt keine sind.

    Negativ? Gibt es auch: Wenn sich ein Staat in Abhängigkeit von anderen begibt, anderen Staaten, anderen Banken, anderen Währungen...
  • 10.06.20, 08:23
    eulenspiegel

    AW: Tagesgespräch 2020

    Ich will dafür keinen Ordner aufmachen. Deshalb kommt das hier rein.


    Anlaß ist ein Artikel in Zeit-Online (https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-...tion-belastung), der dummdreist die Behauptung aufstellt, die Staatsschulden von heute, seien keine Belastung für kommende Generationen, da die Tilgung in der Zukunft ja den künftigen Generationen zugute komme.



    Sag mal, was ist bloß los in der Zeit-Redaktion? Ist das Desinformation pur, ist das Volksverdummung oder bloß Ignoranz bei den Autoren? Der Niedergang der selbsternannten Qualtitätsmedien in der BRD ist erschreckend. Erst der Spiegel, jetzt die Zeit, auch die Süddeutsche driftet immer mehr in die pinkgrüne Moralismusecke ab. Kampagnenjournalismus für eine betuchte Bildungselite, ist das der Journalismus von heute?


    Also, sachlich ist der Unfug schnell durchschaut, dazu muß man kein Ökonomiestudium absolviert haben. Vielleicht muß man aber Zeitredakteur oder Wirtschaftsforscher sein, von der Sorte Fratzscher, Fuest oder Hüther.


    Die Autoren stellen die dreiste Behauptung auf, Zitat: Eines stimmt zwar: Der Staat verschuldet sich jetzt und Schulden müssen bedient und zurückgezahlt werden, das weiß jeder. Klar ist auch: Wenn das in der Zukunft geschieht, dann zahlen Angehörige der heute jungen, künftig alten Generation die Schulden zurück. Aber an wen? Genau: an Angehörige der gleichen Generation, denn eine andere Möglichkeit gibt es nicht.


    Ja, so einfach ist das: der Staat verschuldet sich, d. h. er verkauft Staatsanleihen an Gläubiger mit dem Versprechen, diese in der Zukuft samt Verzinsung zurückzuzahlen. Wer sind die Käufer von Staatsanleihen? In erster Linie sind es Zentralbanken wie die EZB, institutionelle Anleger wie Banken, Pensionsfonds, Lebensversicherer, Hedgefonds und Investmentfonds. Private Käufer sind eher selten und wenn, dann in der Regel eine sehr vermögende Klientel. Die Zinsen sind niedrig, die Sicherheit relativ hoch.


    In der Praxis heisst 'der Staat verschuldet sich', nichts anderes, als dass umverteilt wird von unten nach oben, von allen Steuerpflichtigen auf einige wenige Investoren und Anleger. Denn die Staatsschulden müssen von allen zurückgezahlt werden, von den Steuerpflichtigen und von denen, die aufgrund negativer Verzinsung auf ihr Erspartes oder ihre Rentenansprüche, Lebensversicherungen etc. substanziell Verluste erleiden.


    Das aber verschweigen die Zeit-Staatsschuldenexperten bewusst oder aus Ignoranz. Sie erwecken mit der dämlichen Formulierung, die junge Generation als Ganzes wird durch die höhere Staatsverschuldung gar nicht belastet, den falschen Eindruck, Staatsschulden seien ein Nullsummenspiel für alle, also bloß ein Transfer von der linken in die rechte Tasche. Sie verschweigen, dass ALLE ZAHLEN, NUR WENIGE PROFITIEREN, eben die EZB, Banken, Fonds und Großanleger, also die Besitzer von Staatsschuldtiteln.


    Es geht hier nicht darum, Staatsschulden per se abzulehnen oder gutzuheissen. Es kommt immer darauf an, wofür der Staat sich verschuldet. Investitionen in die Zukunft, in Bildung, Infrastruktur und Nachhaltigkeit, sind sicher gut angelegtes Steuergeld. Staatsanleihen aber, die bloß Löcher stopfen, also alte Schulden tilgen, überkommene Strukturen stützen (Automobilindustrie, Fluggesellschaften etc.) oder Lobbies bedienen, sind nichts anderes als Raub am Steuerpflichtigen.


