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Thema: Seelenbräutigam

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Seelenbräutigam

    Seelenbräutigam

    Du sagst meine Bilder
    Bedrohen die Angst in
    Dir ist meine Wahrheit
    Verkannt als das Harte

    Ich seh mitten in Deine
    Unbefleckte Seele Ich
    Habe Dich getroffen Dein
    Engel erfüllt von Stolz

    Wir hören die Wolken
    Ich Dein Herz Du meine
    Angst ist leises Flattern
    Und zärtliches Ziehen

    (Die Seelen erreichen einen hoch angeregten Zustand und entschweben in ihre Spezialkammern)

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Seelenbräutigam

    Hallo Marina!

    Mehrfach gespalten kommt mir dieser Text in seinem Gesamteindruck daher.
    Da sind zunächst Zeilenumbrüche und groß geschriebene Wörter (Ich, Du), die ein wenig den Fluss in der jeweiligen Strophe zu stören scheinen, aber halt, nicht den Gesamtfluss des Gedichts, es hat eine deutliche Strömung, nachempfunden schwebenden Seelen, meine ich.
    So, und dann kommts! Neigst Du dazu, Marina, Schönes, was Du gemacht hast, wieder kaputt zu machen? Nur mal eine Frage, denn anders kann ich die Klammer am Ende nicht verstehen. Über das Nicht-Benutzen von Klammern habe ich mich ja schon ausgelassen. Hier wäre meine Kritik wieder einmal angebracht. Und dann erst das Wort "Spezialkammern". Das tut mir sehr weh, Marina, im Zusammenhang des eben gelesenen Gedichtflusses. Soll es das, soll es schmerzen am Ende?
    herzlichst uis

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Seelenbräutigam

    Die Worte klingen gut, die Botschaft ist verstanden. Wer stattet unsere "Spezialkammer" aus?

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Seelenbräutigam

    Wie meinst du das?

    Original erstellt von uisgeovid:
    Soll es das, soll es schmerzen am Ende?
    Nein, soll es nicht.(Der hier sollte eher ablenken) Immer wieder erstaunt mich die dunkle Auslegung meiner gut gemeinten Worte, ob im Text oder per gezügelter Zunge.(Heftpflaster)
    Was ist schlimm an Spezialkammer. An was denkst Du. Wie wäre: Dachkammer?

    Allerdings bin ich der festen Überzeugung, daß RICHTIG gute Kunst, in jedweder Erscheinung, immer 1 wenig weh tut + tun muß.
    ZÄRTLICHES ZIEHEN. Übergroßes Glück, schmerzt genauso.Das muß man alles irgendwie spüren.Oder ins Kunstgewerbemuseum.

    M
    Ich bitte darum, jetzt nicht mißverstanden zu werden!

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Seelenbräutigam

    Ich bin Deiner Meinung, Marina. Aber es gibt Leserinnen und Leser, die grad aus dem Grunde Lyrik missverstehen und keinen rechten Zugang zu ihr finden mögen, weil sie meinen, eine Autorin oder ein Autor verbreite immer nur seinen eigenen Seelen- und Weltschmerz und Gedichte trieften geradezu davon. Das ist das große Missverständnis, denn Kunst tut immer weh und große Kunst schmerzt denjenigen, der sie begeht am allermeisten. Das hab ich jetzt zwar kitschig gesagt, aber ich meine es so.
    Und im Zusammenhang dieses Gedichts hat das Wort, das letzte Wort "Spezialkammern" diesen kleinen Schmerzeffekt ausgelöst und macht die Schönheit der Zeilen vorher ungleich bewusster. Deshalb würde ich hier jetzt nichts mehr streichen...
    in Gedanken versunken
    uis

  6. #6
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Seelenbräutigam

    Marina, entschuldige, doch ich brauche ein fühlend Herz zum weinen. Die Kunst des Kochs, meine Wildente ist fast verbrannt, wurde nicht ausreichend gewürdigt! Und das alles nur, weil auf einem Balkon in Norwegen ein Mensch in unmodernen Klamotten eine Blondine geküsst.
    Ich glaube, ich werde zum Drachen...eine Blondine gegen meine Ente! O tempora, o mores!

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Seelenbräutigam

    Verbrannte Wildente? Du armer armer Koch!

    Heute ist Wochenende. Hast du denn nie frei? Verfilm doch dein KochBuch.
    Die Szene mit zwei 64-teilig gestopften Hühnern wird spitze!

    PS War nur 1 Scherz.

    Aber wo war die Rothaarige?
    M

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Seelenbräutigam

    Gestelztes. Enjambements. Ungereimte Floskeln ohne Verdichtung. Wo ist die Notbremse, solchen Schreiberlingen die Schreiberlaubnis zu entziehen?
    Am ärgsten ist die Zeile mit dem Flüstern, da zieht sich auch das letzte bißchen Brokat aus den Windeln.
    Ein Übelübler, ein grottenschlechter Text, ohne Versehen geschrieben. Gefallsucht führt zu Fallsucht.

