+ Antworten
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Über die Liebe

  1. #1
    Mitgestalter
    Registriert seit
    8.December 1998
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.032
    Renommee-Modifikator
    22

    Über die Liebe

    zeitlos Verirrte,
    Ziegeunerweisen stimmen natürlich traurig und
    zuzüglich schlägt die Intelligenzia
    zu und beharrt -
    schade,
    schöner wäre Kind oder
    Schwan oder
    ach so weiß -
    s`ist die Kunst,
    die Krrrraft raubt,
    süße Räuberin,
    wonniglich gratwanderst wieder auf Gipfeln -
    Versmaß in Millimeter,
    Dionysos auf einem Hengst,
    die Amsel kündet die Mitternacht -
    ob Tod, ob Morgenröte...

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.514
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Über die Liebe

    Ja, mein lieber Paulowitsch, da hast Du Deinen Schwanz weit aus dem Fenster gehängt. Das ist Kraft"poesie". (Bitte als Oxymoron lesen!)
    Wörter wie NATÜRLICH gehören selten in ein Gedicht, schon gar nicht, wenn solche ein Wortumfeld damit generiert wird/werden soll, wie's hier geschieht. Dafür bist Du Dichter, daß Du eben genau das ausdrückst, was Du meinst, nicht, was Du ungesagt durchs Gefühl mitsagen willst. Und hier scheiden sich die Geister: Willst Du mitteilen oder sagen? Bist Du dem Worte oder dem Gefühl anhängig?

    Wie wär's mit etwas mehr Vermittlung beider Ebenen des Mitteilens?

    Gelungen ist der Kehlkopfkatarrh mit KRRRRAFT!

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.514
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Über die Liebe

    Ich habe diesen alten Text hervorgekramt, weil ich hier einen Text von Fühmann thematisieren, vorstellen möchte. Fühmann ist ein unterschätzter Autor, der meine Hochachtung genießt. Ich hoffe, der eingestellte Text findet auch die der übrigen Wolkensteiner.