    Dass sich Zeit-Online für solche Propaganda hergibt, bestätigt ihren Niedergang. Das ist Fake-journalismus pur, Kampagnenjournalismus für Reiche, Leserverarsche unter dem Mäntelchen der Information. Das ist einfach mies.
  • 04.12.17, 18:40
    anderedimension

    AW: Regierungsbildung 2017

    Noch was zu Soros und ganz allgemein zu den Spekulationen:

    Du konntest schon zu Jesus Zeiten darauf wetten ob er nun gekreuzigt oder gesteinigt wird. Und je nachdem auf was du gesetzt hast, versuchte man den römischen Stadthalter...der das Urteil fällte...dahingehend zu bestechen. Die Spekulation ist so alt wie die Menschheit selbst...nur Mittel und Wege haben sich geändert. Das wird auch in Zukunft so bleiben - es bringt also gar nichts zu klagen. Die Höhe...in der Spekulationen getätigt werden...hängt alleine von der zur Verfügung stehenden Mittel ab. Wir alle spekulieren...deshalb sollte man immer erst mal bei sich selbst schauen...bevor man andere strafrechtlich oder moralisch verurteilt. Das einzige was Leute wie Soros von anderen unterscheidet....ist die Tatsache...dass sie schneller, cleverer oder stärker sind.

    Ein solches Verhalten ist also Teil der natürlichen Selektion. Und natürlich sagt aus: Von der Natur so gewollt. Es geht also nicht um einen globalen Wahn...sondern um die wahnsinnige Globalisierung - die gilt es zu stoppen....denn sie ist widernatürlich...verstösst gegen alle Naturgesetze.

    Die Natur will, dass die Schwachen und Faulen verrecken. Wir meinen es wäre unser Verstand, der dies nicht zulassen will. Falsch...unsere Emotionen sind dafür verantwortlich...nicht unser Verstand. Die Natur dachte sich etwas dabei...als sie uns die Emotionen in die Wiege legte. Sie sind ein Hilsfmittel..damit wir uns besser um unsere Brut...vielleicht noch um unseren Stamm kümmern können. Sie hat aber nicht vorgesehen...dass sich alle Menschen zum gleichen Stamm zugehörig fühlen. Die Abgrenzung ist ohne jede Alternative, will der Mensch überleben. So beantwortet sich deine Frage zu den Ressourcen von ganz alleine: Lassen wir der Natur ihren Lauf...gibt es auch keine Probleme mit unseren Ressourcen.

    Das ist der gleiche Effekt wie mit dem Schachbrett und den Reiskörnern: Man meint ein wenig Hilfe am Anfang wäre am Ende überschaubar...vergisst aber...dass sich Elend potenziert. Kennst ja mein Beispiel mit den afrikanischen Kindern: ERst rettest du zwei...aus zwei werden acht....aus acht werden zweiunddreissig....usw. Es macht also Sinn die zwei sterben zu lassen...bevor du vor mehreren Millionen stehst...die du dann nicht mehr retten kannst. Für die zwei Tote ist die Natur verantwortlich...aber für die Millionen von Toten trägst Du dann die Verantwortung. Möchtest Du das?

    Übrigens handeln einige der Naturvölker...die immer wieder (und fälschlicherweise) als Positivbeispiel herhalten müssen...genau nach diesem Prinzip...das da heißt...leben und sterben lassen....

    In Somalia bauen sie gerade einen Staudamm. Dieser Damm kostet 14 Milliarden Euro und nicht ein Euro kommt aus dem Westen. Das Geld kommt alleine von Spenden aus der Bevölkerung...und so gut wie alle spenden auch. Man konnte die Menschen vom Nutzen eines solchen Staudammes überzeugen. Als die Verantwortlichen gefragt wurden warum sie denn nicht um Geld aus dem Ausland bitten...antworteten diese...dass sich...würde man das tun...nie wirklich etwas ändern wird. Ein Suchtkranker, ganz gleich welche Sucht, begibt sich erst dann freiwillig und ohne Auffordeung in eine Therapie...wenn er ansonsten keine Hilfe mehr bekommt. Er muss also erst mit dem Rücken zur Wand stehen...um sich aus eigenem Antrieb heraus die Frage zu stellen: Sterben...oder etwas ändern? Macht er die Therapie nur weil andere das wollen...oder weil er ansonsten vielleicht in den Knast musst...hat er so gut wie keine Chance auf Heilung...auch nach zwanzig Therapien nicht.

