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Thema: wenn die Dunkelheit über die Stadt

  1. #1
    Wolkensteiner
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    wenn die Dunkelheit über die Stadt

    ...lodernd
    blitzt der Mond
    im Auge der
    Katze auf dem
    First

    weine nicht,
    mein Kind,
    auf dem Laken
    das Blut ist
    Ketchup

    das Feuer
    züngelt nach den
    Balken,
    gierig Schattenspiel im
    Nachtpalast

    der Schwan
    schwimmt durch die
    Gassen davon -
    verschwindet schwarz im
    Licht.

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    323

    AW: wenn die Dunkelheit über die Stadt

    Hab' lange dran geknackt, Paule, und nenn das jetzt mal einfach eine Gedanken-Collage.

  3. #3
    Wolkensteiner
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    517

    AW: wenn die Dunkelheit über die Stadt

    ...hab lange dran gefeilt, was sonst gar nicht mein ding ist, s'kommt wie's kommt... -
    bin immer noch nicht zufrieden, dacht ich werf's mal den wölfen zum fraß, gucken was passiert - du hast ja wieder die samthandschuhe übergestreift, auch schön... - und recht hast du auch, collage stimmt schon - bildbeschreibung eher noch -
    stell dir vor, du sitzt des nachts auf einem dach und betrachtest... - die katze, das feuer und den im licht verschwindenden, deswegen schwarz (silhouette), schwan -
    das kind ist nicht auf dem dach, das liegt im bettchen und wird erstmal beruhigt... -
    was das bild oder die bilder bedeuten erzähle ich nur meinem psychoanalytiker...

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    323

    AW: wenn die Dunkelheit über die Stadt

    ... schwebte mir ungefähr auch so vor...nur das Wort Ketchup will mir so rein gar nicht da hinein passen ... ist eben eines der am wenigsten lyrischen Wörter, die mir bisher untergekommen sind, es sei denn, jemand macht ein Gedicht über eine Frittenbude...
    und wenn ich schon mal dabei bin, lieber Paul, Du hältst mal wieder am Ende nicht ein, was Du mit dem Partizip am Anfang versprichst. Dieses "...lodernd" ist einfach zu stark am Anfang. Naja...und wenn Mondlicht brennt... was bewirkt dann erst Sonneneinstrahlung... sind halt nur so ein paar Bemerkungen...
    herzlichst uis

  5. #5
    Wolkensteiner
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    AW: wenn die Dunkelheit über die Stadt

    das mit dem ketchup muß sein, fällt zwar komplett aus dem geworte, aber da bleib ich trotzig wie das kind, das schließlich mit ketchup mehr anfangen kann, als mit nachtpalast... -
    und wenn du denn mond im auge einer katze sich widerspiegeln siehst, man beachte ja auch die tränenflüssigkeit..., so denke ich durchaus, daß dem bild nichts starres und warum nicht loderndes innewohnen könnte... -
    das thema partizipien versucht mir übrigens edjuschka von wolkenhausen schon seit der zeit der beginnenden industrialisierung beizubringen - bin ich inzwischen schon ein richtiger verfechter derselben geworden... - ein partizip verdichtet doch, weswegen also nicht in Gedichten???

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    vom Partizip

    Ist mir neu, Paulchen, daß ein Partizip verdichten soll. Im Gegenteil, es öffnet die Zeit nach vorn und hinten, eben das leistet es ja auch als Teil von beidem, von Erstarrung im nomen und zeitlicher Öffnung, die das Verb nun mal in sich trägt, denn Zeit bleibt schließlich wenigstens in eine Richtung immer offen. Falls Du die Abschneidung der Zeitlinie in eine Richtung brechen möchtest, benutze eben Vergangenheit oder Zukunft, dann brichst Du die Zeit, verdichtest sie also. Aber ein Partizip ist in beide Richtungen offen, also das Gegenteil von verdichtend.

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