  9. #9
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    AW: Seelenbräutigam

    Am ärgsten ist die Zeile mit dem Flüstern
    ??? Weiß ich jetzt im einzelnen nicht genau was du meinst, im ganzen ebenso.
    M

  10. #10
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    AW: Seelenbräutigam

    Sind wir heute kapriziös? Literarische Verzichtserklärung, Öhm, formlose Sublimate, entsprungen und nicht gebändigt. Ich und Du, ein Kreisverkehr ohne Schwingungen.
    Deutlicher: Da ist ein Du, von einem Ich angespochen (Verse 1 und 2), dann aber bleibt die Situation ohne Not nicht bei sich, sondern greift auf hochwohllöbliche Worte (Angst und Wahrheit). Mein Gott, Marina, da haben wir wohl ein paar Allegorien in petto. Wenn's denn schon nicht zu symbolischer Verklammerung mit dem Worten (hier als nominiertes Verbum zu lesen), dann finde doch für Angst und Wahrheit bittschön Umschreibungen. Und dann sind wir beim Harten; ist jetzt die sexuelle Revolution da, daß also Frauen hart, Männer weich und ängstlich sind? Stände oben Seelenbraut, dann verstünd' ich den Sinn. So ist's eine Revolution. Meinethalben. Kehren wir die chose um. Unten liegt sich's sowieso angenehmer: Laß sie mal machen!
    Vers 7 muß einen einen Akkusativ beinhalten, dann stimmen die Schwingungen aber nicht. Setzen wir den Nominativ, so bezieht es sich als Epipher, wohlan, es ist nichts Akklamatorisches zu sehen. Engel kennen Stolz nicht! Woher auch? Das Bild ist schief.
    Dann die dritte Strophe: Wolken sind immer gut, um das Leise ankommen zu sehen; eine Wolke verbindet Himmel und Erde, ein Engel verbindet Wolke und Himmel, ein Herz hat auf einer Wolke wenig Platz, Flattern paßt hier auch nicht, vielleicht etwas Imposanteres und Greifbareres?
    Den Schluß nehm ich Dir ab, bin aber vom Konstrukt SPEZIALKAMMERN nicht schwer begeistert.

  11. #11
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    AW: Seelenbräutigam

    Mein Gott, Marina,...
    Engel kennen Stolz nicht! Woher auch. Das Bild ist schief.
    Woher weißt du das. Von oben?
    Versuchs doch mal mit Stellungswechsel.

    SEELENBRÄUTIGAM (bes. i.d. Mystik) = Christus

  12. #12
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    AW: Seelenbräutigam

    ZACK -
    und so lags refuselt, rerronnen, zerfleischt
    darnieder, dein gedichtlein, marina,
    warum, zum Teufel, erklärst du es und dich???
    schrecklich!
    fünf pfund Flachs auf die Kommentare,
    wie auch auf meinen:
    mir schien es.
    und verständlich auch.
    wohlwollend zürnend
    etc.

  13. #13
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Seelenbräutigam

    Pardon, nochmal zu deinem Wortgeschwuchtel.


    Am ärgsten ist die Zeile mit dem Flüstern
    Meinst du evtl. die 5. Zeile?
    Hier wird nicht gefl?stert. Das ist 1 offenes Weltgeheimnis.

    Paul, da ist längst noch nicht alles rausgebrezelt.
    Gruß? M

  14. #14
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    AW: Seelenbräutigam

    Also, Kinder, Frieden! Bitte!
    Liebe Marina, die erste Version ist mir immer noch die allerliebste.
    herzlichst
    uis

  15. #15
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    AW: Seelenbräutigam

    Nö, nix Frieden, solange es um das geschriebene Wort geht. Wo kämen wir denn hin, wenn ich jedwedes Hingeschnurbelte als Dichterwerk goutierte? Nix da. Der obige Text enthält zu viele handwerkliche Fehler und semantische Schieflagen, die weder formal noch logisch ein Ganzes ergeben, nicht mal ein Offenes nach einer Reihung. Kreuz- und Quergeschieße.

    Ich erwarte mehr Mühe bei der Arbeit, marina!

  16. #16
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    AW: Seelenbräutigam

    An sich geht mich dieser Ordner ja nix an. Was Aerolith kritisiert, ist zumindest schon einmal bemerkt worden und daher ist jede Kritik im Prinzip als Lob aufzufassen.

    Was ich jedoch des Bemerkens als wertvoll empfinde, ist der Umgang mit 16 Jahren und einem Monat ZEIT, die zwischen damals und jetzt liegen. Damit schlägst Du eine Brücke in die Vergangenheit und sofort ist "damals" wieder "jetzt". Ob "damals" immer nur jetzt ist, wenn wir es uns auf diese Weise wieder "herz(z)itieren"?

    Der Inhalt erschließt sich schon, finde ich zumindest. Aber zum Glück habe ich keine Ahnung von der Form, die ein Inhalt besitzen muss. Daher muss ich die Form nicht vor den Inhalt stellen. Hat zumindest was ZEITLOSES, sowohl das Eingangsgedicht, wie auch die Nachbetrachtung.

  17. #17
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    AW: Seelenbräutigam

    Was hier über den Umgng mit der Zeit gesagt worden ist, findet seine Auflösung im heutigen Beitrag zum Kurs in Wundern.

    Und was ich eigentlich sagen wollte, war damit natürlich wiederum nicht gemeint. Was gesehen werden wollte, ist ohnehin eines jeden freien Geistes freie Entscheidung.

    Vielleicht wolltest du auch darauf hinweisen, dass ein Heiliger Inhalt einer entsprechenden Form bedarf.

    Zuweilen ist jedoch die Geburt der Heiligkeit keine einfache und die Gebärende zum gegebenen Zeitpunkt etwas ermattet. Da kann ein Ruf in die Zeit, der 16 Jahre überbrückt, fast hilfreich sein. Wenn man es aus einer späteren Perspektive betrachtet, ist selbst dieses Jammertal ein wiedererkanntes Paradies.

    Wer weiß, wie es die Autorin heute sehen und in Worte verpacken würde...

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