    In Somalia hat der Suchtpatient erkannt, dass nur er selbst es in der Hand hat etwas zu ändern. Erst aus der Eigenmotivation heraus besteht eine Chance auf Heilung. Der Bau geht zügig voran...und bei den Kosten liegt man unter dem Budget (sollen sich die Berliner mal eine Scheibe von abschneiden). Die Menschen sind hochmotiviert und gehen mit großer Freude an dieses Projekt - nur so lernen sie auch dabei...so dass sie es beim nächsten Projekt noch besser machen. Wenn wir nun alle Afrikaner zu uns holen...so wie Bachblütenteetrinker das gerne hätten...sind wir nichts anderes als Co-Abhängige...die den Süchtigen...wenn auch unbewusst...jede Chance auf Heilung nehmen.

    Und achte auf die Kinder..die jetzt...in dieser kalten Jahreszeit...die Igel nach Hause schleppen. Es sind die gleichen Menschen, die später mal Afrikaner nach Hause schleppen. Sie haben dem Igel schon keinen Gefallen getan...
  • 11.02.17, 21:27
    Michael

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Uff, nee. Wenn die Griechen nicht ihre letzten Groschen in Flüchtlingsunterbringung investieren würden,

    könnte Tsipras auch "sparen". Hätte er sie alle weiterwinken sollen?

    Türkei bekam Flüchtlingsbetreuungsgeld, Griechenland nicht.

    Käme Griechenland in die Lage, sein vor der Küste befindliches Gasfeld zu erschließen,

    hätten andere Öl- und Gaserzeuger noch mehr Probleme, ihre Staaten zu kapitalisieren.

    Und wirklich eine Chance hatten die Griechen niemals, dem Schuldensumpf zu entkommen.

    Wäre der IWF ausgestiegen, liebe andere-dimension, dann wäre Europa sofort zerbrochen.

    Doch gerade wir mit einem Exportüberschuss von zwei Dritteln unseres Staatshaushaltes, sollten die EU-Klagen erstmal abwarten.

    Unser Überschuss ist das Defizit eines anderen Staates.

    Glauben wir denn, wir sind "unschuldig" am griechischen Staatsbankrott?

    Für diesen Bilanzbetrug zeichnet eine bekannte Großbank verantwortlich.

    ALLE wussten davon, niemand kann ernsthaft behaupten, die getürkte Einstiegsbilanz nicht bemerkt haben zu können.

    Sagen doch alle "Entscheider" von damals auch ganz offen.

    Geht es Venezuela anders: Energiereich und bitterarm. Es geht immer nur um Gier..

    Die Verteilung der grassierenden Armut, die aus der Gier resultiert,

    ist nun jedoch an einem Punkt, an dem das globale Bewusstsein über die Ursachen nicht mehr hinwegblicken kann.

    Ohne Planet kannste nix kaufen. Ende im Gelände schon zur Schulzeit deiner Enkel.

    So streiten sie um Geld, während zeitgleich der Planet völlig ausgeblendet wird.

    Mit Flüchtlingsobergrenzen ist der Treck der Heimatlosen nicht aufzuhalten.

    Gierobergrenzen wären wichtiger. Geldbesitz sollte limitiert werden.

    Es wird weiter nur Zeit gekauft. Niemand glaubt, dass die "Rechnungen" diesmal aufgehen können.

    Niemals kann diese Milchmädchenrechnung aufgehen.

    Noch weniger, wenn Griechenland weiter zur unfreiwilligen Pufferzone ausgebaut wird.

    Platzen die Lager in der Türkei, weil auch dieser Staat sich selbst damit übernommen hat,

    bauen wir halt wieder neue Bettenburgen in Spanien und Portugal.

    Nee, wir und China haben die größete Verantwortung dafür zu tragen, dass unsere Handelspartner verarmten.

    Die USA sollen fast 300 Milliarden mehr in China einkaufen, als China in den USA.

    Es ist einfach keine gerechte Weltordnung, da sind die früher Gefressenen nicht die letzten Beutestücke.

