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Thema: 1 LustSpiel

  1. #1
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    1 LustSpiel

    Sie spielen.
    ___________


    Sie weiß seinen Blick. Weit entfernt. Leckt ihre Lippen.

    Wenn sie denkt, wie er's täte und spürt ihn, sehr stark.

    Er steht. Selbst an der Wand. Blei auf dem Boden.

    Los: Geht's: Nur einen Schritt. Im Nebel verschleiert.

    Kommt er sehr nah. Ist groß vor ihr. Flüstert: Nimm mich.

    Auf deinem Weg. Folge der Karte. Körper fremdes Land.


    ________________
    Sie spielen.
    Vielleicht Liebe

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: 1 LustSpiel

    Wollust, Begierde, Sex, all dies, aber keine Liebe, bestenfalls Akzidentien der Liebe. Molochträume, auferstanden aus dem Troge disparater Wünsche, getragen vom Wunsch, fliegen zu können, um den Kopp aus der Brühe zu erheben. Trägt sich nicht, bleibt stecken.

    Zusammenstellung arg beliebig und tausend Mal gehört. Dein bislang schlechtester Text hier.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: 1 LustSpiel

    <Wollust, Begierde, Sex, all dies, >
    Das ist nicht all dies, sondern alles nur das eine.
    <aber keine Liebe > Und kein Zufall.Ich kann da sehr gut trennen.

    <Molochtr?ume..., getragen vom Wunsch,fliegen zu können,> Ich fliege im Traum sehr souverän. Mit Zwischenlandung.

    <...,bleibt stecken.> Na,immerhin.

    <Dein bislang schlechtester Text hier> Der war jetzt aber auch nicht schlecht!

    Schön, daß du, in deiner Eile, hier noch schnell rein und kurz mal rübergerutscht bist, Rohbert..

    Nacht. <aber keine Liebe >

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: 1 LustSpiel

    <Wollust, Begierde, Sex, all dies, >
    Das ist nicht all dies, sondern alles nur das eine.
    <aber keine Liebe > Und kein Zufall.Ich kann da sehr gut trennen.

    <Molochtr?ume..., getragen vom Wunsch,fliegen zu können,> Ich fliege im Traum sehr souverän. Mit Zwischenlandung.

    <...,bleibt stecken.> Na,immerhin.

    <Dein bislang schlechtester Text hier> Der war jetzt aber auch nicht schlecht!

    Schön, daß du, in deiner Eile, hier noch schnell rein und kurz mal rübergerutscht bist, Rohbert..

    Nacht. <aber keine Liebe >

    später...

    Ich bin noch nicht fertig.

    <Keine Liebe > ist hier nicht das Kriterium. Das andere Geschraubsel ebenso wenig.
    Nach meinem Geschmack könnte es saftiger sein. Körperlicher. Näher dran.
    Als Ex-Protestantin a.d.Asketischen Anstalt unterliegt ein Teil von mir dem Gesetz der Sünde und der Prüderie. Ich will sie schleifen, die Worte. Geformt auf einen Punkt bringen. Hier könnte eine Kritik ansetzen.

    = Nur am Rande: Warum immer diese Verniedlichungen...Bächlein.. Lyrikbändchen...Sind die Teile so süß? So klein? Liebstes Lektörchen? =

    <tausend Mal gehört>
    Sag von wem ! Ich bin die erste, die das vorlesen wird. Du wirst das nicht hören.

    Vielleicht stelle ich zur Strafe morgen noch die erste Fassung hinterher. Der Titel DAS GUMMIKLOSTER sollte niemanden, auch dich nicht verleiten zu denken, es könne Liebe darin stecken.

    Liebe ist vielmehr die Tat, die Sache selbst in die Welt der Möglichkeiten gestellt zu haben, als die Sache an sich.
    Sollst du nicht weiter drüber nachdenken und Schluß.

  5. #5
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    AW: 1 LustSpiel

    Es wehrt sich. Will nicht mosern, sondern mich freuen über Deinen Widerspruch, Ex-Protestanta.

    Verniedlichungen doch nicht immer. Immerchen vielleicht. Gelegentlich läuft auch etwas aus, ein Gedanke aus der hohlen Schale. Das kann ja dann nur eitrig sein.
    Ich weiß nicht, wer oder was das geschrieben hat; damit halte ich mich auch nicht auf. Ich schau nur auf den Text, und der Text war schlecht. Leselust kam nicht auf.

  6. #6
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    AW: 1 LustSpiel

    TEST_ TEST_ TEST

    sie spürt seinen blick leckt
    ihre lippen wenn sie denkt
    wie er's täte stellt sich selbst an die wand
    geschmolzen zu boden los
    geh einen schritt und der nebel schwand
    da steht er groß vor ihr sagt
    nimm mich auf deinem weg
    folge der spur körper im fremden land

  7. #7
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    AW: 1 LustSpiel

    TEST_ TEST_ TEST

    sie spürt seinen blick leckt
    ihre lippen wenn sie denkt
    wie er's täte stellt sich selbst an die wand
    geschmolzen zu boden los
    geh einen schritt und der nebel schwand
    da steht er groß vor ihr sagt
    nimm mich auf deinem weg
    folge der spur körper im fremden land

    Zitat:
    und der Text war schlecht.
    WAR schlecht?
    Die Zeit heilt Wunden aller Art.
    M

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: 1 LustSpiel

    Diese Anspielung meiner göttergleichen Natur sei mir verstattet. Genesis 1.