    Homers Hymne an Aphrodite 219-239



    Eos, die Göttin der Morgenröte, schlief einmal mit Ares, mit dem jede Rosenfingrige einmal schlüft. Aphrodite überraschte sie.
    Das Tun der beiden war ihr geheiligt, doch Ares gehörte nun einmal ihr. - Sie bestrafte Eos mit der Gnade des Fluches, die Liebe Sterblicher so begehren zu müssen, daß die Gier, sich ihnen hinzugeben, die Schmach der Hingabe überwog.
    Dieser Fluch war noch in der Nacht ausgesprochen, und Eos lachte über ihn. - Ihr Mann war der Titan Astraios, ihm hatte sie den Morgenstern geboren und die vier Winde, die das Luftmeer durchbrausen, und er genügte ihr vollauf. - Ares war die unvermeidliche Ausnahme gewesen, und auch die hätte für lange Zeit genügt. - Doch sobald die Stunde da war, den Tag in seiner Höhle zu wecken und der Nacht den Weg unters Meer zu weisen, erspähte sie, da sie gipfelab stieg, auf dem Feld unter einem Feigenbaum einen schlafenden Hirten. Er lag, in eine Decke gehüllt, auf dem Bauch, die Beine ein wenig angezogen, das Gesicht in der Ellenbeuge vergraben.
    Seine Hilflosigkeit rührte sie.
    Sie konnte nicht widerstehen, unter ihn zu schlüpfen.
    Hornige Hände. Braune Haut. Schweißgeruch. Ach...
    Er träumte und erschöpfte sich im Traum und erwachte beglückt im roten Leuchten aller Berge: Schamglut der Eos nach ihrer Schmach.
    Nachdem sie den Tag geweckt und die Nacht geleitet, verschloß sie sich in ihrer Kammer und weinte ob der doppelten Demütigung, denn sie empfand das Geschehene als schandbar und das Schandbare süß. - Nachts reizte sie den Astraios, daß er sie sättige, und am Morgen wählte sie einen anderen Weg, und da war es ein anderer Jüngling. - Seine offenen Lippen, die wehrlose Brust. - Ein Jäger; selbst Wild; sie legte sich zu ihm. - Nachdem sie den Tag geweckt und die Nacht geleitet, verschloß sie sich in ihrer Kammer und weinte ob der doppelten Demütigung, denn sie empfand das Geschehene als schandbar und das Schandbare süß. - Nachts reizte sie den Astraios, daß er sie sättige, und am Morgen wählte sie einen anderen Weg, und da war es ein anderer Jüngling. - Seine offenen Lippen, die wehrlose Brust. - Ein Jäger; selbst Wild; sie legte sich zu ihm. - Weindunst und Knoblauch; unter den Fingernägeln geronnenes Blut. - Er erwachte verwirrt, und die Berge glühten.
    Immer ein anderer, Morgen für Morgen, andere Unreinheit, anderes Zartsein. - Hinreißend Unvollkommene, und immer im Traum. - Sie mied ihren Mann, dem war es nicht unlieb: Sie empfanden beide einander als kalt und lästig zudringlich zugleich. - Er übernahm Botenwege zu den Gestirnen, und bei der Heimkehr hielt er sich an Nymphen, die in lauernder Brunst das Schilf behausen, am Peneios, am Skamandros, am Nil, überall.
    Sie vermißte ihn nicht.
    Mehr als einmal, wenn die Scham zu arg quälte, war Eos auf dem Weg zu Aphrodite, sie zu bitten, den Fluch von ihr zu nehmen, und jedesmal zögerte sie und hielt schließlich ein. - Gnade im Fluch. - Lange Zeit gelang es ihr, so unbemerkt zu enthuschen, wie sie genaht war, doch eines Morgens lag sie bei Tithonos, einem der fünfzig Trojerprinzen des lendenstarken Königs Tros. - Jeder Prinz bewohnte sein eigenes Gemach; Tithonos aber hatte einen Lieblingsbruder, den nachmals hochberühmten Ganymed, und ihre Kammern trennte nur eine Wand aus Leinen. - Manche sagen auch, daß sie Zwillinge waren. - Da nun sein Bruder nebenan stöhnte, fuhr Ganymed aus dem Schlaf und kam gerade zurecht, die entfliehende Eos festzuhalten. - Er gebe sie frei, wenn sie wiederkomme, diesmal zu ihm. - Was blieb ihr übrig? - Sie