    Sie sind Opfer der Gier multinationaler Interessen. Ein globales Bürgerparlament wäre ein Anfang.

    Eine Interessenvertretung von Menschen für Menschen, die leben wollen.

    Das Ego will nur auf alles schießen, was sich noch bewegt.

    Ob wir dem Ego weiter folgen, ist unsere Entscheidung.

    Doch bei einer Wahl steht dieses nicht zur Wahl.

    Kein Staat besitzt dazu noch die Macht.

    Staaten sind geknechtet und machtlos geworden.

    Mit dieser Weltfinanzordnung ist keine "Stabilität" oder gar eine global angemessene Reaktion auf bestimmte Notwendigkeiten mehr möglich.

    Alle globalen Organisationen müssen dringendst auf den Prüfstand einer globalen Interessenvertretung von Menschen.

    Es ist der globale Korruptionssumpf, der die grassierende Armut in allen Staaten bewirkt.

    Mit dem einzelnen Gruppenego kommen wir da echt nicht mehr weiter.

    Und im Kampf der individuellen Vorteilsnahme ebenso wenig.

    Es wird bald verstanden werden, denn sie sind schon lange ratlos.

    Wir lernen zwar langsam, aber doch Stück für Stück.

    Die Angst des rasenden und verängstigten Egos ist jedoch die Ursache für viele noch dazukommenden Probleme.

    Wie wolltest Du denn denn die Horden der Gierigen jemals "satt" machen?

    Wenn wir unersättlich sind, dann decken wir uns halt selbst ab.

    Wenn wir aufhören, das Glück im Außen zu suchen, wird es sich im Inneren einfinden.
  • 11.02.17, 09:12
    andere-dimension

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    war klar, dass das kommt. nein, ein realistischer beitrag...ein tatsachenbericht. aber im prinzip egal wie man die wahrheit nennt...man muss sie nur aussprechen dürfen. DIE deutschen (auch die waldorfschüler) müssen für DIE griechen bezahlen.
  • 10.02.17, 21:32
    Lothar Loewe

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Zitat Zitat von andere-dimension Beitrag anzeigen

    Die Tsipras-Regierung hält ihre Versprechen nicht...so so...wer denn da so naiv und glaubte etwas anderes? War doch klar, dass die sich an keine Abmachung halten. Hallo, es sind Griechen...die da in Griechenland wohnen!

    Ein rassistischer Beitrag des Beiträgers andere-dimension.
  • 10.02.17, 18:45
    andere-dimension

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Die Tsipras-Regierung hält ihre Versprechen nicht...so so...wer denn da so naiv und glaubte etwas anderes? War doch klar, dass die sich an keine Abmachung halten. Hallo, es sind Griechen...die da in Griechenland wohnen!
  • 06.02.17, 10:30
    andere-dimension

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Sollte Le Pen die Wahl in Frankreich gewinnen, was ich allerdings nicht glaube...da sich wohl eine der beiden anderen Partein opfert, wird das Kartenhaus EU zusammenfallen...und alle Schuldenfragen müssen neu verhandelt werden. Ich würde das begrüßen...halte die "alte" EG für das bessere und gerechtere Modell.
  • 06.02.17, 08:06
    aerolith

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Das einstige AfD-Gründungsmitglied Lucke spekuliert dieser Tage im FOCUS über Schuldenstände innert des Euro-Raumes. So soll Italien mit 750 Milliarden € bei der Bundesbank verschuldet sein. Er spekuliert weiters, daß es eine Ausstiegsoption der BRD gäbe, also einen Ausstieg aus dem Euro, denn die kleineren Staaten würden aufgrund der damit einhergehenden Entwertung des Euro profitieren.

    Ich glaube, Lucke hat nicht begriffen oder will es nicht akzeptieren, daß es bei den Eliten kein Interesse an einer nationalstaatlichen Rückwärtsbewegung gibt.

    Abzuwarten bleibt allerdings, ob das Ungleichgewicht in Hinsicht auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht doch dazu führen muß, den Währungsverbund aufzulösen, zumindest aber so zu reformieren, daß nicht das Band einer gemeinsamen Währung, sondern das der ungefähren Leistungsgleichheit auch eine gemeinsame Währung rechtfertigt. Ich befürchte, daß die Klammer der gemeinsamen Währung als verbindlicher angenommen werden wird.
  • 03.09.15, 18:59
    Michael

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Drehen wir es doch um:

    Es ist nicht mehr erlaubt, private Gewinne zu Lasten der globalen Solidargemeinschaft erwirtschaften zu können.