    Das principium des nunc stans, die sich drehende Artistik eines sowohl-als- auch drehenden Wortes aus dem Munde einer Alltagsfliege. Bei meinem Leibe, Du bist keine Alltagsfliege, keine Eintagesmenueoption, Du bist ein Greifer des Augenblicks, aber der steht und transzilliert, der wirbelt sich aus dem Worte in die ungeahnten Höhen eines Äquilibrierenden Etwas. Das Etwas bist nicht Du, sondern das Losgelöste Deiner selbst, insofern rückbezüglich. Aber wenn es denn gelöst wurde, dann kannst Du es fassen und formen. Form es in den Weiten des Augenblicks, stoß zu und sei ein Meister des Todes. Ewigkeit ist mehr als eingefangener Augenblick, es ist Vergegenwärtigung.
    Darüber laß uns reden, nicht über die Akzidentien des Liebesspiels.

  9. #9
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    AW: 1 LustSpiel

    Ich hab den Text seit gestern mehrfach gelesen und bin mir immer noch nicht sicher, was mich daran stört, was mich davon abhält, ihn für gelungen zu halten. Sicherlich ist es die Form, das spüre ich. Das ist gewollt und nicht gekonnt. Soll es ein Gedicht sein? Nein, ich kann das so nicht mehr akzeptieren. Dafür befinden sich in den Zeilen zuviele Sätze, die allein wirken wollen, denen Raum und Luft zum Atmen genommen wird durch Kürze und fehlenden Umbruch. Stünden sie aber allein, wie verloren wären sie dann.
    Es ist einfach zu gedrängt... klar, das soll ja wohl dann ein Liebesspiel assoziieren. Aber eben genau das scheint mir wie gewollt und nicht gekonnt. Dann der Wechsel zwischen Bildern, die gut sind, und Konkretisation, die nicht hineingehört. Sowas mag ich auch nicht. Dann wieder ein Blick auf den Rahmen. Es soll ein Bild, ein Gesamtbild sein, ja. Experimentiert hier jemand ohne zu experimentieren? Willst Du Sprachspiele, dann spiele sie, willst Du Gedankenspiele, dann spiele auch sie, aber dränge es nicht in einer Vermischung zusammen, aus der dann am Ende nur Gefühl und Gefühltes trieft, das macht es postmodern kitschig.

  10. #10
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    AW: 1 LustSpiel

    Ich weiß selbst, daß das nicht befriedigend ist. Mit jeder Besprechung weniger. Können wir das wegschließen?

  11. #11
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    AW: 1 LustSpiel

    Wo ich meinen Vorschreibern recht geben mag, ist, daß es kein Gedicht ist. Aber wer sagt, daß es eines sein soll. Wir leiden unter dem Druck zu systematisieren, einzuteilen und zu ordnen. Das hier entzieht sich den Schubladen. Also: Lassen wir doch die Sätze so stehen, wie sie geschrieben wurden: Versuchen wir es doch einmal damit: Ein Dritter beobachtet eine Szene, eine Miniatur menschlichen Annäherns, vielleicht in einer verrauchten Kneipe. Es wird laszive Atmosphäre aufgebaut und das gelingt. Andeutungen und Auslassung, es schwingt doch etwas zwischen den Zeilen. Also Marina, es gibt keinen Grund hier etwas wegzuschließen, es lebt und Lebendiges wegzuschließen, ist unmenschlich. Es lüstet mich geradezu, einen Kontapunkt zu Roberts harscher Kritik zu setzen. Es gefällt mir!

    Gruß Hagen

  12. #12
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    AW: 1 LustSpiel

    in mich hats eingeschlagen,
    die worte waren weg,
    das gefühl da -
    ein augenblick ward erklommen und
    geteilt,
    mitgeteilt,
    was meer?
    schön.

  13. #13
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    AW: 1 LustSpiel

    Sechzehn Jahre später sehe ich den Text kritisch im Kontext dessen, was ich für Liebe halte. Die Reduktion derselben auf die Wallung und das Körperliche störte mich damals, stört mich noch heute. Kein aber. Die Liebe so zu begreifen, kann nur einem postmodernen Menschen einfallen. Dichter dürfen das nicht, denn sie geben damit einer Entwicklung Vorschub, die das Tier im Menschen anspricht. Das Untier, um es mit einem Wort Horstmanns zu sagen. Ich kann hier auch keinen Formwillen entdecken, der dem Leser die Möglichkeit gäbe, die thematisierte Lust anders als fleischlich zu begreifen.

    Kein Aber, aber ein Andererseits: Fleischliche Lust ist nun einmal. Sie ist. Ein Text muß nicht vollkommen sein, also nicht alles mitsagen, was mitzusagen ist. Wir sind hier nicht im philosophischen Seminar, sondern in einer Schreibwerkstatt. Warum also das Nichtgesagte auch dort lassen, wo es hingeschickt worden ist - vom Dichter -, im Orkus?
    Manch einer ist auch nur Geist, würde aber gern das Fleischliche in sich spüren. Angeregt werden. Eine Muse regt auch nicht NUR den Hunger nach geistiger Tätigkeit an. Also, warum protestieren? Gar gegen eine Ex-Protestantin! Mehr Sanftmut tut gelegentlich auch gut.

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