beschwor weinend ihr Versprechen, bittere Tränen einer Ertappten, und dann brannte sie, es einzulösen. - Die Brüder waren Brüder; sie teilten das Begehren der Morgenröte ohne Neid und Arg. Sie gelobten, einander nicht feind zu werden und keiner andren Frau sich zu nahen, solange Eos sie besuche, und Eos schlüpfte jede Früh zu ihnen, heute zu Ganymed, morgen zu Tithonos. Ihre Scham war ins Freundliche gemindert; sie fühlte sich nicht mehr als Diebin, wenngleich sie noch immer verstohlen sein mußte. Den übrigen Brüdern blieb ihr Kommen verborgen, allein vom Leuchten des rosigen Fleisches erstrahlte allmählich das ganze Haus.
    Morgenröte zur Mitternacht: Astraios, auf seinen Botengängen durch die dunkelfirnigen Sphären, stutzte: Entstand da, an Asias Küste, zwischen Meer und Gebirge, ein irdischer Stern? Er berichtete Zeus, und der schaute nieder, da Ganymed gerade den Vorhof durchquerte, doppelt schön in verzückter Er*wartung. - Der Gott war betroffen: Da stand sein Mundschenk! - Wie bekannt, fuhr er als Adler hinunter und trug den Jüngling mit weichen Krallen auf den Olymp, in den Festsaal der Burg. - Der Maler sieht es auf seine Weise, und es mag schon sein, daß der Erschreckte zwischen Gipfeln und Wolken sein Wasser nicht mehr halten konnte, aber sicher ist es unrichtig, daß er noch ein Kind war; er hatte schon Löwen und Eber getötet und einen halben Sommer hindurch das Verlangen Morgenrötes gestillt.
    Die war verzweifelt: Begann die Unstete nun neu? - Doch Tithonos enttäuschte sie nicht. - Auch den Herbst hindurch jeden Morgen Frieden, dazu die Süße des Ungeteilten und die ungeheure Erfahrung, daß auch Einer unausforschbar sein kann. Und dennoch blieb immer noch die Zerknirschung, süchtig nach Menschenliebe zu sein. Denn die Sterblichen sind unreine Geschöpfe, sie nähren sich von Flechsen und Blut, und ihre Leiber sind kotdurchwandert. Zwar muß ein Mann-Gott manchmal hinunter, dem Menschengeschlecht Heroen zu zeugen, und deshalb bleibt er auch ohne Makel, wenn ihn nur Begierde überwältigt Göttinnen aber beflecken sich, wenn sie sich mit Sterblichen vermischen; nur: Die lieben inniger als die Götter, und ihre Unvollkommenheit macht sie begehrenswert. - Ihre Unreinheit auch, sie ist ein Stachel. - Die Kürze ihrer armen Leben drängt ihre Leidenschaften zusammen und macht sie erfinderisch im Genuß des Vergehenden: Sie sind zärtlicher als die Unsterblichen. Und sie müssen sich ihrer selbst immer wieder versichern, das ist rührend und hinreißend zugleich. Und sie finden ihr Glück erst in dem des Andern. - Kein Gott hätte den Flaum ihrer Achsel geküßt, wenn ihr Kreuz sich höhlte. Kein Unsterblicher konnte sich so erschöpfen, daß seine Lust zugleich letzte Hingabe war. Götter opfern einander nicht.
    Ewig mit Tithonos, doch er war sterblich.
    Mit ihm sterben können; sie war eine Göttin. - Sie begehrte diese Gunst von Zeus: In den Armen des Tithonos einschlafen und nicht mehr erwachen! - Der Herr über Götter und Menschen runzelte unwillig die Brauen: Das stehe außer seiner Macht, sie wisse das doch! - Sie wußte es: Die Moiren selbst hatten verfügt, daß Unsterblichkeit nicht aufhebbar sei.
    Dann verleihe ihm ewiges Leben, das gestatten die gnädigen Schwestern! - Sie sah Ganymed in des Herrschers Gemach; er blickte über sie hinweg, und sie glaubte zu sehn, daß er lächelte. - Vorüber. - Sie kniete vor Zeus: Erlaube, daß ich ihn mit Ambrosia speise. Nimm die Schmach, Sterbliche zu lieben, von mir. Gewähre uns, was du auch andern gewährt hast!
    Das ewige Leben?
    Ja: das ewige Leben!
    Es sei...