    Ohne die Aufteilung der "Volkswirtschaftlichen Wertschöpfungsleistung" in Schäden und Nutzen kann dies jedoch nicht gelingen.

    Schadschöpfungsquoten, Produktbilanzen und die "Internalisierung" der externen Kosten (hier der Wegfall des Gesamtplaneten als Nutzungsmöglichkeit) können nur im Rahmen einer Globalbilanz einen Sinn machen.

    Natürlich muss Engagement einen persönlichen Mehrwert besitzen, sonst funzt das Motivationssystem noch nicht.

    Was jedoch funzt, ist kulturelle Demanifestation von künstlichen Bedürfnissen. Alle 50 Jahre sollte es in Zinseszinskulturen einen globalen Schuldenschnitt geben...
  • 30.08.15, 10:15
    aerolith

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    ein altes problem kapitalistischer staaten liegt in dem, was marx als private aneignung gesamtgesellschaftlich erzeugten mehrwerts beschrieb und so löste, daß es keine private aneignung des mehrwerts mehr geben sollte. der postmoderne kapitalistische staat vergemeinschaftet das risiko, gibt aber die chancen dem privaten. anders gesagt: chancen in der wirtschaft werden individualisiert (gerade auch durch kreditvergabe), während die gemeinschaft der steuerzahler das risiko übernimmt, in europa ist das der steuerzahler in der BRD. anders gesagt: ein unternehmer bekommt in griechenland geld, das er nicht zurückzahlen kann und ich zahle dann die zinsen an eine bank, die ihrerseits mit geld wirtschaftet, das sich nachdrucken läßt.
    der anständige zahlt seine schulden zurück, der unanständige nimmt, was er kriegen kann.
  • 28.08.15, 15:22
    aerolith

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Das werden die Vertreter der Staatsrechtswissenschaft eindeutig und sachlich erklären können. Unsereins, bzw ich, kann das nur unter moralischen Gesichtspunkten beantworten - und da sage ich; es gibt keine Trennung Staat/Volk, das Volk ist der Staat, der Staat ist das Volk. Wenn ein Staat sich verschuldet, dann verschuldet sich das Volk - und das ist und bleibt immer das gleiche, egal wer da oben gerade das Zepter schwingt. Wäre das nicht so, dann könnte man Schulden einfach abwählen.
    nö, da muß man kein staatsrechtler sein, um den unterschied zu kennen und beschreiben zu können, ad. da reicht ein studium der geschichte.

    zwar reicht die hier gemachte unterscheidung nicht aus, aber sie zeigt eine richtung. du stehst noch auf dem vormodernen standpunkt des l'etat c'est moi, in dessen einfacher erweiterung nation und staat gleichgesetzt wurden. jedenfalls im westen. wir deutschen sind da weiser und trennen das, trennten das schon zu fridericus' zeiten, denn der sagte: der erste diener des staates bin ich.
    und da haste es. deutlicher kann nicht ausgesprochen werden, daß der staat etwas von individuum losgelöstes sein muß, eine idee, eine organisationsform des willens. staaten und staatsideen sind ebenso sterblich wie ewig. menschen sind sterblich wie ewig in dem, was sie hinterlassen oder wofür sie stehen.
  • 28.08.15, 14:22
    anderedimension

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Das werden die Vertreter der Staatsrechtswissenschaft eindeutig und sachlich erklären können. Unsereins, bzw ich, kann das nur unter moralischen Gesichtspunkten beantworten - und da sage ich; es gibt keine Trennung Staat/Volk, das Volk ist der Staat, der Staat ist das Volk. Wenn ein Staat sich verschuldet, dann verschuldet sich das Volk - und das ist und bleibt immer das gleiche, egal wer da oben gerade das Zepter schwingt. Wäre das nicht so, dann könnte man Schulden einfach abwählen.
  • 28.08.15, 13:11
    aerolith

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    das mit der übernahme der schulden der altvorderen ist ein altes problem, das etwas mit legitimation zu tun hat.

