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Thema: Eilend durch die Stadt

  1. #1
    Oliver
    Status: ungeklärt

    Eilend durch die Stadt

    Eilend durch die Großstadt

    Verfolgung auf verlorene Zeit,
    Sekundenschnelle Augenblicke,
    Pausenlose Hektik.

    Namenlos und unbekannt,
    Verborgen in der Menschenmenge,
    Aufgehoben in der Vielfalt.

    Als Einzelner vom Ganzen,
    Eilend durch die Großstadt,
    Verloren und zugleich geschützt.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Eilend durch die Stadt

    Vers 7 findet nicht nur die Tochter des Hauses blöd, ich auch. Der Rest ist auch blöd. Kein Gespür für Feinheit, nur tapsige Lauheit.

    Was sind Tautologien? Welche Funktion besitzen Partizipien, insbesondere das erste?

  3. #3
    Oliver
    Status: ungeklärt

    AW: Eilend durch die Stadt

    Zitat: Vers 7 findet nicht nur die Tochter des Hauses blöd
    Grüße!

    Zitat: Was sind Tautologien?
    Sinnvolle Pleonasmen.

    Gruß,
    Oliver

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Eilend durch die Stadt

    Das war nicht schlecht gebrüllt.
    Zwei Varianten: Er will und kann nicht.
    Er kann und will nicht.

    Beide sind unbefriedigend.

    Frag ich nach Heuschrecken! Das Expressive verfängt hier nicht, weil der Schritt sich vordrängt. Der Schritt ist Eile, das Eilen selbst drängelt, aber das Eilen DARF hier nur motivieren, nicht selbst zum Thema werden. Dazu die Partizipien, die's beinahe beliebig machen.
    Für ein Sinngedicht fehlt's an Einfaellen, für ein Dinggedicht an stilistischer Schärfe, ein Ich aber bleibt gänzlich außen vor.
    Frag ich Dich: Wohin geht denn die Reise?

  5. #5
    Oliver
    Status: ungeklärt

    AW: Eilend durch die Stadt

    Zitat:Er will und kann nicht.
    Er kann und will nicht.
    Ich biete Dir eine dritte. Er würde gern aber kann noch nicht.

    Zitat:aber das Eilen DARF hier nur motivieren, nicht selbst zum Thema werden.
    Ich ahne Sinn hinter Deinen Worten... Aber, ist es nicht offensichtlich, daß das Eilen überhaupt nicht das Thema ist? Die Überschrift hätte auch "Großstadtei" lauten können. Paßt besser zum Thema, faßt aber nicht die Stimmung die das Gedicht trägt.

    Zitat:Dazu die Partizipien, die's beinahe beliebig machen.
    Würdest Du mir dies bitte ein Stück näher erläutern?

    Zitat:ein Ich aber bleibt gänzlich außen vor.
    Ein Ich würde Persönlichkeit hineinkatapulieren und genau jene Anonymität sprengen die hier durch Raum (Großstadt) und Zeit (schnell) konstituiert werden soll.

    Gruß,
    Oliver

  6. #6
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    AW: Eilend durch die Stadt

    Hallo Oliver,

    für mich sind die gewählten Worte zu allgemein, Du zeigst mir keine Bilder sondern erklärst alles mit abstrakten Begriffen. Was ich meine wenn Du statt "sekundenschnelle Augenblicke" ein Bild nehmen würdest, z.B. Lidschlag der Vergänglichkeit" ist sicher ein blödes Beispiel, aber ich kann auch nicht dichten (frag Robert . Ich denke daran krankt es, Du bleibst im abstrakten, allgemeinen nicht bildhaften.

    Grüße

    Kyra

  7. #7
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Eilend durch die Stadt

    Hallo Oliver!
    Ja, hier fehlt es an allen Ecken und Enden an Bildlichkeit, denn die Hektik, die beschrieben werden soll, kann nur von einem Standpunkt aus beobachtet und mitgeteilt werden, den Du aber nicht preisgibst. Wenn Dein Sprecher wenigstens zu einem Vergleich (oder auch zwei) gegriffen hätte... ein schönes "wie..." beispielsweise, es muss ja nicht gleich voll die Metapher sein, ein stilles "wie" und ein ruhiger Vergleich, ja, dann hättest Du eine Perspektive gesetzt, von der aus der Sprecher das alles beobachtet und hättest keine Erklärung mehr für Partizipien gebraucht. Dichten ist immer Vergleichen, weil Realität immer nur nachgeahmt wird.
    herzlichst uis

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