    wisse das doch! - Sie wußte es: Die Moiren selbst hatten verfügt, daß Unsterblichkeit nicht aufhebbar sei.

    Und Zeus tat noch ein übriges: Er sandte den Astraios weitab durchs Gewölbe, nach Menschenzeit dreimal zwölf Jahre. - Eos nahm Tithonos zu sich. - Sie waren füreinander geschaffen: dreimal zwölf Menschenjahre Beglückung. - In dieser Zeit wurde Helena geraubt, fiel Troja, wurde Agamemnon erschlagen, kehrte Odysseus zu Penelope zurück. - Auch einer der Sühne, die Eos dem Tithonos gebar, Memnon, König von Aithiopia, Burgherr zu Susa, kämpfte für Troja und wurde von Achilles in der Hüfte zerhauen. - Tithonos, wiewohl Trojerprinz, nahm nicht am Kampf teil. Er erfuhr nicht einmal, daß seine Stadt zertrümmert wurde, und er fragte, auch nie nach ihrem Schicksal. Er lebte bei Eos, in ihrem Haus unter den Wurzeln des Meeres. Er beweinte auch seinen Sohn nicht. Er liebte Morgenröte, das war Werk genug.
    Ein Unsterblicher; nichts mehr von Zerknirschung, wenngleich manche Unvollkommenheit blieb. Um so süßer, und auch sie wurde unvollkommen und versäumte über den Geliebten manchmal ihr Amt. - Einige murrten; Zeus sah es ihr nach. - An solchen Morgen fuhr unmittelbar Tag in die Nacht, mit jäher Helle, und die Sterblichen taumelten aus dem Schlaf, das waren die Stunden der Fehlgeburten und der wüsten Grausamkeiten. An solch einem Tag wurde Hektor geschleift, des Tithonos Neffe. Tithonos erfuhr es nie.
    Tage ohne Morgenrot; aber auch dann, bei jenem Erstenmal, nach der Mitternacht der verzweifelten Fragen: Was ihm fehle? Was er vermisse? Was er begehre? Ob er ihrer überdrüssig sei? Ob er Augen für Andere habe? - Eine Sirene? Hekate? Eine Nereide? - Düstere Nacht, düsterer Morgen, düsterer Tag: Was hatte ihm sein Haar gebleicht? Was die Haut gerunzelt? Was das Auge getrübt? - Das lange schon unmerklich Gewordene und lange auch schon unmerklich Gewahrte offenbarte sich jählings, und Eos begriff: Tithonos war alt geworden. Sie hatte vergessen, zum ewigen Leben auch ewige Jugend für ihn zu erwirken.
    Und Zeus gewährt, in derselben Sache, seine Gunst stets nur einmal.
    Es kam das Alter, da Sterbliche sterben. Tithonos starb nicht. - Astraios kehrte zurück; verreiste; kam wieder. - Nun zeigte sie ihm den Tithonos.
    Es sei ein spaßiges Ding, erklärte sie, und es sei hilflos am Ufer gelegen, vom Meer angespült, da habe sie es in Pflege genommen. Es scheine eine Art Sprache zu haben, aber man verstehe sie nicht: Mäusepiepsen und Rabengekrächze. Sie befahl: Sag was! - Und Tithonos krächzte und piepste in einem, daß er nur Morgenröte liebe. - Sie verstand, was er krähte, Astraios nicht. Der lachte; Tithonos durfte bleiben, in einem Verschlag zwischen Kammer und Stall. Und sie, die nun nach langer Zeit wieder miteinander schliefen, sie ergötzten sich anfangs an ihm. - Eos sagte jeden Morgen: Tanze! Und Tithonos begann sich zu drehen. Astraios sagte: Zeig, ob du ein Mann bist! Und Tithonos entblößte sich.
    Manchmal nahm sie ihn dann auf die Knie und streichelte sein borstiges Kinn.
    Zeit rann hin, ein zweites Troja, ein drittes, ein viertes, ein fünftes, ein sechstes, und Tithonos, zusammengeschrumpft, gichtknotig, verhutzelt, triefäugig, lebte, und jeden Morgen erwachte seine ohnmächtige Gier. Nachts lag er beinahe ohne Schlaf und wartete nur, daß es nebenan sich rege, dann lauschte er, das . Ohr auf dem dünnen Holz: Morgenröte stand auf. - Sie ging hin und her. - Sie wusch sich, kämmte sich, sie gürtete sich, sie küßte Astraios. - Er roch ihren Duft, er hörte ihre Stimme, er fühlte ihre Wärme, und er krächzte und piepste sein Verlangen hinaus: Einen Kuß zur Früh, er könne doch küssen! - Astraios brachte ihm das Essen, immer noch Ambrosia. - Manchmal begleitete ihn Eos, dann fiel Tithonos ihr zu Füßen nieder, mit Dann begann sein Speichel zu stinken, und der Gestank durchdrang die Holzwand und haftete schließlich Eos an. Ihn aussetzen? Hades wehrte sich: Das sei kein Schatten. - In die Burg? Unvorstellbar! - Und auf der Erde, im Meer: kein Ort ertrug ihn, keine Steininsel, keine Berghalde nahm ihn auf.