    wenn ein erbfall eintritt, besitzt der erbe das recht, ein erbe auch abzulehnen. nimmt er das erbe an, dann auch die schulden des erblassers.

    jetzt in nutzanwendung auf griechenland: die gewählte LINKSRADIKALE regierung versteht sich NICHT als verantwortlich für die politik ihrer vorgänger. darf sie, im falle eines machtantritts, die schulden DIESER alten regierung NICHT ÜBERNEHMEN dürfen? ich denke, sie darf das.

    ein ähnlicher fall ereignete sich 1931 im reich. brüning hatte geld im ausland aufgenommen, womit er schulden bezahlte, die aufgrund des schuldartikels im versailler diktat enstanden waren - aber nicht nur deswegen. die "nationale opposition" mit hitler an der spitze erklärte 1931, daß sie sich NICHT an absprachen und schuldenbegleichung halten wolle, die brüning zu verantworten habe oder die aufgrund des schuldartikels im versailler diktat entstanden waren. die NSDAP hatte sich im reichstag immer wieder gegen aufnahme ausländischer schulden ausgesprochen, während brüning das als alternativlos ansah.

    ich glaube, es gibt etliche solcher fälle in der weltgeschichte, daß also ein erbe das erbe selbst nicht antreten will, sich aber die macht einfach nimmt und eine eigene dynastie begründet.

    und damit bin ich wieder bei der ausgangsfrage angelangt: was unterscheidet das schuldenmachen einer privatperson von der eines staates? muß ein staat immer für schulden geradestehen, auch wenn völlig veränderte politische machtverhältnisse personen und parteien an die macht gebracht haben, die schon zu ihrer oppositionszeit vehement gegen schuldenaufnahme (anleihen, kredite) aufgetreten waren?
  • 25.08.15, 05:37
    Michael

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Danke für die ehrliche Rückmeldung! Ich werde meine Off-Topic Beiträge zurückfahren und mich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.
    Bitte nicht.


    Daher extra für Dich:

    Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins.
    Ich werde empfangen, was ich jetzt gebe.
    Ich biete jedem unerschöpfliche Schreibbegeisterung an.


    Damit wäre der wohlverstandene Eigennutz zu verknüpfen.

    Und für die Europäer:

    Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins.
    Ich werde empfangen was ich heute gebe.
    Ich biete jedem geistige Fülle an.


    Der Grad von Zweifelsfreiheit bestimmt die Wirkung. Wir könnten lernen, etwas spielerischer im Umgang mit unserem Freund zu werden.

    Ideen sind die Quelle der Schöpfung, die kreative Verwendung unseres Geistes wird in "Ein Kurs in Wundern" beschrieben. Was, außer einem Wunder, könnte den Geist der Europäer heilen?

    Wann, wenn nicht jetzt?
  • 24.08.15, 10:53
    kls

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Und mit wem soll ich nun Geifermatt spielen? Wiederholen, dass der 'Grieche' nicht identisch ist mit Griechenland, sondern normalerweise nur seinen Arsch retten will, wie jeder von uns. Dafür hatte er einst eine gemütliche Kultur, mit viel Zeit für die lebenswerten Dinge des Lebens, bis 'Griechenland' Touristenziel und anschließend eingemeindet wurde in eine Finanzorganisation unter dem Decknamen Europa. Aus war es mit Tabla und Tee im Kaffeehaus!

    Belohnung der Schuldigen und Bestrafung der Unschuldigen. War es je anders?
  • 24.08.15, 08:07
    anderedimension

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Danke für die ehrliche Rückmeldung! Ich werde meine Off-Topic Beiträge zurückfahren und mich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.
  • 23.08.15, 20:14
    Thorsten Rebenhahn

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Mir ist die Lust am Schreiben völlig abhanden gekommen. Kam in der Vergangenheit immer wieder mal vor, aber dieses Mal scheint es was Ernstes zu sein. Bisher hat mich immer das Leben zum Schreiben gebracht, umgekehrt scheint das aber nicht zu funktionieren.

    anderedimension,

    die Lust ist abhanden gekommen? Ja, das bemerke ich an Ihren bedingt zwanghaft wirkenden Beiträgen, die dennoch lesenswert sind.

    Schlechte Gefühle sind Leben, also keine Sorge, nehmen Sie die Schreibunlust hin.

    Das sollte keine Belehrung sein, die Zeilen sind nur meiner Schreiblust geschuldet, nicht mehr.
  • 23.08.15, 19:20
    anderedimension
    Wann kommen wir wieder mal auf Literatur zu sprechen? Ich meine Schreiben?
    Mir ist die Lust am Schreiben völlig abhanden gekommen. Kam in der Vergangenheit immer wieder mal vor, aber dieses Mal scheint es was Ernstes zu sein. Bisher hat mich immer das Leben zum Schreiben gebracht, umgekehrt scheint das aber nicht zu funktionieren.

    Ich kann aus dem emotionalen Irgendwo heraus nicht schreiben, brauche die Extreme. Zudem sehe ich mich z.Zt. mit einer Vielzahl von Plagiaten konfrontiert, habe aber weder die Lust noch die Kraft mich dagegen zu wehren und lasse es einfach geschehen. Ich bin noch nicht mal in der Lage mich bei VG Wort einzuloggen um meine Kohle abzuholen. Hatte bei meiner letzten "Arbeit" schon das Gefühl, dass es meine letzte Arbeit war.
  • 23.08.15, 09:49
    kls

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Tschulligung, aber den Begriff 'autoritär' in seiner 'antiversion' habe nicht ich eingebracht.

    'Der Mensch meint, er müssen in allem die Ausnahme sein. Das ist nichts anderes als einfach nur Selbstüberschätzung.'

    Gibt doch auch Ausnahmen, die mit Tiefstapeln operieren, ja, es gibt sogar Leisetreter, die auch noch stolz darauf sind. Lass Dir mal einige neue Schubladen für die Vorurteile zimmern.

    10 Flaschen Bier und ein Joint? Und was hätte ich nachmittags gemacht? Also 10 Joints und eine Kiste Bier, bitte! Und die Griechen haben Schuld.

    Der wahre Beweis von Intelligenz: Sofort die Beschwerdestelle suchen und den Schuldigen benennen.

    Wann kommen wir wieder mal auf Literatur zu sprechen? Ich meine Schreiben?
  • 23.08.15, 09:23
    anderedimension

    AW: Jetzt sind wir aber ganz weit ab vom Thema.

    Und weil ich meinen Kindern die Möglichkeit gab, selber herauszufinden, was gut ist und was schlecht, sind die dermaßen erfolgreich
    Das hat nichts mit antiautoritär oder autoritär zu tun. Regeln helfen bei der Orientierung. Und was heißt antiautoritär überhaupt? Ich liege auf der Couch, zieh mir einen Joint und 10 Flaschen Bier rein und schaue mal, wenn ich wieder bei klarem verstand bin, was aus der Brut geworden ist?!? Alle Lebewesen erziehen ihre Nachwuchs autoritär. Der Mensch meint, er müssen in allem die Ausnahme sein. Das ist nichts anderes als einfach nur Selbstüberschätzung.
  • 23.08.15, 08:40
    kls

    Jetzt sind wir aber ganz weit ab vom Thema.

    Und ich habe noch nie Rhabarbereis in Chilisoße gegessen.

    Autoritäre Erziehung richtet an (natürlich immer richtig) und übernimmt somit Verantwortung?

    Und weil ich meinen Kindern die Möglichkeit gab, selber herauszufinden, was gut ist und was schlecht, sind die dermaßen erfolgreich, dass sie mit ihren Steuern unser Sozialsystem in nicht unerheblichem Maße unterstützen.

    Egal. Hier die 'Kaiser-Willem-Gedächtnis-Medaillie aus Gusseisen' und lass uns weiterhin mit Steinen die Glashäuser anderer bewerfen.
  • 23.08.15, 08:29
    anderedimension

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Nö, es würde mir reichen, wenn Du aufzählst was 'autoritäre' Erziehung so anrichtet
    Sie richtet...und übernimmt somit Verantwortung
  • 23.08.15, 08:26
    kls

    AW: Der Grexit, die Schuldenfalle und die Privatinsolvenz für Staaten (II)

    Nö, es würde mir reichen, wenn Du aufzählst was 'autoritäre' Erziehung so anrichtet.
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