    Versenken? Die Wogen empörten sich.
    Verfaulte Morgen; es wurde unerträglich. Die stinkende Früh brachte Fieber und Seuchen und schlimmere Verwirrung: Mütter verrieten ihre Kinder, Brüder meuchelten einander, der Gastgeber schlug den Gastfreund tot. Selbst unter den Göttern begann Pest umzugehen.
    Da suchte Zeus die Moiren auf.
    Sie müßten, bat er, ihren Spruch ändern, sonst verwirre das Schicksal sich selbst in sich. - Und die schrecklichen, die gnädigen Schwestern sahen es eiii; Tithonos dürfe sterben, doch er müsse es wünschen.
    Aber Tithonos wollte nicht.
    Seine Stimme war nur noch ein, Hauch, doch der Hauch der Unsterblichkeit: Er lebe. Er liebe Morgenröte. Sie werde sehen: er könne noch küssen. Und es werde geschehen, daß er sie noch beglücke, wenn sie ihn nur in die Arme schließe. Alles Zittern nur deshalb, weil sie ihn meide! Ob sie sich nicht erinnere, was er gewesen? Seine Stärke; seine Süße? Glaube sie, das könne vorbei sein? - Und er rief Aphrodite an.
    Die erschien, die einzige, der es vor Tithonos weder graute, noch die über ihn lachte. Sie beugte sich zu ihm nieder und sprach zu ihm, und er hörte sie an, und er verstand sie. Und er willigte schließlich ein: Einmal bei Morgenröte liegen, und zur Früh dann in ihrem Kuß vergehen.
    Stinkender Speichel; Eos schauderte. Sie wandte sich ab. Sie könne es nicht. Und es sei übrigens Zeit, jetzt die Nacht zu geleiten. Da erneuerte Aphrodite ihren Fluch.
    Was Zeus nun tat, war auch das Verbotene, aber die. Schwer stern duldeten es. - Er verwandelte Tithonos, den Unsterblichen, in eine Zikade, jenes Geschlecht der Zwergenkleinen, das jeden Morgen die holzdürren Schenkel in seliger Brunst aneinanderreiht. Und der Zikade wird Erfüllung: Jede Früh Eos, das Wehen ihres Safranmantels, ihr Duft, ihr Tau, ihre Rosenfinger. Und es geschah, was geschehen mußte: Des Tithonos Stimme wurde wieder süß, sein Leib geschmeidig, sein Auge gold; leuchtend, sein Herz prall, seine Kraft unerschöpflich.
    Das neunte Troja, das zehnte Troja, und auf ihren Trummern Zikadengesang.
    Auch die in der Burg oben lauschen ihm gern, am liebsten Ganymed, und manchmal vernehmen ihn selbst die Moiren. Dann erhellen sich ihre grauen Gesichter, und sie bewegen die eisigen Hände.
    Nur eine hört ihn nie, das ist Morgenr?te. - Der Fluch Aphrodites hetzt sie und läßt sie nur eines gewahren: den Leib eines schlafenden Sterblichen. Längst hat sie alle Scham verloren, Himmelshure, von allen verachtet, läufig, wahllose Beilägerin aller, selbst halbwüchsige Knaben verschmäht sie nicht. Jeden Morgen schlüpft sie zu einem andern und flieht ihn wieder, bevor er erwacht. Er träumt dann den rosigsten Traum seines Lebens. - Es ist die Stunde, da sich Wünsche erfüllen, doch er hüte sich vor der Unsterblichkeit.

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Über den Volksentscheid
    Von aerolith im Forum Politik.
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 22.02.18, 11:21
  2. Über den Herbst 2
    Von Lou im Forum Lyrik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 05.08.17, 11:35
  3. Über Fiktion und Autobiographie
    Von Quoth im Forum Buch- und Autorenforum
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 17.05.08, 00:28
  4. Über die Elbe bei Dresden
    Von uisgeovid im Forum Lyrik
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 25.01.08, 18:56
  5. Über den Herbst 1
    Von Lou im Forum Lyrik
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 12.11.04, 12:10

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •